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Rezensionen verfasst von
Jürgens- Bücher
(TOP 100 REZENSENT)   

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Ayurveda - Heilkunde und Küche
Ayurveda - Heilkunde und Küche
von Kerstin Rosenberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen "Ayurveda die indische Wissenschaft vom langen Leben", 12. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Ayurveda - Heilkunde und Küche (Taschenbuch)
Das Buch der Autorin ist eine sehr gute Darstellung zu dem was alles zu Ayurveda gehört. Für die Texte muß man sich schon etwas Zeit nehmen denn die Autorin vermittelt viel Wissen und sie weiß worauf es ankommt denn sie leitet das Mahindra Institut für Ayurveda in Birstein.

Das Buch ist in acht Kapitel aufgeteilt: Einführung in die Geschichte und Philosophie des Ayurveda; Grundbegriffe der ayurvedischen Medizin; die Konstruktionslehre im Ayurveda; die Ernährungslehre im Ayurveda; äußere Behandlungsmethoden; innere Behandlungs- und Reinigungsmethoden; Ayurveda für Frauen; Gesundheit aus eigner Kraft.

Spezielle Gesundheitstipps gibt es von der Autorin für Asthma, Kopfschmerzen und Migräne; Magenbeschwerden, Schleimhautentzündung oder Geschwüre; Rheuma; rheumatische Arthritis, Gelenkrheuma; Diabetes melitus Herzkrankheiten, Ischämie; Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche Hautkrankheiten, Ekzeme, Ausschläge Akne.

Kochrezepte,eine kleine und feine Auswahl, findet man auf Seite 129 bis 154.


Mit Yoga und Ayurveda ganzheitlich heilen
Mit Yoga und Ayurveda ganzheitlich heilen
von Anna Trökes
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen "Yoga und Ayurveda - zwei große Traditionen aus Indien", 11. Mai 2015
in dem Buch von der bekannten Yogalehrerin Anna Trökes werden die Grundzüge des Ayurveda durch den Ayurveda-Arzt Dr. med. Detlef Grunert gut erklärt. Ferner findet man auch einen Fragenkatalog um den eigenen Konstruktionstyp zu ermitteln. Dann erklärt Frau Trökes sehr gut mit Text und Bildern die bekanntesten Yogaübungen ( z.B. Berg, Katze, Held, Adler, Kobra, Heuschrecke, Tisch, Taube, Vorbeuge, Schildkröte, Krokodil, Drehsitz, Hund, Fisch, Baum, Seitenstütz, Boot, Delfin, Brett, Schulterbrücke, Schulterstand) und es folgen schließlich mehrere Atemübungen (Wechselatmung; reinigende Atmung; Feuerspülung; Bauchatmung; Atmung mit "Reibelaut"; "Bienensummen"; Feueratem; kühlender Atem).
Das besondere an diesem Buch ist der extra hervorgehobene Hinweis der Autoren wie die einzelnen Yogaübungen sich auf die drei Konstruktionstypen des Ayurveda (Vata, Pitta, Kapha) konkret auswirken.
Für mich ist diese Buch im Moment das Beste was ich im Yogabereich bisher gelesen habe, denn fast alle Grund Übungen und der Sonnengruß sind in diesem Buch enthalten sowie fast alle Atemtechniken des Yoga.
Die Gedanken des Ayurveda mit in dem Yogabuch zu erläutern ist konsequent, denn beide Bereiche ergänzen sich wunderbar und helfen auf unterschiedlicher Art dem Körper und der Gesundheit.


Achtung! Vorurteile: Nach Gesprächen mit Harald Wieser und Jürgen Ritte
Achtung! Vorurteile: Nach Gesprächen mit Harald Wieser und Jürgen Ritte
von Sir Peter Ustinov
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen ! oder ?, 7. Mai 2015
"Die Menschen mit hartgesottenen Vorurteilen vertreten diese häufig wie die Kreuzritter: mit Schaum vor dem Mund und mit Hass. Wer sich gegen das Vorurteil engagiert, sollte sich hüten, das in gleicher Manier zu tun. Dann würde die eine Rechthaberei nur durch eine andere ersetzt, dann würden sich wohlwollende und human gesinnte Geister ihrerseits in Jakobiner verwandeln und Köpfe rollen lassen. Vielleicht sollten wir es darum mit Lessing halten, der seiner Minna von Barnhelm einen wunderbaren Satz in den Mund gelegt hat: "Das Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruss." Damit wurde ein Bild von der Aufklärung in die Welt gesetzt, das ihr alle Zornesröte nimmt: die Vernunft nicht als Schwester des autoritären Eifers, sondern der antiautoritären Heiterkeit. Mir kommen die Menschen mit lauter Vorurteilen wie lebende Ausrufezeichen vor. Wir sollten der Welt und ihren Kulturen lieber neugierig, als lebende Fragezeichen begegnen."

