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Rezensionen verfasst von
Jonas Neuhäuser (München)
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Sibelius: Biografie
Sibelius: Biografie
von Volker Tarnow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tempora mutantur, 23. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sibelius: Biografie (Gebundene Ausgabe)
Endlich. Eine ernst zunehmende Biografie eines deutschen (!) Autors über Sibelius. Man kann das eigentlich nicht genug unterstreichen, wurde doch Sibelius und sein Werk für Jahrzehnte von der Fachwelt entweder ignoriert oder gar ideologisch verzerrt, bis irgendwann praktisch keine kritische Auseinandersetzung hierzulande mehr möglich war. Es gibt sicherlich viele Ursachen dafür. Einige von komplexer, andere von eher banaler Natur. Noch vor kürzerem habe ich in einer Bibliothek bei Gelegenheit ein großes Lexikon über Komponisten aufgeschlagen und stellte etwas verwundert, um nicht zu sagen schockiert fest, dass unter dem Namen "Sibelius" nur eine dreiviertel Seite zu entdecken war. "Nationalkomponist"...."Naturkomponist"..."Der Schwan von Tuonela und Finlandia". Nur die üblichen Klischees und Deutungsfanatismen. Ich schätzte da die Musik des Finnen bereits seit einiger Zeit. Sich jedoch näher über die Person und die Musik zu informieren: Ausgeschlossen! Das Bild eines am Moos schnüffelnden Komponisten mit Strohhut hilft nicht dabei, die Werke verstehen zu wollen. Solche Musik muss wie jede andere entwickelt und am Ende auch niedergeschrieben werden (Zitat E.-P. Salonen). Sibelius' Musik ist so eigenartig wie einzigartig und sie erfordert eine gewisse Gewöhnung und auch die Bereitschaft, sich auf sie einzulassen. Die Belohnungen und pure Freude, die man am Ende dafür zurück bekommt, sind aller Anfang Mühe wert.

Nach einigen Veröffentlichungen des Deutsch-Finnen Tomi Mäkelä in den letzten Jahren (vor allem "Jean Sibelius und seine Zeit"), steht passend zum 150. Geburtstag des Komponisten die Biografie von Tarnow im Regal. Während Mäkelä in seinen Büchern noch relativ oft bemüht ist, den polemischen Spuk von Adorno und Co. zu beseitigen und in die Zeit der deutsch-österreichischen Musikkultur des frühen und mittleren 20. Jhdts. einzuordnen, fällt der Einstieg bei Tarnow sehr selbstbewusst aus. Bereits in den ersten Seiten befreit sich Tarnow von den Fesseln der früheren Rezeptionsgeschichte: Hier wird schnell klar, dass es nicht mehr nötig ist aus alten Essays zu zitieren oder die deutsche Seite der Kritik zu rechtfertigen bzw. zu widerlegen. Tarnow schreibt, als wäre schon immer (auch hierzulande) bekannt und anerkannt gewesen, dass Sibelius zu den größten Sinfonikern überhaupt zählt. Das ist wichtig und für den weiteren Verlauf der Biografie auch sehr hilfreich.
Es geht hier alleine um die Perspektive von Sibelius selbst, um seine Werke und den Einfluss dieser auf andere Komponisten. Dieses mal muss sich "Janne" eben nicht den anderen gefügig unterordnen.

