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Rezensionen verfasst von
thesuicider (Heidelberg)

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Burn My Eyes
Burn My Eyes
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen 22 Jahre und kein bisschen alt, 2. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Burn My Eyes (Audio CD)
Nur selten bestehen Metal Platten vollständig und unabhängig von nostalgischen Gefühlen den Test Of Time. Selten ist eine Produktion so zeitlos, dass sie den Wumms noch unzählige Generationen an (Thrash-)Metal Bands später nicht verloren hat.
Der Breakdown in Davidian ist immer noch eine Abrißbirne allererster Kajüte,die Speed Parts am Ende von None But My Own und A Nation On Fire prügeln immer noch alles weich und wer zu Old, A Thousand Lies und Block ruhig sitzen bleiben kann, ist entweder tot oder hat keinen Musikgeschmack. So, das musste raus.

Zum historischen: 1994 war der Metal im Koma, Gothic, Grunge und Alternative waren das Ding der Stunde, Korn veröffentlichten Korn und der alte Power Metal führte sich selbst ad absurdum. Die alten Thrash Heroen lösten sich entweder auf, trugen Make-Up oder experimentierten wild durch die Gegend. Es mag den musikalischen Fähigkeiten der Bands geschuldet sein, dass es trotzdem fast durchweg gute Alben wurden. Gutes Geknüppel jedoch war rar geworden, nur im (noch etwas jüngeren) Death Metal Sektor sowie dem gerade entstehenden Black Metal Bereich wurde fröhlich weitere geknüppelt und Harmonien der alten Helden mit technisch hochwertigen (ok zumindest im Death Metal ;-)) Highspeed-Groove vermixt. Punk war ebenso tot, die politische Komponente lebte zumindest im Industrial (Ministry!) und im aufkeimenden Crossover (RATM!) weiter.

Aber Thrash? Das Beste aus allen Welten? Wut, Angst, Aggression, Hass gemischt mit intelligenten Lyrics, Sozialkritik, Punk, Selbstreflexion, garniert mit großartigem musikalischen Verständinis und Können? Slayers Divine Intervention war noch das einzige, was ansatzweise in die Richtung ging. Overkills W.F.O. war ein wenig saft- und kraftlos.

Es gab ja auch keinen Grund zu meckern, der Gegner war besiegt, die Freiheit hatte gewonnen und alle waren glücklich. The sky was the limit. Dass unter der Fassade der Kater schon begann Gestalt anzunehmen, war allerdings abzusehen. Korn, Nirvana, Alice In Chains, später Placebo et.al. waren in ihrem Selbstverständnis, in ihrer Musik, in ihrer Lyrik aber auch in ihrer Wut und in ihrer
Resignation das perfekte Sprachrohr für die "sozialen Verlierer" dieser Zeit. Es gab keine Rebellion mehr gegen das System, das System hatte gewonnen. Es gab nur Rebellion gegen sich selbst, gegen die Familie mit ihren Ansichten aus den 50ern und 60ern und gegen die ganzen Suits und Company Lackeys, die die Gier zum goldenen Kalb erhoben. Das Holzfällerhemd, die ungewaschenen Haare waren eine bewusste Negation der wunderbaren, tollen, glücklichen und reichen Gesellschaft. Aber es war eine kraftlose - weil machtlose - Rebellion, die auf Selbstzerstörung als Gegensatz zu der Selbstoptimierung und der Party der Gesellschaft fußte.

Und in diese Zeit der persönlichen Unsicherheit und Pubertät, des Todes von Ikonen, der Selbstbeweihräucherung der Gesellschaft, dem Bedürfnis etwas zu ändern, der Suche nach Kraftquellen um den Mittelfinger aufrecht zu halten, platzten Machine Head und Pantera. Boom.
Da war das, was mir fehlte. Fette Riffs, verständlicher Gesang. Musik,in die man eintauchen konnte, die man über Kopfhörer hören aber auch einfach laut zuhause oder auf jeder Party durch die Boxen jagen konnte. Let freedom ring... (Der Text erschloß sich mir erst etwas später komplett).

