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Rezensionen verfasst von
ATREYU (Baden-Württemberg)

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Erdbeben [Blu-ray]
Erdbeben [Blu-ray]
DVD ~ Charlton Heston
Preis: EUR 5,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Effektvoller Katastrophen-Klassiker mit Starbesetzung in solider Blu-ray Umsetzung., 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Erdbeben [Blu-ray] (Blu-ray)
E A R T H Q U A K E , mit Sensurround-Technik und teils auch von oben herabfallenden Fassadenteilen aus Styropor, muss dieser Katastrophen-Film Mitte der 70'er Jahre in speziell dafür ausgelegten Kinosälen wohl der wahre Blockbuster gewesen sein.

Es ist schon eine wahre Leistung was die jeweiligen Techniker in dieser Zeit auf die Leinwand projizierten und somit auch der verdiente Oskar für die Spezialeffekte. Ein Film der einen doch stark beeindruckt hat, als man diesen in seinen frühen Jugendtagen das erste Mal im Fernsehen sah. Tja, damals noch auf einem doch eher kleinerem TV-Gerät, noch im 4:3 Verhältnis und einem mehr mittig betontem Sound aus den eingebauten Lautsprechern. Also keine wirklich guten Voraussetzungen um gerade diesen Streifen zu sehen. Natürlich heutzutage auf dem Blu-ray Medium und dem dazugehörigen technischen Equipment das so die meisten Filmfans wohl ihr Eigen nennen, wirkt ein solcher Klassiker erst so richtig gut.

Technik: Das Bildformat ist hier natürlich in schönem Widescreen 2.35:1. Die Bildqualität ist teils etwas unausgewogen, besitzt aber meist eine angenehme Schärfe und meist gute Details. Die schöne Intro-Sequenz mit Flug über das Gebiet von Los Angeles wirkt da eher weich gezeichnet (wohl eher fokkusbedingt), oft ist dies ja gerade beim Titelvorspann ja beabsichtigt (Stilmittel). Auch manche Effekt-Aufnahmen weisen aufgrund der alten Technik durch Bildüberlagerung etwas Unschärfe und gröberes Korn auf. Die Nahaufnahmen der Schauspieler sehen dagegen aber sehr gut aus. Auch Szenen überwiegend in der Halbtotalen besitzen gute Schärfe und sehr gute Details. Für HD-Verhältnisse fehlt aber öfters die gewisse Plastizität und Tiefenwirkung, dass hat man auch schon besser gesehen. Ab und an ist auch Bild-Flackern zu sehen, aber meist sind die Kontrast- und auch Schwarzwerte zufriedenstellend. Einige dunklere Szenen weisen etwas Detailverlust auf. Die Farben wirken kraftvoll und sehr natürlich. Durchgehend ist natürlich Filmkorn auszumachen, dass grundsätzlich etwas grob und mitunter teils auch unnatürlich wirkt (HD-Transfer, evtl. Nachschärfung), gerade Szenen im halbdunklen sind da noch stärker davon betroffen. Vor allem "Jaws", oder selbst "Logan's run", beide ja auch so um die Mitte der 70'er Jahre gedreht, hatte ich längst schon im BD-Player und diese sehen Bildtechnisch insgesamt besser aus, trotzdem ist die Bildqualität bei "Earthquake" als durchweg solide zu bezeichnen. Grob würde ich diese in etwa mit "The Deep" vergleichen.

Ton: Ich bewerte hier jetzt vor allem den Original-Ton, der ist gerade bei doch schon älteren Filmen immer besser. Dieser besitzt einfach mehr Druck, gerade beim Sensurround-Track rumpelt es im Tiefbass-Bereich noch etwas mehr. Durchgehend ausgewogener Sound, Dialoge sind jederzeit gut verständlich. Auch wenn man sich bei der deutschen Synchronisation meist viel Mühe gibt, ein Heston ist erst Charlton Heston wenn man ihn im Original hört. Auch Ava Garner, als klammernde Ehefrau kommt einfach wesentlich besser rüber, ganz zu schweigen von der wirklich sympathischen Art und Stimme von Geneviéve Bujold mit franko-kanadischen Akzent. Nicht zu vergessen gerade ein Typ wie Miles Quade (gespielt von Saft-Darsteller Richard Roundtree), den muss man eigentlich im Original hören.

Sehr guter Music-Score (vor allem gerade die Titelsequenz) von John Williams der absolut passend die Szenen unterstützt. Mitunter dramatisch und mit dem klassischen 70'er Jahre Flair, der bei mir immer einen wohligen Schauer auslöst. Gesehen auf: [Grundig 40 VLE 7140C mit Harman Kardon BDS 716 5.1]

Fazit: Gehört für mich mit zu den besten Katastrophen-Filmen, selbst heute hat dieser noch seine Wirkung und überzeugt. Insgesamt interessante und auch sympathische Darsteller, eingebettet in eine doch insgesamt unterhaltsame Story bei der natürlich das Beben selbst der Hauptakteur ist. Gut gelungen finde ich sind die Wechsel und teils auch Überschneidungen zwischen den jeweiligen Handlungssträngen der Charaktere. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade diejenigen, die den Film im Kino bewundern konnten mit dieser Blu-ray Veröffentlichung zufrieden sind, da der natürliche look des Films erhalten geblieben ist. Ich selbst habe den Kauf jedenfalls nicht bereut und störe mich nicht an den teils vorhandenen Bildmängeln.

! Keine Extras, aber mit Wendecover !


Whiteout [Blu-ray]
Whiteout [Blu-ray]
DVD ~ Kate Beckinsale
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen "Die Natur hat es nicht vorgesehen das wir hier draußen überleben"., 11. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Whiteout [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein traumatisierter U.S. Marshall, gespielt von Kate Beckinsale, hat sich ins eiskalte Niemandsland der Antarktis versetzen lassen. Dort in einer Forschungseinrichtung schlägt sie sich schon nun mehr seit zwei Jahren mit Bagatelldelikten herum. Das Ende dieser Zeit ist in ein paar Tagen erreicht, da wird weit ab der Station eine Leiche entdeckt. Sie zieht schnell den Schluss, dass es sich hier um einen Mordfall handelt, den ersten in der Antarktis. Bei der weiteren Spurensuche begibt sich die attraktive Frau selbst in Gefahr.

Der Film wirkt gerade durch die Eingangssequenz sehr vielversprechend, hat durchaus einige Spannungsbögen zu bieten (gerade die Verfolgungsjagden an den Führungsseilen bei heftigen Windstürmen sind hier das Highlight), hebt sich aber leider nicht allzu deutlich aus der Masse hervor. Das Ende ist geradezu recht unspektakulär, trotzdem aber stimmig und absolut passend. Schade den eigentlich ist der Plot durchaus interessant, man hätte sicherlich noch etwas mehr daraus machen können.

Technik: Die Bildqualität (Format ist 2.40:1), kann man insgesamt als solide bezeichnen. Während das Bild bei Close-ups angenehm scharf, detailreich und teilweise auch eine gute Tiefenwirkung bietet, so leidet die Qualität in dunkleren Szenen teilweise durch etwas Unschärfe und Detailverlust, somit auch nicht immer optimaler Kontrast. Plastizität und Kontrast bei den Innenaufnahmen wiederum gut. Die Farben wirken sehr natürlich, kräftig im Inneren der Forschungsstation, aber auch passend kühl in den Außenbereichen der Eiswüste. Das stark grobkörnige und farbverfremdete Bild bei den Flashbacks finde ich sehr gelungen.

