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Rezensionen verfasst von
Amazon Customer

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Continental ContiEcoContact 5 165 70 R14 T - b/b/70 dB - Sommerreifen
Continental ContiEcoContact 5 165 70 R14 T - b/b/70 dB - Sommerreifen
Wird angeboten von Reifensuche
Preis: EUR 52,48

5.0 von 5 Sternen Frische Ware von Amazon, 15. April 2016
Zum Reifen selbst kann und will ich (noch) nichts sagen.
Ich habe diesen Reifen gewählt, weil auf der Suche nach einem Nachfolger für den ab Werk montierten Dunlop SP 10A der ContiEcoContact 5 in dieser Größe als insgesamt recht gut und am spritsparendsten angepriesen wurde, und der im Test vorhandene Dunlop-Reifen nicht ganz so gut abgeschnitten hat.

Bei den bisherigen Reifen wird nach nun 9 Jahren das Gummi doch langsam etwas spröde. Man könnte die alten Reifen sicherlich noch 1 Jahr fahren, wenn man es drauf anlegt. Das Profil jedenfalls wäre noch ausreichend.

Der Grund, warum ich diese Rezension schreibe ist aber, mitzuteilen, welche Erfahrungen ich mit dem Online-Reifenkauf mit Amazon gemacht habe.

Ich habe _bei_ bzw. _von_ Amazon (für je knapp unter fünfzig) gekauft. Also nicht nur _über_. D.h. die Reifen wurden von Amazon selbst verschickt.

Da ich meine Reifen profiltechnisch recht lange fahren kann (wenig Jahreskilometer, keine Slides und Kavalierstarts... :-)), war es mir wichtig, _frische_ Ware zu bekommen, nicht nur "offiziell als Neuware verkaufbare Ware" (aka. als "bis zu 3 Jahre alt").

Daher habe ich auch Amazon als Verkäufer gewählt, weil da dann eine eventuelle Rücksendung am wenigsten stressig geworden wäre.

Die war aber zum Glück gar nicht nötig. Am 13.04.2016 bestellt habe ich Reifen mit DOT 1216 (alle 4; zwei 2er-Gebinde) bekommen. D.h. die Reifen wurden in der 4. März-Woche, 21.-25.3. (bzw. 14.-18.3., weil laut Wikipedia KW 01 immer diejenige ist, in die der 1. Januar fällt (US-Zählweise) - und der fiel dieses Jahr aber nach unserer Zählweise eigentlich in die letzte Woche von 2015), produziert. Das ist für mich ausreichend frisch. Ich hatte mir ein Limit von 6 Monaten gesetzt.

Wer seine Reifen aufgrund der Profilabnutzung sowieso alle 5 Jahre wechseln muß, der braucht natürlich nicht auf das Herstellungsdatum bei neuen Reifen zu achten. Aber wenn man die Schlappen 10 Jahre lang fahren können möchte, macht es schon Sinn, wenn diese nicht schon 3 Jahre lang beim Händler herumliegen.

Da diese Reifenabmessungen sicherlich nicht zu den meistverkauften gehören, war ich skeptisch, ob ich nicht vielleicht doch abgestandene Exemplare bekommen würde. Da aber Amazon ja kein ausschließlicher Reifenhändler ist, dürften die vermutlich auch nur Modelle und Größen anbieten, die in einer halbwegs vernünftigen Zeit abverkauft werden.

Und da die Online-Händler keine DOT-Auskunft geben können oder wollen, macht es eben Sinn, wenn der Erfahrungsaustausch darüber z.B. in Rezensionen stattfindet. Und wenn ich die verschiedenen Foreneinträge lese, gibt es genügend Leute, die diese Information auch gerne hätten.

Zudem wurden die Reifen sehr schnell geliefert. Mittlerweile verschickt Amazon ja Waren an Kunden ohne Prime gerne erst am übernächsten Tag nach der Bestellung. Aber die Reifen waren 2 Tage nach Bestellung da. Sie sind momentan noch nicht einmal als verschickt vermerkt...

Geliefert wurden sie übrigens von DPD. Dies nur als Info, weil Amazon sonst ja DHL oder Hermes benutzt und es für den ein oder anderen von Interesse sein könnte, weil es oft vorkommt, daß die "Qualität" der einzelnen Paketdienste vom jeweils regional zuständigen Fahrer abhängig ist. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht.


Sintrinity
Sintrinity
Wird angeboten von empire-music
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Tolles Debüt!, 14. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Sintrinity (Audio CD)
Ich bin ehrlich gesagt etwas erstaunt (oder gar erschüttert?), daß es noch keine Rezension zu diesem Album gibt. Zum einen, weil es gut genug dafür ist, und zum anderen weil es schon 2012 erschienen ist.

Wie dem auch sei. Ich habe vor einiger Zeit mal zufälligerweise den Song "Wake up" auf morow gehört und fand ihn sofort interessant. Nun habe ich (endlich) das komplette Album in Händen und kann sagen, daß ich froh bin, durch diesen Zufall auf dieses Album bzw. die Band gestoßen zu sein.

Das Album ist das Debüt-Album von morph, was es umso beindruckender macht.

Morph, das sind gerade mal 2 Jungs aus Schweden, die alles selber machen:

Attila Boker: Gesang, Gitarren, Baß, Keyboards

Richard Sandstöm: Schlagzeug

Sie schreiben die Musik und Texte selbst, sie nehmen selbst auf. Attila Boker mixt und mastert selbst.
Die Gestaltung des Covers und Booklet stammt von Botond Boker, also vermutlich einem Verwandten von Attila.

Bei Sintrinity handelt es sich um ein Konzeptalbum. Der Albumtitel verrät es eigentlich schon: Es geht um eine Dreiecksgeschichte. "Wake up" hat mich gleich an SFAM von DT erinnert: Gitarre im Akustik-Modus am Anfang, dann recht bald in die vollen. Und dann eben diese Dreieckskonstellations-Story. All das kann man auch schon nur aus diesem einen Song mitnehmen. Deshalb war mein Interesse an Album und Band geweckt...

1 - A Breath Away

Das Album beginnt mit dem Schlagzeug allein. Und das klingt ziemlich lässig. Die Becken kommen gut rüber, für mich immer eines der Indizien für eine gute (oder zumindest mir gefallenden) Produktion. Insgesamt sehr "luftig" die Aufnahme soweit. Dann setzen die (verzerrten) Gitarren und Stimmen ein. Ein Klangteppich, der das "Luftige" etwas zudeckt. Aber zum eigentlichen Stophengesang wird der Gitarrenteppich durch eine gezupfte Gitarre ersetzt und es wird wieder luftiger im Klangbild. Insgesamt gefällt mir die Abmischung sehr gut.
Die Stimme von Attila Boker gefällt mir auch. Und da bin ich i.d.R. etwas wählerisch.
Insgesamt kann man morph schon einen individuellen Stil mit Wiedererkennungswert attestieren.

2 - At The Crossroads

Der Song startet gleich mit E-Gitarren und Schlagzeug. Zur Strophe hin wird dann der Gitarrenteppich dann wieder durch eine nicht verzerrte, einzelne Gitarre ersetzt. Wie schon beim Auftaktsong gefällige Melodien mit Ohrwurmpotential.
Sicherlich von der Komplexität her nicht mit DT zu vergleichen. Und Gitarrensoli a la Petrucci findet man hier keine. Von daher kommt man auch nicht wirklich auf die Idee, daß hier DT's Meisterwerk kopiert werden sollte.

3 - Reaching For You

Eine Erzählstimme begleitet von der bereits gewohnten "Einzelgitarre" und etwas Percussion eröffnet den Song. Dann leiten das Schlagzeug und die Gitarre über zur Strophe. Zum Ende der Strophe kommt dann Riffing mit der verzerrten Gitarre zum Einsatz. Also schöne progressive Abwechslung.

4 - Wake up

Der Song, der mich auf die Fährte von Band und Album gelockt hat. Intro mit akustischer Gitarre. Zunächst nur links, nach ein, zwei Takten dann stereo. Und wenige weitere Takte dann beginnt der Gesang mit einer kurzen Einleitung. Dann geht es in die vollen, sprich E-Gitarrenteppich und Schlagwerk. Zur Strophe hin dann wieder ohne Gitarrenteppich. Im Mittelteil sehr geil relaxtes Schlagzeug zu Gesang und akustischer Gitarre. Mein Lieblingssong des Albums.

5 - The Final Bow

"Gezupfte E-Gitarre" zum Gesang. Nach der ersten Strophe wird eine Stufe "höher" geschaltet: Das Schlagzeug gesellt sich in relaxter Weise hinzu. Insgesamt ein etwas ruhigerer Song.

6 - It Feels Like The End

Hier übernehmen die verzerrten E-Gitarren und das Schlagwerk wieder gleich von Anfang an das Ruder. Vermutlich der "härteste" Song des Albums. Viel Riffing. Sehr progressive Komposition. Zur Strophe hin wieder (mal) deutlich zurückgesetzte Instrumentierung. Wieder Melodie mit Ohrwurmpotential.

7 - The Journal

Vermutlicher Keyboardteppich mit Gitarrensounds als ruhiges Intro. Überleitung zu Strophenbeginn mit positiv gestimmten Klangteppich. Der auch beim fast schon hymnischen Refrain zum Einsatz kommt. Ein insgesamt ruhiger Song zum Abschluß.

Gesamtspielzeit: ca. 41min 30s

Fazit:

Sintrinity ist eine ProgRock-Scheibe mit obligatorischen Takt-, Stimmungs- und Härtewechseln. Viel akustischer Gitarren-Sound, z.T. E-Gitarren-Klangteppich. Schlagzeug von lässig-cool bis metallig-knüppelnd. Eingängige Melodien, eigenständiger, interessanter Stil.
Die Aufnahme ist relativ transparent. Außerdem kommt sie bei der Analyse der dynamischen Bandbreite deutlich besser weg als die DT-Alben der letzten Jahre - jeder Song hat einen DR-Wert von mindesten 10, im Schnitt 11. Solche (eigentlich nicht einmal sonderlich tollen) Werte erreichen die Standard-CD-Ausgaben von DT-Alben schon lange nicht mehr - die etablierten Labels machen eben alle beim Loudness War mit. Aber wenn man sich die entsprechenden Rezesionen durchliest, sieht man, daß viele diese totproduzierten Scheiben als "tolle" oder "super" oder "top" Produktion empfinden - wir reden hier nicht vom musikalische Inhalt! DT ist eben längst Mainstream, Prog-Mainstream halt, und wird dann eben auch so produziert.

Ein tolles Debüt der 2-Mann-Band morph! Vergleiche mit DT stehen nicht an. Hier wird nicht technisch gefrickelt. Aber in sich stimmiges Songwriting und dazu passender, handwerklich gekonnter Einsatz von Instrumenten und Stimme machen das Album absolut hörenswert und die Band ansich interessant. Die CD ist meiner Meinung nach gut produziert. Und davor, daß für all das nur die 2 Jungs verantwortlich sind, ziehe ich einfach mal meinen imaginären Hut!

Wie eingangs erwähnt, kann ich nicht wirklich verstehen, warum die bisher noch weitgehend unentdeckt geblieben sind. Zumindest daran gemessen, daß nach ca. 4 Jahren gerade mal eine Amazon-Rezension (auf .com) vorhanden ist/war.

Ich vergebe mal 5 Sterne, auch wenn das vielleicht etwas hoch gegriffen ist angesichts der Konkurrenz. Aber vielleicht hilft es der Band und dem Album, eine breitere Anerkennung zu bekommen. Verdient hätten es beide.


The Astonishing
The Astonishing
Preis: EUR 17,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Astonishing ... indeed!, 7. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: The Astonishing (Audio CD)
Vorbereitung:

Astonishing. Erstaunlich. So ist es.

Da aber "erstaunlich" ein neutraler Begriff ist und nicht zwingend etwas Positives bedeutet, passt das auch gut zum Album.

Nachdem das Album ja vorab ziemlich gehypt wurde, also gefühlt mehr als andere DT-Alben, ich vom letzten Album ziemlich enttäuscht war und es sich um "Konzept-Album" mit 34 Tracks handeln sollte, habe ich dann doch mal die ein oder andere Vorabrezension gelesen bzw. überflogen. Von "Meisterwerk" bis "enttäuschend" bzw. "schwach" war ja alles dabei. Die extrem positiven habe ich gleich überflogen. Aus dem Fanboy-Deliriumszustand hat mich endgültig das letzte Album geholt.