Das die Umstände, unter denen Sibelius zur Welt kam, mehr als aussichtslos waren, um eine große und internationale Karriere als Tonkünstler zu verfolgen, wird bald deutlich. Von da an folgt Tarnow genau seinem Werdegang als Komponist, zitiert Tagebucheinträge, berichtet über sämtliche Reisen und Tourneen, über persönliche Freundschaften, Bekanntschaften, Begegnungen und Schicksalsschläge, von denen es sicherlich mehr als genug gab. Die Darstellung seines Lebens fühlt sich angenehm lückenlos an und kommt dabei ohne gekünstelte Ansprüche aus, die durchaus noch vorhandenen Lücken in Sibelius' Leben (das "Schweigen von Ainola") zu füllen. Dennoch ist die Biografie nicht ermüdend oder langatmig ausgefallen. Die Kapitel sind angenehm zu lesen, ab und zu mit etwas Humor gewürzt und durchweg voller hoch interessanter Zusammenhänge und Anekdoten. Tarnow ist damit gleichzeitig eine gelungene Zusammenfassung der gesamten Epoche und der wichtigsten Persönlichkeiten sowie politischen Zerwürfnisse in dieser geglückt. Der Stil ist chronologisch, aber nicht streng linear. So blickt der Autor immer mal wieder in die Zukunft oder beschreibt Wirken und Wirkungen von Sibelius aus seiner eigenen aufschlussreichen Perspektive und auf unprätentiöse Art. Das steigert natürlich den Lesefluss, da die Rezeptionsgeschichte hier eben nicht geballt in ein Kapitel am Schluss gestopft wurde.

Wer wissenschaftliche Analysen zu den Werke erwartet, wird hier jedoch enttäuscht. Tarnow vermeidet es, den fließenden Schreibstil durch "werksführerartige" Notenbeispiele zu unterbrechen oder langatmige Analysen einzuschieben. Insofern sei hier auf Tomi Mäkeläs Buch oder den Werksführer von Joachim Brügge verwiesen. Tarnows Beschreibungen hingegen fassen auf knappe aber poetische Weise den Kern sowie den Aufbau der Werke zusammen. Natürlich kommen die musikalischen Besonderheiten trotz aller wissenschaftlichen Sparsamkeiten nicht all zu kurz. Vor allem die Beschreibung der Sinfonien treffen meiner Meinung nach den Kern der Werke genau und machen sofort Lust auf nochmalige Entdeckungen. Als Mensch und Persönlichkeit kommt Sibelius dabei nicht gut weg. Künstler sind eben meistens von eher exzentrischer Natur. Manche Nebenwerke und kleinere Schöpfungen von Sibelius werden von Tarnow manchmal etwas zu sehr gepriesen oder sogar als parallellos gelobt. Man muss bei Sibelius aber die teilweise riesige Qualitätsspanne zwischen den besten und den schlechtesten Werken akzeptieren. Tarnow bietet trotzdem eine schlüssige Erklärung für die zahlreichen Gelegenheitswerke des Komponisten, welche keineswegs nur aus rein schöpferischem Willen entstanden sind.
Am Ende der Biografie kommt dann noch der unvermeidliche Diskurs mit Nazi-Deutschland und Sibelius' Beziehungen dazu. Frei von ideologiekritischer Verblendung lässt der Autor hier die Fakten sprechen, sodass sich der Leser ein eigenes Bild macht, welches freilich nicht allzu negativ ausfallen kann.

Zusammengefasst ist das Buch sehr gelungen. Neben dem angenehmen Lesefluss bildet es einen nicht nur über Sibelius weiter, sondern beiläufig auch über die gesamte Musikepoche zu dessen Lebzeiten (mit einem Schwerpunkt auf "nordische" Komponisten), stets aus Sibelius' subjektiver Wahrnehmung heraus beschrieben und von Tarnow mit objektiven Fakten ergänzt. Viel mehr kann eine Biografie über einen Komponisten nicht leisten. Die Glosse des T.W.A. ist vergessen, sie findet nicht mal explizit Erwähnung. Es bleibt nur das Gefühl, das die Musikwelt plötzlich um eine große Gestalt reicher geworden ist, auch wenn Sibelius natürlich nie wirklich weg war. Vielleicht ist das nun endlich auch der Beginn einer neuen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit seiner Musik. Tempora mutantur...und wir ändern uns in ihnen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2015 1:39 PM CET


Wing on Wing/Insomnia/Foreign Bodies
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Wird angeboten von linkearth-EU
Preis: EUR 197,67