Ton: Der Sound bietet eine durchweg sehr gute Surround-Atmosphäre, gerade die Einleitung und auch bei den Szenen mit den gewaltigen arktischen Wetterbedingungen wirken sehr Authentisch. Hier pfeift einem der Wind regelrecht um die Ohren. Auch im inneren der Station punktet der Ton mit allerlei ortbaren Umgebungsgeräuschen. Die Soundbalance ist ausgewogen, so dass Dialoge durchweg gut verständlich sind. Bei der Sprache punktet der Film für mich aber weitaus mehr im Originalton. Gerade einfachste Dialoge kommen einfach besser rüber. Wie z. B. in der Szene als Marshall Stetko zusammen mit dem Doc zum Fundort der Leiche fliegen will. Der Doc begrüßt den Flugpiloten im Originalton mit den Worten: „You're Delfy?“ [Sind Sie Delfy?] Dieser antwortet: “Last time I remember” [So weit ich weiß ja.] Der Doc fragt weiter: „You are old enough to fly this thing?“ - [Sind Sie alt genug dieses Ding zufliegen?]“ Delfy kontert: „Certainly hope so - try not to have a heart attack on my plane, junior“ - [Das will ich doch hoffen - wäre nett wenn Sie hier drinnen keinen Herzinfarkt bekommen, Junior]. Darauf der Doc: „Smart ass - well, I think I'm gonna like him“ [Klugscheißer – Ach, ich glaube ich werde ihn mögen].

Extras: Nicht üppig, aber doch durchaus interessant zu sehen. So bietet die BD: Ein Making-of-Feature, Backstage Reportagen, Einblicke in die Dreharbeiten, die doch auch unter schwierigen Wetterbedingungen stattfanden. Cast und Crew kommen hier zu Worte. Zusätzlich gibt es noch ein Feature von der Adaption des originalen Comics und zusätzlich noch zwei nicht verwendete Szenen.

Fazit: Ein solider Thriller, mit für mich durchweg gutem Unterhaltungswert und tollem Setting. Ein Film der vor allem durch die launische und tödliche Umgebung der Antarktis punktet, zudem auch wohl dosierte Spannungsmomente vorhanden sind. Die Hauptakteure machen ihre Sache gut. Für Kate Beckinsale-Fans sicherlich sehenswert, haucht sie, obwohl die Charaktere nicht gerade groß ausgearbeitet sind ihrer Figur durchaus leben ein. Der eine oder andere freut sich hier vielleicht ein doch mittlerweile altes, aber durchaus bekanntes Gesicht zusehen. Die deutsche Synchronisation ist sicherlich solide, aber der Film ist wesentlich besser im Original anzuschauen. Passend vom Stil, der sehr stimmungsvolle Soundtrack. Mitunter gibt es auch einige sehr sehenswerte Landschaftsaufnahmen zu bestaunen.


Copland [Blu-ray] [Director's Cut]
Copland [Blu-ray] [Director's Cut]
DVD ~ Sylvester Stallone
Wird angeboten von cvcler
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blu-ray: Director's-Cut & Kinofassung (2012), rundum gelungen., 28. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Copland [Blu-ray] [Director's Cut] (Blu-ray)
Die 90'er Jahre bescherten uns doch eine Menge guter Filme (nein ich werde jetzt keine Aufzählung machen), COP LAND gehört für mich zweifelsohne dazu, war man doch damals angesichts der Rolle die Action-Ikone Stallone hier bot sehr (angenehm) überrascht. Des Weiteren agiert der gewohnt überzeugende Ray Liotta, Harvey Keitel zeigt wieder seine des Öfteren zu sehende fiese Visage und zu guter letzt noch Robert De Niro. Letztgenannte bekommt man nicht sehr oft zusehen was aber kein Abbruch ist, den in den wenigen Szenen bekommt man typisch gewohnte De Niro Kost geboten. Muss da immer an meine Frau denken: 'Mein Gott, was eine Frisur'. Tja denkt man noch 2 Jahre zurück an HEAT so könnte man es hier mit De Niros Zwillingsbruder zu tun haben, dieser sieht ihm aber kein bisschen ähnlich. Ach ja... nicht zu Vergessen, Mr. T-1000 mit Schnauzbart..

Na jedenfalls einer mit dem wohl niemand gerechnet hatte, räumt mal so richtig auf, solche Filme sind mir einfach sympathisch. Hier geht es um eine Entscheidung, Loyalität oder Gerechtigkeit. Die technisch sehr negativ bewertete Blu-ray von 2008 bekam ich nie zu Gesicht. Die hier nun vorliegende von 2012, die unter anderen auch den Directors-Cut beinhaltet ist aber Bild-und Tontechnisch gesehen sehr gut gelungen.

Technik: Das Bild hat eine durchgehend angenehme Schärfe und bietet auch gute bis sehr gute Details. Des weiteren gute Kontrastwerte und eine natürlich wirkende Farbgebung, zudem besitzen einige Szenen auch eine gewisse Tiefenwirkung. Sicher wird nicht die Plastizität heutiger Großproduktionen erreicht, ist aber auch gar nicht nötig. Ab und zu gibt es mal Einstellungen die etwas schlechter fokussiert sind, dass stört aber kaum. Der Film kommt visuell genau so rüber wie man ihn auch aus dem Kino in Erinnerung hat. Das Bild entspricht 1.85:1, hat also bei (16:9) sehr schmale Balken oben und unten.

Der Ton in DTS-HD 5.1 ist durchweg als gut zu bezeichnen. Surround-Technisch punktet der Film auch immer in den jeweiligen Szenerien, wie auch klanglich in den Action-Szenen mit ordentlichen Bums und kräftiger Lautstärke, wobei hier akustisch das wirkliche Highlight die letzte Action-Sequenz ist. Gesehen auf: [Grundig 40 VLE 7140C mit Harman Kardon BDS 716 5.1]

Directors-Cut: Knapp 10 min. länger, aber Vorsicht die zusätzlichen Szenen bieten keine Synchronisation sondern lediglich deutsche Untertitel. Persönlich fand ich das nicht so schlimm da ich mir diesen so im Anschluss gleich nochmal extra im englischen Original angeschaut habe, dass ja eigentlich ohne hin meist besser ist.

Fazit: Gelungene Blu-ray eines rundum gelungenen Filmes über Korruption beim Freund und Helfer. Klasse Drehbuch und glaubhafte Charaktere mitunter dargestellt von erstklassigen Akteuren. Allen voran Sylvester Stallone der hier geradezu zögerlich zurückhaltend, aber mit überzeugender Mimik und tollem Engagement zu sehen ist. Ein Film den ich mir immer wieder gerne mal anschaue, wobei ja auch noch beide Filmversionen auf der Disk sind und das für unter 10 €. Zumal dieser Streifen auch noch das absolut gelungene Debut eines Regisseurs ist, Hut ab. !mit Wendecover!

Empfehlenswert!


James Bond - Goldeneye [Blu-ray]
James Bond - Goldeneye [Blu-ray]
DVD ~ Pierce Brosnan
Preis: EUR 8,49

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pierce Brosnans erster und gleichzeitig auch sein bester Einsatz., 3. August 2013
Rezension bezieht sich auf: James Bond - Goldeneye [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Handlung: Kalter Krieg: Zwei Agenten des MI6 infiltrieren eine sowjetische Chemie-Waffenfabrik. Ihr Auftrag ist die Zerstörung der Anlage, dieser endet aber für Bond tragisch. Einige Jahre später wird im Hafen von Monaco bei einer Testvorführung ein hochmoderner Hubschrauber Typ Tiger gestohlen. Wiederum wird in einem sibirischen Satellitenkontrollzentrum das geheime russische Waffensystem „GoldenEye“ entwendet und die Station dem Erdboden gleich gemacht. Wie hängt das nun alles zusammen? James Bond 007, der treue Terrier Ihrer Majestät ist wiedermal gefragt.

