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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich bin zufrieden!, 14. September 2011
Mission:

Ich wollten endlich mal ein Netbook haben. Dieses sollte eine möglichst lange Akkulaufzeit haben, aber auch angemessen schnell sein, damit ich das Netbook zu Hause auch als Desktop-Ersatz verwenden kann.
Wie, was, wieso? Ganz einfach. Momentan habe ich ein T7200-Desktop-System (mobiler Intel C2D T7200 (2GHz); 2GB RAM) am laufen (sic!). D.h. nicht das allerschnellste, aber dafür relativ stromsparend und für meine Zwecke (Internet, Office, Filme) absolut ausreichend. Wenn ich sage, das Netbook sollte als Desktop-Ersatz verwendbar sein, dann meine ich natürlich nicht, daß ich stattdessen vor dem kleinen Ding sitze. Nein, es soll per HDMI + Adapter + DVI/USB-Switch an meinen 19"-Eizo, die Cherry-Tastatur und die Standard-Größe-Maus angeschlossen werden und nach dem Anschalten zusammengeklappt unter dem Tisch platziert werden.
Besondere Ansprüche an die Grafik (Spiele) bestehen nicht! Daher ist ein Intel-Modell sehr wohl erlaubt!

Suche:

Auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten, mußten viele die Segel streichen. Die Suche lief eigentlich schon mind. 1 Jahr, aber ohne Erfolgsdruck. Erst jetzt wollte ich endlich zuschlagen.
Weitere Anforderungen:
- Mattes Display!!!!
- eine höhere Auflösung als die üblichen und lächerlichen 1024x600! Also 1280x720 oder 1366x768.
- HDMI-Ausgang
- möglichst 10"
- Akkulaufzeit mind. 10 Stunden.
- USB 3.0
- An-/Aus-Schalter außen, damit ich das Netbook im Desktop-Betrieb nicht mal aufklappen muß. Das findet man aber nur bei einzelnen Sonys und Samsungs.

Kandidaten (für Teildisziplinen):

- Samsung NF310: 10", mattes Display, 1366x768. No-Go-Eigenschaften: kein HDMI, CPU nur N550, nicht mind. N570 (Frage an die Samsung-Entwickler-Genies: was bringt mir eine HD-Ready-Auflösung, wenn ich keinen HDMI-Ausgang habe???) -> Samsung disqualifiziert sich selbst.
- ASUS: Hier war schon eher etwas zu finden. Drei Kandidaten hatte ich zum Schluß ausgemacht:
1015PN: 10", Atom N570+ION2 -> HDMI-Ausgang, mattes Display. Aber nur 1024x600. -> Deutlicher Punktabzug. Außerdem würde ich dann doch gerne auf den N2800 warten und später dann ein PixelQi-Display einbauen. Wenigstens eine Option.
1015B: Das gleiche als AMD-Version. Aber nur mit C-50, nicht mit E-350 zu haben. Da ist die reine Prozessor-Leistung dann nochmals geringer als beim N570. Auch hier wäre Warten auf den C-60 oder eine E-450-Variante möglich.
1215B: 1366x768, AMD E-350 (also gute Leistung gibt's aber wohl auch mit C-50), USB 3.0. Aber Spiegel-Display und 12", wobei ich mich mit den 12" hätte anfreunden können, die Gesamtmaße sind fast auf 11"-Niveau.
- Acer: Eigentlich keine Firma, die ich nehmen würde, aber immerhin haben sie zwei auf den ersten Blick für mich interessante Geräte:
- Aspire One 522: 10", 1280x720, HDMI. Aber Spiegeldisplay, nur ein C-50 und eine Tastenanordnung, die mir nicht gefallen will.
- Aspire One 722: 11" 1366x768, HDMI. Gleiche No-Gos wie beim 522.

Eigentlich hatte ich mich bei dieser Auswahl schon auf das 1215B festgelegt. Aber da es zu diesem Zeitpunkt nicht direkt lieferbar war, habe ich weitergeforscht und -gesucht. Und etwas interessantes gefunden.

Das Lenovo x120e sollte ziemlich meine Bedürfnisse befriedigen. Allerdings in Deutschland (Europa?) nicht zu bekommen und auf Import hatte ich keine Lust. Dafür habe ich dann beim Weiterstöbern das Lenovo x121e gefunden. Dieses ist in Deutschland erhältlich (wie man sieht) und erfüllt viele meiner Ansprüche:

Hohe Auflösung, mattes Display, 11,6" ist ok, HDMI-Ausgang. Gut, kein USB 3.0, aber das gibt's auch nur bei Asus bisher und da ich noch kein USB 3.0-Gerät habe, bin ich zwar nicht für die Zukunft gerüstet, aber mir fehlt in der Gegenwart nichts. Der Steuerknüppel und die "falsche Anordnung" der Touchpad-Tasten sind jetzt zwar nicht so der Bringer, aber daran würde ich mich wohl gewöhnen können. [Korrektur]: Die Tasten gehören zum Steuerknüppel, das Touchpad selbst läßt sich auf der Nutzer-zugewandten Seite klicken, sind die "Tasten" nicht vom Touchpad abgesetzt [/Korrektur]. Außerdem hat das Notebook auch außen eine matte, gummiartige Oberfläche, eine wahre Wohltat gegenüber den Klavierlack-Netbooks, die man sonst kaufen kann!

Mein Interesse war geweckt und ich habe mehrere Tests gelesen. Der AMD E-350 war eigentlich schon stromverbrauchsmäßig eine Konzessionsentscheidung gegenüber dem ASUS 1215B, aber inzwischen hatte ich mich damit angefreundet. Zumal angeblich zusammen mit der Grafikeinheit das Verhältnis von AMD zu Intel in Sachen Stromverbrauch auch wieder etwas anders aussieht. Außerdem kann man wohl den AMD E-350 per Undervolting zur Sparsamkeit erziehen.

Sehr schnell hat sich das x121e zu meinem neuen Favoriten gemausert. Jetzt mußte ich nur noch zwischen dem AMD Fusion E-350 und dem Intel Core i3-2357M (Hinweis: inzwischen gibt es das x121e (auch) mit den aktuelleren und etwas schnelleren Prozessoren AMD E450 bzw. Intel i3-2367M) entscheiden. Von den TDP-Angaben her sollten sie aber in einem ähnlichen Bereich liegen, wobei der i3 wohl deutlich schneller sein soll, d.h. fast doppelt so schnell. Ich habe daraufhin in einer Tabelle mit zahlreichen mobilen Prozessoren nachgesehen und festgestellt, daß der i3 nicht nur weit vor dem E-350 liegt (natürlich sind solche Aufstellungen immer mit Vorsicht zu genießen, aber irgendeinen Anhaltspunkt braucht man nun mal), sondern auch nicht allzu weit hinter meinem T7200. Somit war es schon sehr verlockend, einen ähnlich schnellen, aber mobilen und deutlich sparsameren Ersatz (zumindest größtenteils) zu bekommen. Ein Preisunterschied ist allerdings schon vorhanden.

Zum Glück gibt es aber beide Varianten auch ohne OS und deutlich günstiger als die mit OS (die aber dann z.T. auch mehr RAM, eine größere Festplatte und schon ein UMTS-Modul eingebaut haben). Aber die OS-losen Varianten waren schon noch im Preisrahmen. Beide haben 4GB RAM und eine 320GB-Festplatte. Die E-350 gibt für ca. Dreihundertfünfundsechsig, die mit i3 für ca. Vierhundertneunundvierzig. Also etwa 85 Steine mehr für deutlich mehr Prozessorleistung aber wohl etwas schwächere Grafikleistung. In Tests wurde dem e-350-Modell eine längere Laufzeit bescheinigt. Allerdings wurde der i3-Test von der amerikanischen Abteilung der Testseite durchgeführt und die Angaben für die Akkukapazität waren geringer, so daß ich das nicht ganz so eng sehe. Auch wurde auf weitere Unterschiede (Festplatte) hingewiesen. Aber bei der Lenovo-Hotline hat man meine Vermutung bestätigt, daß beide Geräte bis auf den Prozessor und natürlich auch das Mainboard grundsätzlich gleich ausgestattet sind. Allerdings werden die Teile nach Verfügbarkeit eingebaut, d.h. der Festplattenhersteller ist nicht immer der gleiche, aber das ist eben bei beiden Versionen der Fall. Bei den Varianten mit 500GB Festplatte gibt es aber momentan nur eine einzige Auswahl: die von Hitachi. Denn die Platte muß eine mit 7mm Bauhöhe sein, und da gibt es momentan wohl nur diese eine. Sie hat 5400U/min, wohingegen die 320GB-Platte mit 7200U/min dreht - sofern ich das richtig sehe.

Entscheidung:

Letztendlich habe ich mich wegen der höheren Leistung für das i3-Modell entschieden.

Erster Kontakt/Probleme:

Die Windows 7-Installation muß, wie bei den laufwerkslosen Netbooks / Subnotebooks nun mal üblich, per USB-Stick durchgeführt werden. Und schon gleich zu Beginn, wollte ich meine Neuerwerbung als Quasi-Desktop verwenden. Also habe ich mir einen HDMI auf DVI-Adapter und einen USB/DVI-(Kabel)-Switch (von Digitus) besorgt. Zu meiner ersten Begeisterung kann man im BIOS des x121e auch das Display einstellen (unter der Rubrik "Config" - nicht "Startup", wo man z.B. die Bootreihenfolge einstellen kann), das beim Booten angesteuert werden soll. Dort kann man das eingebaute, den VGA- oder den HDMI-Augang auswählen. Super! Ich hatte schon befürchtet, meine "Forderung", daß der Kandidat in der Lage sein sollte, schon beim Booten den HDMI-Ausgang ansteuern zu können (und nicht erst aus Windows heraus mittels Software), wäre etwas überzogen.
Also konnte ich gleich vom Start weg mit externem Monitor, externer Tastatur und externer Maus arbeiten.

Die Installation war dann nicht weiter schwierig. Allerdings liegen dem Netbook (_meine_ Version ist ohne OS!) keinerlei Treiber bei, die muß man allesamt von der Lenovo-Homepage herunterladen. Den Netzwerkkartentreiber muß man auch per USB-Stick einschleusen. Dann kann man alles weitere über das eingerichtete Netzwerk vornehmen / herunterladen. Ein weiterer Rechner ist also vonnöten, es sei denn man startet erst einen Linux-Live-USB-Stick...

Zunächst habe ich dieses "System Update"-Programm von Lenovo installiert, das dann (fast) alle Treiber automatisch herunterläd und installiert. Bei mir allerdings waren im Gerätemanager danach immer noch 2 oder 3 unbekannte Geräte vorhanden.
Was mich allerdings richtig gestört hat, war die Tatsache, daß beim Windows-Leistungsindex der Wert für die CPU meilenweit von den in den Tests angegebenen Werten entfernt war: 3,4 vs. 4,6.
Ich war richtig schockiert! Natürlich kann man sagen, daß das sowieso nur ein Anhaltspunkt ist oder der Wert gar nichts aussagt. Allerdings hatte ich vorher vor Ort einen solchen Test für einen N570 (ASUS 1015PN) und einen E-350 (ASUS 1215B) durchgeführt und siehe da, deren Werte (3,3 bzw. 3,8) stimmen ziemlich genau mit den Werten aus Online-Tests überein. Für den C-50 habe ich übrigens online einen Wert von 2,8 gefunden. Somit liegt die CPU-Leistung des N570 ziemlich genau in der Mitte zwischen dem C-50 und dem E-350. Und der i3 hat nochmals einen deutlichen Abstand zum E-350. Vielleicht wird jetzt klar, warum ich von dem Wert 3,4 für meinen i3 wirklich schockiert war.