Folgende Rezensionen fand ich hilfreich. Hilfreich deshalb, weil ich schon nach Lesen des Interviews mit JP auf Rolling Stone wußte, daß es kein überragendes Album sein würde. Die Story "menschengemachte Musik ist in dystopischer Zukunft verboten, Musiker rettet die Menschheit" kann kaum kitschiger sein - Kinderphantasie. Zumal ich irgendwo gelesen habe, JP sei ein Games of Thrones-Fan und habe sich u.a. dort die Inspiration für die Geschichte des Albums geholt. Ein weiterer deal breaker für mich.

Außerdem ist ja jedes frisch herauskommende Album einer jeden Band "die beste und reifeste Arbeit" der jeweiligen Karriere. Schon klar.

Nun zu den erwähnten, für mich hilfreichen Rezensionen:

progreport . com/dream-theater-the-astonishing-album-review/

heavyblogisheavy . com/2016/01/21/dream-theater-the-astonishing/

DREAM THEATER "The Astonishing" Official Review | Critical Condition | MetalSucks: youtube . com/watch?v=zCzjcQ3HvB4

ProgReport findet das Album nicht DTs bestes Werk, aber meint, daß es sehr gut ist, man sich darauf einläßt und sich die nötige Zeit nimmt und offen daran herangeht. Hört sich nach einer ausgewogenen Beurteilung an. Zudem wird eine Liste von Songs vorgeschlagen, wenn man nicht (immer) alle 34 Stücke anhören will/kann. V.a. die kurzen (d.h. alle Nomacs-Stücke) werden aussortiert.
Die Rezension von HeayBlogIsHeavy hat meine (Rest-)Erwartungen nochmal reduziert, die lustige Video-Rezension von MetalSucks hingegen hat mir Hoffnungen gemacht, daß es vielleicht doch nicht ganz so schlimm wird. Warum ich die 3 unterschiedlichen Rezensionen trotzdem immer noch alle zusammen hilfreich finde, erkläre ich im Fazit unten.

*****

Die Aufmachung:

Erstaunlich unbeeindruckend. Erstaunlich billig.

Das Album soll ja etwas ganz Besonderes sein. Sagt die Band - und unzählige 5-Sterne-Fanboys. Bei 34 Tracks, 130 Minuten und einer "ausgefeilten" Handlung läßt sich das auch vermuten.

Erwarten würde ich also ein Digi-Book wie z.B. das von Symphony Xs Iconoclast Special Edition.

Stattdessen kommen die 2 CDs in einem banalen Digi-Pack daher. Damit nicht genug. Das Booklet ist "praktischerweise" mit der Rückseite in das Digi-Pack hineingeklebt, kann also nicht zum handlicheren Lesevergnügen reversibel entnommen werden. Zudem ist die Panorama-Abbildung, deren mittleres Drittel sich unter/hinter dem Booklet befindet, nicht vollständig zu sehen. Und dann ist der Text auf der Rückseite des rechten "Flügels" des Digi-Packs auch noch weiß auf hellblauem Himmel mit weißen Wolken. Außerdem würde man erwarten, daß die Figurenbeschreibung zu den 8 handelnden Personen von der Webseite auch im Booklet abgedruckt sind.
Na, wenn das keine Meisterleistung ist und auf ein Meisterwerk hindeutet...

Dafür gibt es schon mal 1 Stern Abzug.

*****

Das akustische Werk:

Wie gesagt, hatte ich mich auf dieses Werk dergestalt vorbereitet, daß ich meine Erwartungen vorab bewußt gesenkt habe, v.a. auch mithilfe der erwähnten Rezensionen.

Ich habe dann nach Erhalt des Albums selbiges mehrmals durchgehört, 2-3 Mal davon am Stück und in voller Länge (und 1x davon mit Booklet, um die Story auch wirklich mitzuverfolgen). Konnte aber schon beim ersten Durchhören konstatieren, daß meine Erwartungen zumindest nicht (noch) enttäuscht wurden bzw. ins Negative übertroffen wurden.

Diese Rezension ist (wieder mal) als "review while listening" geschrieben. Bei so einem langen Werk läßt sich das anders auch gar nicht wirklich bewerkstelligen, wenn man auf jeden Track eingehen will.

Bei einzelnen Tracks notiere ich "Trigger", d.h. andere Songs oder Alben an die ich durch gewissen Tonabfolgen oder Klangfarben von Stimme, Keyboard oder Gitarre erinnert werde - eben getriggert werde. Jeder mag da seine eigene Vorstellung haben. Da aber eine Rezension sich grundsätzlich an Kunden richtet, die ein Produkt noch nicht kennen, können die sich ev. dann auch etwas darunter vorstellen.

Zur besseren Orientierung habe ich die Namen der Figuren, deren Part JLB jeweils singt, angegeben. Daher macht es Sinn, deren Status und Verhältnis zueinander kurz aufzuführen. Auf der DT-Webseite findet sich zu jeder Figur eine kurze Beschreibung.

Auf der Seite vom Dorf Ravenskill:

Gabriel: Der Sänger/Musiker, "der die Welt rettet". The Astonishing - Der Außergewöhnliche.
Arhys: Sein Bruder, Anführer der Ravenskill-Miliz. Vater von Xander. Hält Gabriel für den Auserwählten.
Evangeline: Mutter von Xander, bei dessen Geburt verstorben. Wird desöfteren besungen.
Xander: Sohn von Evangeline und Arhys. Will mal so werden wie sein Vater. Dient als Motivation für Vater und Onkel für den Kampf für ein besseres, freies Leben.

Auf der Seite des (zumindest zunächst) bösen Herrscherhauses:

Nafaryus: Der "König" des Großen Nordreiches Amerikas. Will mit aller Gewalt seinen Herrschaftsanspruch durchsetzen. Sieht v.a. den Einfluß Gabriels als Gefahr und hält dagegen. Hat zwei Kinder: Tochter Faythe und Sohn Darys.
Arabelle: Seine Frau. Steht grundsätzlich hinter ihrem Mann, ist aber auch gegen irrationale Konfrontation und unbedingte Herrschaft.
Darys: Fühlt sich sich gegenüber seiner Schwester von seinem Vater benachteiligt und weniger wertgeschätzt. Versucht im Kampf gegen die Ravenskill-Miliz durch Einzelaktionen bei seinem Vater Punkte zu sammeln. V.a. will er einen Keil zwischen Arhys und Gabriel treiben.
Faythe: Die Prinzessin liebt Musik und daher auch Gabriel. Der Rest ist daher nicht schwer zu erraten...

Nun aber zu den einzelnen Tracks:

Act I

01 - Descent of the NOMACS (1:11)

Das Albumintro. Die drohnenartigen Noise Machines machen "Musik", maschinelle, elektronische Geräusche. Die Grundlage für die Story wird quasi gelegt. Geht dann nahtlos über in...

02 - Dystopian Overture (4:51)

Es geht gleich relativ gewohnt progressiv zu Werke. Nach der Einleitung wird dann von JP ein später öfter mal wiederholtes Thema eingeführt. JR legt mit dem Piano nach. Ehe wieder ein Wechsel stattfindet und wenige Takte (Keyboad-?)Streicher zum Tragen kommen, in schnellem Wechsel mit verschiedenen bekannten Keyboardsounds von JR (Trigger: Feeding The Wheel-Album; 1:45ff). Abwechslungsreich geht es weiter: JR packt die E-Harfe und (E-?)-Bläser aus. Ein (Gospel-)Chor (ev. auch nur vom Keyboard produziert) singt ein paar Takte lang mit. Wieder ein Break ehe wieder ein neues Thema gelegt wird, diesmal mit dem Keyboard im Gitarren-ähnlichen Sound. Direkte Überleitung zu...

03 - The Gift of Music (4:00) (Vorabsingle Nr. 1)

JP zupft die E-Gitarre zur Eingewöhnung ehe es progressiv zugeht: Riffing und Schlagzeug. Wenig später hört man JLB erstmals in gewohnter Stimme. Als Erzähler, der Ort, Zeit und grundsätzliche Zustände erklärt. Dann als Arhys, mit mehr hauchender, säuselnder Stimme. Zumindest anfangs. Beim Refrain setzt dann wieder der Chor mit ein. Ehe JP ein wenig soliert und in ein Instrumental überleitet, das den Song auch beendet.

04 - The Answer (1:53)

Klavier- und Gitarren-Intro. Jetzt mimt JLB Gabriel. Hört sich nach seiner normalen Stimme an. Eher ein Prog-Pop-Song. Oder Prog-Rock-Ballade.

05 - A Better Life (4:39)

Militärischer Gleichschritt ist zu hören. Eine Ansage vom Befehlsgeber. Klavier und Violine beginnen zu spielen, die Schritte werden langsam ausgeblendet. Bald wird es progressiv-rockig: JP, MM, JM setzen ein. Wenig später auch JLB - als Arhys. Nettes Riffing während der Strophen. Refrain triggert Erinnerungen an BTV vom letzten Album. Nach zweiter Strophe samt Refrain packt JP ein kurzes Gitarrensolo aus. Dann säuselt JLB wieder - relativ allein. Als die Instrumentierung härter wird, singt er auch wieder druckvoller. Jetzt wird's dann auch wirklich Prog Oper-mäßig was die Melodieführung und die Wiederholung derselben angeht.

06 - Lord Nafaryus (3:28)

JLB (wieder als Erzähler) setzt gleich kurz nach JP, MM und JM ein. Es geht gleich "rockig" zur Sache. Ohne großartigen Wechsel im Musikstil gibt JLB jetzt den Nafaryus - zunächst im Sprechgesang. Später Singstimme, z.T. mit Kopfstimme / Falsett (Trigger: Freddy Mercury). Musikalische Untermalung mit nettem Riffing, auch Prog Oper-mäßig. Intermezzo mit Piano und anschließendem DT-typischem Kurzinstrumental. Wechsel zwischen Nafaryus und Erzähler. Ebenso Wechsel zwischen. Prog-Rock und Pop/Rock bzw. Prog Oper-Stil.

07 - A Savior in the Square (4:14)

Intro mit Streichern und gezupfter E-Gitarre. Letztere singt dann erst mal eine "schöne" Melodie. Später begleitet vom Piano (und weiterhin den Streichern). Fade-out der Musik und Überleitung zu militärischem Gleichschritt zu Signaltrompeten (vgl. Mittelalterliche Ritterspiele). Dann rockiges Riffing. JLB singt nun abwechselnd als Nafaryus (hier stellenweise Trigger: JLBs Solowerke bzw. Unweaving The Rainbow), Erzähler, Arhys, Daryus, Gabriel. Je nach dargestellter Figur ändert sich seine Stimmfarbe und auch die Härte und Instrumentierung der Musik. V.a. als Gabriel wird es "schmalzig", also Prog Oper-mäßig. Direkt Überleitung zu...

08 - When Your Time Has Come (4:19)

Klavier und Jubel- bzw. Klatschgeräusche zu Beginn. Ehe v.a. Keyboard und Schlagzeug übernehmen. Relativ soft. Prog Oper wieder mal. Entsprechend ear-candy ist die Melodieführung. "Gabriel" singt. Dann wird doch noch gerockt. JP soliert und triggert auch mal kurz SFAM, spezifisch TSCO. Dann JLB als Faythe.

09 - Act of Faythe (5:01)

Erstmal ein richtiges orchestrales Intro wie man es nach all dem Vorabgedöhns erwarten würde. Klingt aber irgendwie trotzdem wie aus dem Keyboard. Dann legt JR mit dem Piano die melodische Grundlage. JLB gesellt sich mit seiner Säuselstimme als Faythe hinzu. Teilweise sogar mit leichtem Vibrato. Zur Halbzeit setzen dann auch mal JP und MM (und vermutlich auch JM - der ist aber i.d.R. tief mit Mix versteckt) ein. Es steigert sich dann doch noch zu einem relativ rockigen Song. Zum Ende hin wird es dann LOTR-mäßig: Piano, Sopranosingsang (Stimme ohne Text).

