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Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte
Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte
von Crystal Chan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Verdiente 5 Sterne!, 16. August 2014
Erster Satz:
Großvater hörte an dem Tag auf zu sprechen, an dem er meinen Bruder John tötete.

Meine Meinung:

Cover & Titel:
Ich bin ja so ein klitzekleines bisschen in die Magellan-Cover verliebt – und „Bird“ ist da keine Ausnahme! Die Vögel, die Blumen, die ganzen Details machen das Cover zu einem Eyecatcher. Vor allem ist es so liebevoll und einmalig gestaltet, dass man im Buchladen einfach nicht dran vorbei gehen kann. Und auch der Titel ist sehr passend zum Inhalt gewählt, verrät glücklicherweise aber nichts darüber.

Zum Buch:
Zugegeben, „Bird“ ist so ein Buch, über das ich anfangs nichts wusste. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, im Laden die Inhaltsangabe zu lesen – das Cover hat schon ausgereicht, dass ich wusste, ich muss es mitnehmen. Dementsprechend überrascht war ich auch, als ich angefangen habe, es zu lesen.

Die Protagonistin in dem Buch ist die zwölfjährige Jewel, die für ihr Alter schon ganz schön erwachsen wirkt. Sie musste durch den Tod ihres Bruder eine ganze Menge durchmachen. Ihre Familie schweigt alles zu Tode und Freunde hat sie auch nicht wirklich. Und dann taucht plötzlich John auf. John, der Astronaut werden will und ihr von den Sternen erzählt. John, der sie versteht und auch Probleme hat.

Zitat: „Dadurch ändert sich die Zusammensetzung der Sterne und damit auch die Art, wie sie sich in Zukunft entwickeln.“ Er legte den Kopf in den Nacken und blicke zum Himmel hoch. „Genau wie bei dir und Bird. Er ist in dir. Und du bist in ihm, wo auch immer er jetzt ist.“ [S.244]

Mit seinem Erscheinen beginnen sich die Dinge zu verändern. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sie an der Freundschaft zu John charakterlich betrachtet wächst und vor allem mutiger wird. Sie nimmt das Schweigen ihrer Eltern nicht mehr hin und hinterfragt viele Dinge. Allgemein war diese Entwicklung von ihr eines der Dinge, die mich am meisten an dem Buch fasziniert haben. Vom stillen Mädchen, das all ihre Sorgen wortwörtlich im Boden vergräbt zu jemanden, der Rückrat beweist und ihren Eltern die Stirn bietet – aber nicht auf eine negative Weise.

Zitat: Wenn etwas Schlimmes passiert, kann das so grauenvoll sein, dass es schlicht keine Worte gibt, um es zu beschreiben. Und wenn etwas richtig, richtig Schlimmes passiert, wird man innerlich taub, weil selbst das Herz nicht weiß, was es tun soll. [S. 251]

„Bird“ ist meiner Meinung nach ein Buch, das weniger von Action-geladenen Ereignissen lebt, als viel mehr von den Gedanken und kleineren Taten der Protagonistin. Es ist nicht so, dass nie etwas passiert, aber das Buch ist doch vergleichsweise ruhig. Dazu sei aber gesagt, dass sich das bei dieser Geschichte alles andere als schlecht auswirkt. Man bekommt einfach sehr viel von Jewels „Innenleben“ mit und schließt sie dadurch auch sofort ins Herz. Man bangt um sie, freut sich für sie und weint mit ihr, wenn etwas Trauriges passiert.

Ein wichtiger Aspekt, dass mir das Buch so gefällt, ist der Schreibstil der Autorin. Er ist auf den Punkt und lässt Jewel gleichzeitig erwachsen und wie ein kleines Kind erscheinen. Ich denke, diese Mischung ist hier sehr von Vorteil. Es würde unglaubwürdig erscheinen, spreche Jewel wie eine zwanzigjährige Studentin. Andererseits würde es auch fragwürdig wirken, wenn sie sich genau ihrem Alter entsprechend verhält.

Zitat: Es roch nach Torfmoos und Lehm und die Gerüche verschmolzen zu einem ganz eigenen Duft. Schon seltsam, dachte ich, dass die Menschen meinen, sie müssten zum Beten in Kirchen gehen, wo doch hier draußen solche Heiligtümer warten, reglos und schweigend. [S.55]

Fazit:
„Bird“ ist eines dieser Bücher, die sich still und heimlich in das Herz schleichen, sich dort fest verankern und nach dem Beenden des Buches auch nicht mehr loslassen. Wunderbar ausgearbeitet Charaktere und eine Protagonistin, die man nur sympathisch finden kann, machen das Buch zu einem wunderbaren Zeitvertreib, den ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

9,5 / 10 Punkten


Die Pan-Trilogie, Band 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan
Die Pan-Trilogie, Band 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan
von Sandra Regnier
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Ein zweiter Teil, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht!, 12. Juni 2014
Erster Satz:
Ich hatte ihr Unrecht getan.

Meine Meinung:

Cover & Titel:
Keine großartige Veränderung zum ersten Band, wobei ich sagen muss, dass es mich bei der Pan-Reihe auch nicht sonderlich stört. Ich finde die Cover sehr schön und die Details darauf bewundernswert, zumal sie auch einfach zum Inhalt passen. Der Titel ist meiner Meinung nach auch wieder sehr passend gewählt, weswegen es an diesen beiden Dingen überhaupt nichts auszusetzen gibt.

Zum Buch:
Ich finde es immer reichlich schwer, einen den zweiten, dritten, vierten ... Band einer Reihe zu rezensieren. Auch „Die dunkle Prophezeiung des Pan“ ist da keine Ausnahme.

Sandra Regniers Schreibstil ist und bleibt sehr locker und leicht zu lesen. Ihren Charakteren verpasst sie eine große Portion Humor, was das Lesen einfach viel unterhaltsamer macht, als endlose, hintereinander aufgezählte Fakten. Sie weiß, wie man dem Leser bei Laune und vor allem auch in der Geschichte gefangen hält. Am meisten fasziniert hat mich die Charakterwandlung von Felicity. War sie am Anfang doch das „hässliche Entlein“, ist sie nun selbstbewusster und ganz offensichtlich auch hübscher - darf man den Meinungen der vielen Kerlen, die ihr plötzlich hinterherschauen, trauen.