Ich habe daraufhin alles mögliche ausprobiert, was alles nichts gebracht hat:
- 64bit Windows statt 32bit installiert
- Treiber deinstalliert und neu installiert
- Programme entfernt
- Energieeinstellungen auf maximal gestellt.
- das aktuelle BIOS (1.09, vorher 1.07) "installiert"

Nach 3 Tagen Testerei (Zeit ging v.a. für Neuinstallationen von Windows drauf und natürlich habe ich nicht den ganzen Tag damit verbracht) habe ich dann durch Zufall herausgefunden, woran es liegt:

Am Akku!

Darauf muß man erst einmal kommen. Zu seiner Schonung habe ich ihn im Netzbetrieb, da er voll war, grundsätzlich nicht angesteckt. Das war wohl mein Fehler. Kaum ist der Akku drin, liefert die CPU auch volle Leistung (mittels cpu-z beobachtet) und der Leistungsindex-Wert für die CPU ist 4,7-4,8. Allerdings bringt es nichts (!) den Akku bei laufendem Betrieb anzustecken. Der Akku muß offensichtlich (und auch verständlicherweise) beim Bootvorgang bereits dran sein, d.h. erkannt werden (können).
Man _kann_ aber auch das Ganze ohne Akku erreichen, wenn man im BIOS unter "Config" -> "Power" -> "Intel Speedstep Technology" auf "disabled" stellt. Aber darauf muß man, wie gesagt, erst einmal kommen...
Allerdings fällt dann logischerweise auch die Speedstep Technologie weg, d.h. die CPU fährt immer Vollgas, bezogen auf die Taktfrequenz. Leider wird (auch) bei diesem Netbook der Akku im Betrieb benötigt, um den vollen Funktionsumfang des Prozessors (in beide Richtungen) ausnutzen zu können.

[Update]
Ein Upgrade des Arbeitsspeicher und ein Umstieg von 32bit auf 64bit könnte sich lohnen. Erstens werden von den 4GB RAM vom 32bit Windows nur 2,92GB genutzt (laut Windows) und zweitens sind die Werte des Leistungsindex bei der gepimpten Version (8Gb RAM, 64bit-W7) leicht höher:
CPU 4,9
RAM 7,1
Grafik 5,1 (im Netz hat jemand hierfür auch schon 5,3 angegeben)
Grafik (Spiele) 6,1
primäre Festplatte 5,9

Unter 32bit war Grafik mit 4,7 der schwächste Wert, unter 64bit ist es die CPU mit 4,9. Damit kann man doch leben, oder?
[/Udate]

Anmerkungen zum BIOS-Update

BIOS-Update. Gerne. Aber wie? Kein Laufwerk vorhanden und über USB... naja. Aus Windows heraus sollte man ja nach alter Regel auch tunlichst kein BIOS flashen. Aber viele andere Möglichkeiten gibt es nicht und Lenovo bietet eben genau das an. Allerdings kann man von einigen Berichten lesen, daß nach dem Update der Rechner nicht mehr startet bzw. bootet und professioneller Hilfe bedarf. Das hat mich schon etwas eingebremst.

Von daher gehe ich hier auch besonders ausführlich zu Werke, damit andere Zauderer auch mal ein Positiv-Beispiel lesen können und erfahren, wie dabei genau vorgegangen wurde.
Aber letztendlich habe ich nämlich dann doch einen Versuch unternommen, allerdings strikt nach Anweisung: ein frisch gestartetes Windows (nicht aus irgendwelche Zuständen aufgeweckt) und ohne gestartete sonstige Programme und auch vorher nicht noch irgendetwas anderes installiert o.ä. Außerdem habe ich meine externen Anschlüsse alle entfernt und (zwangsläufig) das Display für den Bootvorgang auf intern gestellt (im BIOS).
Zunächst habe ich mal das BIOS-Setup nur entpackt und testweise das WinFlash aus diesem Verzeichnis ausgeführt. Irgendwie war ich mir aber nicht 100% sicher und habe nochmals entpackt und dieses Mal das Angebot angenommen, daß das Setup gleich das BIOS-Update-Programm startet. Und siehe da, das Programm-Fenster war ein ganz anderes! Dort standen nochmal ein paar Hinweise, was man tun sollte, damit alles gut gehen kann. Z.B. Netbook am Netz!, voller Akku ans Netbook! (Ich hatte meinen vorher nicht dran). Und dann habe ich mein OK für das BIOS-Update gegeben.
Es sah alles gut aus, der Rechner ist irgendwann heruntergefahren und piepste, wie er es beim Neustarten immer tut. Allerdings blieb der Bildschirm schwarz und ich dachte, na toll, mich hat's also auch erwischt. Aber dann hat der Rechner sich nochmals ausgeschaltet und wieder eingeschaltet. Allerdings immer noch kein Bild. Also habe ich gewartet und wenig später war dann das Bild vom gestarteten Windows da. Ich habe nicht die ganze Zeit direkt auf den Bildschirm gestarrt, sondern nur aus dem Augenwinkel heraus aufgepasst, ob etwas Helles erscheint, so daß ich nicht genau sagen kann, ab wann das Display im Windows-Bootvorgang etwas angezeigt hat, aber ich habe erst beim Erscheinen des Desktop (schwarzer Hintergrund, kaum Desktopicons!) etwas wahrgenommen und sofort erfreut und erleichtert hingeschaut.

Fazit:

Ich bin bisher und soweit sehr zufrieden. Gut, ich habe kein 10"-Display, aber wenn ich ehrlich bin, auch die Text-Darstellung auf dem 11,6"-Display mit der hohen Auflösung ist schon verdammt klein! Aber lieber so und ich kann die Auflösung bei Bedarf reduzieren, als daß ich auf immer und ewig z.B. im Browser nicht nur vertikal sondern auch noch horizontal scrollen darf. Das wäre für mich auf Dauer der Horror. Auch mit der TDP bin ich meiner Linie nicht treu geblieben. Die 8,5W des N570 und erst recht die 6,5W des zukünftigen N2800 habe ich deutlich überschritten (und somit auch deutlich weniger Akkulaufzeit), aber die hätte ich auch bei meiner zwischenzeitlich angedachten Lösung mit dem AMD E-350. Insofern kann ich damit ganz gut leben. Die eierlegende Wollmilchnetbooksau gibt es eben (noch) nicht.
Und nach dem gelösten Problem mit dem Leistungsschock bin ich jetzt natürlich etwas euphorisiert.

Ein paar Worte zum (telefonischen) Support.

Zwei Mal habe ich angerufen und mein Problem mit dem Leistungsindex vorgetragen. Ein Mal wurde die Verbindung mitten im Redefluß der Mitarbeiterin unterbrochen, beim zweiten Mal hat eine andere mich ewig warten lassen und irgendwann war die Verbindung ebenfalls weg. Zudem labert die Computerstimme erst einmal ewig (teure) Sekunden lang Sachen, die man sich ersten selber schon gedacht hat (auf unserer Webseite finden Sie bla bla bla...) und zweitens max. einmal hören will und nicht jedes Mal, wenn man anruft. -> Zeitschinderei -> Geldschneiderei! Der Freiton klingt auch stark nach Ausland, die Sprachqualität ist mäßig und die beiden Mitarbeiterinnen hörten sich nicht nach deutschen Muttersprachlern an, was mir prinzipiell egal ist, aber wenn die schon nicht versteht, was ich meine und will, kann sie mir auch schlecht weiterhelfen. Zumal ich den Eindruck hatte, daß die (beide) nach Lösungen in einem Programm gesucht haben und wenn dieses eben nichts ausspuckt (wie soll man das auch konkret als Frage suchen?), kann der Support einem auch nicht weiterhelfen. Der Support besteht also offensichtlich nicht aus Leuten, die sich mit Computern auskennen und schon alle möglichen Probleme erlebt haben, sondern aus billigen Arbeitskräften, denen man beigebracht hat, ein Suchprogramm zu bedienen (so zumindest mein Eindruck). Nicht unbedingt ein Pluspunkt... Es muß schon etwas Gravierendes vorfallen, damit ich bei dieser Cashmaschine nochmals anrufe. Meine Erfahrung ist zumindest: teuer (weil viel Warten) und am Ende doch keine Antwort (mangels Fachkenntnis und stabiler Verbindung - wenn sie nicht absichtlich unterbrochen wurde, weil die Mitarbeiterinnen mit der Frage überfordert waren).

Weitere Infos zum Gerät:

- Gigabit-LAN
- einer der 3 USB 2.0-Anschlüsse kann auch bei ausgeschaltetem Gerät Strom liefern. Keine schlechte Idee. So lassen sich über USB Geräte/Akkus laden, ohne daß das Netbook an sein muß.
- es gibt keine Statuslampe für die Festplatte, dafür zwei (rote) für das Netbook selbst: Beide stellen den Punkt auf dem i des "ThinkPad"-Schriftzugs dar, einmal auf dem Deckel, einmal auf der Handballenauflage, beide liegen quasi übereinander. So weiß man bei geöffnetem und geschlossenem Netbook immer über den Status Bescheid: Wenn das Netbook an ist, leuchten die beiden Lampen rot, ist es im Standby, pulsieren sie weich, wird auf dem Weg zum Ruhezustand der RAM-Inhalt auf die Platte geschrieben, blinken sie. Wie ich finde, gut durchdacht und elegant gemacht.
- nur eine der beiden RAM-Bänken ist bei den 4GB-Geräten belegt. Das hat zwar beim i3-Modell den Nachteil, daß das Dual-Channel nicht zum Tragen kommt, aber in AMD- und Intel-Fall den Vorteil, daß man nur ein weiteres 4GB-Modul zu kaufen braucht und nicht zwei, und dann zwei 2GB-Module "wegwerfen" kann.

- etwas schlecht finde ich die Platzierung des Netzteilanschlusses. Er befindet sich an der rechten Seite hinten (aber nicht im Sinne von Rückseite), neben einem USB-Anschluß. Ich fände es besser er wäre rechts oder links an der Rückseite. Immerhin ist es mir schon einmal passiert, daß ich beim Entfernen eines USB-Sticks das Stromkabel mit rausgezogen habe - natürlich ohne angeschlossenen Akku... Der USB-Anschluß ist (bei mir) relativ eng in dem Sinne, daß relativ viel Kraftaufwand zum Einstecken bzw. Entfernen eines Sticks nötig ist. Daher, und weil das Stromkabel nach vorne verlief, war das "Unglück" passiert.

Ein paar Leistungsaufnahme-Daten:

WLAN und Bluetooth waren in allen Fällen ausgeschaltet. Ich habe immer den niedrigsten Wert, der des öfteren in einem Zeitraum von etwa 10-20 Sekunden erreicht wurde, genommen. Natürlich sind es ungefähre Werte. Gemessen habe ich mit dem Stromkostenmessgerät GT-PM-04 von Tevion.

