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Beiträge von Marius
Top-Rezensenten Rang: 331
Hilfreiche Bewertungen: 1232
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Rezensionen verfasst von Marius (München)
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5.0 von 5 Sternen
Dieses Bügeleisen macht Dampf, 21. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Zunächst eine kleine Warnung vorweg: Die Dampfbügeleisenstation Philips GC9222/02 bedarf einigen Platzes auf dem Bügelbrett. Mit einem Wasserbehälter, der 1,5 l umfasst und sich auch während des Bügelvorgangs abnehmen lässt, kann man lange bügeln – allerdings braucht dieser auch Platz. Nach ca. 20 Stunden, in denen ich verschiedene Testläufe mit verschiedenen Materialien startete (von der dünnen Sommerbluse bis zur dicken Bettwäsche war alles vertreten) komme ich nun zu einem vorläufigen Urteil – und das ist super! Alles funktioniert wie in den Produktdetails beschrieben – die Dampfbügelstation von Philips hält Wort und ermöglicht ein komfortables Bügeln, das ich so bislang nicht kannte. Als bisheriger Nutzer eines konventionellen Bügeleisens war die Philips GC9222/02 Dampfbügelstation eine echte Erleichterung, was das Bügel von Textilien anging. Nachdem der Wasserbehälter aufgefüllt und der Stecker der Station eingesteckt wurde, kann man eigentlich sofort mit dem Bügeln loslegen. Dass man beim Bügeln auf das Einstellen der zu bügelnden Materialien verzichten kann und einfach von Stoff zu Stoff wechseln kann spart sehr viel Zeit. Die meiste Zeit beansprucht eigentlich das Auflegen der Stoffe auf das Bügelbrett – der Rest funktioniert denkbar einfach. Das Bügeleisen gleitet wunderbar leicht über die verschiedenen Stoffarten. Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit hält die Philips Dampfbügelstation einen Bonus bereit. Dank dem optionalen Eco-Modus lässt sich mit geringerem Dampfausstoß alles wegbügeln – und dieser Ausstoß genügt auch vollkommen für dickere Jeans oder Bettwäsche. Auch der eingebaute Kalkfilter ist durchdacht und lässt sich einfach bedienen. Er sorgt für die Reinigung des Wasserbehälters und hilft somit, die Lebensdauer des Geräts zu verlängern. Einzig und alleine das Gewicht des Bügeleisens ist gewöhnungsbedürftig – es geht in der ersten Zeit etwas auf die Arme (zumindest wenn man nur konventionelle Bügeleisen gewohnt ist). Ansonsten aber gibt’s bei dieser Dampfbügelstation nix zu meckern und ich bin voll des Lobes. Für einen Ein-Personen-Haushalt mit wenig Bügelwäsche nicht die Station nicht unbedingt rentabel, für Haushalt ab zwei Personen und häufig anfallender Bügelwäsche stellt sie aber eine lohnende Anschaffung da – und so schnell wie hier funktionierte zumindest bei mir das Bügeln von Hemden selten! Von daher: Daumen rauf – wenn schon Bügeln, dann so!
