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Rezensionen verfasst von
S.H.

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Die Karte der Welt
Die Karte der Welt
Preis: EUR 11,99

38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Fantasyoffenbarung, kann aber unterhalten, 23. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Karte der Welt (Kindle Edition)
Obwohl die Kurzbeschreibung des Buches durchaus zutrifft, klingt sie ein wenig epischer, als die Geschichte dann tatsächlich ist, was mich persönlich zumindest enttäuscht hat.

Anfänglich haben wir eine klassische Ausgangssituation für (Jugend-)Fantasy: Der jugendlich naive Held, der seine Heimat verlässt ohne zu wissen, welche Kräfte in ihm schlummern, sieht sich bald gezwungen mit einer recht bunt zusammengewürfelten Truppe um sein Leben zu kämpfen. Die Gruppe besteht ebenfalls aus den typischen Gestalten von Schwertkämpfer, Dieb, Magier, Adliger Dame etc. und der simple Schreibstil unterstreicht das Jugendbuch/Kinderbuch-Feeling noch ein wenig.

Dies steht jedoch im krassen Kontrast zu den sehr blutigen Kämpfen und Brutalitäten der Feinde. Es entwickelt sich auch keine „Außenseiter raufen sich zusammen und retten die Welt Story“, wie man zu Beginn glauben mag. Eigentlich handelt diese Geschichte nur von der Flucht völlig überforderter Charaktere durch ein ihnen unbekanntes Gebiet.
Und das lässt die Geschichte auch ein wenig langwierig erscheinen, da es nie so scheint, als würden die Protagonisten tatsächlich mal etwas unternehmen und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Auf die Charaktere und ihre Beziehungen wird nur spärlich eingegangen, weswegen der Leser keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen kann. Auch entwickelt sich keiner wirklich weiter oder bricht aus seiner Rolle aus. Versuche, Tiefe und Hintergründe einzelner Personen auszuarbeiten, wurden wohl vom Autor unternommen, aber überzeugen konnten diese auch nicht.

Die Protagonisten sind die ewig gejagten, die von den Geschehnissen einfach mitgerissen werden, was die Geschichte ein wenig zäh erscheinen lässt. Im Gegensatz hierzu erscheint der Schluss dann hastig und übereilt, die wenigen offenen Fragen, die es gab, wurden schnell und auf einfache Weise geklärt und nach einem nichtssagenden Epilog, ist man geneigt, dem Autor vorzuwerfen, dass er es sich recht leicht gemacht hat.

Das Buch lässt einen Leser, der eine ausgefeilte Story mit vielschichtigen Charakteren und einer komplexen Welt erwartet, enttäuscht zurück. Wer jedoch nur ein Buch mit einfachem Plot, blutigen Auseinandersetzungen und klar verteilten Rollen sucht, ist hier wohl ganz gut bedient.


Falaysia - Fremde Welt: Band I
Falaysia - Fremde Welt: Band I
Preis: EUR 2,99

18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Selbst 99 Cent sind noch zu viel, 22. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit einem Buch, dass nicht mehr als einen Euro kostet, kann man nicht viel falsch machen, dachte ich mir, als ich mir Falaysia geholt habe. Auch waren die Rezensionen durchweg positiv und das Buch hatte ja sogar einen Preis gewonnen.
Nach der Lektüre frage ich mich jedoch wieso und bereue den Kauf.

Der Schreibstil ist im besten Fall schlicht, im schlimmsten plump geraten. Gerade als am Anfang die fremde Umgebung, in der Hauptperson Jenna sich wiederfindet, beschrieben werden soll, drängte sich mir doch die Frage auf, ob die Autorin auch noch weitere Adjektive außer "mittelalterlich" kennt.
Aber während sie wohl bei Städten und Landschaften eher auf die Phantasie und Kreativität des Lesers setzt, geht die Autorin bei der Charakterbeschreibung der Protagonisten lieber auf Nummer sicher. Ob nun äußerlich (alle drei Hauptpersonen sehen gut aus und Jenna hat sowieso den tollsten Körper) oder auf innere Werte bezogen. Da fallen für Jenna Worte wie "gut, verzeihend, sanft, offen und fast schon naiv" , aber sie ist auch geplagt von fehlendem Selbstvertrauen, obwohl sie sich ja attraktiver als viele andere findet und später wird sie auch noch als "dickköpfig und eigensinnig" beschireben. Das alles eigentlich nicht zusammen und schon gar nicht zu ihrer Handelsweise passt, wird in dem Buch einfach übergangen. Sonderlich konsequent ist sowieso kein Charakter ausgearbeitet, Marek, der uns zu Anfang als der böseste aller Bösen vorgestellt wird, mutiert irgendwann zum charismatischen, charmanten gar-nicht-so-bösen Bösewicht. Oder soll das zumindest werden. Auf Leon gehe ich gar nicht erst ein, der ist sowieso nur Murks.

