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Regina Károlyi (Media-Mania)
(TOP 500 REZENSENT)   

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01: Aufbruch zu den Sternen
01: Aufbruch zu den Sternen
Preis: EUR 11,99

4.0 von 5 Sternen Gelungener Einstieg in die Serie, 18. August 2014
Rezension bezieht sich auf: 01: Aufbruch zu den Sternen (Audio CD)
Die Serie um Mark Brandis geht auf die zwischen 1970 und 1983 entstandene Jugendbuchreihe "Mark Brandis: Weltraumpartisanen" von Nikolai von Michalewsky zurück. Folgenreich legt eine Hörspielreihe dazu auf, deren Anfang "Aufbruch zu den Sternen" bildet.
Darin geht es um den turbulenten Weg eines Jungen zu seinem Traumberuf, eine vielleicht nicht atemlos spannende, aber doch fesselnde Science-Fiction-Story, in Form einer Rückblende von dem erfolgreichen Raumfahrer erzählt. Mark Brandis als Ich-Erzähler präsentiert sich trotz des naturgemäß ein wenig altbacken wirkenden Stils der Vorlage als ein recht typischer Jugendlicher mit Träumen und Idealen, allenfalls mit sehr viel mehr Zähigkeit und Ausdauer ausgestattet als der Durchschnitt, denn nichts kann ihn von der Verwirklichung seines großen Wunsches abhalten, auch nicht der Umstand, dass er durch den Einbruch in der Ausbildungsstation gebrandmarkt wurde.
Der Charakter präsentiert sich natürlich und sympathisch, wozu der Sprecher Daniel Claus ganz entscheidend beiträgt. Auch die anderen Rollen werden durch die Sprecherinnen und Sprecher gut verkörpert. Den Hörspielcharakter prägen natürlich die Umgebungsgeräusche - und auch diese wirken realistisch und helfen bei der Spannungserzeugung, ohne von den Dialogen und Marks Erzählsequenzen abzulenken. Es macht Erwachsenen der entsprechenden Generation Spaß, diese alte, seinerzeit sehr beliebte Vorlage in einer ihr angemessenen Hörspielumsetzung neu zu entdecken, aber natürlich wendet diese sich primär an die jetzigen Jugendlichen, für die sie ebenfalls gute Unterhaltung bietet, ausgesprochen "unbrutal" für eine Altersempfehlung ab zwölf Jahren und insofern, da ja doch spannend, eine echte Alternative zu manch aktuellem Stück Jugendliteratur. Klare Empfehlung!


02: Verloren im All
02: Verloren im All
Preis: EUR 11,99

3.0 von 5 Sternen Spannend, reicht nicht ganz an den ersten Teil heran, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: 02: Verloren im All (Audio CD)
Wie in der ersten Folge überzeugt auch in dieser Fortsetzung die Gestaltung als Hörspiel auf ganzer Linie. Es sind vor allem die erfahrenen Sprecher, die aus der Vorlage eine lebendige Story voller Spannung machen. Sie wirken überwiegend authentisch, auch in schwierigen Situationen, in denen die Figuren unter starkem Druck stehen. Wieder berichtet der berühmte Raumfahrer in Form von Rückblenden (als eigentlichem Hörspiel) mit Zwischentexten als Ich-Erzähler von den Abenteuern seiner Jugend.
Die Geräuschuntermalung wurde dezent auskomponiert, außer natürlich, ein Alarm geht los, Geschosse schlagen ein oder Ähnliches. So lenkt der Hörspielrahmen nicht von der eigentlichen Handlung ab, die von den Sprechern bestimmt wird, ergänzt jedoch die Spannungsbögen vorzüglich. Manchmal, etwa beim Warten auf Klopfzeichen, ist sogar die kurze gebannte Stille ein fesselndes Stilmittel. So kommt keine Langeweile auf.

Trotzdem reicht diese Folge nicht an die erste heran, und dies vor allem wegen der sehr flachen Auflösung zu den Fragen, warum die praktische Ausbildung ganz vorne steht und wer das Raumschiff beschossen hat. Nach der zwischenzeitlich fesselnden Handlung wirkt diese Auflösung wie eine kalte Dusche. Trotzdem - für Fans von Mark Brandis ist auch die zweite Folge von "Mark Brandis, Raumkadett" zu empfehlen.


