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Rezensionen verfasst von
Peter Neppl "zebrapit02" (Duisburg)
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A State of Trance 600
A State of Trance 600
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 29,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der nächste Meilenstein, 10. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A State of Trance 600 (Audio CD)
Die unglaubliche Produktivität Armin van Buurens und seines Labels Armada legt den Schluss nahe, es würde zuviel in zu kurzer Zeit mit heißer Nadel produziert.
Das Gegenteil ist der Fall.
Ich weiß nicht wie die das hinbekommen, aber auch hier hat sich der DJ, Produzent und Komponist wieder selbst übertroffen.

DIES ist der neue Standard, an dem es sich zu messen gilt. Mancher Techno-Nostalgiker stößt sich an der Entwicklung, die AvB und der Trance anno 2013 nimmt.
Dies mag nicht jedem gefallen, aber es ist eine klare Tendenz zu erkennen. Die Arrangements werden immer ausgefallern, perfekter, melodischer. Die technischen Möglichkeiten, elektronische Musik zu produzieren werden offensichtlich immer beser und rafinierter.
AvB und seine hier ausgewählten Kollegen geben alles, auch der altbekannte ATB (Andreas Tannenberger aus Recklinghausen?). Das erreicht nicht immer den absoluten pitzenstandard, den der Meister auf CD 1 setzt, aber das its auch nicht möglich.
Dafür gibt es keinen Stern Abzug, da alles sehr gut ist, und Armin eher mer als 5 verdient hätte.

Der Status des Trance ist in diesem Jahr erneut auf dem absoluten Gipfel. Andere Musik kann da nicht mithalten, moderne Popmusik wirkt vergleichsweise alt, eintönig, langweilig.

Klare Kauf(Zwangs)-Empfehlung für alle, die elektronische Musik auch nur gerade so ertragen können: Ihr werdet es lieben!


A State of Trance 2013
A State of Trance 2013
Preis: EUR 20,42

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, wie immer., 2. April 2013
Rezension bezieht sich auf: A State of Trance 2013 (Audio CD)
Wer dieses Genre - Trance, EDM - nur irgendwie erträgt muss auch hier mal wieder begeistert in die Hände klatschen.

Ich habe keine Ahnung wie das alles funktioniert: die Auswahl der Songs und die Bearbeitung per Mix. Welchen Anteil haben die Originalinterpreten und was trägt Armin van Buuren dazu bei?

Geschenkt, es kommt doch aufs Ergebnis an. Und das ist mal wieder ein phantastischer Sampler, voller neuester Tracks und viel hervorragender Musik.

Bei diesem Umfang ist es klar, dass nicht jedem alles gefällt. Unmöglich, das hohe Niveau über die ganze Dauer zu halten. Klar.

Wer aber hier keine Hits, Knaller, Klassiker entdeckt dem kann ich auch nicht mehr helfen. Man sollte besser keine Rezension nach einmaligem Hören schreiben. ich habe das Album gleich nach Erscheinen gekauft und höre es nicht täglich.
Es entwickelt sich, man entdeckt manchen Track neu, nachdem man ihn zuvor mehrmals unauffällig überhört hat.

Von beginn an klasse ist Lost Language, New York City und dann geht es schon los mit den vielen Tracks, die man nennen müsste, aber das wäre zu viel des Guten.
Soviel: Bevor ich AvB entdeckte hatte ich nur eine leise Ahnung, wie elektrisierend und begeisternd Trance sein kann. es gibt nichts Besseres, nicht einmal ansatzweise.
AvB ist DER Repräsentant dieser kleinen Sparte, die das Zeug dazu hat, die gesamte Musikwelt auf links zu drehen. Trance entwickelt sich seit Jahren auf hohem Niveau, nimmt aber eine spürbare Entwicklung, vorwiegend zum Guten.
AvB wird von manchem Old School-Vertreter angelastet, zu populär, populistisch und gewinnorientiert zu sein.
Unfassbar.
Er macht diese Musik doch erst einer etwas breiteren Öffentlichkeit zugänglich, die eben nicht das Glück hat, allwöchentlich durch die Clubs ziehen zu können und den Sommer auf Ibiza zu verbringen.

ASOT 2013 kann ganz und gar mit den Vorgängern mithalten. Sehr empfehlenswert!