*ohne DVI-Switch dran (also reiner "Netbook-Betrieb"):

Deckel aufgeklappt:

- BIOS (soll heißen, ich habe einfach das BIOS aufgerufen, d.h. kein Energiemanagement durch Windows):
0 (minimale Helligkeit): 15,3W
4 (die von mir gewählte Standardhelligkeit): 15,5W
15 (maximale Helligkeit): 17,3W

- Windows (einfach gestartet, keine Programme gestartet, allerdings mit MSSE (MS Virenscanner) im Hintergrund)
0: 9,5W
4: 10,2W
15: 11,4W

Deckel zugeklappt:

- BIOS: 14,5W
- Windows: 8,8W
- Standby: 0,75W
- Ruhezustand: 0,6W
- aus: 0,6W

* mit DVI-Switch dran (also "Desktop-Betrieb"):

Deckel aufgeklappt:

- BIOS
bei Displayhelligkeit
0: 16,3W
4: 16,5W
15: 18,3W

- Windows
0: 12,4W
4: 12,8W
15: 14W

Deckel zugeklappt:

- BIOS: 15,6W
- Windows 10,3W
- Standby: 1,2W
- Ruhezustand: 1,1W
- aus: 0,6W

Was vielleicht den ein oder anderen interessieren könnte: eine passende Tasche.
Für 11"-Geräte gibt es ja nur eine sehr überschaubare Auswahl an Taschen. Und dann gibt es ja noch 11,1"- und 11,6"-Geräte. Auch habe ich oft von zu weiten Taschen gelesen, z.B. bei 12"-Taschen für 12"-Geräte.
Durch Zufall habe ich eine Tasche gefunden, die meiner Meinung nach perfekt passt. Gut, der ein oder andere könnte auch sagen, sie wäre etwas eng. Aber ich bin sehr zufrieden. Es ist eine Tasche von Speedlink für 11,1"-Netbooks. Das erklärt auch, warum das 11,6"-x121e nicht ganz leicht hineinflutscht, aber es hält sich in Grenzen. Die Tasche ist außen aus "Rucksack-Stoff", läßt sich komplett auf eine Seite hin öffnen, d.h. die anderen 3 Seiten sind komplett offen. Innen ist sie dick mit diesem Neopren-ähnlichen Stoff ausgekleidet, aus dem diese Sleeves für Netbooks sind. Außerdem hat Rückhaltegurt mit Klettverschluß, mit dem man das Netbook "anschnallen" kann. Auf der Rückseite ist außen eine Tasche mit Klettverschluß, in der der Akku (aber nur, wenn das Netbook nicht drin ist; im anderen Falle macht es auch mehr Sinn, ihn zum Transport ins Netbook zu stecken), das Netzteil und bei mir auch die Maus (eine Standard-Maus geht, aber es wird eng; ich habe inzwischen eine MS Compact Optical 500, den kleinen Bruder meiner Standard-Maus) Platz haben. "Rückseite" bedeutet aber leider, daß das Netbook auf dem Zubehör und damit nicht plan liegt, wenn man es Ein-/Auspacken will und das Zubehör noch/schon in der Außentasche ist. Des Weiteren hat die Tasche einen Tragegriff mit Gummizug, so daß er bei Nichtbenutzung eng anliegt. Nicht mal im Traum hätte ich an eine solch funktionale Tasche gedacht, als ich mit dem Ziel, ein Netbooksleeve zu besorgen, mich auf den Weg gemacht habe und insgesamt genau zwei 11"-Taschen gefunden habe... Genial.

Auch wenn die Rezension sehr lang geworden ist und für den ein oder anderen u.U. nicht wirklich hilfreich, so glaube ich doch, daß es mind. einen da draußen gibt, der die ein oder andere hilfreiche Information mitnehmen kann.
Bei Bedarf werde ich noch Informationen hinzufügen bzw. Korrekturen vornehmen, wenn diese nötig sind bzw. werden.

Update 04.10.2011:

Nach gut 2 Wochen Nutzung (wenn auch hauptsächlich als Desktop-Ersatz, sprich zugeklappt, am Strom und externem Monitor, externer Tastatur und Maus) möchte ich noch ein paar Dinge anfügen bzw. zusammenfassend wiederholen:

- Eine Status-/Aktivitätsleuchte für die Festplatte gibt es nicht.

- Die Netzwerkaktivität wird durch eine Lampe INNERHALB des Anschlusses angezeigt. Das Blinken dringt schon nach außen, v.a. im Dunklen. Ob das einem ausreicht, muß jeder selbst entscheiden. Zumindest ist es so auch wiederum nicht nervend.

- Das BIOS ist nicht speziell auf das x121e angepaßt. Z.B. heißt es, daß Werte mit '+' und '-' geändert werden können bzw. verschoben werden können. Das trifft nicht zu! Ich habe es probiert. Die Tastatur hat keinen gesonderten Nummernblock, d.h. die Tasten der "normalen" Tastatur müssen verwendet werden. Weder mit den bloßen Tasten noch in Kombination mit "Fn" oder "Shift" rührt sich irgendwas. Stattdessen muß man die F6-Taste als '+' und die F5-Taste als '-' verwenden.

- Eigentlich stehe ich überhaupt nicht auf die proprietäre Software von PC- bzw. Laptop-Herstellern. Mit Grausen erinnere ich mich da immer an die Bloatware von Sony, wenn ich anderer Leute Laptops sehe, bei denen die Hälfte der Tray-Icons aus irgendwelchen Sony-Software-Icons besteht. Aber im Laufe der Zeit habe ich quasi alle Software, die das Lenovo-"System-Update"-Programm angeboten hat (bis auf 3 Treiber, die es nicht installieren wollte, weil ich wohl per Hand schon eine aktuellere Version von Intel selbst installiert hatte), installiert. Man kann ja das nicht ständig benötigte aus dem Autostart herausnehmen. Außerdem kann man die etlichen Gigabyte an heruntergeladenen Installern nach der Installation gefahrlos löschen (die jeweiligen Ordner; heißen wohl immer was mit 8*****ww). Aber nur diese, den Rest sollte man lassen, andernfalls funktioniert das System-Update-Programm nicht mehr. Eines dieser Lenovo-Programme habe ich erst ganz zum Schluß installieren lassen, mehr der Vollständigkeit halber: Lenovo Bildschirmleseoptimierung. Ich konnte mit der Bezeichnung nicht recht viel anfangen, aber als ich es dann mal ausprobiert habe, war ich erstens überrascht und zweitens hellauf BEGEISTERT!

Wie sich dadurch herausgestellt hat, hat das x121e offensichtlich einen LAGESENSOR eingebaut! Sehr genial! Mit dem Programm kann man (automatisch, wenn man es - für selbst ausgewählte Programme - einstellt) die Programmfenster drehen lassen. Zu deutsch: Wie z.B. beim iPad kann man dann das x121e wie ein Buch halten (Bildschirm links - Tastatur rechts, oder umgekehrt) und dann gemütlich lesen. Das Touchpad, an das man sich wirklich gewöhnen kann, wird dann auch entsprechend umgestellt und man kann durch Entlanggleiten mit dem Finger an der langen, tastaturabgewandten Seite durch den Bildschirminhalt (rauf - runter) scrollen. Geil!

Ein ebenfalls nettes Programm ist Lenovo Internetverbindung. Damit kann man die Verbindungsdaten von Funk- und Kabelverbindungen als Profile hinterlegen und man spart sich z.B. die jeweils unterschiedlichen IP- und Proxy-Einträge, wenn man an verschiedenen Orten ist. Man wählt einfach das Profil aus und schon werden alle hinterlegten Daten an Windows weitergegeben. Wer nur per DHCP surft, den wird das nicht vom Hocker reißen, der wird es nicht mal merken. Alle anderen werden sich freuen, daß sie sich die ständigen Änderungen per Hand sparen können (so etwas wird es aber sicher auch bei anderen Herstellern geben).

Die Kamera konnte ich bisher nur mit dem Lenovo-Programm Web-Konferenzen kontrollieren, sprich wissentlich ausschalten. Das soll nicht heißen, daß sie sonst ständig an ist, aber ich konnte mit bisher kein Windows Boardmittel finden, das sich mit dem Thema eingebaute Webkamera befasst und mit dem ich den Zustand der Kamera erkennen bzw. einstellen könnte. Ein grünes LED-Lämpchen neben der Kamera ist jedoch an, wenn die Kamera an ist. Über Skype kann man natürlich schon Skype-relevante Kameraeinstellungen vornehmen (im Wesentlichen dieselben wie mit dem Lenovo-Programm).

Die Lenovo Stromverbrauchssteuerung bringt nicht nur noch ein paar mehr Energie-Profile mit, sondern bietet auch die Möglichkeit, den Akku zu warten, rekalibrieren etc.

Des weiteren gibt es noch ein Programm, mit dem die Festplatte vor den Folgen von Stürzen bewahren kann ("Airbag"; auch ein Hinweis auf den Lagesensor bzw. einen Beschleunigungssensor im Netbook; k.A., ob das im Ernstfall auch funktioniert) und eine Software, die den Desktop sperrt, wenn sie keine Person vor der Kamera registriert ("Autolock"; habe ich noch nicht getestet).

- Über die Akkulaufzeit kann ich keine hilfreichen Aussagen machen, weil ich - wie gesagt - das Netbook v.a. als Desktop-Ersatz und damit am Netz betreibe. Die Taktfrequenz des Prozessors scheint entweder 800 MHz oder 1300 MHz zu sein (8x oder 13x 100 MHz). Dazwischen oder gar darunter gibt es wohl nichts. Von der Einstellmöglichkeit der Spannung beim i3 habe ich bisher nichts gelesen, außer, daß es wohl nicht geht. Von daher kann man sich entweder auf die automatische Steuerung verlassen oder zum extremen Stromsparen den CPU-Takt auf die 800MHz zwingen, z.B. in dem man bei Akkubetrieb die maximale Prozessorleistung auf 50% setzt. Das dürfte die Akkulaufzeit verlängern.

- Ein USB 3.0-Anschluß wäre schon schön gewesen, v.a. weil auch kein eSATA-Anschluß vorhanden ist und ich diesen bisher bei meinem echten Desktop-PC schätzen gelernt habe.

- TPFanControl hatte ich mal kurz installiert. Danach ist mir dann das Autoruns von Sysinternals abgeschmiert und ich habe es sofort wieder deinstalliert (weil ich bei einer vorangegangenen Installation schon einmal das Problem hatte, daß plötzlich Autoruns und Skype nicht mehr funktionierten, ich aber zu diesem Zeitpunkt TPFanControl noch nicht im Verdacht hatte, weil ich noch viele andere Programme zwischen 2 Nutzungen der betroffenen Programme installiert hatte), weil mir ein funktionierendes Autoruns (und ggf. Skype) wesentlich wichtiger ist, als ein Lüftersteuerungsprogramm...

- Da das Netbook nur über einen Combi-Audio-Ausgang verfügt, ist man quasi gezwungen, das Lenovo Headset (In-Ear und damit schön klein und transportabel) zu kaufen, denn mir sind bisher noch keine Adapter untergekommen, die einen Combi-Ausgang in zwei "normale" Ausgänge - einen für Audio, einen für Mikrofon - splitten. Immerhin ist bei dem Headset ein Adapter in die andere Richtung dabei: man kann das Headset auch an Rechner anschließen, die Audio- und Mikrofon-Ausgang getrennt haben. Natürlich kann man aber auch einen Kopfhörer direkt in den Ausgang des Netbooks stecken, funktioniert. Nur wenn man eben schon ein anderes Headset oder getrennt ein Mikrofon und einen Kopfhörer besitzt steht man ohne Adapter dumm da. Dann muß man sich mit den eingebauten Lautsprechern bzw. dem eingebauten Mikrofon (noch nicht getestet) behelfen.

Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden und würde - Stand heute - den Kauf wieder tätigen.

[Update vom 10.12.2011]
Leider muß ich ein paar negative Dinge hinzufügen:

1. Vermutlich betrifft das alle aktuellen Note- und Netbooks und ist daher nicht unbedingt ein Problem dieses Modells, aber es ist auf jeden Fall nervig und eine Frechheit, daß die Musikindustrie offensichtlich dafür gesorgt hat, daß es keinen "Stereo Mix" oder sonstige Aufnahmeeinstellungen mehr zur Auswahl gibt. Lediglich über Mikrofon kann man aufnehmen. Interne Tonquellen lassen sich nicht verwerten. Unglaublich! Bisher habe ich leider keine Möglichkeit gefunden, dies mittels Treibertricks auszuhebeln. [* Lösung s.u.]

