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Repo von I know your Game

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Chaos auf Deponia
Chaos auf Deponia
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rufus, der Rebell, der Chameur, unser Held, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Chaos auf Deponia (Computerspiel)
Goodbye Deponia, der vorerst letzte Teil der Daedalic-Trilogie ist erschienen und bietet den Fans des Müllplaneten einen actionreichen und spannenden Abschluss der Point-and-Click-Reihe. Rufus schafft es mal wieder seinem selbst kreiertem Chaos noch die Krone aufzusetzen und sich selbst zu klonen. Ob drei Rufusse dem Schlusstitel gut tun oder das Chaos überhand nimmt, haben wir für euch getestet.

Deponia steht kurz vor seinem Ende und Rufus hat nicht mehr viel Zeit, seine Heimat vor dem Untergang zu bewahren. Als Cletus verkleidet schafft er es nun endlich mit Goal in den Hochbahnkreuzer der Organon einzuziehen. Wie wir unseren Rufus kennen, kann er seine Füße keine fünf Minuten still halten und verursacht ein Chaos auf dem Kreuzer, dass die Verkleidung auffliegt und er von Goal getrennt wird. Um alles noch konfuser zu gestalten, trifft der meistgehasste Deponianer auf eine Klonmaschine und verdreifacht sich. Ab diesem Punkt spalten sich die Handlungsstränge in drei Zweige ab, der eine spannender als der andere. Ob Rufus (und wenn ja, wieviele) und Goal es schaffen, Deponia vor der Detonation zu beschützen oder ob alle Mühe umsomst war, verrate ich euch nicht. Jedoch muss ich gestehen, dass das Ende mich nicht vollkommen überzeugen konnte und ich etwas enttäuscht zurückgeblieben bin.

“Na klar, die Operation ist ein Klacks für mich, ich bin immerhin Chicorée!”
Die größte Stärke dieses Spieles, und auch seiner Vorgänger, ist der sarkastische und unverbrauchte Humor, den vor allem Rufus allen voran lebt. Goodbye Deponia ist eines der wenigen Spiele, die ich nennen könnte, in dem man jede Dialogoption oder Kombinationsmöglichkeit von Inventarobjekten ausprobieren sollte. Wer nur durch das Spiel huscht, verpasst fantastisch geschriebene Dialoge und extrem lustige Sprüche. Durch die perfekt ausgewählten Synchronsprecher gewinnen alle Charaktere an Lebendigkeit und Farbe. Die kreativste Szene wird Bozos Familienhaus sein, das einer Sitcom ähnelt. Jeder Spruch eines Familienmitgliedes wird mit einem Lacher oder Beifall untermalt und macht die Sitation herrlich ironisch.

Das Gameplay ansich besteht, wie bei den ersten beiden Titeln auch, aus Dialogen, Minigames und Point & Click-Rätseln. Die Minigames sind für die Auflockerung der regulären Handlungsrätsel verantwortlich. In diesem Teil sind sie leider jedoch nicht optimal gelungen. Zum Teil bestanden sie nur aus Trial & Error und wirkten dadurch ein wenig nervig, wenngleich sie nicht an Humor eingebüßt haben. So muss man die Noten der Organonhymne auf einem Notenblatt richtig ordnen, einen Bandwurm aus Cletus herausoperieren oder ihn à la Mission Impossible von der Decke herunterseilen und darf ihn dabei nicht gegen Kaktus oder Stromleitung stoßen lassen.
Die regulären Rätsel sind gewohnt knifflig und kreativ, jedoch stehen der Lösung einige Logikfehler im Weg, die zum Teil ärgerlich sein können. Zum Ende hin ändert sich leider die Herangehensweise und die Rätsel werden plumper, ohne Ausweichmöglichkeiten. Dieser Wandel fühlt sich untyisch für die Reihe an und trägt zur Enttäuschung bei, die sich nach dem Ende breit macht. Vielleicht will man an dieser Stelle keine Spannung einbüßen, es fällt jedoch leider zu schwer ins Gewicht, als dass man es komplett unbeachtet lassen kann.

Das Besondere am dritten Teil der Trilogie ist die dreigeteilte Perspektive, mit der man nach etwas mehr als der Hälfte die Handlung durchspielt. Die drei Rufus-Klone stecken in jeweils prikären Situationen, die jeder für sich lösen muss. Nach und nach wird das Austauschen untereinander freigeschaltet, so dass man Objekte von einem zum anderen Rufus tauschen kann. Die Idee ist gut umgesetzt und unterhaltsam, da jeder Einzelne natürlich denkt, dass er der große Kopf der Mission sei.