Die Story ist einfach und dennoch bleibt vieles ungeklärt und völlig auf der Strecke und Logik vermisst man auch des öfteren. Alles soll Ursache eines Spiels sein. Sinn und Zweck des Spiels werden aber nie erläutert und selbst Jenna, die ja Opfer dieses Spiels wird, scheint sich nicht sonderlich dafür zu interessieren. Überhaupt scheint die ganze Hintergrundgeschichte recht unausgearbeitet, es wirkt beinahe so, als hätte sich die Autorin gedacht "Was andere können, kann ich auch!" und um anstrengende Recherchen zu vermeiden hat sie sich schnell aus gängigen Klischees eine Fantasy-Welt gebastelt. Heraus kam eben eine lustlos erzählte Geschichte mit uninteressanten Charakteren und flacher Handlung.

Man hat den ersten Band recht schnell durch, so habe ich wenigstens nur einen Nachmittag daran verschwendet.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 11, 2014 10:57 AM CET


Veronika beschließt zu sterben. Roman
Veronika beschließt zu sterben. Roman
von Paulo Coelho
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Küchenweisheiten und Langeweile, 13. April 2013
Es war mein erstes Coelho-Buch. Und ich weiß noch nicht, ob es nicht auch mein letztes gewesen sein wird.

Ich bin kein Freund von kafkaesken Erzählweisen oder gut versteckter Subtilität, aber dennoch muss man mir nicht auf jeder Seite die simplen Aussagen dieses Buches entgegenschreien und dann auch noch mehrmals auf recht unoriginelle Art diese erklären.

Sicherlich, Erkenntnisse wie "man weiß erst, was man hat, wenn man glaubt, es zu verlieren" und dass "Normal" und "Verrückt" von der Gesellschaft definierte Begriffe sind, die es manchmal zu durchbrechen gilt, wenn man seinen eigenen Weg gehen möchte, sind nicht unbedingt falsch. Aber eben auch nicht neu. Und wie bei einem Geschenk, dessen Inhalt bereits bekannt ist, muss dann eben wenigstens die Verpackung kreativ sein. Die Story und die Charaktere überzeugen jedoch nicht und begeistern noch weniger und der simple Schreibstil tut sein übriges um das kurze Buch dennoch lang und zäh erscheinen zu lassen. Und das, obwohl man nicht mal seinen Verstand anstrengen muss. Oder vielleicht gerade deswegen.


Bodenstaubsauger Cyclone Zyklon Beutellos Melissa 640-277 NEU!!
Bodenstaubsauger Cyclone Zyklon Beutellos Melissa 640-277 NEU!!

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genau, wie erwartet, 6. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Staubsauger wurde als "Übergangsstaubsauger" für eine relativ große Wohnung (110m²) gekauft, da nur für einen kurzen Zeitraum ein Staubsauger benötigt wurde. Dementsprechend waren keine hohen Erwartungen an ihn gesetzt.

Er hat nur einen Knopf zum Ein-und Ausschalten, man kann also nicht die Saugstärke regulieren. Dafür gibt es zwei Aufsätze für Boden und Zwischenräume, so wie ausfahrbare Bürsten beim Bodenaufsatz. Er kann somit sowohl bei Fliesen und Teppich eingesetzt werden.
Er ist leicht und handlich, allerdings sehr laut und das Aufrollen des Kabels geschieht per Hand, nicht automatisch.

Der Behälter ist ausreichend groß, man konnte dreimal die komplette Wohnung durchsaugen, bevor er das erste Mal geleert wurde. Das Leeren ist jedoch nicht ganz so simpel, da sich Fussel und Staub um den eingebauten Ventilator winden.

Kurzum: Wer wirklich nur einen Staubsauger braucht, der ab und an mal saugen muss und kein Produkt fürs restliche Leben sucht, ist hier gut bedient.


Books & Braun: Das Zeichen des Phönix
Books & Braun: Das Zeichen des Phönix
von Pip Ballantine
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teilweise unterhaltsame Klischees, 22. August 2012
Sicher, nach etwas ganz Neuem klingt schon der Klappentext nicht und eine Steampunk-Offenbarung habe ich auch gar nicht erwartet, aber etwas pfiffiger hätte man mit den Klischees, die auf jeder Seite zu finden sind, schon umgehen können.