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4.0 von 5 Sternen
Ulysses an der Highschool, 20. Mai 2013
Joey Goebel zählt zu den interessantesten jungen amerikanischen Autoren der Gegenwart. Sein neuestes Werk „Ich gegen Osborne“ macht da keine Ausnahme – ganz in der Tradition eines John Dos Passos oder James Joyce beschreibt er in diesem Buch einen einzigen Tag im Leben des Zwölftklässlers James Weinbach. Dieser Ich-Erzähler nimmt es im Roman mit Osborne auf – seiner Highschool, der er mehr als kritisch gegenübersteht. Von dem anfänglichen Versuch, eine Freundin zu fragen, ob sie ihn zum Abschlussball begleite, ausgehend entwickelt Goebel schnell das Porträt eines Tages, nach dem im Leben James' Weinbach nichts mehr so ist, wie es war. Mit „Ich gegen Osborne“ hat Joey Goebel einen Roman vorgelegt, der der amerikanischen (Schul-)Gesellschaft den Spiegel vorhält. Lustvoll seziert James Weinbach, der sich an seiner Highschool als Primus inter Pares versteht, seine Mitschüler und deren Leben. Vor seinem gnadenlosen Augen findet niemand Gnade, grimmig nimmt er seinen Kampf gegen seine bestenfalls mittelmäßigen Mitschüler auf und versucht auch in puncto Abschlussball ein für ihn bequeme Lösung zu finden. Das liest sich größtenteils sehr humorvoll - „Ich gegen Osborne“ strotzt nur so vor zitierwürdigen Passagen: „Die Person im Wagen neben meinem ließ das Fenster ein wenig herunter, und da wurde mir klar, dass ich mit einem Song beschallt wurde, der vermutlich den Titel „Make 'em say Uhh“ trug, ein Lieblingslied – eine regelrechte Hymne – meiner Mitschüler. Mir war dieser Sonh so verhasst, dass ich das Leben verabscheute, wenn ich ihn nur hörte. Der Refrain bestand hauptsächlich aus Grunzgeräuschen, bei denen man unwillkürlich an Lust und/oder Verdauungsprobleme dachte. Der schlechte Geschmack von Menschen meines Alters erschütterte mich, und die Jugendkultur generell bewirkte, dass ich mir am liebsten in die Hände gekotzt hätte.“ (S. 16) Hier spricht ein vom Leben und seinen Altersgenossen angeekelter junger Mann, der sich durch seinen Highschooltag schleppt (und an manchen Stellen leider auch der Roman) – und der durch Abgrenzung wieder Originalität erhält. Man sieht den jungen Schüler förmlich vor sich, wie er sich durch die Gänge seiner Highschool schleppt, gewandet in einen Anzug seines verstorbenen Vaters. Kennzeichnend, wenn James einmal äußert: „Satan, dein Name ist Pubertät.“ - wohl jeder kann den Schüler verstehen und an der ein oder anderen Stelle dürfte sich wohl jeder in diesem Roman wiederfinden. Ein epischer Tag an der Highschool ganz wie meine eigenen Erfahrungen der Schule – lustig, nachdenklich und manchmal auch ein bisschen zäh. Aber am Ende hat man garantiert etwas gelernt!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eye in the sky, 19. Mai 2013
Mit „Bußestunde“ beschließt Arne Dahl nun seine zehnbändige Reihe um die A-Gruppe der schwedischen Polizei. Sein abschließendes Werk vereint noch einmal mehr oder minder alle Ermittler, die jemals in der A-Gruppe mitgewirkt haben und liest sich streckenweise wie ein kleines Best-Of seiner anderen neun Romane. Deshalb gleich zu Beginn ein kleiner Hinweis: Man muss zwar nicht alle neun Romane des Schweden vorher gelesen haben, allerdings ist „Bußestunde“ so voller Anspielungen und kleinerer Spoiler, dass sich der optimale Lesegenuss erst entfaltet, wenn man wenigstens den ein oder anderen Vorgängerband gelesen hat. Inhaltlich fährt Arne Dahl noch einmal alles auf, was sein Dezett auszeichnet: Vertrackte, komplexe Plots, verschiedene Erzählstränge und die besten aller Ermittler, die in der A-Gruppe gemeinsam ermitteln. Diesmal geht es vorgeblich zunächst um den Überfall auf einen Videoladen, der schon bald zum Aufhänger für eine viel größere Reihe von Verbrechen wird. Und dann wäre da noch Paul Hjelm, der in der Tradition eines Spions das Verschwinden eines Geheimdienstchefs auf eigene Faust aufklären muss. Wie gewohnt verknüpft Arne Dahl seine diversen Plots in „Bußestunde“ immer mehr und webt diverse Subthemen in seinen Roman ein. Anorexie, der Überwachungsstaat, Bachs h-Moll-Messe und die Arbeit von Geheimdiensten in unserer Zeit sind Nebenschauplätze, die der Autor vortrefflich zu bedienen weiß. Einzig zu kritisieren habe ich nur die Veröffentlichungspolitik des Piper-Verlags. Da zwischen dem vorletzten Band „Opferzahl“ (2006) und dem finalen Roman „Bußestunde“ (2007) bereits die beiden Bände des OPCOP-Quartetts („Zorn“ und „Gier“ (2011/12)) erschienen sind, wird „Bußestunde“ schon deutlich die Spannung genommen, da man aus den beiden anderen Bänden weiß, wie es mit allen Protagonisten weitergeht. Hier hätte ich eine chronologische Veröffentlichung, sprich zunächst das A-Gruppen-Dezett und dann das OPCOP-Quartett, befürwortet. So sind beide Reihen etwas auseinandergerissen – an der Qualität der „Bußestunde“ ändert dies allerdings nichts! Hier zur besseren Übersicht noch einmal die Reihenfolge der zehn Bände: 1) Misterioso 2) Böses Blut 3) Falsche Opfer 4) Tiefer Schmerz 5) Rosenrot 6) Ungeschoren 7) Totenmesse 8) Dunkelziffer 9) Opferzahl 10) Bußestunde