Interessant ist das die Verantwortlichen ähnlich wie schon bei der Einführung von George Lazenby als Bond, Pierce Brosnans Gesicht komplett bis zu Minute 3:13 zurückhalten. Seltsam ich kann mich im Moment gar nicht erinnern wie das bei Roger Moore war. Na jedenfalls genau an dieser besprochenen Bildstelle fällt auf, dass die Bildqualität etwas durchwachsen ist. Das Gesicht von Bond erscheint hier in einer Nahaufnahme eher weich gezeichnet, es fehlen die Details die das gewisse HD-Feeling ausmachen. Solche Bildszenen meist eben bei Close-ups, die teils an eine DVD erinnern tauchen während des gesamten Filmes immer wieder auf. Auch manche Aufnahmen in der Totalen lassen Details vermissen und wirken leicht unscharf. Nicht wirklich störend, aber für einen Film von 1995, zu dem aus der Bond-Serie doch etwas leicht enttäuschend. Das Bild wirkt auch leicht gefiltert da Filmkorn kaum deutlich auszumachen ist, somit wäre auch der teilweise Detailverlust zu erklären. Das Ganze soll jetzt aber nicht zu Negativ klingen, den insgesamt gesehen ist die Bildqualität was Bildschärfe, Details angeht schon in Ordnung, speziell die Farbgebung ist sehr schön und natürlich. Auch Kontrast und Schwarzwerte sind zufriedenstellend, so dass auch in den dunkleren Bildbereichen Details gut auszumachen sind.

Der Ton in Deutsch DTS 5.1 ist hingegen sehr zufriedenstellend, durchweg gute Surround-Effekte, im Bass drückt es ordentlich. Der Tiefbassbereich dröhnt manchmal etwas sehr stark, ist aber sicher Geschmackssache. Die Dialoge auch im englischen Original gut verständlich. Sehr schön auch die dezent räumliche Hintergrundmusik während der ruhigen Szenen. Trotz insgesamt guter Übersetzung gefällt mir der Film im Originalton DTS 5.1 HD Master, wiedermal wesentlich besser. Auch Judi Dench, die hier ihren ersten Auftritt als M hat, leider aber nur wenige Szenen, wirkt einfach wesentlich überzeugender. Auch Bonds Humor kommt im britischen einfach besser rüber, z. B. “Excellent, that's the thing from winding up a rough day at the office“. Als Antwort darauf, als Q ihm gerade von den eingebauten Stinger-Raketen im neuen BMW erzählt. Moneypenny: „Goodnight James, I trust you will stay on the top of things“ in Anspielung auf die russische Pilotin Xenia Onatopp. Oder auch z. B. Sean Bean als 006: „Finish the job James, blow it all to hell“ oder der von sich überzeugte Programmierer Boris Grishenko: „The Americans are slug heads, nobody screws with Boris Grishenko“. Wie bei den anderen Teilen kann ich auch hier nur raten ihn mal auf Englisch zuschauen. Die gut abgemischte Musikuntermalung ist nicht herausragend aber passend und stimmig im Stil der 90er Jahre. Gesehen auf: [Grundig 40 VLE 7140C mit Harman Kardon BDS 716 5.1]

Was macht nun diesen 17. Bondstreifen zu einem guten? Zuerst ist der Titelsong von Tina Turner einfach toll und sehr stimmig, war ja eigentlich schon längst überfällig das die große Dame des Soul hier ihr Stimmtalent zum Besten gibt. Regie und Drehbuch sind solide und bieten guten thrill, die Einleitungssequenz an dem Staudamm, die Infiltration und die anschließende Flucht boten die typische aufregende Bondmachart. Spektakuläre Special-FX mit tollen Explosionen und überzeugender Modellarbeit. Mit Xenia Onatopp (Famke Jansson spielt diese Rolle, vor allem mit Originalstimme wirklich überzeugend) bot sich eine rassige Killerin, die mich mit ihrer leicht überdrehten, gar schizophrenen Art etwas an Babara Carrera aus „Never say never again“ erinnerte. Auch die russische Programmiererin Natalya (Izabella Scorupco) war als Bond-Girl eine gute Wahl, nicht nur schön anzusehen sondern da sie Bond auch tatkräftig unterstützte. Die Nebenrollen und deren Charakter sind insgesamt sehr gut gewählt. Der Verlauf des Plots ist interessant, spannend und bietet jede Menge guter Unterhaltung mit teils erstklassigen Action-Szenen, (man denke da nur mal an die spektakuläre Verfolgung im Panzer in St. Petersburg) die nebenbei auch mal für einen Lacher gut sind und fesselt bis zum Finale. Mit Sean Bean als Bonds Gegenspieler traf man eine sehr gute Wahl, überzeugt doch dieser in der Rolle des rachsüchtigen Bösewichts und mit unter anderem gibt es zwischen beiden Kontrahenten gute Dialogs Szenen und auch jede Menge Kampfgeist. Pierce Brosnan überzeugt als Bond mit einer gewissen Härte, Lässigkeit, Charme und gutem Wortwitz. Der neue Bondcharakter ist teils wie eine Mischung aus Timothy Dalton und Roger Moore. Erstgenannter der mir persönlich sehr gut als ehemaliger Bonddarsteller gefiel hätte durchaus auch eine sehr gute Rolle in GoldenEye abgeben können. Meiner Meinung nach ist GoldenEye Brosnans insgesamt bester Bondauftritt, zwar überzeugt er auch schauspielerisch in den Nachfolgern, aber geschichtlich bot sich da aus meiner Sicht leider nichts besseres mehr.

Extras: Hier wird aus der Serie schon gewohntes geboten: Making of ,The world of 007, “GoldenEye” Musicvideo, Deleted Scenes, Audiokommentar, Cast, Photogallery, Productiondesign, Storyboards, Filmlocations, Trailers, Credits u.a. Für mich gesehen üppig, bin dafür aber ein schlechter Maßstab da mir persönlich Extras nicht so wichtig sind.

Fazit: GoldenEye hat klassische Bondelemente und überzeugt rundrum. Die Bildtechnik hätte aber durchaus in einigen Szenen noch etwas feiner ausfallen können. Trotzdem ein solider, rasanter, fesselnder Bondfilm mit sehr gutem Unterhaltungswert, guten Schauplätzen, sehr gutem Cast und tollem Bonddarsteller der einfach Spaß macht. Wem „Der Hauch des Todes“ gefiel wird ganz sicher gefallen an GoldenEye finden. Für mich das beste Bondabenteuer zwischen dem Abgang von Timothy Dalton und dem neusten Darsteller Daniel Craig. Das dieser Film aber ab FSK 16 ist, die Trilogie mit Craig aber ab 12 bleibt mir ein Rätsel.