10 - Three Days (3:44)

Wieder Intro mit Streichern und Klavier. JLB mimt Nafaryus mit Sprechgesang (leicht aggressive und tiefere Stimme). Nach 2 Strophen übernehmen JP&Co die Untermalung mittels rockigem Riffing. Mehrstimmig porträtiert dann JLB die Leibgarde des Herrschers (Nafaryus), ehe dieser selbst wieder sprechsingend und lachend selbst zu Worte kommt. Nach weiteren gesungenen Befehlen der Leibgarde führt der Erzähler die Geschichte fort. Zum Ende hin packt JR dann noch kurz eine E-Klarinette im Klezmer-Stil aus, ehe JP und JR (am Klavier) samt MM dem Song einen knackigen Schluß bescheren.

11 - The Hovering Sojourn (0:28)

Die Nomacs machen wieder mal Geräusche. Klingt nach irgendwo zwischen John Cage und Schönberg.

12 - Brother, Can You Hear Me? (5:11)

Metallisches Geklapper, vermutlich Schwerter die aufeinander schlagen - oder auf Rüstungen. Und wieder Marschiergeräusche. Überblendung zu angedeuteter Marschmusik (durch MM) mitsamt Legung der Melodie für den Song. Trompeten und textloser Chor komplettieren die musikalische Einleitung. Mit JLB singt als Arhys, der Chor als die Rebellen-Miliz (letztere meist ohne Text), die musikalische Untermalung ist jetzt wieder rockig. Als Überleitung zu Gabriel kommen allerdings wieder ganz "klassisch" die Streicher allein zur Geltung. Gabriel singt zu Klavier und leichtem Hintergrund Chor. Zur dritten Strophe setzt dann wieder die ganze Band ein und es wird rockig.

13 - A Life Left Behind (5:49)

JP zupft und rifft das Intro, wird aber bald begleitet von MM und JR (an Klavier, Keyboard und Hammond-Orgel - da wird live wohl einiges aus der Retorte kommen müssen). JP legt den Schalter an seiner Gitarre um und spielt zwischenzeitlich etwas verzerrt. Aber als Faythe zu singen beginnt, wird es wieder etwas ruhiger. Zumindest während der Strophen. Zum Refrain hin wird der Rock-Anteil erhöht. Abwechselnd nun Faythe und Arabelle am Mikrophon. Zum Schluß dann noch Daryus.

14 - Ravenskill (6:01)

Verträumtes Klavier mit Vogelstimmen. Trigger: Helge Schneiders Fantasie in Blau (ja wirklich, kein Scherz!). Entsprechend ruhig geht es weiter und JLB setzt als Erzähler ein. Dann "sprechsingt" eine Unterhaltung zwischen Faythe und einem Bürger bis der Erzähler wieder vorübergehend übernimmt. Nach dem ersten Drittel des Songs wird es dann proggig. Nun stellt JLB abwechselnd den Erzähler, Arhys, Faythe und Gabriel. Entsprechend ändert sich die musikalische Untermalung und die Stimmfarbe und -härte.

15 - Chosen (4:32)

Klavierintro (mit elektronischen Effekten), Gabriel haucht ins Mikrophon. JP zupft sachte dazu. Ebenso setzen Streicher ein. Die Melodie ist typisch einfach-eingängig - Prog Oper eben. Steigerung zu einem Rock-Song, JP spielt ein Solo. Zum Ende hin wird wieder zurückgefahren und es bleiben Klavier, Cello und Gitarre als Begleitung übrig.

16 - A Tempting Offer (4:20)

Ebenfalls Klavierintro, allerdings dauert es nur wenige Sekunden bis JP&Co gleich in die Vollen gehen - relativ hart sogar. Zum JLB-Einsatz (als Daryus) wird zunächst aber wieder auf Klavier reduziert. Zum Gesungenen werden auch Geräusche eingeblendet: Tür, die geöffnet wird, angestrengte Stöhnen im (Abwehr-)Kampf, Geschrei. Entsprechend der Situation geht es auch wieder rockig zur Sache. JR interludiert auf dem Keyboard. Daryus greift sich Arhys‘ Sohn Xander, was Arhys natürlich nicht einfach so hinnehmen will, weshalb JLB nun allerhand zu tun hat mit dem Wortwechsel der beiden. Mit Daryus Worten endet der Gesangsteil entsprechend düster. Streicher lassen den Song in Moll ausklingen (Trigger: Matthäus-Passion, Schlußakkord).

17 - Digital Discord (0:48)

Die Maschinen machen wieder mal "Lärm". Eine Art Nebelhorn ist auch zu hören.

18 - The X Aspect (4:13)

Klavierintro, das auch gleich die Melodie des Songs verrät. Es gesellen sich das Streichorchester und der Chor hinzu. Dann übernehmen JP zupfend und JR an der Hammond-Orgel. JLB gibt Arhys zum Besten. MM streichelt die Becken bis es dann relaxt lässig mit Schlagzeug, Gitarre, Klavier und Gesang weiter geht. Steigerung zu einem ausgewachsenen Rocksong. Alles im soften Bereich. Aber bevor man es sich versieht, wird auf die Bremse getreten und der Song wird von E-Dudelsack und Chor zu Ende geführt. Von den weitgehend "soften" Song vermutlich mein Lieblingssong. U.a. wegen des Klavierintintros und der Melodie. Da steckt irgendwas von Bach drin, denke ich jedes Mal.

19 - A New Beginning (7:41)

Rockiges Riffing startet den längsten Song des Albums. Rhythmisches Schlagzeug zu Beginn. Faythe singt zu Prog Oper-gemäßem Rock. Wieder eingestreutes JLB-Falsett (s.o.). Es wechseln sich nun Nafaryus, Faythe und Arabelle ab. Interlude mit (elektronischen?) Piccolo(?)-Trompeten und Cembalo-Sound aus JRs Keyboard. Pompös geht es weiter. Inklusive JPs singender Gitarre. Dann singen wieder Arabelle, Faythe und Nafaryus. Mit letzterem wird der Song wieder entsprechend härter. Der Aufbau des Songs sowie der postivistische Medlodieverlauf triggert bei mir aber auch immer wieder Erinnerungen an Nikolo Kotzev's Nostradamus. Die restliche Hälfte des Songs wird dann instrumentalisiert. JP mit gewohntem Solo-Sound, JR mit allen möglichen seiner bekannten Keyboard-Sounds, Parallelläufe der beiden. Dann die letzten 2,5 Minuten ein relaxter Beat von MM, begleitet von JMs geil-lässiger Hookline (den man hier auch wirklich mal hören kann, weil er nicht in einem Klangteppich versteckt wird). JP jammt dazu, erst dezent schrubbend und mit langen Noten, später rockt er sich dann in Ekstase und läßt die Finger über das Griffbrett fliegen - er ist nur noch per Fade-out zu bändigen, weil der Song vermutlich im Studio so noch 25 Minuten weitergegangen ist... :-). Der DT-typischste Song des Albums. Und der typischste Song des Albums, weil er alle Stile, die so auf dem Album vertreten sind, in sich vereint. Mein "Lieblingssong" des Albums.

20 - The Road to Revolution (3:35)

Pompös-Sound mit Streichern und Band im Prog Oper-Stil. Zum Gesangeinsatz von JLB wird dann reduziert. Faythe, Gabriel, Arhys, Daryus und Nafaryus kommen dran. Bei Daryus wird es riffig-rockig. Bei Arhys hingegen hymnisch, inklusive Trompeten. Nach Nafaryus, der wieder dunklere Töne einführt, geht der Song dem Ende von Akt 1 entsprechend pompös-hymnisch zu Ende.

Act II

01 - 2285 Entr'acte (2:20)

Rockiger Start (Trigger: IT vom letzten Album) mit eingestreuter E-Harfe. Recht bald aber ändern sich die Instrumentierung und die Musik. Und so geht das immer weiter. Klingt wie ein InstruMedley aus 7 oder 8 verschiedenen Versatzstücken. Überleitung zu...

02 - Moment of Betrayal (6:12) (Vorabsingle Nr. 2)

Klavier und Streicher leiten den Song ein bevor es relativ rasch pompös-rockig wird. Nach diesem Intro wird es proggig mit nettem Riffing. Gabriel singt hier auch mal "härter". Die letzten zwei Drittel singt allerdings Arhys. Vielleicht der Song mit dem größten Prog-Rock-Anteil. Inklusive instrumentalem Intermezzo mit Parallelläufen von JP und JR sowie einem JP-Solo. Rockig-riffiges Outtro.

03 - Heaven's Cove (4:20)

Grillengezirpe, Glockengeläut, Chor, Keyboardsounds - ehe JP mit gezupftem Legato-Spiel den Song beginnt. Streicher und Sopranostimme vervollständigen das Intro. JR setzt mit Keyboard und Klavier ein, alternierend setzt die komplette Band hart ein. (Darin versteckt ein Trigger zum James Bond Thema.) Endgültig dann mit JLBs Einsatz als Erzähler. Nach Fade-out der Band klimpert JR auf dem Piano den Song zuende.

04 - Begin Again (3:54)

Klavier und Keyboardsounds. JP mit "clean"-Sound-Gitarre (Trigger: LTE/An Evening With JP&JR: State Of Grace). Überleitung zu Streicherbegleitung. Zum Stropheneinsatz dann zunächst minimalistische Begleitung nur von akustischer Gitarre und Klavier. Passend zu Faythes Charakter. Steigerung durch Hinzufügen von Streichern und der restlichen Band. Melodieführung auf maximal "schön" ausgelegt. Prog Oper "vom Feinsten", könnte man sagen.

05 - The Path That Divides (5:10)

Wieder rhythmische Grillen. Keyboardsounds "machen Stimmung". Diese wird aber bald "zerstört" durch Nomacs-ähnliche "Musik". Streicher führen diese düstere Stimmung fort. Das Intro endet abrupt mit Einsatz der Band und JLB - zunächst als Erzähler. Die "Melodie" der Streicher wird in der Gesangsmelodie fortgeführt. JP rifft dazu. Dann verkörpert JLB abwechselnd zusätzlich Gabriel, Daryus, Arhys. Als Arhys verfällt er in einen Sprechgesang, fast schon Rap-Gesang, mit elektronisch verzerrter Stimme (vgl. TGD auf SDOIT).
Dann hört man auch wieder Kampfgeräusche (Trigger: z.B. StarCraft: Brood War).

06 - Machine Chatter (1:03)

Wieder maschinell-elektronische Geräusche.

07 - The Walking Shadow (2:58)

Rockiger Start. Erstmals singt Xander. Relativ erwachsene, schreiende Stimme. Nachfolgend kommen noch Arhys und Erzähler zum Einsatz - zu proggigem Riffing. Zwischendurch wieder Marschiergeräusche und Hintergrundchor. Zum Schluß hört man wieder Kampfesstöhnen, dieses Mal eher von einem Kind - wohl Xander.

08 - My Last Farewell (3:44)

JLB setzt gleich zu Beginn (als Gabriel) ein - begleitet von Klavier und Streichern. Nach den ersten beiden Strophen wird's prog-rockig. Trigger hier u.a.: Seven Lands Of Sin (auf Sanctus Ignis von Adagio). Im Instrumentalteil präsentiert JR ein paar Läufe auf seinem Keyboard. Hinterher geht es zunächst eher Rock Oper-mäßig weiter ehe wieder sich auf Prog-Rock besonnen wird - inkl. Parallelläufen von JR&JP. Gabriel schreit zum Schluß ehe die Band den Schlußakkord setzt.

09 - Losing Faythe (4:13)

Beginn mit Geheule von einer Frau und einem Mann mit Grillengezirpe im Hintergrund. Das Geheule kommt doch ziemlich Computerspiel-mäßig lächerlich daher. Dann beginnt JLB zu singen, begleitet von JPs akustischem Gitarrensound. Für Nafaryus ist die Stimme und musikalische Begleitung erstaunlich balladenmäßig. Bald setzen MM und JR mit relaxtem Sound und Beat ein. Als Arabelle singt JLB dann weiter. JP packt die Rockgitarre aus, als der Erzähler einsetzt. Rockig-hymnisch wird es als Nafaryus wieder dran kommt.

