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Rezensionen verfasst von
L. Schyja "Jumin" (Bremen)
(REAL NAME)   

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Full Moon
Full Moon
Preis: EUR 11,73

1.0 von 5 Sternen Nicht so cool wie oft behauptet, 29. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Full Moon (Audio CD)
Mit ihren ersten beiden Alben hatte Brandy gut vorgelegt und gehört zu den großen 90er-Jahre-Highlights der coolen amerikanischen Slow Jamz im Nu R'n B. Allerdings hatte sie auch den Vorteil, eines dieser gefürchteten, mega-gehypten Teenie-Idole zu sein, mit eigener Fernsehserie ("Moesha"), TV- und Kinofilmen, großen Auftritten auf Award-Shows und prominenter Unterstützung von z.B. Whitney Houston, Miss Elliott, Boyz II Men oder Nas.

Nachdem TV-Serie und der ganz große Hype vorbei waren, denn Brandy war mittlerweile kein Teenager mehr, ihre Fans ebenfalls nicht mehr, passierte das, was bei jedem ehemaligen minderjährigen Shooting-Star aus den USA passiert: Brandy wollte erwachsen werden, wollte dies auch in ihrer Musik ausdrücken. Zudem war die Jahrtausendwende mittlerweile gerade frisch überschritten, und den herrlich streetlastigen 90er-Jahre-R'n B gab es nicht mehr. Stattdessen waren futuristische Beats angesagt, wie es beispielsweise TLC bereits 1999 auf Fan Mail vorgemacht hatten.

Wer damals die erste Singleauskopplung aus Brandys drittem Album hörte, What About Us, der dachte noch, Brandy würde tatsächlich an diesen neuen Trend anknüpfen; allerdings war der Erfolg des Songs v.a. von dem kongenialen Simon-Vegas-Remix und einem coolen Video gezeichnet. Der Remix ist aber leider gar nicht auf dem Album vertreten, und somit muss man mit einer Platte ohne echte, große Highlights Vorlieb nehmen – wenn man denn will. Denn Full Moon bietet außer drei, vier vernünftigen Songs eigentlich nur ganz furchtbaren Kitsch. Das mag man gar nicht erwarten, wenn man besagte Single sowie deren schönen Nachfolger Full Moon im Ohr hat; und auch das Albumcover verspricht etwas ganz anderes. Aber leider ersäuft das Album geradezu in kitschigen, klebrigen Balladen, die zum Teil so nervtötend und überzeichnet klingen, dass man beim Durchhören jeglichem Romantikkram geradezu abschwören will. Die Coolness, mit der das Album und Brandys "neuer Sound" damals vermarktet wurde, ist nur auf etwa 20 Prozent des Materials irgendwo zu erkennen.

Anspieltipps sind somit tatsächlich nur: Full Moon, What About Us, Like This, I Thought und Anybody, vielleicht noch Apart. Absolut grässliche, nicht hörbare musikalische Katastrophen, die wunderbar auf das scheussliche "Human" gepasst hätten, sind z.B. It's Not Worth IT, All in Me, He Is, Wow und die beiden schlimmsten Tracks des ganzen Longplayers: Love Wouldn't Count Me Out und Come A Little Closer. Einen Song, der aber wirklich heraussticht, gibt es dann bei aller, aller Liebe für Brandy wirklich nicht. Full Moon ist schön und einzigartig, der fehlende Simon-Vegas-Remix von What About Us einer ihrer besten Tracks überhaupt, wenn nicht DER beste. Lohnen tut sich das Album aber am Ende noch nicht einmal aus Nostalgiegründen.

... Besser wurde es dann wieder mit dem Nachfolger Afrodisiac (trotz des unterdurchschnittlichen Titelsongs). Der kommerzielle Erfolg blieb aber nach der Enttäuschung mit Full Moon bis heute aus. Brandys Stimme ist nach wie vor eine meiner liebsten, musikalisch merkte man aber immer, dass ihr die 90er Jahre einfach fehlten ...