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Adams Erbe
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von Astrid Rosenfeld Broschiert |
| Preis: EUR 11,90 |
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5.0 von 5 Sternen
Was für ein Debüt!, 18. Mai 2013
Was für ein Debüt: Mit „Adams Erbe“ hat Astrid Rosenfeld einen Roman vorgelegt, der sofort Anklang bei den Kritikern und Lesern fand. Sogar auf die Longlist des Deutschen Buchpreises hat die junge deutsche Autorin es geschafft. Und um es vorwegzunehmen: Auch mich hat dieses im Diogenes-Verlag erschienene Buch mehr als begeistert. Geschickt verknüpft Astrid Rosenfeld die Lebensgeschichten von Edward Cohen, einen Teenager unserer Tage, der mit seiner Mutter und deren Freund herumvagabundiert. Sein Leben erhält eine Wendung, als ihm Dokumente seines verschwundenen Großonkels Adam in die Hände fallen. Dieser lebte in Deutschland zusammen mit Adams Familie in Deutschland im Dritten Reich, ehe sich die Wege der Familie und Adams trennten. Man kann die Autorin nur für ihre Prosa bewundern. Wie dahingetupft, mit feinem Humor durchzogen schildert sie zwei Lebensgeschichten ihrer beiden Protagonisten. Mit „Adams Erbe“ zeigt sie auf, wie man auch über die Schicksale von Menschen im Dritten Reich schreiben kann – das Leben im Warschauer Ghetto gerät bei Astrid Rosenfeld zu einem tragikomischen und melancholischen Stück Geschichte, das neu mit Leben füllt, was vielen nur noch als Text aus dem Geschichtsbuch bekannt sein dürfte. Höchst verblüffend und beeindruckend, wie es Astrid Rosenfeld gelingt, stets souverän die Waage zwischen Ernsthaftigkeit und Humor zu halten und nie an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Mit einem klugen Aufbau versehen ist „Adams Erbe“ zurecht zu einem höchstgelobten Roman geworden, der viele Leser verdient. Nicht nur seine Geschichte unterhält, auch die Dialoge und die teils schrulligen Protagonisten sind hervorragend gestalten und machen „Adams Erbe“ zu einem runden Gesamtkunstwerk. Der Roman unterhält auf großartige Weise und ist zu keinem Zeitpunkt belanglos. Eines der stärksten Debüts der letzten Jahre und ein Buch, das man ruhigen Herzens weiterempfehlen kann!
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4.0 von 5 Sternen
Vater Morgana, 16. Mai 2013
Davon könnte sich sogar Boris Becker eine Scheibe abschneiden: Der titelgebende Spediteur Gabriel Delacruz hat persönlich den europäischen Gedanken „Alle Menschen werden Brüder“ verstanden und selbst hart an der multilateralen Verständigung gearbeitet: In vier verschiedenen Ländern hat er vier verschiedene Söhne, die alle auf den Namen Christof hören: In Deutschland hat er einen Christof, in Frankreich einen Christophe, in England einen Christopher und in Spanien schließlich einen Cristòfol gezeugt. Erst mit dem Verschwinden des Vaters erhalten die vier Brüder Kenntniss voneinander und treffen zusammen, um die Geheimnisse ihrer Mütter und ihres Vaters zu lüften. Dies ist zugleich der Ausgangspunkt dieses Romans von Jordi Punti. Eine bestechende Grundidee und ein Plot, der in den Händen Jordi Puntis zu einem dicken Buch geworden ist: Mit über 600 Seiten ist ein Roman entstanden, der ein überbordendes Familienporträt ist. In diesem Buch spannt Jordi Punti fabulierfreudig einen großen Bogen um die Vita des verschwundenen Vaters und seiner vier Söhne. Der Roman ist eine mäandernde Biografie um eine Vater Morgana, die sich manchmal in Anekdoten zu verirren droht, stets aber wieder auf den Pfad der Haupterzählung einschwenken kann. Manchmal erinnert der Roman an eine geschwätzige spanische Marktfrau, die sich mit Vergnügen dem aktuellen Klatsch hingibt, manchmal changiert die Erzählung in den Tonfall der „Fabelhaften Welt der Amelie“. Dies offenbart an einigen Stellen auch die Schwäche des Textes – der durchaus auch ein paar Seiten weniger vertragen hätte. So sind einige Längen vorhanden, die zwar für die Erzählökonomie nicht gerade vorteilhaft sind, dafür aber das Panorama des Gabriel Delacruz und seiner Söhne noch etwas bunter machen. Wer etwas Zeit in einen Roman investieren möchte, der deutlich mehr über eine einfache Biographie oder Familiengeschichte hinausgeht, der dürfte bei „Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz“ fündig werden. Wer lieber schlanke Plots schätzt dürfte dieses Buch als überladen empfinden – es unterhält aber auf jeden Fall!
