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Rezensionen verfasst von
Markus Zimmermeier "MagisterZ"
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Albion
Albion
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Typisch Ten, 22. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Albion (Audio CD)
1. Alone in the dark tonight: Klassischer Ten-Song, d.h. Midtempo, sehr eingängig (auch das Gitarrenriff, das zu Beginn einen richtig guten Eindruck macht). Negativ sind nur die schwachen Drums (vor allem während der Strophe). 4,5/5
2. Battlefield: Einstieg gleich mit einem melodischen Refrain, gutes Girarrenriff, aber auch hier stellenweise diese nervigen Drums. Guter Midtempo-Song. 4/5
3. It's alive: Zu Beginn harte Gitarren, aber dann wieder wie gehabt: Midtempo-Song. Okay, aber spätestens jetzt wünsche ich mir mehr Abwechslung. 3,5/5
4. Albion born: Und da ist sie - die Abwechslung bzw. die Überraschung. Ungewöhnlicher Gesang ohne Instrumente (dann nur leichte Keyboards und Drums, die mal nicht nerven). Und wenn dann die hochmelodische Gitarre einsetzt, die sehr an fröhlichen Irish Folk erinnert, steht für mich fest, dass dies ein Höhepunkt dieser Platte ist. Leider ist es auch der einzige richtig positive Aufhorchmoment. 5/5
5. Sometimes love takes the long way home: Positiv formuliert: Solide, getragene, nette Ballade. Negativ formuliert: Einschläfernd. Kompromiss: 3/5.
6. A smuggler's tale: Fast zwangsläufig kommt nun wieder ein Midtempo-Song, der okay ist (vor allem die Gitarrenarbeit), aber nicht herausstechen kann, was vor allem an dem mäßigen Refrain liegt. 3,5/5.
7. Die for me: Das Gitarrenriff erinnert mich an ACDC, aber wie so oft, fehlt auch hier die Kraft, denn anschließend schleppt sich der Song zu einem mittelmäßigen Refrain. 3,5/5
8. It ends this day: Guter Anfang, etwas düster (auch die Gitarre). Dann hellt der Song kurz auf, um dann in einen Ten-typischen hochmelodischen Refrain zu münden. Für mich der zweitbeste Song des Albums. 5/5
9. Gioco d'amore: Ruhige Piano-Ballade, auf der Gary Hughes teilweise italienisch singt, was mich aufhorchen lässt. Mir scheint, als wäre der Song eher für Josh Groban geschrieben worden. Auch wenn Hughes stimmlich nicht an Groban herankommt, zeigt er hier seine beste gesangliche Leistung. 4/5
10. Wild horses: Fängt ziemlich spannend (und ein wenig umheimlich) an - mit Gesang und Piano. Aber der Refrain ist leider ziemlich schwach. 4/5
(Bonus-Track) Good god in heaven what hell is this: Jetzt wird tatsächlich mal richtig gerockt. Schade, dass dieser Song bloß ein Bonus-Track ist. 4,5/5

Fazit: Auf dem Vorgänger 'Heresy und Creed' wurden einem mehr Abwechslung und mehr Neues geboten (vor allem wenn man vom Bonus-Track absieht). 'Albion' ist dagegen (bis auf zwei Ausnahmen) eher rückwärtsgewandt, was ja auch nicht schlecht sein muss. Aber für die Höchstwertung (5 Sterne) reicht es trotz guter Gitarrenarbeit nicht.