James Bond 007 - Daniel Craig Collection [Blu-ray]
James Bond 007 - Daniel Craig Collection [Blu-ray]
DVD ~ Daniel Craig
Wird angeboten von High Voltage Multimedia
Preis: EUR 19,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus meiner Filmsammlung nicht mehr wegzudenken., 29. Juli 2013
Tja, als „Casino Royal” 2006 in die Kinos kam und man sich nun endlich selbst ein Bild vom sechsten Bond-Darsteller machen konnte, wurde auch mir klar, Daniel Craig ist einfach perfekt für die neue Ausrichtung der Filme um den berühmten Doppel-Null Agenten. Er spielt seine Rolle mit großer Intensität, verleiht der Rolle wesentlich mehr Tiefe und überzeugt mit starker Präsenz und einer gewissen Abgeklärtheit in den Kampf- und Action-Szenen. Ich hatte mich sehr über diese Trilogie-Box gefreut und nun war es ein echter Genuss alle drei Filme in Reihe nochmals zu sehen. Selbst „Ein Quantum Trost” der mich beim ersten sehen nicht so wirklich überzeugte, gefiel mir nun beim erneuten sichten dann immer mehr. Mittlerweile habe ich auch alle drei im Originalton angeschaut und hier wirkt Craig nochmals wesentlich besser, heißt überzeugender. Auch der Humor in der deutschen Übersetzung zündet irgendwie nicht so richtig. Hingegen im Original und dabei natürlich mit typisch britischem Akzent haben selbst einfache Dialoge wesentlich mehr Substanz. Ich denke da nur mal an:

„Don't worry, we were not using it”.
„Well for god sake get after them”.
You’re bloody well not sleeping here”.
„Take the bloody shot”.
„The whole office goes up in smoke and that bloody thing survives”.

Auch speziell die Dialoge zwischen Bond und seiner Unterstützung Eve oder auch das treffen mit Q in „Skyfall”, sind einfach herrlich, auch Judi Dench im Original, kein Vergleich, so dass ich die Filme mittlerweile schon gar nicht mehr gerne in Deutsch ansehe. Also ich kann jedem nur ans Herz legen sich die Filme auch mal im Original anzuschauen.

Zu den Filmen selbst kann ich nur sagen dass mir alle drei sehr gut gefallen. Einen klaren Favoriten kann ich nur schwer benennen. „CASINO ROYAL” wirkt schon nahezu klassisch, wieder mehr hin zu realer Action, mehr psychologisches Spiel, Mann gegen Mann kämpfe statt ein Mann gegen eine überzahl, zudem mit überzeugendem Bösewicht LeChiffre (Mads Mikkelsen) einfach geradezu grandios. Mit Vesper Lynd (Eva Green) mal ein Bond-Girl der etwas anderen Art. Craig und Green bescheren uns hier wunderbare Szenen der Geschlechter, sei es in die eine oder eben auch andere Richtung. Überhaupt wurde das sich immer wiederholende Drumherum rigoros entfernt und man tat sehr gut daran. Schön fand ich aber, dass die Macher der immer gern gesehenen Judi Dench weiterhin die Rolle der M überließen. Daniel Craig gab dem Charakter eine unberechenbare Note, besaß Rauheit, Härte und eben auch Eleganz, zudem ist er auch verletzlich, zeigt auch mal sein innerstes. Es macht einfach immer wieder Spaß die feine Mimik von Craig in seiner Rolle als 007 zu verfolgen, man fiebert und leidet mit ihm. Zudem fand ich die Idee den bekannten Charakter Felix Leiter vom CIA mit in die Geschichte zu integrieren sehr gut. Der teils kritisierte Titelsong von Chris Cornell gefiel mir persönlich als alten „Soundgarden” Fan sehr gut.

„QUANTUM OF SOLACE” fiel da eigentlich nur ganz leicht dagegen ab, trotzdem hat der Film für mich seinen ganz eigenen Reiz, das wurde mir aber erst so wirklich beim zweiten Mal anschauen und dann vor allem im Original bewusst. Die Intro-Sequenz mit langsamer Kamerafahrt über den Gardasee (nebenbei mit toller Hintergrundmusik) und dann der abrupte Wechsel in eine halsbrecherische Autohetzjagd war schon gleich ein erstes Highlight, genauso wollen wir es doch sehen. Ganz besonders gefiel mir die durchgehend hervorragende Filmmusik, diese wirkt hier wesentlich atmosphärischer, ausgearbeiteter, eben präsenter als noch im Vorgänger. Zudem Positiv, die immer wieder rasant geschnittenen und durchaus realitätsnahen Action-Szenen, die schönen Landschaftskulissen und die weitere radikale Entwicklung des Bondcharakters. Sicherlich hat der Charakter Dominic Greene (Mathieu Amalric) nicht die Präsenz eines LeChiffre, tut dem Film aber keinen wirklichen Abbruch, den dafür gibt es diesmal zwischen beiden Kontrahenten einen handfesten Kampf. Craig punktet auch hier weiterhin mit seiner Rolle als traumatisierter Agent und wirkt hier angespannter, unberechenbarer und noch präsenter als zuvor. Ganz nett ist hier nebenbei eine Anspielung an einen alten Bond-Klassiker (Goldfinger). Die Frauen sind in diesem Streifen nicht ganz so präsent, wie noch zuvor (Eva Green) dennoch fügt sich Camille (Olga Kurylenko), als aus ihrer Kindheit traumatisierter Charakter sehr gut ein und ist quasi in gewisser Hinsicht der Spiegel zu James Bond. Die immer wieder zwischendurch atemlose Action zu Land, Wasser und selbst in der Luft sorgt für beste Unterhaltung. Ganz besonders gefielen mir die Szenen während der Toska Aufführung in Bregenz. Durch die ergreifende Musik der Oper wurde man (ich) emotional stark berührt und als dann der darauffolgende Schusswechsel losbricht, wobei hier weiterhin die Musik im Vordergrund steht, die Sound-Effekte aber dezent dahinter, entstand so eine ungemein audio-visuelle Intensität die man selten erlebt. Der Film war zwar wesentlich kürzer, hatte aber auch keinerlei Längen. Auch hier gefiel mir wieder der sehr coole, groovige Titelsong von Alicia Keys und Jack Withe. Nach nun mehrmaligen sehen gibt es für mich persönlich nichts mehr an dem Film zu kritisieren, fügt er sich doch als perfektes Bindeglied zwischen Bond 21 und 23.

„SKYFALL” kann man in einem Zug schon als nahezu perfekt bezeichnen und rundet das Ganze überzeugend ab. Es geht um Rache, Loyalität, und Wiederauferstehung. Spektakuläre, halsbrecherische, atemlose Action variiert hier (wobei nicht mehr die rasanten Schnitte enthalten sind wie noch in Teil2) mit guten Dialogen und zündenden Wortwitz. Zudem noch mit netten Anspielungen an verschiedene Bond-Klassiker und am Ende fügt sich alles angenehm zusammen, so dass man im Grunde genommen schon auf einen weiteren Teil sehnlichst wartet. Ein intelligenter und gleichwohl spannender Film, mit enormer Intensität und einem Daniel Craig der allen (Vor)Kritikern zum Trotz gezeigt hat wo der Hammer hängt, bzw. wo Bond heutzutage stehen soll. Adeles wunderbarer Titel-Song passt auf Deutsch gesagt, wie die Faust aufs Auge. Mehr als: „Man muss ihn gesehen haben”, möchte ich nicht mehr sagen sonst wird es einfach zu lang. Das einzige was insgesamt etwas nachdenklich macht ist insgesamt gesehen die FSK ab 12, aber da wundert einem eigentlich generell nichts mehr.