Anyway. Panteras Vulgar Display hat meinen persönlichen (unnostalgischen!) Test nicht bestanden, die Produktion klingt heute irgendwie blechern, es fehlt der Wumms, es ist mir "zu hell". Immer noch eine geile Platte mit großen Songs und immer noch Bestandteil einer jeden Thrash-Playlist.
Aber Burn My Eyes hat immer noch alles, was mich begeistert. Jedes Instrument kommt zur Geltung. Die Basslinien sind unfassbar deutlich (Korn lassen grüßen), die Riffs schneiden alles in Stücke, jeder Schlag der Drums ist identifizerbar und sowohl die Lead Vocals als auch die Backings sind erkennbar. Die Mischung machts und die ist Magier Colin Richardson wie immer fantastisch gut gelungen.

Und die Mischung passt auch bei der Tracklist. Es ist alles vertreten und nichts klingt fremd oder passt nicht ins Gesamtbild. Real Eyes, Realize, Real Lies ist das vielleicht untypischste Lied aber aufgrund der Wut und Ohnmacht ob des LA Civil Unrest 1992 und der Reaktion der staatlichen Machtorgane darauf passt es perfekt.

Langer Rede kurzer Sinn: Ein Meilenstein des Thrash-Metals und vielleicht zusammen mit den erwähnten Pantera und den ein Jahr später ihr Meisterwerk veröffentlichenden Fear Factory die Grundlage für die Rückkehr des Thrashs Ende der 90er/Anfang der 2000er.


Under the Red Cloud
Under the Red Cloud
Preis: EUR 12,97

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk, 16. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Under the Red Cloud (Audio CD)
Amorphis haben noch keine einzige schlechte Platte veröffentlicht, auch die End-Neunziger Am Universum ist in ihrer Schönheit einzigartig. Allerdings waren für mich die letzten Platten eher Durchschnittsware im eigenen Backkatalog - was bei Amorphis immer noch heißt: Besser als 95% der Kollegen.
Aber irgendwie hat mir immer das Salz in der Suppe gefehlt, der mich völlig umhaut.

Nach der ersten Minute des Titelsongs jedoch war klar: Da ist er wieder - der Elegy-Effekt.
Gänsehaut, der Wunsch auf Knien auf den regennassen Herbstboden zu fallen und die pure Lust an der Musik herauszuschreien. Die unfassbar großartigen Melodiebögen fangen einen ein, lassen den Wald in wirbelnden, bunten Farben verschwimmen und sämtliche profanen, banalen Gedanken fallen ab. Eine innerliche Katharsis.

Wie, schon rum? Wow, was war das denn.

Nochmal von vorne und genau zuhören.

Der Opener nimmt einen direkt mit, das ruhige Intro, die ausdefinierten Melodien, jedes Instrument fein aufeinander abgestimmt, Tomi Joutsens Gesang, der endlich voll zur Geltung kommt.

Das folgende The Four Wise Ones macht keine Gefangenen, man könnte meinen, Amorphis hätten sich teilweise Mikael Stanne von Dark Tranquillity ausgeliehen - fette Gesangslinien!

Bad Blood und The Skull brauchen ein Weilchen bis sie zünden. Beides sind fantastische Songs, die jedoch im ersten Moment ein wenig hinter dem mächtigen Doppelpack zu Beginn zurückfallen. Beim mehrfachen Anhören entfalten sie jedoch ihre Schönheit, ihren Abwechslungsreichtum und die versteckten Schätze wie die Hammond Orgel im akustischen Mittelteil von The Skull.

Death Of A King stellt mittlerweile für mich sowas wie das Herzstück des Albums dar. Ein Anfang, der auch auf der Tales hätte stehen können, der klare Gesang und die eher orientalisch angehauchten Parts erinnern an Am Universum. Episch.

Sacrifice ist eine willkomene Ruhepause, wenig Growls, eher einfachere Songstruktur aber wunderschön gesungen und arrangiert. Hat das Potential zum Ohrwurm und zeigt, dass Amorphis auch weniger progressiv können.