ORGANOOOOOON, oh ORGANOOOON, oh oh, oh ORGANOOOON…
Neben der altbekannten Huntergrundmusik und ein paar passenden neuen Soundtracks, wird nun endlich das Geheimnis um die Lyrics zum Theme gelüftet. Zum Glück kommt die Auflösung relativ spät, da ich sonst das Spiel nicht mehr hätte zu Ende spielen können, ohne die Hymne in meinen Kopf jede Sekunde mitzusingen. Ein weiterer Deponia-Ohrwurm wurde geboren.

Neben dieser musikalischen Perle sind natürlich die handgemalen 2D-Gemälde hervorzuheben. Ein weiteres Mal beweist Daedalic ein Händchen für gelungenes Ambiente und wirklich tollem Comicstil. Mit viel Charme und gewohntem Schrott-Charakter winken wir Deponia zum Abschied noch einmal wehmütig zum Abschied. Da jedoch das Ende theoretisch noch viel Platz für einen vierten Teil offenhält, bete ich nun jeden Abend dafür, dass Daedalic sich unser erbarmt.

Fazit
Die Geschichte von Deponia ist nun vorerst beendet und wir schauen auf einen würdigen Abschluss mit fragwürdigem Ende zurück. Rufus macht uns den Abschied schwer und so richtig mag man es nicht wahrhaben. Die kleinen Schwächen wie Minigames ohne Rätsel, unlogische Auslöser und ein wackeliges Ende sollten keine Gründe sein, den Endtitel der Trilogie herunterzureden. Es passt in die Reihe und macht eine Menge Spaß beim Durchklicken. Gerade die Gastauftritte von Gronkh oder Smudo bringen nochmal frischen Wind in die alteingesessene Runde. Wer also Fan von Deponia ist und die ersten Teile gespielt hat kann ohne mit der Wimper zu zucken zugreifen. Der Rest holt bitte die Vorgänger nach und widmet sich im Anschluß diesem Spiel. Es lohnt sich!


Journey of a Roach
Journey of a Roach
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen Kakerlaken in Endzeitstimmung, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Journey of a Roach (Computerspiel)
Was bleibt nach dem großen Knall einmal zurück? Ganz klar, die zäheste Spezies auf der Erde: Kakerlaken! In Journey of a Roach geht es um die besten Freunde Jim und Bud, die ein kleines Abenteuer im Untergrund erleben. Kobold Games, ein kleines Schweizer Studio, hat sich an eine putzige Idee gestzt und ein paar schöne Feinheiten umgesetzt. Doch kann der Humor und das Gameplay mit aktuellen Point & Click-Adventure mithalten?

Eines Tages findet Bud tatsächlich an der toten Erdoberfläche eine Gäseblume, von der er Jim erzählen möchte. Doch leider fällt Bud auf dem Weg zur Exkursion durch ein Loch und sein bester Freund macht sich auf die Suche nach ihm. Auf seinem Weg trifft er auf allerlei kuriose Bewohner des Untergrunds, vor allem die verschwörerischem Ameisen scheinen sehr verdächtig. Aber unsere Protagonisten-Kakerlake kämpft sich durch Rätsel und Gefahren wie ein kleiner Held.
Wer hat an dem Raum gedreht?

Es gibt so einige Besonderheiten in diesem Titel, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Der wohl stärkste Anteil hat die Kamerasteuerung für sich beansprucht. Da ihr eine Kakerlake spielt, könnt ihr auch Wände hochkrabbeln. Dabei bewegt sich die Kameraperspektive mit der Kakerlake, sie dreht den Raum also jedes Mal so, dass die Kakerlake immer Horizontal angezeigt wird. Das kann sehr anstrengend werden, sobald man öfter hintereinander Wände hoch- und runterkrabbelt und vor allem in Lüftungsschächten, wo auch gerne mal ein Schritt ungewollt getan wird und der Schwindel schon laut an den Schädel klopft. Es bleibt dennoch ein cooles Feature und macht die Sache schonmal interessant.

