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Rezensionen verfasst von
Maurice

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#willpower [Explicit]
#willpower [Explicit]

15 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen #sokanndasnichtswerden, 25. April 2013
Rezension bezieht sich auf: #willpower [Explicit] (MP3-Download)
Von diesem Album werden wir unseren Kindern noch erzählen - nicht, weil es auch nur in irgendeiner Hinsicht gut oder gelungen ist, sondern weil die Veröffentlichung dieses Albums eine der größten Schweinereien darstellt, die die Musikindustrie unserer Zeit vorweisen kann.

Das Album "#willpower" stand bereits vor der eigentlichen Veröffentlichung weltweit in der Kritik und nun, nachdem auch ich mir das Album in voller Länge anhören konnte, kann ich diese Kritik mehr als nur nachvollziehen.

Wirft man einen genaueren Blick auf die 15 Titel der Standardversion bzw. 18 Titel der "Deluxe Version" (wenn man diese überhaupt so nennen darf) von #willpower, fallen einem Zuhörer wie mir, der sich täglich sowohl in der elektronischen, als auch in der Szene der populären Musik bewegt, die unverschämten Plagiate und Anlehnungen schon beim ersten Hören auf.

Die interessantesten Fälle habe ich mal aufgelistet:

1. "Let's Go":
Großteil des Titels wurde in selber Tonlage und Geschwindigkeit übernommen aus: Arty & Mat Zo - "Rebound" (komplette Tonspur von "Rebound" wurde hier unbearbeitet genutzt)
-> Arty erscheint zwar als Produzent des Titels im Booklet von #willpower, Will.i.am und sein Label nutzten die Originalversion von Arty und Mat Zo allerdings ohne vorher die Rechte einzuholen, weshalb die Produzenten des Originals in diesem Fall kein Geld mit dem Plagiat von Will.i.am verdienen würden. Eine Anfrage von Will.i.am an Arty und Mat Zo hat es zwar gegeben, allerdings wurde diese dankend abgelehnt.

2. "Bang Bang":
Chord Progression wurde unbearbeitet übernommen aus: Sandro Silva & Quintino - "Epic".

3. "#thatPower":
Melodie des Titels stammt erneut aus einem Track von Arty, benutzt wurde die des Titels "Kate".

4. "This Is Love":
Wurde produziert von Steve Angello und Sebastian Ingrosso (zwei Mitglieder des ehemaligen DJ-Trios "Swedish House Mafia", vom Namen her könnte auch Will.i.am-Fans dieser Act ein Begriff sein). Einzig und allein dank Ingrosso und Angello klingt der Titel - dessen Bassline die Swedish House Mafia-Einflüsse mehr als deutlich aufzeigt - wohl halbwegs passabel.

5. "Scream & Shout":
Produziert von Jef Martens (besser bekannt unter seinem Alias "Basto", ebenfalls erfolgreicher House-DJ und Produzent).

6. "Great Times Are Coming":
-> unverkennbar angelehnt an: Deniz Koyu - "Tung!"

Welche Tracks nun ein tatsächliches Plagiat darstellen oder doch nur eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen, ist alles in allem auch nicht mehr entscheidend. Wenn man 6 von 15 Titel eines Albums offensichtlich als "rip off" identifizieren kann, sagt dies schon fast alles über die Qualität des betroffenen Tonträgers aus.

Letztlich bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, sich von dieser Argumentation beeinflussen zu lassen und sich gegen den Kauf von "#willpower" zu entscheiden. Ich persönlich finde es allerdings sehr schade, dass Will.i.am auf diesem Album das geistige Eigentum unbekannterer Künstler so schamlos unter seinem Namen weiterverkauft.

In diesem Sinne: Bring the Action!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2013 8:41 PM MEST


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