Profil für Aufziehvogel > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Aufziehvogel
Top-Rezensenten Rang: 7.533
Hilfreiche Bewertungen: 442

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Aufziehvogel "Am Meer ist es wärmer Rezensionen" (Dortmund)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
wetter.com
wetter.com
Preis: EUR 0,00

2.0 von 5 Sternen Mag anscheinend keine Kindle Geräte mehr, 16. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: wetter.com (App)
Ich benutze die Wetter.com App nun seit über einem Jahr für meinen Kindle Fire HD. Und ich mache gar keinen Hehl daraus das die App häufiger gecrashed ist anstatt das zu tun, wofür sie eigentlich entwickelt wurde, mir das Wetter anzuzeigen.

Dabei lief die Wetter.com App für den Kindle nicht immer so furchtbar, wie es aktuell der Fall ist. Mal konnte man sie sogar Tagelang problemlos benutzen. Ich benutze die App ebenfalls für andere Android Geräte, und auch auf diesen verrichtet sie nicht immer tadellose Arbeit. Aber ein ganzes System hat sie noch nicht lahm gelegt. Meinen Kindle hat die App schon einmal komplett gecrashed. Meistens scheitert man bereits daran, wenn man einfach das Wetter seiner Stadt abrufen will. Es erscheint ein "Lade Daten, bitte warten" Icon, welches aber weder verschwindet, noch das aktuelle Wetter anzeigt. Die App muss also beendet werden, und mit etwas Glück zeigt sie einem beim nächsten oder übernächsten mal das Wetter an.

Die Wetter.com App läuft bis auf gelegentliche Abstürze verhältnismäßig gut auf Android Geräten (sieht man vom Widget mal ab, welches entweder crashed oder völlig falsche Daten anzeigt). Auf dem Kindle fällt das Widget schon einmal weg, weil das modifizierte Android von Amazon solche Widgets nicht zulässt. Die App wurde für den Kindle anscheinend überhaupt nicht optimiert und mit jedem Update scheint sie schlechter zu funktionieren.

Vielleicht sollte die Wetter.com AG oder auch Amazon die App für eine Weile aus dem Store entfernen, denn sie verrichtet nicht korrekt ihren Dienst. Zwar weiß ich nicht wie es auf dem neuen Kindle Fire DX aussieht, aber ich kann mir nicht vorstellen das sie auf einem anderen Kindle besser läuft. Immerhin ist das Betriebssystem gleich.


Tomodachi Life - [Nintendo 3DS]
Tomodachi Life - [Nintendo 3DS]
Preis: EUR 31,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Big Brother für den 3DS, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Tomodachi Life - [Nintendo 3DS] (Videospiel)
Um ehrlich zu sein, die Chancen für Tomodachi Collection standen nie gut für den Westen. Der Nintendo DS Ableger aus dem Jahre 2009 hat es nie zu uns geschafft. Doch Nintendo ist nach dem riesigen Erfolg von Animal Crossing: New Leaf ein Wagnis eingegangen. Da Social Sims sich auch in Europa großer Beliebtheit erfreuen, hat man sich überlegt, die 3DS Fortsetzung, Tomodachi Collection: New Life, auch im Westen zu bringen. Ein wenig hatte sich das in diesem Jahr schon angedeutet, nun hat Nintendo ernst gemacht. Mit einem neuen Namen hat man für Tomodachi Life eine große Werbekampagne angelegt. Und dennoch dürfte es weniger die Werbung gewesen sein, die Tomodachi Life zu solch einem Erfolg gemacht hat. Zum einen war es die Kontroverse über die fehlende Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Beziehungen im Spiel. Zum anderen dürften soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter dazu beigetragen haben, dass dieser kuriose Titel so viel Aufmerksamkeit mittlerweile erhalten hat.

Leider waren die Vergleiche zu Animal Crossing wohl zu prägnant. Viele Fans der Serie haben erwartet, Tomodachi Life würde ähnlich wie Animal Crossing sein. Dem ist aber nicht so. Beide Spiele teilen eher nur geringfügige Gemeinsamkeiten. Eine wirkliche Kontrolle hat man nämlich nicht einmal über sein eigenes Ebenbild in Tomodachi Life. Doch auch die ständigen Vergleiche zum Tamagotchi Kult passen bei Tomodachi Life nicht. Es stimmt, man kann seine Mii's füttern und ihnen etwas neues zum anziehen kaufen oder ihr Apartment einrichten, allerdings war es das dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten (ich glaube das ankleiden kann man sich bei den Tamagotchis sparen). Ein Mii verhungert nicht, wenn man ihn nicht füttert oder vereinsamt, wenn man ihn vernachlässigt. Es ist viel mehr wie bei den Sims. Als Erschaffer seiner eigenen Welt muss man die Beziehungen der Hotelbewohner untereinander stärken. Daraus entstehen gute Freundschaften, Abneigungen, oder auch Liebesbeziehungen. Man kann sogar heiraten und Kinder zeugen.

All das ist verpackt in einer Idee, die bereits fast 30 Jahre alt ist. Denn schon zu Zeiten des NES gab es von Shigeru Miyamoto erste Konzepte zu den Mii's. Allerdings konnte er seinen Vorgesetzten diese Idee nie schmackhaft machen, denn auch Miyamoto wusste nie, wie man diese abstrakten Figuren wohl in ein komplettes Spiel verpacken könnte.
Als es das Mii dann endlich auf die Wii geschafft hat, war der Weg geebnet. Mittlerweile hat Nintendo mit den Mii's einen Kult erschaffen und sie, nach einiger Zeit der Nutzlosigkeit, mittlerweile in viele Titel integriert und sind ein wichtiger Bestandteil des Miiverse geworden. Und zählt man Wii Sports einfach mal dazu, besitzen die kleinen Ebenbilder mit Tomodachi Life mittlerweile sogar ihr zweites eigenes Spiel.

Aber wie sieht es denn mit der Langzeitmotivation aus? Viele Rezensionen auf Amazon werfen genau das dem Spiel vor, wenig bis gar keine Langzeitmotivation. Allerdings spricht aus diesen Rezensenten wahrscheinlich der Animal Crossing Frust. Tomodachi Life ist nicht dazu gemacht, es mehrere Stunden am Stück zu spielen. Besonders in der Nacht ist auf der Insel nur noch wenig los (Das Spiel läuft in Echtzeit, dennoch gibt es unter den Bewohnern Nachtaktive). Tomodachi Life ist dazu gedacht, es in kleinen Sessions zu genießen. Vor dem Schlafengehen ist es ungemein entspannend noch einen Blick auf die Insel und seine Bewohner zu werfen. Natürlich ist auch der höchst surreale Humor etwas, womit man sich entweder anfreunden muss, oder etwas, worüber man schon vorher schmunzeln konnte. Tomodachi Life nimmt sich zu keiner Sekunde ernst, und dennoch kommt es in vielen Punkten den Absurditäten des echten Lebens gleich. Dies gilt besonders für die höchst surrealen Träume der Bewohner.