Applaus, Applaus (Single Version)
Applaus, Applaus (Single Version)
Preis: EUR 1,29

17 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wie gehabt, wie gehabt ..., 7. Mai 2013
Einmal mehr beweisen die Sportfreunde, dass sie schlichtweg nicht singen können. Stattdessen bekommen wir auch dieses Mal wieder das altbekannte Radiogejammere, dieses pseudo-tiefsinnige Geschwätz, das ausschließlich für Abibälle und Jungs und Mädels in der Findungsphase zum Erwachsensein geschrieben und eingespielt zu sein scheint.
Als jemand, der gerne Musik hört, gern auch Radio, konnte ich den Jungs noch nie etwas abgewinnen - jede Garagenband, die auf örtlichen Kleinstadtfesten oder eben Schul-Parties auftritt, klingt genau so schief und schlecht. Dass viele den Sportfreunden gerade das so positiv bewerten und sie gerne als "toll individuell" hinstellen ... Sorry, aber da wissen dann einfach einige nicht, was Musik eigentlich ist.

Wenn ich nicht schauspielern kann, dann kann ich nun mal auch nicht in Filmen auftreten.
Wenn ich keine Ahnung habe, wie man Brote backt, dann werde ich niemals Bäcker sein können.
Wenn ich zwar gern lese, aber nicht schreiben kann, dann wird mich niemals jemand als Journalist einstellen.

Leider wird in der Musik dann immer schlagartig die Indie-/Hippster-Keule rausgeholt, die mittlerweile einfach JEDE stimmliche Nullrunde rechtfertigt.

Fazit: Die Sportfreunde sind auch mit ihrem neuen Song exakt das, was sie immer waren - nämlich musikalische Nichtskönner. Klingt exakt so wie immer, keinerlei Entwicklung, weder in Sound noch in stimmlichen Qualitäten; gut, die Texte greifen hier und da immer mal wieder etwas Hübsches auf, aber dann sollten sie lieber als Songschreiber auftreten, denn die musikalische Umsetzung der "Band" ist einfach nur grausig für jeden, der die Grenze zur Volljährigkeit bereits überschritten hat und sich seine Emotionen gerne selber aussucht, anstatt sie sich von ein paar ewigen Oberstuflern mit dem Holzhammer diktieren zu lassen
Kommentar Kommentare (22) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2015 6:55 PM CET


Got2b Powder' ful Volumen Styling, 1er Pack (1 x 10g)
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Wird angeboten von duftshop24 ((alle angegebenen Preise zzgl. Versandkosten (incl. gesetzlicher Mwst.) - Impressum und AGB finden Sie unter Verkäuferhilfe))
Preis: EUR 6,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieber im Frisörbedarf einkaufen gehen ..., 26. April 2013
Einmal mehr ist man auf das Marketing reingefallen.
Auch dieses gehypte Stylingprodukt aus der Drogerie hat, für mein Empfinden, in seiner letztendlichen Wirkung nichts mit dem Versprechen aus der Werbung zu tun: Es verschafft kein Volumen, das Puder macht die Haare lediglich filziger, wodurch sie (logischerweise) einen relativ guten Halt bekommen. Das geht auch mit Haarspray, allerdings bleiben die Haare mit dem Powder im Vergleich einfach weicher. Dennoch sehen sie matt und filzig aus und fühlen sich an wie Stroh - von einem schönen Haargefühl oder einem natürlichen Glanz keine Spur.
Zudem ist die Anwendung irgendwie etwas albern, weil sich das Pulver schnell mal im Bad verteilt, wie das Mehl beim Backen in der Küche. Die Plastikverpackung ist auch sehr billig, und man bekommt schon beim Auspacken ein schlechtes Gewissen, wenn man an die Umweltverschmutzung denkt.