Das darauf folgende Dark Path bleibt in einfacheren Strukturen, drückt aber das Gaspedal ein gutes Stück durch. Melodischer Death Metal vom allerfeinsten im Vers, ein unfassbar epischer Refrain, orchestrale Klänge. Wieder kommen mir Vergleiche zu Dark Tranquillity in den Kopf. Der ruhige Part mit Klavier in der Mitte sowie der folgende Übergang in den härteren Part kann man besser nicht arrangieren.

Enemy At The Gates fängt abwartend an, fast schon balladesk. Man wird jedoch das Gefühl nicht los, dass da noch was kommt. Die vertonte Angst, die die Bewohner einer belagerten Burg umgeben muss. Und dann ist der Feind am Tor. Ein eher unübliches Stück, fast schon orchestral wird die in den Lyrics erzählte Metapher untermalt. Schön.

Tree of Ages beginnt mit einem irgendwie schon tausendmal gehörten Folk-Metal-Flöten Intro, wird dann zu einem recht einfach gestrickten Song, der durchaus im Ohr hängen bleibt. Netter Song, der Solo-Part ist Holopäinen in Reinkultur.

Das den regulären Teil abschließende White Night fängt herrlich entspannt an, der Gesang von Aleah Stanbridge (Trees Of Eternity) ergänzt sich wunderbar mit Joutsens Gegrowle. Der Refrain sorgt dann unterbrochen von einem fantastische Akustikpart nochmal für Gänsehaut, bevor man mit einem großen Finale in das wohlverdiente Ende geschickt wird.

Fazit: Under The Red Cloud stellt für mich das bisherige Meisterwerk in einem an großartigen Veröffentlichungen nicht armen Opus der Finnen dar. Sämtliche Stärken sind enthalten und geben in ihrer Kombination ihre geballte Macht frei. Die Düsternis von Karelian Isthmus und Tales From The Thousand Lakes und die akustische Leichtfüßigkeit und der orientalische Einfluss von Tuonela und Am Universum gehen eine Symbiose ein, die garniert mit der über die letzten 10 Jahre gewachsenen Bandchemie eine wunderbare Reise durch das finnische Nationalepos garantiert.

Die beiden Bonussongs rechtfertigen im Übrigen den Kauf des Digipacks. Beide Songs stehen denen auf der regulären CD in nichts nach.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2016 12:17 PM MEST


Vol. 4 - Hammered Again (Limited First Edition)
Vol. 4 - Hammered Again (Limited First Edition)
Preis: EUR 13,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich..., 20. Juli 2015
...wie geradlinig, staubig, treibend und packend eine Platte sein kann.
Ein 8 Zylinder, der über eine staubige Wüstenstraße wummert, Die Bierdosen klappern im Fußraum, der Aschenbecher quillt über, die nächste Kippe brennt und der Bourbon tut sein übriges.

War Volume III schon ein schöner, furztrockener Schlag auf die (Gesichts-)Backen, gibt's mit Volume IV den Tritt in den Allerwertesten hinterher.

Die Songs sind einfach gestrickt, aber nie langweilig.
Immer ein Monster Riff im Ärmel, immer ein mörderischer Groove, immer ein gnadenloases Break, immer eine coole Textzeile.
Das alles ergibt eine brutale Effektivität, die ohne Schnörkel aber mit ganz viel Macht daher kommt.

Die Trockenheit von Fu Manchu und Konsorten, der obligatorische Schuß Motörhead und Rose Tattoo. Dazu eine ordentliche Prise Kaltschnäuzigkeit, Attitüde und Räudigkeit.

Rein in den Player, Pilsken auf und ab dafür.