10 - Whispers on the Wind (1:37)

Wieder setzt der Song mit JLBs Stimme ein. Wieder begleitet von Klavier und Streichern. Passend für Gabriel ist der Song entsprechend ruhig und balladenhaft.

11 - Hymn of a Thousand Voices (3:39)

Klavierintro. Bald ergänzt mit Violine (Trigger: Anne de Wolffs Beiträge bei BAP). MM bedient rhythmisch die große Trommel, ebenso rhythmisch erklingt synchrones Klatschen. JLB singt als Erzähler. Z.T. begleitet vom textlosen Chor im Hintergrund. In dieser musikalischen Minimalbegleitung geht es bis ca. 75% des Songs. Erst dann setzt die Band im Rockmodus ein. Rechtzeitig zum Einsatz von Gabriel mit den Dorfbewohnern (die durch den Chor gesungen werden).

12 - Our New World (4:12)

Mit rockigem Riff beginnt der Song, also JP, MM, JM zeigen gleich von Anfang an, daß sie noch da sind. JLB singt als Gabriel. JP "singt" mit seiner Gitarre zwischendurch ein kleines Solo. Dann ist Faythe dran. JP legt er nochmals ausgiebiger nach bevor Gabriel, Faythe und X(ander) zum Schlußgesang ansetzen. Etwas ruhiger geht der Song dann instrumental zuende.

13 - Power Down (1:25)

Die Geräuschmaschinen dürfen ein letztes Mal ran. Z.T. Rhythmischer Computersound (Trigger: Ayreon, ich nehme an 01011001).

14 - Astonishing (5:51)

Der Letzte Song des Albums. Quasi der Titelsong. Passend zum Gesamtkonzept beginnen Band im Lightmodus und Streicher den Song. Die Melodie Opern-typisch gefällig. Zum Ende des Albums werden nochmals fast alle Protagonisten stimmlich von JLB dargestellt: Der Geist von Arhys (begleitet vom Hintergrundchor; Engel?), Xander, Gabriel, Faythe, Nafaryus, Arabelle, und alle gemeinsam.
Für jede Figur wird die Instrumentierung und Musik leicht verändert und angepasst. Somit kann man einen relativ abwechslungsreichen Song erwarten. Wenn auch in Grenzen. Denn alle haben sich am Ende lieb, so daß Extreme, v.a. in den Prog-Rock- oder gar Prog-Metal-Bereich ausbleiben. Zum Schluß wird es nochmals pompös-hymnisch (und schmalzig: "Eternally in harmony...") - inkl. Trompeten. Den Schlußakkord spielt allerdings JP mit verzerrter Gitarre. :-)

*****

Fazit:

Das Album wird immer als Konzeptalbum bezeichnet. Ich glaube allerdings, daß dies - zumindest im engeren Sinne - nicht zutrifft. Bei einem Konzeptalbum erwarte ich eine Zusammenstellung von Songs, die allesamt in etwa gleichwertig sind. Also keine Filler-Songs, Soundbites, oberflächliche Zwischenstücke etc. Daher würde ich dieses Album eher unter "Rock Oper" einordnen, hier vielleicht "Prog Oper", bisweilen auch "Pop Oper"... Das zügelt auch die Erwartungshaltung und mindert das Enttäuschungspotential.

Beispiele für gute Konzept-Alben sind für mich SFAM (DT) oder V - The New Mythology Suite (Symphony X). Stringent, hochwertig, ohne überflüssiges Füllmaterial.

Mich erinnert das vorliegende Album von der Anlage her eher an 01011001 (Ayreon) (oder Ayreon im Allgemeinen) und bisweilen auch Nostradamus (Nikolo Kotzev). Wobei bei letzterem das Orchester wirklich eine tragende Rolle übernimmt bzw. übernehmen darf. Gemessen an der groß(spurig)en Ankündigung für TA ist das Orchester doch erstaunlich schwach repräsentiert.

Unter Beachtung der erwähnten aktiven Erwartungsminderung vor dem ersten Anhören des Albums ist es wiederum gar nicht schlecht, im Gegenteil. Im Rahmen der Vorgaben (kein Konzeptalbum, sondern eine "Prog Oper"; kein "echtes" DT-Album, sondern ein Experiment) läßt sich das Album gut anhören und auch genießen - v.a. die aufgezeigten Highlights.

Die anfangs erwähnte Vorabrezensionen waren deshalb für mich hilfreich, weil sie einerseits meinen Erwartungshorizont nach unten geschraubt haben, zum anderen auch - v.a. vor dem Hintergrund der ansonsten z.T. kritischen Betrachtung von DT-Alben im Allgemeinen durch einen der Rezensenten - dem Album einen generellen Hörgenuss bescheinigen. Und genau das konnte ich bei meinen diversen Durchläufen so nachvollziehen. Und es macht durchaus Spaß, das Album anzuhören, wenn auch nicht jeder Track gleichermaßen. So wie ich z.B. JLBs Gastauftritte, Nebenprojekte und Soloalben mitunter gerne anhöre, immer in dem Bewußtsein, daß es kein DT-Album ist. Deshalb denke ich mir bei diesem Album einfach, daß es ein Nebenprojekt ist. Nur eben diesmal mit allen Bandmitgliedern von DT. :-)
Am Ende kommt man dann doch eventuell bei der Rezension von ProgReport an. Im Übrigen kann ich die dort vorgeschlagene gestraffte (auf 73 min.) Playliste zum Test empfehlen. Hat was. Komplett ist aber natürlich authentischer.

Bei der Bewertung allerdings kann man nicht unter den Tisch fallen lassen, daß es sich trotz allem um ein DT-Album handelt.

Unter relativen Gesichtspunkten - also im Bereich von "Rock Opern" kann man sicherlich 4-5 Sterne vergeben. Absolut gesehen erwarte ich aber von DT vernünftige, d.h. richtige Konzeptalben - keine mit Füllmaterial angereicherten - für DT-Verhältnisse! - Mittelmaß-Pseudokonzeptalben.

Daher vergebe ich 3,5 Sterne. Da halbe Sterne nicht möglich sind und 4 Sterne zu viel wären, logge ich 3 Sterne ein.

Nun hat DT das "Monumentalprojekt" abgehandelt - was vielleicht gar nicht so schlecht war, nach dem letzten, in meinen Augen vom kompositorischen her schwächsten DT-Album (vielleicht kann ich mich ja doch irgendwann mal zu einer Rezension überwinden, aber eine war schon recht treffend: die, die auf das Patchwork-Schema bei fast allen Songs hingewiesen hat) -, jetzt können Sie hoffentlich endlich wieder richtig gute Prog Rock/Metal-Alben machen, wie es bis einschließlich Octavarium und ADTOE (SC und BC&SL nur mit Abstrichen) der Fall war. V.a. die Phase SDOIT, TOT und O war schon sehr kreativ und abwechslungsreich. Das soll nicht heißen, daß dies ihre besten Alben waren, aber sie waren allesamt "überraschend", stilistisch gesehen gegenüber dem jeweiligen Vorgänger, und gleichzeitig gut bzw. in sich stimmig. Und v.a. letzteres war beim selbst-betitelten Album definitiv nicht der Fall.

The Astonishing stellt also in mehrfacher Hinsicht einen (hoffentlich wieder) Wendepunkt dar und - unabhängig von der Bewertung - natürlich auch einen Meilenstein. Natürlich war der Ausflug DTs in Prog Oper-Gefilde erstaunlich. Und sie haben es bravurös gemeistert. Aber bedingt durch die Projekt-Vorgaben mußten sie unter ihren Möglichkeiten bleiben. Deshalb ist TA sicherlich für eine Prog Oper gut bis sehr gut. Aber für ein DT-Album eher unbefriedigend. Deshalb ist es besser, TA eben nicht als DT-Album, sondern als Sonderprojekt von DT zu sehen. Dann kann man damit auch gut leben.

Um es mit Sheldons Worten zu sagen:

Oh, I understand the confusion. I have never said that Dream Theater isn't good at making The Astonishing a good Prog Oper. It's just that Prog Operas are not worth being done by a band with the quality of Dream Theater.

Die gute Nachricht ist allerdings, daß ich meine Meinung über das Album Stand heute allenfalls noch nach oben ändern kann/werde.

Und die Blu-ray vom Konzert werde ich wohl auch ziemlich sicher kaufen... :-)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 8, 2016 9:33 AM CET


Underworld
Underworld
Preis: EUR 7,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schade, schade..., 9. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Underworld (Audio CD)
...oder anders ausgedrückt: Wie angekündigt und befürchtet!

Es ist sicher kein schlechtes Album, aber hier wird SyX weder dem Bandnamen noch dem Albumnamen gerecht.

Wenn eine Progband ein Album namens Underworld herausbringt, muß dieses sich bei mir mit Underworld von Adagio messen. Und da hat das von SyX keine Chance.

Es fing ja schon an mit den Vorabäußerungen von Romeo & Co., die ausdrücklich Paradise Lost als eines der Alben erwähnten, an denen sich Underworld auch orientieren sollte. Das hat meine Hoffungen schon mal von vorn herein sehr gedämpft. Für mich ist Paradise Lost das schlimmste SyX-Album: Power-(Prog)-Metal. Also die Popschiene des Metals. Klar kann jede Band entscheiden, in welchem Fanpool sie fischen will. Und wenn SyX unverständlicherweise immer noch nur mikrige Konzerthallen bespielen darf, wenn sie nicht gerade mal als Vorgruppe von DT auftreten dürfen, kann man auch wieder nachvollziehen, wenn sie ihre Fanbasis im Power Metal-Sektor ausbauen wollen. Von ihrer musikalischen Qualität her sind das allerdings Perlen vor die Säue. So viel Ehrlichkeit muß sein.

Dann war mit Evermore die erste Vorabsingle zu hören, und ich wurde in meinen geringen Erwartungen bestätigt. Popsongniveau, viel mehr fällt mir dazu nicht ein. Power Metal mit Progelementen eben.

Immerhin gewinnt der Song mit dem Intro des Albums.

Die Zweite Vorabsingle, Without You, hat mich in meiner Vorabeinschätzung bestärkt.

Aber nun zum fertigen, kompletten Album:

01 - Overture:

Hört sich anfangs an wie das Intro zu einem affektierten Computerspiel. Da bin ich mehr Qualität von SyX gewohnt. Insgesamt eher Power-Metal-tauglich. Und dafür ist Syx einfach zu gut.

02 - Nevermore:

Geht nach Überleitung von der Overtüre gleich in die Vollen. Russell Allen geht genauso druckvoll zu Werke wie der Rest der Band. Nettes Riffing. Geknüppeltes Schlagwerk. Aufbau und Refrainmelodie allerdings sind aber eher auf Power-Metal-Niveau. Die Vergleiche zu Paradise Lost stimmen - leider. Also kein Vergleich zu Iconoclast - auch wenn das ein oder andere Riffingelement daran erinnern mag. Im Instrumentalteil zeigen die Jungs - allen voran natürlich Michael Romeo - wie gewohnt, was sie drauf haben.

03 - Underworld:

Startet auch mit einem metallenem Intro. RA nutzt v.a. seine bedrohliche Stimme und packt auch des öfteren einen sehr düsteren Tonfall aus - mit growling. Schlagwerk wieder sehr oft mit Geknüppel (kann ich i.d.R. nicht leiden - hat für mich mit progressive nichts zu tun). Hier ist es eher umgekehrt im Vergleich zum Nevermore: die Strophenmelodie gefällt mir nicht wirklich, der Refrain ist eher wieder SyX, so wie ich es kenne, schätze und mag. Die Breaks sind auch ok. Es ist schon etwas ironisch, daß SyX mit Underworld den Growling-Pfad einschlägt, während das gesamte Underworld-Album von Adagio, die danach voll in diese Richtung abgebogen sind, Prog-Metal vom feinsten ist, ohne das lästige Gegröhle.

04 - Without You:

Die zweite Vorab-Single. Eine Ballade. Allerdings auch eher nach Power-Metal-Schema. Die Lyrics waren bei SyX auch schon besser, nicht ganz so seicht. Nach dem balladentypischen, eher ruhigeren Beginn, wird bei Strophe und Refrain schon gerockt. Der Instrumentalteil wurde dazu passend gestrickt und erinnert stellenweise an The Odyseey bzw. Candlelight Fantasia. Die Power Metal-typische Wiederholung des Refrain bis zum Erbrechen wird leider durchgezogen.

