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Rezensionen verfasst von
J. Portram "jportram3" (Niedersachsen)

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NIEDERSACHSEN - Pferde, Stärken und Meer: Das Land und seine Geschichte
NIEDERSACHSEN - Pferde, Stärken und Meer: Das Land und seine Geschichte
von Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut zu lesen, 4. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das vorliegende Buch schließt eine wichtige Lücke: Es gibt nämlich leider bisher kaum Bücher zur Geschichte dieses interessanten und vielfältigen Bundeslandes, das leider oft unterschätzt wird oder lediglich als Teil eines größeren Einheitsbreis namens "Norddeutschland" wahrgenommen wird. Und das, obwohl es mit Schleswig-Holstein, Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern nie eine Einheit gebildet hat, dafür aber im Gegensatz zu diesen beispielsweise auch große katholisch geprägte oder mittelgebirgige und so gar nicht "typisch norddeutsche" Regionen umfasst.
Das vorliegende Buch beleuchtet in ansprechend aufbereiteter Form und in kurzen reichhaltig bebilderten Kapiteln die Geschichte Niedersachsens, die vor allem die Geschichte seiner teils sehr unterschiedlichen Regionen und - oft erst kürzlich zugewanderten - Bevölkerungsgruppen ist. Behandelt werden die alten Sachsen, von denen das Bundesland letztlich seinen Namen hat, aber auch die hier früher schon ansässigen Friesen und Elbslawen. Es folgen Kapitel über das Mittelalter, den Dreißigjährigen Krieg und die Geschichte der vier Länder, aus denen schließlich Niedersachsen entstanden ist: Hannover (das bei weitem größte dieser Länder), Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe. Ebenso wird die Wirtschaftsgeschichte und der für dieses Land sehr bedeutsame Aspekt der Nachkriegsflüchtlinge und anderen Zuwanderer behandelt, die mit ihren Nachkommen einen nicht nur zahlenmäßig sehr wesentlichen und auch prägenden Teil der heutigen Einwohnerschaft Niedersachsens bilden. Insgesamt ein sehr lohnendes Buch für denjenigen, der an Land und Leuten interessiert ist.


Das Königreich Hannover: Kleine Geschichte eines vergangenen deutschen Staates
Das Königreich Hannover: Kleine Geschichte eines vergangenen deutschen Staates
von Mijndert Bertram
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Interessant, 16. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch erläutert sehr interessant die leider weitgehend unbekannte Geschichte des wichtigsten Vorläuferstaates des heutigen Niedersachsen, des Königreiches Hannover. Als Königreich bestand es von 1814 bis 1866, nachdem aus dem traditionsreichen Kurfürstentum Hannover hervorging. In diese Zeit fallen Ereignisse wie die Restaurationsphase nach den napoleonischen Kriegen und die Revolutionsjahre 1848. Nach dem verlorenen Deutschen Krieg 1866 wurde das Land Hannover - ungesetzlich! - von Preußen annektiert und blieb 80 Jahre preußische Provinz. Erst 1946 wurde das Land Hannover unter britischer Besatzung wieder eigenständig, bevor es sich mit kleineren Nachbarländern zum heutigen Land Niedersachsen zusammenschloss, dessen Hauptteil es mit ca 85% der Fläche stellte.


Niedersachsen. Das Land und seine Geschichte in Bildern, Texten und Dokumenten
Niedersachsen. Das Land und seine Geschichte in Bildern, Texten und Dokumenten
von Dieter Brosius
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner Geschichtsband, 16. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch fasst sehr schön die Geschichte Niedersachsens und seiner Vorgängerländer zusammen. Das heutige Bundesland Niedersachsen wurde 1946 aus der Vereinigung des Landes Hannover (ca. 85% des heutigen Niedersachsen) und des damit historisch eng verbundenen "Schwesterstaates" Braunschweig mit Oldenburg und Schaumburg-Lippe gebildet. Hannover und Braunschweig wurden über viele Jahre von der welfischen Dynastie regiert. Beide Länder hatten bereits das Wappen, das heute vom Land Niedersachsen verwendet wird.

Niedersachsen wird heute oft als eher junges, gesichtsloses Bundesland und als Teil eines nicht näher umrissenen "Norddeutschland" wahrgenommen, obwohl es beispielsweise mit Hamburg oder Schleswig-Holstein nie eine Einheit bildete. Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover wird ebenfalls regelmäßig in seiner Bedeutung unterschätzt. Es werden in Niedersachsen zwar lokale, aber kaum gesamtniedersächsische Traditionen gepflegt und die Landespolitik hat seit jeher eher das Erscheinungsbild einer trockenen, gesichtslosen Verwaltungsinstanz, während in anderen deutschen Regionen (z.B. in Bayern, Sachsen) bis heute ein ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein gepflegt wird.