Ich probiere ja gerne mal aus; aber dies war jetzt endgültig das letzte Stylingprodukt, das ich in der Drogerie mitgenommen habe. Es ist für mich mittlerweile einfach ein Fakt, dass gute Produkte nicht im Drogerieregal stehen; wem die eigenen Haare wichtig sind, wer sie gut pflegen und stylen möchte, der greift einfach zu Produkten aus dem Frisörbedarf, wie z. B. American Crew. Da gibt es dann weder strohige oder zusammengekleisterte Haare, noch ein zerstörtes Finish, noch Rückstände. Auch die Marke Lush empfehle ich an dieser Stelle.

Anmerkung: Haare sind unterschiedlich, wie auch unsere Haut. Das hier ist meine (männlich, mittellanges blondes, dickes Haar) Erfahrung; dass das Produkt bei sehr kurzen Haaren durchaus funktioniert kann ich mir vorstellen. Dennoch muss ich für mich festhalten, dass ich keine Haarprodukte mehr in der Drogerie kaufen werde, da ich schon sehr viel (!) ausprobiert habe und letztlich ausschließlich mit Styling- und Pflegeprodukten von etwas hochwertigeren Marken (American Crew, Lush, Paul Mitchell) wirklich um Meilen bessere Erfahrungen gemacht habe, da mein Haar wirklich geschont wird.
Aber probiert es am besten selber aus - wie immer


Lotus (Deluxe Version)
Lotus (Deluxe Version)
Preis: EUR 7,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Aguilera hat nichts mehr zu sagen, 12. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Lotus (Deluxe Version) (Audio CD)
Ich sage es mal ganz brutal: Man muss schon wirklich dumm sein, um ein grottiges Album abzuliefern, obwohl man a) eine wahnsinnige Stimme hat und b) aufgrund von Stimme und vergangenen Erfolgen ("Stripped") beinah schon eine Art Sonderstatus im Musikbusiness hält. Aber Christina macht einmal mehr alles falsch was ein Künstler falsch machen kann: Sie setzt (scheinbar) auf die falschen Produzenten, die sich nicht an ihr als Musikerin sondern an aktuellen Trends (Elektro, schnell Vergängliches) orientieren; sie bezieht keine Stellung in ihren Lyrics, sie erzählt uns keine interessanten Geschichten; sie bekennt keine Farbe zur Musik, wodurch wir nicht mehr wissen, wofür sie eigentlich stehen möchte; und sie ignoriert vollkommen, warum ihre Fans (zumindest die paar, die noch übrig geblieben sind) sie eigentlich mochten.

Ich fand schon "Back to Basics" nicht sonderlich spannend, aber man kann es sich gut anhören, wenn man auf Big Band und Co. steht. (Tu ich.) Was sie mit dem pseudo-experimentellen "Bionic" versuchen wollte, das wird sie uns wohl niemals erklären - und es lieber totschweigen. Dass sie aus jenem Mega-Flop aber scheinbar GAR nichts gelernt hat ... Das neue Album ist zwar wieder ein bisschen melodischer, dafür sind aber wirklich ALLE Songs überproduziert, und es ist ein einziger Sumpf aus Tönen, Sounds, Stimme und Geblubber entstanden. Die meisten der Lieder klingen sehr gleich, mitreißen tun sie den Hörer alle nicht, vergessen sind sie dementsprechend schnell. Zwar ist der Nerv-Faktor längst nicht so hoch wie beim Vorgänger, man kann die Tracks recht gut durchhören, aber spannend ist das nicht, was da aus den Boxen/Kopfhörern kommt.

... Es drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht haben wir Christina all die Jahre schlichtweg überschätzt. Klar, die große, einmalige Stimme hat sie. Aber vielleicht war "Stripped" einfach nur ein Glücksgriff aus Versehen?
Jedenfalls verdient sie die hohe Meinung spätestens jetzt nicht mehr, die man lange Jahre von ihr hatte bzw. haben wollte. Christina ist unkreativ, hat dem Anschein nach nichts (mehr) zu erzählen und ist in der Branche nicht mehr relevant. Sie muss bei Null anfangen und sich, zumindest mir gegenüber, komplett neu beweisen. Ein Talent (Stimme) allein reicht nicht, man muss es benutzen können; deshalb hört man nie wieder etwas von den ganzen Hanseln und Dödeln aus den Castingformaten: Die können zum Teil bombastisch singen, haben aber "nichts zu erzählen" und wissen eigentlich auch gar nicht, was sie mit ihrer Stimme eigentlich anfangen WOLLEN.