2. Beim Ansehen von Videos (nicht mal SD!, 23-29fps) per DVI-HDMI-Adapter auf externem Eizo muß ich leider bei Kameraschwenks (oder sich horizontal bewegenden Objekten) ab und zu eine Horizontalverschiebung des Bildes feststellen. Dies liegt entweder an dem Adapter oder die Graphikkarte ist zu langsam, was aber ein echtes Armutszeugnis wäre, immerhin soll sie ja mit HD-Material und HD-Bildschirmen umgehen können. Und bei mir scheitert sie schon an einem 1280x1024-Bildschirm und DVD-Auflösung. Da dieses Problem auch im Netbook-Betrieb, also auf dem eingebauten Display auftritt, scheint es entweder ein Graphikkarten- oder ein Software Problem zu sein. Allerdings ist der einzige softwaretechnische Unterschied zu meinem anderen Rechner, der ebenfalls lediglich eine Onboard-Graphikkarte besitzt und aus dem Jahre 2006 stammt und bei dem ich ein solches Problem in all den Jahren nie festgestellt habe, das Windows (7 vs 2000). Die Codecs und Player sind jeweils - auch in ihrer Version - identisch.

*[Update 16.08.2012:]
Ich habe eine Lösung zur Aktivierung des Stereo-Mixes in den Kommentarbereich eingestellt.

[Nachtrag 21.11.2012]
Dieser und alle nachfolgenden Einträge müssen aus Platzmangel in den Kommentarbereich.

[Nachtrag 04.05.2014]
Zum Thema Lüfter und Lüfteraustausch siehe Kommentarbereich.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 4, 2014 1:31 PM MEST


A Dramatic Turn of Events (Deluxe Edition)
A Dramatic Turn of Events (Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,99

36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioso, 9. September 2011
Was war ich gespannt auf das erste Album p.mp.!
Und wie habe ich mich erst drauf gefreut, nachdem der erste Track des Albums vorab zu hören war und von mir sofort als geil befunden wurde.

Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

On The Backs Of Angels (8:42)
Dieser Song wurde ja schon vorab online veröffentlicht und dürfte den meisten Interessierten bereits hinlänglich bekannt sein. Wieder mehr Prog-Rock als Prog-Metal und sehr geil. Macht viel Lust auf mehr und weckt enorme Erwartungen für das ganze Album.
Mehrstufiges Intro mit Keyboard-Sounds/-Effekten und Semiakkustischer Gitarre. Später fügt Jordan einen an Endless Sacrifice erinnernden Keyboardlauf hinzu. Yeah! Mike (Mangini) und John am Bass machen auch mit und der Song gewinnt an Tempo an Härte bis schlußendlich James das Quintett komplettiert. Ohrwurm! Mitsingdrang! Schöner instrumentaler Teil in der Mitte. (Mehr) Klaviersound wurde uns versprochen bzw. angekündigt. Hier kommt er. JP legt nach. Nach James' gesanglicher Beendigung wird der Song instrumental ordentlich zu Ende geführt.

Build Me Up, Break Me Down (6:59)
Zu Beginn Drumcomputersound der aber dann bald in echtes Schlagwerk überführt wird und mittels Gitarrenriffing metallisch gehärtet wird. James LaBrie beginnt verzerrt. Das und auch die Melodie lassen mich denken: Das klingt nach Mullmuzzler 2, Elements Of Persuasion oder auch Static Impulse. Wieder so ein fieser Refrain, der sich im Kopf festsetzt. Im Vergleich zu JLB's Soloarbeit natürlich instrumental stärker ausgebaut. Im Mittelteil lassen es JR und JP schön laufen. Streicher lassen den Song ausklingen. Kenne ich so von Angra. Windgeräusch und Pferdegalopp (!) leiten über zu...

Lost Not Forgotten (10:11)
Wunderschönes Klavierintro. Hymnische Einleitungsmelodie, die dann auch von Gitarre übernommen wird, unter Begleitung von Baß und Schlagzeug. Abwechslungsreicher, progressiver Instrumentalteil gleich zu Beginn, sehr geil, JR und JP im Duett. Dann wird geshredded, bis JLB einsetzt, anfangs in etwas tieferer Gesangslage. Refrainmelodie mit Suchtpotential. Im Mittelteil wird dann wieder wie anfangs richtig progressiv instrumentalisiert. JP legt noch mit einem Solo nach. Eine Minute lang! JR spielt sich anschließend die Finger wund. DT is back, that's for real! Da läuft einem das Wasser in den Augen zusammen! James tritt nochmal an bevor der Song knackig zu Ende geht.

This Is The Life (6:57)
Gitarre und Klavier intronieren, auch unter Mitwirkung von Baß und Schlagzeug. Dann ruhiges Klaviergeklimper und ebensolcher Gesang von James. Eine Ballade. Die Melodie weckt bei mir teilweise Erinnerungen an die erste Frameshift-Scheibe. Auch hier gibt es Instrumentalintermezzi, aber insgesamt ruhiger (v.a. im Sinne von langsam). Zum Ende hin wird es kraftvoller. JP legt noch ein Solo hin. Es muß ja bei DT nicht immer geknüppelt werden und es braucht auch kein Growling!

Bridges In The Sky (11:01)
Das Intro könnte mit dem "Throat Singing" auch von Angra sein, ebenso das folgende, von einem Chor intonierte, Agnus Dei. JR "spielt" Harfe. Nach ca. 1:30 kommt dann JP daher und MM springt ihm zur Seite und es wird gerockt. Jordan gesellt sich hinzu. Nach ca. 3 Min. darf James ran, zunächst langgezogene Töne, viel Legato im Gesang. Auch hier wird wohl auf dem Konzert wieder mitgesungen werden! Das hier ist Prog. Und Rock. Und Metal. Hier und da werden Erinnerungen an TCOT wach. Nur gute versteht sich. Ausgedehnter Instrumentalteil, in dem JP ordentlich vom Leder zieht. Aber zu gleichen Teilen auch JR. Zum Ausklang darf der Schamane wieder röhren.

Outcry (11:24)
Keyboard und Drumcomputersound ehe es hymnisch (druck)voll zur Sache geht. Später schwenken JP, MM und JR auf Prog um. JLB setzt ein. Von ca. 4:45 bis 9:05 gibt's dann minutenlang prog-instrumental voll was auf die Ohren. Parallelläufe von JR und JP, Soli von JP und JR, Rhythmuswechsel, Melodiewechsel sowieso. Alles was das Prog-Herz begehrt. Ein Traum! Übergang zu einem relaxten Teil, der zu James überleitet. Dann wird es wieder hymnisch wie zu Beginn. (Sorry, aber bei "The world watches on while we risk our lifes" klingt JLB sowas von nach Robbie Williams...) Fade-out, ähnlich wie bei SDOIT.

Far From Heaven (3:56)
Langsames Klavierintro, Cello-Begleitung. Ruhiger JLB-Gesang. Wieder eine Balade. Später setzen dann auch noch andere Streicher ein. Nach nicht mal 4 Minuten ist's auch schon wieder vorbei und die anderen 3 Bandkollegen haben nicht einmal ihre Instrumente angelangt (stimmt nicht ganz, wenn ich mich richtig erinnere hat laut einem JP-Interview JM zum Baß gegriffen. Ich vermute mal, es war einer mit Bogen). Von wegen JLB kann nicht singen! Bei allen Schwächen, die v.a. auf der Bühne manchmal zu Tage treten, das ist ganz großes Kino!

Breaking All Illusions (12:25)
Der längste Song des Albums beginnt gleich wieder mal mit einem Instrumental-Intro, mäßig progressiv. Danach eine sehr geile relaxte Überleitung zum Gesang, JM legt mit einer coolen Baßlinie für JLB auf, der zunächst einmal eher haucht. JP kommt hinzu und der Song wird dichter. Hymnischer Refrain. Dann werden das Tempo und der Prog-Gehalt erhöht. Zwischendurch immer wieder Instrumental-Breaks. Und natürlich gibt es bei so einem langen Song auch wieder einen längeren Instrumentalteil, einen sehr langen (ca. 5,5 Minuten) und abwechslungsreichen sogar. Viel Zeit zum Proggen, vom Feinsten! An manchen Stellen fühle ich mich bei der "falschen" Band. Rush? IQ? Spock's Beard? David Gilmore? Dire Straits? Egal, genial! James kommt zurück an's Mikrofon und der Song wird hymnisch und mit Soundeffekten beendet. Wassertropfen, rhythmisch, leiten über zu...

Beneath The Surface (5:26)
Pseudoakkustik-Gitarren-Intro mit Cello-Begleitung. Ein ruhiger JLB beginnt zu singen. Die dritte Ballade des Albums. Weitere Streicher kommen hinzu. Nach gut 3 Minuten legt JR ein Keyboardintermezzo ein. JLB im Zwiegesang mit sich selbst. Ein schöner und passender Song zum Abschluß des Albums.

Fazit:

Geil! Grandios! Die letzten beiden Alben - in ihrer Gesamtheit betrachtet - werden locker in die Tasche gesteckt.
Wie angekündigt wieder mit viel Melodie und Rückbesinnung. Und mit viel Baß. JM wird wieder mehr in den Vordergrund gemischt, oder täusche ich mich da?

Keine Frage, die letzten beiden Alben stehen in meinem Regal und ich mag sie auch. Aber ich höre sie selten. Sie sind gut, v.a. wie immer gut gemacht. Aber irgendetwas fehlt ihnen. Ich weiß nicht genau was. Die Seele? Die Überzeugung?
Irgendwie habe ich das Gefühl, die letzten beiden DT-Scheiben waren Arbeit und Beruf, und das neue Album ist wieder Hobby und Freude.

Woran es liegen mag? Nur an MPs Abgang? Schwer zu sagen. Klar, er war vermutlich die treibende Kraft hinter den härteren Elementen von SC und BC&SL und soll ja auch sehr dominant sein. Bei JLB und JM könnte ich mir schon vorstellen, daß die sich jetzt etwas wohler fühlen und mehr Harmonie in der Truppe herrscht. Auf der anderen Seite ist MP nach wie vor ein genialer Drummer und hat für uns einiges getan: Wir hätten sonst sicher keine "Official Bootlegs" und weniger Live- und Videomaterial. LTE und ev. auch Transatlantic würden vielleicht sonst nicht existieren.
Deswegen kann man auch nicht davon reden, ob man MP vermisst oder nicht. Sicher würde ich ihn auch weiterhin gerne bei DT hinter dem Schlagzeug sehen, aber jetzt sitzt dort eben Mike Mangini und leistet hervorragende Arbeit. Die Band ist zufrieden und das neue Album klasse. Das zählt.
Es ist nun mal anders gekommen, als man es sich jemals geträumt hätte. Aber es ist definitiv nicht schlechter geworden. DT ist jetzt etwas anders, aber immer noch genauso gut. Mindestens!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 13, 2011 8:12 AM MEST


Iconoclast (Digi Book)
Iconoclast (Digi Book)
Preis: EUR 13,07

22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow!, 17. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Iconoclast (Digi Book) (Audio CD)
Das lange Warten hat sich gelohnt. Und wie!

Über 82 Minuten typische SyX-Riffs und -Melodien, die erst einmal aufgesogen und verdaut werden wollen.

Und wer, wie ich, wissen will, welche Ausgabe denn nun das eigentliche Album ist, sprich, ob die 1-CD-Ausgabe das Album darstellt und das DigiBook zusätzliche Bonus-Tracks enthält oder ob erstere nur eine zusammengestutzte Version eines wahrlich langen Albums ist, hier gibt's eine quasi-offizielle Auskunft dazu vom SyX-Support:

"The album was written as two cds worth of material, so the tracklisting on that version is what was originally intended by the band."