A Bit of Devil
A Bit of Devil
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: A Bit of Devil (Audio CD)
Manchmal lohnt es sich, die RockHard News zu lesen. Die Band ging völlig an mir vorbei, bis dann letzte Woche das offizielle Video zum Titelsong erschien und bei genanntem Magazin seine Premiere feierte. Völlig hin und weg dann direkt die Platte gekauft und seit dem lässt sie mich nicht mehr los. Was einem da in die Gehörgänge geschoben wird, ist Rock in seiner reinsten Form. Angereichert mit ganz viel Blues und Südstaaten-Feeling (und das aus Münster) ergibt das eine Mischung, die man so schon seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten nicht mehr gehört hat. Jeder Song ist mit unheimlich viel Seele und Gefühl gespielt, die Solos jagen einem eine Gänsehaut nach der nächsten über den Rücken und das Rhythmusgerüst ist erdig und stabil. Dazu ist die Platte noch mit einem hohen Abwechslungsreichtum gesegnet, mal sind die Songs treibend und wie zum Autofahren geschaffen (Horrorvision, Diamond Shoes, der Titeltrack und das mit großen Lyrics ausgestattete Assembly Line), mal gibt den geballten Kopfweh Blues (Blue Jeans Blues, Gott was für ein geiles Cover...), mal im Western/Country Stil (Thunder) und zum Abschluss gibt's mit Coming Home die geballte Ladung aus Orgel, Blues, Rock und anbetungswürdige Melodien. Meine persönliche Platte des Jahres.


Phantom Antichrist
Phantom Antichrist
Preis: EUR 18,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen We are legion, 8. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Phantom Antichrist (Audio CD)
Nicht dass Kreator jemals schlechte Platten veröffentlicht hätten (Outcast und Endorama sind sträflich unterbewertet), aber was die Herrschaften dieses Mal abliefern, ist die Krönung der eigenen Diskografie. Violent Revolution war der Beginn der neuen Ära, Enemy Of God und Hordes Of Chaos die nächsten Schritte und nun ist (hoffentlich erst) der erste Gipfel erreicht. Progressiv? Melodiös? Abwechslungsreich? Ja, verdammt. Das IST Kreator, die Verbindung dieser Attribute zu ultraagressivem aber niemals hektischem Geknüppel macht diese Band aus. Kalkulierte Gewaltausbrüche wechseln sich ab mit ruhigen Parts, Melodien und Geschrubbe gehen eine absolute Symbiose ein und verbinden sich zu einem Meisterwerk der Extraklasse.

Mille schreit, singt, flüstert und kotzt sich die Seele über diese missratene Welt aus der Seele, jeder Satz, jeder Refrain ein Schlag in die Fresse der egoistischen Bastarde da draußen, ein Abgesang auf dieses Zeitalter der Egoismen, des Kapitals, des Hasses und der Intoleranz. Die Riffs schneiden, verletzen, rauhen glatte Oberflächen auf, Reinigung durch Schmerzen. Ventor prügelt sich unterstützt vom mal wieder unglaublich effektiven Speesy durch die Platte wie ein Rachegott der kalt kalkulierend genau weiß, wann eine Atempause sein muss und wann keine Gefangenen gemacht werden. Sami holt in den Soli alles an Bombast und Macht raus und zeigt eindrucksvoll, warum er einer der besten Gitarristen im Metal ist.

Anspieltipps? Wozu? Platte rein, Regler hoch, auf die Knie fallen und für die nächsten 45 Minuten den Kopf rotieren lassen. Der Soundtrack zur Apokalypse und bisher mit der neuen Killing Joke das Highlight des Jahres. Und da kommt ja auch noch eine neue Testament...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2012 11:48 AM MEST


When the Kite String Pops
When the Kite String Pops
Preis: EUR 19,61

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monströs, 22. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: When the Kite String Pops (Audio CD)
Ein unglaubliches Monster, das mir da in den 90ern entgangen ist. Die 5 Wahnsinnigen aus Louisiana (und nicht aus Kanada oder gar Australien...) haben einen Batzen erschaffen, an dem lange gekaut werden kann. Dreckiger Sludgecore, zerbrechliche Balladen und wahnsinnige Kompositionen geben sich die Klinke in die Hand und sorgen für ein unvergessliches Hörerlebnis. Die Rhythmussektion ist unglaublich fähig und tight, die Riffs sind mal verstörend, mal zermalmend und der Gesang von Dax Riggs ist unfassbar variabel und schwankt nahtlos zwischen klarem Gesang, Geschreie und Gegrunze.

