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Rezensionen verfasst von
Miezekatze (München)

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Darüber Reden: Roman
Darüber Reden: Roman
von Julian Barnes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Minutiös geschildertes Dreiecksdebakel, 7. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Darüber Reden: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine Dreiecksgeschichte, wie sie Julian Barnes hier beschreibt, ist nicht neu, aber die Ausleuchtung der Charaktere, die klug gewählten Details, die Verschachtelung der Erzählperspektiven, die Einbeziehung des Lesers - einfach grandios. Stuart und Oliver könnten gegensätzlicher nicht sein, und Gillians Dilemma, ob sie den einen oder anderen aus Kopf oder Bauch heraus wählt, reißt mit. Was man als Leser durch diese emotional dicht geschilderte (beinahe "bebilderte") Erzählung fast wie am eigenen Leib erfährt, ist, dass es Mr Right nicht gibt, aber Wünsche und Bedürfnisse und Projektionen das Leben wild durchschütteln können.

Die Dreiecksgeschichte findet im kleinen Rahmen statt, im täglichen Allerlei, mit Personen, die jedermann sein könnten - gerade daraus entwickelt sie ihren Sog. Aus der Gegensätzlichkeit von Stuart und Oliver erwächst die nötige Spannung, wobei ich zugeben muss, dass mich Olivers geschraubtes Geplapper im englischsprachigen Hörbuch irgendwann genervt und nicht mehr amüsiert hat. Julian Barnes' Roman hat 5 Sterne verdient, aber an Oliver hatte ich mich vor Ende sattgehört, daher ein Stern Abzug.


Talking It Over
Talking It Over
von Steven Pacey
  Audio CD
Preis: EUR 15,96

4.0 von 5 Sternen Minutiös geschildertes Dreiecksdebakel, 7. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Talking It Over (Audio CD)
Eine Dreiecksgeschichte, wie sie Julian Barnes hier beschreibt, ist nicht neu, aber die Ausleuchtung der Charaktere, die klug gewählten Details, die Verschachtelung der Erzählperspektiven, die Einbeziehung des Lesers - einfach grandios. Stuart und Oliver könnten gegensätzlicher nicht sein, und Gillians Dilemma, ob sie den einen oder anderen aus Kopf oder Bauch heraus wählt, reißt mit. Was man als Leser durch diese emotional dicht geschilderte (beinahe "bebilderte") Erzählung fast wie am eigenen Leib erfährt, ist, dass es Mr Right nicht gibt, aber Wünsche und Bedürfnisse und Projektionen das Leben wild durchschütteln können.

Die Dreiecksgeschichte findet im kleinen Rahmen statt, im täglichen Allerlei, mit Personen, die jedermann sein könnten - gerade daraus entwickelt sie ihren Sog. Aus der Gegensätzlichkeit von Stuart und Oliver erwächst die nötige Spannung, wobei ich zugeben muss, dass mich Olivers geschraubtes Geplapper im Hörbuch irgendwann genervt und nicht mehr amüsiert hat. Julian Barnes' Roman hat 5 Sterne verdient, aber an Oliver hatte ich mich vor Ende sattgehört, daher ein Stern Abzug.


Der verborgene Garten
Der verborgene Garten
von Kate Morton
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Geheimnisvoll, zauberhaft, klug verwoben, 1. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Der verborgene Garten (Taschenbuch)
"The Forgotten Garden/Der verborgene Garten" hat mich erst überrascht ("doch keine Schmonzette!"), dann begeistert ("wow, mitreißende Erzählstruktur"). Und da bin ich schon beim Thema: Was den Roman auszeichnet, ist die klug verwobene Erzählstruktur. Es gibt mehrere Erzählzeiten, die die letzten hundert Jahre umspannen und sich um die kleine Nell ranken, die vor dem ersten Weltkrieg mit vier Jahren ganz allein auf ein Schiff nach Australien ausgesetzt wurde. Nell sucht ihr ganzes Leben lang nach Antworten auf das Rätsel ihrer Herkunft, und nach ihrem Tod nimmt ihre Enkelin Cassandra die Suche auf. Dabei wird Nells Geschichte nicht nur aus Nells Sicht erzählt, sondern der Roman springt zwischen Nell, ihrer Eltern- und Großelterngeneration sowie Cassandra hin und her. Dabei sind die Sprünge in Erzählzeit und -perspektive nicht verwirrend, sondern fesselnd; die Geschichten sind klug verwoben, und wie ein magisches Puzzle fügt sich Episode an Episode, bis das Geheimnis um Nells Herkunft gelüftet ist.