Wer seine Insel nach einem Tag schon komplett ausgebaut hat, und danach nicht mehr weiß, was er tun soll, der hat auch das Spielprinzip nicht wirklich verstanden, oder, viel wahrscheinlicher, man hat einfach bemerkt das Tomodachi Life anders ist. Der Spieler übernimmt die Rolle des Big Brother. Man ist praktisch ein Voyeur. Man spioniert in den Zimmer der der Hotelbewohner. Man schaut ihnen bei ihren Aktivitäten zu. Ob ein Spaziergang im Park oder ein Stück Kuchen im Cafe, als Big Brother der Insel ist man überall dabei. Der eigentliche Sinn des Spieles ist aber, sich seine eigene Soap Opera aufzubauen. Mit den QR Codes, die der 3DS ganz einfach über die Kamera einscannt, ist es möglich, König Leonidas mit Sailor Venus zu verkuppeln. Doch auch der eigenen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, denn man kann beliebig viele Mii's kopieren oder selbst erstellen und in das Apartment einziehen lassen (auch das Gebäude verändert sich, je mehr Bewohner einziehen. Wo das Limit liegt, kann ich noch nicht sagen, bei mir wohnen derzeit 30 Mii's).

Der einzige Kritikpunkt, und hier gehe ich tatsächlich mal mit manchen Rezensenten mit, einige Ereignisse wiederholen sich etwas zu häufig. Dies ist aber eher ein kleiner Kritikpunkt, da jeder Tag in der Welt von Tomodachi Life sich vom vorherigen unterscheidet. Für eine kommende Fortsetzung muss Nintendo in diesem Punkt jedoch etwas kreativer sein. Auch ein wenig mehr Interaktion wäre sehr willkommen.

Fazit

Tomodachi Life ist und bleibt ein spezielles Spiel. Wer nach 20 Minuten keinen Spaß am Spiel findet, wird es auch nicht nach 20 Stunden. Hat man sich aber mit dieser liebevollen und skurrilen Welt angefreundet, wird man das Modul lange in seinem 3DS stecken lassen. Wer hier allerdings ein Spiel im Stile von Animal Crossing erwartet hat, dürfte sehr enttäuscht werden. All diese Spieler sollten Lieber auf den nächsten Kracher von Level 5 warten, der endlich im Herbst auch im Westen erscheint: Fantasy Life.


Castlevania - Lords of Shadow Collection - [PlayStation 3]
Castlevania - Lords of Shadow Collection - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Games_and_Guides (Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 12,99

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Richtige Ganoven, die Konami Leute, 30. November 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Kurzer Hinweis: Meine Rezension bezieht sich ausschließlich auf das Produkt "Castlevania - Lords of Shadow Collection". Wer über die Inhalte der Videospiele mehr erfahren will, der wird bei den Produktseiten zu "Castlevania - Lords of Shadow" und "Castlevania - Mirror of Fate" fündig werden.

Lords of Shadow ist der erste geglückte Versuch, ein Castlevania in eine dreidimensionale Welt zu importieren. Das klappte bei Castlevania 64 und den Playstation 2 Ablegern nicht so wirklich, während die spirituellen zweidimensionalen Fortsetzungen zum Playstation 1 Kult-Hit Symphony of the Night allesamt Erfolge feierten (alle Titel auf dem Nintendo DS/PSP erschienen). Mit Lords of Shadow wagten die Spanier von MercurySteam einen ernsthaften Versuch, ein Action-Adventure zu kreieren, welches sowohl technisch, erzählerisch, und spielerisch überzeugen sollte. Und dies ist ihnen auch größtenteils gelungen. Lords of Shadow stellt somit das erste Castlevania überhaupt dar, welches außerhalb von Japan geschmiedet wurde.

Nicht ganz so gut erwischte es die Fortsetzung Mirror of Fate für den 3DS. Ebenfalls von MercurySteam geschaffen, geht die Neuinterpretation von Castlevania größtenteils in die zweidimensionale Perspektive zurück. Das Spiel ebnet den Weg für das Lords of Shadow Finale (Lords of Shadow 2) und konnte durch ein überzeugendes Kampfsystem und einer unheimlichen Atmosphäre überzeugen. Leider aber versehen mit einer kurzen Spielzeit und keinerlei Wiederspielwert. Auch viele Castlevania-Fans konnten dem Spiel nicht viel abgewinnen, da es falsche Hoffnungen weckte, und einige Leute ein neues "Metroidvania" erwartet haben.

Die hier vorliegende Edition beinhaltet alles, um den Spieler auf Lords of Shadow 2 vorzubereiten. Selbstverständlich das Hauptspiel Lords of Shadow, die von der Geschichte her ziemlich wichtigen DLC "Reverie" und "Resurrection", und, nicht zu vergessen, Mirror of Fate HD inklusive einer spielbaren Demo zu Lords of Shadow 2. Klingt alles sehr verführerisch. Beweisen sogenannte Game of the Year Editionen, dass die Inhalte meistens mit auf die Disc gepackt werden (The Walking Dead oder die Skyrim Legendary Edition zum Beispiel). Besonders als klar wurde, man wolle Mirror of Fate nur als DLC veröffentlichen, war die Ernüchterung bei den Spielern groß. Bis letztendlich die "Lords of Shadow" Collection angekündigt wurde. Diese Edition, so hieß es, würde die bisher komplette Saga beinhalten. So weit so gut, stimmt ja auch alles. Doch praktisch kurz vor Ladenschluss gab Konami die Info bekannt, auch auf der Disc würde sich nur das Hauptspiel befinden, alle anderen Inhalte müssen runtergeladen werden. Soll heißen, es liegt dem Spiel lediglich ein Download-Code beiden man dann jeweils im Playstation Store oder unter Xbox Live einlösen muss. Somit entstanden für Konami keine weiteren Kosten, da sie lediglich die Lords of Shadow Disc neu auflegen mussten und umpacken mussten in die "Lords of Shadow" Collection, die mit einem klassischen, sehr schicken alternativen Cover ausgestattet ist. Dies soll die Enttäuschung aber nicht wettmachen.

