Profil für Christina > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Christina
Top-Rezensenten Rang: 37.207
Hilfreiche Bewertungen: 83

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Christina

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
pixel
Mit Verzögerung ins Glück
Mit Verzögerung ins Glück
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Frischer, besser, ausgeglichener, 8. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Mit Verzögerung ins Glück (Kindle Edition)
Unsere neue Protagonistin Isa kennen wir bereits aus Saxx' erstem Roman (Auf Umwegen ins Herz). Sie ist die beste Freundin von Jana, ein paar Jahre älter als diese, aber viel lustiger.

Isa wurde vor ein paar Jahren von einem Mann bitter enttäuscht. Dieses erfahren wir gleich im Prolog, was eine sehr gute Lösung war, denn dadurch wird vieles sehr nachvollziehbar.

Selbst wenn man mit Isas Lebensstil nicht einverstanden ist, so kann man doch verstehen, wieso sie ihr Leben so lebt.

Sie nimmt sich dann also vor, dass sie das liederliche Leben nicht mehr möchte und sich ändern will. Dass das nicht so einfach ist, weiß sie auch, also genehmigt sie sich erst mal ein Paar Tage Urlaub, um den Kopf frei zu bekommen und dann total entspannt ihr neues Leben zu beginnen.

Es ist wohl nicht verwunderlich, dass sie erst mal auf Abstand geht, als sie im Hotel Sebastian begegnet, der eigentlich nicht ihr Typ, aber doch irgendwie attraktiv ist. Aus lauter Angst, wieder in alte Gewohnheiten zu fallen, versucht sie, Sebastian aus dem Weg zu gehen, was aber leider nur mäßig klappt.

Insgesamt fand ich Isas Reaktionen durchaus angebracht. Sie waren nicht maßlos übertrieben, und passten auch zu ihrem Alter. Klar, drüber reden hilft manchmal doch, das ein oder andere Missverständnis zu vermeiden, aber einfach können Frauen nicht.

Saxx' Schreibstil ist genau wie im ersten Teil angenehm zu lesen, es gibt keine Stolperfallen.

Wie bereits in der Rezension zum anderen Teil erwähnt, gefiel mir dieses Buch besser. Es war einfach stimmiger. Eine heimlich verzweifelte Protagonistin mit prägenden Erlebnissen, die zwar auch darunter leidet, aber dieses auch in einem angemessenen Umfang tut.

Nach diesem Teil freue ich mich über weitere Bücher der Autorin, die sicher folgen werden.


Auf Umwegen ins Herz - Roman
Auf Umwegen ins Herz - Roman
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Protagonistin war unglaubwürdig, einfach zu extrem, 8. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Auf Umwegen ins Herz - Roman (Kindle Edition)
Mir fällt es gerade sehr schwer, einen Anfang zu finden. Das Buch hat mir nämlich leider nur mäßig gefallen, weil mir die Hauptfigur Jana etwas naiv und blöde vorkam.
Also, sie ist nicht dumm wie wenig intelligent, aber schon nicht ganz richtig.

Ganz furchtbar fand ich, wie sie Julian so übertrieben hasst. Gut, es war nicht sonderlich nett, was er vor 15 Jahren (!!!) getan hat, aber dass sie ihn nach wie vor so abgrundtief hasst, ist wirklich exorbitant.

Insgesamt war vieles in dem Buch überzogen. Jana kann scheinbar nur extrem. Extrem hassen oder extrem lieben. Und sich extrem peinlich benehmen. Ich glaube, jeder hat schon mal ein Exemplar des bevorzugten Geschlechts gesehen, dass er/sie unglaublich schön fand. Aber setzt deshalb gleich das Hirn aus? Kann man nur noch gucken und sabbern und realisiert nichts mehr? Ich glaube nicht, zumindest ist mir das so noch nie passiert. Klar macht man doofe Sachen, aber so? Nicht zu vergessen: Sie kann auch extrem leiden!

Da hüpfen Jana und Julian von einem Missverständnis ins nächste, dem Leser hingegen ist alles klar. Das Buch ist sehr vorhersehbar, es gab kaum eine Überraschung. Da gab es eine Stelle, bei der ich dachte „Ach, du Trankuh, das ist doch so klar, was hier los ist.“ und Jana tappt weiterhin im Dunkeln und versteht die Welt nicht mehr. Dann fällt sie eine dermaßen tiefe Schlucht, dass man sie am liebsten direkt Zwangseinweisen möchte.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit 28 Jahren so verpeilt sein kann. Ich hoffe zumindest, denn ich werde in weniger als einem halben Jahr selbst 28.

