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Suppenkurt (Ludwigshafen)

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Total War: Rome II - [PC]
Total War: Rome II - [PC]
Wird angeboten von karunsode
Preis: EUR 27,90

24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mein letztes Total War, 15. Oktober 2013
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Total War: Rome II - [PC] (Computerspiel)
Wie der Titel schon sagt - das war's für mich mit der TW-Reihe. Schade eigentlich, habe seit dem ersten Medieval jeden Teil gespielt - und habe an der Reihe immer ihre fast "hypnotische" Kraft geschätzt: Das erste Rome hat einen tief ins Spielgeschehen gezogen, man hat das ein oder andere mal sogar von seinen Kampagnen geträumt. Rome II geht mir, um ganz ehrlich zu sein, nach nunmehr etwa 30 Spielstunden vollkommen am Allerwertesten vorbei.

Ich will jetzt nicht jeden Fehler oder Bug beschreiben, der einem so begegnet - das haben die Vorredner ja schon getan. Ich will vielmehr versuchen, zu ergründen, warum das Spiel im Vergleich zu den Vorgängern so unendlich öde ist.

These 1: Selten was so bescheiden Ausbalanciertes gespielt
Rome II wirkt, als hätten verschiedene Arbeitsgruppen an den diversen Modulen des Spiels gearbeitet - und die Kommunikation zwischen ihnen hätte sich auf ein gelegentliches "Mahlzeit!" beschränkt.

Spielt man eine der großen Fraktionen, dann legen sich die anderen großen Fraktionen von alleine zum Sterben hin. Dafür handelt man sich - um die "Balance" herzustellen - strukturelle Schwierigkeiten ein (Unzufriedenheit/Sklavenaufstände), die schlicht nicht zu beheben sind: Alles, was man im fortgeschrittenen Stadium des Spiels baut, führt zu Aufständen - baut man eben ab einem bestimmten Stadium nix mehr. Es gibt viel zu viele kleine Barbarenfraktionen, die leicht abzuräumen sind - dafür können einem deren Agenten abstruse Schäden zufügen (z. B. Baufortschritt vollkommen lahmlegen oder Mehrheitskultur komplett ändern).

Zwei kleine Beispiele, aber die deuten IMHO auf ein Problem des Spiels: Man hat die Balance insgesamt nicht hingekriegt - und deshalb immer neue zusätzliche Boni oder Mali implementiert, um die Sache wieder halbwegs hinzubiegen. Der Versuch darf als vollkommen versemmelt gelten.

These 2: Rome II entmündigt den Spieler
Beispielsweise dadurch, dass die Armeen von einem General geführt werden müssen. Einer der Freuden im ersten Rome und seinen Nachfolgern war doch, dass man seine eigenen Truppen sorgfältig in seinen Provinzen verteilen konnte, hier Verstärkungen zusammenziehen, dort Truppen ausdünnen - und so an einem strategischen Gewebe gearbeitet hat, das, im günstigsten Fall, flexibel auf die Wechselfälle des Krieges reagieren konnte. In Rome II: Alles Essig. Große Armeen treffen auf große Armeen. Und das ist, mit den "Fähigkeiten" der K.I., keine große Sache.

Ich bin kein Programmierer, aber: Könnte es sein, dass das Programm einfach zu lange bräuchte, die "kleinen" Truppenbewegungen zu berechnen? Rundenwechsel dauern so schon ziemlich lange. Hat man zu viele kleine Fraktionen geschaffen, und musste dann vereinfachen?

These 3: Man identifiziert sich nicht mehr mit "seiner" Fraktion
Nicht-Spieler halten das jetzt wahrscheinlich für einen mittelschweren Dachschaden: Ich erinnere mich nach zehn Jahren noch an einen meiner Generale aus Rome I (mit der Griechen-Mod)namens Glaukos, hab' die Seleukiden gespielt. Der Typ hat alles geschlagen, was zwischen Pontos und Ptolemaiern ein Schwert halten konnte, ist hochbetagt - mit 92 - in Alexandria verstorben. Gott, was haben wir die Ägypter verprügelt ...

In Rome II stirbt mir selbst Scipio Africanus wie alle anderen Generale nach 20, 25 Runden weg (Africanus ist sowieso übertrieben, die Katharger haben, ähm, mehr oder weniger Selbstmord begangen). Generale sind austauschbar und Truppen sind austauschbar. Man kann als Römer in seiner Auxiliarkaserne Elefanten rekrutieren, und die taugen sowieso nicht viel. Alles ist grafisch schön, und alles ist einem irgendwie egal - weil die kleinen Details fehlen, die an den früheren Teilen fasziniert haben.