Sir Peter Ustinov , 16.04.1921- 28.03.2004, (Weltbürger, Künstler, Schauspieler, Regisseur, Bühnenbildner und Schriftsteller) hat sich viel Mühe gegeben dem Leser den Blick zu schärfen für die vielen Vorurteile die weltweit bestehen, dabei lässt er keinen Bereich des Lebens, der Gesellschaft, der Religion, der Musik oder der Politik aus. Sehr treffend sind seine humorvollen Ausführungen zu den jeweiligen Kapiteln. Sir Peter Ustinov weist in dem Buch kurz darauf hin, dass Kinder ohne Vorurteile geboren werden und diese erst später erlernt werden.
Die Geschichten in dem Buch sind oft eingebettet in seine Erlebnisse und das kann den einen oder anderen Leser auch als zu viel Eigenlob etwas stören.
Gefallen haben mir die kurzen Zusammenfassungen seiner Gedanken die man in den Texten ganz nebenbei findet: "Die Halbwahrheit, das ist der Tempel in dem das Vorurteil schwimmt." oder "Die Verdächtigung: Sie ist das Öl in dem das Vorurteil brutzelt."


Der Pfad des friedvollen Kriegers: Das Buch, das Leben verändert
Der Pfad des friedvollen Kriegers: Das Buch, das Leben verändert
von Dan Millman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Das Buch habe ich gerne gelesen, 4. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dan Millman schreibt hier über seine Begegnung mit Socrates, der ihn eine Zeit auf seinem Lebensweg begleitet und ihm Hinweise für eine Veränderung seines Verhaltens gibt. Dabei greift Socrates auf kleine einprägsame Geschichten aus der östlichen Welt oder dem Höhlengleichnis von Platon zurück ...
Das Buch von Dan Millman ist gut geschrieben und unterhaltsam mit einigen schönen Hinweisen.


Die Schicksalsgesetze
Die Schicksalsgesetze
DVD ~ Gerald Hüther
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen "Wie kommt man wieder in Harmonie mit sich selbst", 13. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Schicksalsgesetze (DVD)
Der Film von Dr. Ruediger Dahlke ist vom Bildmaterial sehr schön gemacht worden und zeigt es gibt "Gesetze" die man für sich anwenden kann um sein Leben bewußter zu gestalten.
Der Film erklärt auch Krankheiten haben oft eine spezielle Ursache in der Vergangenheit und die kann man an dem auslösenden Ereigniss wieder bewußt auflösen. Wie so ein ganzheitlicher Heilprozess erfolgen kann erfährt man in dem Film. Eine Patientin und auch ihr Coach kommen dabei immer wieder zu Wort und erklären ihre persönlichen Erfahrungen auf diesem Heilweg.

Die kurzen Beiträge von Prof. Dr. Gerald Hüther, Prof. Dr. Raimund Jakesz, Dr. phil. Christina Kessler, usw. haben mir zu den Themen gut gefallen. Insofern ist der Film, nicht nur wegen der Idee die Gesetze zu verfilmen, sicherlich auch interessant.
Falls Sie sich mit dem Buch Kybalion - Die 7 hermetischen Gesetze: Das Original oder mit dem Buch Wie oben, so unten: Die Sieben Gesetze des Lebens bereits beschäftigt haben werden sie hier keine neuen Gesetze erfahren. Was Prof. Dr. Gerald Hüther u.a. aus ihrem Fachgebiet dann dazu sagen und bestätigen ist sehenswert.

Fazit: Den Film kann man sich ruhig ansehen, man muß ihn aber nicht unbedingt gesehen haben. Was mir nicht so gut gefallen hat sind die häufigen Namens Hinweise auf Ruediger Dahlke und sein Therapiezentrum. Daher einen Stern Abzug in der gesamten Bewertung.
Wer in einem andern Buch die selben Grundgedanken lesen möchte findet diese in dem Buch Der Jungbrunnen des Dr. Shioya


Yogis - Verborgene Weisheit Indiens: Mein Weg zu Ramana Maharshi
Yogis - Verborgene Weisheit Indiens: Mein Weg zu Ramana Maharshi
von Paul Brunton
  Broschiert
Preis: EUR 18,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsames, gut geschriebenes Buch mit Tiefgang, 20. März 2015
Die Suche nach den großen Yogis (bzw. Rishis) hat den Autor zu einer Reise nach Indien veranlasst. Was er dort alles mit den Weisen des Osten erlebt ist lesenswert und kann für viele Leser auch zu einer inneren Bereicherung im Sinne des "Erkenne Dich selbst" werden.
Tauchen Sie einfach mit dem Autor in die spirituelle Welt Indiens ein...