05 - Kiss Of Fire:

Hier geht es wieder von Anfang an voll zu Sache. RA stimmt wieder rauhere Töne an. Das Riffing ist hier und da nett anzuhören, insgesamt ist der Refrain aber wieder eher auf der schwächeren Seite anzusiedeln (inkl. Jason Rullo-Geknüppel). Es dauert wieder bis zum Mini-Instrumentalteil, bis meine Ohren wieder etwas zu hören bekommen, was sie hören wollen. Allerdings ist der Teil auch gleich schon wieder vorbei. Die Keyboard-"Hörner"(?) im Outro erinnern etwas an The Odyssey.

06 - Charon:

Beginnt, wie andere Songs des Albums zuvor auch schon, mit Riffing. Eher unspektakulär. Nach der Einleitung wird allerdings das Riffing interessanter, spannungsgeladener. RA setzt ein und führt die Spannung fort. Im Übrigen singt er hier wieder "normal". Auch beim Refrain scheint SyX wieder in die Spur gefunden zu haben: Typischer SyX-Prog-Metal. 6-Tracks-langes Warten wird endlich belohnt. Sicherlich kein SyX-Meisterwerk, sondern solide SyX-Kost. Und das ist ja schon mehr, als die ein oder andere Band überhaupt zu leisten (kompositorisch und in der Wiedergabe) im Stande ist. Mittelteil mit MR-Solo und Keyboard-Gitarren-Duett, wie man es von einem SyX-Song erwartet und erwarten kann. Ja, auch hier wird zum Ende hin der Refrain mehrfach wiederholt, allerdings ist er schon ansich nicht so trivial-nervend wie bei Without You. Außerdem gibt es noch ein Instrumental-Outro.

07 - Hell and Back:

Die instrumentale Einleitung läßt wieder eher Schmalziges, sprich Power Metal erwarten. Allerdings eher von der hochwertigen Sorte - wie es SyX ja auch schon in der Verganganheit abgeliefert hat. Gut durch- und auskomponiert. Es handelt sich hierbei um den längsten Song des Albums. Der Refrain ist zwar hart an der Grenze zum Schmalz, aber meiner Meinung nach noch nicht nervend-billig wie bei Without You. Auch hier fühlt man sich an den ein oder anderen Vor-Paradise-Lost-Song erinnert (wieder mal The Odyssey). Und das ist gut. V.a. im Break/Mittelteil kommt TO-Gefühl auf. Auch wird die Stimme von AR etwas druckvoller. Sicherlich einer der besseren Songs des Albums. Die Qualität der Originale erreicht er allerdings nicht. Natürlich gibt es in einem solch langen Song auch einen Instrumentalteil, der allerdings nicht sonderlich lang ausfällt. Dann wiederholt AR den Refrain nochmals bevor der Song mit einem Outro endet. Das hatte doch kompositorisch schon wieder mal Hand und Fuß, wie man es von SyX gewohnt ist.

08 - In My Darkest Hour:

Der Song beginnt mit einem Knüppel-Intro, geht aber relativ bald in den Gesangsteil über. Es handelt sich wieder eher um einen düsteren Song. Im Refrainteil wird die Dunkelheit melodisch zumindest etwas aufgehellt. Nach dem zweiten Durchgang dann Instrumentalteil. Solide SyX-08/15-Kost. Dank Popsongstruktur nach gut 4 Minuten vorbei.

09 - Run With The Devil:

Ein eher hektischer Song. Passend zum Titel. Der Breakteil der Strophe vor dem Refrain baut Spannung auf - SyX erinnert sich an eine ihrer Stärken. Sonst eher unspektakulärer Song. Ausgerechnet im Refrainteil eher entspannt.

10 - Swansong:

Die obligatorische SyX-Ballade. Ja, Ballade war schon. Aber das ist die, die, wie schon auf Vorgängeralben, eine Variation auf den Typ SyX-Ballade von Candlelight Fantasia darstellt. Und das ist i.d.R. ein gutes Zeichen. Melodischer Prog-Power-Metal wie ich ihn mag. Kommt natürlich nicht an das Original heran. Gefällt mir aber deutlich besser als die Mehrheit der Songs auf diesem Album. RA _singt_! - auch wenn er zwischendurch auch seine druckvolle Stimme auspackt. Michael Pinella drückt sehr oft den "piano"-Knopf an seinem Keyboard. Gut und schön durchkomponiert - klassische SyX-Kost. Ausgiebiger Instrumentalteil, geführt wie immer von MR. Über die Lyrics kann man deshalb hinwegsehen, denn der Rest entschädigt. Sie können es also doch noch...

11 - Legend:

Zurück zur Gegenwart. Riffing-Intro à la SyX 2015. Strophen-Melodie ohne Sexappeal. Refrain-Melodie SyX-Durchschnittskost. Wenigstens kein Gegröhle. Das Album endet (qualitativ) so unspektakulär wie es begonnen hat.

Fazit:

Ein eher schwaches (für SyX-Verhältnisse versteht sich!), unspektakuläres Album. Erstaunlich, denn wieder mal hat SyX "ewig" daran herumgefeilt. Das Songwriting kann an die glorreiche Vergangenheit nicht anknüpfen. Hier wurde das Repertoire in variierter Form neu durchgekaut, allerdings leider weitgehend im Stile von Paradise Lost mit der Härte von Iconoclast. Was mir an letzterem Album noch gefallen hat, wurde auf Underworld durch die PL-isierung zunichte gemacht. Verlangweilt sozusagen.
Und so bleiben in etwa 3 Songs, mit denen ich wirklich etwas anfangen kann: Swansong, Charon und mit Abstrichen Hell and Back. Das ist mir bei einem SyX-Album schlicht zu wenig.

Und so reiht sich SyX in die Zahl meiner Lieblingsbands ein, die nach einem Einbruch und darauffolgender Erholung dann doch wieder den Pfad nach unten eingeschlagen haben.
Und so ist dann auch obige Rezension zu sehen, aus der - wohl unübersehbar - Enttäuschung spricht, nach dem Motto: "Nein, nicht die auch noch! Nicht auch noch Symphony X!"

Beispiele gefällig?

DT: Nach Octavarium gings irgendwie leicht bergab (SC, BC&SL). Nach MP-Abgang hatte ich Befürchtungen (und zugleich Hoffnung auf ein Ende des düsteren Stils der beiden genannten Alben), wurde aber mit ADTOE maximal positiv überrascht, nur um dann mit DT eines der schwächsten DT-Alben überhaupt hören zu müssen...

Adagio: Gut, die haben (bzw. hatten) sowieso keinen festen Stil. Erst neoklassischer Metal, dann Prog-Metal (Underworld) und seither zwei (Prog-)Death-Metal-Scheiben, die aber nicht mehr so herausragend waren wie Underworld.

Angra: Schwäche mit Fireworks (v.a. auch wg. der Produktion), Abgang von André Matos und schlimmste Befürchtungen, mit Rebirth aber positiv überrascht. Danach gings dann aber bergab, v.a., weil sie auf einmal meinten, Prog-Metal einbauen zu müssen. Seither gefällige, aber keineswegs so überzeugende Alben mehr wie in der Phase mit Matos. Außerdem fehlt Matos am Mikrofon an allen Ecken und Enden. Power Metal konnte und könnte so gut sein...!

Vanden Plas: Ab Beyond Daylight für mich interessant. Stetige Verbesserung bis einschließlich des geilen Seraphic Clockwork. Dann mit Netherworld (Teil 1) ein ziemlicher Einbruch, weil sie unbedingt Musical-Elemente einbauen mussten. Vielleicht wird's im Gesamtbild zusammen mit Teil 2 besser. Der soll ja bald - mit einem gefühlten knappen Jahr Verspätung - endlich herauskommen. Die Vorabsingle Stone Roses Edge klingt schon mal nicht schlecht.

Und nun eben SyX. Bis (einschließlich) The Odyssey jedes Album (mehr oder weniger) eine Bank. Wenn man mal vom ersten absieht (noch ohne Russell Allen, grausame Produktion). Dann kam das schwache Paradise Lost. Bei Iconoclast dachte ich noch, sie hätten sich wieder gefangen und PL sei nur ein Ausrutscher gewesen. Underworld ist aber leider ein "würdiger" Nachfolger von PL. Und da noch dazu durch das gleichnamige Album von Adagio die Meßlatte sehr hoch liegt, ist die Enttäuschung umso größer.

Daher: Schade, schade...


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Preis: EUR 726,95

4.0 von 5 Sternen Bin zufrieden bislang., 7. August 2015
Es ist mein erster - eigener - Beamer.

Bisher habe ich mir immer einen Epson EB-W12 ausgeliehen. Deshalb habe ich bewußt auch keinen Besuch bei einem Fachhändler vorgenommen, bei dem ich auch die höherwertigeren Epson-Beamer (EH-TW 6100, 6600, 7200, 9200 oder gar LS10000) hätte Probe sehen können.

Zunächst habe ich mit dem Epson-Service telefoniert (sehr freundlich und hilfreich). Dieser meinte, daß ich schon mit dem 5200 eine deutliche Verbesserung erleben sollte.

Das ist nachvollziehbar, denn der E_B_-W12 ist ein _B_usiness-Beamer, der für Tageslichtprojektion von Präsentationen vorgesehen ist, d.h. er ist lichtstärker (2800 vs. 2000 Lumen), hat aber mit 3000:1 ein deutlich schwächeres Kontrast-Verhältnis als der 5200 (15000:1). Außerdem hat er nur eine WXGA-Auflösung (1280x800), der 5200 eben Full-HD (1920x1080).

Ansonsten sind die beiden Beamer etwa in der gleichen Liga (Gewicht, Design (nicht-mittige Linse), Abmessungen, 200W-Lampe, Stromverbauch).

Von daher hat mich der 5200 durchaus interessiert, weil ich rel. günstig an einen vergleichbaren, für meine Zwecke (DVD/Blu-ray-Projektion) leicht besseren Beamer kommen konnte.
Daß genau an dem Tag, an dem ich mich erstmals für einen eigenen Beamer interessiert habe, genau dieses Gerät bei Amazon als Blitzangebot nochmals reduziert im Preis zu haben war, hat meine Entscheidung natürlich erleichtert.

Ich habe zwar keinen direkten Vergleich durchgeführt, aber beim ersten Einsatz konnte ich (samt "Zeuge") ein deutlich besseres Bild feststellen (kein Wunder, da bessere Auflösung). Über den Schwarzwert kann ich keine Aussage machen. Das ginge besser bei einem direkten Vergleich.

Die Betriebslautstärke ist - wie in den Datenblättern angegeben - identisch. Das kann ich so bestätigen. Ebenso, daß der Normal-Modus schon rel. laut ist, aber (außer bei 3D-Wiedergabe, so wie ich das verstanden habe) auch nicht wirklich nötig ist - es sei denn, man schaut ohne _jegliche_ Verdunklung. Aber das sollte klar sein.

Vor der ersten Verwendung hatte ich allerlei Optionen aktiviert, z.B. (Bild)Rauschunterdückung (auf Stufe 3), Epson Super White (verstärkt den Kontrast, verändert aber etwas die Farbgebung - ohne wirkt das Bild zwar dann im direkten Vergleich leicht blasser/überbelichtet, aber "originaler").
Bei BD-Wiedergabe habe ich dann ab und zu "Ghosting" festgestellt. Die Umrisse eines Hutes z.B. waren bei horizontaler Bewegung vor gleichmäßigem Hintergrund ein bis mehrfach versetzt zu sehen. Das war natürlich sehr enttäuschend.

Aber nach Google-Recherche und Rücksprache mit dem Epson-Kundendienst, war die Rauschunterdrückung (die bei HD-Material bestenfalls unnötig, im schlimmsten Fall kontraproduktiv ist) wohl die Ursache für diese "Ghosting" (k.A., ob das auch unter die offizielle Definition von Ghosting fällt, aber es sieht nun mal so aus wie das, was ich mir unter dem Begriff vorstelle).
Bei einem kurzen Test, bei dem ich quasi alle Zusatz-Features, die ich vorher mangels Wissen, was sie eigentlich machen, angeschaltet hatte, wieder deaktiviert habe, konnte ich dieses "Ghosting" nicht feststellen. Beim nächsten richtigen Einsatz werde ich natürlich wieder darauf achten. Aber ich hoffe, daß das "Problem" nun "deaktiviert" ist.