Persönliche Meinung

Ich halte eigentlich gar nicht von DLC, und habe die Aufschrift "Herunterladbare Inhalte" auf der Rückseite erst gesehen als ich das Spiel bereits gekauft hatte. Nun gut, sei es drum, dies beeinträchtigt nicht im geringsten die Qualität der Spiele. Allerdings hat es Konami sich hier zu einfach gemacht und bietet eine kleine Mogelpackung an. Auch wenn der Käufer an und für sich keinen Verlust macht, da er, sollte er Lords of Shadow nicht längst besitzen, hier einiges sparen kann.

Die Sammlung ist dennoch sehr zu empfehlen. Preislich macht man hier nichts falsch. Das einzige Manko sind die DLC. Alle, die keine Lust darauf hatten, sich diese gähnend langweilige Rezension durchzulesen: Sämtliche Inhalte dieser Collection befinden sich in der Spielhülle. Gebannt auf Papier als Download-Code den man im Store Online einlösen muss. Erst dann sind die Inhalte auch spielbar.

Nachtrag 02.12.2013

Ich konnte nach dem Playstation Network Chaos durch den Launch der Playstation 4 endlich auf die Inhalte zugreifen. Möchte man sich alle Inhalte auch laden (was zu empfehlen ist, da man sonst nicht alle geschichtlich relevanten Aspekte mitbekommt), so kommt man auf knapp 5 Gigabyte an Daten. Das Downloaden geht bei einer anständigen Leitung sehr zügig und ist dank Playstation Network recht übersichtlich aufgebaut. Das ist natürlich kein Pro für die Lords of Shadow Collection. Ich vergebe lediglich aufgrund des preislichen Vorteils noch 3,5 Sterne.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 25, 2014 8:38 AM MEST


The Unraveling
The Unraveling
Preis: EUR 19,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Warm-Up auf das neue Album mit einem Wermutstropfen, 7. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Unraveling (Audio CD)
Bereits zwei Jahre ist es schon wieder her, da haben Dir en grey ihr achtes Studioalbum "Dum Spiro Spero" veröffentlicht. Die damit verbundene Europatour (darunter auch deutsche Städte) war ein riesiger Erfolg für die Band.

Ende 2012 hat die Band ihre neue Single "Rinkaku" veröffentlicht, mit ungewöhnlich ruhigen, fast schon melancholischen Klängen. Für 2013 wurde dann zumindest eine komplette EP angekündigt. Diese trägt den Namen "The Unraveling" und beinhaltet 7 Songs. 1 neuer Song, und 6 Re-recordings vergangener Werke. Das europäische Label Okami Records veröffentlichte die japanische Version digital auch in unseren Landen.

Nun haben wir Juni, und Okami reichte (Gott sei Dank!) eine physische Version für die Sammlung nach. Verpackt wurde "The Unraveling" dabei in einer speziellen Version exklusiv für Europa. Neben den Songs der japanischen Standard-Edition, befinden sich noch 4 weitere Re-recordings der letzten 4 Singles vor Rinkaku ("Glass Skin", "Hageshisa to kono mune no naka de karamitsuita shakunetsu no yami", "Lotus" und "Different Sense") auf der Disc. eine nette Geste für alle Hörer, die nicht in den Genuss der Singles kamen, oder diese teils anständige Sammlung gerne auf einer einzigen CD hätten.

Ich persönlich bin seit der Single "Glass Skin" ein großer Fan der Re-recordings. Auf der Single befindet sich nämlich eine Neuaufnahme von "Undecided". Ein komplettes Album mit neuen Aufnahmen alter Songs war daher sehr willkommen bei mir. Fan-Urgesteine werden wohl weiterhin ihre Probleme damit haben. Die Sorgen sind aber unbegründet da die Klassiker ja weiter bestehen bleiben und nicht wie durch Zauberei von den bereits erworbenen CD's verschwinden.

Bevor ich ein wenig auf die Songs eingehe, hier noch eine Anmerkung: Die Single "Rinkaku" befindet sich nicht auf "The Unraveling". Die Band wird sie wohl auf das neue Album packen (welches ja eindeutig erscheinen wird).

Stilistisch ist die EP einzuordnen zwischen den letzten beiden Alben "Uroboros" und "Dum Spiro Spero". Das Opening "Unraveling", der exklusive neue Song der EP, ist sehr vielseitig. Die Grundstimmung ist sehr düster. Gleichzeitig ist der Song mit harten und melodischen Passagen versehen. Hat mir ziemlich gut gefallen und beweist einmal mehr das große Spektrum an Ideenreichtum von Dir en grey. Die Re-recordings selbst sind angepasst an dem aktuellen Stil von Dir en grey. Klang "Kasumi" damals auf "Vulgar" noch etwas poplastig, klingt die 2013 Version wesentlich reifer und geht mehr in die Richtung Rock. So verhält es sich auch mit den anderen 5 Neuaufnahmen. "The Unraveling" schließt ab mit einer grandiosen Neuaufnahme von "The Final" aus dem Album "Withering to Death". Durch die neuen Riffs und dem emotionalen Gesang von Frontmann Kyo wird dem Werk ein komplett neuer Anstrich verliehen. Die Instrumentalen Parts sind auf "The Unraveling" an sich mal wieder extrem gelungen. So besteht die EP aus brutalen und melodischen Parts. Ich mag diese Mischung. Besonders nach "Dum Spiro Spero" hatte ich eher die Befürchtung, die Band könnte noch härter geworden sein.

Die Bonus-Tracks waren für mich nicht neu, da ich, bis auf "Tsumi to Kisei", bereits alle Stücke von den japanischen Singles her kenne und besitze (was nicht heißt, dass ich mich nicht trotzdem über die Zusammenstellung gefreut habe). "Undecided" (mein Favorit unter den Tracks), "Zan" und "Obscure" sind als gelungen zu betrachten. "Tsumi to Kisei" hätte man sich dafür schenken können. Die Neuaufnahme ist nicht ganz so furchtbar wie die von "The Agitated Screams of Maggots", aber dennoch recht überflüssig.

Und damit komme ich zum bereits erwähnten Wermutstropfen.

Auf der europäischen Version fehlen die 3 Tracks der japanischen Limited-Edition von "The Unraveling". Während man auf die Unplugged Version von "Unraveling" verzichten kann, wird man "Macabre" und "The Final Unplugged" dafür schmerzlich vermissen. Die Neuaufnahme von "Macabre" ist knapp 17 Minuten lang und einfach nur als meisterhaft zu bezeichnen. Die Unplugged Version von "The Final" ist auch sehr hörenswert, da diese Interpretation beinahe schon einer Ballade des eher rockigen Songs gleicht. Beide Songs wären eine riesige Bereicherung für die europäische Version gewesen.