Native (Gold Edition)
Native (Gold Edition)
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Außerordentlich gute Popmusik, 17. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Native (Gold Edition) (Audio CD)
1. Counting Stars: Unwiderstehlich melodischer Auftakt von 'Native'. Eigenständige Pop-Musik der Champions-League. 5/5
2. Love runs out: Diesen Song gibt es nur auf der Gold Edition. Mit seinem stampfenden Beat klingt das Lied ungewöhnlich aggressiv, fast schon kriegerisch. Die einzige Ähnlichkeit zum Opener ist die enorme Originalität des Songs. 4,5/5.
3. If I lose myself tonight: Jetzt wird es wieder schön und kuschelig. Dieser Midtempo-Song ist einfach ein perfekter Popsong. Punkt. 5/5
4. Feel again: Zunächst ruhig, aber dann wird es bombastisch und supermelodisch. Eine weitere Granate von Popsong. 5/5
5. What you wanted: Drums und Gesang dominieren in diesem Midtempo-Song. Durchaus melodisch, aber nicht genug Abwechslung. Es fehlt der explodierende Refrain. 4,5/5
6. I lived: Nur Akustik-Gitarre, dann Drums, dann wird es richtig hymnisch. Schöner Wechsel von leise und bombastisch. Dazu noch sehr melodisch. Am Ende gibt es noch ein Extra-Ooo. Fein fein. 5/5
7. Light it up: Verzerrte Gitarren, die ebenso wie der Gesang ziemlich dumpf klingen. Ziemlich schräg und sperrig. Der Instrumentalteil am Ende ist okay und rettet das Lied vor dem totalen Fiasko. 2,5/5
8. Can't stop: (Für meine Ohren) Unschöner Falsett-Gesang in der Strophe. Im Refrain scheint er seine Stimme sogar noch höher zu schrauben. Melodisch ziemlich holprig. Noch bevor der Song zu Ende ist, denke ich mir: Please stop! 1,5/5
9. Au revoir: Streicher und Piano besänftigen mich nun zunächst. Der Gesang ist sehr ruhig. Richtig versöhnen kann mich der Song aber nicht, da ihm die Eingängigkeit (und Abwechslung) fehlt. Mit 4,50 Minuten zu lang. 3/5
10. Burning bridges: Zunächst unspektakulärer Midtempo-Song. Das ändert sich aber schnell, wenn der Refrain kommt. Der ist nämlich ziemlich klasse. 4,5/5
11. Something I need: Fängt ruhig an, aber dann platzt die Melodie-Bombe. Und wie! Sensationeller Gute-Laune-Song. 5/5
12. Preacher: Schöner Anfang mit Streichern, auch die gemäßigte Strophe ist gefällig. Der Refrain ist dann richtig schön. Getragene Wohlfühlnummer mit Chor. 5/5
13. Don't look down: Kurzes Outro. (Ohne Bewertung)

Bonus:
14. Something's gotta give: Ziemlich schräger Anfang. Wie sich leider bald darauf herausstellt, war dies der (enttäuschende) Refrain. Der Song ist sehr entbehrlich. 1,5/5
15. Life in color: Im Refrain des zweiten Bonus-Tracks geben One Republic noch mal etwas Gas. Aber viel besser als okay ist der Song nicht. 3,5/5

Fazit: Schade, dass man zwischendurch (Tracks 7 – 9) eine Auszeit von der Melodik macht. Aber auch trotz dieser Schwächephase ist 'Native' ein außergewöhnlich gutes Pop-Album. Und selbst diese weniger gefälligen Songs haben mit den anderen (nahezu) perfekten Lieder eines gemeinsam: sie sind keine 08/15-Poplieder.

Was die Bonus-Tracks angeht (zu denen noch drei alternative Akustik-Versionen von bereits vorhandenen Liedern gehören), rechtfertigt nur der als Single ausgekoppelte Song 'Love runs out' den Kauf der Gold Edition.


Maximum Overload (+5 Bonus Tracks)
Maximum Overload (+5 Bonus Tracks)
Wird angeboten von Softbayglobal
Preis: EUR 25,00