Ganzheitliche indische Heilmethoden: Ayurveda, Homöopathie, Hydrotherapie, Yoga
Ganzheitliche indische Heilmethoden: Ayurveda, Homöopathie, Hydrotherapie, Yoga
von Issac Mathai
  Broschiert
Preis: EUR 24,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Gesundheitsvorsorge", 16. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor Dr. Issac Mathai beschreibt in dem Buch zunächst etwas ausholend seinen Lebensweg und dann sein ganzheitliches Heilsystem aus dem Wissen von Yoga, Ayurveda; Homöopathie und Hydrotherapie. Er erklärt warum es wichtig für die Heilung ist Vertrauen zu haben und das der Patient die Heilung wirklich wollen muß.
Er beschreibt das kardiovaskuläre System, die häufigen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und wie er diese behandelt. Dann geht er auf das Verdauungssystem und die häufigen Krankheiten sowie Behandlungsmöglichkeiten ein.
Es folgen Betrachtungen zum Muskel- und Knochensystem und die möglichen Behandlungen. Das Nervensystem und die häufigen Erkrankungen und seine Behandlungen werden kurz geschildert. Anschließend wird das Atemwegssytem erklärt und die häufigen Atemwegserkrankungen nebst den verschiedenen Behandlungsansätzen.
Das weibliche und männliche Fortpflanzungssystem werden entsprechend behandelt.
Dann erklärt der Autor das Indische Medizinsystem; Ayurveda; verschiedene Yogawege nebst der positiven Wirkung von Yoga; die Naturheilkunde; die Akupunktur; eine Entgiftungs-Diät; das Siddha (Vaidya)System wird erklärt; das Unani System, dass der vier Säftelehre folgt. Das Buch endet mit Gedanken zum ganzheitlichen Heilen.
Ein Buch für alle Menschen die sich mit ganzheitlicher Heilung und Gesundheit beschäftigen und für alle Leser die einen Einblick in seine verschieden Heilmethoden bekommen wollen.
An vielen Stellen hätte ich mir in dem Buch tiefergehende Hinweise gewünscht.


Über Freiheit und Meditation. Mit CD. Das Yoga Sutra des Patanjali. Eine Einführung
Über Freiheit und Meditation. Mit CD. Das Yoga Sutra des Patanjali. Eine Einführung
von T. K. V. Desikachar
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 23,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Werk zu den Yoga Sutren des Patanjali, 28. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Yoga Sutra des Patanjali sind in Sanskrit geschrieben und enthalten kurze und prägnant formulierte 195 Verse, die wie Aphorismen geschrieben sind, aber zusammenhängen und einen Leitfaden bilden der zum Ziel führt. Sie fassen erstmals schriftlich zusammen was als Yogaweg bis dahin mündlich gelehrt wurde. Über Patanjali ist nichts bekannt außer dem Namen und seinen Yoga Sutras. Ursprünglich wurden die Sutras mündlich von dem Lehrer an den Schüler weitergegeben und auswendig gelernt, als Erinnerungshilfen, an denen sie in einer lebenslang dauernden Unterrichtssituation im Yoga von ihrem Lehrer unterwiesen wurden.
Im Mittelpunkt der Betrachtungen von Patanjali steht unser Geist, seine Begrenzungen und die in ihm im verborgenem schlummernden Möglichkeiten. Die Yoga Sutras fordern den Leser auf zur eigenen Wirklichkeit zu gelangen, dabei geht es um das bewußte Bemühen die höchste Vereinigung mit dem göttlichen zu erreichen und alle Begierden in Rede, Gedanken und auf körperlicher Ebene zu verbrennen, die dem Ziel entgegen stehen.
Die Sutras sind ca. zweitausend Jahre alt und zeigen einen bis heute gültigen Weg für jeden Yogaübenden auf:
-sich selber zu erkennen,
- sich zu überwinden
- sich mit dem Höchsten zu verbinden auf Zeit
- sich mit dem Höchsten zu verbinden auf Dauer.
Die Yogas Sutras sind insgesamt in vier Kapitel (Pada) eingeteilt:
-Das erste Kapitel beschäftigt sich mit Samadhi
-Das zweite Kapitel mit den Mitteln (Sadhana) zur Verwirklichung des Yoga
-Das dritte Kapitel zählt die inneren drei Kräfte auf um zur höchsten Stufe zu gelangen
-Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Integration des Absoluten (Kaivalya)
Der „Samadhi Pada“, der Pfad des Samadhi, wird bereits durch die beiden Sutras 1.2 und 1.3 klar gezeigt: „ Yoga ist die Fähigkeit, sich ausschließlich auf einen Gegenstand, eine Frage, oder einen anderen Inhalt auszurichten und in dieser Ausrichtung ohne Ablenkung zu verweilen.“
Durch die Yoga Sutras soll der Schüler die Fähigkeiten entwickeln „etwas“ vollständig und richtig zu erkennen, ohne dass uns der Geist dabei einen Streich spielt (1.3).
Das erste Kapitel der Yoga Sutras des Patanjali zeigt den Weg der Klarheit und Freiheit der zu einer positiven Veränderung des Geistes führt und im Samadhi endet.
Haupt Hindernis auf dem Weg ist für den Menschen der Geist. Patanjali umschreibt diese Hindernisse des Geistes mit den Wort „Citta“. Citta beschreibt unseren Geist, der stets in Bewegung und veränderlich und von unterschiedlicher Qualität ist, und der von verschiedenen Wahrnehmungen, Erinnerungen, Gefühlen, Empfindungen, Gedanken und Phantasien geprägt wird. Als Vrittis werden von Patanjali die sich wandelnden Muster in Citta bezeichnet.