Das ist eigentlich ziemlich schade, denn Sarah Saxx' Schreibstil gefiel mir sehr gut. Ich habe ja immer Probleme mit Dialekten und örtlich bedingten Wortfindungen, aber die Österreicherin hat es hier im (fast) reinsten Hochdeutsch super umgesetzt. An einzelnen Stellen merkt man, dass die Geschichte in Österreich spielt und das finde ich auch wichtig.

Dies ist – ich glaube – der Debütroman der Autorin. Ich kann ihr die übertriebene Jana daher verzeihen, vor allem, da mir der zweite Teil schon wesentlich besser gefallen hat.


Fuck the Möhrchen: Ein Baby packt aus  Roman
Fuck the Möhrchen: Ein Baby packt aus Roman
von Barbara Ruscher
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Für meinen Geschmack etwas zu überzogen., 27. August 2014
Mias Geschichte beginnt während ihrer Geburt, Mia noch im Mutterleib. Wir sehen die Welt, wie Mia sie sieht. Und stellen fest: Babys bekommen mehr mit, als man denkt. Jeden noch so kleinen Streit ihrer Eltern bemerkt sie und versucht dann auch, beiden zu helfen. Die merken das jedoch meist gar nicht und schimpfen mit ihr.

Zu Beginn fand ich es noch sehr lustig, wie politisch unkorrekt Mia ihre Welt beschreibt.

"Dann sehe ich mich erst mal in unserem Palast (Kreißsaal, Anm. d. Bloggerin) um und schreie entsetzt los, denn die Wände hat Gudrun-Rudolf-Steiner Wiebkötter in gebärmutterfarbenem Rosa gestrichen – zum Glück bin ich ein Mädchen, sonst müsste ich mit Sicherheit sofort schwul werden." (S. 6)

Auch ihre Missverständnisse haben mich häufig zum Lachen gebracht.

"Zu meinem Entsetzen wache ich nach meinem ersten Schlaf […] nicht alleine auf. Neben mir liegt eine vollständig behaarte Gestalt mit einem Knopf im Ohr und grinst mich an. […] Ich fasse es nicht. Mama und Papa haben mich heimlich verheiratet." (S. 9)

Doch irgendwann wendete sich das Blatt. Ich war verwirrt. Und genervt. Denn wie kann es sein, dass die kleine Mia weiß, was schwul bedeutet und auch die Institution Ehe kennt, aber dann wiederum nicht weiß, was z.B. eine Samen-Spende ist. Ebenso kennt sie Pastinaken nicht, weiß aber durchaus, was ein Nackensteak ist, was Schwein ist und vor allem auch, was Antipasti sind.
Es ist sicherlich ein schmaler Grat, den die Autorin hier geht. Klar, dass Mia schon einige „erwachsene“ Sachen kennen muss, denn sonst wäre es ja halb so lustig.

Selbst die Frühförderung erklärt nicht, weshalb sie alles „etepetete“-artige kennt, aber stinknormale Sachen ihr vollkommen fremd sind.

Auch fand ich an mehr als einer Stelle die Wortwahl ziemlich ungeeignet. Ja, sicher, es ist eine Satire und soll daher überspitzt sein. Aber manchmal ist weniger einfach mehr. Am ersten Tag ihres Lebens nennt der Teddy die Mutter „Pinocchio-Schlampe“. Ich bitte euch. Das hat meinen Lesespaß dann doch ziemlich verringert.

Trotz alledem würde ich das Buch weiterempfehlen, denn es hat mich gut unterhalten.


So fern wie ein Stern: Erotischer Liebesroman
So fern wie ein Stern: Erotischer Liebesroman
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein voller Erfolg!, 27. August 2014
So fern wie ein Stern ist der dritte Teil der Siria-Reihe und kann – ebenso wie die beiden Vorgänger – unabhängig gelesen werden. Aber es macht mehr Spaß, wenn man die anderen Bücher kennt, da die Autorin sich immer wieder mal auf vorhergegangene Ereignisse beruft.

Die Protagonisten aus Band 1 und 2 tauchen auch wieder auf, was ich total toll finde, da es diese eigentlich autonomen Geschichten miteinander verbindet. Man ist ein Teil davon, denn man fühlt sich, wie mit Freunden oder der Familie auf einer Feier, wenn einer anfängt, „Geschichten von damals“ zu erzählen. Wisst ihr noch, die Oma früher immer... Ja, wir wissen, denn wir waren dabei!