"Paul wartete tatsächlich bei meinem Schließfach auf mich. Ich stockte, als ich ihn sah. Das war beinahe gruselig. Vor allem, als er mir wortlos meine Tasche abnahm." [S. 80]

Einen großen Pluspunkt gibt es dafür, dass der Folgeband gleich an Teil 1 anknüpft. Keine endlosen Wiederholungen, wie das bei fast allen Folgebänden einer Reihe ist. Das Buch beginnt und die Geschichte geht nahtlos weiter, wodurch man sofort wieder in die Geschichte tauchen kann. Der Plot ist sehr gut ausgearbeitet, viele Dinge, die im ersten Band unklar geblieben sind, werden hier aufgeklärt. Allerdings bleibt am Ende immer noch genug Spielraum für Band 3, auf den ich auch schon sehr gespannt bin ;)

Überraschend auch, wie Sandra Regnier es geschafft hat, einen während des Lesens komplett ahnungslos bleiben zu lassen. Ich hatte die Hälfte der Zeit keine Ahnung, wohin es gehen sollte, was die Geschichte natürlich ungemein spannender macht und einen viel mehr fesselt, als wenn man schon auf der ersten Seite weiß, wie es auf der letzten endet.

"Obwohl das Wetter sich allmählich etwas gebessert hatte, war unsere Laune auf dem Tiefpunkt. Lee fehlte bereits seit vier Wochen. Es war offensichtlich, dass etwas nicht stimmte. Ciaran gab keine Auskunft und ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen." [S. 175]

Fazit:
Wo der erste Band eher auf das normale, tägliche Leben zugeschnitten war, bekommen in Band 2 nun die Fantasy-Elemente ihren großen Auftritt. Avalon, noch mehr Zeitreisen, ungeahnte Gegner - alles lässt sich hier finden und durch den rasanten Erzählstil und die vielen neuen und vor allem unglaublichen Dinge, die passieren, wird das Buch zu einem Kopfkino der besonderen Art.

8 / 10 Punkten


Blut ist im Schuh
Blut ist im Schuh
von Anna Schneider
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung für Zwischendurch, 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Blut ist im Schuh (Taschenbuch)
Erster Satz:
Es war still in der Straße, Dunkelheit sankt langsam über die Stadt.

Meine Meinung:

Cover & Titel:
Auf dem Cover zu sehen sind die „Geschwister“ Amelie und Sarah. Den Silhouetten nach zu urteilen, stehen sie mit dem Rücken zueinander, was ihr Verhältnis, wie es den Großteil des Buches über ist, recht deutlich wieder gibt. Für einen Thriller sind die Farben zwar recht freundlich, aber da dieser ja vor allem die Jugendgruppe ansprechen soll, habe ich damit weniger Probleme.
Der Titel „Blut ist im Schuh“ ist vermutlich deswegen gewählt wurden, weil die Geschichte sehr in Richtung Aschenputtel geht und auch der Name des Öfteren fällt. Ansonsten passt er eher weniger zum Inhalt.

Zum Buch:
Ehrlichkeitshalber muss ich sagen, dass ich das Buch nie gekauft hätte, hätte ich nicht einen Gutschein für Thalia bekommen. Da Käufe von meiner Wunschliste kurz vor Weihnachten natürlich tabu sind, musste etwas anderes her. Und voilà: „Blut ist im Schuh“ war der perfekte Kandidat. Ich lese manchmal gerne Bücher in dieser Richtung und habe vor allem von dem hier auch schon einiges gehört.

Die Sichten, aus denen das Buch geschrieben ist, wechseln zwischen mehreren Personen. Als Protagonistin steht Amelie da natürlich im Vordergrund, aber auch von Sarah bekommt man genug mit. Das Verhältnis zwischen den beiden ist - wie oben schon erwähnt - weniger harmonisch. Sarah ist auf alles eifersüchtig, das Amelie tut, sieht ihre Stiefschwester als Bedrohung an, die ihr den Platz in ihrem Leben streitig macht. Teilweise ging sie mir mit ihrer Art wirklich auf die Nerven, allerdings nicht auf eine Weise, die dem Buch Minuspunkte bringt. Durch den übergreifenden Erzählstil, erfährt man auch ihre Beweggründe, was das Ganze zwar nicht weniger „bösartig“ erscheinen lässt, Sarah aber eine gewisse Tiefe verpasst, die keinem Charakter in einer Geschichte fehlen sollte.

Einem reichen Mann, dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte, dass ihr Ende herankam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach: „Liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herabblicken und will um dich sein.“ [S. 8]

Amelie ist das genaue Gegenteil von Sarah. Sie ist lieb, hilfsbereit und in dem Sinne wirklich wie Aschenputtel. Glücklicherweise macht sie diese Nettigkeit aber zu keinem langweiligen Charakter, der sich von anderen den Mund verbieten lässt. Sie steht zu ihren Ansichten, spricht sie meistens auch klar aus und das, obwohl es meistens nur auf taube Ohren stößt. Ihre Stiefmutter ist bis zu einem bestimmten Punkt nämlich ein richtiges Biest, das zu ihrer Tochter, Sarah, steht, egal, was diese verzapft bzw. Amelie antut. Das spricht nicht gerade dafür, sie zu mögen, was als Mutter zwar teilweise verständlich ist, hier aber manchmal etwas übertrieben wirkte. Wobei ... Wer weiß, wie weit Mütter für ihre Kinder gehen würden?

In der Geschichte kommt natürlich auch der ein oder andere Love-Interest vor. Einer davon ist Ben, der Amelie eines Tages aus heiterem Himmel zum Schulball einlädt. Amelies Traum könnte also endlich in Erfüllung gehen - wäre da nicht Sarah, die schon seit einer Weile heimlich in Ben verschossen und nicht gewillt ist, ihn an ihre Stiefschwester abzutreten.

Er zoomte ihr Gesicht näher heran. Die Bildqualität wurde dadurch schlechter, aber er wollte ihre Züge später groß in seinem Zimmer sehen. Überdimensional mit dem Beamer an die Wand geworfen. Er sehnte die nächtlichen Stunden in seiner Wohnung herbei, wo er sie beide genießen konnte: der einen Bild und der anderen Duft ...