Insgesamt muss ich aber zugeben, ich finde es mehr als löblich, dass man sich bei Okami Records doch noch dazu entschieden hat, "The Unraveling" auf CD zu veröffentlichen. Die gelungene EP dürfte alle Fans auf das bevorstehende Konzert am 11. Juni in der Live Music Hall in Köln einstimmen (in Frankreich wird Dir en grey am 13. Juni ein weiteres Europa Konzert geben). Selbstverständlich ist das Konzert in Köln längst ausverkauft.
Aber, da ich Dir en grey schon 2011 Live gesehen habe, ist dies zu verkraften. Interessant wird es Live wieder, wenn die Band ein komplett neues Album veröffentlicht hat. Hoffen wir auf eine baldige Ankündigung.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 19, 2013 6:42 PM MEST


Wecker
Wecker
Preis: EUR 0,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch Gratis Version erfüllt ihren Zweck, 31. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wecker (App)
Die Werbung kann man verkraften. Der Wecker ist zuverlässig und laut. Die Melodien sind recht exotisch und vielzählig. Ich weiß nicht was die kostenpflichtige Variante noch kann aber diese hier tuts für mich völlig. Es ist eine Wecker App. Und sie weckt den Anwender. Zweck erfüllt.


Disarm the Descent
Disarm the Descent
Preis: EUR 20,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The New King Has Landed!, 8. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Disarm the Descent (Audio CD)
Killswitch Engage gehören zweifelsohne zu den größten Metalcore Bands überhaupt. Vielleicht sogar zu den einflussreichsten Metal Bands seit der Jahrtausendwende. Sechs Studioalben später machte die Bands den ein oder anderen Personalwechsel durch, vom Sound her sind sie sich aber immer treu geblieben.

Die meisten Fans sind sich einig, dass ihr drittes Studioalbum, "The End Of Heartache", ihr Durchbruch war. Und damit liegen sie auch nicht falsch. Allerdings stellte für diesen Durchbruch bereits das zweite Album "Alive Or Just Breathing" die Weichen. Die Fans werden sich auch erinnern, auf diesem Album war Jesse Leach noch der Fronstsänger, und der Sound des Albums war längst noch nicht so melodisch wie auf "The End Of Heartache". Während viele dieser Fans sich immer noch an das Frühwerk klammerten, konnte Killswitch Engage neuer Frontsänger Howard Jones mit seiner tiefen und beinahe schon souligen Stimme umso mehr neue Hörer gewinnen. Mit Howard produzierte die Band 3 Alben, die allesamt weltweit Erfolge in den Charts verzeichnen konnten und die allesamt auch immer wieder die Konzerthallen füllten.

Fast fünf Jahre sind seit ihrem letzten Album vergangen, und laut Aussagen der Band hätte es bereits 2012 ein neues Album geben müssen. Und es kam, wie es wohl kommen musste, wenn man länger nichts von einer Band hört. Ausgerechnet Frontmann Howard Jones, die Seele der Band, verließ Killswitch Engage. Wohlgemerkt aus gesundheitlichen Gründen. Jesse Leach verließ damals aus ähnlichen Gründen die Band. Würde es nun umso schwerer werden, einen Sänger zu finden, der den beiden das Wasser reichen könnte. Und getreu dem Motto: "Der König ist tot, lang lebe der König", wurde völlig überraschend verkündet, dass fortan der von vielen Fans schmerzlich vermisste Jesse Leach den Part von Howard Jones wieder übernehmen wird.

Die Meldung das Howard die Band verlassen würde kam für mich persönlich ziemlich heftig, da ich mir Killswitch Engage nur mit ihm vorstellen könnte. Und es ist auch kein Geheimnis, vergleicht man Jesse Leach auf "Alive Or Just Breathing" mit den Werken von Howard Jones, dass ersterer hier eindeutig den Kürzeren zieht, wenn es um die Stimmgewalt geht. Meine Hoffnungen wurden nicht unbedingt euphorischer als ich die neue Single "In Due Time" hörte. Zwar hat der Song Potential, hört sich aber immer noch ziemlich zahm an. Das Jesse Leach dann aber letztendlich so eine enorme Wucht auf "Disarm The Descent" ist, nach dieser recht verhaltenen ersten Single, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. "Verdammt, war der gut", war meine erste Reaktion nach dem Hören des Albums. Jesse Leach fügte sich einfach wieder perfekt in die Band ein, sie harmonieren miteinander. So etwas hätte auch komplett schief gehen können. Entstanden ist ein Gesamtwerk, welches spätestens am Ende des Jahres auf keiner Liste fehlen darf, die das Metal Album des Jahres kürt.

Bereits der erste Song "The Hell In Me" riss mich völlig mit. Ich hatte mit so einem Opener nicht gerechnet. Und genau auf diesem Level ging es weiter. Brachiale Shoutings, vermischt mit melodischen Gesängen und kombiniert mit den gleichen Zutaten an Instrumentaler Power. Nicht zu vergessen die unvergleichlichen Riffs der Gitarren, ohne die ein Killswitch Album einfach nicht komplett wäre.

"Disarm The Descent" ist nicht nur ein verdammt gutes Killswitch Engage Album, es ist mitunter ihr vielleicht bestes Werk. Besonders deutlich wird dies im Vergleich zu dem eher etwas schwächeren, letzten Album "Killswitch Engage". Doch schwach heißt bei Killswitch Engage schließlich immer noch überdurchschnittlich. Man wird meine Begeisterung vermutlich nicht überlesen. Aber das ist auch nicht verwunderlich. Jeder Killswitch Engage Fan dürfte etwas bekommen haben, womit er nicht gerechnet hat.

Somit mag der König die Band zwar verlassen haben, aber beinahe klingt es, als habe der erfahrene Howard Jones den Thron nur warmgehalten für Jesse Leach, der Seinerzeit einfach noch nicht bereit für solch ein großes Projekt war.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2013 3:44 PM MEST


Sempiternal
Sempiternal
Wird angeboten von FLASH
Preis: EUR 20,00

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bring Me The Linkin Park?, 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sempiternal (Audio CD)
Ebbt denn der junge britische Metal- und Deathcore Trend schon wieder ab? Die Architekten suchen nach ihrem Stil vergebens, und Bring Me The Horizon lassen immer wieder Jahre auf sich warten. Zumindest aber hat sich etwas getan. Ohne das ich viel davon mitbekam, veröffentlichten BMTH zum 01. April 2013 ihr neues Album Sempiternal.