5.0 von 5 Sternen Speedmetal at its best, 4. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Maximum Overload (+5 Bonus Tracks) (Audio CD)
1. The Game: Gleich zu Beginn machen Dragonforce deutlich, dass sie keine ihrer Stärken verloren haben: ungeheures Tempo, schwindelerregende Gitarrensoli und ein Gefühl für harmonisch klingende Melodien. 'The game' ist ein perfekter Einstieg. (5/5)
2. Tomorrow's king: Melodisch und schnell ist auch der zweite Track. Auch hier kann ich absolut nichts beanstanden und muss daher wieder die Höchstpunktzahl vergeben. (5/5)
3. No more: Und wieder geht die Post ab. Die Melodik ist vielleicht ein kleines bisschen schlechter als bei den ersten beiden Songs. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Auch 'No more' ist hörenswert, insbesondere nach etwa 3 Minuten, wo für 10 Sekunden Ruhe einkehrt. (4,5/5)
4. Three hammers: Oh! Ein langsamer Beginn. Aber nach einer Minute nimmt das Lied Tempo auf. Aber nicht so schnell wie die ersten drei Lieder. Und dann der Refrain, der tatsächlich noch besser ist als in den ersten beiden Tracks. Danach ein Tempowechsel und ein Gitarrensoli. (5/5)
5. Symphony of the night: Dieser Track bleibt nur wenige Sekunden ruhig. Dann herrscht wieder das übliche Tempo. Gute, aber nicht herausragende Melodie. Nach zweieinhalb Minuten dann eine überraschende Verschnaufpause mit einem zunächst relativ ruhigen, aber sehr gefälligem Gitarrensolo, das den Song aufwertet. (4,5/5)
6. The sun is dead: Anfang mit starkem Gitarrenriff. In der Strophe nimmt sich die Band etwas zurück. Kein typischer DF-Song, zumal er sich eher im Midtempo-Bereich bewegt und auch ein wenig düster ist. Auch wenn der Refrain 'bloß' gut ist, empfinde ich den Song hier sehr angenehm, weil er für etwas Abwechslung sorgt (und auch wieder ein Klasse Gitarrensolo bietet). (5/5)
7. 'Defenders' ist Dragonforce pur. Schnell und ungeheuer melodisch. Nach drei Minuten überraschen DF dann wieder kurz mit einen ruhigen Passage, bevor dann wieder ein schwindelerregendes Gitarrensolo folgt. (5/5)
8. Extraction Zone: Geschwindigkeitsrekord am Anfang. Man kommt kaum zum Luftholen. Melodisch ist der Song nicht so stark. Hier gibt es schon nach zwei Minuten eine 'Pause', was wohl an dem hohen Tempo zu Beginn liegt. Aber auch dieses Intermezzo ist nicht so interessant wie bei den anderen Songs. Erst als die Gitarre kommt, wird es gefällig und schließlich auch wieder schnell. Auf dieses Lied könnte ich (bisher) am ehesten verzichten. (4/5)
9. City of Gold: Gewohnt temporeicher Beginn. Nach all den starken Nummern zuvor kommt mit dieser Song eher durchschnittlich vor. (3,5/5)
10. Ring of fire: Die Coverversion des Johnny-Cash-Klassikers finde ich durchaus gelungen. Tolles Gitarrenriff. Die Ohrwurm-Melodie bringt ja das Original schon mit. (5/5)

Fazit: Wenn man vom Ende absieht, wo die Kreativität ein wenig nachlässt, überzeugen Dragonforce mit gewohnt starken Melodien, schnellem Tempo und superben Gitarrenriffs, - solos. Das einzige Problem, das ich fast mit jeder DF-Platte habe, auch wenn sie noch so toll und perfekt eingespielt wurde, ist, dass die Musik aufgrund ihres fast durchgängig hohen Tempos mich zu ermüden droht (Vielleicht bin ich auch schon etwas zu alt dafür?). Ich wünschte mir daher noch etwas mehr Abwechslung, auch wenn hier und da schon Ansätze zu erkennen sind. Trotzdem wäre es ungerecht, 'Maximum Overload' nicht die maximale Punktezahl zu geben.