Die Geschichte war dieses Mal ganz anders, denn sie spielt zum großen Teil auf Siria. Zu Beginn sind wir auf der Erde, und stolpern direkt in den Verkehrsunfall rein, bei dem Elena ihr Gedächtnis verliert. Mark kennt zwar nicht einmal ihren Nachnamen, besucht sie aber trotzdem so gut wie täglich. Er scheint sie wirklich zu mögen.

Dann plötzlich bekommt er einen gedanklichen Kurzschluss und entführt Elena nach Siria. Es fällt ihr anfangs ziemlich schwer, sich zurecht zu finden, da wirklich alles anders ist als auf der Erde. Dazu kommt, dass Marks ältere Tochter, Tessa, Elena nicht mag und sie das auch spüren lässt. Ihre Streiche kennt jeder aus diversen us-amerikanischen Kinderfilmen, in denen eine verhasste Stiefmutter loszuwerden war. Hier tat Elena mir schon leid, aber ich konnte auch Tessa verstehen. Die kleine Carina hingegen ist schnell Elenas Charme erlegen. Auch wenn sie klüger ist als Elena, so mag sie sie sehr und zeigt ihr das auch.

Mir hat dieser Teil einen Ticken besser gefallen als der zweite, der erste ist allerdings nach wie vor mein Favorit. Ich mag Amanda Frosts Art zu schreiben. Sie verwendet eine moderne, im allgemeinen Sprachgebrauch verwendete Sprache, die aber nie vulgär wirkt. Die wenigen Kraftausdrücke, die vorkommen, sind aber an den Stellen äußerst passend. Besonders witzig fand ich auch hier wieder einige typische Sprichwörter, die die Sirianer nicht verstehen. Zwar ist ihr „Alltagssprachübersetzungsgerät“ besser geworden (im ersten Teil steht Rafael ziemlich häufig wie der Ochs vorm Berg), aber alles kennt es noch immer nicht.

Ich habe mich beim Lesen dauernd gefragt, wie Elena wohl reagieren wird, wenn sie erfährt, dass Mark sie eigentlich von Anfang an belogen hat. Es ist ja auch keine kleine Lüge gewesen, die man unter „ferner liefen“ verbuchen könnte. Alles in allem fand ich ihre Reaktion durchaus realistisch, wenn man im Zusammenhang von Außerirdischen von realistisch sprechen kann.

Dies ist wohl das Ende der Siria-Trilogie. Das Ende gibt dies auch her. Trotz allem hat sich die Autorin die Möglichkeit einer Fortsetzung offen gelassen. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann weitere Teile geben wird.

Auf ihrer Seite wird eine Dilogie für diesen Herbst angekündigt. Für diese und natürlich alle weiteren Bücher wünsche ich Amanda Frost viel Erfolg!


Hilfe wir bekommen eine Katze: Der Katzenratgeber
Hilfe wir bekommen eine Katze: Der Katzenratgeber
Preis: EUR 3,99

2 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Kaufempfehlung, 9. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich finde die Tipps sehr dubios. So empfiehlt die Autorin zu Beginn des Buches, ein Kätzchen im Alter von 2 bis 8 Wochen aufzunehmen. Später spricht sie dann von 8 bis 12 Wochen. Ansonsten finde ich das Buch nicht wirklich gut. Wenig Tipps, ich konnte nicht viel damit anfangen.
Die Autorin sollte außerdem ihre Zeichensetzung überarbeiten und auch sonst waren noch etliche Fehler in dem kurzen Text.

Keine Kaufempfehlung!


Traummann zum Frühstück: Roman
Traummann zum Frühstück: Roman
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Geschichte mit guter Botschaft, 10. Juli 2014
Obwohl dies der zweite Teil einer Reihe ist, kann man ihn bedenkenlos lesen. Ich selbst kenne den ersten Teil nicht und habe mich auch vorab vergewissert, inwiefern die Reihenfolge wichtig ist. Aber es sind wohl ganz neue Figuren, eine neue Idee, einzig der Traummann im Titel ist Bindeglied. Das allerdings finde ich sehr schön. Gibt es ja häufiger.

Ich habe schon die ersten beide Teile der Zauber der Elemente-Reihe von dieser Autorin, veröffentlicht unter Daphne Unruh, gelesen und war (bin es noch immer) vollauf begeistert. Hierzu erscheint übrigens in Kürze der dritte Teil.

