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Rezensionen verfasst von
Cristina Nissen

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To Drive The Cold Winter Away
To Drive The Cold Winter Away

5.0 von 5 Sternen Schön und besinnlich, 23. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: To Drive The Cold Winter Away (MP3-Download)
Die Musik ist wunderschön...tolle Akustik, besinnlich, ruhig, wie üblich fantastisch gesungen....einfach der perfekte Soundtrack für lange, kalte, dunkle Winterabende. Wer Loreena McKennitt mag, wird dieses Album lieben.


Mt.Desolation
Mt.Desolation
Wird angeboten von MRTOPSELLER GERMANY
Preis: EUR 14,00

5.0 von 5 Sternen Nicht gerade Keane...aber Tim Rice-Oxley, 19. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mt.Desolation (Audio CD)
Als großer Keane Fan war ich natürlich extrem neugierig auf Tim und Jesses nicht-Keane Projekt...und ich liebe es. Wenn man sich Keanes künstlerischen Werdegang mal genau anschaut kann man sehen, wie vielseitig Tim Rice-Oxley als Songwriter ist, also sollte einen diese komplett andere Musikrichtung kaum überraschen, doch sie tut es. Das hiesige Werk ist weit weg von dem üblichen Indie-Piano-Poprock, den man eigentlich erwartet hätte.

Mt. Desolation ist stark beeinflusst von Amerika, klingt gleichzeitig nach englischem Folk (mit einer Prise Mumford and Sons kaum verwunderlich), Country, und doch auch nach Tim. Die Musik ist kreativ, ruhig, nachdenklich, melancholisch und introspektiv...so wie Keane, aber doch anders. Man muss Keane auf jeden Fall nicht lieben, um sich mit Mt. Desolation anfreunden zu können.


Strangeland (Deluxe Version)
Strangeland (Deluxe Version)
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Mehr als Hopes and Fears, 14. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Strangeland (Deluxe Version) (MP3-Download)
Als Keane-Fan seit dem Erscheinen von Somewhere Only We Know habe ich sehnsüchtig auf das erste Studioalbum seit Perfect Symmetry gewartet (Night Train ist eine EP und zählt nicht als Album - es war ja auch ein Experiment).

Anders als viele Zuhörer liebe ich Perfect Symmetry, aber ich verstehe, weshalb die Platte viele abgeschreckt hat - sie ist, wie Tom selber findet, vielleicht zu ambitioniert; halt sehr anders als das, was vorher kam.

Strangeland also war das Album, an welches sehr viele Erwartungen geknüpft waren. Laut Tim geht es wieder in die Richtung von Hopes and Fears; mehr Klavier und Stimme, weniger Laptop (auch live wird der Computer in Sachen Bass Gitarre nun von Jesse Quin ersetzt). Die Jungs wollten ein wenig weg von der Selbstüberschätzung und zurück zu dem, was sie einst zu Weltstars werden ließ: saubere, introspektive Balladen über Unsicherheit, unerwiderte Liebe, Traurigkeit, Nostalgie...eben das, was Keane schon immer gekennzeichnet hat.

Ich selbst bin von Strangeland sehr begeistert. Ähnlich wie bei Hopes and Fears haben mir die Melodien und Texte gleich zugesagt, aber der wahre Effekt der Songs kam erst nach mehrmaligem Zuhören - und nun bin ich komplett süchtig nach der Scheibe. Das Ganze dreht sich um Gefühle der Standortbestimmung: wo bin ich, habe ich erreicht was ich mir immer erträumte, bin ich zufrieden, wo stehe ich zwischenmenschlich, was bringt die Zukunft? Natürlich hat das auch autobiographische Züge (wie immer fließen hauptsächlich Tims Gedanken in die Musik), aber ich denke, die meisten Menschen können sich mit der Unsicherheit des Lebens identifizieren.