Technik: Das Bild in 16x9 Letterbox (2.40:1) ist bei allen drei Filmen mit einem Wort. „Ein visueller Genuss”. Wobei durchaus feine Unterschiede zwischen diesen zu sehen sind. Während Casino Royal und auch Quantum of Solace feines Filmkorn aufweisen, die Farben leicht übersätigt aber trotzdem natürlich und ein leicht erhöhtes Kontrastverhältnis, so ist Skyfall in allen Bereichen schon als Reverenz anzusehen, sehr schön da auch die ungemein natürliche Farbwiedergabe, der satte Schwarzwert und das ungemein Scharfe und auch durchgehend detailreiche Bild, selbst in den dunkleren Bereichen sind feinste Details erkennbar. Beim Vergleich von Quantum of Solace zum Vorgänger ist das Bild noch etwas plastischer mit sehr guter Tiefenwirkung. Eigentlich sind mir nur bei Casino Royal einige wenige Szenen (meist Nahaufnahmen) mit etwas weicherer Detailzeichnung aufgefallen. Insgesamt bietet sich fürs Auge in allen drei Filmen immer wieder Bildkomposition von intensiver Farbgebung, einfach herrlich anzusehen. Würde zugern diese mal über einen wesentlich größeren Fernseher anschauen, besitze selbst nur einen 40 Zoll. [Grundig 40 VLE 7140C] mit [Harman Kardon BDS 716 5.1]

Der Ton im Original DTS-HD Master Audio 5.1 ist auch über jeden Zweifel erhaben, so gut wie durchgehende Surround-Effekte, speziell bei angesagter Action. Die Musik klingt wohl dosiert im Raum. Satter Bass, auch guter Abgleich zwischen leisen und lauten Tönen, klare Dialoge. Wobei auch hier wieder aufwärts bei den Dreien wie schon beim Bild, kleine Steigerungen zu erkennen (hören) sind. Insgesamt gesehen fühlt man sich bei entsprechender Anlage schon fast wie im Kino und ist von der ersten Minute an absolut begeistert.

Fazit: Was gab es doch im Vorfeld ungemein harsche Kritik an Daniel Craig, selbst nachdem sich nun alle ein Bild von ihm als einen doch überzeugenden Bonddarsteller machen konnten, gibt es immer noch Nörgler und am alten festhaltende. Zu Hart, kein Humor, keine Gadgets, kein Q, was ist mit den flotten Sprüchen und den Bond-Girls passiert usw. Nein, nein, nein das kann ich jedenfalls alles nicht teilen. Bond ist hier kein Gigolo mehr und zeigt auch sein innerstes. Mich hat Mr. Craig als „Bond, James Bond” vollends überzeugt, Punkt.

Extras: Stehen ja schon oben in der Kurzbeschreibung, sind aus meiner Sicht jedenfalls insgesamt qualitativ sehr gut und intressant anzusehen.


Joyland
Joyland
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,70

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen It definitely was a joy to read King's "Joyland"., 28. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Joyland (Taschenbuch)
Ich hatte schon länger kein Buch mehr in englischer Sprache gelesen und als ich zufällig im Buchladen Kings neustes Werk "Joyland" sah, kurz zwei Seiten überflog, dachte ich mir jetzt greifst du zu. Die Geschichte handelt von dem jungen, unglücklich verliebten College Studenten Devin Jones, der in den Ferien einen Job bei einem Vergnügungspark annimmt und dabei in mysteriöse Umstände gerät. Diese entwickelt sich langsam, keinesfalls aber zäh oder gar langatmig, für mich persönlich wohldosiert und mit einem Wort, genau richtig.

Stephen King vermischt hier geschickt mehrere Zutaten zu einer doch insgesamt interessanten und durchaus fesselnden Geschichte die mich in ihren Bann zog. Sicherlich kein Meisterwerk, aber doch für mich als mittlerweile schon langem King Fan überaus lesenswert. Gerade den Hauptcharakter in seinen jungen Lehrjahren und sein menschliches Umfeld beschreibt der Autor sehr gut und man fühlt mit diesem mit. Auch der Freizeitpark mit seinem Glanz und den Charme der damaligen Zeit taten sich lebendig vor mir auf. Letztlich bleibt mir noch zu sagen ohne zuviel zu verraten, das ein Element in der Geschichte leider etwas leicht zu kurz kam, trotzdem aber die Geschichte insgesamt sehr stimmig ist und King die wesentlichen Elemente seiner Story wieder in seinem typischen Schreibstil auf den Punkt bringt. Nebenbei bemerkt, für mich als im Moment nicht gerade sehr geübten Englisch-Leser hatte ich keine sonderlichen Probleme beim folgen des Textes. Im Gegenteil mir wurde wieder mal bewusst, (hatte zwar bei diesem Werk jetzt keinen Direktvergleich), dass aber King sich in Englisch anderes, ja geradezu besser liest als in der deutschen Übersetzung. Auch was mir wiederum aufgefallen ist, dass schön gestaltete Cover Motiv des Originals. Ich frag mich immer wieder warum nur sind die deutschen Ausgaben teils so langweilig im Vergleich dazu.

Fazit: Eine gelungene Geschichte mit Inhalten wie, erste Liebe, Unschuld, einem Mörder, das zweite Gesicht, Geister, der Arbeit in einem Vergnügungspark und letztlich auch um das Erwachsenwerden eines jungen Mannes. Interessant und einfühlsam geschrieben von einem meiner Lieblingsautoren, der mich immer wieder begeistert. Als King Fan, dem nicht nur typische Horrorelemente wichtig sind definitiv lesenswert, wie die meisten seiner in den letzten zehn Jahren erschienenen Romane.


Outland - Planet der Verdammten [Blu-ray]
Outland - Planet der Verdammten [Blu-ray]
DVD ~ Sean Connery
Preis: EUR 9,47

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sci-Fi-Thriller der frühen 80er auf recht überzeugender BD., 17. Juli 2013
Io, innerster Mond des Jupiters. Ein Konzern betreibt dort eine Minenkolonie Con-Am 27, dessen General Manager ist beauftragt den höchstmöglichsten Profit aus dieser Bergbaustation zu schröpfen. Das bedeutet, die maximale Produktivität bei den Minenarbeitern ist oberstes Gebot. Nach einer gewissen Zeitspanne häufen sich aber Meldungen von unerklärbaren Todesfällen. Ein zur Station hin versetzter U.S. Marshall geht der Sache auf den Grund…... Die Story ist sicherlich vielen bekannt.

Drei Dinge sind mir von Outland im Gedächtnis geblieben, die insgesamt düstere und dichte Atmosphäre, natürlich Hauptdarsteller Sean Connery, vor allem aber auch die ungemein fesselnde Szene in der Marshall O'Niel einen Verdächtigen über Treppen und Laufstege durch die engen Quartiere und Korridore der Station jagt. Bildregie, Schnitt und Musikuntermalung empfand ich in dieser Verfolgungssequenz (bei 49:00) schon immer sehr, sehr gelungen und auch heute noch überaus sehenswert. Das letzte Mal vor schon langer Zeit im Fernsehen auf den Dritten gesehen, musste ich mich nun endlich der Blu-ray annehmen.