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht "eklektizistisch", sondern elektrisierend!, 17. März 2015
Als eklektizistisch hat ein anderer Rezensent die Werke Salonens beschrieben. Von welchem Standpunkt aus betrachtet, möchte ich da mal nachfragen? Vom Deutschen Standpunkt jedenfalls ist die Moderne, folgt man den Komponisten Boulez und Stockhausen, im Serialismus stecken geblieben und darüber hinaus sowieso eklektizistisch. Hiesige Kompositionen sind meist "blutleer" und schaffen es oft nicht mehr über die Uraufführung hinaus, geschweige denn aufgenommen zu werden (wohl mit Ausnahmen, vor allem Rihm und mittlerweile auch Widmann).
Und vom Standpunkt der Serialisten ist ja bereits Henze eklektizistisch gewesen.
Die skandinavische Moderne ist meiner Meinung nach elektrisierend, wenn man das so nennen mag. Ein kulinarisches Klangfestmahl ersten Grades. Denen erlaubt das Erbe Sibelius' eben mehr Freiheiten, als das Erbe von Schönberg und Boulez...Und Salonen vereint hier sogar beide auf wirklich frische Art und Weise.
Also klare Empfehlung, auch für "Moderne-Muffels".
(Daneben kann ich auch sehr die Werke von Anders Hillborg empfehlen)


Trifonov: The Carnegie Recital
Trifonov: The Carnegie Recital
Preis: EUR 18,99

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine "perfekte" CD, 11. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Trifonov: The Carnegie Recital (Audio CD)
Viel wurde rezensiert, viel wurde gelobt. An dieser Stelle möchte ich eine Empfehlung an Klavierliebhaber richten, ganz allgemein. Hype und Kult um die Person Trifonov verbreiten sich in Medien bzw. Foren rasend und oft auch nur über "Copy/Paste Methoden", zu stören allerdings scheint dies niemanden.

Es ist nun einmal eine Euphorie: Endlich sei der >>Wahre<< Pianist unserer Zeit gefunden und nach sich häufenden Falschmeldungen in einer unverzeihlichen Wettbewerbskultur ist die Ansteckungsgefahr groß, selbst den superlativischsten Superlativ zu akzeptieren und zu übernehmen. Doch keiner kann wohl voraussehen, welche anderen Talente und Künstler in unserer Zeit noch aufkeimen werden. Der Mensch (und das Publikum im speziellen) strebt nach immer Neuem, die Wahrnehmung verändert sich, Vergleiche werden auf zunehmend künstlichere Weise geschlossen. Die Frage lautet, kann und soll es überhaupt noch Jahrhundert-Pianisten geben und wenn ja, wie viele? Ein Horowitz, Ein Gilels -- Ein Trifonov? Wer kann das nach einer Aufnahme schon beurteilen, mir erscheint dies ziemlich zynisch, ebenso wie die Vorstellung, künftig nur noch einem Pianisten zuzuhören.

Eine Rezension mit der Bewertung "Perfekt" folgt doch aus vielen verschiedenen Faktoren. Für mich persönlich steht fest -um endlich zum Kern zu kommen- dass durchaus eine außergewöhnliche Klavier-CD vorliegt. Hier werden in 78 vollen Minuten einige der spannendsten Stücke der Romantik präsentiert: Vom Klangkosmos eines Chopin, bis zur farbigen Mystik von Skrjabin und dem herausfordernden Ausdruck und der formalen Ästhetik der Liszt-Sonate. Ein klasse Programm! Und ohne großartige Floskeln über Trifonov zu verwenden, sein Spiel ist zu jeder Zeit MINDESTENS angemessen und nie von einer selbstgefälligen oder prätentiösen Art und Weise geprägt. In der Tat ist dies für einen Anfang Zwanzigjährigen beeindruckend.
Hinzu kommt die in diesem Fall fantastische Aufnahmetechnik. Trifonov ist exzellent im schichten von Klangebenen, so ist es vor allem bei der Sonate in h-moll ein richtiger Hörgenuss (insbesondere mit guten Kopfhörern!), wenn der Klang sich von einer intensiven Ballung nach außen hin öffnet. Man befindet sich stets in einem dreidimensionalen Klangraum und trotzdem behält die Aufnahme ein gewisses Live-Gefühl (Applaus erst nach der d-moll Prélude bzw. Zugabe). Gerade bei den 24 Préludes erzeugt dies eine tolle Atmosphäre, welcher man sich kaum entziehen kann. Pianistisch individuell interpretiert und doch einen großen Bogen spannend wird man zum Zuhören regelrecht "gezwungen".