Don't Kill the Magic
Don't Kill the Magic
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ja, sie lebt noch!, 2. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Don't Kill the Magic (Audio CD)
Der Name der Band 'Magic' klingt ja sehr verheißungsvoll. Auch die coole Reggae-Pop-Nummer 'Rude', die als Single veröffentlicht worden ist, hat (mich) aufhorchen lassen. Aber was ist mit dem Rest?
1. Rude: Wie gesagt, coole Nummer (5/5).
2. No evil: Aber nun der erste unbekannte Song. Nix Böses? Ich würde eher sagen, das ist teuflisch gut, vor allem der Refrain, wo es richtig abgeht, was gerade für Reggae-Musik überraschend kommt. Mehr als 5 Punkte kann ich leider nicht vergeben. (5/5)
3. Let your hair down: Das ist ein sehr gemächlicher Reggae-Song. Besonders der Refrain ist aber so schön, dass dieses Lied nur knapp die Höchstpunktzahl verfehlt. (4,5/5)
4. Stupid me: Mit diesem sehr rhythmischen Song geht es gleich zu Beginn richtig ab. Zwischendurch wird es mal etwas ruhiger, aber im melodischen Refrain wird dann wieder Gas gegeben. (4,5/5)
5. No way no: Jetzt wird es wieder richtig cool. Sehr entspannte Reggae-Musik mit Guter Laune-Garantie. Dazu ein klares JA. (5/5)
6. Paradise: Der Titel scheint zunächst etwas zu viel zu versprechen. Aber der flotte Refrain holt noch einiges raus. Gute Nummer. (4/5)
7. Don't kill the magic: Der Titelsong stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass die Magie in der Musik von Magic noch immer lebt. Unwiderstehlicher Ohrwurm. (5/5)
8. One woman one man: Eine Ballade, die sich (ein wenig) aus dem Schmalztopf bedient. Aber auch nicht übel. (3,5/5)
9. Little girl big girl: Vorsicht! Jetzt wird es richtig wild! Da wird es schwer, die Füße ruhig zu halten. (4/5)
10. Mama didn't raise no fool: Zunächst denke ich an die Prinzen, doch schnell setzt ein Reggae-Rhythmus ein. Ein weiterer flotter Gute-Laune-Song, der sich schnell in den Gehörgängen festsetzt. (4,5/5)
11. How do you want to be remembered: Ein ziemlich ruhiger Song mit Reggae-Feeling. Aber nicht so gut wie der Rest des Albums. (3,5/5)

Fazit: Ja, ich habe sie gespürt, die Magie. Insgesamt ein sehr erfreuliches Album, besonders die ersten sieben Lieder. It's (really) a kind of magic.


Ecliptica-Revisited:15th Anniversary Edition
Ecliptica-Revisited:15th Anniversary Edition
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In der Gegenwart angekommen, 10. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Rezension richtet sich an Leute, die die Originalversion noch nicht kennen, und sich überlegen, sich die neue oder die alte Version zu kaufen.

Während die Arrangements fast gar nicht oder nur sehr geringfügig verändert wurden, ist der Gesang auf der neuen Scheibe deutlich anders. Während man Tony Kakko in der Originalversion kaum verstehen kann, weil sein Gesang sehr nach hinten gemischt wurde (besonders bei 'Blank file'), singt er jetzt verständlich, aber auch deutlich tiefer, was ich aber nicht schlimm finde (zunächst bloß ungewohnt). Aber auf Konzerten singt er ja auch so (oder ähnlich) und keiner beschwert sich. Ich persönlich finde, dass er eine angenehme Stimme hat, weswegen ich es begrüße, dass seine Stimme hier mehr im Vordergrund steht. Auch scheint seine englische Aussprache besser geworden zu sein.

Auffällig ist auch der deutlich druckvollere Drumsound auf der neuen Version von 'Ecliptica'. Für mich ist das ein ganz großes Plus zugunsten dieser Version.

Auch die Gitarre kommt stellenweise besser zur Geltung.

Den Bonustrack finde ich selbst im Original nicht besonders gut (obwohl ich ein Genesis-Fan bin). Was SA aber daraus gemacht haben, ist durchaus aller Ehren Wert. Sie haben es geschafft, dem Song einige neue Facetten (Bläsereinsatz, 'hartes' Ende) hinzuzufügen, was den Song für mich deutlich hörenswerter macht. Aus einem Fiat kann man halt keinen Ferrari machen. Aber manchmal kommt immerhin ein Lexus dabei heraus. ;-)

Fazit: Klarer Punktsieger ist die Revisited-Version. Ihr gehört die Zukunft.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2014 9:27 PM CET