Hummeldumm: Das Roman
Hummeldumm: Das Roman
von Tommy Jaud
  Broschiert

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Misanthrop im Komikerpelz, 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Hummeldumm: Das Roman (Broschiert)
In diesem Buch funktioniert gar nichts:

1. Die Geschichte ergibt überhaupt keinen Sinn. Gibt es tatsächlich so dämliche Leute? Kaum. Hummeldumm ist allen vorran der Autor und sein alter Ego Matze.

2. Alle Personen um ihn herum werden als strukturdumm und abstoßend hässlich, charakterlich zutiefst defekt bis bestenfalls unsympathisch beschrieben. "Alle doof, außer mich" fällt mir da ein.

Lebensuntüchtig ist aber ganz besonders der Ich-Erzähler. Er tapst mit Anlauf und so vorhersehbar in jeden nur erdenklichen Fettnapf, dass auch das allerletzte bisschen Witz im Keim erstickt.
Schuld sind immer die anderen, er hat natürlich keine Verantwortung für sein Elend.
Zuerst leidet man noch mit, später schüttelt man nur den Kopf über die wenig originellen und nur noch ärgerlichen Klamauk-Szenen.

Der Protagonist beschwert sich in einem fort, dass eine Rundreise durch Namibia nicht in jeder Sekunde 5-Sternekomfort bietet.

Achwas. Selbst 70-jährige Mitreisende nehmen es locker, er mit Ende 30 aber jammert ständig an allem rum. Auch über die nicht perfekten Deutschkünste des afrikanischen Tourguides.
Peinlich.
Er lässt seine Freundin alles buchen und vorbereiten, aber meckert dann an allem rum wenn es nicht nach seinen Wünschen läuft. Man hofft irgendwann dass diese jammerige Nervensäge mal echte Probleme bekommt.

Die Geschichte ist einfach ärgerlich, versucht gequält lustig zu sein aber nichts funktioniert.

Wer das genial findet wird sich auch über eine Wurzelbehandlung freuen.


Alle Toten fliegen hoch: Amerika
Alle Toten fliegen hoch: Amerika
von Joachim Meyerhoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch, dämlicher Titel, 15. Februar 2012
Das Buch des Monats:
Alle Toten fliegen hoch...... Großartige Geschichte, dämlicher Titel

Auf meiner Mission deren Titel da lautet:

Finde ein gutes Buch ohne Krimi, Tote, Gemetzel, Verschwörungsthriller (obwohl ich das noch gerne akzeptiere), oder eine schmalzige Romanze, Liebesschnulze -
?Warum das?: weil die Plots sich so furchtbar ähneln, die Geschichten zu allermeist nur von der Spannung leben, wie es denn ausgeht, wer der Böse ist, aber die Erzählung selbst annähernd inhaltsfrei sein kann und nach der letzten Seite sich schon die Zwangsamnesie einsetzt
bin ich doch unverhofft tatsächlich mal wieder erfolgreich gelandet, bei ebendiesem Juwel der Schreibkunst.

Stark verkürzt könnte man es einen Beitrag aus der Rubrik coming-of-age" nennen, die Geschichte eines Heranwachsenden über seine Entdeckung der großen weiten Welt der Erwachsenen.

Ein Junge/Jugendlicher/Heranwachsender aus der norddeutschen Provinz bewirbt sich in den 80er Jahren für einen Schüleraustausch in die USA. Dabei lernt er zunächst erstmals die Großstadt, in dem Fall Hamburg, und ihre besonderen Eigenheiten und Sehenswürdigkeiten kennen.
Der Austausch führt ihn in die tiefste amerikanische Provinz: Laramie in Wyoming, wobei er nicht einmal weiß, womit denn wohl die Stadt bzw der Bundesstaat gemeint ist.

Ohne auch nur die Leiseste Ahnung zu haben, was dort auf ihn zukommt stürzt er sich ins Ungewisse, obwohl ihm bis dahin daheim nichts fehlte.
Er erlebt die in manchen Dingen ähnliche wie auch deutlich andere Welt der Pampa mitten in den Rocky Mountains mit sympathisierendem wie auch staunenden Blick.