Der Trend geht ja derzeit zum organischen Sound: echte "Lieder", weniger Elektro oder Autotune, mehr Aussage und richtige Instrumente. Das wäre Christinas Chance, denn mit "Stripped" war sie damals bereits auf genau dieser Schiene.
Ich weiß nicht, warum sie sich so die Butter vom Brot hat nehmen lassen - da komme ich wieder auf meinen ersten Satz zurück ...

Wie dem auch sei: Anspieltipps mit Abstrichen wären "Army of me", "Sing for me" oder auch grad so noch "Was my number" und vielleicht "Shut up". Stellvertretend für den viel zu durchgemixten, überladenen, versumpften Sound des Albums stehen z. B. "Around the World", "Cease fire" oder "Make the World move".

Christina, such dir neue Leute, überleg dir mal, wofür du stehen willst, und komm erst wieder, wenn du wirklich was zu sagen (und zu bieten) hast. Noch einen dritten Flop in Folge könntest du vermeiden.

Sie wollte nie wie Britney sein, ist aber genau das jetzt geworden. Dabei dachten wir alle einst, sie wäre eher eine Beyoncé ...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2014 6:29 PM MEST


Marvel's The Avengers
Marvel's The Avengers
DVD ~ Robert Downey Jr.
Preis: EUR 7,99

17 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen DAS ist er jetzt ...?, 20. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Marvel's The Avengers (DVD)
Der erfolgreichste Film 2012? Und der dritterfolgreichste Film aller Zeiten?

Ganz ehrlich: Ich war geschockt.
Da ich den Streifen im Kino verpasst hatte, habe ich ihn mir die Tage endlich mal auf DVD ausgeliehen. Ich bin mit Comics aufgewachsen, auch mit Marvel, und ich mag gute Comicverfilmungen wie z. B. die alte X-Men-Trilogie oder die ersten beiden Spiderman-Filme. Im "Film zum Comic" darf es gern mal bunt und unrealistisch werden - allerdings halte ich es grundsätzlich für einen Fehler, sich zu sehr an die Vorlage zu halten. Im Marvel- und DC-Universum gibt es einfach ZU viele Geschichte aus all den Jahrzehnten, zu viele Entwicklungen ... Da sollte man sich als Filmemacher einfach nur ein paar Elemente rauspicken und damit eine eigene Welt für die große Leinwand basteln.

Nun haben mich die Avengers nie wirklich interessiert, weil ich die Besetzung unspannend finde: Mit Thor kann ich nichts anfangen, mit Iron Man auch nicht, die Faszination am Hulk konnte ich auch noch nie nachvollziehen.
Aber gut, zumindest Robert Downey Jr. dürfte bei vielen von uns das Interesse an Iron Man geweckt haben; eins vorweg: Wäre er nicht dabei, wäre dieser Film ein absolutes Desaster.