Light And Shade
Light And Shade

5.0 von 5 Sternen Perfekte Herbststimmung, 5. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Light And Shade (Audio CD)
Wenn man ein Lied von Fra Lippo Lippi kennt, dann ist es wahrscheinlich 'Shouldn't have to be like that' vom Album 'Songs', das diesem Werk vorangegangen war. Um es kurz zu machen: Wer 'Songs' mochte, der wird auch an 'Light ans shade' Gefallen finden. So erging es mir jedenfalls. Vielleicht ist 'Light and shade' sogar noch einen Tick besser. Hier gibt es durchgängig von vorne bis hinten schöne softe Popnummern, die größtenteils sehr ruhig gehalten sind. Das Piano dominiert. Für Abwechslung sorgt ein Saxophon, das sich in einige Songs einschleicht.
Meine Favoriten sind die Balladen 'Home' und 'Crazy wisdom'. Letzteres bietet auch sehr lesenswerte Lyrics.
Ebenfalls sehr schön sind 'Angel', 'Beauty and madness' und das Titelstück 'Light and shade'. Etwas beschwingter, aber auch sehr gefällig sind 'Some people' und 'Don't take away that light'.
Fazit: 'Light and shade' eignet sich sehr gut zum Entspannen und bietet einen angenehmen Kontrast zur Hektik des Alltags.


Stand Like Giants
Stand Like Giants
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unsichtbare Riesen, 19. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Stand Like Giants (Audio CD)
Die Band aus Südafrika hat zuletzt zwei richtig gute Pop-Rock Scheiben veröffentlicht. Trotzdem schenkt man ihr nicht weniger, sondern – wenn ich mir die dürftige Anzahl an Rezensionen hier anschaue – sogar leider noch weniger Beachtung. Dass dies nicht an der Qualität der aktuellen CD 'Stand like Giants' liegt, möchte ich hier nachweisen.

1) In 'Sleepwalker' bauen die Parlotones Sprechgesang ein, was zunächst etwas gewöhnungsbedüftig ist. Der Refrain ist aber so gut, dass ich trotzdem die volle Punktzahl gebe. (5/5)
2) 'Slow assassination' ist für Parlotones-Verhältnisse recht durchschnittlich. (3,5/5)
3) Was 'Spellbound' angeht, brauchte ich etwas Zeit, um seinen Charme zu entdecken. (4,5/5)
4) 'Shake it up' ist Partystimmung pur. Man möchte am liebsten aufstehen und tanzen. Toll. (5/5)
5) 'Never stand alone' ist eine sehr gelungene Ballade, was a vor allem an dem wunderbaren Refrain liegt. (5/5)
6) Das entspannte 'Lazy sunny days' beginnt mit einer guten Strophe, schwächelt dann aber im Refrain. (3,5/5)
7) Das Titelstück 'Stand like giants' rüttelt einen gleich zu Beginn mit einem melodischen und bombastischen Chor wieder auf. Die Strophe ist sehr ruhig, gefühlvoll und schön. (5/5)
8) 'Sympathise with the Cost' verfügt – ähnlich wie das Titelstück – über eine sehr schöne emotionale Strophe, die sogar etwas besser als der dramatische 'Refrain'. (5/5)
9) 'Powerful' ist zunächst eher gefühlFUL, aber schön. Schließlich wird es dann doch noch etwas bombastisch. (4,5/5)
10) 'Hollow men' ist anders als die Lieder davor ziemlich fröhlich. (4/5)
11) Auf 'Chines vase' zeigen sich die Parlotones ungewohnt düster. Ist nicht so mein Ding. (3/5)
12) 'Songs of whales' beginnt ruhig, überrascht dann mit einem Klasse Gitarrenriff. Auch nicht gerade fröhlich, aber deutlich besser als 'Chinese vase'. (4,5/5)
13) Zum Schluss geben die Parlotones auf 'Follow your bliss' doch noch mal Gas. Gute-Laune Song, der mit einem gesanglichen Outro überrascht, das besser ist als der eigentliche Refrain. So findet die Scheibe einen würdigen Abschluss. (4,5/5)

Fazit: Insgesamt ist 'Stand like Giants' etwas ruhiger als seine Vorgänger, manchmal sogar etwas düster. Es werden einige Experimente gewagt, von denen nicht alle gänzlich gelingen. Trotzdem gibt es wieder eine große Anzahl von schönen bis sehr schönen typischen Parlotones-Momenten, weswegen ich diese Platte auf keinen Fall missen möchte. 5mal 5 Punkte und 4mal 4,5 Punkte belegen, dass die Parlotones immer noch melodische Giganten sind (die aber trotzdem kaum jemand sieht oder hört).