Und ich musste erst einmal recherchieren, um die neusten Wasserstandsmeldungen zu erfahren.
BMTH ist jetzt Major, Gitarrist Jona Weinhofen wurde nach nur einer Platte wieder aus der Band geworfen, und Keyboarder Jordan Fish ist nun festes Mitglied. Für einen alteingesessenen Fan gar nicht so leicht zu verarbeiten. Doch, macht sich der Major Klang auch auf dem Album bemerkbar? Oder aber bleiben die harten Jungs ihrem noch härteren Stil treu? Nun, beides kann, zumindest ich, weder bestätigen noch dementieren.

Mit dem Vorgänger "There is a Hell, believe me, I've seen it. There is a Heaven, let's keep it a secret" lagen Oli Sykes und seine Crew auf dem Höhepunkt ihres Könnens. Auch wenn ich die Samples und elektronischen Klänge bis Heute etwas skeptisch betrachte, gehört das Album eindeutig zum ganz großen Kino aus der jungen Metalcore Welt. Viel verbessern konnte man da eigentlich nicht mehr. Dem Deathcore aus "Count your Blessings" Zeiten hatte man bereits mit "Suicide Season" hinter sich gelassen, und führte diesen Stil in "There is a Hell (abgekürzt)" erfolgreich weiter.

Für das vierte Studioalbum "Sempiternal" hat man bei dem Major Label RCA unterschrieben. Nicht wundern, die sind nicht unbekannt, sondern gehören zu Sony. So ein Sprung kann bereits einen Knick im Musikstil bedeuten. Laut Frontmann Oli Sykes wollte das Label aber, das BMTH das härteste Album abliefert, was sie je geschaffen haben. So kam es letztendlich nicht ganz. Sempiternal hat sich zwar von den elektronischen Klängen weitgehend verabschiedet, läutet aber auch gleichzeitig eine komplett neue Ära in der Bandgeschichte ein. Diese sehe ich sowohl als beeindruckend, teilweise aber auch als ziemlich skeptisch an.

Meine Hoffnungen waren enorm nachdem ich die erste Single Shadow Moses (eine Hommage an das Videospiel Metal Gear Solid) hörte. Es ist nicht nur einer ihrer reifsten Songs, auch ein ganzes Stadion könnte diesen recht melodischen Brecher problemlos mitgröllen. Der Rest des Albums ist dann doch ein wenig kontrovers geworden. Manchmal habe ich mich echt gefragt, ob ich tatsächlich noch Bring Me The Horizon, oder Hybrid Theory von Linkin Park hörte. Wären noch die Rap-Parts von Mike Shinoda hinzugekommen, hätte ich nicht mehr zwischen den Bands unterscheiden können (man verzeihe mir die Übertreibung).

Versteht mich nicht falsch, Ich halte Hybird Theory, eines von zwei guten Linkin Park Alben, auch Heute noch für eines der gelungensten Nu Metal Alben aller Zeiten. Aber das ist nicht der Stil, der zu BMTH passt. "The House Of Wolves" und "Sleepwalking" sind genau solche Songs, die auf einer CD einer solchen Band eigentlich nichts zu suchen haben. Der Song "Go To Hell, For Heaven's Sake" würde perfekt auf einem Longplayer von Linkin Park passen (und erinnert im Refrain teilweise an Bleed it Out).

Songs wie "Empire (Let Them Sing)" und "Antivist" erinnern dann endlich wieder mehr an die typischen BMTH Klänge. Sie sind brutal und rücksichtslos, so, wie es eigentlich sein sollte. Und dann gibt es da tatsächlich noch die Balladen. Das wären Balladen wie " And The Snakes Start To Sing" und " Hospital For Souls". Gesungen von Oliver Sykes. Wie lange habe ich mich danach gesehnt, und doch gehofft, dass ich so etwas nie hören muss. Nicht weil es schlecht wäre, aber hört man sich ältere Songs wie "Pray For Plagues" oder "Black And Blue" an, wünscht man sich irgendwie, er würde die Finger von melodischen Vocals lassen. Nichtsdestotrotz klingen beide Songs fantastisch. Fügen sich gut auf das neue Album ein, und haben mich doch positiv zurückgelassen. Nicht ganz so positiv wird es, wenn der gute Oli die Songs Live singt. Er trifft nicht nur keinen einzigen Ton, er pfeift auch aus dem letzten Loch, was, nach einigen brachialen Songs, die zuvor auf den Konzerten gespielt wurden, keine Überraschung ist.

Insgesamt ist Sempiternal ein solides Metalcore Album mit einigen starken Momenten. Ein Album welches mit "Shadow Moses" bereits jetzt einen ihrer stärksten Songs beherbergt, auf der anderen Seite aber nicht nur zu generisch klingt (was die restlichen Songs betrifft), sondern auch die Genialität vermissen lässt, die man auf den drei Vorgängern findet. Ob es nun die provokanten, extrem gesellschaftskritischen Texte von Oli Sykes sind, oder die melodischen und brutalen Riffs der Gitarren. All das findet man nicht auf Sempiternal. Die Band hat viel experimentiert, einiges davon klingt ziemlich gut, aber ein zweites Album dieser Art bräuchte ich auch nicht. Somit kann ich den Hype leider nicht ganz nachvollziehen. Sowohl Fans als auch Neulinge unter den Hörern, wird hier immer noch genug geboten, noch weiter von ihren Wurzeln sollten sich Bring Me The Horizon aber nicht entfernen. Es sei denn, sie wollen wie die Architects enden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2013 12:53 PM CET


Fire Emblem: Awakening - [Nintendo 3DS]
Fire Emblem: Awakening - [Nintendo 3DS]
Preis: EUR 33,25

92 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Champions League, 19. April 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun kann man, nun darf man, nun kommen sie. Die ersten Rezensionen zu Fire Emblem: Awakening. Noch viel ungeduldiger als tippfreudige Rezensenten, dürften letztendlich die Spieler aus Europa sein, die insgesamt 1 Jahr nach der Veröffentlichung in Japan, gemeinsam mit Australien als letztes an der Reihe sind, endlich selbst spielen zu dürfen. Das heiß begehrte Fire Emblem: Awakening ist da, und, wie die vielversprechende Demo bereits vermuten ließ, auch das komplette Spiel brilliert auf allen Ebenen. Was taktische Rollenspiele angeht, dürfte es momentan keine Referenz geben. Schon gar nicht, wo Entwickler Atlus und Publisher Ghostlight den direkten Konkurrent für den 3DS, Devil Survivor Overclocked, für den europäischen Markt praktisch selbst sabotiert hat.

Fire Emblem: Awakening greift auf die Mechanik der Vorgänger zurück, wirkt insgesamt aber wesentlich moderner. Zwar behielt man die Sicht aus der Vogelperspektive bei, allerdings werden sämtliche Kämpfe in wunderschöner 3D Kulisse präsentiert. Das gleiche gilt für die Videos, die in einem sehr künstlerischem Stil präsentiert werden. Ein Grund für diese hübsche Optik dürfte der neue Character Designer Yusuke Kozaki sein, der bereits für No More Heroes verantwortlich war und darauf bestand, den Charakteren ein realistischeres Aussehen zu verpassen, und, vor allem, auf knallig bunte Haare zu verzichten.