Patanjali nennt 5 Aktivitäten unseres Geistes:
1. Richtige Wahrnehmung (Pramana)
2. Falsche Wahrnehmung (Veparyaya)
3. Vorstellung (Vikalpa)
4. Tiefer traumloser Schlaf (1.5) (Nidra)
5. Erinnerung (1.6) (Smriti)
Diese vorgenannten Aktivitäten des Geistes werden dann in den Sutras 1.7 bis 1.13 näher erklärt. Es folgt dann in den Sutras 1.12 und 1.13 die Erklärung der Fähigkeit des Übens und des Loslassens. Jeder Mensch macht im Leben Erfahrungen die Spuren hinterlassen um zu lernen. Auch mit diesen Erfahrungen und Eindrücken muß man lernen umzugehen. Will man diese Wirkungen auf sein Leben verändern, muß man als erstes das Muster erkennen, dann die Bereitschaft entwickeln sich verändern zu wollen und dann die Veränderung bewußt einleiten. Alle Veränderung braucht Zeit, damit sich die Veränderung langfristig innerlich verfestigt und vorhandene innere Muster überschreiben werden, ansonsten fällt man in seine alten Muster wieder zurück. Je klarer und offener der Blick für unser Selbst, unsere wirkliche Natur wird, desto mehr entwickelt sich in uns die Fähigkeit los- zu- lassen. Die notwendige Kraft die vorhandenen Wiederstände erfolgreich zu überwinden, liegt alleine in dem Vertrauen und man darf dabei das Ziel nicht aus dem Auge verlieren. Das Vertrauen wurzelt dabei in der Tiefe des Herzens. Je stärker das Vertrauen ist und je stärker und intensiver unsere Bemühungen umso schneller erreicht man das Ziel (1.12). Nur durch ständiges Üben erlernt man die Fähigkeit des Loslassens und der Geist erreicht den Zustand des Yoga. Die Übungspraxis zeigt nur dann Erfolg, wenn sie über einen langen Zeitraum ohne Unterbrechung beibehalten wird, wobei das auch von einem inneren Interesse getragen werden muß (1.14).
Die Hingabe an Gott ist das erste Mittel, das Patanjali vorstellt um den Zustand von Yoga zu erreichen (1.23).
Was Gott ist wird in den Sutras 1.24 bis 1.26 von Patanjali erläutert: „Es ist ewig und es ist die Quelle die alle Lehrer leitet.“
Patanjali schreibt: „Für die Menschen, die Vertrauen in Gott haben und den Weg beschreiten durch Rezitation und Kontemplation, der wird seine eigene Natur erfahren (1.29) und die Hindernisse die auftreten können auf dem Weg verlieren ihre Wirkungskraft.
In der Sutra 1.30 zählt Patanjali neun Arten von Problemen auf, die der Entwicklung von Klarheit in unserem Geist entgegenwirken:
1. Krankheit
2. Geistige Trägheit
3. Übermäßige Zweifel
4. Fehlende Umsicht auf Grund von Hast
5. Fehlende Umsicht auf Grund von Erschöpfung
6. Fehlende Umsicht auf Grund von Ablenkung
7. Fehlende Umsicht auf Grund von Selbstsüchtigkeit
8. Das Unvermögen einen weiteren Schritt zu gehen
9. Die Unfähigkeit das erreichte zu bewahren
In den Sutras 1.32 bis 1.39 macht Patanjali Vorschläge zur Überwindung dieser Hindernisse:
-Festhalten an dem gefundenen Weg mit dem Willen und Bemühen diesen Weg zu gehen
-Leben in Harmonie mit uns und der Umwelt, damit in den Geist Ruhe einkehrt
-Atemübungen mit verlängerter Ausatmung lassen den Geist ruhiger werden (1.34)
-Erkenntnis über das Spiel der Sinne
-Ausrichtung auf das Licht in unserem Herzen
-Kontakt zu Menschen haben, die die Hürden im Leben bereits überwunden haben, die durch Vorbild, Rat und Tat uns helfen den nächsten Schritt zu gehen
-Die Erforschung unserer Träume kann zur Klärung von Problemen beitragen
-Ausrichtung des Geistes auf eine Frage oder einen Gegenstand. Durch Ausrichtung hat man ein sehr gutes Mittel größere Klarheit und Ruhe im Geist zu erlangen.
Wenn man alle Hindernisse überwunden hat erreicht man den Zustand des Yoga der in der Sutra 1.40 beschrieben wird.
Im Laufe der Entwicklung auf dem Yogaweg wird dabei unser Verständnis immer tiefer und klarer und es offenbart sich schließlich unser eigenes innerstes Wesen.