Ebenso habe ich habe ich die adaptive IRIS-Blende ausgeschaltet. Die ändert ja nach Szene die Belichtung derselben. Das macht sich nicht nur akustisch bemerkbar, sondern ändert logischerweise auch die Belichtungsverhältnisse der jeweiligen Szenen. Bei HD-Material sollte allerdings die Belichtung aller Szenen genau so sein, wie der Regisseur es wollte, und damit eine nachträgliche "Korrektur" als verfälschend zu werten sein. Und es fällt das ständige Geräusch weg.

Das Gerät hat also allerlei technische Fähigkeiten, die man allerdings nicht unbedingt (immer) braucht und die ggf. das Bild, für das sie nicht gedacht sind, verschlechtern können.

Die Bildverarbeitung kann auf "Fein" oder "Schnell" gestellt werden. "Schnell" ist gedacht für Spiele u.a., wo eine hohe Reaktiongeschwindigkeit gefragt ist. So weit ich das verstanden habe, wird dann aber die Auflösung von 1080p auf 720p reduziert.

Wir sprechen hier natürlich immer von einem HDMI-Eingangssignal. Andere sind für mich nicht von Interesse, daher habe ich sie nicht getestet und auch nicht weiter recherchiert.
Abgesehen von einem kurzen Test der Wiedergabe von Bildern direkt von einem USB-Stick, die wie vom EB-W12 her bekannt und erwartet funktioniert hat.

Mangels 3D-Material kann ich keinerlei Aussagen zur 3D-Wiedergabe machen. Deshalb habe ich "3D-Display" auch deaktiviert.

Ebenso habe ich den/die Lautsprecher nicht getestet. Ich habe dafür keine ernsthafte Verwendung. Die dürften sowieso nur als Notbehelf vorhanden sein. HD und eingebaute 2W-Lautsprecher sind keine geeignete Kombination, um "Heimkino" zu simulieren. Zumindest nicht, wenn die Betonung auf "Kino" liegt.

Der Stromverbrauch des EH-TW5200 ist sogar etwas geringer als beim EB-W12. Im Eco-Modus habe ich ca. 188-190W Leistungsaufnahme gemessen (angegeben: 217W), der W12 "frisst" ca. 204W im Eco-Modus (angegeben 223W).

Insofern bin ich mit dem EH-TW5200 zufrieden. Aber das hängt eben auch mit meinem Vergleichsgerät bzw. meinen bisherigen Erfahrungswerten zusammen.

Nun habe ich ein (deutlich) besseres Bild und weniger Stromverbrauch.

Wer andere Ansprüche oder Erfahrungen hat, wird u.U. zu einem anderen Ergebnis kommen und ggf. mit einem anderen Beamer - DLP-Technik oder höherwertigerer Epson - besser beraten sein.

[Nachtrag 16.08.2015]

Was den "mageren Lieferumfang" anbelangt, der hier und da bemerkt und bemängelt wird, läßt sich sagen: Ja, er ist mager, aber wohl verständlicherweise so.

Außer dem Gerät selbst gibt es das Stromkabel, die Fernbedienung sowie zugehörige Batterien - das war's.

Was sollte denn auch sonst noch dabei sein? Es handelt sich um einen Heimkino-Beamer, der stehend oder an der Decke hängend montiert werden kann. Und das in individuell unterschiedlicher Entfernung von Quellgeräten und Leinwand.

Ein HDMI-Kabel würde daher wenig Sinn machen, weil es wohl in den seltensten Fällen die richtige Länge hätte. Gleiches gilt für Kabel für die anderen Anschlüsse für Quellgeräte.

Eine Tasche, wie sie beim EB-W12 dabei ist, ist bei einem für den stationären Betrieb vorgesehenen Gerät ebenfalls überflüssig. Trotzdem wäre sicher niemand verärgert, wenn eine dabei wäre.

Eine Abdeckhaube würde noch am meisten Sinn machen. Aber da viele sicherlich das Gerät kopfüber an der Decke hängen haben und es zig verschiedene Aufhängungen für diesen Zweck gibt, hat sich Epson wohl u.a. auch deshalb einen solchen Staubschutz für Nichtbetriebszeiten gespart.

Bleiben wohl nur noch 3D-Brillen. Sicherlich wäre es nett, wenn 1 oder 2 solcher Brillen beiliegen würden. Ist aber nicht so - es handelt sich eben um das günstigste Modell der Reihe. Und das kann man vor Kauf sowohl bei Amazon als auch bei Epson nachlesen.
Von daher kann man vom spärlichen Lieferumfang enttäuscht, aber sicherlich nicht überrascht sein.

Am ehesten würde ich noch das Fehlen einer gedruckten Bedienungsanleitung bemängeln. Aber das ist heutzutage zumindest im niedrigen Preissegment wohl einfach der Standard. Da wirkt allerdings im Jahre 2015 eine beiliegende CD mit (vermutlich) pdf-Dokument der Anleitung auch schon wieder ziemlich veraltet... :-) Die Hardcore-Version des Minimalismus wäre wohl ein auf der Schnellanleitung aufgedruckter QR-Code gewesen, der den homo smartphonicus zur pdf-Datei im Netz führt.

[/Nachtrag]


Zyliss E960002 Hamburger Presse
Zyliss E960002 Hamburger Presse
Preis: EUR 20,95

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funktioniert wie beworben und läßt sich einwandfrei reinigen., 22. Februar 2015
Nach Erwerb eines Kontaktgrills kam mir natürlicherweise die Idee, auch mal Burger selbst zu machen.

Bei meinen ersten Versuchen habe ich noch die gefrorenen Fertigpatties verwendet. Das Ergebnis war nicht ganz so wie erwartet, die Patties schrumpften ziemlich und verformten sich auch. In der Rückschau müßte ich wohl nochmals Tests mit meinem derzeitigen "Temperatur-Regime" machen.

Jedenfalls habe ich ab dem dritten Mal dann Rinderhackfleisch aus der Selbstbedienungstheke vom Supermarkt verwendet. Meine ersten Versuche, Patties zu formen waren eher traurig. Auch sie schrumpften ziemlich und verformten sich ebenso, v.a. nahm der Durchmesser ab und die Höhe zu, etwas, daß man bei einem Burger-Patty ja nicht unbedingt haben will.

Zuletzt habe ich mich dann mal hier nach Patty-Pressen umgesehen. Da findet man ja ziemlich viel Auswahl. V.a. die "einfachen" "Stempel-Pressen". Diese gibt es sogar als "Doppel-Presse".

Neben dieser Zyliss Presse gibt es noch ein paar weitere Exoten, deren Funktionsdesign sich von den Stempelpressen abhebt:

http://www.amazon.de/Anself-Hamburger-Burgerpresse-Burger-Macher-Hamburgerpressen

http://www.amazon.de/Rosenstein-Söhne-Hamburger-Frikadellen-Presse-perfekte-Patty

http://www.amazon.de/GRÄWE®-Hamburgerpresse-einstellbar-Pattystärken-Nylonwender

http://www.amazon.de/Westmark-62332260-Hamburgermaker

In die nähere Auswahl habe ich am Ende dann die Zyliss-Presse und die einstellbare Gräwe-Presse gezogen. Die Gräwe-Presse hat mich wegen des fehlenden Bodens interessiert. Die Standard-Stempelpressen sind ja unten geschlossen, und den zugehörigen Rezensionen kann man entnehmen, daß es entweder ein Gefrickel ist, den Patty aus der Form zu bekommen oder man benötigt ständig Backpapier oder ähnliche Hilfmittel. Dieses Problem scheint die verlinkte Gräwe-Presse nicht zu haben. Zudem kann man zwischen 3 verschiedene Patty-Dicken (je nach Hackfleisch-Menge; 1/2, 1/3, 1/4 Pfund) auswählen.

Am Ende habe ich mich aber, zum Glück bzw. in der Rückschau zu Recht, für die Zyliss-Presse entschieden. Bei dieser kann man zwar offiziell nur zwischen 2 verschiedenen Patty-Dicken wählen (1/2 und 1/4 Pfund), aber da es sich um eine Dreh-/Gewinde-Technik handelt, kann man im Prinzip jede Dicke zwischen 1/2 und 1/4 Pfund wählen, nur daß man eben nur bei den beiden Grenzwerten den Stempel arretieren kann.

Der große Vorteil der Zyliss-Presse ist, daß sie sehr gut zu reinigen ist, weil sie quasi komplett zerlegbar ist. Das bedeutet gleichzeitig auch, daß der Patty auch sehr gut und problemlos zu entnehmen ist.

Die Presse besteht im Prinzip aus 3 Teilen:

1. Der Bodenplatte mit aufklappbarer Seitenwand (weiß)
2. Dem entnehmbaren Boden (schwarz)
3. Dem Stempel-Deckel (rot/grau)

Der Stempel-Deckel wiederum besteht aus 2 Teilen: Dem eigentlichen Stempel, der in den Halteteil eingeschraubt ist und dort an den Markierungen für 1/2 und 1/4 Pfund arretierbar ist. Die beiden Hälften lassen sich aber auch noch (gegen den Uhrzeigersinn) über die "1/4 pound"-Einstellung hinaus weiterdrehen und dadurch aus dem Halteteil entfernen, so daß man beide Hälften gründlich abwaschen kann und eventuelle Verschmutzungen, die in die Ritze zwischen den beiden Hälften geraten sind, sich komplett entfernen lassen. Auch kann so Wasser, das sonst nach dem Abwasch zwischen den beiden Hälften zurückbleiben würde, restlos und schnell abtropfen.

Die eigentliche Funktion ist so, wie beworben:

Man legt den schwarzen Boden in den aufgeklappten weißen Boden-/Seiten-Teil und klappt letzteren zu. Dann füllt man das Hackfleisch hinein und drückt mit dem Stempel-Deckel das Hackfleisch in Form.

Die Erfahrung zeigt, daß man durch simple 2-malige Halbierung eines abgepackten 500g Hackfleisch-"Quaders" 4 gleichgroße "Blöcke" erhält, die man ohne weitere Behandlung/Formung direkt in die Presse geben kann und selbige ihr Werk verrichten lassen kann.
Allerdings ist der Stempel bei der Einstellung "1/4" etwas zu "tief", weil das englische Gewichtspfund ca. 454g, "1/4 pound" ca. 113g und daher die 125g etwas "zu viel" für die "1/4"-Einstellung sind. Daher empfiehlt es sich, entweder nicht bis zum Anschlag hinein zu drücken oder die Stempeleinstellung zwischen 1/4 und 1/2 einstellen. Wenn man dann beim Pressen gegen den Uhrzeigersinn dreht, wird nicht nur das Hackfleisch besser verteilt, sondern man stellt gleichzeitig auch sicher, daß der Stempel "in Position gehalten wird", obwohl er ja nicht arretiert ist.

Presst man zu fest für die vorhandene Hackfleischmenge, hebt sich der Rand leicht an und es wird etwas Hackfleisch unten seitlich herausgepresst. Dies ist aber eher zu vernachlässigen.

Ist der Patty fertig gepresst, hebt man einfach den Seitenwandring an (durch Aufklappen), entnimmt den schwarzen Boden und läßt den Patty durch Umdrehen desselben auf die vorbereitete Unterlage "fallen". Fertig.

Alles in allem eine sehr gut und einfach zu bedienende Patty-Presse, die zudem auch noch sehr gut zu reinigen ist.

Sie mag zwar etwas teurer (zu meiner Zeit Neunzehnfünfundneunzig) sein als andere Varianten, v.a. viele der "einfachen", aber der Preisunterschied ist unter Berücksichtigung des Versandes dann auch wieder nicht so groß (da sie von Amazon verschickt wird, kann man den Versand ja auf 0 Euro senken) und in jedem Fall ihren Preis wert.

Zusammen mit zweien der vielen Video-Tipps von Youtube, nämlich die Patties in der Mitte mit dem Finger mit einer Mulde zu versehen, und Salz und Pfeffer nicht ins Hackfleisch einzuarbeiten, sondern auf die gepressten Patties zu streuen, hat diese Presse dabei geholfen, daß meine gegrillten Patties nun deutlich besser die Form halten, v.a. sich nicht mehr aufwölben oder sonst wie dicker werden. Einen Umfangsverlust durch Wasserverlust kann man wohl nicht vollständig vermeiden.