Des Weiteren kommunizieren die Charaktere nicht in Dialogen im klassischen Sinne, sondern es ploppen Sprechblasen auf, in denen bildlich erklärt wird, was zu tun ist, wovon sie sprechen oder was jemand denkt. Meistens bringen die Bildchen dann einen wohltuenden Schmunzler mit sich und zeugen von angenehmen Humor, der sich im Spiel an den ulkigsten Stellen wiederfindet. So passiert es, dass ihr nur durch eine Wäsche in der Waschmaschine von einer durch Kleister an euch haftenden Fliege getrennt werden könnt und dann mit einem “TADAAA” wieder abgelöst werdet. Oder man spielt mit Quietscheentchen ein Schlaflied, durch welches ein Gegner in einen Schlummer versetzt wird.

Was sich mir leider nicht erschlossen hat, sind die Maden, die man in versteckten oder schwer erreichbaren Stellen im Spiel verteilt platziert hat. Ich habe keinen merklichen Sammeleffekt bemerkt oder eine Statistik, ob man alle gefunden hat oder ähnliches. Sie sind einfach da und können eingesammelt werden. Joah… ok. Dann… sammel ich sie halt ein. Eine Gesundheits- oder Hungeranzeige gibt es nicht und etweder habe ich bei der Erklärung geschlafen oder ich war nicht anwesend. Nun gut, es gibt halt Maden die man sammeln kann. Kann man sammeln, muss man aber nicht.

Die Rätsel sind verhältnismäßig sehr einfach und eindeutig. Man findet also schnell zu Ergebnis. Was sich eher als schwierig herausstellt, ist das Finden der Objekte. Denn es werde nicht, so wie wir es bei Daedalic gewohnt sind, alle interaktionsfähigen Objekte angezeigt, sondern man muss mühevoll alles abklappern und ist niemals sicher, ob man wirklich alles aus dem Raum mitgenommen hat.

Bunker-Blues
Grafisch ist Journey of a Roach zwar kein Meisterwerk, aber durchaus spielbar. Es fühlt sich irgendwie noch nicht rund an, eher hakelig und als ob da vor allem in der technischen Umsetzung noch einiges an Luft nach oben ist. Die Zwischensequenzen sind in einem anderen Comcisstil gehalten, als das normale Gameplay. Vom Geschmack her wäre ich eher dafür gewesen, das komplette Spiel im Comicstil der Cutscenes zu halten, dann würden die technischen Mängel weniger ausfallen.

Die Musik ist atmosphärisch und passt perfekt in die düstere und skurrile Umgebung. Mit schägen Tönen, minimalistischem Ambiente und zwischendurch extrem komisch. Das passt gut ins Gesamtbild rein und macht die Sache rund.

Fazit
Journey of a Roach ist ein würdiger Anfang einer Serie, die hoffentlich weitergführt wird. Das offene Ende und der knuffige Humor machen Lust auf mehr und wenn die Kinderkrankheiten nochmal angegangen werden, könnte das Thema schöne weitergeführt werden. Jeder, der Point & Click-Adventures gegenüber nicht abgeneigt ist, sollte sich dieses Spiel besorgen und ihm eine Chance geben. Durch die relativ kurze – oder eigentlich zu kurze – Spielzeit, ist man auch schnell am Ende angelangt und kann auf ein paar Stunden gute Unterhaltung zurück blicken. Erwärmt euer Herz für diese mutige süße Kakerlake, Bud hat hoffentlich noch viele Abenteuer vor sich!


The Night of the Rabbit
The Night of the Rabbit
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kleinsten sind die Größten, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: The Night of the Rabbit (Computerspiel)
Magie, böse Mächte, freundliche Waldbewohner und ein abenteuerlustiger Junge sind Stoffe aus denen gute Geschichten gemacht sind. In dem neuen Titel von Daededalic dreht sich alles um Baumläufer, Rätsel und bösen Zauberern, die die Welt, wie Jerry sie kennt, in Gefahr bringen. The Night of the Rabbit wirkt zwar sehr kindlich, jedoch steckt sehr viel Herzblut, Emotionen und eine tolle Geschichte darin.

Jeremias Haselnuss ist ein 12-jähriger Junge, der davon träumt, eines Tages ein großer Zauberer zu sein. Bevor die Schulferien vorbei sind, möchte er noch ein letztes Mal auf Abenteuersuche gehen und trifft dabei auf den Marquis de Hoto. Das weiße Kaninchen nimmt Jerry als Zauberlehrling auf und begleitet ihn durch ein Portal nach Mauswald. Klein wie eine Maus beginnt nun seine Ausbildung zum Baumläufer, einem Zauberer Mauswalds.