Klar, daß ich da trotz DigiPack-Abneigung zur Special Edition gegriffen habe. Und positiv überrascht wurde. Im Gegensatz zu den sonstigen DigiPacks oder gar der völlig papierenen Special Edition von DT's DC&SL handelt es ich hier um ein richtig schönes und hochwertiges DigiBook mit festem Karton und in der Mitte eingefaßtem Booklet. Also nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen und die Hände. So werde ich nie zu einem Download-Käufer, da fehlt einfach etwas.

Wenig überraschend wird der Stil des Vorgängers Paradise Lost vorgeführt und weiterentwickelt. Aber ich habe mich hier und da auch an andere Alben erinnert gefühlt. Bespielsweise das Keyboard von V - The New Mythologie oder auch Russel Allen's Atomic Soul.

Die Länge und Dichtheit machen es quasi unmöglich, das Album schon beim ersten Durchlauf zur Gänze (oder überhaupt) zu erfassen und zu begreifen. Da ich auch ein Fan des Frühwerks bin, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht behaupten wollen, daß dies ihr absolut bestes Werk ist. Irgendwie liegen ihre Alben qualitativ so dicht beisammen, daß es eher Geschmackssache ist, welches man hervorheben möchte.

Aber daß man mit Iconoclast, zumal in der Special Edition, etwas Großes in der Hand hält, wage ich doch zu behaupten.

CD 1:

1. Iconoclast (10:51):

Mit längerer instrumentaler Einleitung. Zu Beginn ein erst unkenntliches, dann als solches aufgelöstes Klavier, dann Klangteppich aus Schlagzeug, Gitarre und typischem SyX-Chor. Übergang zum Songriffing. Nach ca. 2:40 darf dann Russell ran. Seine Stimmlage ist, wie auf den letzten beiden Alben etabliert, aggressiv rauh, wenn auch noch lange nicht deathmetallig wie man es auch schon von ihm gehört hat bzw. noch hören wird. Der Refrain ist vielstimmig und kommt in seiner Art irgendwie bekannt vor, allerdings weniger von SyX selbst, irgendwie powermetallig. Bei der Länge des Songs ist es selbstverständlich, daß auch zwischendurch viel instrumentalisiert wird, v.a. durch Romeo und v.a. mittels Riffing. Auch der Hintergrundchor, der ja längst eines der Erkennungsmerkmale von SyX ist, kommt immer wieder zum Einsatz. Einer der geilsten Momente des Albums ist hier zu hören, wenn Russell Allen im wahrsten Sinne des Wortes Luft holt für den kraftvollen Endspurt, nachdem sich seine Kollegen ausgetobt haben. Insgesamt ein starker Auftakt zu einem Höllenritt durch SyX's neuestes Output.

2. The End Of Innocence (5:27):

Der erste der beiden vorab veröffentlichten Songs. Eingefleischte Fans werden beide wohl mittlerweile rauf- und runtergehört haben. Auch sind beide Songs eher so strukturiert wie man es von SyX gewohnt ist. Soll heißen, sehr melodielastig. Romeo shredded sich wie gewohnt durch die Instrumentalpassage im letzten Drittel des Songs.

3. Dehumanized (6:47):

Der zweite vorab veröffentlichte Song. Etwas progressiver im Sinne von sperriger als Innocence. Und deutlich aggressiver. Russell Allen zeigt, was seine Stimmbänder hergeben. Beim Refrain geht er rauheitstechnisch etwas von Gas, aber trotzdem weiterhin unglaublich viel Power in seiner Stimme. Geiles, ohrwurmiges Riffing, v.a. beim chorus. Schöner, sich wiederholender Wechsel zwischen bedrohlich-aggressiven und melodisch-aufgelösten Abschnitten. Beim Solo zeigt sich Michael Romeo wieder von der sanfteren Seite.

Beide Songs haben natürlich durch die Vorabveröffentlichung einen unfairen Vorteil.

4. Bastards Of The Machine (4:56):

Wieder ein Vertreter der aggressiven Songs. Schnelles Riffing, dichter Klangteppich, rauher Gesang. So richtig unmelodisch geht bei SyX ja gar nicht, aber der Stimmung des Songs entsprechend, ist sicher keine Friede-Freude-Eierkuchen-Gesangslinie untergebracht. Schön progressives Instrumental. Mit kanpp unter 5 Minuten der kürzeste Song des Albums.

5. Heretic (6:24):

Und gleich geht's weiter mit hartem, schnellem Riffing. Die Jungs gönnen sich keine Pause, Allen röhrt. Der Refrain hat metallica-eske Elemente. Trotz Hochgeschwindigkeitsinstrumental bleibt noch Platz für ein bißchen Chor. Hier und da zum Thema des Albums passendes maschinenartiger Keyboardsound.

6. Children Of A Faceless God (6:20):

Hier wird etwas vom Gas gegangen, ohne aber den düsteren Grundton gänzlich zu verlassen. Erinnert mich hier und da etwas an Russell Allen's Atomic Soul-Album. Ein etwas luftigerer Mittelteil baut Spannung auf, um in einem Kurzinstrumental zu münden.
Der Refrain kommt fast schon hymnisch daher.

7. When All Is Lost (9:10):

Die Ballade des Albums. Klavierintro. Russell gesellt sich dazu, trotzdem ab und an mit leicht angerauhtem Unterton. Nach ca. 1:40 kommen Gitarre und Schlagzeug hinzu und legen eine härtere Gangart an den Tag. Vom Aufbau drängen sich Parallelen zu Candlelight Fantasia auf. Viel Melodie, Klavier, ruhige und langsame Passagen, die aber immer wieder von Riffing abgelöst werden, die verhindern wollen, daß hier in eine echte Softballade abgedriftet (Helge würde wohl "abgedroffen" sagen :-)) wird. In über 9 Minuten ist genügend Zeit, den Song ordentlich auszubauen und abwechslungsreich zu gestalten, was den Jungs ausgezeichnet gelungen ist. Es besteht keinerlei Zweifel daran, daß es hier um progressiven Metal geht! Der Refrain ist eine echte Mitsinghymne. Einzig das Ende finde ich etwas doppelt-gemoppelt. Aber wer möchte die Götter anzweifeln.

CD 2:

1. Electric Messiah (6:13):

So, genug ausgeruht. Jetzt wird wieder rangeklotzt. Und zwar ordentlich. Schnelles Progriffing zum Einstieg und als Songbasis. Russell wechselt rauhen und weicheren Gesang wie immer ab. Auch hier fühle ich mich von der Melodieführung her ab und zu an sein Atomic Soul erinnert. Mittelteil mit düsterprogressivem, treibendem Instrumental. Wie immer mit Romeo als Wortführer. Aber Michael Pinnella meldet sich zu Wort. Zur Abwechslung mal ein Fade-out zum Ende.

2. Prometheus (I Am Alive) (6:46):

Relaxed Cruising à la SyX, aber nur zum Einstieg. Kaum hat man sich eingewöhnt, werden Härte und Tempo erhöht. Treibender Refrain, der dunkel und melodisch zugleich ist. Natürlich gibt es auch ein Instrumental. Der Song klingt aus, wie er begann: eher relaxt.

3. Light Up The Night (5:03):

Schnelles Riffing, viel doublebass. Ich kann mir nicht helfen, irgendwie höre ich bei bestimmten Tonfolgen des Songs im Hinterkopf immer den Mittelteil von Ucan Ican von Jordan Rudess' Album Feeding The Wheel. Es wird wohl an den spannungsaufbauenden Akkorden liegen. Im Mittelteil wird wieder ordentlich vom Leder gezogen, Michael vs. Michael und beide im Synchronduett. Powermetalliger Refrain.

4. The Lords Of Chaos (6:09):

Ganz eigenes, hartrockmäßiges Riffing zum Einstieg. Mit dem Einsatz von Allen wird etwas zurückgerudert. So geht es immer hin und her. Treibend. Romeo läßt sich nicht lumpen. Auch hier erinnern mich Elemente des Refrains an Atomic Soul.

5. Reign In Madness (8:37):

Mit Keyboard geht's los, aber was ist das plötzlich? Metallica? Ne, da ist ja Russell Allen. Außerdem wird's eindeutig progressiv. Aber der Metallica-Einfluß läßt sich nicht leugnen. Aber keine Angst, kein Zweifel, es ist eindeutig ein SyX-Song. Der Chorus wird im mehrstimmigen Gesang vorgetragen, hymnisch. Riff- und Tempowechsel entwickeln den Song weiter. Allen mit böser Stimme, nur um im nächsten Abschnitt wieder zu zeigen, daß er auch "richtig" singen kann und einfach der kompletteste mir bekannte Metal-Sänger ist. Im Mittelteil kommt der Song etwas zur Ruhe, aber da wird auch nur Kraft gesammelt für das Finale. Das beinhaltet einen hymnischen Chor, und ein knackiger Schluß beschließt den Song und das Album.
Ein würdiger Song, um die musikalische Reise zu beenden!

Wie gesagt, lange und harte Kost, die erst einmal verdaut werden muß. Allein schon durch die Länge ein Album der Extraklasse von Symphony X. Mit der Bestätigung, daß Symhony X (spätestens seit Damnation Game) keine schlechten Alben machen kann.
Aber man kann sagen: Symphony X sind zurück, und wie!... wieder einmal bzw. wie immer. Und sie machen Spaß wie eh und je.
Und sie haben - wie immer - seit dem Vorgängeralbum ihren Stil weiterentwickelt. Stillstand würde ja auch ihrer progressiven Grundausrichtung widersprechen. Gut so!

Für SyX gilt eben: Was lange währt, wird endlich sehr gut. Da wartet man doch gerne etwas länger als bei manch anderer Band.

Da ich ein bekennender Fan der klassischen Einflüsse bei SyX bin und daher der älteren Werke, werde ich konsequenterweise jetzt auch nicht behaupten, schon gar nicht nach so wenigen Durchläufen, daß dies das beste Album von Symphony X ist. Das überlasse ich denjenigen, die schon Paradise Lost als bis dato bestes SyX-Album bezeichnet haben.

Für mich speichere ich Iconoclast vorerst als saustarkes Werk ab und werde meine persönliche Einordnung frühestens nach weiteren 5-10 Durchläufen vornehmen, wenn überhaupt.

Bei der Punktevergabe mußte ich mich entscheiden. Grundsätzlich hat ein Symphony X-Werk 5 Sterne verdient, v.a., wenn man bedenkt, was sonst noch so im musikalischen Universum herumschwirrt... (dann reichen 5 natürlich nicht). Innerhalb des SyX-Universums würde ich aber eher zu irgendwo zwischen 4 und 5 Sternen tendieren, aber das kann sich noch ändern. Daher belasse ich es vorerst bei 5.

Anspieltipps:

Schwierige Frage, aber ich versuche es trotzdem einmal. Ich nehme mal an, daß die meisten The End Of Innocence und Dehumanized schon kennen, daher fallen die schon ein mal weg. Bleiben der Titelsong Iconoclast, Heretic, When All Is Lost, Light Up The Night, Reign In Madness.

Zuletzt noch ein Dankeschön an NuclearBlast, nicht nur für das schöne DigiBook, sondern auch die Tatsache, daß SyX ein Doppelalbum veröffentlichen durfte!

So, und nun: Kaufen und hören!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2011 10:35 PM MEST


Kein Titel verfügbar

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer-Film, 17. Dezember 2010
Der Film ist nichts wert... ohne sein Ende. Streckenweise ein Martyrium für den Zuschauer, der aber dafür am Ende fürstlich dafür belohnt wird, nicht aufgegeben zu haben.