Okay, wir MÖGEN Joss Whedon. Wir mögen ihn, weil er ein Nerd ist, wie wir, weil er Buffy gemacht hat und sich wo er kann lautstark für "intelligente Serienprojekte" einsetzt. Mit so einem an Bord kann ein Mammutprojekt wie Avengers doch nur gut werden. Denkt man. Ich war vollkommen erschrocken von dem, was da über meinen Bildschirm flimmerte: Das soll Whedon gemacht haben?! Der Film ist von der allerersten Minute unspannend und schlecht in Szene gesetzt! Es gibt nie einen Spannungsbogen, es gibt keine Dramaturgie, in keiner einzigen (!) Sekunde fiebert man mit den Figuren oder Geschehnissen mit, weil alles nur dahingeworfen wirkt. Die sehr schlechte, weil unkreative, Kameraarbeit tut ihr Übriges dazu.
Vielleicht liegt das einfach an der Geschichte - es gibt nämlich keine. Da geht es, Transformers lässt grüßen, um einen Energiewürfel ... Das war's.
Hat man nicht zig zusätzliche Onlineartikel über den Film gelesen, weiß man absolut nicht, was hier eigentlich passiert. Ich selber habe die einzelnen Marvel-Filme, die letztlich in den Avengers gipfeln, nicht gesehen - das darf aber auch nicht das Kriterium sein. Ich muss mir einen so dermaßen teuren und aufgeblähten Film auch ohne Vorkenntnisse anschauen können; das hat mich schon bei Transformers immer aufgeregt: Wenn man schon nur eine minimale Story erzählt, dann soll man sich gefälligst die paar Minuten nehmen und diese "Story" logisch erklären. Ich wette, niemand, der nicht ein vollkommener Marvel-Geek ist, kann mir den Ablauf der Geschichte im Nachhinein erzählen.

Und das ist ein ganz, ganz schlechtes Zeichen.

Nicht falsch verstehen: Ich mag's, wenn's kracht. Und nein, ich bin auch nicht der Meinung, dass man bei einem Comic-Actionreißer Tiefgründiges erwarten soll (wobei das anderen Filmen des Genres durchaus schon geglückt ist). Ich hab das schon verstanden: Die Avengers sollen einfach Spaß machen. Aber mir persönlich macht es absolut keinen Spaß, mich berieseln zu lassen, ohne dass ich eigentlich weiß, warum. Eine Geschichte und die ein oder andere spannende Wendung gehören einfach dazu, und wenn man so etwas nicht in einen Film einbringen kann, dann hat man einfach keinen guten Job gemacht!
Vielleicht ist Whedon der Kinoleinwand einfach nicht gewachsen, denn das einzige, für das er hier scheinbar gesorgt hat, ist der Humor: Der ist zwar platt und wirkt wie ein Relikt aus den 90er-Blockbustern wie Independence Day oder Jurassic Park, aber wenigstens geben die Witzeleien der Charaktere untereinander dem Film eine Selbstironie, die bei den meisten anderen Comicverfilmungen gänzlich fehlt - und sie gerade dadurch nicht selten ungewollt lächerlich wirken lässt.

Die Avengers sind also: bunt, schnell, laut, albern, einfach, unspannend, überraschungsarm. Sie sind nicht: kreativ, unterhaltsam, clever, innovativ. Wer sich darüber freut, bei dem kann ich es verstehen, dass er fünf Sterne zu vergeben hat. Insgesamt ist es mir allerdings ein absolutes Rätsel, dass ausgerechnet DIESER Streifen so einen Hype verursacht (habe ich aber auch bei Avatar schon nicht verstanden). Ich behaupte, wenn Whedon und Downey Jr. nicht involviert gewesen wären, dann wäre der Film gnadenlos in der Luft zerrissen worden - denn, ohne Witz, er ist kein Stück intelligenter oder unterhaltsamer als einer der drei miesen Transformers-Filme, die von allen Seiten stetig auf die Mütze kriegen.

Ich bin jedenfalls beinahe eingeschlafen, habe den Film fast frühzeitig ausgeschaltet. Es gibt viel Gehaue unter den Helden selber, dass man eigentlich nicht versteht, weil es gar keinen Anlass gibt (Beispiel: Zuerst haben alle Angst vorm Hulk, er schlägt das Luftschiff kurz und klein, ein paar Szenen später gehorcht er der Gruppe und stürzt sich in die Schlacht). Es gibt viel dummes, sorry, Gelaber, das den Eindruck macht, als habe man die Dialoge absichtlich so kryptisch gestaltet, damit alle denken, es gäbe doch irgendeine Art von Geschichte. Und es gibt viele Computereffekte, von denen einen aber kein einziger umhaut. Alles schon dagewesen; die Bombast-Schlacht am Ende macht da schon gar nicht mehr sonderlich viel her, denn die CGI-Kreaturen werden nicht erhaben in tollen Bildern eingeführt, sondern "sind einfach da" und werden zusammengetreten.
Ganz ehrlich? Die Effekte in einem Star-Wars-Film von 2005 sahen wesentlich besser aus als hier (2012!).