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4.0 von 5 Sternen
Abseits vom Krimi-Mainstream, 15. Mai 2013
Sie suchen einen spannenden Krimi, bei dem ein Mörder gesucht wird und eine Ermittlerin unbeirrt zur Wahrheit durchkämpft? Dann lassen Sie Ihre Finger bloß von diesem Buch! Selten wurde in einem Buch ein verquerer Plot gelöst, so viel gekokst und so wenig zielführend ermittelt. Wie im mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichneten Vorgängerbuch „Die Stadt der Toten“ ermittelt auch im zweiten Band wieder Claire DeWitt, die beste Detektivin der Welt. Und dies tut die charismatische Ermittlerin erneut auf die wohl unorthodoxeste Art und Weise, die momentan in einem Roman zu bestaunen ist. Wie in einem Stream of Consciousness lässt sie sich diesmal durch die verschiedenen Viertel San Franciscos treiben und versucht, dem Tod ihres Ex-Freunds Paul auf die Spur zu kommen. Dieser, ein halbwegs bekannter Gitarrist, wurde in seinem Haus erschossen und nicht nur fünf verschwundene Gitarren lassen Fragen aufkommen. Claire DeWitt versucht nun dank ihrer eigenwilligen Ermittlungsmethoden, den Mörder Pauls dingfest zu machen. Zudem ermittelt sie im Fall verstorbener Minipferde und muss sich mit weiteren Nebenkriegsschauplätzen auseinander setzen. Zudem konfrontiert Sara Gran den Leser erneut, wie in "Die Stadt der Toten", in Rückblenden mit einem Fall aus Claires Jugendjahren. Das ist insgesamt alles andere als übersichtlich, trägt aber auch zur Faszination des Buches bei. In der momentanen Krimilandschaft dürfte es kaum eine Person geben, die in ihrer Spleenigkeit und ihrer Radikalität an Claire DeWitt heranreicht. Wer, wie eingangs erwähnt, konventionelle Krimis sucht, die im täglichen Leben geerdet sind, der sollte einen möglichst großen Bogen um die Claire-DeWitt-Reihe machen. Alle anderen, die innovative, bunte und überbordende Romane lieben und auch den Gerichtsmediziner Doktor Siri aus der Feder von Colin Cotterill schätzen könnten ruhig einmal in dieses Buch hineinschnuppern. Krimikost abseits des Mainstreams – mir gefällt's!