Ich muss zugeben, dass jetzt, da ich das Buch gelesen habe, der Klappentext etwas irritierend ist.

Die Geschichte beginnt mit Helenas fünfunddreißigstem Geburtstag. Ihre Freundinnen Cara, Lucy und Melanie kommen natürlich abends vorbei, es will gefeiert und getanzt werden. Für die „Vorher-zuhause-Party“ kauft Helena nachmittags ein, wobei sich der erste Konflikt bemerkbar macht. Grüne oder schwarze Oliven? Gefüllt oder nicht gefüllt? Wer soll sich da nur entscheiden? Das denkt auch Helena und kauft kurzerhand von allem etwas. Ganz zur Freude des Verkäufers wohlgemerkt. Zuhause angekommen treffen wir auf zwei Kaffeemaschinen. Dasselbe Modell, unterschiedliche Farben. Madame konnte sich mal wieder nicht entscheiden. Was niemand weiß: Es steht noch eine dritte Maschine in einer weiteren Farbe in der Abstellkammer.
Identisches Problem dann bei der Kleiderwahl. Helena probiert sich quer durch den Kleiderschrank und wieder zurück. Solange, bis es an der Tür klingelt und sie gezwungenermaßen das anbehält, was sie gerade trägt.

Ihre Freundinnen ziehen sie mit der Entscheidungsfindungsunfähigkeit ziemlich auf, denn Helena kann sich auch bei Männern nie entscheiden. Ist er gut, oder ist er es nicht. Eigentlich hätte sie schon gern jemanden an ihrer Seite, aber was, wenn es der Falsche ist und man deswegen den Richtigen verpasst? Als dann jede ihrer Freundinnen mit einer Überraschung um die Ecke kommt, ist Helenas gute Laune auf einen Schlag in den Keller gesackt. Die eine wird heiraten, die andere ist schwanger und die dritte hat ihren Mr. Perfect gefunden. Und Helena? Helena ist der Quotensingle.

Mit ein wenig Alkohol intus ist ja jeder von uns ein halber Dr. Freud und so wird Helenas Problem auch schnell gefunden. Sie interessiert sich nur für Schönlinge. Schön, erfolgreich und wenn möglich gut situiert. Das ist ihr Beuteschema. Also beschließen Cara, Lucy und Melanie, dass Helena nun nur noch Männer trifft, die ihr nicht direkt auf den ersten Blick auffallen. Helena wird mehr oder weniger dazu gezwungen, aber jeder von uns kennt Gruppenzwang, oder?

Helena trifft nun mehrere Männer, die sie von sich aus wohl nie getroffen hätte. Grundsätzlich laufen alle Dates wider Erwarten gut, bis, ja bis Helena Erscheinungen hat. Denn bei jeder Verabredung trifft sie auf ein Zukünftiges Ich, das ihr zeigt, wie ihr Leben wird, wenn sie mit gerade diesem Mann zusammen bleibt. Dass da nicht alles toll wird, kann man sich wohl denken. Und hier geht der Spaß dann los. Ich glaube, jeder hätte schon mal gern sein Zukunfts-Ich getroffen, um schwierige Entscheidungen treffen zu können. Doch Wünschen und Bekommen sind zwei verschiedene Seiten. Vor allem, wenn es nicht so ist, wie man es sich erhofft.

Das Buch ist mit 237 Seiten nicht übermäßig dick, ich habe es in drei Mittagspausen plus einen Abend gelesen. Die Sprache ist angemessen, locker, fluffig und leicht.

Die Personen sind insgesamt sehr schön ausgearbeitet, wobei mir die Nachbarin, Frau Rosenfeld, mit Abstand am Besten gefiel. Zu Beginn des Buches war sie in Helenas Augen eine verbitterte, alte Frau, die ständig an ihr rummeckerte, doch dann lernen sie sich besser kennen. Man lernt eine ganze Menge von dieser Frau Rosenfeld, die in ihrem Leben schon so einiges erlebt hat.

Insgesamt hätte ich vielleicht noch ein oder zwei Treffen mit den Zukunfts-Ich mehr sehen wollen, denn rückwirkend betrachtet kommt mir das Buch sehr kurz vor.

Trotz alledem war es eine sehr schöne Geschichte, die die Leute ein wenig aufs Korn nimmt, die krampfhaft nach einer Beziehung suchen.