Ein wenig wirkt es, als hätten sich die Autoren einen Wikipedia-Artikel zu Steampunk durchgelesen und die einzelnen Punkte der Reihe nach abgearbeitet um ihre Welt zu kreieren. Natürlich sind wir im viktorianischen England, es gibt Computer ähnelnde Maschinen, zum Teil seltsame anmutende Kleidung und -selbstverständlich- Flugschiffe. Nichts neues hier.
Auch bei den Hauptpersonen hat man sich eher auf altbewährtes verlassen; beide sind wie Tag und Nacht, können sich zu Anfang nicht leiden, müssen aber zusammenarbeiten. Dass sich hier bald eine kleine, verkappte Romanze anbahnen wird, weiß der Leser schon nach dem zweiten Kapitel.
Storymäßig ist ebenfalls keine Überraschung zu erwarten, die Helden kämpfen gegen eine Geheimorganisation, die die Weltordnung ändern möchte, kennt man, ist so originell wie die böse Stiefmutter.

Aber das ist ja alles gar nicht so schlimm, auch Abgedroschenes kann man mit kleinen Twists in der Story und einem flotten Schreibstil wieder aufpolieren, aber genau da hakt es dann. Die Charaktere bleiben nie mehr als ein wandelnde Klischees auf z vier Beinen. Sie bekommen nicht eine Eigenschaft, die sie ein wenig aus den Schubladen von "sexy Actionheldin" und "steifer Engländer" herausholen könnten, gerade Eliza wird schnell langweilig, da sie die typische Superfrau zu sein scheint. Sie kann alles, ist abenteuerlustig, klug, verdreht allen den Kopf, kann sich anpassen, hat starke Mutter- und Beschützerinstinkte, ist selbstbewusst, mitfühlend - kurz: zu perfekt. Selbst ihre angeblichen Makel und Macken werden als positiv und hilfreich dargestellt. (Schließlich ist es ihrer Sturheit zu verdanken, dass der Fall ins Rollen kommt). Auch ihre ständigen Bemühungen, ihren Partner Wellington mit Zweideutigkeiten aus dem Konzept zu bringen, entlocken einem zu Anfang vielleicht noch ein gnädiges Schmunzeln, schnell kann man aber nur noch entnervt mit den Augen rollen.

Trotz aller Kritik werde ich den nächsten Band jedoch mal anlesen. Denn, betrachtet man den ersten Band als zu lang gearteten Prolog, könnte sich vielleicht (!) eine interessante Story entwickeln, die im ersten Band mit kleinen Andeutungen und kurzen Zwischenspielen eingeleitet wurde. Allerdings macht mir die Beschreibung des zweiten Bandes wenig Hoffnung.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 27, 2013 4:32 PM MEST


Der Pfad der Winde: Roman
Der Pfad der Winde: Roman
von Brandon Sanderson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Handlung Top..., 7. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Pfad der Winde: Roman (Gebundene Ausgabe)
aber wer des Englischen mächtig ist, sollte auf die Originalausgabe zurückgreifen. Nicht nur die Tatsache, dass ein Buch in zwei aufgeteilt wurde, auch die Übersetzung ist furchtbar. Und damit meine ich wirklich offensichtliche Fehler, und nicht irgendwelche Kleinigkeiten. Es fehlen meist ganze Wörter in Sätzen, Namen sind immer wieder anders geschrieben oder wurden falsch eingefügt, sodass aus pfiffigen Dialogen plötzlich merkwürdige Monologe werden. Kurz, die Deutsche Ausgabe hindert ein wenig den Lesespaß. Und den hat man bei diesem Buch eigentlich.

Im ersten Band wurde man noch mitten in ein Geschehen einer Welt geworfen, die so voller unbekannter Details und Begriffe ist, dass man sich kaum zurecht fand. Zeitsprünge, mehrere Handlungsstränge verschiedenster Personen und natürlich das "Reglement" der Sturmwelt sind einfach nur verwirrend. Doch dank Sandersons fesselnden und Stil blättert man begeistert Seite um Seite um, und langsam entfaltet sich eine Geschichte, die genial werden könnte, wenn Sanderson alles richtig macht.

Und mit dem zweiten Teil hat er noch alles richtig gemacht. Ja sicher, es ist eigentlich immernoch ein Band, aber durch die enorme Länge hatte der Autor viel Spielraum, einiges zu vermasseln. Tat er aber nicht, gegen Ende zieht die Geschichte an. Während ich zu Anfangs nur Kaladin interessant und vorallem Schallans Geschichte sehr anödend fand, hat auch diese eine sehr interessante Wendung genommen. Einige Handlungsstränge sind zusammen gekommen, man hat ein paar Antworten bekommen, aber genauso viele neue Fragen wurden aufgeworfen, weswegen man gespannt auf den nächsten Band warten kann.

Was abschrecken könnte, ist die enorme Länge. Der erste Teil (beide dt. Bände) braucht lang, bis er den Leser soweit hat, dass er die einzelnen Beweghintergründe versteht und wirklich voll und ganz in der Sturmwelt eingetaucht ist, weswegen ab und an die Handlung etwas verloren zu gehen scheint. Ob die geplanten 10 Bände also wirklich eine gute Idee sind, oder es dazu führen könnte, dass man sich durch viele Passagen quälen muss, bleibt abzuwarten.