Der 3D-Effekt kommt besonders in der Vogelperspektive zur Geltung. An sich ist auf den Karten schon eine große Liebe zum Detail zu erkennen. Den Regler für den Tiefeneffekt aber komplett eingeschaltet, bekommt ihr nicht nur einen besseren Überblick der kompletten Karte, immer mal wieder fliegt auch irgendwas durch das Bild. Vögel, Funken oder Schneeflocken. Ich kann nur jedem Spieler empfehlen, den Regler eingeschaltet zu lassen. Manchmal zuckt man sogar ein wenig zusammen, weil man tatsächlich denkt, es fliegt einem etwas aus dem Bildschirm ins Gesicht. Ein schönes Gimmick.

Spielerisch bleibt praktisch alles beim alten wenn man es grob betrachtet. Und trotzdem sind die Neuerungen gigantisch. Veteranen die bereits die Vorgänger The Sacred Stones (Game Boy Advance) oder Shadow Dragon (Nintendo DS) gespielt haben, die werden sich heimisch fühlen. Allerdings werden einem viel mehr neue Möglichkeiten geboten. Man kann auf dem Schlachtfeld die Kräfte von Charakteren kombinieren oder sämtlichen Figuren eine neue Klasse zuordnen. Die Möglichkeiten in Awakening sind beinahe unbegrenzt. Das gleiche gilt für die taktischen Möglichkeiten, die den Spielern all ihre Konzentration abverlangen. Auf alle Neuerungen einzugehen würde nun aber den Rahmen sprengen.

Auch außerhalb der Kämpfe ist für viel Umfang gesorgt. Wie in den Vorgängern kann man seine Helden wieder ausrüsten oder ihre Waffen verbessern (dennoch haben alle Waffen eine begrenzte Haltbarkeit). Hinzu kommt nun aber auch ein Hauch von einer Dating Sim (ähnlich wie in Persona 4). So ist es möglich, sich eine passende Frau zu suchen, zu heiraten und anschließend sogar Nachwuchs zu erhalten. All das sorgt für zusätzliche Motivation. Desweiteren ist es möglich, die Freundschaften aller Charaktere durch zusätzliche Gespräche zu formen und die Bündnisse zu verstärken um Vorteile im Kampf zu erhalten.

Die Story alleine bietet einen Umfang von circa 20 Stunden. Je nachdem wie man vorgeht und auf welchem Schwierigkeitsgrad man spielt. Neben den Pflichtaufgaben gibt es noch etliche Nebenquests die es wirklich in sich haben. Nur so ist es möglich, seine Helden zu trainieren um auch in schwierigen Missionen bestehen zu können. Zusätzliche DLC Maps kann man ab einem bestimmten Moment im Spiel ebenfalls kaufen (wird automatisch freigeschaltet). Bis Mitte Mai ist die erste DLC Map sogar kostenfrei für alle Besitzer von Fire Emblem: Awakening hier in Europa erhältlich. Über Spot und StreetPass erhaltet ihr zusätzliche Inhalte wie neue Truppen oder Items gratis. Diese Funktionen also unbedingt eingeschaltet lassen und immer mal wieder unter den Online Inhalten nachschauen.

Auch wenn es die meisten längst wissen dürften, unter den Extras im Hauptmenü könnt ihr sowohl die englische, als auch die japanische Sprachausgabe anwählen. Das ist alles andere als selbstverständlich, muss man sich meistens lediglich mit den englischem Stimmen zufriedengeben.

Der Schwierigkeitsgrad, und hier komme ich zum vielleicht einzigen Kritikpunkt, ist etwas unausgegoren. Zu Anfang könnt ihr Normal, Hart und Extrem auswählen. Lasst euch aber von den ersten, recht einfachen Missionen nicht beirren. Selbst auf Normal könnten die Nebenmissionen zu einer echten Tortur werden. Dies wird noch einmal extremer, wenn ihr den Klassik-Modus ausgewählt habt. Wie im Original Fire Emblem, sind eure Einheiten für immer verloren, sollten sie auf dem Schlachtfeld vom Feind niedergestreckt werden. Der Anfänger-Modus sorgt dafür, dass ihr in der kommenden Mission erneut auf alle Helden zählen könnt, selbst wenn diese in einer Mission im Kampf gefallen sind. Es liegt also an euch, welchen Modus ihr wählt. Herausforderung und Frust liegen nah beieinander.

Der Soundtrack reicht von melodisch bis episch. Genau wie die Soundeffekte und die Synchronsprecher gibt es hier nichts außer Lob. Noch bessere Effekte erreicht man wie immer über Kopfhörer.

Zur Geschichte will ich gar nichts verraten, die ist es nämlich wert, selbst erkundet zu werden. Es lohnt sich. Von allen Fire Emblem Titeln dürfte kein anderer Ableger mehr Dialoge oder Videos haben. Für einige Überraschungen ist auch noch gesorgt. Etwas mehr Dramatik kann man sich zusätzlich noch verschaffen, wenn man im Klassik-Modus spielt und sich von dem ein oder anderen Charakter verabschieden muss, mit dem man bereits eine virtuelle Freundschaft geschlossen hat.

Fazit:

Erstmals könnt ihr euch in einem Fire Emblem euren eigenen Charakter erstellen. Dieser ist, zum Glück, kein schweigender Protagonist. So seid ihr etwas näher am Geschehen, fühlt euch verbundener mit der Welt, als in den Vorgängern. Zusammen mit heroischen Helden wie Chrom und seinem charismatischen Ensemble haben Entwickler Intelligent Systems zusammen mit Designer Yusuke Kozaki sympathische Helden erschaffen, die endlich mal wieder an die glorreiche Zeit der japanischen Rollenspiele erinnern. Und das mit erstaunlich wenigen Klischees.

Wer taktische Rollenspiele liebt, der wird an Fire Emblem: Awakening gar nicht vorbei kommen. Wie der Titel meiner Rezension schon sagt, hier handelt es sich um die Champions League aus diesem Genre. Wer einen 3DS Besitzt, der sollte zugreifen. Vielleicht kann man Fire Emblem: Awakening sogar als Kaufgrund für den 3DS sehen.