In der Meditation spielen drei Dinge zusammen: Die Person die sich ausrichtet, der Prozeß der Annäherung durch den Geist und das Meditationsobjekt. In der höchsten Form spiegelt der Geist wie ein glasklarer Diamant nur noch die Vollkommenheit wieder sonst nichts (1.41).
Ein solches Verstehen und eine solche Entwicklung geht schrittweise von statten, was auch in den Sutras 1.42 ff näher ausgeführt wird. Die Klarheit des Verstehens ist am Anfang noch überlagert, bleibt der Geist weiter auf das Objekt ausgerichtet, treten Vorstellung und Erinnerung in den Hintergrund, unser Geist wird kristallklar und eins mit dem Meditationsobjekt- Samadhi.
Dieses Ziel erreicht man am besten wenn man den Geist auf einen Gegenstand der Meditation ausrichtet (1.46). Gute Vorbereitung, schrittweises Vorgehen und kontinuierliche Anwendung sind der Schlüssel zum Erfolg. Geht man zu schnell vor, kann das menschliche System dagegen rebellieren. Wächst das Verständnis von einem Gegenstand in der Meditation, enthüllt sich dann sein wahres innerstes Wesen (1.47) und man unterliegt keinem Irrtum mehr. In dem höchsten Zustand des Erkennens wird das Wissen spontan und unmittelbar. Wächst der Geist in der dargestellten Weise verliert das falsche Verstehen seinen Einfluß auf den Geist, alte Muster schlummern dann aber gegebenenfalls noch in uns in der Tiefe und können zu irgend einem Zeitpunkt an die Oberfläche kommen.
Erst im letzten Zustand den Patanjali in der Sutra 1.51 andeutet sind keine Eindrücke mehr vorhanden, die alten Muster sind vollständig aufgelöst, der Geist ist offen klar und durchsichtig. Nirbija-Samadhi ist der Zustand reiner Harmonie des Bewußtseins und das Endziel (1.42; 1.51).
Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem äußeren Übungsweg des Menschen der sich verändern möchte, es ist der Weg des Handelns (Sadhana Pada). Für das Handeln sind folgende Eigenschaften erforderlich:
-Heftigkeit des Feuers, das uns verzehrt (Tapas);
-eingehende Selbsterkenntnis (Svadhyaya);
-das Loslassen (ishvara-pranidhana).
Patanjali zeigt der Mechanismus der fünf Klesá erzeugt Leid und Verwirrung. Wenn die Auswirkungen der Klesá durch ständige Übung verringert werden, gelangt man zu einer klareren Wahrnehmung.
Die Sutra 2.3 nennt die fünf Klesá:
-Falsches Verstehen
-Irrtümliches Verständnis der eigenen Person;
-Drängendes Verlangen;
-Unbegründete Abneigung;
- Tiefe Unsicherheit bzw. Angst .
In den folgenden Sutras erfolgt dann eine genaue Erläuterung der fünf Klesá (Avidya, Asmita; Raga; Dvesa; Abhinivesa). Patanjali erklärt wie das Wirken der Klesá vermindert werden kann. Die Hauptursachen des Leidens liegen sehr tief, sie werden daher nur überwunden, indem der Geist zu der Quelle zurückkehrt der er entspringt. Die Ursache des Leides liegt auf der Ebene der Wahrnehmung, es ist die Unfähigkeit zwischen Seher und Gesehenem zu unterscheiden. Wie das Verhältnis sein sollte ergibt sich aus der Sutra 2.20, der Seher ist rein und braucht um Wahrzunehmen die Hilfe des Geistes. Freiheit entsteht erst dann, wenn man nicht mehr Spielball der Klesá ist. Der Seher ist gleichbleibend alles andere ist der Veränderung unterworfen. Die Veränderungen kommen durch die Wechselwirkungen der Gunas zustande. Die Gunas beeinflussen die Wahrnehmung und den Geist. Die drei Gunas, die Gleichgewicht, Aktiviät und Trägheit entsprechen, sind: Sattva; Rajas; Tamas.
-Sattva ist mit Reinheit, Leichtigkeit, Klarheit, Ruhe, Gelassenheit und Freundlichkeit verbunden.
-Rajas ist Aufregung, Leidenschaft; Bewegung oder Erregung und intensiver Tatendrang.
-Tamas umfaßt die Zustände abgestumpft; träge; schläfrig; handeln ohne Überlegung.
Die drei Gunas müssen harmonisch zusammenspielen wie eine Öllampe die aus Docht, Öl und schwerem Gefäß bestehen und die dann die Flamme hervorbringen.