Von dem Familiendrama, das doch einen Großteil des Buches einnimmt, mal abgesehen ist da natürlich noch dieser geheimnisvolle Fremde, der Amelie und Sarah auflauert. Manche Kapitel behandeln auch ihn etwas genauer, wobei mir bis zum Ende allerdings nicht klar war, wer das eigentlich ist. Ich hatte meine Vermutungen, wurde letztendlich aber doch überrascht. Hut ab dafür - in vielen Jugendthrillern sind die „Täter“ viel zu offensichtlich dargestellt, was hier glücklicherweise nicht der Fall gewesen ist.

Fazit:
Trotz kleinerer Mängel ist „Blut ist im Schuh“ eine gute Unterhaltung für Zwischendurch, die sich durch einen leicht verständlichen Schreibstil schnell lesen lässt. Die Charaktere sind in ihrer Einzigartigkeit gut ausgearbeitet und können überzeugen. Ebenso die Geschichte, welche gut abgerundet ist und seinen gewissen Grad an Spannung bis zur letzten Seite aufrecht hält.

7 / 10 Punkten


Auracle: Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe
Auracle: Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe
von Gina Rosati
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Gute Idee mit einigen Schwächen, 15. September 2013
Erster Satz:
Als das Licht ausgeht, flüstert mir Rei Ellis leise zu: „Anna, geh nicht.“
Meine Meinung:

Cover & Titel:
Mich persönlich spricht das Cover ziemlich an. Es hat etwas mystisches, faszinierendes mit den dunklen Farben und dem daraus hervorstechenden Wasserfall im Hintergrund. Gut gemacht, denn der spielt eine tragende Rolle in dem Buch, und ist mit dem Mädchen im Vordergrund - vermutlich Anna - das Augenmerk des Covers.
Das einzige Nachteil an der allgemeinen Aufmachung des Buches ist meiner Meinung nach der Untertitel. "Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe", gibt für mich schon zu viele Hinweise auf den Inhalt.

Zum Buch:
Auracle ist ein Buch das mich vom Klappentext her sofort angesprochen hat. Bereits nachdem ich den Anfang gelesen hatte, gefiel mir der Schreibstil sehr gut. Die Autorin hat eine lockere Art zu schreiben, weshalb man gut in die Geschichte kam. Besonders überrascht hat mich, das Auracle so wenige gängige Klischees benutzt. Die Idee vom Buch ist nämlich richtig super! Die Überlegungen die sich dahinter verbergen waren interessant und machten mich schnell neugierig.

Während die Autorin nicht viel an Geschehen detailreich beschreibt, waren die ganzen Informationen in die Dialoge eingebaut und passten daher sehr gut in das Gesamtgeschehen. Mir gefiel es, wie die Charaktere gemeinsam Ereignisse durchsprachen und so des Rätsels Lösung auf die Spur kamen. Damit meine ich besonders Anna und Rei, denn ihr bester Freund ist der Einzige gewesen, der sie in ihrer „Geisterform“ sehen konnte, weshalb er der Einzige war, der sie auch unterstützen konnte. Die beiden waren meiner Meinung nach ein ziemlich gutes Team! Annas Charakter ist einem schnell sympathisch. Sie ist das typisch nette Mädchen von nebenan und das mochte ich. Zudem ist es mal etwas anderes, das Anna den gesamten Roman über nicht in ihrem eigenen Körper steckt, sondern in dieser besonderen Form Teil des Geschehen ist. Rei war mein Lieblingscharakter aus dem Buch. Ich fand es super, das viel über seine Herkunft erzählt wurde und er mal andere Wurzeln hatte, als sämtliche Charaktere in Jugendbüchern. Ihn und Anna verbindet eine Jahrelange Freundschaft, die im Buch gut dargestellt wurde.

Ich nähere mich dem Bett und sehe zu, wie sich der dunkle Haufen unter der Decke hebt und senkt. Jetzt passt sie vielleicht nicht mehr so sehr auf und ich kann in meinen Körper zurück. Ich strecke einen Finger aus und berühre meine Wange. [S. 81]

Nebencharaktere wie z.B. Taylor, das Mädchen welches in Annas Körper steckte, fand ich hingegen etwas blass. Sie war eigentlich als die Böse, der Gegenspieler in dem mysteriösen Rätselspiel gedacht, aber Taylors Gedanken und Handlungen waren schwer nachvollziehbar für mich. Sie ist nichts weiter, als eine oberflächliche und egoistische Person und auch ihre Gefühle für Rei kamen seltsamerweise wie aus dem Nichts. Das sie Anna das Leben schwer machen wollte, ohne ersichtlichen Grund gefiel mir nicht.

Nach Taylors Unfall, der früh in der Geschichte vorkommt, passiert eine Weile nichts spannendes mehr. Trotzdem habe ich ich die Handlung gerne weiter verfolgt, weil die Autorin viel Wert auf die Entwicklung von Beziehungen genommen hat. Leider muss ich dazu auch sagen, das ich irgendwann ab der Mitte doch etwas enttäuscht wurde. Eine Zeit lang liest man gerne, wie sich alles weiter entwickelt und dass das normale Leben von Rei, trotz der Aufklärung des Falls nicht auf der Strecke bleibt ist auch okay, aber ich habe mich teilweise so gefühlt, als würde die Handlung sich im Kreis drehen. Es gibt zwar viele kleine Hinweise im Buch und Anna und Rei arbeiten auch weiter gut zusammen, um ihrem Freund zu helfen, aber dennoch hätte ich mir etwas mehr Höhepunkte gewünscht.

Gelungen waren dann aber wieder die Probleme innerhalb von Annas Familie. Es gab Streit mit ihrem Vater unter dem auch Taylor leiden musste und so erfuhr man etwas mehr über die Hintergründe von Annas Leben. Ab der Mitte wurde das Geschehen dann wieder etwas rasanter. Man konnte deutlich spüren, das sich bald alles zu einem Finale aufschließt, was die Stimmung sehr mitreißend gemacht hat. Zwar weiß ein aufmerksamer Leser doch so einiges, was hier herauskommt, aber das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten.