Wie sich die unentschlossenen auch entscheiden mögen. Für Nintendo ist die Veröffentlichung von Fire Emblem: Awakening bereits jetzt ein riesiger Erfolg. Die Entscheidung, den Titel doch noch im Westen zu veröffentlichen bewies sich als ein weiser Entschluss. So sind beide zufrieden: Spieler und Nintendo. Ganz gleich was man von den optionalen DLC Angeboten halten mag.

Eine klare Kaufempfehlung.

Noch ein weiterer Hinweis: Sämtliche Erklärungen und Untertitel wurden komplett übersetzt.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2013 5:21 PM MEST


Gute Nacht, Punpun 01
Gute Nacht, Punpun 01
von Inio Asano
  Broschiert
Preis: EUR 6,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Rezension vom Meer: Schlaf schön, kleiner Punpun, 18. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gute Nacht, Punpun 01 (Broschiert)
Auszug aus einer ausführlicheren Rezension.

Wenn man derzeit einen angesagten Mangaka aus der Kategorie Seinen nennen müsste, dann dürfte der Name Inio Asano recht oft fallen. Nicht nur in seinem Heimatland Japan wird der Mangaka gefeiert, seine Werke sind auch international anerkannt und werden mit Lob überhäuft. Schon jetzt wird Asano-San mit ganz großen Namen wie Naoki Urasawa (Monster, 20th Century Boys) verglichen. Asano wurde größtenteils durch seine Sammlungen an Manga-Kurzgeschichten bekannt. Nach kleineren Werken wie Subarashii Sekai, Solanin (verfilmt 2010 von Takahiro Miki) und Nijigahara Holograph veröffentlichte er 2007 mit Oyasumi Punpun seine erste fortlaufende Serie. Und das auch noch ziemlich erfolgreich.

Bei Gute Nacht, Punpun handelt es sich, grob gesagt, um eine sehr klassische Coming of Age Geschichte, die ihren Anfang mitsamt den Protagonisten in der Grundschule nimmt. Allerdings wäre es für einen Manga, oder sagen wir, für einen Japaner, recht langweilig, etwas zu bringen, was vor ihm schon unzählige andere Autoren oder Regisseure getan haben. So ist das besondere an dieser Geschichte sein stummer Hauptcharakter. Und, bevor ich es vergesse zu erwähnen, er ist ein Vogel. Genau wie seine depressive Mutter, sein trinkender und randalierender Vater und sein Onkel Vögel sind (die allerdings wie die menschlichen Charaktere sprechen können). Obwohl der kleine Held kaum von einem Strichmännchen zu unterscheiden ist, dürfte man ihn bereits nach wenigen Seiten lieb gewonnen haben. Man könnte meinen, Asano habe Punpun nur als Platzhalter benutzt, um eine Verbindung zwischen Leser und Geschichte herzustellen. Dem ist aber nicht so. Punpun hat die gleichen Gefühle und Sorgen, die Grundschüler nun einmal so haben. Und so kommt es, dass der schüchterne Punpun sich in die neue Mitschülerin Aiko verliebt. Und wie es Gott so will (der in der Geschichte ebenfalls nicht fehlen darf), verliebt sich auch Aiko in Punpun. Diese will aber hoch hinaus und möchte ihrem derzeitigem Leben so schnell wie möglich den Rücken kehren. Punpun muss sich also einiges einfallen lassen, um seine angebetete einmal glücklich machen zu können. Ach, und dann geht es ja auch noch um Pornos und einen Mordfall! Prost.

Es sind eindeutig die total abgedrehten Charaktere, die diese Geschichte so unglaublich einzigartig machen. Da wären ein anscheinend schizophrener Grundschullehrer, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat. Dann wären da der Schuldirektor und sein Konrektor, die Spaß daran haben, Verstecken zu spielen, anstatt sich um den Schulbetrieb zu kümmern. Und dann ist da auch noch Gott, an den Punpun sich immer wendet, wenn er Fragen hat. Die Erscheinung von Gott kommt einem Studie-Nerd mit Afro-Frisur gleich und ist Punpun ungefähr so hilfreich wie ein Feuerlöscher ohne Inhalt. Zeichner Asano vergisst dabei aber niemals, den Ernst der Geschichte zu vernachlässigen. Alle Charaktere haben ziemliche Probleme. Sie alle haben Träume und sind auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. All das sind die Zutaten für eine wunderschöne Coming of Age Geschichte, die in einem Land spielt, welches für uns alle unerreichbar zu sein scheint.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, und dabei handelt es sich hier gerade mal um Band 1. Meine Begeisterung über dieses mehr als abgedrehte Werk ist kriminell hoch. Ich habe bereits etliche Manga seit der Jahrtausendwende gelesen, und nur die wenigsten sind mir in Erinnerung geblieben. Es gibt nur noch wenig Serien, die ich als wirklich lesenswert betrachte. Mit Gute Nacht, Punpun ist nun ein echtes Original erschienen. Es ist fast, als würde diese Geschichte aus einer anderen Zeit stammen. Aus einer Zeit, als Mangaka noch kreativ und bereit waren, zu experimentieren. Inio Asano hat so viel Liebe in sein Werk gepackt, dass man seine Leidenschaft auf jeder Seite zu sehen bekommt.
Eine Serie, die ich mit Freude fortführen werde. Leider lässt Band 2 noch etwas auf sich warten, was den einzigen Kritikpunkt derzeit darstellt.

Irgendwie komme ich mir nun vor, als hätte ich all die Jahre etwas wichtiges verpasst. Gute Nacht, Punpun lieferte mir vermutlich Antworten auf Fragen, die ich nie gestellt habe. In dieser geheimnisvollen Welt, in der Vögel sprechen können und Schuldirektoren miteinander verstecken spielen, da möchte ich noch gerne etwas länger verweilen. Gute Nacht, Punpun erhält für jeden anspruchsvollen Manga-Leser eine uneingeschränkte Empfehlung von mir. Bitte mehr davon! Zu lange wurden viele aktuelle Serien von Bedeutungslosigkeit dominiert.


Ninja Gaiden Sigma 2 Plus (AT-PEGI)
Ninja Gaiden Sigma 2 Plus (AT-PEGI)
Wird angeboten von curbmedia
Preis: EUR 35,30

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine saubere Portierung, 19. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ninja Gaiden Sigma Plus gehörte zu den Launch Titeln der Vita im letzten Jahr. Die Portierung der Playstation 3 Version wurde eigentlich 1:1 auf Sonys neuem Handheld portiert. Es ist schnell (trotz 30 Frames) und sieht auch noch verdammt gut aus. Hier muss man natürlich auch bedenken, selbst die Playstation 3 Version basiert aber nur auf einem (mittlerweile) fast 10 Jahre alten Xbox Titel.