Lift a Sail
Lift a Sail
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Flaute, sondern frischer Wind, 16. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lift a Sail (Audio CD)
Normalerweise schreibe ich keine Rezensionen nach dem ersten Hören. Aber bei dieser Platte mache ich mal eine Ausnahme, weil sie mich tatsächlich im Sturm erobert hat. Ich finde, Yellowcard haben für dieses Werk definitiv keine gelbe (geschweige denn eine rote) Karte verdient.
Ich besitze die ersten beiden CDs von Yellowcard und finde beide gut, insbesondere den Rockkracher 'Way away' von Ocean Avenue und die Ballade 'How I go' von 'Lights and sounds'. Ein zweites 'Way away' befindet sich nicht auf 'Lift a sail'. Dafür werden aber diejenigen bedient, die 'Here I go' mögen. Mit 'MSK', 'California' und (meinem Favoriten) 'Lift a sail' gibt es in der zweiten Hälfte gleich drei Lieder, die aufgrund des gefühlvollen Gesangs unheimlich unter die Haut gehen. Sehr schön.
Den Beginn macht ein schönes Violin-Intro, das zum bombastisch krachenden 'Transmission home' führt. Für mich ist dieser Song, der trotz aller Kraft auch etwas Melancholie versprüht, die erste positive Überraschung. Danach folgen zwei gute kraftvolle Rocknummern ('Crash the gate' und 'Make me so'). Deutlich ruhiger wird es in 'One Bedroom' und 'Fragile and dear', die jeweils durch traurig-schöne Melodien erfreuen können. Auf 'Illuminate' geben Yellowcard dann wieder Gas, auch wenn der Refrain wieder etwas gemäßigter (aber schön) ist. Für mich einer der besten schnellen Songs. Bemerkenswert sind die Arrangements, die immer wieder für Überraschungen sorgen (besonders 'One bedroom' und 'Illuminate').
Von den beiden Rocknummern in der zweiten Hälfte gefällt mir 'The deepest well' deutlich besser. 'My mountain' dagegen ist eher durchschnittlich, aber eine gute Abwechslung zwischen all den Balladen in der zweiten Hälfte.

Fazit: Auf 'Lift a sail' hört man eine Band, die erwachsen geworden ist. Dazu gehört auch das Selbstbewusstsein, neue Dinge auszuprobieren. All dies finde ich sehr begrüßenswert, denn so bleibt (oder wird) diese Gruppe spannend. 'Lift a sail' ist das mit Abstand abwechslungsreichste und emotionalste Werk von Yellowcard.


For the Journey
For the Journey
Preis: EUR 16,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Yin und Yang, 8. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: For the Journey (Audio CD)
Ich bin seit Hypothetical" ein Fan von Threshold und würde diesem und allen folgenden Alben 5 Sterne geben. Am schwersten tat ich mich noch mit 'March of Progress', was aber nicht an der Songqualität lag, sondern vielmehr an der 'neuen', für mich ungewohnten Stimme (Damian Wilson), die nicht so viel Wärme und Gefühl wie die des 'alten' Sängers Mac ausströmt. Auf der neuen Scheibe vermisse ich Mac nicht mehr so sehr, was vielleicht an einem Gewöhnungseffekt liegt. Vielleicht ist es aber auch der Druck, den Damian Wilson auf 'March of progress' noch gefühlt hat, da er in Konkurrenz mit einem mittlerweile sehr beliebten Sänger treten musste. Auf jeden Fall klingt er jetzt etwas variabler, was er in der ruhigen und gefühlvollen Strophe von 'The box' beweist.
Aber nun zur Musik von 'For the journey'. Diese ist eigentlich so, wie ich sie seit 'Hypothetical' kenne und liebe. Stilistisch hat sich nicht wirklich etwas geändert. Aber ich höre Threshold auch nicht, weil sie sonderlich innovativ wären (das waren sie nie und werden es wohl auch nie werden), sondern weil das, was sie (immer wieder) machen, einfach großartig ist: ihre Kombination aus Härte und Melodie.
Herausheben möchte ich trotzdem ein Merkmal, durch das sich 'For the journey' von 'March of progress' unterscheidet: und zwar die planvolle Anordnung der Songs. Das Booklet legt eine Unterteilung in zwei Hälften nahe, die in meinen Ohren tatsächlich jeweils eine Einheit ergeben. Die erste Hälfte beginnt (Watchtower on the moon) und endet (Turned to dust) ziemlich ähnlich, und zwar mit einem aggressiven Uptempo-Song. Dazwischen befinden sich der düstere Midtempo-Song (Unforgiven) und der variable Longtrack 'The box'. Auf dieser Seite wird also relativ viel Abwechslung geboten.
Die zweite Hälfte ist dagegen deutlich homogener. Nach dem sehr ruhigen 'Lost in your memory' folgen drei (relativ harmonische) Midtempo-Songs, die allesamt zwischen 5 und etwas mehr als 6 Minuten dauern. Hier kommt Threshold der Musik von Subsignal" ziemlich nahe.
Insgesamt erzeugen Threshold durch diese Zweiteilung eine angenehme Balance. Daher finde ich es auch gut, dass das stilistisch etwas andere Stück 'I wish I could' als Bonus-Track gekennzeichnet wurde.
Mir persönlich gefällt die zweite Hälfte etwas besser als die erste, was vor allem an der wundervollen Melodik der letzten drei Lieder liegt.
Meinetwegen können Threshold so weiter machen. :-)