Ende des Sermons. Ich werde Rome I wieder ausgraben. Wie heißt die Mod, die die Grafik aufbohrt? Und funktioniert die auch mit der Griechen-Mod?

In diesem Sinnne: Alalalai!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 17, 2014 11:36 AM MEST


Skandika Rudergerät Regatta Multi Gym Poseidon, mehrfarbig, 130 x 45 x 95 cm
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Preis: EUR 299,90

37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hat mit Rudern jetzt nicht so viel zu tun ..., 19. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... ist als Fitnessgerät aber trotzdem ziemlich effektiv - und spaßig in der Benutzung.

Vorab: Ich stähle mich *g* jetzt seit 25 Jahren vor allem auf Rudergeräten - gutes Ganzkörpertraining und gut für's Herz-Kreislauf-System. Meine tägliche Trainingszeit liegt inzwischen - mit Mitte 40 - bei einer 3/4 Stunde pro Tag, die Eitelkeit treibt zur Tat ... Habe gerade meine erste Einheit auf dem Skandika Poseidon hinter mir - und ich muss sagen, ich spüre einige Muskeln, die ich schon ziemlich lange nicht mehr gespürt habe.

Was am Aufbau des Gerätes liegt: Der Widerstand beim Rudern erfolgt beim Poseidon weder über Schwungrad noch Druckzylinder, wie bei herkömmlichen Rudergeräten, sondern über Gummizüge ähnlich denen an Expandern. Deswegen hab' ich mir das Gerät auch bestellt, wollte mal was anderes ausprobieren.

Das System mit den Gummizügen führt beim Training nun dazu, dass man immer Spannung auf dem Griff lasten hat - und weder bei voll durchgezogenen "Rudern" noch bei der Vorwärtsbewegung Rumpf und Arme entlasten kann. Das heißt: Mit dem Gummizug-System trainiert man ziemlich effektiv - zumal man das Training auch entsprechend gestalten kann, beispielsweise Spannung voll durchgestreckt kurz halten, und dann langsam wieder nach vorne bewegen. Übungen wie Bankdrücken oder Bizeps-Curl gehen auch, statt dem großen Griff wie auf dem Bild kann man auch zwei Einzelgriffe an den Gummizügen befestigen, geht einfach mit Karabinerhaken.

Überhaupt ist das Gerät ziemlich "sophisticated" aufgebaut, ich hatte es in knapp 20 Minuten montiert, es macht einen einfachen, aber recht stabilen Eindruck.

Was zum einzigen - möglichen - Wehrmutstropfen führt: Die Gummizüge sind Verschleißteile, ganz klar. Bei regelmäßigem Training dürften die drei Züge in einem Jahr verschlissen sein - und ob das Skandika Poseidon sein Geld wert ist, wird sich daran bemessen, ob man Ersatzteile bekommt. Deswegen erstmal nur vier Sterne, mit Luft nach oben und unten.
Ich hab' Maxtrader mal wegen Ersatzriemen angemailt, mal sehen, ob die sich melden. Werde dann die Bewertung updaten.

Fazit: Gutes Fitnessgerät, dass zwar aussieht wie ein Rudergerät, mit den Bewegungsabläufen beim Rudern aber nicht viel zu tun hat. Echte Ruderer sollten die Finger davon lassen. Fitnessraum-im-Keller-Athleten wie mir gefällt's ...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 24, 2013 11:11 PM MEST


Total War - Anthology
Total War - Anthology

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn man gewusst hätte, dass diese Zusammenstellung rauskommt ..., 25. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Total War - Anthology (Computerspiel)
... hätte man sich die Spiele trotzdem einzeln gekauft: Die "Total War"-Serie ist einfach das bei weitem Beste, was es an Echtzeit-Strategie-Spiel und Schlacht-Simulation gibt - und in der Kombination und mit dem Flair ziemlich einzigartig.

Ich will nicht jeden Punkt der Mit-Rezensenten wiederholen, für Leute, die mit Medieval II oder Empire eingestiegen sind, vielleicht so viel: Shogun und Medieval I haben die wohl beste Einheiten-Balance - und die Schlachten können sich damit wesentlich länger hinziehen (und spannender sein) als in den Sequels. Die Einheiten bestehen bei den alten Folgen allerdings aus Sprites und sind nicht in 3D modelliert. Dafür geht das Gameplay seit "Rome" etwas in Richtung "Arcade".