Ninja Gaiden 2 hingegen ist ein Next Generation Titel der 2008 für die Xbox 360 erschien. Aufgrund der hohem Gewalt verzichtete Publisher Tecmo/Koei darauf, diese Version in Deutschland zu veröffentlichen. Nachdem Frontmann um das Dead or Alive und Ninja Gaiden Franchise Tomonobu Itagaki Tecmo mit viel Groll verließ (Itagakis Name in den Credits wurde aus den Sigma Spielen komplett gestrichen), erschien auch dieser ehemalige Xbox Exklusiv Titel für Itagakis so verhasstes System. Der Playstation 3. Sigma 2 enthielt etliche Erweiterungen und Verbesserungen und wurde erstmals in HD Auflösung präsentiert. Diesmal wurde das Spiel dann auch endlich in Deutschland veröffentlicht. Jedoch auch nur, weil Tecmo sich für eine weltweit entschärfte Form entschied. Cutscenes wurden zensiert, Blut reduziert, und Zerstückelungen weitgehend abgeschärft durch blaue Wolken. Dennoch bezeichnen Fans die Playstation 3 Version als die spielerisch bessere.

Nur ein Jahr nach der hervorragenden Portierung des ersten Teils für die Vita, reichte man nun Teil 2 nach. Und das Ergebnis ist recht zwiespältig. Zum einen ist und bleibt Ninja Gaiden 2 ein grandioser Actiontitel, zum anderen schlampte Tecmo aber auch bei dieser Portierung und kastrierte sie auch noch inhaltlich ein wenig. Sowohl die original japanische Tonspur musste weichen (es ist nur noch die englische verfügbar), wie auch der Multiplayer Modus. Zumindest bei letzterem dürfte der Grund klar sein, dass es wohl für die Entwickler wenig Sinn machte, für ein mobiles Gerät diesen Modus erneut einzubauen. Neu hinzugekommen sind die Modis Ninja Race und die Tag Missionen.

Inhaltlich wurden alle Erweiterungen der Playstation 3 Version übernommen. Verzichtet hat man dabei größtenteils auf die Zensuren. Die Cutscenes wurden direkt aus der Xbox 360 Version unzensiert übernommen. Und auch die teilweise grausamen Zerstückelungen der Gegner wurden wieder eingebaut. Lediglich das Blut will nicht so spritzen wie in der Originalversion. Diesen Aspekt so zu belassen hat man wohl aufgrund der Performance getan, denn zusätzliches Blut (und das fraß schon auf der Xbox einiges an Ressourcen) hätten das Spiel auf der Vita wohl unspielbar gemacht. Da Tecmo die Gewalt wieder mit eingebaut hat, verzichtete man darauf, Sigma 2 Plus in Deutschland prüfen zu lassen. Und das, obwohl Sony Deutschland das Spiel bereits beworben hat. Auch die Download Variante steht im deutschen Store nicht zum Verkauf.

Ein ganz anderes Problem hat Sigma 2 Plus mit der allgemeinen Performance. Die Framerate wurde von 60 Frames auf 30 gedrosselt. Sofort wenn man das erste mal selbst spielt bemerkt man, wie langsam der Titel im Vergleich zum Vorgänger ist. Wird der Bildschirm voller, brechen die Frames noch mehr ein. Dies passiert zum Glück eher selten. Ein ganz anderes Problem stellt aber der Filter zur Kantenglättung dar. Dieser verabschiedet sich zugunsten der Performance wenn es auf dem Bildschirm zur Sache geht, oder man gerade aus den Menüs kommt. Das komplette Bild wird für einige Augenblicke sehr pixelig. Erinnert dann sehr an ein PSP Spiel. Die Cutscenes sind ebenfalls nur noch vorgerendert. Wie auch bei der Portierung zu Mortal Kombat Vita schaut man erst einmal verdutzt wenn man plötzlich die Spielgrafik sieht, die dann nicht mehr mit den Videos mithalten kann. Auch wenn dieser Unterschied bei Ninja Gaiden 2 nicht ganz so krass zu sehen ist wie bei dem erwähnten Mortal Kombat. Insgesamt hat es Tecmo dennoch gut geschafft, einen grafisch ziemlich anspruchsvollen Handheld Titel zu präsentieren. Natürlich wurden aber sämtliche Texturen für die mobile Version abgeschwächt. Durch die vorgerenderten Cutscenes läuft Ryu Hayabusa dadurch auch immer nur in seinem Standardkostüm durch das Bild. Bei der Playstation 3 ist dies nicht der Fall, dort werden alle Videos in Spielgrafik präsentiert und Ryu ist dann immer in dem Kostüm zu sehen, welches der Spieler ausgewählt hat.

Wer sowohl die Xbox 360 Version als auch die Playstation 3 Version besitzt, der kann auf die Vita Version praktisch verzichten. Hier muss man aber auch anmerken, dass dies die einzige Sigma 2 Version ist, die von der Gewalt her der Xbox 360 Fassung am nächsten kommt. Fans des Franchise werden sowieso zugreifen. Alle anderen, die bisher mit Ninja Gaiden noch nichts zu tun hatten, erwartet ein immer noch herausragender Actiontitel. So sauber wie Sigma Plus ist diese Portierung allerdings nicht, obwohl sich das Spiel optisch ziemlich sehen lassen kann.

Was die Steuerung angeht, entgegen vieler anderer Meinungen hatte ich mit ihr keine Probleme. Bewegte sich Ryu im Vorgänger noch sehr klobig, was die Steuerung ungemein erschwerte, bewegt er sich in Sigma 2 Plus wesentlich flüssiger. Die Kamera funktioniert immer noch nicht optimal, sollte aber bei keinem Spieler zu einem Hindernis werden.

Als Fazit bleibt damit zu sagen, die Vita ist keine Playstation 3. Auch wenn viele das gerne so hätten. Bei Ports der aktuellen Generation tut sich das System schwer. Entweder bekommt man Frames, oder anspruchsvolle Grafik (exklusive, für das System entwickelte Spiele zähle ich gerade nicht mit). Beides ist wohl nicht möglich. Mortal Kombat präsentiert sich zwar in schnellen 60 Frames, allerdings sehen die Kämpfer dafür teilweise schlechter aus als die von den Playstation 2 Ablegern. Bei Sigma 2 Plus bekommt man zwar viel Optik, dafür gibt es aber Einbuße in Frames und Kantenglättung.

Noch ein kleiner Hinweis:
Da die produzierte Auflage des Spiels sowieso recht gering zu sein scheint, sollte jeder Interessierte zugreifen bevor der Titel ausverkauft ist, oder indiziert wird. Bei Option 2 wäre der Titel dann aber nur auf Amazon.de nicht mehr verfügbar.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5