Nachtrag 25.02.2015:

Der qr-Code-Link auf der Produktverpackung auf Bild 3 führt leider ins Nichts. Nach etwas Suchen bin ich auf das vermutliche Video gestoßen:
Der Youtube-Video-ID-Code zum Produktvideo lautet: 6p28tqNuz_g


Secret Garden
Secret Garden
Preis: EUR 11,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen I want my Matos back!, 5. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Secret Garden (Audio CD)
Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen:

Das neue Album ist nicht wirklich schlecht, zumindest nicht schlechter als das vorherige - was aber jetzt so schwer auch nicht ist.

Ich war nie ein Fan von Eduardo Falashi. Und noch weniger bin ich es von Fabio (Tordig)Lione.

Schon bei dem Unplugged-Auftritt in einem brasilianischen Radiosender dachte ich mir "wieso nur???". Dies wurde zuletzt durch die White Balance-DVD von Kiko Loureiro bestätigt.

Da haben sie zwei Gitarristen mit wirklich nicht schlechten Stimmen und dann holen sie sich einen Fabio Lione als Sänger!?

Er mag ja eine gute Singstimme haben, Stimmumfang und alles. Aber die Ausstrahlung, die Mimik und v.a. der Akzent geben mir wirklich den Rest.

Bei einer brasilianischen Metalband, schon gar nicht bei einer meiner (inzwischen ehemaligen) Lieblingsbands, Angra, will ich nunmal keinen italienischen Akzent hören.

Und so ist gerade der Song, mit dem als Video-Single (zumindest für den Rest der Welt, außer Japan - mal wieder) erstmals ein Song vom neuen Album zu hören (und zu sehen) ist, Storm of Emotions, das Paradebeispiel dafür, was ich kritisiere.

Bei keinem anderen Song ist Lione's Akzent schlimmer (ein Hoffnungsschimmer). Gleichzeitig kann im direkten Vergleich hören, was ich mich frage: "Wozu braucht Angra einen Lione???", denn Rafael Bittencourt's Stimme gefällt mir viel besser. Gut, das Gehampel im Video zu seinem Playback-Gesang ist schon etwas theatralisch-peinlich, aber das hört man auf der CD ja nicht. Im Vergleich dazu kann ich Lione aber quasi gar nicht zusehen.

Ich habe, um das einmal klarzustellen, nichts Prinzipielles gegen Lione. Sein Gesang hat mich bei seinen Labyrinth- oder Vision Devine-Scheiben nicht gestört. Aber bei Angra hat er meiner Meinung nach eben nichts zu suchen.

Mir bleibt eigentlich nur die unrealistische Hoffung, daß André Matos wieder zurückkommt. Aber das dürfte so unwahrscheinlich sein, wie eine Rückkehr von Mike Portnoy zu Dream Theater.

Bis dahin werde ich die Aktivitäten von Angra nur aufgrund der guten Erinnerungen verfolgen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Nun aber zu den einzelnen Songs:

1. Newborn Me

"Angra-typisches" Intro mit Geräuschen etc. Danach kurzes Instrumentalintro mit dem es gleich in die Vollen geht und bald auch der Gesang (Lione) einsetzt. Im Mittelteil ausgiebiger Instrumentalteil mit ruhigerer Passage inkl. akustischer Gitarre. Sehr schön anzuhören. Prog-Power-Metal, würde ich sagen... falls es diese Kategorie überhaupt gibt.

2. Black hearted Soul

Chorgesang, untermalt von Metalinstrumentalisierung zu Beginn, bald beginnt aber schon der Song mit knüppelndem Schlagzeug und Gesang (Lione). Der Chor singt immer wieder im Hintergrund als Ergänzung. Im Instrumentalteil toben sich Bittencourt und Loureiro ordentlich aus. Das eher einfallslose Geknüppel am Schlagzeug, wie man es von vielen ähnlichen Songs dieses Genres kennt, langweilt mich auch hier.

3. Final Light

Gleich von Anfang an geht es hier zur Sache. Lione fängt eher tiefer an = weniger nervige Stimmlage, das bleibt aber nicht lange so. Wobei ich gerne zugebe, daß dies einer der Songs ist, bei denen mich seine Stimme eher nicht nervt. Instrumentalteil wieder mit geilen Gitarrenriffs, allerdings relativ kurz.

4. Storm of Emotions

Eher ruhigeres Intro mit coolem Baßriff. Bald schon Lione mit besonders nervigem Akzent. Angra ist definitiv nicht "one of the places you belong", Lione. Break mit Bittencourt am Mikro - geil! Er hat aber auch eine spannungsgeladene Gesangsmeoldieführung. Kurzes Gitarrenintermezzo bevor es wieder zum Refrain geht, welcher eher typischer Powermetal ist, also eher massentauglich-billig. Outro gleicht dem Intro.

5. Synchronicity II (The Police Cover)

Ich kenne das Original nicht, kann daher auch keine Vergleiche anstellen. Klingt nicht schlecht, passt aber irgendwie nicht mitten in ein Angra-Album. Ich kann nicht sagen, ob sich Lione und Bittencourt beim Singen abwechseln, aber zumindest die Stellen, an denen ich Bittencourt sicher auszumachen glaube, bestätigen meine Ansicht, daß er ruhig öfter das Mikrofon in die Hand nehmen könnte.

6. Violet Sky

Im Intro geht es schon zur Sache bevor es mit Beginn des Gesanges eher ruhiger wird. Ich kann es zwar nicht mit Sicherheit sagen, aber ich glaube, hier ist Bittencourt am Mikro. Das wäre dann der beste Beweis dafür, daß Angra zumindest keinen Lione nötig hat. Sehr abwechslungsreicher Song, was den Wechsel zwischen ruhigeren und aggressiveren Passagen angeht. Auch hier wieder schöne Spannungsbögen in der Melodieführung. Leider wird der ansonsten gute Song durch den italienischen Chor zerstört (siehe Einleitung). Der Chor hätte ebenso gut seinen Vortrag auf Portugiesisch zum Besten geben können. Das würde perfekt zu Angra passen. So passt es allenfalls zu Lione...

7. Secret Garden

Kurzes Streicher-Intro bis Simone Simons zu singen beginnt. Ein ruhigerer Song, natürlich auch mit einigen metalligeren Passagen. Ich habe Simons ja schon auf 01011001 als Gastsängerin "gehört". Aber erst bei diesem ihrem Auftritt habe ich sie wirklich mal wahrgenommen. Irgendwo zwischen Engel (hell, weich, zart) und Göttin (bestimmt, druckvoll) klingt ihre Stimme in dieser Ballade. Einer meiner Lieblingssongs dieses Albums - wegen Simons.

Ziemlich ungewöhnlich, daß ausgerechnet der Titeltrack eines Albums von einem Gastsänger gesungen wird. Und eigentlich mag ich es gar nicht, wenn bei meinen Lieblingsbands Gastsänger auf den Alben zu hören sind, weil diese Bands es allesamt nicht nötig haben. Aber in diesem Fall (Song, Sängerin, Album) bin ich gar nicht mal sauer, weil das bedeutet, daß wieder ein Song weniger mit Lione ist und weil Simons einfach eine geile Vorstellung abliefert.

8. Upper Levels

Wieder ein Intro mit Baßriffing. Erinnert stark an Loureiros Ausflüge in Jazz Fusion. Geht aber dann über astreinen Metal. Geil gemacht. Am Miro ist wieder Lione. Ja, er kann singen, aber sein Akzent nervt hier wieder mal kolossal. Zwischenteil mit mehrstimmigem Gesang und Rückkehr zu Jazz Fusion (natürlich gemischt mit Angra-Metal). Die kompositorischen Fähigkeiten von Loureiro (et al.) sind schon schön anzuhören. Trotz Lione ein Highlight des Albums.

9. Crushing Room

Mysteriöses Intro mit Metal-Passagen und eingestreutem, klavierähnlichem Keyboard. Wieder spannungsgeladene Melodieführung im Gesang (vermutlich Bittencourt), bald darauf wird er von Doro Pesch abgelöst, die ebenfalls eine klasse Vorstellung abliefert, bevor sie im Duett singen. Ein Powermetalsong.

10. Perfect Symmetry

Wieder Powermetal mit ebensolchem Intro. Vermutlich Lione am Mikro. Da ich nicht 100% sicher bin, bedeutet das, daß er hier nicht nervt. Intrumentalteil in Angra-Manier.

11. Silent Call

Eine ruhige Ballade zum Abschluß - ohne Stromgitarren/-baß und Schlagzeug. Chor in Begleitung von akustischer Gitarre als Intro bevor Bittencourt zu singen anfängt, immer wieder begleitet vom Chor. Ab und zu wird eine Hammondorgel eingestreut und der Song auch mit selbiger beendet, aber nicht bevor Bittencourt noch mal richtig Druck macht - mit seiner Stimme.

Ein gutes Album, kein Meisterwerk. (3,5-)4 Sterne für's Album, (mind.) 1 Punkt Abzug für/wegen Lione.


CTEK MXS 10 Batterie-Ladegerät
CTEK MXS 10 Batterie-Ladegerät
Preis: EUR 128,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teuer und gut. Aber auch gut genug?, 3. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: CTEK MXS 10 Batterie-Ladegerät (Automotive)
Nach Umzug fahre ich nicht nur noch seltener, sondern auch kürzere Strecken als zuvor. Das mögen Autobatterien bekanntlicherweise gar nicht gerne. Daher ist mir die ca. 6-jährige original VW-Batterie (Exide) gleich im ersten Nachumzugswinter eingefroren und ich "mußte" sie ersetzen. Da aber keine 12 Monate später ihre Nachfolgerin auch schon zu schwächeln anfing, habe ich mich nach anderen Lösungen (als "neue Batterie") umgesehen.

Ich habe ein Voltcraft VC 2000 mit 5A maximalem Ladestrom. Im Vergleich zum CTEK natürlich günstiger und etwas einfacher.

Dieses konnte aber meine Batterie nicht so befriedigen, daß sie es mit einem "grünen Licht" (magic eye) quittieren würde.

Nach diversen Gesprächen mit meiner Werkstatt und dem Batterie-Verkäufer habe ich mich zunächst dazu entschieden, ein teures CTEK-Ladegerät zu kaufen (10A). CTEK ist ja quasi DER Autobatterieladegeräthersteller im Endkundenbereich. "Alle" Cabrios und sonstigen Saison-Fahrzeuge, die ich in diversen Tiefgaragen habe stehen sehen, hingen zur Erhaltungsladung an einem CTEK.
Die "Spezialfunktion" (beim MXS 10) des zusätzlichen Ladens mit ca. 15,8V zur hoffentlichen Desulfatierung nach dem eigentlichen Ladevorgang hat mich natürlich interessiert. Das MXS 10 habe ich wegen seiner 10A gewählt in der Hoffnung, daß damit das Laden "doppelt so schnell" geht wie bei meinem 5A-Voltcraft. Daß dies nicht wirklich der Fall ist, ist ein anderes Thema und hängt mit der Funktionsweise der mikroprozessorgesteuerten Ladegeräte und deren Ladekennlinien zusammen - aber das wußte ich als einfältiger Nutzer damals noch nicht.

Leider konnte ich aber nach zwei Ladedurchgängen (1x 9h, 1x 7h; letzterer Durchgang mit "Desulfatierungsoption") meine Batterie nicht dazu bringen, sich wohlzufühlen und das mittels ihres "grünen Auges" anzuzeigen. Jeweils zur Hälfte der Ladezeit war das Auge grün, am Ende aber wieder schwarz wie die Nacht.
Das "Auge" ist eine Kugel, die zur Hälfte schwarz und zur Hälfte giftgrün und durch ein transparenten Zylinder von außen (oben) sichtbar ist. Laut Hersteller dreht sich die Kugel bei entsprechendem Säuregehalt so, daß die grüne Hälfte nach oben zeigt.