Mir hat der Handlungsstrang am Anfang des 20. Jahrhunderts am besten gefallen - von der Londoner Gosse bis zum Adelssitz in Cornwall mit all seiner viktorianischen Etikette. Ganz besonders sticht die junge Eliza Makepeace heraus, deren Mutter als "gefallene Frau" von ihrer adligen Familie geächtet wurde. Eliza findet ihre Berufung im Schreiben von Märchen, und diese Märchen sind für mich das pochende Herz des Buchs. Sie haben mich zutiefst ergriffen, sind wundervoll geschrieben und brillant in die Handlung eingepasst. Allein die Märchen lassen "The Forgotten Garden" in den Olymp seines Genres einziehen.

Ein groß angelegter, komplex strukturierter Roman, eine mitreißende Geschichte, fesselnd geschrieben. Was will man mehr? 5 Sterne.


The Forgotten Garden
The Forgotten Garden
von Kate Morton
  MP3 CD
Preis: EUR 9,42

5.0 von 5 Sternen Zauberhaft, geheimnisvoll, clever verwoben, 1. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Forgotten Garden (MP3 CD)
"The Forgotten Garden" hat mich erst überrascht ("doch keine Schmonzette!"), dann begeistert ("wow, mitreißende Erzählstruktur"). Und da bin ich schon beim Thema: Was den Roman auszeichnet, ist die klug verwobene Erzählstruktur. Es gibt mehrere Erzählzeiten, die die letzten hundert Jahre umspannen und sich um die kleine Nell ranken, die vor dem ersten Weltkrieg mit vier Jahren ganz allein auf ein Schiff nach Australien ausgesetzt wurde. Nell sucht ihr ganzes Leben lang nach Antworten auf das Rätsel ihrer Herkunft, und nach ihrem Tod nimmt ihre Enkelin Cassandra die Suche auf. Dabei wird Nells Geschichte nicht nur aus Nells Sicht erzählt, sondern der Roman springt zwischen Nell, ihrer Eltern- und Großelterngeneration sowie Cassandra hin und her. Dabei sind die Sprünge in Erzählzeit und -perspektive nicht verwirrend, sondern fesselnd; die Geschichten sind klug verwoben, und wie ein magisches Puzzle fügt sich Episode an Episode, bis das Geheimnis um Nells Herkunft gelüftet ist.

Mir hat der Handlungsstrang am Anfang des 20. Jahrhunderts am besten gefallen - von der Londoner Gosse bis zum Adelssitz in Cornwall mit all seiner viktorianischen Etikette. Ganz besonders sticht die junge Eliza Makepeace heraus, deren Mutter als "gefallene Frau" von ihrer adligen Familie geächtet wurde. Eliza findet ihre Berufung im Schreiben von Märchen, und diese Märchen sind für mich das pochende Herz des Buchs. Sie haben mich zutiefst ergriffen, sind wundervoll geschrieben und brillant in die Handlung eingepasst. Allein die Märchen lassen "The Forgotten Garden" in den Olymp seines Genres einziehen.

Ein groß angelegter, komplex strukturierter Roman, eine mitreißende Geschichte, fesselnd geschrieben. Was will man mehr? 5 Sterne.

PS: Das Hörbuch im englischen Original war zwar im Großen und Ganzen okay, was mich jedoch ab und zu genervt hat, war der (vergebliche) Versuch von Vorleserin Caroline Lee, "accents" (z.B. Amerikanisch) nachzuahmen. Auch ihre Herangehensweise an männliche Stimmen fand ich verunglückt. Schade.


Blind
Blind
von Joe Hill
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Grandios, 11. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Blind (Taschenbuch)
Joe Hill stellt mit seinem Erstling seinen Vater in den Schatten! Die Geschichte des abgehalfterten Rockstars, der in Internet einen rachsüchtigen Geist kauft, hat mich mitgerissen. Welch eine geniale Idee und wie pfiffig umgesetzt! Der Geist ist nicht nur lebensbedrohlich, sondern er bringt wie ein Katalysator alle Sünden in Judes Vergangenheit zutage. Jude muss sich mit seiner beiseite geschobenen Historie, seinen Liebschaften und seinen scheinbaren Erfolgen auseinandersetzen, um die Bösartigkeit des Geistes verstehen zu können. Ein mitreißender Roman, fantastisch gut geschrieben, mit tiefgründigen Protagonisten. 5 Sterne.