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Final Cut
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von Veit Etzold Audio CD |
| Preis: EUR 10,99 |
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Spannende Story, sonore Stimme, 15. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Hörbuch zu „Final Cut“ ist das erste Hörbuch, das ich von Veit Etzold konsumiert habe. Bislang kannte ich den Autoren nur von dem Roman „Das große Tier“, in dem er damals schon das Thema von kriminellen Banken aufgriff. Mit seinem neuen Roman hat er ein ähnlich heißes Eisen angefasst, da ja heute ein Großteil der Bevölkerung einen eigenen Facebook-Account besitzt. Der Grundgedanke eines Serienkillers, der sich der neuen sozialen Medien bedient, ist bestechend und gut ausformuliert. Wenn man selbst ein Konto bei einem einschlägigen Internetdienst besitzt, wird sich schnell mit dem Roman identifizieren können. Leider gleitet der Autor in „Final Cut“ oftmals in Fehler und Flüchtigkeiten ab und bietet mit seinem Thriller nichts wirklich Neues. Dennoch ist es eine spannende Thrillerkost für eine längere Fahrt im Auto oder ähnliche Gelegenheiten, bei denen man die Langweile durch Spannung ersetzen kann. Zudem liest Franziska Pigulla wirklich sehr sonor und fesselnd – ihre Stimme kennt man wahrscheinlich aus den Reportagen von Galileo oder der deutschen Synchronisierung von Gillian Anderson aus Akte X. Insgesamt keine Sternstunde der Literatur, dafür aber spannend und wirklich gut interpretiert!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Lebenshunger, 14. Mai 2013
In „Ich weiß, was Hunger ist“ lässt Tim Raue den Leser an seiner ungewöhnlichen Vita teilhaben. Wie der Titel bereits suggeriert, beschreibt Raue in locker-flapsigem Ton, wie er von der Straßengang 36Boys in Berlin seinen Weg in ein selbstbestimmtes Leben aus Sternekoch fand. Um es gleich vorweg zu nehmen: „Ich weiß, was Hunger ist“ ist keine dieser Biographien, die durch feine Sprache und gewählte Ausdrucksweise bestechen. Das Buch zeigt eher auch sprachlich einen jungen Mann, der sich von der Straße nach oben gearbeitet hat. Tim Raue beschreibt anekdotenreich seinen Werdegang und den Weg an die Spitze der deutschen Gastronomie. Das ist für all diejenigen interessant, die sich wenigstens halbwegs für gutes Essen interessieren und neuen Dingen offen gegenüberstehen. Deutlich illustriert Tim Raue seine Kernbotschaft, dass jeder selbst für sein Glück verantwortlich ist. Und nicht zuletzt ist das Buch eine Hommage an seine Frau Marie, der auch das Buch gewidmet ist – der Koch beschreibt eindringlich, wie ihre Leben zusammenhängen und welche Höhen und Tiefen sie bereits durchgemacht haben. Eine lesenswerte Biographie für alle Hobbyköche, die sich für die Sterneküche interessieren und die einen Menschen mit Brüchen kennenlernen wollen, der sich in „Ich weiß, was Hunger ist“, in lockerem Ton präsentiert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Heimkino deluxe, 14. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Zunächst wurde mir schon ein wenig anders, als zwei Boten meinen neuen Fernseher mit einem riesigen Karton in die Wohnung hereinwuchteten. Nachdem dann aber der Fernseher aus seiner Verpackung befreit und fertig montiert im Wohnzimmer stand wich meine anfängliche Skepsis rasch vollkommener Begeistern. In schlichtem und zeitlosen Design gestaltet versprüht der 42-Zöller sofort ein Gefühl der Raumdominanz und lässt das Herz jedes Heimkinofans höher schlagen. Die Installation des Geräts geht denkbar einfach vonstatten und auch die mitgelieferten Kabel sind rasch an der Rückseite des Geräts angebracht. Auch ohne die beiliegende Installationsanleitung genauer konsultieren zu müssen kann man das Gerät rasch in Betrieb nehmen. Sogleich wird man auf dem Willkommensbildschirm begrüßt und kann, wenn man denn möchte, eine kleine Kurzeinführung in die Funktionsweise des Geräts erhalten. Dank der klar strukturierten Menüs und Fernbedienung kann man sofort intuitiv durch die Menüs springen. Man kann die verschiedenen Ausgänge anwählen oder zwischen DVB-T/T/S unterscheiden. Auch per Smartphone kann der Fernseher bedient werden – generell hat man sich beim Panasonic TX-L42ETW60 auch an den Mobiltelefonen orientiert. So kann man dank zahlreicher Apps seinen Fernseher so modifizieren, wie man gerne möchte. Dank des integrierten WLANs kann man sich