Nachdem ich auf die Rezensionen hin mir damals Haute Tension zugelegt hatte und begeistert war, habe ich bei Inside und Frontier(s) auch direkt zugeschlagen. Inside hat mich nicht vom Hocker gerissen (storymäßig), Frontier(s) fand ich schlimm - damit meine ich nicht die Gewaltszenen, sondern die hanebüchene Story. Wer schon einmal indizierte Kauffassungen mit dt. Tonspur/UT (für nicht englischsprachige Filme essentiell, wenn man den Film nur einmal anschauen möchte!) erworben hat, weiß, wie schwer eine solche Enttäuschung wiegt.

Daher habe ich diesmal lange mit mir gerungen und den Film erst einmal nur ausgeliehen. Fazit: Da muß die Special Edition mit Making Of und Interviews her!

Die ungefähre Handlung kann man ja vorher nachlesen. Und so beginnt auch der Film. Man ist also nicht vollkommen überrascht. Die ein oder andere Wendung läßt einen grübeln "was soll das denn jetzt" und man ist das ein oder andere Mal geneigt, den Film abzuschreiben. Ich bin jedoch niemand von der Sorte Zuschauer, die einen Film vorzeitig abbrechen (habe allerdings auch noch nicht die ganz harten Sachen gesehen, die vereinzelt als extremst dargestellt werden, oder auch extrem dämliche Filme, bei denen schon der Titel samt Untertitel und Cover schreit "Schau mich bloß nicht an!"). Eher von der Sorte: Nur Original. Lieber weniger verstehen bzw. Untertitel lesen, als halbgare und leblose Synchonisationen ertragen zu müssen! Das als Hinweis darauf, daß ich mir durchaus vorstellen kann, daß der Film in der dt. Synchronisation ähnlich schlecht ist wie die oben genannten Filme, und ein entsprechendes Urteil eben anders ausfallen könnte.

Der Film zeigt zwar Gewalt, allerdings verzichtet er auf allzu detaillierte bildliche Darstellung. Aber die Phantasie des Zuschauers wird ausreichend angeregt, sodaß der Film sich eigentlich nur für "erfahrene" Horrorfans eignet, nicht jedoch für Gorefetischisten. Für letztere dürfte der Film langweilig und das Ende "Schrott" sein.

Dem interessierten Filmfan kann ich nur raten, durchzuhalten. Ähnlich zäh wie meine Rezension (Absicht!) kam mir der Film stellenweise vor. Man weiß nicht recht, "was das Ganze nun soll". Das Ende hält aber eine grandiose Auflösung bereit, die den Film auf eine andere Ebene hebt, von 3 auf 5 Sterne katapultiert und ihn eigentlich auch für die KinoKontrovers-Reihe (die allerdings eingestellt wurde) prädestiniert.

Die schauspielerischen Leistungen sind größtenteils gut bis sehr gut, die Effekte zum Glück nicht vom Schlage "oh je, wie schlecht" und die Geschichte im Ganzen etwas besonderes.
Der Film läßt einen erstmal nicht mehr los und relativ sprachlos zurück.

Kleiner Hinweis zu "den Fassungen". In Deutschland wurde der Film ja indiziert und es ist keine "offizielle" Kauffassung erhältlich. Eine geschnittene Fassung existiert meines Wissens nicht. Die Verleihfassung ist ebenfalls ungeschnitten, allerdings eine Einzel-DVD ohne Bonusmaterial.

Vor diesem Hintergrund begrüße ich es aber ausdrücklich, daß es keine geschnittene Fassung gibt, auf die man hereinfallen könnte. Ein solches Vorgehen würde ich mir für alle indizierten Filme wünschen: Ganz oder gar nicht.


Induktions-Adapterplatte
Induktions-Adapterplatte

41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erwartung großteils erfüllt, 28. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Induktions-Adapterplatte (Haushaltswaren)
Die Problemstellung dürften viele kennen:
Induktionsplatte gekauft, weil die Technik Energie-Ersparnis verspricht, aber kein induktionsfähiges Kochgeschirr vorhanden (was mir aber beim Kauf bewußt war).

Lösungsmöglichkeiten: Eine Adapterplatte besorgen und das alte Kochgeschirr weiterbenutzen oder induktionsfähiges Kochgeschirr zulegen.

Nun, ich habe beides getan und getestet. Hier ist das Ergebnis:

Test: Die für mich häufigste Anwendung: Nudeln kochen. Dazu habe ich 3 gute Hand voll Fusilli in die Pfanne gegeben, Salz drüber und die Pfanne etwa halb voll mit Wasser gemacht (so, daß die Nudeln komplett unter Wasser sind). Dann so lange erhitzen, bis sich die ersten deutlichen Sprudel bilden und dann die Energiezufuhr abstellen. Den Rest erledigt die Zeit und die vorhandene Wärme im Wasser, d.h. ca. 15-30 min. ziehen lassen (mit Deckel).

Die Kandidaten: meine alte Edelstahl-Pfanne und eine Rohe Barola (http://www.amazon.de/Rohe-Germany-202012-24-Bratpfanne-Edelstahl/dp/B001O2R86M/ref=sr_1_14?ie=UTF8&qid=1290961709&sr=8-14). D.h. jeweils 24cm Durchmesser, jeweils aus Edelstahl, also bis auf den Induktionsboden quasi gleich. Die alte Pfanne wurde einmal auf einer herkömmlichen Platte erhitzt und einmal mittels dieser Adapterplatte auf der Induktionplatte. Die Rohe-Pfanne habe ich bisher nur auf der Induktionsplatte getestet.
Gemessen habe ich mit dem Stromkostenmessgerät Tevion GT-PM-04.

Hier die Messergebnisse:

Herkömmliche Edelstahlpfanne:
1. Auf herkömmlicher Herdplatte: Leistungsaufnahme ca. 2000-2231W, Dauer ca. 5:57, Stromverbrauch ca. 183Wh
2. Auf Induktionsplatte mit Adapterplatte: Leistungsaufnahme ca. 1938-1991W, Dauer ca. 6:25*, Stomverbrauch ca. 166Wh

Rohe Induktions-Edelstahlpfanne:
Leistungsaufnahme ca. 1938-1991W, Dauer 4:10, Stromverbrauch ca. 125Wh

* Nach ca. 4:30 bis 5:00 hat sich die Induktionsplatte abgeschalten (Schutzmechanismus) und ich mußte sie aus- und wieder anschalten. Das hat sich dann noch 2 Mal wiederholt bis das "Kochziel" erreicht war. Daher habe ich 10 Sek. abgezogen, weil in der Zeit ja kein Strom geflossen ist. Das scheint mir das Problem zumindest dieser, vielleicht aber auch aller Adapterplatten zu sein, daß sie eine Notabschaltung verursachen. Es könnte auch daran liegen, daß die Adapterplatte deutlich größer ist als der Boden der verwendeten Pfanne und dadurch diese Notabschaltung verursacht wird. Eventuell gäbe es das Problem nicht mit einer Pfanne, deren Boden in etwa dieselbe Größe hat wie die Adapterplatte.

Wie auch immer, der Test zeigt für meine Anwendungsanforderungen, daß
1. Eine Induktionsplatte durchaus Energie sparen kann.
2. Eine Adapterplatte funktioniert und herkömmliches Kochgeschirr weiter verwendet werden kann.
3. Das beste Ergebnis aber mit induktionsgeeignetem Kochgeschirr erreicht wird.

Und was die Adapterplatte anbelangt: Ich hatte vor dem Kauf einige Rezensionen und Kundenberichte zu verschiedenen Adapterplatten gelesen, sodaß es mich nicht überraschte, daß die Induktionsplatte den Überhitzungsschutz aktiviert hat. Ich habe (noch) keinen Test mit einer größeren Pfanne durchgeführt, gehe aber vorerst davon aus, daß es entweder daran liegt, daß die verwendete Pfanne quasi zu klein für die Adapterplatte ist oder es eine grundsätzliches Problem von Adapterplatten ist.
In sofern bin ich nicht wirklich enttäuscht, zumal ich anderswo recht günstig an die Adapterplatte gekommen bin. Wenn ich mir die Preise von anderen Adapterplatten ansehe, dann würde es mich schon deutlich mehr stören, wenn dieses Problem auch bei diesen auftreten würde (was ich nicht weiß).

Ich bin also relativ zufrieden mit dieser Adapterplatte, weil sie erlaubt, auch nicht-induktionsgeeignetes Kochgeschirr auf Induktionsplatten zu verwenden. Für dauerhafte Verwendung einer Induktionsplatte würde ich aber auf jedenfall lieber zu echtem Induktions-Kochgeschirr greifen.


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Preis: EUR 7,50

46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asymptotic stagnation, 22. November 2010
Die erste Staffel war geil, die zweite noch besser. Und die dritte? Sie bewegt sich in etwa auf dem Niveau der zweiten Staffel. Es wäre vermutlich auch irrational, einen weiteren Quantensprung (der Begriff bleibt auch weiterhin drin, damit sich die ganzen Schlaumeier da draußen daran geistig reiben können!) zu erwarten.

Dafür gibt es gleich in der ersten Szene ein Highlight: Von der arktischen Expedition zurückkehrend, kommen die vier zur Tür herein: Leonard, Howard und Raj im Messner-Look, Sheldon erinnert eher an Stromberg.

Und so dürfen wir uns wieder 23 Episoden lang an den spezifischen Eigenheiten der vier Nerds köstlich amüsieren.
Natürlich wird es wieder besonders lustig, wenn Sheldon und Penny die Klingen kreuzen:

The Gothowitz Deviation: Sheldon trainiert Penny deren für ihn inakzeptablen Verhaltenweisen mittels Schokolade ab, ohne daß sie es merkt.

The Adhesive Duck Deficiency: Penny rutscht in ihrer Badewanne mangels adhesive ducks aus und Sheldon muß ihr helfen, mit dem Ergebnis, daß er sie fast nackt sieht und autofahren muß.

The Gorilla Experiment: Penny will aus Eifersucht mehr über Leonards Arbeit wissen und bittet Sheldon heimlich, sie in Physik zu unterrichten. Konsequenterweise fängt der natürlich bei den alten Griechen an.

The Excelsior Acquisition: Penny hat ein rote-Ampel-Ticket auf Sheldon abgewälzt. Daher muß er mit Penny vor Gericht und verpaßt deshalb eine Unterschriftenstunde mit Stan Lee.

The Spaghetti Catalyst: Sheldon vereinbart ein Abendessen mit Penny, erfährt dann aber, daß das wegen der Trennung von Leonard und Penny ungehörig ist. Also muß er sich unverdächtig verhalten, was er bekanntermaßen ja nicht kann...

Desweiteren bekommt Wil Wheaton, Sheldon's Erzfeind, mehrere Auftritte, die Sheldon selbstverständlich in Rage bringen. Howard bekommt eine Freundin, die fortan zum erweiterten Kreis gehört und auch als eine Art Nerd zu betrachten ist. Zu guter Letzt wird am Ende der letzten Episode Sheldon's "Freundin" eingeführt, die ab der 4. Staffel als weiterer Charakter der Serie des öfteren auftritt.

Besonders herausragende Folgen sind u.a.:

The Bozeman Reaction: Sheldon und Leonard werden ausgeraubt, Sheldon rezitiert dem Polizeibeamten die Liste der vermissten Gegenstände.
- S: They took our TV, two laptops, four external hard drives, our PS2, our PS3, our Xbox, our Xbox 360, our classic Nintendo, our Super Nintendo, our Nintendo 64, and our Wii.
- L: We like games.
- S: Right, games. They took "Halo 1", "Halo 2", "Halo 3", "Call of Duty 1", "Call of Duty 2", "Call of Duty 3", "Rock Band", "Rock Band 2", "Final Fantasy I through IX", "The Legend of Zelda", "The Legend of Zelda: Ocarina of Time", "Legend of Zelda: Twilight Princess", "Super Mario Bros.", "Super Mario Galaxy", "Mario & Sonic at the Winter Olympics"... and "Ms. Pac-Man".
- Officer: Assorted video games.