Hatschepsut
Hatschepsut
von Peter Nadig
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sorgfältig erstellte, eng an den Quellen orientierte Biografie, 7. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Hatschepsut (Gebundene Ausgabe)
In Anbetracht der Tatsache, dass ihr Neffe Thutmosis III, für den sie zunächst die Regentschaft innehatte und mit dem sie nach einigen Jahren gemeinsam regierte, sie bei Weitem überlebte und nach ihrem Tod vieles vernichten ließ, was an sie erinnerte, ist es dem Autor gelungen, ein erstaunlich facettenreiches und vielschichtiges Porträt der Königin zu erstellen. Von ihrer frühen Jugend über ihre Jahre als Herrscherin, allein und zusammen mit dem jungen Thutmosis, bis zu ihrem Tod präsentiert er diese als Pharao durchaus sehr erfolgreiche Persönlichkeit mit vielen Details, die zu einem umfassenden Bild beitragen. Nur die Jahre unmittelbar vor ihrem Ableben wirken – der sehr dürftigen Quellenlage zu dieser Phase geschuldet – ein wenig dünn.
Auch der Aufbau des Buchs überzeugt. Der eingangs erläuterte Mythos der göttlichen Geburt macht deutlich, welcher Prämissen es bedurfte, damit eine Frau auf dem Thron akzeptiert wurde. Im Hauptabschnitt treten die einzelnen Lebensstationen chronologisch auf; die komplexen und bedeutungsvollsten unter ihnen weisen eine Untergliederung nach diversen Aspekten auf. Wenig bekannt dürften die in einem eigenen Abschnitt präsentierten Bauten der Hatschepsut sein.

Zahlreiche meist historische Fotos ergänzen die Texte. Diese sind sehr sachlich gehalten; sie orientieren sich eng an den Quellen, vor allem Tempelinschriften. Gelegentliche vorsichtige und als solche stets kenntlich gemachte Spekulationen, wie sie bisweilen sinnvoll erscheinen, wenn die Fakten – Quellen - fehlen, werden stets nachvollziehbar begründet. So resultiert eine schlüssige und flüssig zu lesende Biografie, die sich keineswegs nur an ein Fachpublikum wendet, sondern auch dem an der Frühgeschichte interessierten Laien aufschlussreiche Lektüre bietet. Außer den zentralen Themen aus Hatschepsuts Leben und Wirken vermittelt der Autor unter anderem viele zum Verständnis ihrer Zeit relevante Informationen zur Herrschaftsauffassung und -legitimierung im alten Ägypten, der großräumigen politischen Lage von Punt bis Mesopotamien und den religiösen Grundlagen des Pharaonentums, aber auch zu wirtschaftlichen Aspekten, insbesondere dem Handel mit Punt.

Eine so sorgfältig strukturierte wie abwechslungsreiche, auf Originalquellen basierende und umsichtig aufbereitete Biografie, die Gutes hoffen lässt für die weiteren Bände der Reihe!


Lighthouses 2015
Lighthouses 2015
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Stimmungsvolle, bezaubernde Aufnahmen in eindrucksvollem Format, 7. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Lighthouses 2015 (Kalender)
Das Format 70 cm x 57,4 cm ermöglicht natürlich eine wunderbare Präsentation von Fotos wie den im Kalender abgedruckten. Tatsächlich wird der Raum auf den einzelnen Seiten optimal ausgenutzt. Ein schmaler schwarzer Rahmen umgibt jedes Foto; darunter befindet sich das einzeilige Kalendarium, das völlig auf das Wesentliche reduziert erscheint: Nummer des Monats und die Tage als fortlaufende Zahlenreihe mit farbiger Heraushebung lediglich der Sonn-, nicht der Feiertage.
So bleibt das Kalendarium bescheiden im Hintergrund, der Blick lässt sich von den wirklich prachtvollen Aufnahmen gefangen nehmen. Wiewohl sie von unterschiedlichen Fotografen beziehungsweise Agenturen stammen, wirken sie vom Stil her sehr ähnlich; das mag einer Bearbeitung geschuldet sein oder einem sehr großen Pool an geeigneten Bildern. Jedenfalls überzeugt die Qualität der Fotografien, nur bei einem Foto irritiert eine größere Ecke mit komplett abgesoffenen Tiefen, wie der Jargon es nennt - eine schwarze Fläche ohne jegliche Zeichnung. Doch auch bei diesem Foto dominiert die zauberhafte Stimmung. Die Bilder zeigen ein großes Spektrum an Motiven und Eindrücken, von einem völlig mit Eis verkrusteten Leuchtturm bis hin zum Exemplar auf dem Titelblatt, das später noch einmal auftritt und einen gewaltigen Sturm erwartet.
Solche Fotos beflügeln die Fantasie, sie vermögen es, Stimmungen zu transportieren und die Faszination für Leuchttürme, diese einst auf See mit solcher Sehnsucht erwarteten Warnleuchten und "Navis", zu wecken oder zu vertiefen.
Wunderbare Farben, wildes Wetter oder gelassene Ruhe nach dem Sturm, Landschaften zum Verlieben oder eine Wanderdüne, die nach und nach einen Leuchtturm bedeckt: Der Kalender vermittelt eine Fülle an Stimmungen und enthält Bilder von außergewöhnlichen oder außergewöhnlich fotografierten Leuchttürmen, die man aufgrund des Formats umso besser genießen kann.