Rätsel für Hochbegabte
Dieses Genre lebt von seinen Rätseln, doch leider sind genau diese der einzige Kritikpunkt, den ich an diesem Spiel gefunden habe. Die gewünschten Kombinationen und Lösungen waren für mich zum Teil kaum nachvollziehbar. Obwohl ich ein Mensch mit moderater Frustrationsgrenze bin, habe ich mir zum Teil an den Rätseln so sehr die Zähne ausgebissen, dass ich mich beschämt einer Komplettlösung beholfen habe. Das Schwierige waren nicht nur die Kombination der Items, sondern auch die Dialoge, die bestimmte Aktionen ausgelöst haben. Zum Beispiel ein Rätsel, das mich relativ weit am Ende fast in den Wahnsinn getrieben hätte. Man redet mit einem Charakter und ein bestimmter Auswahlsatz löst eine Aktion aus. Nun muss man diesen Satz dreimal ausführen und zwischen den Aktionen Items verwenden, bereitlegen oder ähnliches, ohne wirklich sofort darauf kommen zu können, warum man das tun sollte. Hier ist Frust vorausgesetzt und leider nicht fördernd für den Spielspaß. Das ist natürlich ein Extrembeispiel, aber dennoch verstehe ich den Sinn dahinter nicht. Rätsel dürfen schwer sein, sollten aber nachvollziehbar bleiben.

Im Laufe des Spieles lernt ihr einen alten Zauberer kennen, der euch ein Quartett schenkt. Dies könnt ihr dann sowohl im Spiel gegen den Zauberer ausprobieren, also auch neben dem eigentlichen Spiel spielen. Hier und da könnt ihr Karten an bestimmten Orten sammeln oder bekommt sie nach erledigten Gefallen von Einwohnern geschenkt. Gerade die Motive der Karten sind durchaus spannend und geben kleine Einblicke in die Einzelheiten der Geschichte. Eine schöne Idee, um die Geschichte für Interessierte auszubauen.

Eine harte Nuss
Wer alle Rätsel ohne Hilfe löst und Tautropfen, Sticker, Karten, etc. sammeln möchte ist gut und gerne 15-20 Stunden beschäftigt. Die zahlreichen Collectables sorgen für extra Spielstunden, doch leider gibt es nach dem Beenden des Story-Teiles keine Möglichkeit zurück zu gehen und weiterzusammeln. Ein Wiederspielwert ist also leider nicht gegeben.
Wie im Bilderbuch

Wie in den meisten Point and Click Adventure besteht die Grafik aus großen Schaubildern der Umgebung, die sich zum Teil leicht bewegen und den animierten Charakteren. Gerade in solchen Genren macht es besonders Spaß, wenn die Szenen sehr detailliert und liebevoll gezeichnet sind. The Night of the Rabbit macht in dieser Hinsicht alles richtig. Mit einem gelungenem Stil und abwechslungsreichen Hintergründen freut man sich zu jeder Zeit auf die noch folgenden Schauplätze. Die Einwohner von Mauswald passen perfekt in Ihre Umgebung und es macht Spaß die Details um sie herum zu entdecken. Selten bekommt man auch eine Cutscene zu sehen, welche die Geschichte erklärt. Auch diese sind zwar im gleichen Stil von Hintergrund und Vordergrund gehalten, aber dennoch unterhaltsam geschnitten und animiert. Im Prinzip fühlt sich alles wie ein großes Bilderbuch an und genau das macht den Spielspaß zu einem großen Teil aus.

Eine Wiedergutmachung für all den gesammelten Frust bekommt ihr durch den grandiosen Soundtrack wiedergutgemacht. Die Hintergrundmusik des gesamten Titels ist komplett sehr gut gelungen und entwickelt sich schnell zum Ohrwurm. Ebenso fällt die Qualität der Sprecher auf. Nahezu alle Charaktere werden perfekt synchronisiert und dadurch sehr sympathisch. Die vielen verschiedenen handgezeichneten Szenen bieten durch die gekonnte Visualisierung, passender Musik und sehr guten Sprechern sehr viel Atmosphäre und genau dieses Zusammenspiel macht The Night of the Rabbit rund.