Freundschaft ist eine seltsame Sache. All die Jahre haben diese Mädchen mit ignoriert. Aber sie akzeptieren die neue, verbesserte Anna Rogan in ihrem Kreis, solange sie interessanten Klatsch und Trasch erzählen kann. [S. 179]

Erwähnenswert ist auch noch die Liebesgeschichte. Es ist offensichtlich, das es hier mehrere Verstrickungen gibt, die sich durch das Buch ziehen, aber dennoch gab es hin und wieder Überraschungen zu erleben. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmte auch. Einzig und allein das alles etwas zu schnell ging und besonders Anna Rei manchmal nach spioniert, fand ich etwas unnötig.

Fazit:
„Auracle“ ist ein Buch mit seinen Stärken und Schwächen. Ich habe es gern gelesen, aber vom Hocker hauen, konnte es mich leider nicht.

6 / 10 Punkten


Was geschah mit Mara Dyer?: Roman
Was geschah mit Mara Dyer?: Roman
von Michelle Hodkin
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jedes Buchregal!, 15. September 2013
Erster Satz:
Ich heiße nicht wirklich Mara Dyer, aber meine Anwältin meinte, ich müsse mir einen Namen zulegen, ein Pseudonym.
Meine Meinung:

Cover & Titel:
Ich finde das Cover sehr gelungen! Die Farben sind schön kräftig und es strahlt etwas Mystisches aus, das einen reizt, das Buch aufzuschlagen und sofort rein zu lesen. Allerdings finde ich, dass das Verhältnis zwischen Cover und Titel etwas unstimmig ist. Der Titel springt einem ins Auge - was nicht unbedingt schlecht ist -, aber es lenkt die Aufmerksamkeit von dem originellen Motiv. Das englische Cover finde ich da etwas besser, aber im Großen und Ganzen kann ich nicht meckern
Der Titel ist auch gut gewählt! „Was geschah mit Mara Dyer“ macht neugierig (Ja, was geschah denn nun mit ihr?) und passt zum Inhalt.

Zum Buch:
Ich weiß noch, dass ich dieses Buch am Anfang gar nicht lesen wollte. Großer Fehler, kann ich da im Nachhinein nur sagen. „Was geschah mit Mara Dyer“ versprüht vom ersten Moment an diese besondere Atmosphäre, die es einem unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Das ist zum Großteil wegen der sympathischen Protagonistin, die alles andere als eine 08/15-Teenie-Heldin ist, die erfährt, dass sie Superkräfte hat, mit denen sie die Welt retten muss etc. etc. Nein. Mara ist ein gewöhnliches Mädchen, mit einem schrecklichen Ereignis aus ihrer Vergangenheit, das sie prägt. Auf mir wirkte sie durch ihre Vergangenheit authentisch und vor allem greifbar, weil ihr Leben eben nicht pink und perfekt ist - denn wessen Leben ist das schon? Man schließt sie also von Anfang an ins Herz und lässt sie dort auch nicht mehr raus.

Und was darf in einer super YA-Geschichte natürlich auch nicht fehlen? Genau. Die Liebesgeschichte. Oftmals ist die aber entweder aber viel zu übertrieben (Ich wette, dafür kennt jeder ein Beispiel ... Ich sag nur: glitzernde Diskokugeln :D) oder sie ist nur gering in der ganzen Handlung der Geschichte vorhanden. Meiner Meinung nach hat, Michelle Hodkin in „Was geschah mit Mara Dyer“ das perfekte Maß zwischen den beiden Extremen gefunden und die Liebesgeschichte perfekt mit in das Geschehen eingebunden.

Ein dreimaliges Klopfen an der Tür verkündete Noahs Ankunft. Für den Bruchteil einer Sekunde sahen Daniel und ich uns an. Dann fuhr ich vom Küchentisch hoch und Daniel warf die Kühlschranktür. Wir hechteten beide zur Haustür. Daniel kam als Erster an. Mistkerl. Meine Mutter war direkt hinter mir und reckte den Hals. Daniel machte die Haustür weit auf. Noah stand da wie ein Ausrufezeichen, in dunklen Jeans und einem weißen T-Shirt und verströmte seinen Strubbelcharm. [S. 202]

Ich glaube, das Zitat macht klar, wer den männlichen Part in der Liebesgeschichte übernimmt. Noah ist ein Charakter, den man entweder mag oder einfach mögen muss. Ja, muss. Er ist witzig, liebevoll, selbstbewusst. Auch hier keine Spur von jeglichen Klischees, außer der Tatsache, dass er beliebt und gut aussehend. Er ist nicht auf den Mund gefallen, genauso wenig, wie Mara, was einige amüsante Situationen zwischen den beiden zaubert.

Auch alle anderen Nebencharaktere - egal, wie kurz ihr Auftritt auch sein mag -, sind sehr gut ausgearbeitet und auch mit einem gewissen Tiefgang, der sie realistisch wirken lässt und nicht keineswegs platt. Unter ihnen sind die verschiedensten Persönlichkeiten, die der Geschichte noch eine besondere Note geben. Sie haben alle ihren eigenen Kopf und sind keine Marionetten, die sich durch dümmliche Versprechen manipulieren lassen.

Eine ganze Ewigkeit fühlte ich mich wunderbar. Ich lächelte Mund an Mund, fuhr ihm mit den Fingern durch die Haare und lehnte mich irgendwann ein wenig zurück, um in seinen Augen zu lesen, doch sie waren geschlossen und seine Lider ruhten auf steinernen Wangen. Ich rückte noch ein Stück von ihm ab und seine Lippen waren blau. [S. 397]

Auch Michelle Hodkins Schreibstil hat es mir angetan. Sie verzichtet hier auf jedes unnötige Wort und schafft es damit, den Leser bei der Stange zu halten. Nichts wird schöner gemacht, sondern genau so beschrieben, wie es ist.

Fazit:
„Was geschah mit Mara Dyer“ hat mich kurz gesagt von Anfang bis Ende fasziniert und gut unterhalten. Mit seiner interessanten Idee, tollen Charakteren und einer süßen Liebesgeschichte hat das Buch mich vom ersten Satz an fesseln können. Jetzt heißt es nur noch: Geduld bis zum zweiten Band!