Im Übrigen gibt es auch so gut wie keinerlei Soundtrack - was ich allerdings eher positiv bewerte, weil ich es nervig finde, wenn JEDE Szene mit irgendeinem Gedudel untermalt wird.

Alles in allem der überschätzteste Film nach Avatar.
Was hier jetzt so toll dran sein soll, ich weiß es nicht. Natürlich lässt das Aufeinandertreffen gleich mehrerer Marvel-Helden das Fan-Herz höher schlagen. Und natürlich ist es dem Fan/Geek wesentlich wichtiger, dass sein Held im Film cool dargestellt wird als dass er eine spannende Geschichte serviert bekommt. Aber ich finde, es geht auch anders. Wenn man schon ein Budget von über 200 Mio. Dollar verbrennt, dann muss doch auch irgendwas in die Entwicklung der Geschichte geflossen sein? Oder in die Sets? So spielt der Großteil von Avengers auf einem langweiligen Luftschiff. Die Kulissen sehen aus wie ... Naja, wie Kulissen halt. Alles wirkt steril und irgendwie TV-tauglich - so wie Whedon es gewohnt ist?

Mein Fazit: unspannend bis zum Schluss. Trotz eines gut dargestellten Superhelden-Teams (dafür gibt es die zwei Sterne, eigentlich nur 1,5, aber wir runden auf) absolut nicht zu empfehlen.
Schade
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 12, 2013 12:46 PM CET


Alles auf einmal
Alles auf einmal
Preis: EUR 1,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melodie + Gesang + Text = erster Favorit 2013, 25. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Alles auf einmal (MP3-Download)
Ich kenne die scheinbar ja bereits etablierte Band Selig nicht, und ihre Musik ist auch wirklich nicht so mein Ding. Normalerweise höre ich kaum Deutsches, viel R'n B oder eher poppige Sachen aus den Staaten. Dieser Titel aber ist absolutes Herzblut: wunderschön eingespielt, sehr ehrlich eingesungen, großartiger Refrain. Was mich letztlich vollkommen überzeugt hat, neben der Stimme des Leadsängers, ist aber dann der Text gewesen; toll, dass es auch mal Lieder gibt, die sich nicht immer nur mit dem ausgelutschten und oft wirklichkeitsfremden Liebeskummer beschäftigen. Musik kann so viel mehr, und ich liebe dieses kleine Juwel gerade deshalb, weil die Thematik unseres eigentlich viel zu schnelllebigen Alltags aufgegriffen und benutzt wird. Dazu noch ganz tolle, melodische Arrangements, die man ja heutzutage in dem ganzen Indie-Hipster-Elektro-Trash wirklich suchen muss.

Klare Kauf- oder Downloadempfehlung also, und das von jemandem, der sich mit dieser Art von Musik sonst eigentlich überhaupt nicht beschäftigt. Mich berührt der Titel, und gerade das passiert mir bei deutschem Liedgut eher selten, da man hierzulande allzu oft zu sehr und zu durchschaubar auf Trauer, Melancholie und Gejammere setzt. Das haben Selig hier nicht nötig - und deswegen gibt es volle Punktzahl für meinen ersten Liebling 2013.
Danke für diesen Titel, Jungs!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 2, 2013 7:40 PM CET


Scream and Shout (2-Track)
Scream and Shout (2-Track)