Sniper's Moon
Sniper's Moon
von Carsten Stroud
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hardcore Polizistenkrimi der 90er, 11. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sniper's Moon (Gebundene Ausgabe)
Vietnamveteran Frank Keogh arbeitet als Scharfschütze für NYPD, glänzt mit einem zynischen Blick auf seine Umgebung und wird zunehmend trigger-happy, was seinem Partner, seinem Vorgesetzten und den Polizeipsychologen Sorge bereitet. Ein besonders schlimmer Einsatz, in dem Frank und sein Partner zwei junge Geiselnehmer erschießen, bildet den Auftakt zu einer Vielzahl von Ereignissen, Ehebruch, Mord, Raub, Überfällen, Geiselnahmen, und Frank wird zum Mordverdächtigen. Dabei zitiert die Art der Morde eine Serie an Kindermorden vor 30 Jahren, die Franks Vater, ebenfalls Polizist, damals schon gelöst hatte und einen jugendlichen Psychopathen überführen konnte...

Die Handlung ist stimmig und actionreich, zum Teil fast schon zu komplex, und der Zufall regiert (z.B. die Wahrscheinlichkeit einer Schießerei zwischen Frank und Sonny in New Mexico). Die Polizistensprüche sind nett, aber irgendwo ist immer Klischee dabei. Selbst die Protagonisten überraschen selten, sondern sind eher ein- als dreidimensional.

Das Vietnamtrauma steht im Vordergrund; hier fühlte ich mich bei Frank Keogh an Michael Connellys Harry Bosch erinnert; beide sind düster und verhaltensauffällig und Cops, die ihren Job am Rand des Legalen erledigen. Dabei muss sich Stroud nicht vor Connelly verstecken; sein Krimi ist insgesamt flott geschrieben. Nur die Handlung um Sonny Beauchamp und den unglaubwürdig doofen Lyle fand ich nicht überzeugend. Daher nur 4 Sterne.


Kein Titel verfügbar

4.0 von 5 Sternen Hardcore Polizistenkrimi der 90er, 11. Januar 2015
Vietnamveteran Frank Keogh arbeitet als Scharfschütze für NYPD, glänzt mit einem zynischen Blick auf seine Umgebung und wird zunehmend trigger-happy, was seinem Partner, seinem Vorgesetzten und den Polizeipsychologen Sorge bereitet. Ein besonders schlimmer Einsatz, in dem Frank und sein Partner zwei junge Geiselnehmer erschießen, bildet den Auftakt zu einer Vielzahl von Ereignissen, Ehebruch, Mord, Raub, Überfällen, Geiselnahmen, und Frank wird zum Mordverdächtigen. Dabei zitiert die Art der Morde eine Serie an Kindermorden vor 30 Jahren, die Franks Vater, ebenfalls Polizist, damals schon gelöst hatte und einen jugendlichen Psychopathen überführen konnte...

Die Handlung ist stimmig und actionreich, zum Teil fast schon zu komplex, und der Zufall regiert (z.B. die Wahrscheinlichkeit einer Schießerei zwischen Frank und Sonny in New Mexico). Die Polizistensprüche sind nett, aber irgendwo ist immer Klischee dabei. Selbst die Protagonisten überraschen selten, sondern sind eher ein- als dreidimensional.

Das Vietnamtrauma steht im Vordergrund; hier fühlte ich mich bei Frank Keogh an Michael Connellys Harry Bosch erinnert; beide sind düster und verhaltensauffällig und Cops, die ihren Job am Rand des Legalen erledigen. Dabei muss sich Stroud nicht vor Connelly verstecken; sein Krimi ist insgesamt flott geschrieben. Nur die Handlung um Sonny Beauchamp und den unglaubwürdig doofen Lyle fand ich nicht überzeugend. Daher nur 4 Sterne.


Der Marsianer: Roman
Der Marsianer: Roman
von Andy Weir
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Brillanter Pageturner - möglichst im englischen Original lesen!, 7. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Marsianer: Roman (Broschiert)
"The Martian/Der Marsianer" hat mich umgehauen - die unglaublichen Mühen und der herrliche Einfallsreichtum des zurückgelassenen Astronauten Mark Watney fesselten mich von der ersten zur letzten Seite. Dabei ist Watney ein cooler "dude", der aufgrund seines sonnigen Gemüts das Ticket zum Mars bekam und in seinem Logbuch witzige "dude"-Sprüche von sich geben darf. Im englischen Original erschien er mir wie ein Jeff Bridges von heute, und ich fand ihn herrlich. "The Martian" hat mich so sehr gefallen, dass ich sofort die deutsche Übersetzung als Geschenk kaufte. Neugierig schlug ich die nettesten Sprüche nach (wie wird DAS wohl übersetzt??) - und war ein klein wenig enttäuscht. Nur selten wird der Ton von Watney in seinem coolen Witz getroffen, manchmal klingt er sogar wie ein "nerd" mit schlechter Kinderstube. Schade. Auch Pressesprecherin Annie, die äußerst blumige und farbenfrohe (F-)Worte benutzen darf, ist um etwa zwei Oktaven zahmer im Deutschen.