Fazit
The Night of the Rabbit ist ein gelungener neuer Titel von Daedalic und bietet, neben liebevoll gezeichneten Hintergründen und Charakteren, eine wunderbare Story für junge und erwachsende Spieler, einen fantastischen Soundtrack und eine Menge kniffliger Rätsel. Lasst euch nicht von den frustrierenden Momenten irritieren, genießt dieses märchenhafte Abenteuer in vollen Zügen und lasst euch begeistern. Eine kleine Warnung an solche, die nah am Wasser gebaut sind, denn es kann emotional werden. Ich musste zweimal ein, zwei Tränchen vergießen. Jeder der Adventure mag ist hier an der richtigen Adresse und kann beherzt zugreifen. Die Erstauflage beinhaltet nicht nur das Spiel, sondern auch ein Poster, den Soundtrack und ein Hörspiel, die Anschaffung lohnt sich also doppelt.


Medal of Honor Warfighter - Limited Edition [AT PEGI] (inkl. Zugang zur Battlefield 4-Beta)
Medal of Honor Warfighter - Limited Edition [AT PEGI] (inkl. Zugang zur Battlefield 4-Beta)
Wird angeboten von game-deals
Preis: EUR 10,49

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Medal of Honor Warfighter – Ein Franchise vor dem Ende oder der benötigte Neuanfang?, 13. November 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Die Medal of Honor-Serie existiert bereits seit 1999. Seit dem Reboot der Serie vor zwei Jahren ist die Reihe (wie die meisten anderen Shooter) in der Gegenwart angekommen und läßt sich nun von aktuellen Ereignissen inspirieren. “Die Medal of Honor” ist außerdem die höchste militärische Ehrenmedaille, die von der amerikanischen Regierung verliehen wird. Sie geht an Streitkräfte, die „auffallende Tapferkeit und Furchtlosigkeit bei Lebensgefahr weit über die Pflichterfüllung hinaus im Gefecht gegen einen Feind der Vereinigten Staaten“ gezeigt haben. Ob sich Electronic Arts mit Warfighter eine Auszeichnung verdient hat, lest ihr in unserem Test.

Wie war das nochmal mit der Handlung?

Es ist so eine Sache mit Ego-Shootern und dem Erzählen einer Geschichte. Irgendwie scheint beides nie wirklich zueinander zu finden und da bildet auch Medal of Honor Warfighter keine Ausnahme. Alles beginnt mit einem Einsatz in Pakistan und dem Auftrag die illegale Lieferung von Waffen an Terroristen zu stoppen. So einfach sich das anhört, so schief läuft der Einsatz am Ende ab, denn wir sprengen nicht nur den LKW in die Luft, sondern bringen gleich mal fast den ganzen Hafen zum Einsturz. Anlass genug für den Elitesoldaten Preacher, den Job komplett an den Nagel zu hängen und sich auf sein Privatleben zu konzentrieren, steht doch seine Ehe kurz vor dem Aus. Allerdings ist dies einfacher gesagt als getan, denn das Terrornetzwerk sprengt in Madrid Züge in die Luft und wir müssen die Hintermänner finden und ausschalten. Das machen wir als Preacher genauso wie unter dem Codenamen Stump, dem zweiten Spielbaren Charakter in der Kampagne. Wir reisen durch den Nahen Osten und versuchen in 13 Missionen die Welt zu retten.

Entwickler Danger Close versucht, eine Geschichte zu erzählen, scheitert jedoch daran. Die Zerrissenheit des Soldaten Preachers wäre eine gute Grundlage gewesen, der Zwiespalt zwischen Familienleben und Beruf, doch am Ende zeigt uns die Handlung nur, dass der Krieg über der Familie steht, ohne die genauen Motive für diese Entscheidung zu nennen (außer, dass die Welt die USA braucht, um uns alle zu schützen). Im Grunde werden wir in typischer 08/15-Manier von einer Mission in die nächste geschickt, von einem Schlauchlevel in das andere und während uns unsere KI-Kollegen bei jedem erledigten Feind applaudieren, verstehen wir so rein gar nicht, wer die Charaktere eigentlich sind und warum wir schon wieder die Welt vor einem Terroristen retten, den wir so schon in zu vielen Spielen zuvor gesehen haben.