4 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Uff - das ist hart, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Scream and Shout (2-Track) (Audio CD)
Britney Spears lässt sich also auch weiterhin von scheinbar nur mäßig intelligenten Produzenten und Managern beraten und verfolgt weiter ihre Elektroschiene. Ein Genre, das langsam aber sicher seinem Ende zusteuert und 2013 wahrscheinlich von einer neuen Richtung abgelöst wird, denn wenn eine Beyoncé bereits ankündigt, sie wolle den alten R'n B der 90er zurück ins Rampenlicht bringen, dann zeigt das wohl, dass dieser scheusslich unpersönliche Eurotrash endlich wieder abflaut.
Britney ist am Ende die Leidtragende: Aufgrund drei mittelmäßiger Alben hat sie ihren Stil verloren. Das knarzende Scream & Shout setzt konsequent auf ihren Femme-Fatale-Sound und nervt bereits beim vierten Mal Hören. Schuld ist Will.i.am, der sich ja seit ein paar Jahren von gestern auf heute selbst zum Elektropapst ernannt hat, erst die Black Eyed Peas zerstört hat und seit einiger Zeit nur noch für Beat-Abfall sorgt, der sich zwar zwei Wochenende hintereinander mal ganz cool und modern anhört, ein halbes Jahr später aber nur noch nervig und anstrengend daherkommt. Der verzweifelte Versuch, auf Teufel komm raus innovativ zu klingen.

Scream & Shout ist genauso: zunächst bescheuert, dann, beim zweiten und dritten Mal Hören, eigentlich relativ cool, dann macht der Song irgendwann tatsächlich ein bisschen süchtig - allerdings ausschließlich durch den Refrain. Oft darf man das Stück nicht hören, aber es ist nicht so schlimm wie anderes Sachen von Will.i.am. Streng genommen ist es sogar Britneys beste Single seit Gimme More vom gruseligen Blackout-Album ...

Als Zwischendurch-Witz-Song also ganz lustig. Als ernstzunehmende Single und allgemeine Stilrichtung für einen Künstler oder eine Künstlerin aber viel zu oberflächlich und partylastig. Das wird auf Dauer langweilig; mag zu Will.i.am passen, aber genauso wenig wie sein Sound einst den Black Eyed Peas stand, passt er auch zu Britney nicht. Die sollte sich für ihr kommendes Album endlich mal was eigenes ausdenken - sonst wird sie 2013 einmal mehr von Beyoncé überrannt, die es z. B. nie nötig hatte, auf solch einen (Un-) Trend aufzuspringen.
Und jetzt fragen wir uns mal, warum ...
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2013 9:29 PM MEST


Suit & Tie (Explicit)
Suit & Tie (Explicit)
Preis: EUR 1,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reste von der Festplatte?, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Suit & Tie (Explicit) (MP3-Download)
Justin hat sich lange (!) genug auf alten und streng genommen recht kurzen musikalischen Erfolgen ausgeruht und kehrt erst jetzt, 2013, zurück ins Musikbusiness, nach einigen mal mehr, mal weniger wahrgenommenen Ausflügen in die Filmindustrie.
Da vor allem sein erstes Soloalbum bis heute ein klasse Werk ist wurden die Erwartungen, zumindest von meiner Seite aus, mit jedem verstreichenden Jahr größer. Bereits mit seiner zweiten LP konnte er seinen Stil nicht halten, hat aber trotzdem größtenteils überdurchschnittlich abgeliefert. Klar wurde damals aber schon, dass sich der Timbaland-Sound deutlich abnutzt; waren dessen Beats bis dahin Innovation pur, so verließ ihn wohl langsam die Muse, und die immer gleichen Sounds zwischen ihm und Timberlake wurden allmählich ähnlich schwerfällig wie damals die von ihm und Misst Elliott, dem einstigen Dreamteam.

Nun ist Justin also doch mal wieder da. Wahrscheinlich ist das Geld alle, denn so langweilig wie sein neuer Track daherkommt könnte man meinen, er habe ihn auf irgendeiner alten Festplatte von 2002 wiedergefunden; eine alte Demo, die mal eben an einem Wochenende in irgendeiner Villa aufpoliert wurde. So klingt Suit & Tie vollkommen veraltet - und das im negativen Sinne. Ich selber mag Oldschool, aber das hier ist einfach ein Lückenfüller, den wir EXAKT so schon auf diversen Janet-Jackson-Alben gehört haben.
Dann sollte er vielleicht doch lieber beim Schauspielern bleiben. Oder beim Golfen.