Wenn die Blockaden aufgelöst werden und man den Hilfsmitteln des Yogaweges folgt und sich die Geistesverwirrung auflöst, setzt spirituelle Erkenntnis ein und man erlangt das ununterbrochene Bewußtsein von dem was wirklich ist. Der achtgliedrige Weg, den man dazu beschreiten kann, wird in der Sutra 2.29 erklärt, wobei fünf Stufen in diesem Kapitel und drei Stufen im dritten Kapitel erläutert werden. Der achtgliedrige Pfad zeigt dabei einen Weg der von außen nach innen führt.
Die erste Stufe des achtgliedrigen Weges wird in der Yoga Sutra 2.30 besprochen: Das Verhalten in unserem persönlichen Umfeld wird als Yama bezeichnet. Diese Sutra könnte auch für sich allein betrachtet als Moralkodex bezeichnet werden, denn es geht um Nicht-Schaden, Aufrichtigkeit, Nicht Stehlen, Leben im Bewußtsein der Quelle aus der wir kommen und dem Nicht Greifen. Die Sutra 2.31 verdeutlicht, dass die Prinzipien der Sutra 2.30 nicht zur Disposition stehen, denn sonst werden sie zur Farce. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht wehren dürfen, wenn uns jemand Schaden zufügen will.
Die Yogasutra 2.32 bespricht die zweite Stufe: Niyama, die Regeln im Umgang mit uns selbst, d.h. Reinheit von Körper und Geist; Selbststudium und Selbsterforschung; Ausgewogenheit, Mäßigung und Selbstzufriedenheit; Ehrfurcht vor der höheren Kraft und Hingabe an die Quelle.
Wie dies im Einzelnen auszusehen hat, beschreiben die folgenden Sutras, dabei geht es um Behutsamkeit, Wahrhaftigkeit, nicht Begehren; Mäßigung und Bescheidenheit. Nur die innere Reinheit, tiefe Zufriedenheit, intensives Studieren und Suchen nach Weisheit entwickeln eine Verbindung zu den höheren Kräften und diese Selbsterforschung führt zum inneren Licht.
Die Yoga Sutra 2.46 beschäftigt sich mit der drittenStufe: Asana. Patanjali erklärt in keiner der 195 Sutras eine einzelne Yogahaltung sondern sagt nur die Haltung sollte stabil und angenehm sein. Das läßt sich auf jede Asana anwenden und ist auch für die Meditation von erheblicher Bedeutung. Die Asana richtig geübt bringt den Menschen nicht mehr aus dem Gleichgewicht. Indem wir alle Anspannungen loslassen, können wir uns auf das Unendliche ausrichten.
In der Yoga Sutra 2.49 erklärt Patanjali die vierte Stufe: Pranayama, die Unterbrechung unbewußter Atemmuster. Die bewußte Atemregulierung wird in der folgenden Sutra definiert als die Ausatmung, Einatmung und das Atemanhalten. Die nächste Sutra deutet den vierten Prozeß an, der nicht erklärt werden kann und der in der Yogaliteratur unterschiedlich interpretiert wird. Für mich ist es das unbewußte Fließen der bewußt eingeleiteten Atemregulierung mit der Folge des Eintritts in eine andere Dimension. Dies wird nicht jedem möglich sein und daher beschreibt Patanjali weiter den achtgliedrigen Weg und wie durch Pranayama und Asana der Rückzug der Sinne von der äußeren Welt erfolgt und wie der Geist dann auf ein gewähltes Ziel ausgerichtet wird.
Im Zustand von Pratyahara folgen die Sinne dem Geist in der Ausrichtung. Pratyahara ist kein äußeres Element mehr wie Yama, Niyama, Asansa und Pranayama sondern mehr die Brücke von außen nach innen. Yama, Niyama halten die Leidenschaften und Gemütsbewegungen in Zucht und bringen den Yogi in Harmonie mit seinen Mitmenschen. Durch Asanas bleibt der Körper gesund, beweglich, stark und ist in Harmonie mit der Natur. Yama, Niyama, Asansa sind die drei Stufen des nach außen gerichteten Suchen (bahiranga-sadhana).
Pranayama und Pratyahara lehren den Yogi die Atmung zu regulieren und die Gedanken unter Kontrolle zu halten. Wenn das Bewußtsein sich von außen nach innen wendet folgen ihm auch so die Sinne (2.55)
Durch Veränderung des Atemflusses (Pranayama) und durch das zur Ruhe bringen der Sinne, die zwar noch arbeiten aber uns nicht mehr fort ziehen können,( Pratyahara) gelangt man befreit von dem Verlangen der Sinne zu der nach innen gerichtete Suche (antaranga-sadhana).