Aus dem Westen nichts Neues

Medal of Honor Warfighter ist ein zweischneidiges Schwert, zum einen bietet der Titel Abwechslung, wir sind zu Fuß durch die Straßen unterwegs, sitzen am Steuer eines Jeeps (was erstaunlich Spaß macht, denn das Rasen durch die Basare und über stark befahrene Straßen ist ein willkommenes Element im Spiel und Need for Speed lässt grüßen), fliegen in Hubschraubersequenzen über unsere Feinde oder bedienen ein MG auf einem Schlauchboot und steuern es auch selbst. Auf der anderen Seite erinnert jede der Missionen vornehmlich an die Call of Duty: Modern Warfare (CoD) Titel. Nichts was ich sehe ist neu, ich habe alles schon einmal gespielt. Auch CoD schleußt mich von einem Schlauchlevel in das andere, inszeniert mit abstürzenden Hubschraubern, einbrechenden Häuserwänden und selbst das Tutorial ist fast identisch. Ob ich nun meinem KI-Kollegen “Mother” folge und auf seine Befehle achte oder Captain Price, macht keinen Unterschied. Stealth-Missionen funktionieren fast genau gleich, Scharfschützen-Sequenzen ebenso. Wir müssen nie nachdenken, nur Feinde erledigen. Wir werden von den einzelnen Missionszielen nicht überrascht, denn die sind schnell abgehakt, was allerdings auch kein Wunder ist, bestehen sie doch sowieso nur aus “Straße von Feinden säubern”, “Gebäude von Feinden säubern”, “Feinde verfolgen” und besonders beliebt ist das Ziel “Türe aufbrechen und Raum stürmen” (es ist scheinbar im Nahen Osten nicht möglich, eine Türe einfach nur aufzumachen). Einzige Neuerung hier ist, dass das Aufbrechen der Türe um eine kleine taktische Komponente erweitert wurde. Schaffen wir es, eine vorgegebene Anzahl von Kopftreffern zu erreichen, belohnt und das Spiel mit einer neuen Variante des Zugriffs. Steht uns zuerst nur das Aufkicken der Türe zur Verfügung, können wir später ein Tomahawk zur Hilfe nehmen oder mit einer Sprengladung die Türe aus den Angeln sprengen.

Was Warfighter im Gegensatz zu seinen Shooter-Konkurrenten auch anders macht, sind die Feinde. Die sind nicht einfach nur Kanonenfutter, sondern wechseln laufend ihre Deckung (die sie gut nutzen), rennen nur selten in einem Anfall von Kamikaze direkt vor unseren Gewehrlauf und sobald wir uns nicht bewegen, werden wir mit Granaten dazu gezwungen aus der Deckung zu kommen. So weit so gut, allerdings gibt es auch hier so einige Kritikpunkte: Meine KI-Kollgen zum Beispiel, die ihre Munition grundsätzlich an Steintreppen verschwenden, während ich eigentlich ihre Hilfe im Gefecht brauchen könnte. Die Feinde werfen so oft Granaten, dass es schon wieder nervt, genauso wie deren Taschenlampen, die mir komplett die Sicht nehmen, sobald ich in deren Richtung sehe. Viel Zeit vergeht, bis ich teilweise die Feinde überhaupt im Chaos und in der Einheitsbrei-Umgebung gefunden habe, da mir das Spiel auch nicht anzeigt, von welcher Seite ich getroffen worden bin. Das mag der Eine als Anspruch im Spiel, der Andere als störende Elemente sehen. Bei mir ist es definitiv letzteres. Die KI-Kollegen sind allerdings hilfreich wenn es um Munition geht, denn sobald mein Gewehr leergeschossen ist, muss man sich ihnen nur nähern und schon gibt es wieder ein volles Magazin. Oft brauch ich es allerdings gar nicht, denn meine Sekundärwaffe hat grundsätzlich unendliche Munition, da fühl ich mich nicht gerade wie Lara Croft, sondern da fühle ich nur fehlende Logik und dass obwohl man sich bei Entwickler und Publisher realistischer Shooter auf die Fahne geschrieben hat.

Um beim Thema Waffen zu bleiben: Obwohl man die Waffen der Feinde aufnehmen kann, bleibt man irgendwie immer bei der vorgegebenen Standardwaffe. Das liegt vor allem daran, dass man den Unterschied kaum ausmachen kann und auch daran, dass nicht eine der angebotenen Waffen zielsicher und treffgenau ist. Wo immer ich hinziele, egal ob mit einfacher Pistole oder Snipergewehr, der Schuss geht mit großer Wahrscheinlichkeit ganz woanders hin. Das ist bei einem Schnellfeuergewehr kein Problem, irgendein Schuss wird am Ende schon sitzen, bei einem Scharfschützengewehr allerdings ist es kein Spaß mehr, wenn man über den Gegner zielen muss, um ihn überhaupt zu treffen. Das wird mit Realismus im Spiel erklärt, ich will aber nicht Wind und Wetter in einen Schuss einberechnen, während ich in der virtuellen Welt unterwegs bin.