Geniales, brillantes Erzählen, ein Must-Read, dafür 5 Sterne, aber wegen der Übersetzung ein Stern Abzug.


Canon PowerShot S120 Digitalkamera (12,1 Megapixel, 5-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display) schwarz
Canon PowerShot S120 Digitalkamera (12,1 Megapixel, 5-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display) schwarz
Wird angeboten von Photo Porst Memmingen
Preis: EUR 299,00

0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen PowerShot S120: Für Taucher nur bedingt zu empfehlen, 5. Januar 2015
Die PowerShot S120 war gemeinsam mit meiner alten Ixus 85 beim MuckDiving in Lembeh/Indonesien dabei. Und mein Fazit: Für Taucher ist sie nur bedingt zu empfehlen! Zugegeben - ich fotografiere nicht in RAW, und ich habe keinen externen Blitz.

Die PowerShot hat ein beeindruckendes Weitwinkel - man kann die Alpen von Berchtesgaden bis zum Bodensee auf ein Foto bekommen (naja, beinah), aber dafür ist die Alpenkette nur ein Husten am Horizont. Toll, wenn man beruflich in der Immobilienbranche arbeitet und Fotos von Gebäuden vom Bordstein aus machen muss. Aber wann braucht man so ein enormes Weitwinkel schon unter Wasser? Beim Walhai vielleicht?? Normalerweise sind die Tiere unter Wasser eher auf der Flucht, und man muss froh sein, wenn man halbwegs nah rankommt. In Lembeh gibt's dafür Gelegenheit - die Critters sind oft stationär. Schön, dass man die S120 bis auf 2cm ans Motiv mit Makro heranhalten kann. Aber da fühlen sich sogar die stoischen Skorpions- und Steinfische genervt und ziehen von dannen, nur Nacktschnecken sind der Nähe hilflos ausgeliefert. Meine alte Ixus kann ich 10cm vors Motiv halten, und das Motiv erscheint durch den geringeren Weitwinkel genauso groß wie bei der S120 bei 2 cm, und die Tiere fühlen sich weniger bedroht.

Bei 2cm Distanz kann man mit der S120 auch blitzen - allerdings wird das lebende Motiv bei diesem Abstand geblitzdingst, und die Vignette hinterlässt ihren Effekt selbst mit dem Blitzdiffusor. Also hab ich nach einigem Experimentieren wieder zur Ixus 85 gegriffen, die dieselbe Schärfe, dieselbe Nähe und den besseren Blitz ohne Vignette in der Tiefe aufweist. Mit dem Vignetteneffekt der Powershot hab ich ziemlich gerungen je nach Nähe zum Motiv, und die Stärke des Blitzes ist um einiges zurückhaltender als bei der Ixus, was bei 20 m Tiefe und schwarzem Sand schade war.

Ach ja - ich will nicht unerwähnt lassen, dass es mich erst WAHNSINNIG geärgert hat, dass das Unterwasserprogramm der S120 bei "P" nur eine feine Auflösung hat (bei der Ixus 85: superfein). Damit hatte bei Vergleichsfotos die Ixus die Nase vorn, die S120 konnte bestenfalls von der Schärfe her gleichziehen. Erst durch einiges Probieren fand ich heraus, dass die Kamera im Modus "Custom" auch eine Unterwasserfunktion hat, mit der man auch superfein fotografieren kann. Juhuu!

An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass das Case WP-DC51 für die S120 bei den Aufbauten um einiges "billiger" ist als bei der alten Ixus: Der minimalistische Blitzdiffusor machte sich regelmäßig bei Strömung selbständig. Gut, dass er angeleint war...

Die einzige Nische, die ich für die S120 entdecken konnte, war eine Wassertiefe um die 5m, dort, wo das Sonnenlicht schon runterkommt, aber das Rot schon verschwindet. Hier hat meine alte Ixus ihre größte Schwäche - ihr Blitz ist hier zu stark. Hier war die S120 mit ihrem zurückhaltenden Blitz eindeutig im Vorteil - sie holte die Farben raus, ohne zu übersteuern. Da kann sie auch ihre Lichtstärke noch einbringen. Also ging ich jedes Mal mit beiden Kameras tauchen und wechselte beim Auftauchen von der Ixus 85 zur S120. Mit dem Weitwinkel rang ich dann immer noch, aber immerhin waren die Farben in diesen geringeren Tiefen besser.