Technik: Bild (2.40:1) Die Eingangssequenz (FX), mit Fokus auf die Minenkolonie mit übergroßen Jupiter im Hintergrund sah da schon vielversprechend aus, hier bietet sich dem Betrachter ein sehr kontrast- u. detailreiches Bild mit kräftigen Farben und gutem Schwarzwert. Sehr schön diese lange Kamerafahrt (bei 04:20) nach öffnen des Minenaufzugs mit Zoom zurück und Schwenk auf die Minenarbeiter, auch hier sehr gute Schärfe bei den Nahaufnahmen der Arbeiter, gute Details bei den Raumanzügen, Gesichtern etc. Auch hinsichtlich Kontrast und Schwarzwert gibt’s nichts wirklich zu bemängeln. Der Film lebt zum Teil auch von der stark unterschiedlichen Ausleuchtung der Szenerie, so ist das sehr zu begrüßen. Bis hier hin auch schon erkennbar ein wohldosiert, angenehmes leichtes Filmkorn. Des Weiteren sind auch die Details bei den verschiedenen Einrichtungen der Kolonie sehr gut, allen voran Marshall O'Niels Apartment, Office, aber auch bei den Arbeiterquartieren und etc. bietet sich ein klares Bild mit angenehmer Schärfe. Die Farben sind im gesamten Film kräftig und sehr natürlich wirkend. Zwischendurch gibt es doch hin und wieder mal Szenen mit einer leichten Unschärfe oder auch etwas stärker ersichtliches Korn macht sich bemerkbar. Bei (12:07), Meeting der Belegschaft, O''Niel stellt sich als neuer Marshall vor. Eine schöne Szene (gerade im Originalton) zwischen Sean Connery und Peter Boyle bei der ein erstes, kurzes Kräftemessen erkennbar ist. Auch hier ist mir das sehr angenehme Bild aufgefallen mit insgesamt sehr guten Werten, die Close-ups der Gesichter haben meist sehr gute Details, selbst in den dunkleren Schattenbereichen der Szenen sind Details auszumachen. Man achte hier nebenbei mal auf den aufsteigenden Qualm von Zigaretten.

Der Ton in Original DTS-HD MA 5.1 ist eigentlich recht unspektakulär, richtig dröhnen tut es eigentlich nur bei der Landung des Shuttles. Deutlich sind aber Surround -Effekte bei verschiedenen Umgebungen auszumachen z. B. Geräusche von Maschinen in der Küche, bei Szenen von Menschenansammlungen im Saloon oder den Arbeitsbereichen der Minenarbeiter, wo einem dadurch auch deutlich die Größe des Raumes spürbargemacht wird. Die Sprache war jederzeit gut verständlich. Tja, der deutsche Ton wie so oft nur in Digital Dolby 2.0, störte mich aber generell nicht wirklich, da ich den Film in Englisch bevorzuge.

Extras: Sehr interessanter Audiokommentar von Regisseur Peter Hyams (2010, Presidio, Timecop, Das Relikt) und der Kino-Trailor. !Kein Wendecover!

Fazit: Peter Hyams drehte Anfang der 80er Jahre diesen Sci-Fi-Thriller der auch heute noch, was mich angeht überzeugt. Ein charismatischer Hauptdarsteller, trotz einer Mondstation abwechslungsreiche Schauplätze und für damalige Verhältnisse überzeugende Special-FX. Toll sind vor allem die sehr gute Kameraarbeit, der Schnitt und natürlich die atmosphärische und dynamische Filmmusik von Altmeister Jerry Goldsmith. Die düstere Atmosphäre und wilden Kamerafahrten durch enge Gänge sind deutlich durch ALIEN (1979) inspiriert. Auch im Film bestens zu erkennen, Peter Hyams hat ebenfalls einen Faible für stilistische Ausleuchtung der Szenen wie eben Ridley Scott. Ein insgesamt spannender, solider Film der von der Handlung etwas an den Western-Klassiker "High Noon" erinnert. Die wenigen Logiklöcher die teils kritisiert werden stören mich nicht im Geringsten. Technisch schneidet der Film für seine Alter durchweg gut bis sehr gut ab. Aus meiner Sci-Fi Sammlung auf jeden Fall nicht mehr wegzudenken.


Afterdark: Roman
Afterdark: Roman
von Haruki Murakami
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Afterdark - etwas an Melancholie wie in einem guten Jazz-Standard., 13. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Afterdark: Roman (Taschenbuch)
Das Buch war ein Spontankauf, da ich ja Murakami bereits schon kannte und mitunter etwas das schnell durchgelesen ist suchte griff ich zu, es war auch keinesfalls ein Fehlgriff. Es besitzt vielleicht nicht ganz diese Magie wie andere Bücher des japanischen Autors. Trotzdem gefiel mir auch hier wieder die gesamte Erzählweise (z.B. wird das charakterlich stark unterschiedliche Geschwisterpaar Eri und Mari, auch durch unterschiedliche Erzählstile dem Leser nähergebracht) und das die einzelnen Geschichten der sehr individuellen Charaktere in gewisser Weise mit einander Verbunden oder sozusagen sich auch überschneiden fand ich auch nett. Einiges läuft parallel zueinander und manche Ereignisse werden aus unterschiedlichen Perspektiven weitergeführt. Ja es erinnert mich teilweise an die Art von manchen asiatischen Filmen wo der Zuschauer in eine Geschichte einsteigt, die sich ohne auf einen nennenswerten Höhepunkt zusteuert entwickelt und man am Ende ausgeklinkt wird und man das Gefühl hat es hätte endlos weiterlaufen können. Das Buch strahlt eine gewisse Melancholie aus wie es teilweise auch im Jazz üblich ist und für so etwas bin ich eben sehr empfänglich, zu dem ja noch ein Charakter ohnehin ein Jazz-Posaunist ist.

Fazit: Kurzes eintauchen für eine Nacht in die Ereignisse mehrerer Personen die in gewisser Weise miteinander verknüpft sind. Afterdark umkreist etwas leicht Geheimnisvolles, die Geschichten sind insgesamt unterhaltsam, mit netten Dialogen und man ist stets interessiert sie weiterzuverfolgen. Muss man das Buch nun gelesen haben? Sicherlich nicht unbedingt. Als Murakami-Fan ist es denke ich sicher lesenswert, wer z. B. schon gefallen an „Der Elefant verschwindet“ hatte, kann eigentlich zugreifen. Ansonsten wer mit meiner kurzen Beschreibung etwas anfangen kann und diese ihm/ihr zusagt so wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

P.S. Wer mit Jazz, wenn auch nur wenig, etwas anzufangen weiß und das Musikstück welches im Buch vorkommt nicht kennt, sollte mal reinhören, wunderschön.


Safe House (Steelbook) [Blu-ray] [Limited Edition]
Safe House (Steelbook) [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Denzel Washington
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 12,95

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das sichere Versteck war besser als ich dachte., 13. Juli 2013
Wie schon in einigen Action-Thrillern zuvor geht es in "Save House" auch um Korruption bei den nationalen Geheimdiensten. Beweise dafür befinden sich auf einem Datenträger, dieser ist im Besitz des ehemaligen CIA-Agenten Tobin Frost. Mittlerweile aber seinem Land abtrünnig und untergetaucht handelt er mit solchen Geheiminformationen. Ihm gegenüber der junge CIA-Agent Matt Weston, dieser sitzt als Bewacher mittlerweile gelangweilt in einem Save House der U.S. Regierung in Kapstadt und hofft endlich auf Versetzung und somit auf einen richtigen Einsatz. Wie es der Zufall will, Frost der sich um seinen Häschern in Form von Söldnern zu entkommen im US-Konsulat stellt, wird auf Anweisung der CIA gerade in dieses Save House überstellt. Ist es das nun die Chance des unerfahrenen Weston sich zu beweisen?