Die Kampagne ist in typischer 6 Stunden Shooterzeit-Manier vorbei, wobei hier kurz eingefügt werden muss, dass man dem Spieler tatsächlich eine Mission als solche ausgibt, die im Grunde aus nichts anderem besteht als Intro, Spieler macht einen Kopfschuss und Outro. Das ist eigentlich eine Frechheit. Vielleicht versteht sich Medal of Honor Warfighter auch einfach gar nicht als Einzelspieler-Titel sondern hat seinen Fokus auf dem Multiplayer. Wechseln also auch wir unseren Fokus und sehen uns einmal an, was das Spiel online zu bieten hat.

Mein Team innerhalb des Teams

Wenn Elektronic Arts einen Multiplayer-Titel veröffentlicht, muss man sich leider auch immer mit dem Thema Origins und Onlinepass beschäftigen, denn beides wird benötigt, um überhaupt eine Partie spielen zu dürfen. Sind Account und Pass vorhanden, kann es losgehen. Wer möchte kann (muss aber nicht) sich zudem beim Battlelog anmelden, wie es bereits bei Battlefield 3 der Fall ist.

Wie schon im Einzelspieler-Modus ist auch hier wenig Überraschung geboten, wer Shooter online spielt, der kennt auch hier die angebotenen Modi wie Team Deatchmatch oder Herrschaft bereits. Das Spiel bietet sechs Soldatenklassen mit unterschiedlichen Fähikeiten, so kann der Spec-Ops-Soldat mit einen Scanner einsetzen, um die Umgebung nach Feinden abzusuchen oder der Pionier seine Rüstung auf Knopfdruck verstärken. Zudem kann man aus einer von 20 Nationalitäten wählen, von der jede spezielle Waffenfähigkeiten hat. Das alles wird jedoch unübersichtlich und lieblos präsentiert. Es macht Mühe, sich durch die Menüs zu scrollen und den Überblick zu behalten.
Doch ist auch im Multiplayer nicht alles schlecht, denn Medal of Honor Warfighter gibt mir in jedem der unterschiedlichen Modi einen “Buddy” an die Seite, der vom Spiel zufällig ausgewählt wird. Alle Spieler bilden nun auch in einem Team Deathmatch-Spiel jeweils ein zweier-Team, helfen sich mit Muniton aus und können sich gegenseitig heilen. Das an sich ist eine innovative, gute Idee, nur nicht jedermanns Ding. Was nützt mir zum Beispiel ein Buddy, wenn ich an einen Camper gerate, der sich nur von einem Fenster zum anderen bewegt, während ich lieber kreuz und quer über die Karte renne, weil es mir mehr Spaß macht? Es ist nichts für Spieler, die zum ersten Mal den Onlinemodus ausprobieren, denn im Gegensatz zum einem sehr einsteigerfreundlichen Call of Duty oder einem sehr auf Teamarbeit ausgelegten Battlefield 3, lässt mich Warfighter ohne viele Erklärungen ziemlich alleine, während es versucht eine Mischung aus beiden voher genannten Spielen zu sein. Wie in der Kampagne möchte Danger Close zu viel auf einmal.

Gutes für die Sinne

Im Hintergrund von Medal of Honor Warfighter arbeitet die bereits aus Battlefield 3 bekannte Frostbite 2-Engine. Also eine gute Voraussetzung für grafische Hochleistungen. Auf der PlayStation 3 sieht der Titel auch gut aus, es gibt teilweise sehr schöne Lichteffekte zu sehen, Regentropfen auf dem Asphalt oder auf Steinen. Allerdings weiß man, was die Engine kann und das wird eindeutig nicht vollends ausgeschöpft: So lässt sich die Umgebung kaum von Patronen beeindrucken, die Gesichtsanimationen sind steif und wirken altbacken, selbst die Zwischensequenzen können nicht wirklich überzeugen, weil sie veraltet aussehen. Wir bereisen unter anderem den Jemen und Pakistan als Schauorte und sehen kaum Unterschiede, denn Details fehlen und wären nicht Feinde auf den Straßen unterwegs, würde sich jede Stadt, jedes Dorf als verlassenen Geisterort anfühlen. Während die Grafik in der Kampagne wirklich punktet, erkennt man sie im Multiplayer kaum wieder, denn aus unerfindlichen Gründen wurde sie dort heruntergeschraubt, die Texturen noch verwaschener und die Karten noch liebloser gestaltet.