30 Jahre nach meinem eigenen amerikanischen Schuljahr berührt mich diese Erzählung womöglich mehr als andere Leser.
Mir fiel es nach der Rückkehr sehr schwer, zu beschrieben, was ich denn da genau erlebt habe. Was macht den Charakter eines fremden Landes aus, was mag man daran und was unterscheidet uns. Es ist die Summe die vielen Kleinigkeiten.
Es gibt auch nicht DIE AMERIKANER, noch weniger als DEN DEUTSCHEN.
Interessant aber ist das Buch auch für all diejenigen, die die USA nur aus dem TV kennen.
In vielen kleinen, spannenden wie auch skurrilen Episoden und Impressionen, die für den harten rauen Weg des Erwachsenwerdens typisch sein mögen, aber doch hoffentlich selten in dieser Anhäufung ein einzelnes Schicksal prägen, erfahren wir nicht nur Vieles dieses spezielle Land.

Ein sehr lebendiger und teilweise mitreißender Stil gewinnt den Leser schon nach kürzester Zeit, kein langes Geplänkel wird zur langatmigen Einleitung benötigt..

Trotz des hochinteressanten Covers, leuchtendes Orange mit zahlreichen Portraitfotos amerikanischer High-School-Schüler in den 80er-Jahren, wollte ich mir das Buch zunächst gar nicht antun.
Schuld daran ist der merkwürdige Titel, der eine makaber-schräge Horrorgeschichte suggeriert.

Tatsächlich stirbt auch hier jemand, aber das ist nur ein sehr untergeordneter Teil der Geschichte. Der Autor, ein sehr ambitionierter Schauspieler und Regisseur schreibt aus eigener Erfahrung. Dies tut er so, dass man vor Neid erblasst ob der vielen speziellen Erfahrungen und der lebendigen Sprache.
Hab ich das damals so erlebt? So bunt und besonders? Sicher nicht. Ein Teenager nimmt sicherlich niemals soviele Details wahr und speichert sie auch noch über viele Jahre.

Dies ist keine Dokumentation sondern Belletristik. Schon lange vor Ende der Lektüre muss ich diese dringende Leseempfehlung geben.

Schön: es handelt sich um Teil 1, Amerika" einer 6-teiligen Vorlesereihe, die der Autor nun in Buchform verarbeiten will.
Anders als bei den 5 Freunden, bei denen ich jahrelang vergeblich auf eine Fortsetzung warten musste, da die Autorin schon verstorben war was aber niemand wusste, wird es hier noch weiter gehen. Kanns kaum erwarten.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2012 3:58 PM MEST


Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat
Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat
von Richard Dawkins
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

24 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Dawkins-Wahn, 16. Januar 2012
Wir bekommen hier eine ganz lange Version einer ganz alten Geschichte. Darwin war ein Wissenschaftler des 19ten Jahrhunderts.

Ohne Zweifel hat er bahnbrechende Entdeckungen gemacht und ebensolche Theorien aufgestellt, das sei ihm unbenommen. Er hat ein neues Verständnis vom biologischen Leben und der Anpassung aller Lebewesen an die äußeren Gegebenheiten geschaffen. Vielen Dank auch dafür.

Warum aber will man diese Leistung nun als Beweis verwenden, dass es keinen Gott und keine Schöpfung gibt?

Das Universum wurde von Darwin nicht gebastelt, die Unendlichkeit ebenso wenig.

Die unfassbare Komplexität allen Lebens und der Welt drumherum kann Darwin auch nicht mal ansatzweise erklären, geschweige denn wo das alles herkommen soll.

Auch wenn sich der gute Herr Dawkins noch so auf den Kopf stellt, ihm ist dies genauso schleierhaft.