mithilfe des Fernsehers auch gleich ins Internet einwählen. Ein großer Komfort und ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Vernetzung verschiedener Endgeräte. Nach einigen Testabenden kann ich nun auch ein begründetes Urteil zum Bild und Ton des Fernsehers abgeben und dieses lautet: Wow! Satter Klang und ein wahnsinnig gutes Bild, das keinerlei Wünsche offen lässt. Schnelle Kamerafahrten werden genauso gut wie Nachtszenen wiedergegeben und stets begleitet ein kristallklarer Ton das Bild. Da ich meinen Fernseher in kurzem Abstand zur Wand platziert habe erfolgt hier zudem eine raumfüllende Spiegelung des Klangs. Ein völlig neues Feld war für mich auch die 3D-Funktion des Fernsehers, die ich so von noch keinem Gerät kannte. Die Konvertierung herkömmlicher Filme findet in ungeahnter Güte statt als genauso wie auch normale 3D-DVDs großartig wiedergegeben werden. Dank der beiden beiliegenden 3D-Brillen, die genauso leicht wie bequem sind, kann der Filmspaß kommen. Auch Freunde und Bekannte, mit denen ich Filmabende veranstaltete, zeigten sich beeindruckt und etwas neidisch auf mein neues Heimkino-Prunkstück. Wer einen soliden Fernseher sucht, der den neuesten technischen Anforderungen entspricht und dafür auch bereit ist, etwas Geld in die Hand zu nehmen, der dürfte zu diesem 42-Zöller (den es auch noch in größeren Ausführungen gibt) greifen. Einziger Nachteil: Den Produktnamen Panasonic TX-L42ETW60 muss man sich vor dem Besuch beim Händler wohl aufschreiben, ansonsten hat man ihn gleich wieder vergessen! Fazit: Einfache Installation, tolles Bild und satter Klang: So müssen Fernseher funktionieren. Meinen Panasonic TX-L42ETW60 geb ich so schnell nicht mehr her!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Die Roaring Twenties, 12. Mai 2013
„Was wir nicht können ist irgendetwas wiederholen, kein Augenblick, kein Augenblick kann sich je wiederholen. Was wir nicht können, ist igendetwas wiederholen – wir können nicht zurück – und warum sollten wir auch?“ (Bosse: Schönste Zeit) Dies würde Jay Gatsby aus „Der Große Gatsby“ naturgemäß etwas anders sehen. Doch warum das so ist und welches Geheimnis den schillernden Protagonisten aus dem wohl bekanntesten Roman Scott F. Fitzgerald umgibt, das erfährt der Leser erst später im Buch. Das aus dem Jahr 1925 stammende Buch gilt bis heute als das beste und bekannteste Buch Fitzgeralds und entführt den Leser in die Roaring Twenties in Amerika. Durch einen erzählerisch hervorragend gemachten Kniff betrachtet der Leser Jay Gatsby, sein Leben und sein Haus durch die Augen seines Nachbars Nick Carraway. Dieser führt den Leser ins Leben auf Long Island ein und bringt den Leser in Kontakt mit dem Figurenensemble rund um den ebenso schillernden wie geheimnisvollen Jay Gatsby. Man ist bei den rauschenden Festen im Hause Gatsby genauso dabei wie man langsam hinter das Geheimnis der Strahlemannes kommt. Warum ist die reiche Hausbesitzer vom Gedanken besessen, Vergangenes zu wiederholen und die Vergangenheit nicht ruhen zu lassen? Das ist erzähltechnisch grandios gelöst, da die Erzählungen Carraways über Jay Gatsby immer den Anschein von Objektivität erwecken, doch im Grunde entlarven die Schiderungen den Nachbarn Gatsby in dem Maße, in dem man Neues über den Hausherren erfährt. Ansonsten bietet das Buch in meinen Augen allerdings keine herausragende Komponente, die das Werk auch heute noch zur Pflichtlektüre machen würde. In sich stimmig ist der Roman leider auch bieder und bietet keinen richtigen Spannungsbogen, der den Leser durch die Zeilen ziehen würde. Als selbst schon historisch gewordener Roman über die Roaring Twenties und die Lebenslust, die damals herrschte, ist das Buch wirklich gut zu lesen. Allerdings muss man auch erkennen, dass der Zahn der Zeit auch in nicht unerheblichem Maße an „Der große Gatsby“ genagt hat. Zu einer Neubeschäftigung mit dem Roman dürfte auch sicher die im Mai 2013 startende Neuverfilmung des Romans durch Baz Luhrman (Moulin Rouge, Australia) führen, allerdings würde ich diesen Roman mitnichten als heutige Pflichtlektüre deklarieren. Was die Filmausgabe, die im Diogenesverlag erschien, besonders macht, dürfte das profunde und interessante Nachwort von Paul Ingendaay sein, der noch einmal wichtige Punkte der Lektüre vertieft und über das Leben und Wirken Scott F. Fitzgeralds Auskunft gibt.
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