Taschenlexikon der Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt
Taschenlexikon der Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt
von Hansruedi Wildermuth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

5.0 von 5 Sternen Kompakt, gut verständlich, üppig bebildert, gelungenes Konzept - Empfehlung!, 7. August 2014
Ob wirklich alle europäischen Libellenarten aufgeführt sind, ist für einen Laien - auch mit einigen Vorkenntnissen - kaum zu beurteilen; die reine Fülle der Spezies, die vorgestellt werden, kann den nur mit "deutschen" Libellenführern vertrauten Leser regelrecht "erschlagen". Dies allerdings im besten Sinne, denn wer als an Libellen Interessierter erst einmal mit dem Blättern begonnen hat, liest sich rasch fest.
Bereits das Kapitel zur Biologie der Libellen bietet zahlreiche knapp, jedoch gut verständlich und angenehm lesbar aufbereitete Informationen, die dem Libellenfreund die Beobachtung erleichtern und dem Naturschützer Möglichkeiten zum nachhaltigen Handeln aufzeigen. Ebenso benutzerfreundlich kommt der lexikalische Teil daher. Die Arten werden mit lateinischem, deutschem und englischem Namen – und deren Erläuterung -, Kennzeichen, Verbreitung, Lebensraum, Lebensweise von Imagines (fortpflanzungsfähigen Insekten) und Larven sowie Angaben zu Gefährdung, Schutz und Förderungsmaßnahmen präsentiert. Erwartungsgemäß sind zu jeder Art aussagefähige Fotos vorhanden, oft auch von Larven, Gelegen oder besonderen Verhaltensweisen. Darüber hinaus gibt es tabellarische Übersichten über die Entwicklungsstadien im Jahresverlauf; Beobachtungstipps und Literatur runden die einzelnen Porträts ab. Bemerkenswert sind nicht zuletzt die Kapitel über bisweilen eingeschleppte Exoten sowie Parasiten und andere Tiere, die von Libellen profitieren.
So gut man in diesem Lexikon zu Hause beim Naturspaziergang beobachtete Arten nachschlagen oder sich damit auf eine Reise ins europäische Ausland vorbereiten kann, so gut lässt es sich auch direkt im Rucksack mitnehmen: Gemessen am Umfang ist es kein ausgesprochenes Schwergewicht, dazu sehr kompakt im Format. Wer die Familien und Gattungen bereits einigermaßen kennt, wird sich mit der Suche nach der einzelnen Art nicht schwertun. Unerfahrene können schon mal recht lange blättern. Dennoch überzeugt das Konzept auf voller Linie; mehr sinnvolle Informationen in gut verständlicher, übersichtlicher Form auf so engem Raum dürften schlicht nicht möglich sein. Hinzu kommen eine sehr ordentliche Verarbeitung und ein angesichts der nicht gerade riesigen Zielgruppe und hohen Qualität fairer Preis. Eine uneingeschränkte Empfehlung für alle an Natur und natürlich speziell an Libellen Interessierten!