10 / 10 Punkten


Unsterblich - Tor der Dämmerung: Band 1 - Roman (Heyne fliegt)
Unsterblich - Tor der Dämmerung: Band 1 - Roman (Heyne fliegt)
von Julie Kagawa
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vampire-Dystopie mit Makeln, 30. August 2013
Erster Satz:
Sie hängten die Unregistrierten in der alten Speicherstadt, es war eine öffentliche Hinrichtung, die sich jeder ansehen konnte.

Meine Meinung:

Cover & Titel:
Das deutsche Cover ist meiner Meinung nach zwar sehr gelungen, reicht dem Englischen aber nicht ganz das Wasser. Wo hier die Einzigartigkeit weitaus größer ist und das Cover einen wirklich anspricht, kommt in der englischen Variante die düstere Stimmung der Geschichte besser rüber. Man sieht da auf den ersten Blick, dass das Buch nicht immer etwas für schwache Nerven ist und man sich auf dunkle Lesestunden gefasst machen sollte.
Was den Titel angeht, finde ich, dass er gut gewählt ist. „Unsterblich“ passt ohne wenn und aber - und wenn man etwas weiträumiger denkt, dann tut es „Tor der Dämmerung“ auch.

Zum Buch:
Zugegeben, ich bin mit bestimmten Erwartungen an dieses Buch gegangen. Ich glaube, dass ist unvermeidlich, wenn man die „Plötzlich Fee“-Reihe zuvor gelesen hat und davon ungefähr so angetan war, wie ich. Einerseits wurden besagte Erwartungen enttäuscht - und andererseits auch wieder nicht. Das Buch war ein auf und ab, dass mich manchmal in seinen Bann gezogen und im nächsten Moment gleich wieder ausgespuckt und verwirrt zurückgelassen oder verärgert hat.

Woran lag das? Schon mal nicht an der Protagonistin, das ist sicher. Allyson war ein durch und durch sympathischer Charakter, der immer wusste, was er wollte und auch mal den Leuten in den Hintern trat, um es zu bekommen. Ihre toughe Einstellung hat sie gleich noch viel interessanter gemacht, ihre Gedankengänge waren meist klar nachvollziehbar. Hier aber der Minuspunkt: Es war eben nicht immer so, sondern nur meist. Manchmal waren mir ihre Motive nicht völlig klar und obwohl ich ihren Standpunkt im Großen und Ganzen verstanden habe, konnte ich nicht immer sagen, dass er mir gefallen hat.

Dann war es also wahr. Ich hatte tatsächlich das Undenkbare getan. Ich war zu dem geworden, was ich auf dieser Welt am meisten hasste: einem Vampir, einem Monster. [S. 106]

Ein großer Makel, der mich ganz besonders gestört hat, war, dass Allysons Verwandlung erst einmal das ewig lange Info-Dumping nach sich zog. Ich meine, ja, die Idee, eine neue Welt dem Leser so näher zu bringen, ist keinem von uns unbekannt - aber man muss den richtigen Grad zwischen zu viel und zu wenig finden. Hier war es eindeutig Ersteres, fühlte ich mich beim Lesen doch oftmals einfach vollgestopft, mit allen Details. Circa ab dem zweiten Teil fand das häufiger im Wechsel mit der Action statt. Hier ein Kampf, dort seitenlange Erklärungen. Wieder ein Kampf ... Ich finde, die Mischung aus beidem macht es: Immer mal ein paar Infos zwischendrin mit einließen lassen, ohne den Leser gleich damit zu überhäufen.

Zu den Nebencharakteren will ich nicht viel sagen. Sie waren alle ganz nett, aber einigen von ihnen hat der nötige Tiefgang gefehlt. Klar haben sie das Geschehen voran getrieben, aber ihr Eigenleben - ihre Persönlichkeit - kam meiner manchmal einfach zu kurz. Genau, wie die Lovestory. So richtig überzeugen konnte die mich nicht von Anfang an. Aber (und das ist ja immer das wichtigste Wort ) mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt, dass der männliche Charakter diesmal weniger dominant und stark, sondern eher zurückhalten war.

Halte dir immer einen Flutchweg offen, so lautete die oberste Regel aller Unregistrierten. Tu, was du willst, hasse die Vampire, verfluche die Lakaien, aber lass dich niemals erwischen. [S. 13]

Ungefähr zum Ende der Geschichte hin kam dann noch einmal der große Knall mit rasanter Action, die die nächsten Seiten wie im Fluge hat vergehen lassen. Ein Ereignis folgt auf das andere, alles geschieht Schlag auf Schlag und zum Luftholen bleibt erst wieder Zeit, wenn man das Buch dann zugeklappt und beiseite gelegt hat.

Fazit:
Alles in Allem fand ich „Tor der Dämmerung“ etwas enttäuschend, was nicht bedeutet, dass ich die Reihe nicht weiter verfolgen werde. Ein interessanter Plot, einige spannende Wendungen und recht unterschiedliche Charaktere werden den Leser auch in dieser Reihe von Julie Kagawa wieder in eine wunderbar andere Welt entführen.

6 / 10 Punkten


Take Care, Sara
Take Care, Sara
von Lindy Zart
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,88

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen LOVE!, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Take Care, Sara (Taschenbuch)
Erster Satz:
He asked her name and smiled.

Zum Inhalt:
You breathe in, you breathe out, and everything you know is gone.

Sara Walker knows firsthand what it feels like to have your reality ripped away, scrambled, and shoved back at you in an undone puzzle where pieces are missing and nothing fits. She's lost so much and is struggling to live and to find the strength to forgive herself for being human. With the help of Lincoln, her husband's brother, Sara realizes it's not about finding who she used to be, but about finding who she is now.

You breathe in, you breathe out, and everything you know isn't gone, but reborn.

Meine Meinung:

Cover & Titel:
„Take Care, Sara“ ist für den Titel perfekt gewählt. Dieser kleine Satz hat schon ziemlich am Anfang eine immense Bedeutung für die Hauptcharaktere in dem Buch und wird auch durchweg immer wieder mit eingebaut.
Das Cover ist meiner Meinung nach auch wirklich gut gemacht! Mag sein, dass es nicht großartig aus der Menge heraus sticht, aber es passt einfach und die dunklen Farben an sich finde ich auch sehr schön.