Gerade über die Geschichte des traditionsreichen niedersächsischen Kernlandes Hannover, das seit dem Mittelalter bestand, 1866 von Preußen annektiert und erst nach 80 Jahren wieder durch die Britische Besatzungsmacht eigenständig wurde, bevor es sich mit seinen kleineren Nachbarn zum heutigen Niedersachsen vereinte, ist heute kaum etwas bekannt. Das Land Hannover besaß langjährige engste Verbindungen nach England, das von einem gemeinsamen Monarchen in Personalunion regiert wurde. Das vorliegende Buch zeigt, dass auch Niedersachsen eine lange Geschichte besitzt, die man wiederentdecken sollte. Daher besetzt dieses Buch auf jeden Fall eine sehr wichtige Lücke.


Österreich-Ungarn: Das Habsburgerreich von 1867 bis 1918
Österreich-Ungarn: Das Habsburgerreich von 1867 bis 1918
von Zsuzsa Gaspar
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Überblick, 24. August 2009
Dieses Buch bietet einen interessanten Überblick über die verschiedensten Bereiche der früheren Donaumonarchie. Dieser Überblick reicht vom Thema Geografie über Bevölkerung, Wirtschaft bis zu Themen wie Kunst, Kultur und Problemen des Reiches - oder besser: der Reiche. Die Autoren legen schlüssig dar, dass die Donaumonarchie weder ein Land noch zwei Länder (Doppelmonarchie) war, sondern dass sie vielmehr eine fast zufällige Ansammlung verschiedenster Länder war, die letztendlich nur durch die gemeinsame Herrscherdynastie (und hier wesentlich durch die Person Kaiser Franz Josefs I.) zusammengehalten wurden und auch eine polyzentrische Struktur aufwiesen. Wien und Budapest als die beiden Residenzstädte waren nämlich keineswegs die einzigen Zentren dieses Länderkonglomerats. Das, was damals als Österreich bezeichnet wurde (übrigens offiziell erst sehr spät - vorher war von den "im Reichsrat vertretenen Ländern" oder "Cisleithanien" die Rede), hat mit dem heutigen Österreich nur sehr wenig zu tun: Die heutige Republik Österreich bildete lediglich eher fast schon einen - wenn auch landschaftlich schönen - Randbereich der früher cisleithanischen Reichshälfte mit einer ethnisch weitgehend homogenen Bevölkerung und der nun randständigen ehemaligen Residenz Wien, die noch lange nach Zerfall der Monarchie als "Wasserkopf" bezeichnet wurde.
Abstriche muss man an diesem Buch leider aber trotzdem machen: Da die Autoren hauptsächlich Ungarn sind, kommt die cisleithanische Reichshälfte in dieser Darstellung oft zu kurz. Außerdem mangelt es oft an der Übersetzung. So wird die in einigen Sprachen unübliche, aber im Deutschen eben schon wichtige Unterscheidung zwischen "tschechisch" und "böhmisch" sehr locker gehandhabt. Hitler wurde angeblich von Hindenburg als "tschechischer Korporal" bezeichnet (tatsächlich wurde er als "böhmischer Gefreiter" bezeichnet). Insgesamt bekommt das trotzdem sehr schöne Buch von mir vier Sterne.


Eine Weihnachtsgeschichte
Eine Weihnachtsgeschichte
von Johanna Amthor
  Broschiert
Preis: EUR 6,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungen, 3. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Weihnachtsgeschichte (Broschiert)
In dieser vorliegenden Weihnachtsgeschichte von J. Amthor wird erzählt, wie der alte Herr Weigel seinen Heiligen Abend verbringt. Da er seit genau zwei Jahren Witwer ist und er sehr unter seiner Einsamkeit leidet, ist dieser Tag für ihn zunächst alles andere als schön. Durch eine Verkettung von Zufälligkeiten gelangt er ausgerechnet in das Krankenhaus, in dem seine Frau verstorben ist. Dort geht eine Wandlung in ihm vor, er beginnt, einen neuen Zugang zum Weihnachtsfest zu finden.


Tod in Breslau: Roman
Tod in Breslau: Roman
von Marek Krajewski
  Taschenbuch

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein polnischer Krimi, 11. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Tod in Breslau: Roman (Taschenbuch)
Dieser polnische Krimi spielt im damals deutschen Vorkriegs-Breslau, in Nebenschauplätzen auch in Berlin, Dresden und in Vorkriegspolen. Ein dreifacher Mord in einem Zug ruft den Breslauer Kriminalrat Mock, der in einer unbefriedigenden Ehe lebt, sowie seinen aus Berlin zubeorderten Assistenten, einen Alkoholiker, auf den Plan. Im Laufe der Ermittlungen, in die die politischen Entwicklungen der frühen dreißiger Jahre hineinspielen, wird eine Vermengung aus Unterwelt, staatlich gestützter Gewalt, orientalischen Sekten und Rotlichtmilieu geschildert, durch den sich die Hauptfiguren kämpfen müssen. Im Verlauf der Geschichte entdecken und entwickeln sie ihre Eigeninteressen, die sie ebenfalls zunehmend gegen die Staatsgewalt, die ihnen zunehmend zuwider ist, durchsetzen.
Ein beeindruckender Kriminalroman aus unserem Nachbarland, der auf mehr hoffen lässt.


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