Das Geheimnis der gläsernen Gondel
Das Geheimnis der gläsernen Gondel
von Geronimo Stilton
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Kinderlektüre, die Spaß macht und nebenher Wissen vermittelt, 7. August 2014
Quietschbunt und turbulent ist die Welt von Geronimo Stilton, und ebenso erscheint das Buch. Die Geschichte wird begleitet von einer Fülle an comicartigen, witzigen Zeichnungen, die den Text auflockern und die Geschichte mit erzählen. Der Text selbst kommt ebenfalls nicht stur homogen und schwarz daher, sondern einzelne Wörter und Passagen sind in anderen Farben und ausgefallenen Schriften gedruckt. Dies hält junge Leser – die Zielgruppe sind ältere Grundschulkinder – ebenso wie die verrückte Geschichte bestens bei der Stange, können sie doch zwischen Lesen und Bilderbetrachten wechseln und beim Lesen entdecken, dass verschiedene Schriften in unterschiedlichen Farben regelrecht Stimmungen vermitteln.

Geronimo hat nicht zuletzt im KiKa schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, seine Erzählungen sind Inhalt einer ganzen Bücherreihe, und auch dieses erweist sich als spannend und originell. Lauter eigenständige, anschaulich vorgestellte Charaktere bestimmen sie, und Venedig als schöne und geheimnisvolle Stadt bildet die perfekte Umgebung dafür. Infokästen vermitteln Wissenswertes über einzelne Aspekte der Stadt – von den Gondeln (natürlich!) über die Seufzerbrücke bis hin zum Glasbläserhandwerk auf Murano.
Die Auflösung ist so spannend wie erheiternd, alles wird gut, sodass einer geordneten Heimreise nichts im Wege steht. Oder wer weiß, vielleicht das nächste Abenteuer?
Kinderlektüre, die Spaß macht und nebenher Wissen vermittelt.


Elements 2015
Elements 2015
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Faszination Naturgewalten auf zwölf beeindruckenden Kalenderblättern, 7. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Elements 2015 (Kalender)
Es sind beeindruckende Motive in einer fotografisch vorzüglich gelungenen Umsetzung, die der Kalender zur Schau stellt - von mehreren Fotografen, doch bei aller Eigenständigkeit stilistisch gut aufeinander und aufs Layout abgestimmt. Zwar stammen etliche Fotografien aus Island, es kommt jedoch nicht einmal ansatzweise zu motivischen Wiederholungen. Die Detailansicht hoch aufspritzenden, cremigen, kochend heißen Schlammes (Januar), das ausbrechende "Butterfass" (Strokkur; März), die farbigen Berge (Juni) und der Geysir am Meer sind Welten für sich. Auch die anderen Ansichten faszinieren, unabhängig davon, ob es sich um Einzelheiten wie bei Sandstein- und Wasserwelle oder um größere Landschaften handelt. Die Fotografen haben ihren Standpunkt und ihre Perspektive jeweils geschickt gewählt und gerade bei den Aufnahmen, in denen Wasser und/oder Eruptionen wesentliche Elemente sind, auch die Belichtungszeit zur Gestaltung bestens eingesetzt. So bietet jeder Monat ein visuelles Abenteuer.
Solche Motive verlangen hinsichtlich einer angemessenen Präsentation nach einem großen Format, das der Kalender mit 70 cm x 57 cm in der Tat bietet. Die Fotografien befinden sich in einem schmalen schwarzen "Rahmen", von dem das unter den Bildern befindliche Kalendarium in Weiß, mit hellblauen Monatsnummern und Sonntagen, absticht. Es ist indes auf Monatszahlen und fortlaufende Tagesnummern in einer Zeile reduziert und tritt somit bei der Betrachtung der Fotografien fast völlig zurück: ein elegantes und für Naturkalender dieser Qualität zweckmäßiges Layout, das jedem gefallen wird, der auf Wochentagsbezeichnungen, markierte Feiertage und dergleichen zugunsten des Bildeindrucks verzichten möchte. Druck- und Papierqualität tun ein Übriges, den nicht gerade niedrigen Preis zu rechtfertigen.
Wer sich für außergewöhnliche Naturorte und -phänomene begeistern kann, wird diesen hochwertigen Kalender lieben; er eignet sich natürlich auch bestens als Geschenk.