Zum Buch:
Es fällt mir unheimlich schwer, „Take Care, Sara“ zu rezensieren und ich kann auch jetzt schon sagen, dass das hier alles andere als objektiv wird. Ich bin auch sicher, dass hier und paar ein da ein paar kleinere Spoiler auftreten werden (nichts Weltbewegendes), weil ich meine Meinung anders gar nicht erklären kann.

Das Buch beginnt mit einem Zwischenfall, der offenbart, wie kaputt Sara innerlich eigentlich ist. Es ist ungefähr ein Jahr her, dass sie und ihr Ehemann einen Unfall hatten und er dabei aus ihrem Leben gerissen wurde. Sara hatte keine Chance, irgendwas am Ausgang dieser Situation zu verändern und gibt sich trotzdem die Schuld an allem. Sie ist im Prinzip nicht mehr, als eine Hülle ihrer Selbst - isst kaum, lebt in einer Lethargie, die sie nicht ablegen kann, mehr in der Vergangenheit, als in der Gegenwart und ... existiert einfach nur noch.

„She couldn't bring herself to open the door. It reminded her of him. Everything in this house did. But she couldn't forget. She didn't want to forget. Maybe part of the reason she couldn't let go, the reason Sara refused to let go, was because if she did, she feared she'd lose him as well. She couldn't say goodbye to him.“

Es war ein Schock, dieses Buch zu beginnen. Man wird einfach unvorbereitet in die Geschichte - in Saras Verzweiflung - hinein geworfen und muss mit ihr all das durchleben. „Take Care, Sara“ ist auf emotionalen Ebene so ergreifend und bewegend - ich hatte oftmals das Gefühl, direkt neben Sara zu stehen, sie vielleicht sogar zu sein.

Ihr Charakter, und auch alle anderen, wirken sehr authentisch und echt. An ihnen ist nichts gestellt, gekünstelt oder sind irgendwie geheuchelt. Es sind Charaktere, die sich von normalen Personen kaum unterscheiden, nichts an ihnen ist sehr auffällig und trotzdem mag man sie einfach. Man schließt sie vom ersten Moment an ins Herz und leidet mit ihnen.

„Lincoln had always been blunt, something Sara had admired. Now, though, she really wished he wasn't quite so blunt. This was why she had been avoiding him as much as she could. Because she knew he'd do this. He thought he had to look out for her, he tought it was his responsibility to take care of her for his brother.“

Kurz nach diesem Zwischenfall kommt der Bruder von Saras Mann, Lincoln, das erste Mal ins Spiel. Er ... ist einfach genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und hilft Sara dabei, aus diesem Zustand, bei dem sie nicht wirklich lebendig, aber auch nicht tot ist, herauszufinden

Was die Romanze in diesem Buch angeht, kann ich sagen, dass sie auf keine Weise unnatürlich wirkt. Von Anfang an sind Saras Zweifel da, ihren Mann dadurch untreu zu werden und ihn vielleicht/vielleicht auch nicht nur ersetzen zu wollen. Mir fällt es gerade selbst schwer, in einer Rezension diese ganze Gefühlswelt und die vielen Gedanken einzufangen. Den Herzschmerz, die Verzweiflung, die Hoffnung ... Ich kann nur bewundern, wie die Autorin es geschafft hat, auf 494 so eine Lawine an Emotionen loszutreten, während ich jetzt noch nicht die richtigen Worte gefunden habe.

„That’s the thing about ‘what ifs’; they don’t matter. They don’t change anything. All they do is make it unable for you to heal.“

Fazit:
„Take Care, Sara“ ist ein einzigartiges Buch mit einer Protagonistin, die trotz vieler Schicksalsschläge neuen Mut findet, um wieder aufzustehen. Es zeigt die Stärken und Schwächen der Charaktere auf eine gefühlvollen Art und Weise, ohne diese unecht erscheinen zu lassen.

9,5 / 10 Punkten

„You hold on tight from now on, so tight it hurts. Got it? Don’t let go of me, not ever. Don’t worry about hurting me, don’t worry about suffocating me, don’t worry about holding on too tight. You hold on and you never let go. You’ll only hurt me, I’ll only suffocate, if you let go. Promise.“


Watersong - Sternenlied
Watersong - Sternenlied
von Amanda Hocking
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Könnte besser sein ;), 13. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Watersong - Sternenlied (Gebundene Ausgabe)
Erster Satz:
Trotz der Nähe des salzig duftenden Meeres roch Thea das Blut, das an ihr klebte.
Zum Inhalt:
Wer ihrer Schönheit verfällt, verwirkt sein Leben.

Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich. Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …
Die 16-jährige Gemma liebt das Meer. Und sie liebt ihren besten Freund Alex. Der Sommer verspricht perfekt zu werden – bis die geheimnisvollen Mädchen Penn, Lexi und Thea auftauchen und Gemma in ihren Bann ziehen. Nach einer gemeinsamen Partynacht fühlt Gemma sich wie ausgewechselt: stärker, schneller und schöner als je zuvor. Was ist passiert? Als sie die Wahrheit erfährt, ist es bereits zu spät: Die verführerische Welt der Sirenen lockt Gemma unaufhaltsam in die tödlichen Tiefen des Meeres ...
(Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Titel & Cover:
Das Cover von „Sternenlied“ war ausschlaggebend, dafür, dass ich dieses Buch überhaupt lesen wollte. Darauf zu sehen ist Gemma unter Wasser. Auch wenn es in dem Buch nicht nur um sie geht, steht sie doch im Vordergrund. Auch auf kleinere Details wurde geachtet, wie beispielsweise der Leuchtturm im Hintergrund.
Der Titel ist hier gut gewählt und auf den Inhalt abgestimmt. „Sternenlied“ passt insofern, als dass Gemma und Alex sich öfter die Sterne anschauen. „Watersong“ spricht für sich selbst

Zum Buch:
Ich habe bisher nur ein Buch von Amanda Hocking gelesen - den ersten Band der „Unter dem Vampirmond“-Reihe. Ich muss zugeben, dass dieser mich nicht sonderlich überzeugen konnte. Leider hat auch Sternenlied nicht ganz meinen Vorstellungen entsprochen.