Mit dem Geständnis aber würde er keine Bücher verkaufen und Millionen verdienen.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2013 12:23 AM MEST


Sommerlügen
Sommerlügen
von Bernhard Schlink
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum diese "Lügen"?, 28. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Sommerlügen (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Thematik und Format können so spannend sein. Der Autor ist hoch dekoriert und hat gute sprachliche Mittel. Hier erfahre ich leider nur wie schwer das Leben von Menschen sein kann, die materiell unbeschwert sein könnten, einen phantastischen Beruf haben und doch überhaupt nicht klar kommen. Sie stehen sich selbst im Wege und sind entweder emotional etwas kaputt oder können sich nicht vernünftig ausdrücken.
Leider sind die Charaktere nicht nachvollziehbar. Warum versucht der nicht mehr so erfolgreiche Schriftsteller seine Familie um jeden Preis abzuschotten, zu isolieren? Nur weil seine Eltern nicht klar gekommen sind? Muss es soweit gehen, dass er zum Psychopathen mutiert?
Die Liebeserklärungen fallen allzu leidenschaftslos und unecht aus. Die Erwähnung des Akts erfolgt sehr beiläufig aber ist in dem trockenen Erzählstil irgendwie fehl am Platze.
Persönlich denke ich bei der Lektüre ständig: was ist denn nur deren Problem, was soll das? Die könnten so glücklich sein, sind es aber aus irgendwelchen Gründen nicht. Was diesem Buch und seinen Protagonisten vollkommen fehlt ist so etwas wie Selbstironie, Humor. Alle sind immer bierernst.
Tja, ein Autor kann über nichts schreiben, was er selbst nicht kennt oder erlebt hat, oder?


A State of Trance 2011
A State of Trance 2011
Preis: EUR 20,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 31. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: A State of Trance 2011 (Audio CD)
Als Elektro-Neuling bin ich zufällig über dieses Album gestolpert und bin durchweg begeistert. Schon beim ersten Durchhören sehe ich mich am Ziel einer langen Suche.
Wozu gibt es überhaupt andere Musik? Muss nicht sein.

Dies ist der state of trance: Gipfel einer langen Entwicklung von house-, elektro- techno, wie immer man es nennen will.
Die Anfänge in den 90ern waren teiweise gruselig und übel, den nicht ganz so hardcore fan verschreckend.
Das hier ist durchweg catchy in des Begriffs bester Bedeutung.

Die Möglichkeiten der Gestaltung und Verwirklichung musikalischer Phantasien werden aufgezeigt und wunderbar ausgeschöpft.

Sämtliche Tracks sind klasse. Einzelne stechen hervor, Geschmackssache, ohne dass irgendeiner enttäuscht. Mehr davon, es gibt soviel zu entdecken in der Szene allgemein und bei AvB ganz besonders.
Zugreifen: wer diese Musikrichtung nur irgendwie ertragen kann muss dieses Album haben.


Die Frauen: Roman
Die Frauen: Roman
von T. C. Boyle
  Gebundene Ausgabe

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was soll das überhaupt?, 18. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Frauen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist eine Enttäuschung. Man fragt sich irgendwann, bei viel Geduld nach 100 Seiten: was soll das alles? Man springt dann vielleicht mal 100 Seiten weiter um stets sich wiederholende Passagen zu finden.
Bei der verzweifelten Suche nach einer guten oder nur interessanten Wendung hin zum letzten Kapitel wiederholt sich erneut alles.

Die Figuren sind meist unsympathisch, aber auch nur oberflächlich gezeichnet. Es mag sich um eine reale Hauptpersoon handeln, nur warum muss ich dessen so dröge Biographie lesen, angereichert mit seinem hilflosen privaten Umgang.

Unglaublich, dass solch ein lebensunfähiger planloser Mann ein genialer Architekt war und irgendwie durchs Leben kam. Es gibt in paar kurze Verweise dass er irgendwas tolles gebaut hat, aber in epischer Länger erfahren wir nur von seinen übelst verfahrenen Beziehungskisten. Wieder und wieder.
Gähn.

Finanziell ist Wright permanent weit jenseits von Gut, aber nah an Böse. Er haust meist in einem ungewöhnlichenen aber schlecht beschriebenen Anwesen weit ab jeglicher Zivilisation; im äußersten Wisconsin des beginnenden 20.Jahrhunderts.

Dieses Haus brennt andauernd ab, 3 mal in dem Buch und wird ständig wieder neu aufgebaut, obwohl der Bauherr total pleite ist. Klar.
Der geniale Baumeister steht mit Brandschutz offenbar auf Kriegsfuß, wie auch mit Elektrik. Natürlich sterben bei den diversen Bränden stets eine Menge Leute. Traurig, aber was solls? Die Geschichte nervt mehr als dass sie dem Leser nahe geht.