Sandmeere 2015
Sandmeere 2015
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Starke Aufnahmen außergewöhnlicher Landschaften, 7. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sandmeere 2015 (Kalender)
"Sandmeere" ist ein passender Titel für die im Kalender vorgestellten Aufnahmen unterschiedlicher Fotografen. Sie alle fangen zwar verschiedene Aspekte des Phänomens Wüste ein, zeigen jedoch immer die Weite dieser nur scheinbar öden Gebiete und die in der Tat wellenartigen Strukturen, die sie prägen. Für manchen überraschend mag das Foto von der recht nahe gelegenen Kurischen Nehrung sein, ein Beispiel für Wanderdünen in Europa. Doch auch andere Bilder halten Erstaunliches bereit, etwa blendend weiße Dünen (April und Juli).

Mittels geschickter Bildgestaltung lassen die Fotografen einzelne Aspekte besonders hervortreten. So wechseln sich bisweilen von der Sonne beschienene Wellenbögen und harte, pechschwarze Schatten mit lebhaften Kontrasten ab, nicht zuletzt im Titelbild; die besonnten Flächen scheinen regelrecht zu schweben. In den Fotografien, in denen dieser Effekt nicht gewünscht wird, wurden die extremen Kontraste hervorragend gemeistert, es kommt weder zu Überstrahlungen in den hellen Bereichen noch zu Schatten ohne jegliche Zeichnung. Bei einem der Fotos mag den Puristen ein merkliches Rauschen stören, die anderen sind auch in dieser Hinsicht von bester Qualität.

Beeindruckend wirken sämtliche Fotografien, nicht nur wegen der Motive, sondern auch der Art, wie sie präsentiert werden: im beachtlichen Format von 70 cm x 57 cm, das großzügig genutzt wird, in einem eleganten schwarzen "Rahmen", der die Farben geradezu zum Leuchten bringt. Das einzeilige Kalendarium aus weißen Nummern der Wochentage mit voranstehender sandfarbener Monatszahl und Sonntagen in derselben Farbe (Feiertage bleiben ohne Kennzeichnung), unter der jeweiligen Fotografie angebracht, tritt dezent zurück.
Kurz, ein Kalender, der Fotografien von herausragender Qualität in einem für sie optimalen Layout und auf hochwertigem Papier präsentiert: für jeden, der sich an starken Aufnahmen außergewöhnlicher Landschaften erfreuen möchte.


Paul Gauguin: Metamorphosen
Paul Gauguin: Metamorphosen
von Starr Figura
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,80

5.0 von 5 Sternen Bislang wenig beachtete Facetten Gauguins in reichhaltiger Darstellung, 3. Juli 2014
Der unbekannte Gauguin: In diesem Buch werden einige Seiten des beliebten Künstlers gezeigt, die in den gängigen Publikationen eher selten auftreten. Zunächst sind es noch einheimische Szenen, die Gauguin ausreizt; stellt er doch fest, dass Drucke nach seinen Gemälden eine wesentlich lukrativere Quelle für Einkünfte darstellen als die Ölgemälde selbst. So experimentiert er insbesondere mit Zinkplatten und ist erfolgreich. Doch die Zinkografie stellt nur eines unter diversen Betätigungsfeldern dar. Sehr anschaulich zeigen die Essays wie der Katalog als solcher, wie Gauguin sich weiterentwickelte - nicht zuletzt angetrieben von wirtschaftlichen Erwägungen, vor allem jedoch durch sein Interesse daran, einzelne Techniken zu perfektionieren. Dies zeigt der vorliegende Band ausgezeichnet. Zunächst die Essays, insbesondere jedoch der Katalog stellen "Originale" in Öl und die von Gauguin gefertigten Drucke hierzu gemeinsam und stets gut kommentiert vor. Nicht zuletzt erschließt sich dem Leser Gauguins Motivwelt aus Transzendentem und Mystischem, sodass manches Werk, das bislang nur neugierig machte, plötzlich gedeutet und somit auf einer ganz anderen Ebene betrachtet werden kann. Hinzu kommen Aspekte wie Gauguins bildhauerische Tätigkeit, die nicht unterschätzt werden sollten.
Angenehmerweise sind die Abschnitte des Katalogs jeweils mit Einführungen versehen, sodass der Leser im Anschluss an die eher allgemein gehaltenen Essays einen konkreten Überblick über die Ausstellungsthemen erhält. Biografisches, Technisches und die Einordnung in den individuellen künstlerischen Kontext finden nachvollziehbar und ansprechend präsentiert zusammen.
Fand man in den Essays bereits hochwertige Abbildungen relevanter Werke, so entspricht auch der Katalog den Ansprüchen an eine angemessene Präsentation sowohl hinsichtlich der Druckqualität und der begleitenden Informationen als auch an das eingesetzte Format. Die enorm reizvollen Werke, ideal ausgewählt und zusammengestellt, können ihre Wirkung entfalten, und Abbildungen auf Doppelseiten harmonieren thematisch wie ästhetisch.
Kurz, wieder ein anspruchsvoller und perfekt präsentierter Katalog dieses Verlags zu einer wertvollen Ausstellung; wer die nur bis zum 8. Juni 2014 stattfindende Ausstellung im MoMA nicht besuchen konnte, findet anhand des Buchs einen ganz neuen Zugang zu einem nicht leicht zu "fassenden", außergewöhnlichen Künstler der Moderne.