So muss eine moderne Klavier CD sein, und so macht das Zuhören auch Spaß. Was nun Trifonov angeht? Nunja sein Spiel ist eben...."perfekt".


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Preis: EUR 990,49

117 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nikons Kamera für Enthusiasten oder: Abschied von "Semi-Pro"?, 20. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was hat Nikon vor? Als vor ein paar Jahren die D90 erhältlich wurde, stutzte die Fachwelt aufgrund der perfekt ausgeglichenen und abgestimmten Fotoleistungen, die der einer D300 in nichts nachstand. Gleichwohl zu einem erschwinglicheren Preis. Hier und dort wurde an der Verarbeitung etwas gespart und das damals neue Kit-Objektiv 18-105mm lieferte (ebenso wie heute) vielseitige Einsatzmöglichkeiten zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nun die D7100. Weder Nachfolger der D7000, noch ein Ersatz jener. Nikon produziert die D7000 vorerst weiter und bietet die D7100 als Kamera für den "gehobenen Enthusiasten" an. Im gleichen Zug wird sie aber auch als das neue DX-Flaggschiff vermarktet (und das ist sie auch...siehe unten). Damit ist Nikon in Wahrheit ein großer Coup gelungen, denn durch die Verlagerung des DX-Formats "nach unten" profitiert dieses gleichzeitig von der Technik der Oberklasse, und das beste dabei: Das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für ca. 1000 Euro für den Body bekommt man nicht nur das 51 AF-Punkte-System aus der D4, sondern auch eine gegen Wetter und Staub geschützte Außenhülle (Eine Kombination aus Plastik und Magnesium, was sogar zu einem Gewichtsverlust ggü. der D7000 führt). Ebenso einen der aktuell besten TFT-Bildschirme mit 3,2 Zoll. Ohne weitere Spezifikationen abzuschreiben lieber ein paar Argumente für das oben genannte:

Die VERARBEITUNG und BEDIENUNG ist ansprechend, elegant und hoch funktionell abgestimmt. Das Gehäuse ist neben dem bereits erwähnten Staubschutz ergonomisch perfekt an (auch größere) Hände angepasst, dank leichter Verbesserungen an dem Handgriff und der allgemeinen Haptik. Durch den zusätzlichem "i"-Knopf kann sofort auf wichtige Funktionen zugegriffen werden. Der Rest ist dem Nikon-Nutzer vertraut, dass einheitliche Interface sorgt auch hier wieder für Freude bei der Bedienung (neu ist eine 100% Ansicht bei drücken des OK-Knopfes während der Wiedergabe. Praktisch!). Jeder Knopf ist genau in Reichweite der Finger. Das der ISO-Knopf immer noch nicht in der Nähe des Auslösers zu finden ist - wie des öfteren bemängelt - spielt hier kaum eine Rolle, denn es gibt die Möglichkeit einer ISO-Anzeige im Sucher mit Änderung über das hintere Einstellrad, nett! Der Sucher bietet nahezu 100% Abdeckung und ein angenehm kühles blau-grau bei der Anzeige der Informationen (OLED). Einfach ein tolles Gefühl für den Enthusiasten, nach jahrelangem Plastik plötzlich kühles Metall zu ertasten
---> Professionell!