Blue, Tranquilized, Cheap Vodka, das göttliche Dope Fiend (Yeah motherfu*ker I'm high), Toubabo Koomi sind Brecher erster Kategorie und Scream Of The butterfly sowie Bones Of Baby Dolls sind wunderschöne Balladen. Finger Paintings Of The Insane, Dr. Seuss Is Dead (was ein monumentales Werk) sowie Morticians Flame sind einfach nur Kunstwerke.

Eine absolut fantastische Platte einer Band, die der Unfalltod ihres Bassisten und Hauptsongwriters auseinandergerissen hat. RIP Audie Pitre.


The Formation of Damnation ( Ltd.Edition CD+DVD)
The Formation of Damnation ( Ltd.Edition CD+DVD)
Wird angeboten von right now!
Preis: EUR 16,23

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was lange währt, wird..., 18. April 2008
...der Knaller. Noch bevor die Platte in meinem Briefkasten landet, steht sie auf myspace zum Stream bereit. Nach 9 langen Jahren des Wartens seit der Überplatte The Gathering sowie des Hoffens und Bangens (sic), ob Herr Billy die Kurve kriegt oder den Weg des anderen Chuck (Schuldiner, RIP) geht, kommt The Formation Of The Damned endlich an meine Lauscher. Werden sie das Niveau halten können? Vielleicht (man wagt es nicht zu hoffen) sogar noch eine Schippe drauf legen können? Hält die Platte, was More Than Meets The Eye versprochen hat?

Und guess what? Ich stehe kurz davor, das Büro in alle Einzelteile zu zerlegen, die Fensterscheiben rauszukicken und einen unglaublich lauten TESTAMENT Brüller über die Stadt zu jagen. Das Intro führt zum bereits bekannten More Than Meets The Eye und ab da ist alles nur noch ein Wirbel aus Riffs, wie sie nur Peterson und Skolnick bzw. bei The Gathering Murphy schreiben können, ein Bostaph'sches Sperrfeuer, das wieder einmal eindrucksvoll belegt, warum er schon bei Slayer Lombardo gleichwertig ersetzen konnte und zu den göttlichsten Trommlern der Bay Area gehört und Chuck Billy in absoluter Bestform. F*ck. Jeder verdammte Song brezelt einem in einem Tempo, mit einer Macht und doch so unglaublich melodisch durch die verfilzten Gehörgänge, dass einem Angst und Bange werden könnte, wenn es nicht so fantastisch genial wäre.

Was für ein würdiger Nachfolger, Geknüppel der absoluten Extraklasse, gewürzt mit unglaublich stampfenden und nackenbrechenden Midtempo und nach der ähnlich göttlichen Exodusplatte der eindurcksvolle Beweis, dass die Bay Area immer noch das Maß aller Dinge im Thrashbereich ist.

Ich bin beglückt. Herrlich.


A Sense of Purpose (Limited Edition CD+DVD)
A Sense of Purpose (Limited Edition CD+DVD)

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend., 3. April 2008
Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht von dieser Scheibe bin. In Flames waren noch nie so wirklich mein Fall, Dark Tranquillity sind und waren in diesem Bereich einfach zu großartig und unübertreffbar. Obwohl ich fast alle Platten gehört habe, werde ich mich daher hüten, irgendwelche Vergleiche zu alten Werken anzustellen.

Was mich am meisten überrascht, ist dass es In Flames geschafft haben, eingängig, nachvollziehbar und athmosphärisch zu klingen. Es ist die erste Platte, die mir direkt ins Ohr geht. Mit Sober & Irrelevant schaffen sie es sogar, guten Melo-Death zu spielen. Was mich jedoch immer und immer wieder an In Flames gestört hat, ist der Gesang. Friden klingt mir immer zu weinerlich, zu jammernd, das Geschreie ist mir zu gepresst, die "klaren" Gesangspassagen haben sich dagegen verbessert, die Melancholie in den Liedern ist etwas besser erkennbar und wirkt auch mehr. Wirkliche Schwachpunkte sind eigentlich nur Alias (genau das, was ich an IF nicht mag) sowie I'm The Highway (könnte in Teilen auch von Hammerfall stammen). Ansonsten ein gutes Album, deshalb auch drei Sterne + einer für die Überraschung, die sie mir beschert haben.