Das soll solch ein legendärer Autor sein? Naja, ist auch nur ein Mensch und die haben eben mal schlechte Tage.

Deswegen muss man es auch nicht lesen: über 560 Seiten für die Katz. Schade drum.


Last Supper - Die Henkersmahlzeit
Last Supper - Die Henkersmahlzeit
DVD ~ Cameron Diaz
Wird angeboten von maniacvideofreak
Preis: EUR 27,97

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Highlight, 25. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Last Supper - Die Henkersmahlzeit (DVD)
Ich liebe diesen Film. Vor ein paar Jahren bin ich im Spätprogramm von Sat1 drüber gestolpert und konnte nicht fassen, welch Perle sich da ganz unbeworben vor meinen Augen entwickelte.

Klar: es ist ein Low Budget-Fim dem man das auch ansieht. Die Story und eine Reihe legendärer Dialoge schreien nach einem großen und aufwändigen Remake.

Es ist ein Lehrstück, eine Parabel auf Gewalt, Präventivschläge, die ewig junge Frage nach Schuld und Unschuld.

"Wenn ich die Möglichkeit habe, Schlimmes zu verhindern... was würde ich tun?" muss sich jeder fragen. Nicht nur die Zuschauer und Charaktere dieses Films.

Der Brutalo am Beginn des Films spricht es aus: "Für seine Überzeugung sterben kann jeder Idiot.... wirklich schwierig ist es, für seine Überzeugung zu töten!"

Diese Sätze habe ich noch präsent, obwohl ich den Film seit Jahren nicht gesehen habe. Es geht nicht um die Rechtfertigung von Gewalt, oh nein.
Im Gegenteil wird dieses Thema problematisiert, karikiert. Teilweise muss man (ich) sehr heftig lachen, auch wenn es doch im Halse stecken bleibt, bleiben sollte.
Sowohl Dramaturgie wie auch das Ende sind verbesserungsfähig. Das ist aber egal.

Es gibt viel zu wenig Filme vergleichbarer Qualität: Tiefgang und Entertainment schließen sich zu oft aus: hier nicht!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2011 7:38 PM MEST


Limit: Roman
Limit: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu lang, zu viel, zu fahrig, zu vage..... eine verpasste Chance., 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Limit: Roman (Gebundene Ausgabe)
1300, das kann einfach nicht funktionieren. Ein Drittel des Umfangs kann schon so viel erzählen.

Mehr Inhalt als andere hat Schätzing auch nicht zu bieten.

Viele Kapitel sind schlicht überflüssig. Mnache Probleme wiederholen sich schlicht, die ewig sich hinziehenden Dialoge, wiederkehrende Handlungsfolgen. "Beating a dead horse" kam mir bei der Lektüre oft in den Sinn.

Beispiel: Bis der Detektiv endlich mal mit der eigentlichen Handlung in Verbindung gebracht wird ackert er ohne Zuordnung über hunderte Seiten durch viele Actionfilm-nachempfundene ewig lange Sequenzen vor sich hin.

Es ist doch eh klar dass er irgendwann was damit zu tun bekommt und Yoyo irgend einer bösen geheimen Macht auf der Spur war/ist.

Na und? Welcher Verleger/Lektor lässt sowas durchgehen?

Auch die Sprache des Autors nervt. Alle paar Seiten haut er ein paar ganz schlaue Vokabeln raus, die irgendeinen Intellekt vorspiegeln sollen. Den hätte er mal besser für den Sinn, die Dramaturgie, die Kompaktheit, die Aussage, die Dialoge usw verwendet.
An all dem mangelt es leider. Schätzing hat ein paar gute Ideen. Die aber maßlos übertrieben aufgeplustert, dass sie nie auch nur annähernd funktionieren können.

Beispiel: Was auf dem Mond schon alles steht und investiert wurde, bevor tatsächlich Geld mit der Energiegewinnung verdient wird müsste etliche Billionen von Euros kosten.
Das ist weit entfernt jeglicher Realität. Mal eben ein paar irre Megahotels ins Nirgendwo bauen, dazu eine unfassbar große Raumstation, dieser lächerliche Raumaufzug - das kann man nicht realisieren. Es ist einfach zu weit weg von der Realität.

So wird das dicke Ding leider annähernd unlesbar. Schade.


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