Die Top 100 der gefährlichsten Kreaturen
Die Top 100 der gefährlichsten Kreaturen
von Andreas Jäger
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Ein spannendes und gut aufgemachtes Buch, das aber nicht ohne kritische Begleitung der Eltern gelesen werden sollte, 3. Juli 2014
Ganz anders als unsere niedlichen Haustiere haben viele Wildtiere kein gutes Verhältnis zum Menschen. Wenn sie sich bedroht fühlen oder im Extremfall unsereins als leckere Beute ansehen, beißen, stechen, würgen oder trampeln sie drauflos. Diesen Tieren ist das hier besprochene Buch gewidmet. Es wendet sich an Kinder im Alter von etwa neun bis elf Jahren. Und ähnlich wie bei "Survival-Handbuch für Kids" [lieber Lektor, den Link füge ich ein, wenn selbiges durch ist und es funzt] geht es um Themen, die auch die meist eher lesefaulen Jungen ansprechen: Hier ist nichts putzig, glitzerrosa oder kuschelig, sondern im Gegenteil alles schlicht gefährlich.
Insgesamt ähnelt das Buch einem Husarenritt, denn die einzelnen Steckbriefe sind sehr knapp gehalten, mit einem Foto und einer auf das Wesentliche reduzierten Beschreibung: Länge, schärfste Waffe, Spezialität (hierzu gehören etwa bestimmte Angriffs- oder Verteidigungstaktiken). Jedes Kapitel, also etwa jenes zu den Großkatzen oder Spinnen, umfasst eine Doppelseite, die auch eine "Hammer-Info" zu einem Tier enthält - hier wird schlicht Erstaunliches zu der Art vermittelt. Die Tiere werden zudem auf unterschiedlichen Stufen des "Panik-Levels" eingestuft, der von 1 bis 5 reicht.
Das Buch ist zweifellos spannend zu lesen und spricht nicht zuletzt Jungen an. Gefahr und Abenteuer sind auch heute - und zum Glück - Themen für sie. Auf wenig Raum wird viel Information geboten, darüber hinaus natürlich auch Sensation und Nervenkitzel. Was dabei völlig fehlt, ist der Aspekt des Artenschutzes, denn viele dieser Tiere sind für den Menschen nur bedrohlich, weil er ihren Lebensraum erbarmungslos einengt, andernfalls würde er ihnen gar nicht begegnen. Darüber hinaus gibt es fast nie Angaben zur geografischen Verbreitung der Tiere, sodass der völlig falsche Eindruck einer Bedrohung durch sie auch für mitteleuropäische Kinder aufkommen kann, der völlig absurd ist. Wenn dann Stechmücken als topgefährlich eingestuft werden, weil sie potenziell tödliche Krankheiten wie Gelbfieber und Malaria auslösen können, sind schlaflose Nächte auch für Eltern vorprogrammiert, sobald es mal im Kinderzimmer diskret summt. Hier fehlt es völlig an einer Differenzierung über die Lebensräume! Leider können solche nicht ausreichend aufbereitete Informationen zu einer Phobie führen, die dem Schutz heimischer (und überwiegend für den Menschen völlig harmloser) Arten nicht förderlich ist.
Insgesamt also ein zwar spannendes und gut aufgemachtes Buch, das aber nicht ohne kritische Begleitung der Eltern gelesen werden sollte.


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