Was dem Spaß keinen Abbruch tut. Nicht umsonst sind die "Total War"-Spiele wegen ihrer Detailgenauigkeit gerade bei historisch Interessierten so beliebt: Wer hätte sich nicht schon gewünscht, mal die Schlacht von Cannae nachspielen zu können? Oder die von Crecy? Oder die von Leuthen? Oder ...

Das breite Fanlager hat einen ganz handfesten Vorteil: Es gibt jede Menge Mods für die Reihe. Geheimtipp: Googelt doch mal "For king or country", Mod für Medieval II, die im englischen Bürgerkrieg (1642 bis 1649) spielt. Akribisch recherchiert und "fun to play".

Manko der vorliegenden Zusammenstellung: Das "Alexander"-Add-on für Rome ist nicht dabei. Schade auch deswegen, weil einige sehr gute Mods (bspw. Diadochi) drauf aufsetzen. Ist für den Preis aber, denke ich, zu verschmerzen.

Fazit: Wer CD's vermisst, oder ganze Teile verpasst hat, ist mit der Zusammenstellung (inkl. Patches) sicher gut bedient. Und hoffenlich hat der nächste Teil mehr Atmosphäre als "Empire". Das ist nämlich, da haben die Vorredner ganz recht, überkomplex und letzlich ziemlich langweilig ...


The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford [UK Import]
The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford [UK Import]
DVD ~ Brad Pitt
Wird angeboten von pb ReCommerce GmbH
Preis: EUR 4,60

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Western, vor allem für einen Nicht-Western., 11. August 2008
"Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" ist ein großartiger Film - ob man ihn nun ins Western-Genre einordnen will, oder schlicht als Studie über Desillusionierung, über falsche Ideale und die Abgründe von Mythen sieht. Versteht mich nicht falsch: Ich liebe Western, aber der Film geht über Genregrenzen hinaus: Er entlarvt die Wirkung falscher Idole, und lässt - schwierigste Übung von allen - den Mythos (in dem Fall den von Jesse James) trotzdem intakt.

Robert Ford - Rolle als Mörder von James aus dem Folk-Song bekannt - ist in dem Film ein gerade erwachsen werdender Möchtegern-Outlaw, der Jesse James vergöttert - und von seinem Idol, nach anfänglicher Sympathie, schroff zurück gewiesen wird. Casey Affleck ist klasse in der Rolle des heranwachsenden "Fan", dessen unerwiderte Zuneigung in Hass umschlägt - und trotzdem hat der Vor-Rezensent recht: Brad Pitt als Jesse James ist die eigentliche Überraschung und der Star des Films.

Großartig, wie zurückgenommen und trotzdem intensiv Pitt den Outlaw spielt, dessen Charakter schlagartig von Selbsthass in Brutalität umschlägt. Großartig, weil mit sparsamsten Mitteln umgesetzt: James wie Ford wie der Rest der Jungs und Mädels im Missouri des ausgehenden 19. Jh. sind keine großen Redner - schlicht, weil sie sich nicht ausdrücken können, und vielleicht tun sie genau deshalb das, was sie tun. Das Reden in gestelzten, selbst nur halb verstandenen Phrasen in den Dialogen gehört zu den ganz starken Seiten des Films.

Der daneben seine Geschichte wirklich ruhig entwickelt, auf seine Landschaftsbilder und Genreszenen vertraut - und auf seine großartigen Hauptdarsteller.

Den Film zu gucken, ist ein wenig, wie sich eines der letzten vier Johnny Cash-Alben anzuhören: Das Verstörende liegt oft in dem, was nicht gesagt, gezeigt oder besungen wird - und einem unvermittelt und dann um so heftiger anspringt.

Noch eine Parallele: Der Film ist - entschuldigen's bitte, die Damen - wohl ein Männerfilm, genau wie die letzten Johnny Cash-Alben Männermusik sind. Es geht hier wie dort um das Unausgesprochene, das vielleicht Unaussprechliche, und das, was es mit Menschen macht.

Robert Ford ermordet im Film Jesse James nicht. Jesse James begeht Selbstmord, weil er sich selbst nicht mehr ertragen kann, und er setzt Ford dabei als Werkzeug ein. Und gleichwohl wird der plötzlich berühmt gewordene Ford kein Eigenleben führen: Er wird zum Teil des Mythos, den er versucht hat, zu schlachten, zur Fußnote der Geschichte, die er beendet hat.

Kurzum: Klasse Film. Bestes Kinoerlebnis seit Jahren. Wie die DVD ist? Keine Ahnung. Gerade erst bestellt.


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