Die ersten 100 - 150 Seiten kann man sich eigentlich schon sparen, hat man den Klappentext gelesen. Man wird darin in die Geschichte eingeführt und lernt die einzelnen Charaktere kennen. Es geschieht nicht wirklich viel, was nicht unbedingt schlecht ist, aber bei mir in diesem Fall öfter mal für ein wenig Langeweile gesorgt hat. Sind diese Seiten allerdings erst einmal geschafft, kommen Schlag auf Schlag so einige Ereignisse.

Thea warf Penn einen Seitenblick zu. Sogar im trüben Mondlicht schimmerte Penns schwarzes Haar und auch ihre gebräunte Haut schien von innen heraus zu leuchten. So kurz nach ihrer Mahlzeit wirkte sie sogar noch schöner, als ein paar Stunden zuvor. [S. 7]

Zu Gemmas Charakter muss ich sagen, dass sie zwar gut ausgearbeitet ist und auch den nötigen Tiefgang hat, mir ihre Art an sich aber ab und zu sehr an den Nerven gekratzt hat. Dabei ist sie nicht einmal eine 08/15-Protagonistin, die entdeckt, wie ach so toll sie ist und dass nur sie die Menschheit retten kann. Nein, es war einfach ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen - bei ihrer Schwester ganz besonders.

Ihre Schwester Harper habe ich im Gegensatz zu Gemma sehr gemocht. Sie ist ein fürsorglicher Charakter, der sich um seine Lieben sorgt - und vor allem das wurde zum Ende hin immer deutlicher. In Gemmas Familie hat sie die Mutterrolle eingenommen und versucht ihr Bestes, diese zusammenzuhalten.

Trotzdem hat mich „Sternenlied“ trotzdem fasziniert. Mit seinem mythologischen Hintergrund, den die Autorin gekonnt in die Geschichte integriert hat, konnte sie meint Interesse wecken. Zwar finde ich, dass man diesen Teil etwas mehr hätte ausarbeiten können, aber es ist schließlich der erste Band einer Reihe, weswegen spätere Erklärungen nicht auszuschließen sind.

Gemma sah auf ihren Schoß, zog an den losen Fäden ihrer abgeschnittenen Jeans und schwieg. Wenn sie diese Frage beantwortete, würde sie zu viel preisgeben. Harper durfte auf keinen Fall erfahren, was aus ihr geworden war. [S. 261]

Amanda Hockings Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Mit wenig Tamtam schafft sie es, ihre Geschichten lebendig wirken zu lassen und sie mitreißend zu gestalten.

Fazit:
„Sternenlied“ bietet eine interessanten Idee mit viel Potenzial, ein paar facettenreiche Charaktere und meiner Meinung nach auch gute Unterhaltung für Zwischendurch.

6 / 10 Punkten


Blue Spring Ride 01
Blue Spring Ride 01
von Io Sakisaka
  Broschiert
Preis: EUR 6,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Must-Read für Manga-Fans! :D, 10. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Blue Spring Ride 01 (Broschiert)
Blue Spring Ride-Reihe:
4 Bände, fortlaufend

Zum Inhalt:
Mit dem Wechsel an die Highschool möchte Futaba ihre Art ändern und sich ab sofort so unweiblich wie möglich geben. Denn mit ihrer Mädchenhaftigkeit hat sie es sich auf der Mittelschule mit ihren Mitschülerinnen verscherzt. Außerdem hat sie es nie geschafft, ihrem Schwarm Kou ihre Liebe zu gestehen. Als dieser in der Highschool wieder vor ihr steht, kann sie es zunächst nicht glauben, denn Kou trägt nun einen anderen Namen! Leider klappt es mit dem Neustart nicht so wie geplant, und zu allem Überfluss gesteht Kou Futaba, im Gegensatz zu heute damals auch in sie verliebt gewesen zu sein ... Kann eine Liebe eigentlich wiederbelebt werden, auch wenn sie niemals begonnen hat?
(Quelle: Amazon)

Zum Manga:

Cover & Titel:
Darauf zu sehen ist die Protagonistin Futaba Yoshioka. Schon auf dem Cover wirkt sie sehr sympathisch, mit einem Lächeln auf den Lippen und der Hand zum Gruß erhoben. Der Bezug zur Geschichte, ist mir zwar nicht ganz klar - aber den muss es ja auch nicht immer geben
Den Titel finde ich sehr gut gewählt. Mit dem Wort „Spring“ darin vermittelt er das Gefühl von einem Neuanfang, für den der Frühling weitestgehend ja auch steht.

Anfänge & Charaktere:
Der Manga beginnt mit einer Rückblende, in der man erst einmal die Vorgeschichte von Yoshioka und Kou erfährt. Man merkt schon am Anfang, dass die beiden sich ziemlich nahe stehen und auch Gefühle füreinander haben. Durch einen unglücklichen Zufall, hört Kou mit, wie Yoshioka behauptet, sie hasse Männer. Leider hat sie auch nicht mehr die Möglichkeit, sich zu erklären, denn kurz darauf wechselt Kou die Schule und verschwindet aus ihrem Leben.

Kurz darauf sieht man Yoshioka an der High School. Sie hat ihr Image von Grund auf verändert und versucht nun, so unweiblich, wie möglich zu sein - nur, um Freundinnen zu finden und nicht wieder ausgeschlossen zu werden. Auch nach den vielen Jahren hat sie ihre erste Liebe nicht vergessen können und als Kou dann plötzlich an ihrer Highschool auftaucht, fangen ihre Gefühle an, verrückt zu spielen.

Yoshioka ist ein Charakter, den man sofort ins Herz schließt. An der Highschool lernt man sie als toughes Mädchen kennen, das nur vor wenigen Dingen zurückschreckt. Sie ist fair und hat das Herz am richtigen Fleck. Vor allem im zweiten Band dieser Reihe wird klar, dass Yoshioka jemand ist, der zu ihren Freunden hält und für diese in jeder Situation einsteht. Ich glaube, dass waren die Eigenschaften an ihr, die mir am besten gefallen haben. Sie scheut sich nicht davor, Emotionen zu zeigen und ist manchmal etwas blauäugig - aber das macht sie nur umso liebenswerter.