Nicht enttäuschend sind hingegen der Sound und die Musik, die mit den Actionszenen aus anderen Shootern und selbst Filmen mithalten können. Wo immer sich unser Spielcharakter befindet, Waffen bieten eine reale Soundkulisse, die Schüsse knallen und hallen durch die Straßen, Feinde und KI-Kollegen begleiten uns mit ihren Zurufen. Sowohl die englische, wie auch deutsche Sprachsausgabe überzeugt durch gute und professionelle Sprecher, auch wenn es im Grunde nur wenig für die Figuren im Spiel zu sagen gibt.

Fazit: Was haben sie dir da nur angetan!?

Ich war früher ein großer Fan der Medal of Honor-Serie, ich weiß nicht, wie oft ich alleine Allied Assault durchgespielt habe und nun, nach Jahren und nach dem Reboot, kommt Warfighter auf den Markt und es enttäuscht. Es enttäuscht vor allem, weil es viel mehr sein möchte, als es ist. Es kopiert von den beiden Marktführern ohne eine eigene Identität zu entwickeln. Alleine die Handlung hätte mehr hergeben können, stellt sich allerdings am Ende nur als ein Applaus für den Krieg dar, mit fragwürdiger Ethik. Das Missionsdesign ist auf Dauer langweilig, nicht nur weil ich es schon tausendmal gesehen habe sondern weil ich es auch besser gesehen habe. Niemand muss das Rad neu erfinden für einen Shooter, aber uninspirierte Umgebungen und nerviges Waffenhandling sollten mittlerweile der Vergangenheit angehören. Der Multiplayer macht das Gesamterlebnis nicht besser, er ist unglaublich einsteigerunfreundlich und wer bisher Call of Duty oder Battlefield 3 gespielt hat, für den gibt es auch keinen Grund zu wechseln.

Von uns gibt es daher nur eine 6/10 möglichen Punkten.

Die komplette Rezension und Screenshots gibt es auch nochmal auf iknowyourgame.de


Das WG-Lexikon: Partys, Protest und Prokrastinieren
Das WG-Lexikon: Partys, Protest und Prokrastinieren
von Markus Henrik
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom abenteuerlichen Leben in der WG, 10. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich gibt es ein Buch, das man guten Gewissens zum obligatorischen Kasten Bier als Einzugsgeschenk auf einer WG-Party dazulegen kann. Denn hier wird man auf humorvolle und realistische Weise auf die WG-Zeit vorbereitet oder darf schmunzelnd in Erinnerungen schwelgen. Denn so oder so ähnlich sieht es in jeder WG aus - Dreck, (Möchtegern)Bio-Nahrungsmittel und der ewige Kampf mit dem Putzplan. Markus Henrik hat sich schon in "Generation Protest" auf fabelhafte Weise als talentierter Autor bewiesen, daher habe ich blind dieses Buch gekauft und wurde bestens unterhalten. Immer mit einem Augenzwinkern, zur richtigen Zeit ein Lacher und die nötige Prise Protest machen dieses Lexikon zu einem willkommenen WG-Mitglied!

Willkommen daheim :)


Sandman Slim
Sandman Slim
von Richard Kadrey
  Gebundene Ausgabe

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmutzig, dreckig und apokalyptisch gut!, 29. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Sandman Slim (Gebundene Ausgabe)
Ich konnte dieses Meisterwerk der Urban Fantasy nicht aus der Hand legen. Es ist genau das, was es verspricht und noch viel mehr. Ein geniale Charaktere, eine dunkle Mission und ein episches Ende. Ich habe geschmunzelt, eine Träne vergossen, den Kopf geschüttelt und sehnlichst herbei gewünscht, dass der Zug stehen bleibt, damit ich zu Ende lesen kann (was auch wirklich passierte! Wer das Buch gelesen hat, wird dies ebenso wie ich, als ein Zeichen sehen ;o).

Ich muss sagen, dass die Handlung unkompliziert und simpel ist. Wer also ein verwobenes Netz an Intrigen, Tricks und Underground-Organisationen geniessen kann, ist hier an der richtigen Adresse. Der Humor ist einfach genial und so schwarz, wie die Hölle sein kann.

Ich kann dieses Buch jedem weiterempfehlen!

Für die Gamer unter euch: Das Buch ist sozusagen der große Bruder von Shadows of the Damned (uncut). Wenn euch das Spiel gefallen hat, kauft euch das Buch. Andersherum gehts auch ;o)

Viel Spaß!


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