Wandlerin zwischen den Welten - Weltträumerin (I)
Wandlerin zwischen den Welten - Weltträumerin (I)
Preis: EUR 3,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Äußerst schlecht, 22. Juni 2014
Ein so schöner Klappentext, der leider in der Umsetzung nicht halten kann, was er dort verspricht.
Zu Beginn des Buches empfand ich eine tiefe Abscheu Alena gegenüber. Sie war arrogant, oberflächlich und ein bisschen flatterhaft (<< nette Wortwahl, da Jugendschutz). So hören wir zum Beispiel gleich zu Beginn des doch recht dicken (528 Seiten etwa) Buches u.a. folgende Äußerung:

Natürlich hatte ich gar nichts gegen ein angenehmes Äußeres, das gehörte auch dazu, da ich mich als attraktiv empfand und das auch von meinem Freund erwartete.“ Pos. 260

Ähnliches kam noch circa zweimal vor, allerdings habe ich mir dort keine Markierungen gesetzt. Dass man seinen Partner hübsch finden sollte, ist durchaus angebracht, aber diese Einstellung „ich bin geil, also muss der Kerl das auch sein“ geht mir ziemlich quer.

Das Flatterhafte lässt sich auch sehr schnell erklären: Alena lernt Yan kennen, der ihr mal im Traum erschienen ist. Dort wollte er sie übrigens umbringen. Dann hat sie ihn dreimal getroffen, war verliebt, hat sich eingeredet, dass sie mit ihm zusammen sei. Am nächsten Tag trennt sie sich von ihm und verliebt sich sofort in Ralf, von dem sie zwischen der Trennung und dem neuen Verlieben wieder geträumt hat. Als sie dann nach einer Party bei Ralf übernachtet, küsst sie diesen, bevor dieser ihr David vorstellt, von dem sie grad einen kurzen Tagtraum hatte. Vor zehn Minuten noch Ralf geküsst, liegt sie plötzlich in Davids Armen. Ob das unbedingt so sein muss? Alena hat sich hier pauschal in 2 Wochen in DREI Männer ver- und wieder entliebt. Und wie kann sie denn an Ralfs Pool David küssen, wenn Ralf zuguckt, mit dem sie grad eben noch geküsst hat?

Das war der Moment in dem ich das Buch am liebsten abgebrochen hätte (ca. 20% Lesefortschritt), aber mein Ehrgefühl war stärker. Zwischen 22% und 38% ging es dann tatsächlich bergauf. Wir reisen in die Parallelwelt Soma, Alena ist plötzlich nicht mehr nur an ihrem Äußeren interessiert und lernt einen weiteren Mann kennen, in den sie sich dann ausnahmsweise mal nicht verliebt. Sie scheint sich ernsthaft Sorgen um die Zukunft Somas zu machen. Denn Soma wird von einem diktatorischen Herrscher regiert, der nicht nur eine Gefahr für Soma sondern auch für die Erde darstellt.

Leider ließ es dann aber auch wieder nach, sodass ich ab 50% Lesefortschritt nur noch weiter gelesen habe, weil ich die Hälfte schon geschafft hatte. Jetzt aufgeben wäre ja auch blöd. Vielleicht ist es nur eine subjektive Einschätzung, aber mir kam es vor, als ob die Tippfehler in der zweiten Hälfte des Buches dramatisch zunehmen.

Ziemlich nah beieinander schrieb Frau Wörter z.B. dreimal das Wort „tuen“, dass aber in den Fällen „tun“ hätte heißen müssen. Es ist nämlich so, dass „tuen“ die Verbform des Konjunktiv I für die dritte Person Plural darstellt: sie tuen. Und den Konjunktiv I benutzt man hauptsächlich, um indirekte Rede darzustellen. Ja, ich gebe zu. Das ist aus dem Deutschunterricht nicht mehr hängen geblieben, aber Google ist mein Freund. Dann hat Frau Wörter nie, wirklich nie, bei der direkten Rede an das Leerzeichen zwischen dem Doppelpunkt und den Anführungsstrichen gedacht. Es gab viele Kommata an Stellen, an denen keine hingehörten, andererseits gab es auch viele Stellen ohne Kommata, die eines bedurft hätten. Ich habe mir bei weitem nicht bei jedem Fehler eine Notiz gemacht, weil es dazu zu viel war.

Besonders schön fand ich diese Stelle, die ich auch direkt per What’s App geteilt habe:

„Ich war zwar aus freiem Willen nach Soma gekommen, doch damals hatten sich die Ereignisse überschlagen.“ (Pos. 3704)

DAMALS war gestern. Sie kam nach Soma. Ist durch die Gegend gelaufen, hat geschlafen, ist aufgestanden und überlegt. Aber damals…

Und ohne groß zu überlegen habe ich zwei Fälle des leider stark verbreiteten Problems des „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ gefunden.