Kou, der zweite Hauptcharakter dieser Geschichte, ist das genaue Gegenteil von Yoshioka. Seit ihrem letzten Zusammentreffen hat er sich ziemlich verändert. Er ist ein beinahe geheimnisvoller Charakter, über dessen Person man nur bruchstückhaft etwas erfährt. Trotzdem wird schnell klar, dass etwas in seiner Vergangenheit passiert sein muss, das in sehr stark beeinflusst hat. Er redet nicht viel, lässt eher Taten sprechen und schützt die, die ihm nahe stehen.

Zeichenstil:
„Blue Spring Ride“ war mein erster Manga von Io Sakisaka und der Zeichenstil hat zum Großteil dazu beigetragen, dass ich ihn mir überhaupt gekauft habe. Die Figuren sind ausdrucksstark und Gestik und Mimik tragen viel zum Verständnis der Gefühle der Charaktere bei. Die Umgebungen sind detailliert und mit viel Gefühl gezeichnet, was die Geschichte insgesamt sehr real erscheinen lässt.

Fazit:
„Blue Spring Ride“ ist ein Manga der besonderen Art, der auf jeden Fall das Potenzial zu einem Liebling von mir hat. Die Geschichte ist interessant und mit einigen Dramen gespickt, sodass einem während des Lesens nie langweilig wird.

10 / 10 Punkten


Die Verratenen
Die Verratenen
von Ursula Poznanski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Mittelfeld, 17. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Verratenen (Gebundene Ausgabe)
Erster Satz:
Ich weiß, dass etwas Furchbares passiert sein muss, als Tomma den Raum betritt.
Zum Inhalt:

Zum Buch:

Cover & Titel:
Das Cover von „Die Verratenen“ ist auf eine sehr einfache Weise wirklich gut gestaltet wurden. Auf der oberen Hälfte ist der Querschnitt eines Blattes zu sehen, auf der unteren sieht man den Autorennamen mitsamt Titel des Buches. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob das Cover etwas mit der Geschichte gemeinsam hat - vielleicht die Anspielung auf Natur und Freiheit? -, aber der Titel passt auf jeden Fall und wird auch von einem der Charaktere ab und an verwendet.

Meine Meinung:
„Die Verratenen“ ist das erste Buch von Ursula Poznanski, an das ich mich getraut habe. Warum? Ich bin nicht unbedingt ein Thriller-Fan und die Leser unter euch, die diese Autorin kennen, wissen, dass „Erebos“ und „Saeculum“ Einzelbänder sind, die sich genau in diesem Genre herumtreiben. Bei diesem Buch hier ist es allerdings anders: „Die Verratenen“ ist eine mehrteilige Dystopie, deren Klappentext mich von Anfang an unheimlich neugierig gemacht hat. Es stand auch länger auf meiner Wunschliste, bis ich mich dann endlich gewagt habe und es mir in der Buchhandlung habe einpacken lassen.

Zugegeben, mit den vielen begeisterten Rezensionen waren meine Ansprüche ziemlich hoch und ich bin mir auch nach Beenden des Buches noch nicht ganz sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Einerseits gibt es an Idee und Umsetzung der Geschichte nichts zu meckern. Die Charaktere sind alle auf ihre Weise einzigartig und auch tiefgründig, der Schreibstil ist weder zu niveaulos, noch zu hoch angesetzt und die allgemeine Stimmung stimmt auch. Aber - und hier kommt das Andererseits - ich muss sagen, dass mir etwas gefehlt hat. Ria, die Protagonistin, war mir an einigen Stellen einfach zu unsympathisch. Kann sein, dass es nur mir so ging, aber durch einzelne Gedanken machte sie auf mich manchmal einen naiven oder egoistischen Eindruck.

Schneewittchen hieß die Geschichte, und so vertraut mir Schnee von klein auf war, so merkwürdig, erschien mir das Wort Wittchen. Jahrelang habe ich mich gefragt, was es wohl bedeuten mochte. Als ich begann, Fremdsprachen zu lernen, fiel mir die Ähnlichkeit zum englischen witch, also Hexe, auf. Eine Schneehexe, vergiftet von denen, die es aufzog. [S. 106]

Um bei den Gedanken zu bleiben: Die sind auch so ein Thema für sich. In „Die Verratenen“ werden die Gedanken der Protagonistin nämlich bis aufs Kleinste durchgekaut und irgendwie findet sich trotzdem keine schlüssige Antwort. Ohne genauere Informationen ist das natürlich logisch, aber man hätte hier statt häufigen Wiederholungen meiner Meinung nach zum Beispiel mehr Spannung einbauen können. Manchmal hat genau die mir nämlich wirklich gefehlt.

Ab dem Punkt, an dem die Verratenen dann zu den Prims - also den Menschen außerhalb der Glaskuppeln - stoßen, stieg bei mir das Interesse an dem Buch mit einem Ruck an. Ihre Lebensweise unterscheidet sich drastisch von den Glaskuppelbewohnern: Sie müssen jeden Tag aufs Neue jagen, sammeln und in gewisser Weise auch immer um ihr Leben kämpfen. Jeder arbeitet und wird mit gleichen Anteilen wertgeschätzt.

Jeder Muskel schmerzt, als ich den rutschigen Hang nach oben gehe. Schnee liegt dünn hier und er muss frisch sein. Da, wo unsere Füße ihn niedertreten, zeigen sich die harten, dunklen Halme einer zähen Pflanze. [S. 229]

Das Ende ist mehr oder weniger vorhersehbar und lässt einen doch auf den zweiten Band wartend zurück. Viele Fragen sind noch offen. Manchen Charakteren fehlen bisher noch die passenden Motive für ihre Taten. Die Neugier wird somit bis zum letzten Satz auf einem hohen Level gehalten.

Fazit:
„Die Verratenen“ ist nicht unbedingt ein Lese-Highlight - dafür hat es mich nicht genügend überzeugen können. Trotzdem kann ich es mit gutem Gewissen empfehlen, weil Potenzial dahinter steckt, das hoffentlich im zweiten Teil ausgeschöpft werden kann.

6,5 / 10 Punkten


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