Nach erneuter Rücksprache mit dem versierten Angestellten des Batterieverkäufers und einem Angestellten des Batterieherstellers wurde mir gesagt, daß die mikroprozessorgesteuerten Ladegeräte gerne "zu früh" abschalten und daher eine Batterie "nie" vollständig geladen wird. Ggf. hat man mit einem günstigen, "dummen" Ladegerät aus dem Baumarkt mehr Erfolg.

Da ich aber in meinen Baumärkten bzw. bei Amazon kein wirklich _günstiges_ "dummes" Ladegerät finden konnte, habe ich die Option erst einmal verworfen. Zum Glück. Denn der Angestellte des Batterieherstellers hat mir ein Ladegerät für Industrie-Batterien empfohlen, das ich letztlich auch gekauft habe.

Dieses ist etwas teurer als das CTEK, aber der Abstand ist nicht so groß wie der zwischen dem CTEK und meinem Voltcraft, so daß ich keine Hemmungen hatte.

Es handelt sich um ein IEB Filon Futur S mit 10A und (wichtig!) PKW-Ladekennlinie. IEB steht für den Hersteller "Industrie Elektronik Brilon". Normalerweise werden diese Ladegeräte für Industriebatterien und in der kleinen Ausführung, wie ich sie habe z.B. für Rollstuhlbatterien, Gabelstablerbatterien, Schiffsbatterien (letzteres ist wohl der häufigste Anwendungsbereich, der mir bei der Suche nach diesen Ladegeräten im Endkundenverkauf untergekommen ist) etc. verkauft, also nicht für Starterbatterien.

Jeder Ladedurchgang dauert gleich lange - egal wie voll die Batterie ist. Das Ladegerät regelt dann einfach die Stromstärke entsprechend nach unten. Der Hauptladezyklus dauert ca. 16h mit 14,7V, dann folgen ca. 8h mit 13,8V. Vor dem Hauptladezylus erfolgt noch ein kurzer mit ansteigender Ladespannung bis zu den 14,7V des Hauptladezyklus.

Der erste Ladedurchgang hat bei mir leider auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Auch leichtes Schwenken und Schütteln der Batterie konnte das "grüne Auge" nicht dauerhaft zum Vorschein bringen.

Nach Rücksprache und aus Neugier habe ich einfach einen zweiten Ladedurchgang durchgeführt und siehe da, nach ca. 22h, also ca. 2h vor Ende des 2. Ladedurchgangs ist das magic eye dauerhaft und stabil (von selbst) grün gewesen.

Von daher kann ich zum CTEK-Ladegerät sagen, daß es wohl besser ist als mein Voltcraft, aber in meinem Fall leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat - natürlich könnte man auch sagen, daß das CTEK Vorleistung gebracht hat. Allerdings lagen zwischen den (je 2) Ladedurchgängen der beiden verschiedenen Ladegeräte mind. 3 Wochen (während dieser Zeit hat die Batterie im Auto verbaut in der Kälte bei -5 bis +5°C verbracht), sodaß ich den möglichen Einwand eher zurückweisen würde.
Allerdings schließe ich nicht aus, daß 2 (oder mehr) weitere Ladedurchgänge mit dem CTEK (vielleicht sogar mit meinem Voltcraft) auch zum Erfolg hätten führen können. Da ich aber bei mir vor Ort keine Möglichkeit habe, die Batterie im eingebauten Zustand zu laden, bleibt mir nur, diese jedes Mal auszubauen oder bei Verwandten/Bekannten zu laden. Daher (und weil ich diese Hoffnung damals nicht hatte - ich dachte damals auch eher an eine defekte Batterie) habe ich diese Geduld mit dem CTEK nicht aufgebracht.

Für "normales" Aufladen bzw. Erhaltungsladung sind die "normalen" (inkl. CTEK) Ladegeräte sicherlich sehr gut geeignet. Und der ein oder andere hat auch sicher Erfolg damit (gehabt), eine tiefentladene Batterie wieder zum Leben zu erwecken. Ich für meinen Teil würde aber jederzeit wieder zu meinem derzeitigen neuen Ladegerät greifen, weil der Preisabstand zum CTEK auch nicht mehr so weit ist (wenn man sowieso schon mal jenseits der 100 Euro angelangt ist...) und ich persönlich damit mehr Erfolg hatte.

Ich möchte keinen CTEK-Interessierten vom Kauf abhalten. Ich möchte lediglich CTEK-Enttäuschte mitteilen, daß es noch Alternativen gibt bzw. Hartnäckigkeit (mehrmaliges Aufladen "am Stück") sich ggf. auszahlen kann.

Im Übrigen habe ich meiner Batterie noch einen Megapulse gegönnt, damit zukünftig die Sulfatierung (hoffentlich) erst später eintritt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2015 7:25 PM MEST


Megapulse 655000032 Batteriepulser für 12 Volt Batterien, Anzahl 1
Megapulse 655000032 Batteriepulser für 12 Volt Batterien, Anzahl 1
Preis: EUR 69,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch keine Langzeiterfahrung. Praktischer Tipp., 3. Februar 2015
Ich habe das Gerät noch nicht lange genug, um eine Aussage treffen zu können, ob das Gerät den Effekt hat, den man sich von der Beschreibung her erwartet.

Bisher kann ich nur bestätigen, daß die Lampe leuchtet, wenn man die Batterie auflädt und auch wenn sie "von alleine" z.B. 13V hat und daß sie ausgeht, wenn die Spannung z.B. 12,6V beträgt. Die "genaue" Grenze (12,9V) habe ich noch nicht nachgeprüft.

[Edit 07.07.2015:]

Ich habe einmal beobachtet, daß die LED-Leuchte, die die Aktivität anzeigt, nach dem Abstellen des Motors ausging als die Spannung von 12,9V auf 12,8V gefallen ist. Von daher scheint die Abschaltung unterhalb von 12,9V zu funktionieren.

07.08.2015: Eine weitere Messung ergab, daß die Ab- bzw. Anschaltung im Bereich von 12,88V geschieht. Also stimmt die Hersteller-Angabe mit den 12,9V.

[/Edit]

Beim Laden mit dem Ladegerät konnte ich ein Pulsen hören. Bei eingebauter Batterie konnte ich das (vermutlich wg. zu starker Außengeräusche) nicht wahrnehmen.

Ansonsten möchte ich kurz anmerken, daß ich das Gerät mit folgendem Klettverschlußklebeband an der Batterie befestigt habe:

http://www.amazon.de/gp/product/B00JZ09F02

Es hält sehr gut, sofern man es initial bei Raumtemperatur anbringt. Da meine Batterie im Auto unter einem Kunststoffkäfig eingebaut ist, ist es wichtig, daß ich für den Ein- und Ausbau aus Platzgründen den Megapulse von der Batterie entfernen kann. Außerdem möchte ich ihn auch für andere Batterien verwenden können, daher die Idee, ihn mit Klettverschlüssen, nicht mit doppelseitigem Klebeband oder gar Klebstoff an der Batterie oder im Motorraum zu befestigen.


Ring Automotive RSP600 Solarladegerät fürdie Erhaltung der Batterie, 12 V
Ring Automotive RSP600 Solarladegerät fürdie Erhaltung der Batterie, 12 V
Preis: EUR 64,85

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schon mal besser als mein 1,5W Solarladegerät, 20. Januar 2015
Ich hatte vor Jahren mal die kleinere Version dieses Solarladegerätes für mein Auto gekauft. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch von Ring Automotive ist.

Da ich aktuell wieder Probleme mit meiner Autobatterie habe - und zwar trotz angeschlossenem 1,5W-Solarladegerät - habe ich u.a. das RSP600 (6W) gekauft. Da ich außerdem inzwischen auch die Spannung messen kann, habe ich festgestellt, daß bei bewölktem Himmel, aber schneebedeckter Umgebung das RSP600 zw. 15,8 und 20V liefert, die 1,5W-Version aber regelmäßig nur 4-8V. Damit läßt sich natürlich kein Strom in eine 12V-Batterie bringen und daher brauche ich mich auch nicht zu wundern, daß meine Batterie keine "Erhaltungsladung" vom 1,5W-Solarladegerät bekommen hat und irgendwann tiefentladen war.

Die Leerspannung des RSP600 kam mir mit 19-20V schon etwas hoch vor, aber eine kurze Anfrage beim Ring Automotive technical support ergab nicht nur eine Antwort innerhalb von 5 Minuten, sondern auch die brauchbare und hilfreiche Antwort, daß die Spannung (17,5-20V) heruntergeregelt wird, sobald das RSP600 an die Autobatterie angeschlossen wird.

Vielleicht habe ich auch nur eine schlechte Kopie des RSP150 erwischt, von daher kann ich über das "echte" RSP150 kein wirkliches Urteil fällen, aber des RSP600 liefert zumindest mal definitiv auch ohne Sonnenschein eine Spannung, die geeignet ist, eine 12V-Batterie zu "laden". Mein DMM zeigt bei bewölktem Himmel 4mA an. Damit läßt sich natürlich kein Blumentopf gewinnen, aber die 343mA (bei 17,5V -> 6W), die in der Bedienungsanleitung angegeben sind, gelten logischerweise für Idealbedingungen, d.h. maximale Sonneneinstrahlung und perfekte Ausrichtung des Panels. In meinem Fall der Leerspannungsmessung von 20V wären das also 0,08W (80mW) gewesen, 1,3% der Maximalleistung.

Wenn mal wieder die Sonne scheint, werde ich nochmal messen und die Werte nachtragen.

Allerdings hat das RSP600 keine Indikations-LED wie meine RSP150-Kopie, die anzeigt, ob "genügend" Licht für Strom vorhanden ist. Wenn aber diese LED irreführend ist, wie im Fall meines 1,5W-Solarpanels, dann ist es ev. auch besser, wenn sie nicht vorhanden ist und man selbst nachmessen muß.

[Edit 07.08.2015]

Mangels "Laderegler" kann ich keine richtige Messung im Betrieb vornehmen. Aber heute, bei wolkenlosem Himmel und fast senkrecht stehender Sonne um die Mittagszeit habe ich mal mein Voltmeter an die Batterie gehängt, an der auch das Solarpanel dranhängt. Natürlich geht die Batteriespannung erst einmal leicht nach unten, wenn man wegen der Motorhaube die Zentralverriegelung entsperren muß. Aber nach erneuter Aktivierung derselben und dadurch Senken des Verbrauches auf normale Werte eines abgestellten Autos (Bordelektronik, Alarmanlage), steigt die Batteriespannung - auch ohne externes Laden wieder an.

Nun habe ich nach ca. 10-15 min. Wartens, als die Anzeige des Voltmeters gerade wieder am Hin- und Herzappeln an einer 2. Nachkommastelle war, den Minuspol des Solarpanels vom Batteriepol entfernt. Sofort ist der Wert auf den niedrigeren der beiden zurückgefallen und der höhere wurde nicht mehr angezeigt. Sobald das Panel wieder verbunden war, ging die Spannung wieder weiter "nach oben".

Das Auto stand ca. 1,5 Wochen. In dieser Zeit hing das Solarpanel durchgehend an der Batterie und außer gelegentlichem Türöffnen wurde das Auto nicht "verwendet".

Die Spannung stieg von Meßbeginn von ca. 12,70V auf 12,92V (Meßende) an, über einen Zeitraum von ca. 15 min. Da gleichzeitig auch noch ein Megapulse-Gerät an der Batterie hängt, konnte ich feststellen, daß dieses im Bereich oberhalb von 12,9V (12,88V) aktiviert wird. Ein erneutes Abklemmen des Solarpanels führte dazu, daß die Spannung von 12,91V auf 12,87V abgefallen ist, innerhalb von ca. 1 min. Nach erneutem Anklemmen des Panels ging die Spannung rel. schnell (2 min.?) wieder auf 12,92V rauf.

Somit kann ich sagen, daß das Solarpanel, zumindest bei optimalen Bedingungen (Jahres-, Tageszeit, Wetter) durchaus zur Erhaltungsladung geeignet ist und insbesondere auch dazu führt, daß ein vorhandenes Megapulse-Gerät, das ansonsten beim abgestellten Fahrzeug ausgeschaltet wäre, aktiv sein kann und - falls die versprochene Wirkung erzielt wird - seine Aufgabe daher auch beim stehenden Fahrzeug - zumindest bei Sonnenschein - erfüllen kann.

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