Kapitel 3 bespricht Dharana, Dhyana und Samadhi und führen den Yogaübenden in die innersten Tiefen seiner Seele. Patanjali betont Samyama (3.4) muß Schritt für Schritt entwickelt werden (3.6) durch die drei Prozeße die in den Sutras 3.1-3.3 beschrieben werden (Dharana; Dhyana; Samadhi), diese bringen den Yogi in Harmonie mit sich selbst und dem Schöpfer. Es ist die Suche nach der Seele (Antaratma-Sadhana), schließlich befindet man sich in seiner Natur und erkennt sein Selbst (Atman), den Teil des höchsten Selbst in sich.
Wenn der Körper durch Asanas gezügelt wurde, wenn das Denken im Feuer des Pranayama sich verfeinert hat und die Sinne durch Pratyahara unter Kontrolle gebracht wurden, dann erreicht man die sechste Stufe die Dharana (Konzentration) genannt wird, die Ausrichtung auf einen Punkt, der Zustand der vollkommenen Versenkung (3.1).
Das Bewußtsein ist erweitert und verfeinert, wir sind gesammelt, gleichzeitig stabil und frei. Es folgt der Zustand der Meditation (Dhyana). Patanjali erklärt wie das Wasser die Form seines Behälters annimmt, so nimmt das Denken, wenn es einen Gegenstand betrachtet, dessen Form an (3.2). Auf dem Gipfel der Meditation geht man in den Zustand des Samadhi über.
Samadhi ist die vollständige Vereinigung mit dem was verstanden werden soll (3.3).
Körper und Sinne ruhen ähnlich wie im Schlaf, aber die mentalen Fähigkeiten und die Vernunft sind lebendig wie im Wach sein. Es gibt keinen Dualismus zwischen Erkennenden und dem Erkannten, sie sind wie Flammen miteinander verschmolzen.
In den weiteren Sutras erklärt dann Patanjali worum es bei der Praxis der Meditation geht, welche Veränderungen und Fähigkeiten der Geist mit den verschiedenen Ausrichtungen bei der Meditation erreichen kann. Fast 30 Sutras zeigen das große Potential. Patanjali warnt aber auch und sagt, in der Sutra 3.50, höchste Freiheit erlangt man durch kein Verlangen, kein Wissen und keine Fähigkeiten bzw. angestrebte Fähigkeiten. Wenn der Geist mit dem was erkannt werden will identisch ist, herrscht die höchste Freiheit. Die höchste Schau erfolgt alleine mit Blick auf den Augenblick und die Abfolge der Augenblicke (3.52).
Nachdem man Samadhi erreicht hat, geht es im vierten Kapitel darum den Zustand auf Dauer im Leben zu integrieren. Die Wirkungen reichen nun in den Alltag hinein und entwickeln sich weiter. Es entsteht Raja Yoga die immer währende Übung.
Patanjali legt besonders viel Wert auf die Wirkung des völlig klaren Geistes und in der Sutra 4.1 beschreibt er z.B. die fünf Ursachen für die außergewöhnlichen Fähigkeiten und in den folgenden die Wirkung dieser Fähigkeiten auf andere (4.4ff). Er betont, dass wer in den Zustand größter Klarheit erlangt hat im Handeln erwartungs-und absichtslos wird. Trotzdem können die Klesá im Geist weiter wirken und so auch das Handeln beeinflussen. Patanjali erklärt weitere allgemeine Grundsätze, z.B. dass der Wunsch nach Unsterblichkeit in jedem Menschen vorhanden ist; das sich jeder Gegenstand im Wandel befindet (4.14); jeder die Gestalt des Objekts anders wahrnimmt (4.15) und es von unserer inneren Ausrichtung abhängt wie wir ihn wahrnehmen (4.17).
In der wichtigen Sutra 4.18 erklärt Patanjali den Seher der unvergänglich und Meister unseres Geistes ist, der wahrnimmt aber keine Fähigkeit des Erkennens hat (4.19) und eine unabhängige Instanz ist (4.23; 4.24). Wer durch Klarheit die vollkommene Freiheit erlangt hat (4.26) der versucht in diesem erreichten Zustand zu verbleiben, da sonst der Geist dem Wandel wieder unterworfen ist (4.27).
In der Sutra 4.31 sagt Patanjali: „Wenn der Geist von allen Wolken befreit ist, ist alles verstanden und es bleibt nichts was noch erfahren werden müßte“. Wenn das höchste Ziel erreicht ist, entsteht die Freiheit, in der der Seher nicht mehr durch den Geist gefärbt ist. Die Reise ist vollendet, man ist über das Leid hinaus gelangt. Die Integration von Körper, Atem und Geist ist erfolgt. Die Fesseln des Lebens sind abgefallen die dauernde Erleuchtung ist erreicht.