Einige Kritiken kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. So sehe ich die schauspielerische Leistung von Ryan Reynolds als Matt Weston doch als sehr gelungen und vor allem natürlich wirkend an. Es ist unterhaltend wie er die, doch in einer brisant steckenden Lage und im Einsatz unerfahrene, verletzliche aber auch sich durchsetzende Figur spielt. Auch ist seine Rolle doch eine willkommene Abwechslung zum fast schon charismatisch, übermächtig wirkenden Tobin Frost, dieser wieder sehr gut und mit charakterlicher Tiefe gespielt von Denzel Washington, aber das ist man ja von ihm bereits gewohnt. Das der Film absolut vorhersehbar ist kann ich auch nicht unterschreiben, sicherlich ist nach schneller Zeit einiges schon ersichtlich, aber dem Film geht es darum auch gar nicht das lange außen vor zu halten, sondern vorrangig steht in erster Linie das Duell der beiden Hauptcharaktere und das auch optisch reizvoll in Szene zu setzten, zumindest empfand ich das so. Klasse die Szenen bei der Verfolgungsjagd im Auto, die Anschläge des Killerkommandos und der Mann gegen Mann Kämpfe, die speziell doch sehr hautnah, unpoliert, ja letztlich geradezu brutal dem Zuschauer dargeboten werden. Sehr schön fand ich übrigens die Einleitungssequenz beider Hauptfiguren mit sehr angenehmer Musikuntermalung, diese ist auch im gesamten Film sehr atmosphärisch und dicht. Zudem ist die Kulisse, auch wenn man nicht allzu viel von Kapstadt sieht, sicherlich mal was anderes. Vorrangig wird der Film mit einer unruhigen Kamera dargestellt, in den Action-Szenen mitunter sehr schnellen Schnitten sorgt diese für das dadurch typische mittendrin Gefühl. Doch was diesen Punkt anbelangt hat wohl sicher jeder ein anderes Empfinden, trotz alledem habe ich dass schon wesentlich nerviger gesehen. Schön war es, wenn auch nur kurz, mal wieder in einer Nebenrolle den Sänger Ruben Blades zu sehen und nicht zu vergessen natürlich Robert Patrick (T-1000). Insgesamt gesehen sind auch alle anderen Rollen gut besetzt nur wirklich Punkten tun eben nur zwei.

!!! ACHTUNG S P O I L E R !!!: Schon klassisch, aber gut zum Schluss das mit dem Spieß umdrehen, als Weston zum CIA-Vizedirektor zum Abschluss sagt: "I'll take it from here, sir."

Technik: Das Bild (2.35:1) besitzt in erster Linie starkes Korn das abhängig von den Hintergründen mehr oder weniger stark hervortritt. Stören tut das für meinen Geschmack in keiner Weise, da gerade dieser grobe Look einfach sehr passend ist. Gut einfügen tun sich auch verschiedene Farbfilter in denen z. B. das Bild durch etwas übertriebene Blautöne sehr kalt erscheint, oder wie an anderer Stelle durch die satten rötlich, erdigen Farben die Gesichter vordergründiger wirken. Auch werden mit diversen Kontrast Einstellungen unterschiedliche Bildkompositionen geschaffen. Also Visuell ist der Film in meinen Augen wirklich gelungen. Die Details sind durchweg sehr gut, man erkennt feinste Hautporen oder auch jegliche Oberflächenstrukturen.

Der Ton in Deutsch DTS-HD 5.1 ist rundum gelungen, sehr gute Synchronisation, passende Stimmen. Vor allem punktet der Film was den Sound angeht in der Action-Szenerie, hier krachts mitunter gewaltig. Sehr schön auch der Surround-Sound der je nach Umfeld für ein mittendrin Gefühl sorgt. Sehr gut auch die Musikuntermalung die sich perfekt in jede Szene einfügt und niemals nervig oder zu vordergründig erscheint.

Fazit: Der Film bietet ein erstklassiges Psychoduell zweier unterschiedlicher Charaktere, sehr gute Action-Szenen eingefangen in sehr guten Bildern und der zuletzt auch moralische Fragen beim Zuschauer aufwirft. Er setzt in meinen Augen nicht auf großartige Verschwörungskonzepte, sondern will in erster Linie mit satter aber realer Action den Zuschauer fesseln. Das hat er bei mir jedenfalls geschafft und so bin nun dabei in nochmals im Originalton zu schauen. Bild- und Tontechnisch gab es keinen Grund zum Klagen. Passend für unterhaltsame Samstagabende bei denen man nicht auf zu hohen Anspruch bei der Geschichte Wert legt, sondern visuell eintauchen möchte in ein sehr unterhaltsames und doch durchweg fesselndes Katz und Mausspiel mit insgesamt überzeugenden Darstellern.


Westworld [Blu-ray]
Westworld [Blu-ray]
DVD ~ Yul Brynner
Preis: EUR 10,99

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der erste seiner Art, Technik der Blu-ray ist recht ordentlich., 16. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Westworld [Blu-ray] (Blu-ray)
Bei Müller erst vor kurzem noch in der 4 für 3 Aktion zu haben, konnte ich nicht wiederstehen mir diesen Film zu erstehen. Das erste Mal vor langer, langer Zeit im Fernsehen gesehen, hat sich dieser doch sehr ins Gedächtnis eingebrannt. War sehr gespannt ob sich dieser Sci-Fi-Streifen aus den frühen Siebzigern noch seine Einzigartigkeit bewahrt hat. Hatte ihn zudem schon lange Zeit nicht mehr gesehen, besitze somit diesen Film auch nicht auf DVD, zwecks eines direkten Vergleichs.

Eins vornweg das Menü ist nicht gerade sonderlich toll gestaltet, also eher schlicht und übersichtlich. Doch schon nach kurzen erinnerte ich mich an diese Musik aus dem Film, den man hört hier einen kleinen Ausschnitt davon und gerade diese Art der Musikuntermalung hat mich damals schon immer sehr fasziniert, nebenbei finde ich hat generell Filmkomposition Ende der Sechziger und den frühen Siebzigern ihren ganz besonderen Reiz und individuellen Flair, ich war somit schon mal auf den Film eingestimmt.

Delos - Drei Vergnügungsresorts dienen dem modernen Menschen von Übermorgen dazu sich nach Herzenslust auszuleben. Dazu dienen ihm Computer gesteuerte Androiden, geschaffen wiederum von komplexen Maschinen, sollen diese natürlich auch für die jeweilige Sicherheit der Besucher garantieren. Der Preis pro Tag, stolze 1000 Dollar.

