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4.0 von 5 Sternen
Diese Platte ist ein Marketing-Gau, 22. Januar 2010
Ende der 80er Jahre war die Glamrock-Welle mehr als 10 Jahre vorbei. Trotzdem gab es "Cinderella" und die brachten ein hervorragendes Hardrock/Heavy was auch immer Album heraus. Ja, es rockt richtig, ist sauber produziert und wenn dann der DJ "Fallin' apart" oder "Gypsy Road" auflegte ging binnen Sekunden die Post ab auf der Tanzfläche, weil... ja, weil man dabei einfach nur die hervorragende Musik genießen konnte, ohne sich schämen zu müssen, dass diese von einem Haufen schlecht gekleideter Posen gespielt wurde.
Denn selten gab es eine so große Diskrepanz zwischen hervorragendem musikalischem Inhalt und grottenschlechter visueller Gestaltung des Albums. Der Titel: Long cold winter. Man, das klingt ja mal richtig böse und heavy. Der Bandname: Cinderella. Klingt eher nach Disney, denn nach Doom. Das Frontcover: langweilig ist noch stark untertrieben. Die Bandfotos: unglaublich!
Queensryche, die einige Jahre zuvor noch ähnlich peinlich gekleidet daherkamen, hatten es mittlerweile gepeilt und mit Operation Mindcrime im gleichen Jahr nicht nur eine megageile Platte abgeliefert, sondern sich dann auch "situationsadäquat" dazu angezogen. Dazu stimmten Cover Artwork und der ganze Rest der Vermarktungsmaschine. Queensryche kennt heute noch jeder aus der Szene, obwohl die ja eigentlich nur eine richtig tolle Scheibe (und das war 1988!) gemacht haben.
Von Cinderella redet daher kaum noch jemand. Schade! Die Musik, insbesondere die auf diesem Album hier, war und ist hervorragend. Aber gestern wie heute kann man nicht ernsthaft zugeben, dass man diese Poser toll fand.
Wer weiß, was aus denen geworden wäre, wenn die zur richtigen Zeit den richtigen Manager gehabt hätten...