The Precious Fragmentation: Eine Hommage an Lord Of The Rings, bei der die vier sich um ein Exemplar der originalen Lord Of The Rings rings streiten.

Alles in allem eine sehenwerte Staffel. Allerdings ist der Überraschungseffekt des total Neuen nach 2 Staffeln natürlich nicht mehr so groß, was aber die Freude nicht wirklich schmälert.

Die Bildqualität entspricht der der ersten beiden DVD-Ausgaben, diesmal ohne einzelne Folgen mit schwarzen Rändern links und recht, also einheitlich. Das Bonusmaterial ist eher bescheiden im Umfang. Wie immer ein gag reel (mit dem ich grundsätzlich wenig anfangen kann, v.a. wenn viel "ausgepiept" ist), eine Tour über den Set mit Simon und Kunal (ca. 7 min) und ein 10-minütiges "Behind the Scenes", das sich darauf beschränkt, daß die vier männlichen Schauspieler plus Kaley Cuoco in Sheldon's und Leonard's Wohnzimmer sitzen und "Zuschauerfragen" (auf Zetteln aus fortune cookies) beantworten (mit Einspielern zu bestimmten Szenen aus der 3. Staffel). Ganz nett, aber man hat auch schon mal mehr Bonusmaterial in DVD-Boxen vorgefunden.

Anmerkung: Die 3. Staffel ist im Übrigen auch als Blu-ray erhältlich.
Desweiteren gibt es eine DVD-Box mit den ersten 3 Staffeln.
Kommentar Kommentare (23) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 5, 2013 11:20 AM MEST


Whirld Tour 2010 (Limited Mediabook 3CDs + 2 DVDs)
Whirld Tour 2010 (Limited Mediabook 3CDs + 2 DVDs)
Preis: EUR 32,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt!, 9. November 2010
Da musikalisch an dem Werk kein Zweifel bestehen kann, widme ich mich v.a. den eher technischen Daten dieser Limited Edition.

Es ist eine Box ähnlich wie die Live in Europe oder auch die Meet the Flower Kings. D.h. schön dicker Karton und nicht so ein "dünnes Papier" wie bei der Chaos in Motion oder auch dem LTE Live 2008-Monster-Pack. Ein Unterschied zu den beiden erstgenannten Werken besteht allerdings: Um die 5 Scheiben unterzubringen, wurden diese nach CD und DVD getrennt auf zwei "Books" aufgeteilt, die wiederum in einem Schuber (auch dicker Karton) stecken. Also höchste Qualität. In jedem der beiden Bücher findet sich in der Mitte zwischen den beiden Scheibenhalterungen (rechts und links) ein eingebautes Booklet (jeweils mit vielen Bildern und Text, die Booklets sind nicht identisch, sprich: nicht einfach die beiden Einzelausgaben für CD und DVD zusammengepackt). Die Aufmachung ist also wieder mal vom Allerfeinsten!
Natürlich prangt ein FSK-Logo vorne drauf, sowohl auf dem Schuber als auch auf dem DVD-Book. Allerdings zum Glück nur aufgeklebt und leicht und ohne Beschädigung abziehbar, sodaß man ruhigen Gewissens auch in Deutschland kaufen kann!

Hier bekommt man Transatlantic-typisch richtig viel und geile Musik für's Geld.
CD 1: ca. 79:52
CD 2: ca. 67:29
CD 3: ca. 36:03 (= Encore)
macht zusammen ca. 3:03:26

Auch die DVDs sind randvoll mit Ohrbeglückern, nur eben zusätzlich mit Augenschmaus.
DVD 1: ca. 2:26:37 (entspricht CD 1+2)
DVD 2: ca. 3:09:42 (entspricht CD 3 (35:41) + ein Behind The Scenes (2:04:19, mit Cover-Songs mit Mike am Bass, Neal an den Drums und Pete an den Keys sowie Improvs), dem Bonus-Track "The Return of The Giant Hogweed" (11:45) und einem Band-Interview (17:57))

Den musikalischen Inhalt kennt wohl jeder Interessierte. Dennoch ist er immer wieder Gänsehaut generierend. Hören ist eine Sache, aber die DVDs liefern nochmal ein ganz anderes Erlebnis. In 16:9 und klasse Bildqualität, wahlweise in Stereo oder 5.1. Vermutlich wurden HD-Kameras verwendet, sodaß man sich zwangsläufig fragt, warum keine Blu-ray-Version existiert.
Aber die gut gelaunten Protagonisten brennen auch in der DVD-Version ein Feuerwerk der Begeisterung ab! Daniel Gildenlöw hat scheinbar ganz besonders viel Spaß...

Man kann diese Box nur empfehlen, sie ist jeden Cent wert! Allerdings würde ich niemals behaupten wollen, daß sie die Live in Europe-Box obsolet macht. Beide gehören in den Schrank!

Anmerkung: Auf dem "Werbesticker" wird MP (noch) als DT-Mitglied geführt. Veraltet oder weise Voraussicht? Wir werden es erleben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2011 9:06 AM CET


Aqua
Aqua
Preis: EUR 10,98

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch Angra, 12. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Aqua (Audio CD)
Mit meiner Abneigung gegen Edu Falashi, oder besser gesagt seine Stimme und seine Art zu Singen, werde ich sicher nicht hinter dem Berg halten. Dennoch muß ich ja nicht reflexartig alles schlecht finden, was er macht. So finde ich die Rebirth sehr gelungen, dort finde ich ihn keineswegs störend.

Das langerwartete neue Angra-Album ist endlich da.

1. Viderunt Te Aquae: Das obligatorische instrumentale Intro. Passend zum Cover klassisch angehauchter Chorus. Mündet nach ca. 1 Min in...

2. Arising Thunder: Diesen Song hatte Angra ja schon vor Wochen zum Download zur Verfügung gestellt. Power-Metal à la Angra mit progressiven Anwandlungen. Für mich typisch für das gesamte Album. Nicht vom Stil her. Meine Kritik betreffend. Solange es instrumental zu Werke geht, typisch Angra-geil. Kaum geht "das Gesinge" los verliert der Song - unabhängig von Edu's Stimme - an Niveau. Die Melodieführung finde ich einfach einfältig. Und das geht meiner Meinung nach voll auf Edu's Konto. Denn diese Elemente finden sich bei so ziemlich allen Songs, "bei denen er dabei ist". Nichtsdestotrotz kann man sich den Song durchaus anhören. Handwerklich gibt es ja auch nichts auszusetzen. Die restliche Besetzung ist bekanntermaßen über jeden Zweifel erhaben!

3. Awake From Darkness: Progressiverer Beginn als beim Vorgänger. Sehr geil. Dann Gesang... nicht so schlimm, wirklich! Cooler, progressiver Instrumentalteil mit ruhiger Passage (inkl. Klavier und Streichern). Dann wird ein die Sologitarre ausgepackt! Starker Prog-Metal-lastiger Song.

4. Lease Of Life: Klavier-Intro. Ruhiger Gesang in den unteren Lagen mit Klavierbegleitung. Dezentes Getrommel. Steigerung. Instrumentalteil, getragen von Gitarre. Alles sehr relaxt. Weibliche Backing Vocals. Insgesamt deutlich ruhiger als die beiden vorangegangenen Songs.

5. The Rage Of The Waters: Hier geht es zwar deutlich härter zur Sache als zuvor, allerdings nicht mit einem Kulturschock-mäßigen Übergang, sondern passend zum Vorgängersong. Typische Angra-riffs. Instrumentaler Mittelteil ist sehr rifflastig mit brasilianischen und groovigen Passagen. Das Gitarren-Solo darf auch nicht fehlen, besser gesagt Soli. Beide dürfen ran. Da wird gestromert. Edu übernimmt dann wieder und führt den Song zuende.

6. Spirit Of The Air: Streicher und akustische Gitarre übernehmen die Ankündigung. Und die Begleitung zu Edu's Gesang. Ruhiger Beginn, aber so bleibt es nicht. Gitarren und Schlagzeug übernehmen, natürlich ist der Bass mit von der Partie. Refrain-Teil errinnert an die beiden Vorgänger-Alben. Der Instrumentalteil wird wieder von Streichern und stromloser Gitarre übernommen, begleitet von einem Chor. Und werden erneut von den Instrumenten einer typischen Metal-Band abgelöst, mit Mini-Solo, ehe es wieder in den Refrain mündet. Outro mit Streichern, Gitarre, Baß und Schlagzeug.

7. Hollow: Elektonischer Beginn, dann Riffteppich in Kombination mit Keyboard-Streichern. Gesang. Relaxt-riffiger Instrumentalteil, mit Streicherunterstützung und Gitarreneinlage. Ehe nach kurzen Gesangesintermezzo nochmals die Rifffraktion übernimmt. Dann geht es zurück auf die Straße von Strophe und Refrain.

8. Monster In Her Eyes: Streicher und akustische Gitarre starten wenig vor Eduardo mit dem ruhigen Intro. Dieses nimmt aber bald metallene Formen an. Wie nennt man das? Midtempo? Wie dem auch sei. Ein Ping-Pong-Spiel zwischen gemäßigtem Metal und der Streicher/akustische Gitarre/Klavier-Fraktion. Aber bei Angra geht nichts ohne die stromgetriebene Gitarre, zunindest äußerst selten. Und so bringen auch hier immer Kiko und Rafael wieder entsprechende Einlagen zu Gehör. Der Song endet so, wie er begann. Ruhig und mit Streichern, ak. Gitarre und sanfter Stimme.

9. Weakness Of A Man: Intro durch die Rhytmusfraktion. Brasilianisch, natürlich. Langsame Steigerung, ohne aber die Grundintension aufzugeben. Ebenfalls eher etwas ruhiger mit schnelleren und leicht härteren Anteilen. Auch die akustische Gitarre wechseln sich immer wieder mit den elektrifizierten Schwestern ab. Begleitet von einem abwechslungreichen Riffteppich. Es zahlt sich einfach aus, zwei unglaublich fähige Saitenbediener (zusätzlich zum Baß) in den eigenen Reihen zu haben. Ebenso wird immer wieder zwischen die Gesangsabschnitte hineininstrumentalisiert. Sehr angenehm für die Lauscher!

10. Ashes: Wieder ruhiger Beginn mit Klavier und Streichern. Ebenso ruhig kommt Falashi hinzu. Dies ist eindeutig die Ballade des Albums, die aber auch anders kann, als nur ruhig. Mittelteil mit Klavier und Streichern. Eine Querflöte gesellt sich hinzu, ebenso wie eine Frauenstimme. Übergang zu einem sehr coolen Metal-Teil durch Gitarrensoli, -riff und relaxtem Schlagzeugspiel. Natürlich wird es zum Ende hin wieder ruhiger und Klavier und Edu beenden den Song und das Album.

Fazit:

Das Album paßt stilistisch zu den beiden Vorgängern. Insgesamt mit deutlich mehr ruhigeren Anteilen. Man könnte sagen, daher etwas abwechslungsreicher.
Ob man das mag, ist wohl Geschmacksache - wie immer. Ich habe ein paar Durchläufe gebraucht, um mit dem Album warmzuwerden. Aber das "reviewing by listening" (auf Angra's offizieller Myspace-Seite) hat mir dabei geholfen, es mehr schätzen zu lernen. Und mein persönliches Fazit lautet, daß ich mir die Scheibe zulegen werden. Und zwar nicht erst, wenn es für fast umsonst auf dem Wühltisch erhältlich ist.