Doch auch trotz diesem Umstand konnte ich schwerlich sagen, ich sei gezwungen worden nach Soma zu kommen. (Pos.3714)

Es war der gleiche Ausdruck in seinen Augen, den auch seine Männer während dem Abendessen gehabt hatten. (Pos. 6968)

Ich würde der Autorin aufgrund dieser Punkte wärmstens ans Herz legen, diese Fehler zu beseitigen. Mich hat es schon ziemlich genervt.

Die Charaktere besaßen zum Großteil keinen Tiefgang. Alena war oberflächlich und flatterhaft (immer noch das nette Wort für den Jugendschutz), dann war sie perfekt. Sie hat intuitiv alles richtig gemacht, nicht einen Fehler begangen, selbst wenn, dann war es nie ihre Schuld, sondern die von anderen. Aber sie war fehlerfrei. Hübsch, schlank, beliebt, perfekt. Gähn. Bei dem ständigen Männerwechsel blieb auch einfach keine Zeit mehr, denen allen einen Hintergrund zu schreiben.

Es werden viele, viele Namen genannt, von denen man aber kaum mehr erfährt. Nur ganz vereinzelt bekommen wir ein bisschen Vergangenheit. Dann hat die Autorin eine Vorliebe für Namen mit Apostroph. Nachdem ich auf ihrer Facebook-Seite gesehen habe, dass in ihrem neuen Buch auch diverse Namen mit Apostroph auftauchen, scheint dies wohl ihr „Ding“ zu sein. Ich fand es nicht angenehm zu lesen, vor allem habe ich die somatischen Namen von Yan und David schon wieder vergessen.

Und zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass ich sehr gern Fantasy lese und daher „komische“ Sachen gewohnt bin. Aber Alena toppt alles. Das war mir wirklich zu krass.

Das Buch konnte mich leider gar nicht überzeugen und ich hätte es doch bei 20% abbrechen sollen. Daher gebe ich schwache
2 von 5 Punkten.

Kleine Zusatzinfo: Diese Rezension habe ich bereits Anfang August zu dem Buch gepostet. Scheinbar hat die Autorin das Buch von der Seite genommen und neu hoch geladen. Die Rezension ist in meinem Profil gelistet, allerdings führt der Link zum Buch ins Nirgendwo. Eine tolle Sache, einfach das Buch neu hochzuladen und damit alle negativen Bewertungen loszuwerden!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 1, 2014 3:28 PM MEST


Masken - Unter magischer Herrschaft: Roman
Masken - Unter magischer Herrschaft: Roman
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gefiel mir gar nicht, 22. Juni 2014
Ich gebe zu, dass das Buch von Anfang an einen schlechten Stand hatte. Ich hatte gerade ein neues Buch bekommen, auf das ich (immer noch) total heiß war. Der Anfang des Buches war entsprechend beschwerlich.
Die Geschichte ist dem High Fantasy zuzuordnen. Sie spielt in ihrer eigener Welt. Die Autorin führt viele neue Begriffe ein, die sie aber leider nicht erklärt. Ferin, unsere Protagonistin, ist eine Pheytana. Aha. Was ist denn das? Und sie wird von zwei Merdhugerinnen gewaschen. Das sind weibliche Wesen. Aber wzT sind denn jetzt schon wieder Merdhuger? Zu Beginn habe ich gedacht, dass Pheytana und Merdhugerin eine Art Berufsbezeichnungen sind. Merdhuger sind die Diener im Palast und Pheytana vielleicht Bauern? Nein, es ist ganz anders. Leider wird das erst nach etwa 200 Seiten erklärt.
Dann bin ich endlich froh, zu wissen, was überhaupt passiert und den Anfang nachträglich noch verstanden zu haben, da taucht ein Novjengo auf. Der Novjengo hat eine Nita und Feinde, die Arsader… Ähm, ok??? Ich habe gerade den Unterschied zwischen Merdhugern und Pheytanern verstanden, wieso kommt denn jetzt wieder was Neues?
Immer wieder werden Traumsequenzen eingefügt, die irgendwie gar nichts mit der Geschichte zu tun haben und erst nach fast 400 Seiten aufgeklärt werden. Da dann aber auch in zwei knappen Sätzen.
Es gibt eine Liebesgeschichte ohne Emotionen. Eine Dreiecksgeschichte ohne Spannung. Mit einem ach so für alle perfekten Ende.
Dann gibt es noch den Kampf zwischen Gut und Böse. Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass ich nicht mag, wenn finale Kämpfe so übertrieben kurz ausfallen. Ich mein, niemand will Kämpfe über 100 Seiten lesen, aber mal im Ernst, liebe Frau Lang: Zweihundert Jahre der Unterdrückung gegen einen Kampf? 29 gegen den Rest der Welt?
Das Cover passt irgendwie auch nicht. Man sieht ein sehr hübsches Mädchen mit glatter Haut, roten Lippen und Augenmakeup. Unsere Protagonistin hat blaue Male, blaue Lippen und einen Riss auf der Nase. Will uns das Buch nicht weismachen, dass man auch „hässlich“ etwas wert ist. Man muss nicht schön sein, um jemand zu sein. Auch Hässliche wollen geliebt werden? Wieso dann dieses Model auf dem Cover?
Und es gibt einen (?) Tippfehler: Der Gán heißt erst Aqirus und dann Aquirus. Und dann wieder Aqirus. Ja wie denn nun?
Das schönste am Buch war das mehr als geschlossene Ende. Keinen zweiten Teil. Das Buch hat mir leider gar nicht gefallen :(