Also insgesamt nur 2 Sterne. Wer Spaß haben möchte an der PowerShot S120 unter Wasser, der braucht einen externen Blitz und eine Freude am Weitwinkel.


Canon 8723B001 Unterwassergehäuse WP-DC51
Canon 8723B001 Unterwassergehäuse WP-DC51
Wird angeboten von okluge
Preis: EUR 218,06

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen PowerShot S120 für Taucher nur bedingt zu empfehlen, 5. Januar 2015
Die PowerShot S120 war gemeinsam mit meiner alten Ixus 85 beim MuckDiving in Lembeh/Indonesien dabei. Und mein Fazit: Für Taucher ist sie nur bedingt zu empfehlen! Zugegeben - ich fotografiere nicht in RAW, und ich habe keinen externen Blitz.

Die PowerShot hat ein beeindruckendes Weitwinkel - man kann die Alpen von Berchtesgaden bis zum Bodensee auf ein Foto bekommen (naja, beinah), aber dafür ist die Alpenkette nur ein Husten am Horizont. Toll, wenn man beruflich in der Immobilienbranche arbeitet und Fotos von Gebäuden vom Bordstein aus machen muss. Aber wann braucht man so ein enormes Weitwinkel schon unter Wasser? Beim Walhai vielleicht?? Normalerweise sind die Tiere unter Wasser eher auf der Flucht, und man muss froh sein, wenn man halbwegs nah rankommt. In Lembeh gibt's dafür Gelegenheit - die Critters sind oft stationär. Schön, dass man die S120 bis auf 2cm ans Motiv mit Makro heranhalten kann. Aber da fühlen sich sogar die stoischen Skorpions- und Steinfische genervt und ziehen von dannen, nur Nacktschnecken sind der Nähe hilflos ausgeliefert. Meine alte Ixus kann ich 10cm vors Motiv halten, und das Motiv erscheint durch den geringeren Weitwinkel genauso groß wie bei der S120 bei 2 cm, und die Tiere fühlen sich weniger bedroht.

Bei 2cm Distanz kann man mit der S120 auch blitzen - allerdings wird das lebende Motiv bei diesem Abstand geblitzdingst, und die Vignette hinterlässt ihren Effekt selbst mit dem Blitzdiffusor. Also hab ich nach einigem Experimentieren wieder zur Ixus 85 gegriffen, die dieselbe Schärfe, dieselbe Nähe und den besseren Blitz ohne Vignette in der Tiefe aufweist. Mit dem Vignetteneffekt der Powershot hab ich ziemlich gerungen je nach Nähe zum Motiv, und die Stärke des Blitzes ist um einiges zurückhaltender als bei der Ixus, was bei 20 m Tiefe und schwarzem Sand schade war.

Ach ja - ich will nicht unerwähnt lassen, dass es mich erst WAHNSINNIG geärgert hat, dass das Unterwasserprogramm der S120 bei "P" nur eine feine Auflösung hat (bei der Ixus 85: superfein). Damit hatte bei Vergleichsfotos die Ixus die Nase vorn, die S120 konnte bestenfalls von der Schärfe her gleichziehen. Erst durch einiges Probieren fand ich heraus, dass die Kamera im Modus "Custom" auch eine Unterwasserfunktion hat, mit der man auch superfein fotografieren kann. Juhuu!

An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass das Case WP-DC51 für die S120 bei den Aufbauten um einiges "billiger" ist als bei der alten Ixus: Der minimalistische Blitzdiffusor machte sich regelmäßig bei Strömung selbständig. Gut, dass er angeleint war...

Die einzige Nische, die ich für die S120 entdecken konnte, war eine Wassertiefe um die 5m, dort, wo das Sonnenlicht schon runterkommt, aber das Rot schon verschwindet. Hier hat meine alte Ixus ihre größte Schwäche - ihr Blitz ist hier zu stark. Hier war die S120 mit ihrem zurückhaltenden Blitz eindeutig im Vorteil - sie holte die Farben raus, ohne zu übersteuern. Da kann sie auch ihre Lichtstärke noch einbringen. Also ging ich jedes Mal mit beiden Kameras tauchen und wechselte beim Auftauchen von der Ixus 85 zur S120. Mit dem Weitwinkel rang ich dann immer noch, aber immerhin waren die Farben in diesen geringeren Tiefen besser.

Also insgesamt nur 2 Sterne. Wer Spaß haben möchte an der PowerShot S120 unter Wasser, der braucht einen externen Blitz und eine Freude am Weitwinkel.


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