Trotzdem bleibt zu sagen, daß es zwar handwerklich nichts an der neuen Angra-CD auszusetzen gibt, aber mich bislang das Songwriting auf André's neuem Album mehr überzeugt.
Daher gibt es auch 3,5 Punkte (gerundet 4) für Angra und 5 Sterne für Matos von mir. Allerdings muß ich hinzufügen, daß der 5. Stern auf das Konto des positiven Überraschungseffektes geht, weil ich weder mit einem neuem Matos-Album (der scheint ja förmlich ein Band-Auflösungs-Beschleuniger zu sein...) noch mit einem so starken gerechnet hatte.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 30, 2010 12:14 PM MEST


Mentalize
Mentalize
Preis: EUR 12,74

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow!, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Mentalize (Audio CD)
Durch Zufall habe ich gelesen, daß André eine neue Scheibe am Start hat. Kurz hier probegehört und die Bestellung rausgeschickt, eher der Vollständigkeit halber, bin ich doch ein Angra-Fan (v.a.) der ersten Stunde, habe Shaaman "mitgemacht" und natürlich auch sein nachfolgendes "Solo"-Album im Regal stehen. Letzteres finde eher "ganz" nett, weil bei mir reine Power-Metal-Scheiben selten besser abschneiden. Nach dreimal Hören muß ich sie meist erst einmal wieder eine Zeit lang "ruhen" lassen. Für meine progressiven Ansprüche sind sie i.d.R. nicht lang genug interessant.

Nicht so Mentalize. Es ist Power-Metal, keine Frage. Aber die Songs sind hinreichend unterschiedlich und auch die Gitarrenarbeit ist (wie schon auf Time To Be Free) durch André Hernandes interessanter als noch zu Shaaman-Zeiten. Die progressive Elementen sind nicht zu überhören, das gefällt mir natürlich! Hier und da erinnert das Ganze an die frühen Angra-Jahre (v.a. Angels Cry) und das ist ja schon mal gar nicht verkehrt oder? Aber keine Sorge, wir sind eindeutig in 2010, es werden keine ollen Kamellen weichgekocht!
Und Eloy Casagrande an den Drums ist eine Schau! Da könnte ein würdiger Nachfolger für MP heranreifen. Eine ziemlich unverfrorene Behauptung, ich weiß, aber hört selbst!

Alles in allem 12 mehr oder weniger sehr starke Songs, für mich eine positive Überraschung!

Klasse Metal-Jahr so far! Erst Vanden Plas mit einer Über-Scheibe, dann Matos mit einem unverhofften und starken Album. Und wir dürfen uns noch freuen auf ein wohl auch starkes, jedenfalls sehr hartes Album von James LaBrie, die neue Angra (mal sehen...) und hoffentlich dann doch mal noch irgendwann das Release von SyX!


The Seraphic Clockwork
The Seraphic Clockwork
Wird angeboten von rocktom5
Preis: EUR 13,95

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schön!, 10. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: The Seraphic Clockwork (Audio CD)
Die erste von mir erwartete VÖ des Jahres ist endlich heraus (weitere: SyX, Angra). Und das endlose Warten wurde nicht enttäuscht!

Frequency: Da wird nicht nicht lange intro-niert. Gleich in die Vollen, und wie! Sehr schön, so soll es sein! Keine Frage, das ist progressiver Metal, den wir hier serviert bekommen. Schön progressiv, nicht zu sehr ohrschmeichelnd (im Sinne von: dermaßen earcandy, daß es nach dem 3. Mal hören nerven würde), aber trotzdem mit Suchtpotentialmelodie. Typischer Kuntz-Gesang mit chor-aler Unterstützung. Wie der Anfang, so das Ende. Kurz und knackig. Geil!

Holes In The Sky: Mini-Intro, nur um dann ebenfalls die Gitarren schrubben und das Schlagzeug treiben zu lassen. Geilishes Keyboardspiel à la JR auf Endless Sacrifice. Der Gesang dann erstmal zu reduzierter Instrumentierung, und dann wieder Vollgas. Immer schön abwechselnd. Wieder eine Vanden Plas-typische infektiöse Melodie mit kontagiösen breaks! (Mein Lieblingstrack des Albums!)

Scar Of An Angel: Eine Ballade. Mööp! Wrong, got you! Da haben die Jungs eine feine falsche Fährte gelegt. Die Illusion wird bald weggeschrubbt und -geprügelt. Charlotte Baumann, die schon bei Abydos (auch ein Tip!) dabei war, ist mit von der Partie. Sehr passend! Tolle Riffs und Soli im Instrumentalteil.

Sound Of Blood: Powermetalliger Beginn. Schöne Riffs. Auch hier Abwechslung zwischen ruhigeren und härteren Abschnitten, riffbetont. Relaxter Instrumentalteil - *groove* - mit einer ordentlichen Prise Frickelarbeit.

The Final Murder: Semiakustische Gitarre (?) + Gesang als Intro. Langsame instrumentale Steigerung, die in ordentlicher Schlagzeug- und Gitarrenarbeit (da wird nur noch gestromert!) mündet (Parallelen zu "A Darkened Mind" von Circus Maximus). Und wieder kein simples Stophe-Refrain-Gedudel. So lieben es Prog-Fans! Schön, wie Vanden Plas uns immer die spannungsgeladenen Melodien serviert. Schöne Spannungsbögen, geile Riffs und breaks. Ein ruhiges Klassik-Outro. Glockengeläut als Überleitung zu...

Quicksilver: Klavier-Intro, ein paar Streicher dazu, eine Flöte wird addiert. Wieder ein Trick? Ruhiger Gesang. Das scheint wirklich eine Ballade zu sein! Keine Sorge, auch das beherrschen Vanden Plas. Nach gut 2 Minuten können Gitarre und Schlagzeug sich nicht länger zurückhalten. Aber alles im Rahmen einer Metal-Ballade. Im Mittel dann wird der Albumtitel gehaucht. Zum Ende hin wird es etwas härter, mit schönem Gitarren-Solo.

Rush Of Silence: Nix Silence. Eher Rush of Riffs, die von Gitarren, wohlgemerkt! Andy Kuntz fliegt auf Gitarren/Keyboard-Teppich durch die Ohrkanäle. Nach gut 4 Minuten angedeutetes Outro, aber Pustekuchen. Nur etwas relaxtes Verschnaufen, Einladung von Streichern auf eine kleine Session, ehe die Gitarre wieder übernimmt und das Keyboard die Melodie beisteuert. Im Verlauf des Instrumentalteils kommen Erinnerungen an die letzten DT-Alben auf. Nach 9 Minuten wird dann das Outro wirklich zum Outro.

On My Way To Jerusalem: Der "Longsong" des Albums. Ruhiger Beginn. Klavier, Gesang, Streicher. Steigerung per Gitarre und Schlagzeug. Erhöhte Melodiespannung. Gitarre und Schlagwerk beschleunigen, zum Gesangseinsatz wird sich aber wieder schön brav zurückgehalten und das Klavier darf auch wieder ran. Nun wird klar: auch hier gibt es Abwechslung, mal ruhiger, filigraner, mal druckvoller. Und melodiös. Und geil. Tolles Songwriting, tolle Instrumentalarbeit! Hier und da lässt stilmäßig "Madmen & Sinners" grüßen. Insgesamt sehr komplex und abweschslungsreich. Save the best for last! Wie der Anfang des Albums, so der Schluß: Knackiges Ende.

Tolles Album. Knappe 67 Minuten Freude am Hören!

Fazit: Hier steh' ich nun und kann nicht anders: Ich muß volle Punktzahl geben!

- Wer Christ 0 geil fand: Dann gibt es keinen Grund zum Zögern!
- Wer Vanden Plas noch nicht kennt? Wie bitte??? Jetzt aber schnell!
- Wer Vanden Plas nicht mag? Wie bitte??? Ok, aber dann wird dieses Album vermutlich auch nichts daran ändern, denn es ist weiterhin VP in Reinkultur!
- Wem die VP-Alben vor Beyond Daylight besser lagen: Sorry, VP bleibt auf dem neu eingeschlagenen Weg.

Nachtrag:
Mann, Mann, Mann. Die Scheibe wird mit jedem Durchlauf geiler!!!

Noch ein paar allgemeinere Statements aus den ersten Durchläufen:

Natürlich klingt das alles nach Vanden Plas, eindeutig. Das bedeutet aber auch, daß sich hier und da Elemente finden, die man bei DT, SyX oder anderswo schon einmal gehört hat. Aber nicht so offensichtlich 1:1 kopiert, daß man den Herren Einfaltslosigkeit und Plagiarismus vorwerfen wollte.
Insgesamt orientiert es Seraphic Clockwork am Vorgänger. Das ist auch wenig verwunderlich. Ebenfalls ein Konzeptalbum, ebenfalls qualitativ hochwertig. Die Story habe ich mir noch nicht im Einzelnen zu Gemüte geführt. Vom Stile her könnte es auch der zweite Teil zu Christ 0 sein. Aber das soll keine Negativaussage sein!

Ansonsten habe ich mich hier und da an - neben DT - The Odyssey, Madmen & Sinners, Isolate (Circus Maximus) erinnert gefühlt. Sicher finden andere noch andere Analogien.

In jedem der Songs finden sich geile Gitarren- und Schlagzeug-Riffs, die Melodieführung wird vom Keyboard und von Andy Kuntz genialer Stimme übernommen bzw. unterstützt. Wie ich schon in der Vorabrezension in der Rockhard gelesen hatte, setzen einige der Songs zu einer Ballade an, nur um den Hörer wenig später Lügen zu strafen und ordentlich vom Leder zu ziehen!
Beim Glockenläuten bei Quicksilver frage ich mich immer wieder, warum denn jetzt draußen wieder die Glocken läuten... (höre nur Kopfhörer) :-) -> klasse Produktion. Quicksilver ist wohl die "softeste" Nummer des Albums, kommt aber auch nicht ohne Stromgitarre und eine ordentliche Prise Schlagzeug daher. Klavier-, semiakustischer Gitarren-Klang und Streicher sorgen abschnittsweise für das Balladengefühl.
Den längsten Song haben die Jungs ans Ende platziert und dort ist er gut aufgehoben. Save the best for last!
So macht Prog Spaß! Klasse Scheibe!

Weitere Eindrücke:

Die Produktion ist, wie erwähnt, sehr gut. Warum die Herren das Label gewechselt haben / wechseln mußten, weiß ich nicht. Ich hätte Insideout für bekannter und größer als Frontiers gehalten... Haben die Jungs etwa nicht den Erfolg, den sie ihren Veröffentlichungen nach haben müßten? Aber das scheint ja bei SyX ähnlich zu sein, leider.

Seraphic Clockwork scheint mir tendenziell etwas härter/rauher/dreckiger - oder wie auch immer man das bezeichnen will - zu sein als Christ 0. Aber nicht zu sehr.

Natürlich kann man die Scheibe auch nebenher hören! :-) Aber das würde ihr nicht gerecht und - wie es für progressiven Rock/Metal typisch ist - es würde einem einiges entgehen!

Insgesamt ist nichts wirklich Überraschendes, sprich komplett Neues, dabei, aber es ist wieder eine sehr solide Scheibe von Vanden Plas auf gewohnt sehr hohem Niveau.

Die beiden Bonus-Tracks (1x Audio, 1x Video) sind ok. Wenn es aber später mal eine Jewel Case Edition ohne diese geben sollte, werde ich wohl wechseln. Die Bonus-Tracks stammen von einer Live-Aufnahme des Musicals "Ludus Danielis" der Band. Soweit ich das verstanden habe, ist es komplett auf Lateinisch. Und dieses klingt für mich doch recht wenig lateinisch. Da bin ich doch von meinem Lateinunterricht auf eine andere Aussprache/Intonation geeicht. Jedenfalls sagen mir die Tracks nicht so zu. Auf DigiPacks stehe ich generell nicht so sehr.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2011 6:35 PM CET


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