Technik: Also, zuerst war ich etwas verwirrt, da am Anfang des Films eine Art Commercial zu sehen ist, dieser wirbt inhaltlich typisch amerikanisch und mit dem Spruch "DELOS - Der Urlaub von Übermorgen schon Heute!" ist aber nicht sonderlich gut in der Qualität und auch in einem sehr kleinen Bildformat. Das hatte ich gar nicht mehr so in meiner Erinnerung. Doch wer sagt's denn, die Interviews mit zurückkehrenden Gästen aus DELOS, die ihre Eindrücke schildern sind zu Ende und der Film geht nun auch richtig los und das Format ist jetzt auch in 16:9 Letterbox. Das Bild (2.40:1) ist von der Qualität in den ersten Szenen beim Flug zum Freizeitpark, Gespräch zwischen John und Peter, eher durchwachsen, grobes Filmkorn, leicht blase Farben, etwas zu starker Kontrast, die Bildschärfe eher Durchschnitt, aber trotzdem insgesamt doch ganz passabel. In den dunkleren Szenen, wie bei der Flugkontrolle (Staff sitzt hinter den Computermonitoren, Flugüberwachung, etc.) ist das Bild doch ganz ordentlich, also ausgewogener hinsichtlich Kontrast und Schwarzwert. Die sehr kurze Einstellung bei der man das Flugvehikel in einer Großaufnahme landen sieht, ist von den Details dann sehr gut. Die nächste Einstellung, die Besucher im Fahrstuhl und beim weiteren Einchecken in den Park. Ab hier musste ich mal etwas an den Bildeinstellungen ändern. Setzte somit zuerst den Kontrast etwas herunter, Rauschreduktion etwas höher und verlieh den Farben etwas mehr Brillanz und siehe da, gleich besser. Aber bei den ersten Szenen in der Westernstadt ist generell eine besserung der Bildqualität erkennbar, ein angenehm scharfes und meist auch detailliertes Bild ist von nun an mein Begleiter. Herrlich immer noch diese tolle Szene in der Mr. Gunslinger das erste Mal seinen Auftritt hat und den Gast Peter, der gerade mit seinem Drink beschäftigt ist gleich mal beim hereinkommen in den Saloon dezent anrempelt. Einfach einmalig welchen Blick der Revolverheld (Yul Brynner) diesen kurz zuwirft und die darauffolgende ansteigende Konfrontation der beiden die dann in einem klassischen Duell endet. Generell sind die Schauspieler in diesem Film allen voran gerade Yul Brynner, Richard Benjamin, aber auch der aus CAPRICORN ONE (1978) bekannte James Brolin sehr gut gewählt, gerade was die Gesichtsgestik und die Natürlichkeit angeht. Aber generell empfehle ich diesen Film auf Englisch zu schauen, da die deutsche Synchro nur bedingt gut ist. Die anschließenden Szenen im Bordell der Westernstadt sind richtig schön detailliert, gerade die Gesichter in der Nahaufnahme, auch hier schöne kräftige Farben. Zwischendurch gibt es immer wieder mal einige Szenen mit etwas Unschärfe aber keinesfalls störend. Die Bildqualität in der Ritterwelt und die wenigen Szenen in der antiken Welt sind durchweg mit kräftigen Farben und guter bis sehr guter Bildschärfe.

Der Originalton ist in DTS-HD Master 5.1 und bietet ein doch rundherum gutes Klangerlebnis, gerade die tolle Filmmusik kommt hier schön zur Geltung. In Deutsch gibt es zwar nur Monosound, störte mich aber kaum da wie schon gesagt ich das Original bevorzuge.

*****

Zum Film selbst: Tja, wie eben Filme aus dieser Zeit oft sind, entwickelt sich hier die Geschichte in den ersten 45 Minuten sehr gemächlich, aber keinesfalls langatmig. Alles ist sehr stimmig und auch technisch sehr gut in Szene gesetzt, gerade wenn man das Alter bedenkt. Auch war es Michael Crichtons erste Regiearbeit, der ja hierzu auch den Geschichtsstoff und das Drehbuch lieferte. Sehr gut haben mir immer die Szenen von der ersten Nacht gefallen, in der die defekten Androiden, spätestens hier wird einem klar, selbst Pferde sind Roboter, von einem Spezialteam eingesammelt und zur Analyse gebracht werden. Sehr gut hier auch die Musikuntermalung für die Fred Karlin (u. a. Der Mann von Atlantis, Serie von 1977) verantwortlich war. Es werden hier auch erste wiederholende Fehlfunktion analysiert, die sich seltsamerweise wie eine Art Virus von einem Erlebnispark auf die anderen übertragen, jedenfalls nach Ansicht eines hiesigen Wissenschaftlers. Hier wird einem auch wiederum vor Augen geführt, dass die Verantwortlichen nicht wirklich Herr der Lage sind, da die enorm komplexen Roboter ja auch teils wiederum von anderen Maschinen hergestellt wurden und man daher nicht exakt über alle Funktionen und Abläufe der künstlichen Intelligenzen im Bilde ist. Trotz alle dem geht aber das muntere Treiben der Besucher in Medival, der Antike und der Westernstadt seinen gewohnten Gang. Die lockere Countrymusik unterstreicht das geradezu in herrlicher Weise. Schön sind auch ein paar humorvolle Einlagen alla, ein neuer Gast wird zum Sheriff gewählt etc. So kommt es zu Schießereien, sehr unterhaltsamen Saloon-Kloppereien und letztendlich einem Ausbruch aus dem hiesigen Stadtgefängnis. Doch der Fehler im System kann nicht behoben werden und somit ist die drohende Katastrophe in der sich die Besucher bald befinden werden nicht abzuwenden. In Panik versucht man den Stecker zu ziehen, dass kennt man ja bereits auch aus der berühmten Terminator-Filmreihe.

Nach gut einer Stunde kommt es dann zum klassischen Showdown, dieses letzte Drittel des Films ist einfach toll inszeniert. Mit einer gelungenen Mischung aus sehr guter Arbeit bei Kamera und Schnitt, perfekt komponierter Musikuntermalung, zwei großartigen Hauptakteuren, Yul Brynner hier einfach grandios, entsteht ein unvergesslicher Klimax der Filmgeschichte. Im Vergleich zu heute, wo doch sehr oft alles mit einer unendlichen Palette an Klischees behaftet ist und oft recht dick aufgetragen wird, folgt hier eben alles mehr einem natürlichen Gang, nichts ist aufgebauscht, kein Überheld, sondern ein wahrer Mensch wird hier zur Zielscheibe. Von manch Unwissenden wird dieser Film auch noch als eine Art B-Movie belächelt, also solch einen Unsinn kann ich wirklich nur belächeln. Auch wurde zum ersten Mal die digitale Bildverarbeitung eingesetzt um eben die Ego-Sicht des Androiden darzustellen. Dem Film wurde etwas Kritik wegen mangelnder Tiefe des eigentlichen Hauptthemas angekreidet, mag sicher zutreffen, dafür ist der Film mit 89 Minuten eigentlich recht kurz, bietet aber perfekte Unterhaltung und ich persönlich finde ihn gut, so wie er ist. Auch bin ich froh, dass man sich noch bis heute nicht an eine weitere Fortsetzung oder gar an ein Remake gewagt hat. Das kann ganz sicher nur schiefgehen.

Fazit: Auch mittlerweile 2013 und nach langen Wiedersehen hat der Film mich immer noch in seinen Bann gezogen. Er setzt größtenteils eben auf die volle Konfrontation von Mensch – Maschine. Das reizvolle Thema um ethnische Grundsätze in der Unterhaltungsindustrie, töten zur eigenen Befriedigung wurde zwar Bildhaft nur angekratzt. Aber weiterführende Gedanken bleiben ja auch letztendlich dem Zuschauer selbst überlassen. Insgesamt bietet die Blu-ray ein doch befriedigendes und durchweg angenehmes Bild mit guter bis teilweise sehr guter Schärfe, vor allem die Aufnahmen gegen Ende (Wüste, antike Rom und Unterirdische Anlage) wissen wirklich zu gefallen. In solcher Pracht hatte ich den Film jedenfalls noch nie erlebt. Der englische Originalton geht auch voll in Ordnung. Das Cover-Design finde ich gelungen aber leider, !!Kein Wendecover!!

Extras: Pilotfilm der Fernsehserie Beyond Westworld von 1980 (ca. 50 min.), zu dem Am Set von Westworld (ca. 9 min) und ein U.S. Kinotrailer. Alle Specials in Originalton mit deutschen Untertiteln und niedriger Auflösung.
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