Endlich Ordnung im Haushalt - So macht Aufräumen richtig Spaß!
Endlich Ordnung im Haushalt - So macht Aufräumen richtig Spaß!
Preis: EUR 2,69

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Braucht man nicht, 22. Juni 2014
TEIL I
Durch meinen anstehenden Umzug bietet sich ein solches Buch doch gerade an. Bevor im neuen Heim die Unordnung Überhand nimmt, lieber vorher die Tipps lesen und umsetzen.

Direkt nach der Einleitung ein Tipp, den ich sogar – unwissentlich – umgesetzt habe. Und zwar rät Madame Missou den Putzmuffeln auf Wohnungen mit großen Fenstern zu verzichten, da diese umständlich zu putzen sind. Das kann ich nur bestätigen. Hier mal ein Link zu meinem bisherigen Wohnzimmerfenster: http://img404.imageshack.us/img404/6530/n2nl.jpg
Es ist total hübsch, aber tierisch schwer zu putzen. Ich bin kein Freund von Leitern und komme daher von innen kaum an die höchste Stelle (3m). Von außen erst recht nicht. Da ich auch ziemlich tollpatschig bin und mich häufig verletze (einmal im Jahr in der Notaufnahme), wage ich es nicht, mich auf dem Balkon auf die Leiter zu stellen. Mein Balkon ist auch etwas tiefer als das Wohnzimmer, sodass ich draußen schon 3m15cm hoch muss. Ich habe Angst vom Balkon zu fallen.

Gott sei Dank gibt es im Ort einen Fensterputzer, der nicht zu teuer ist. Aber den bestelle ich auch nicht jeden Monat. Ich gebe es zu. Die neue Wohnung hat zwar auch eine große Fensterwand (http://img834.imageshack.us/img834/5368/x0dg.jpg), aber ich komme ohne Leiter überall dran. Auch von außen über den Balkon.

Die restlichen Tipps sind grundsätzlich keine neuen Ideen, aber viele Sachen, die man zwar weiß, aber nicht bewusst beachtet. So empfiehlt sie zum Beispiel, jeden Tag ein wenig zu machen anstatt einmal alles. Dessen bin ich mir durchaus bewusst, aber wenn ich um 17:30 Uhr Feierabend mache, dann noch kurz durch den Supermarkt gehe, um frisches Obst, Gemüse und Fleisch zu holen, anschließend besagtes Obst, Gemüse und Fleisch koche, esse und die Küche aufräume, ist es meist schon kurz vor 19 Uhr. Da habe ich weder Lust, den Staubsauger rauszuholen (was außerdem die Nachbarn nicht so prickelnd fänden), noch möchte ich da die Waschmaschine anstellen. Oder Bügeln. Ich hasse bügeln eh, aber um 19 Uhr noch viel mehr.

Ich werde mich trotzdem bemühen, diese Tipps umzusetzen, vielleicht hilft es mir ja doch. Männe und ich haben jetzt einen Putzplan erstellt, den ich natürlich auch mit euch teile. Und in circa 4 Wochen gibt es einen Zwischenbericht, wie es läuft!

TEIL II
Im ersten Teil meiner Rezension habe ich den Aufbau des Buches erläutert und den von uns konzipierten Putzplan dargelegt.