Richtig leben: ... und dann tu, was du willst
Richtig leben: ... und dann tu, was du willst
von Jürgen Domian
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nada; Stille; Zen und Gedanken zu den Todsünden, 28. Dezember 2014
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und der Autor reist mit den Lesern zu einigen Philosophen, wie Kant, Seneca, Marc Aurel,usw. Er zieht auch Vergleiche zu den großen Mystikern und dem Zen wenn er sich mit den Todsünden der christlichen Lehre beschäftigt und dabei den derzeitigen Zeitgeist mit einigen kleinen Geschichten kritisch beleuchtet.
Teilweise sind die Geschichte auch etwas heftiger. Am Ende des Buches hat er den Lesern mit seiner netten Art gezeigt wie man richtig lebt: "Alles mit Maß und mit Rücksicht auf die Interessen der Andern und dabei den Weg in die Stille (bzw. Nada) nicht aus den Augen lassen."


Karl
Karl
von Paul Sahner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wenn Karl durch seine Erinnerungen galoppiert.", 11. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Karl (Gebundene Ausgabe)
Das Buch gibt einen etwas tieferen Einblick in die Welt des Designers, Fotografen, Buchhändler und Galeristen Karl Lagerfeld. Lagerfeld mag zwar keine "Conversation a bistro" (S.320) aber das Buch mit seinen 442 Seiten macht mir dann doch ein wenig den Eindruck eines eher oberflächlichen Gespräches mit einigen kleinen Höhepunkten, wie z.B. seine Erlebnisse mit der Wahrsagerin und einige seiner Gedanken.

Zum Glück äußert er sich so: "Das Glück ist eine Frage des Willens. Ich bin das Ergebnis, von all dem was ich mir vorgestellt, vorgemalt, ausgedacht habe. Was ich beschlossen habe zu sein." S.416

Zur Souveränität sagte er: "Das Geheimnis besteht darin, keine Vergleiche anzustellen. Ich vergleiche mich mit niemand, niemals."

Sein letztes Wort(S.442):
"Man darf nichts zu ernst nehmen- nur das, was man macht."


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