In Requiem
In Requiem
Preis: EUR 6,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Schritt in die richtige Richtung., 15. November 2007
Rezension bezieht sich auf: In Requiem (Audio CD)
Paradise Lost waren eine Institution und Meister darin, großartige, düstere und melancholische Musik zu schreiben. Mit dem 1991er Meisterwerk "Gothic" begründeten sie ein ganzes Genre bzw. gaben diesem einen Namen. Die Verbindung zwischen Death Metal und orchestralen Elementen sowie weiblichem Gesang war einzigartig. Icon und vor allem Draconian Times brachten den großen Durchbruch. Mit One Second und den folgenden Alben wurde man experimentierfreudiger, die Alben wurden dadurch allerdings etwas belangloser. Die grandiosen Spannungsbögen und Stimmungen fehlten mir einfach. Mit Paradise Lost war schon ein Trend zurück zu erkennen und mit In Requiem haben sich die Briten wieder auf ihre ganz großen Stärken besonnen.

Die Songs bestechen durch geniale Melodien und Harmonien, die die Herren Mackintosh und Aedy schon lange nicht mehr aus ihren Gitarren herausgeholt haben, die Rhythmussektion ist endlich wieder schwer und druckvoll und Nick Holmes zeigt einmal mehr, dass er einer der besten Sänger im dunkleren Metal-Bereich ist. Herauszuheben sind vor allem das Quasi-Titelstück, das mit einem der besten Refrains der PL-Geschichte ausgestattet ist, sowie Unreachable, das eigentlich nur aus Gänsehaut besteht. Weitere Anspieltips sind Ash&Debris sowie das düstere Praise Lamented Shade.

Einen Stern abzug gibts jedoch für zwei Ausfälle (Your Own Reality, das mir persönlich viel zu Depeche Mode lastig ist sowie das etwas arg belanglose Prelude To Descent). Der Rest ist durchaus stilvoll und auch ohne Gähnen hörbar. Bleibt zu hoffen, dass sie diesen Pfad weiter wandeln und ihren Tempel tatsächlich wieder zurückerobern.

Paradise Lost sind nach dem Dahinscheiden der ebenso göttlichen Sentenced die einzige Band, die die Fähigkeiten hat, düster, melancholisch, traurig aber nie weich oder jammernd zu klingen UND gleichzeitig zu rocken. Danke für die Rückkehr.


Christ Illusion
Christ Illusion
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 13,76

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Slayer as fuck, 26. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Christ Illusion (Audio CD)
Was habe ich mich über das Prelistening und die Vorabkritik im RockHard gefreut. Und wie begeistert war ich von der Eternal Pyre EP. Holy shit, Slayer sind wieder da. Es knallt und kracht an allen Ecken und Kanten, Lombardo an den Drums ist einfach göttlich, die Solos sind kurz und wahnsinnig, der Bass föhnt und die Riffs sind schwer und brutal. Und über allem thront Araya und kotzt sich die Seele aus dem Leib. Ein Gänsehaut jagt die andere und bei jedem der 10 Göttergaben drängen sich undefinierbare Grunzlaute und laute SLAYER! Rufe aus dem Rachen. Consfearacy (was für ein genialer Titel), Black Serenade, Supremist, Eyes Of The Insane (vertonter Wahnsinn), Jihad (perfekte Slayersche BEobachtungsgabe, legitimer textlicher Nachfolger des Todesengels) und die Übersongs Flesh Storm (was für ein fetter Opener) und Cult und dazu der Rest. Definitiv Slayer. Wie sagte Kerry King so schön? Wir werden die nächste Metallica-Platte zerstören. Wenn da keine zweite Kill 'em all rauskommt, ist das höchst wahrtscheinlich. Kaufen und ausrasten!


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