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Rezensionen verfasst von
Jochen Hauke Wiemer "suicider_666"
(REAL NAME)   

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Gloria
Gloria
Preis: EUR 10,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super-Bolzen, 29. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Also was die Herren aus Leipzig da abgeliefert haben ist ja ein Hammer-Teil geworden! Daß es etwas völlig anderes werden würde, hat sich ja schon im Vorfeld abgezeichnet und bei mir nicht gerade für Wohlbehagen gesorgt. Allerdings haben die ersten Töne von "The Black Sea" aus einem der Trailer der Band-Homepage schon so hypnotisierend gewirkt, daß sich das Gefühl schnell in Neugier verwadelte.

Und dann konnte ich den Track und sein Gefolge endlich in voller Länge hören. Wahnsinn! Dieses Album ist nicht jedermanns Sache, was sich in hitzigen Diskussionen in meinem Freundeskreis deutlich macht. Aber wenn man sich die Ruhe nimmt, sich mit der Unruhe dieser Scheibe zu beschäftigen wird schnell klar, daß es selten ein Album gab, bei dem alles in sich so stimmig ist wie bei diesem.

Auch wenn ich selber der Meinung bin, daß das Voice-Filtering mit Distortion mittlerweile jeder Band verboten gehört (ich hoffe Steven Wilson liest das nicht...), sollte man Disillusion noch einmal die Ausnahme gönnen, da es bei Tracks wie "Don't Go Any Further" oder dem Titelsong einfach passt und für wunderbare Kontraste sorgt, von denen es auf dieser Platte nur so wimmelt.

Was gibt es instrumental zu erwähnen? Also gitarrenmäßig gibt es eine Fülle von Sounds zu hören. Produktionstechnisch kommt die Platte eh einiges klarer rüber, als der zeitweilig etwas dumpfe Vorgänger. Aber jedes Riff klingt vom Grundsound her anders. Während die beiden oben erwähnten Songs mit eher Industrial-mäßigen Wänden daher kommen, erinnert mich Avalanche an Anfang 90er Black-Metal Epen aus Norwegen. Diese Eindrücke bleiben aber nie lange bestehen, da sich die Songs im Halbminuten-Takt weiterentwickeln und dann ist auch schon wieder alles vorbei.

Viele Gitarren-Verfremdungen und Keyboard-Sounds sorgen für einen sehr modernen Gesamt-Eindruck. Am Anfang war ich etwas entäuscht,daß Chöre, Streicher und Bläser ebenfalls synthetisch sind. Allerdings hätte alles andere dieses Album zu fett und überlaufen gemacht und die Tatsache, daß es Samples sind, passt in das Gesamt-Konzept.

Eine geniale Spielerei sind die Wassertropfen bei "Untiefen", die eine kleine Melodie zu spielen scheinen.

Also liebe Leute, wagt Euch doch bitte einmal an diese Platte ran. Diese Band ist so wichtig für progressiv ausgerichtete Musikliebhaber! Es lohnt sich. Ich hoffe diese Band dieses Jahr noch live sehen zu können, da ich sehr gespannt auf die Bühnen-Umsetzung dieses Super-Bolzens bin.


Doomsday Machine-Ltd.Edition
Doomsday Machine-Ltd.Edition
Preis: EUR 22,79

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nochmal die Kurve gekriegt!, 22. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Doomsday Machine-Ltd.Edition (Audio CD)
Nachdem Arch Enemy auf "Anthems Of Rebellion" für mein Verständnis wenig Neues zu biete hatten, kriegen sie mit diesem Schmuckstück wieder die Kurve.
Los geht's mit dem Instrumental "Enter The Machine", was eine sehr schöne Melodie bietet um gleich danach von "Taking Back My Soul" mit hartem Metal-Riffing und einem ur-schwedischem Mittelteil abgelöst zu werden.
Der Gesang von Angela Gossow klingt dieses Mal aufgrund der Verwendung eines Handmikros für die Gesangsaufnahmen um einiges rauher und dadurch noch fieser.
"Nemesis" ist eine klassische AE-Nummer und daher wundert es nicht, daß zu diesem Song ein nettes Video gedreht wurde, welches auf der Bonus-DVD zu finden ist.
"My Apocalypse" bietet ein paar klinische Soundeffekte und einen verträumten Gitarrenpart am Ende und reiht sich mit "Carry The Cross" in eine Midtempo-Passage auf dem Album ein.
"I Am Legend/Out Of Blood" geht mit einem gepflegten Schweden-Riff und einem geilen Blastpart mächtig nach vorne los. Generell besinnen sich die Amott-Brüder Gitarrenmäßig wieder einmal auf die alten Tugenden. Solos erwünscht!!! So soll es sein! Auch die Herren D'angelo und Erlandsson können erneut an Bass und Schlagzeug überzeugen.
"Skeleton Dance" setzt das Riff-Festival fort und wird vom zweiten Instrumental (inzwischen fast schon AE-Standard) gefolgt. "Hybrids Of Steel" kommt mit einer leicht orientalisch anmutenden Melodie und Soli vom Allerfeinsten daher.
Das Finale wird aus dem Dreier "Mechanic God Creation", "Machtkampf" (superfeister Song) und "Slaves Of Yesterday" gebildet, wobei nochmal klar wird, daß Arch Enemy musikalisch in der oberen Liga allemal mit dabei sind. Leicht progressives Riffing und technische Sauberkeit par exelance!
Ein weiteres Mal drückt einen die Mischung von Andy Sneap voll in den Sessel und am Ende bleibt mir als Fazit eindeutig die Festsellung, daß Arch Enemy immer noch gute Platten machen können und nicht wie viele andere Bands auf einen Modernisierungszug mit Aufschrift "Ami-Metal" aufgesprungen sind und ihrem Stil treu bleiben, ohne altmodisch zu klingen.
Bleibt nur zu hoffen, daß Frau Gossow das Touren dieses Mal besser bekommt und nicht wie beim letzten Mal Kurzkonzerte unter einer Stunde Ihrer Stimmbänder zuliebe die Regel sind.
Wenn frau es nicht kann, soll sie's lassen!!!


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