Bulletproof Picasso
Bulletproof Picasso
Preis: EUR 11,97

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Tempolimit für Train, 24. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bulletproof Picasso (Audio CD)
1. Cadillac, Cadillac: Eine flotte Popnummer, die ok ist, aber von den Uptempo-Songs insgesamt am schlechtesten (3,5/5).
2. Bulletproof Picasso: Fängt gemäßigt an, haut im Refrain aber gut rein (4,5/5).
3. Angel in Blue Jeans: Die Single-Auskopplung, und das zu Recht. Eine wirklich coole Nummer mit viel Oooo und Aaaaa (5/5).
4. Give It All: Die schlechtere von den beiden Balladen, da mir der Falsettgesang im Refrain gar nicht gefällt. Immerhin ist das Ende gelungen. (3/5).
5. Wonder What You're Doing for the Rest of Your Life: Flotter Gute-Laune-Song (4,5/5).
6. Son of a Prison Guard: Gute-Laune-Song, der etwas gemäßigter daherkommt, aber mir gerade deswegen gefällt (4,5/5).
7. Just a Memory: Flotter Gute-Laune Song. Dieses dreckige Come-Back-Schreien am Anfang und später führt zu einem leichten Abzug (4/5).
8. I'm Drinkin' Tonight: Gefälliger Midtempo-Song mit Gitarre, die eine Art Sehnsuchts-Atmosphäre erzeugt (4,5/5).
9. I Will Remember: Auffällig ist der bombastische Refrain. Klingt nach Hit (5/5).
10. The Bridge: Funky, rhythmisch, soulig, nicht übel (4/5).
11. Baby, Happy Birthday: Ruhiger Beginn, dann Midtempo, klingt am ehesten nach altem (klassischem) "Train" (4/5).
12. Don't Grow Up So Fast: Sehr ruhige Ballade mit ruhig gezupfter Akustik-Gitarre, später getragen durch Cello. Schön, vor allem für Väter und Mütter. (4/5).

Fazit: Train geben auf 'Bulletproof Picasso' ordentlich Gas. Wer die schnelleren Songs von Train mag (Drive by, Hey Soul sister), bekommt hier jede Menge guten Stoff, der einem oftmals ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wer allerdings mehr die Balladen und überhaupt die ersten Alben von Train mochte, könnte von 'Bulletproof Picasso' (etwas) enttäuscht werden.
Ich finde die CD nicht ganz so gut wie die beiden letzten, aber immer noch gut genug, um sie weiterzuempfehlen, insbesondere solchen Leuten, die etwas mit Popmusik anfangen können. Rock kann man diese Musik nämlich kaum noch nennen. Der Sound scheint mir stellenweise etwas schlechter zu sein als auf den letzten CDs. (Wie es scheint, hat der Loudness War nun auch Train erreicht.) Daher gibt es von mir trotz einer Vielzahl von sehr gefälligen Songs dieses Mal nur 4 Sterne.


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