Dissolution (The Shardlake Series)
Dissolution (The Shardlake Series)
von Christopher J. Sansom
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,93

4.0 von 5 Sternen Fesselnder Historien-Krimi, 13. März 2011
Selten habe ich einen so sympathischen Charakter in einem Buch angetroffen, dessen Verhalten und Handlungsweise eigentlich immer schlüssig und nachvolziehbar ist. Matthew Shardlake, ein Anwalt mit vielen menschlichen Schwächen und Stärken, ist aber genau so ein Charakter. Es ist faszinierend zu lesen, wie er versucht mit seinem Verstand einen verworrenen Mordfall zu lösen und nicht nur an der Unschuld einiger Zeugen, sondern auch an seiner eigenen Überzeugung und seinem Herrn, Lord Cromwell zu zweifeln beginnt.
Der Fall selbst braucht ein wenig, um ins Rollen zu geraten, viel fastzinierender ist vorerst die Charakterentwicklung und die Darstellung der damaligen recht turbulenten Zeit.

Einziger Schwachpunkt ist der Schreibstil, der manchmal ein wenig unausgereift und wiederholend wirkt. Manche Äußerungen oder Erklärungen sind Unnötig bzw. wurden bereits eine Seite zuvor erwähnt.
Allerdings stört das nicht das Lesevergnügen.
Ich würde dieses Buch auch denen empfehlen, die weniger an Krimis und mehr an Historienromanen interessiert sind.


Hundred-Thousand Kingdoms (Inheritance Trilogy)
Hundred-Thousand Kingdoms (Inheritance Trilogy)
von N K Jemisin
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,52

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gute Ansätze, aber..., 20. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich eigentlich fast ausschließlich positive Rezensionen zu diesem Buch gelesen hatte und mir die Beschreibung auch zusagte, habe ich mir das Buch für eine Reise gekauft. Und der Mangel an alternativen Lesemöglichkeiten war auch wohl der einzige Grund, warum ich das Buch nicht schon nach den ersten 100 Seiten weggelegt habe.

Der Schreibstil und die Grudidee sind innovativ und brechen mit vielen "Regeln" des Fantasy-genres, weswegen ich den einfachen Stil zuerst als sehr erfrischend zu lesen empfand. Allerdings wurde aus "erfrischend" schnell "naiv und plump". Viele Überraschungsmomente oder Höhepunkte werden durch den Schreibstil zerstört und hinterlassen nichts als einen faden Beigeschmack beim Lesen.
Tatsächlich schien das Buch mehr aus Dialogen, als aus beschreibenden Text zu bestehen, weswegen es zwar sehr dynamisch wirkt, aber eben kaum Zeit für Spannungsaufbau lässt.
Auch die ständigen Wiederholung werden schnell nervig, man muss nicht bei jedem Möbelstück erwähnen, dass das Holz dazu wohl aus der Heimat des Hauptcharakters stammt.

Die Charaktere, allen voran der Hauptcharakter, wirken auf den ersten Blick komplex und vielschichtig, werden aber dennoch nie genauer behandelt und mit wiederkehrenden Beschreibungen zur ewigen zweidimensionalität verdammt.
Auf jeder Seite so scheint es, wird vom neuen betont, wie schön, aber gefährlich Nahadoth ist, dass Sieh ein Kind und doch keines ist und der Hauptcharakter mit der Lebensweise der Arameri nicht zurechtkommt. Ale anderen Charaktere schienen der Autorin zu uninteressant, als dass sie sie mit mehr als zwei Sätzen gewürdigt hätte.

Die Idee selbst ist gut, man hätte viel aus ihr heruasholen können, tat es aber nicht. Die "Intrigen", die der Rückentext verspricht, sind ein/zwei vorhersehbare Gemeinheiten der relativ flachen Gegenspieler, nichts, was einen in Atem hält oder mit Spannung die Aufflösung von allem erwarten lässt, die Charaktere, allen voran die "Bösen", flach und unausgearbeitet und der eigentliche Plot geht in dem selstam verqueren Liebesgedöns des Hauptcharakters unter.

Alles in allem hat mich das Buch gelangweilt und ich wurde an eine beliebte Vampirromanreihe erinnert, die ebenfalls weder durch eine ausgeklügelte Story noch durch den Stil des Autors glänzt.

Fans von Fantasy, die die Geschichten von Autoren wie Robin Hobb, Patrick Rothfuss, Scott Lynch oder v.Brett lieben, sollten vielleicht erst ein/zwei Kapitel hineinschnuppern, bevor sie sich dieses Buch zulegen.


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