Nach einem halben Jahr in der neuen Wohnung kann ich jetzt folgendes mitteilen: Es hat nicht geklappt. Wir haben anfangs wirklich versucht, uns an den Plan zu halten, aber es hat keinen Monat gedauert, bis wir es einfach nicht mehr taten.

Gut, wir saugen mal zwischendurch die Wohnung. Die Küche wird sowieso jeden Tag nach dem Essen geputzt, und den Müll bringen wir raus, wenn er voll ist oder stinkt. Je nachdem, was eher kommt. Aber sonst? Es bleibt beim wochenendlichen Putzen. Genau wie vorher auch.

Alles in allem muss ich also sagen: Das Buch hat mir rein gar nichts gebracht. Es gab keine Erleuchtung und war für uns in der Praxis nicht umsetzbar. Es ist vielleicht für verkappte Junggesellen hilfreich, die bisher von Mama versorgt wurden und dort All inclusive hatten. Die, die noch nie ihr Zimmer selbst aufräumen oder mal das Bad putzen mussten. Die werden mit den Tipps wohl etwas anfangen können, aber für den Normal-Putzer ist es nichts.


Glasgow RAIN
Glasgow RAIN
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Gutes Debüt!, 22. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Glasgow RAIN (Kindle Edition)
Das Schöne an diesem Buch: Es ist kein Fantasy! Ich lese ja grundsätzlich gern Fantasy, aber ab und zu ist es auch sehr angenehm, wenn die Personen keine besonderen Fähigkeiten haben. Keine Hexen, Vampire, Feen oder sonstiges. Menschen. Wie du und ich. Oder er dort.

Das Nicht-ganz-so-Schöne an diesem Buch: Wieder eine deutschsprachige Autorin, die ihre Bücher ins englischsprachige Ausland verlegt. Martina Riemer kommt aus Österreich, das Buch spielt in Schottland (bei dem Titel sollte es allerdings auch so sein). Ich finde es so traurig, dass die Autoren befürchten, Bücher, die in Deutschland (oder Österreich!) spielen, könnten nicht so erfolgreich werden.

Victoria ist eine Tochter aus gutem Hause, sie hat ihre Mutter bereits früh verloren, ihr Vater kümmert sich mehr um seine Geschäfte als um seine Tochter. Von seiner Tochter verlangt er einwandfreies Benehmen.

Vic ist mittlerweile achtzehn Jahre alt und im letzten Jahr der High School. Der Vater ist wieder einmal geschäftlich unterwegs, Vic ist allein zuhause. Auf einmal bemerkt sie kleine Veränderungen, so etwa, dass Handtücher länger brauchen, bis sie wieder im Regal landen. Fehler der Haushälterin, Mrs Rodriguez, die mit ihrem Sohn Rafael in einem kleinen Haus am Rande des Grundstücks lebt.

Rafael und Vic kennen sich seit Jahren, er geht auch auf ihre Schule, aber bisher hatten die beiden nichts miteinander zu tun. Durch eine eher unangenehme Begegnung im Hausflur kommen die beiden jedoch wieder in Kontakt, der zunächst alles andere als freund(schaft)lich ist.

Vics beste Freunde, die Zwillinge Aimee und Stew(art), sind von Rafael nicht allzu sehr begeistert und begegnen ihm lieber mit Vorsicht. Vor allem, da Victoria sich immer wieder beobachtet fühlt, seit sie wieder mehr Kontakt zu ihm hat. Einerseits hofft sie, dass es nicht Rafael ist, der sie beobachtet, andererseits wird sie aber dieses Gefühl nicht los.

Die Geschichte hat von Beginn an einen düsteren Unterton. Gerade Victorias Vater war mir äußerst suspekt. Auch die Tatsache, dass er ihr als siebenjähriges Kind das Weinen auf der Beerdigung der eigenen Mutter verbietet, macht ihn nicht direkt sympathisch. Zum Ende hin wird der Unterton geradezu bedrohlich und unheimlich.

Ich hatte zwar während des Lesens immer wieder einige Vermutungen angestellt, auch das tatsächliche Ende hatte ich zwischendurch schon mal in Verdacht, aber dass es dann wirklich so wird, das war doch ein Schock.

Es ist schon länger her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich war direkt nach dem Lesen ziemlich aufgewühlt, das Ende hat mich doch mehr mitgenommen, als ich dachte. Nun, wo ich es etwas sacken lassen habe, kann ich behaupten: Das Buch war klasse!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7