LEISTUNG und ABBILDUNGSQUALITÄT liegen auf höchstem Niveau. Der Autofokus ist bis -2LV schnell und treffsicher. Die AF-Punkte verteilen sich tatsächlich über den gesamten Sucher. Die Kamera bietet auch die Möglichkeit, individuelle Objektivdaten einzugeben für ältere Kaliber und eine evtl. Fokusabweichung zu korrigieren. Bei eingeschaltetem 1.3-Crop (schnell über den "i"-Knopf oder einen der frei programmierbaren Knöpfe einzustellen) schafft die D7100 7 Bilder/s. Nur der RAW-Puffer ist etwas gering, kein Wunder bei der Auflösung. Jene liegt auf dem neuen Standard Niveau von 24.1MP. Da sind große Datenmengen zu bewältigen, vor allem bei einer 14-Bit Farbtiefe der RAWs. Was neu ist? Selbstverständlich der fehlende AA-Filter (Tiefpassfilter gegen Bildung von Moire-Mustern). Bei dieser Auflösung sind derartige Muster sowieso allenfalls marginal und wenn dann leicht zu korrigieren. Das Plus an Detailabbildung ist es allemal wert, was ich bei diversen HDR-Aufnahmen auch feststellen konnte (nicht der eingebaute. Jener ist zwar ein nettes Gimick, aber eben nur das. Ein Gimick). Der Weißabgleich ist stets auf der sicheren Seite und ggf. schnell über Unterpunkte der Autofunktion anzupassen. Lobende Erwähnung findet auch der Spot-Weißabgleich über den Live-View. Praktisch! Der Videomodus ist ebenfalls verbessert worden und bietet geniale Qualität bis 30p bei 1080p, dennoch natürlich nicht vergleichbar mit dem FX-Vollformat. Man kann Einzelfotos als Jpegs speichern und mit verschiedenen Effekteinstellungen filmen. Trotz allem gibt es dank dem neuesten Prozessorchip absolut keine Verzögerungen. Weder bei der Bildwiedergabe, noch beim Einschalten von Funktionen. Nie ist ein "laggen" zu spüren...da gibt es ganz andere Beispiele in dieser Preiskategorie. Ein weiteres Zeichen, dass die D7100 etwas anders einzuordnen ist
---> Professionell!

Das RAUSCHVERHALTEN...hier sprengt die D7100 wirklich die Preis-Klasse. Bis ISO 1600 praktisch keine sichtbaren Auswirkungen. Erst ab 3200 leidet die Farbwiedergabe und Detailauflösung etwas. Doch bei angemessenen Lichtverhältnissen ist auch das kaum spürbar, höchstens bei 100% Bildvergrößerung. 6400 ist auch passabel und 25600 nicht so schlimm wie befürchtet, natürlich nur in ganz speziellen Situationen erforderlich. Eigentlich wäre ein schlechteres Ergebnis zu erwarten gewesen, gemessen an der hohen Auflösung. Je höher jene ist, desto schwieriger gestaltet sich auch die Rauschunterdrückung. Demnach schneiden einige Labor-Testwerte von Fachmagazinen wohl auch etwas schlechter ab, als es der subjektive Eindruck beschreiben würde. Und wie gesagt, dieser ist phänomenal für eine DX-Kamera unter 1000 €
---> Professionell!

Besonders hervorheben möchte ich noch den DYNAMISCHEN UMFANG der Kamera. Was da aus den Schattenbereichen noch herauszuholen ist. Und das ohne große Verluste der Details, im Gegenteil. Hier lohnt sich wirklich das fotografieren im RAW 14-Bit Format. Wer gerne auf Sachen wie Active D-Lighting verzichtet und lieber am PC, z.B. mit Capture NX2 die Schatten verbessern will, wird mit der D7100 sicherlich glücklich gestimmt.

Meine Vorrezensenten haben noch andere Punkte angespochen, es bleibt nicht viel zu sagen. Die D7100 ist in meinen Augen ein neuer Preis-Leistungs-König des DX-Formats und es bleibt spannend, wie die weitere Entwicklung von Nikon ausfallen wird. Vor allem, ob die D400 die hohen Erwartungen erfüllen kann und die D7100 übertrifft. Oder verabschiedet sich Nikon im Profi-Segment mit der Zeit komplett vom DX-Format? Jedenfalls ist dies hier in der Tat eine DSLR für Enthusiasten.

Nicht Semi-Pro ----> PRO!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 17, 2013 6:18 PM MEST


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