Fazit: Unnötiger Titel, dennoch belangloses, nettes Radiomaterial, das aber im Frühjahr besser aufgehoben wäre. Hübsch und niedlich, Jay-Zs kurze Rapeinlage ist durchaus das Aufhorchen wert, aber alles in allem hätten wir den Titel eigentlich nicht gebracht - denn wir haben ihn vor rund zehn Jahren schon einige Male gehört


In the Zone
In the Zone
Preis: EUR 8,92

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Britneys beste / einzig wirklich gute Scheibe, 3. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: In the Zone (Audio CD)
Als In The Zone damals rauskam, war das vierte Album von Britney einfach nur "irgendwie cool"; aus heutiger Sicht ist es Britneys mit weitem (!) Abstand bestes Gesamtwerk. Hier kam sie aus dem alten Teenager-Leierkasten heraus, wurde einen ganzen Schritt erwachsener, und man hatte das Gefühl, sie dreht jetzt richtig auf und hat wirklich Lust, Experimente einzugehen. Nie wieder wirkte Brit so frisch, jung und vor allem interessant - denn alles, was nach diesem Album kam, stieg weiter und weiter ab, genauso wie ihre Karriere.

Das Albumcover gibt schon gleich den richtigen Eindruck: In The Zone ist teils psychedelisch, teils extremer Mainstream, teils abgedreht. Alles im Mantel des Kommerzes, was diesmal aber nicht im Negativen gemeint ist. Das Album bietet zur Abwechslung mal keine Aneinanderreihung von Singles, sondern ein düster-schrulliges Gesamtkonzept, in dem Britney hörbar völlig aufgeht. Es macht zum ersten (und letzten) Mal Spaß, ihr zuzuhören, wie sie durch die Lieder wirbelt, mit vieler prominenter Unterstützung, und es ordentlich krachen lässt.
Bester Track, mit Abstand, ist Breath On Me, das habe ich heute noch oft in den Ohren, auch wenn ich es jahrelang nicht mehr gehört habe.

Fazit: Atemberaubender Genre-Mix, R'n B paart sich mit lupenreinem, aber angeschrammtem Pop - endlich ein Style, der ihr stand. Eine Schande, dass ihre Produzenten sie nach ihrem privaten Absturz wieder zu dem Schulmädchen runterschraubten, das sie anfangs imitierte. Heute ist Britney beinah schon ein Schatten ihrer selbst, versucht mit wirklich schlechten Elektrodröhnungen auf sich aufmerksam zu machen; bei In The Zone hatte man dagegen damals das Gefühl: Die schafft das, von der kommt noch einiges.
Ich hoffe immer noch, dass das noch wahr wird. Vielleicht später mal, wenn sie mit 41 ihr Comeback versucht


Wonderful Life
Wonderful Life
Preis: EUR 1,29

3.0 von 5 Sternen Daneben gehauen?, 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Wonderful Life (MP3-Download)
Ja, schon, denn mit dem Cover von Wonderful Life bekleckern sich Seed wahrhaftig nicht mit Ruhm. Warum fangen die Jungs plötzlich an zu singen? Das war noch nie ihre Stärke, was bei diesem Track leider recht deutlich wird. Ein bisschen erschrocken war ich, als ich die Nummer zum ersten Mal hörte; warum haben sie nicht eine ganz eigene Interpretation des Songs abgeliefert? So klingt die Single leider schlicht nach nachgesungen, und das passt nicht zu Seed. Die Beats rollen zwar sehr relaxt und düster vor sich hin und stehen in schönem Kontrast zu den Lyrics, aber dennoch versprüht der Track zu wenig Individualität - was man ja eigentlich den Jungs gewohnt ist.
Ich bin kein Seed-Fan und auch die Originalversion von Wonderful Life empfand ich nie als ein besonders gutes Stück, aber wenn einer was draus machen hätte können, wären es Seed gewesen ...


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