Insofern muss ich sagen, dass Strangeland eine reifere Platte ist als Hopes and Fears - die Jungs haben viel erreicht und fragen sich nun, was die Zukunft so birgt. Die Tatsache, dass sie viel mit verschiedenen Sounds experimentiert haben, hilft bei der Weiterentwicklung der Musik natürlich weiter - wie auch Toms immer göttlicher werdende Stimme (live klingt er fast noch besser!).

Die Coldplay-Vergleiche werden langsam alt - Coldplay veröffentlichen immer wieder dasselbe Album, während sich Keane weiterentwickeln ohne dabei ihre musikalischen Wurzeln aus den Augen zu verlieren.

Strangeland ist ein wunderschönes Album, bei dem Keane Fans vollkommen auf ihre Kosten kommen. Meine bereits hohen Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen.


American Idiot
American Idiot
Preis: EUR 5,55

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rage and love... story of my life, 8. August 2005
Rezension bezieht sich auf: American Idiot (Audio CD)
Wie bei so vielen anderen, war meine erste Green Day Platte nichts anderes als das obligatorische "Dookie", eine arrogante und unverschämte Ode an den Punk-lifestyle der Neunziger Jahre. Zwischendurch hat sich mein musikalisches Interesse anderen Bands zugewandt, jedoch wurde ich auf Billie Joe und die Jungs durch "Warning" wieder aufmerksam. Obwohl es die am wenigsten erfolgreiche Platte des Trios ist, zeigt sie eine erstaunlich bis faszinierende Entwicklung vom lauten Rotznasen-Punk zu einem nachdenklichen Balladen-Rock.
Meiner Meinung nach ist "American Idiot" die nächste Stufe in Green Days musikalischer Entwicklung. Die Kritiken, sie würden sich zum einen den emo-Mantel anziehen, um Good Charlotte fans attraktiver zu erscheinen, und zum anderen, sich der anti-Bush Welle bedienen um besser zu verkaufen, sind unbegründet.
Ja, Green Day haben die Politik ihres Heimatlandes aufs Korn genommen. In Tracks wie "American Idiot" und "Holiday" wird dies auf unmissverständliche Weise klar.
Trotzdem ist dies nicht der unmittelbare Fokus des Albums. "American Idiot" ist, was man eine Rock Opera nennen kann, eine faszinierende, atemberaubende Reise durch das Leben von Jesus of Suburbia/St. Jimmy, einem jungen, alltäglichen Charakter der nicht nur die Unzufriedenheit einer ganzen Generation dokumentiert: Er ist auch ein Spiegel der Seele von Billie Joe Armstrong, Herz und Seele des kalifornischen Trios. In den 13 Songs dieses Albums kommen alle Gefühle, alle Gedanken und Erinnerungen, alle Höhen und Tiefen an die Oberfläche, und nichts ist konstruiert, sondern auf eine so feinfühlige und sensible Art aufrichtig, dass jeder sich in mindestens einem der Lieder selbst erkennen können sollte.
Es gibt mitreißende Tracks, so wie "American Idiot", "Holiday", oder das wunderbare, aggressiv-gleichgültige "St. Jimmy".
Es gibt kraftvoll-beeindruckende Momente wie die rockigen Hymnen "Jesus of Suburbia" und "Homecoming" (welches herrlich selbstironische Augenblicke enthält, nämlich Mikes "Nobody Likes You" und das für Tre typische "Rock and Roll Girlfriend").
Dazu kommen wunderbar gefühlvolle Balladen wie das einzigartige, auto-biographische "Wake Me Up When September Ends", das unvergessliche "Boulevard of Broken Dreams" und das verträumt-melancholische "Are We The Waiting".
Die Kritik, Green Day würden sich verkaufen, ist vollkommen unberechtigt. Hätten sie ein weiteres "Dookie" herausgebracht, dann hätte man sie sicherlich der fehlenden Kreativität angeklagt. Zu den lächerlichen Vorwürfen lässt sich sowieso nur sagen, dass Green Day niemanden gezwungen haben, ihr neues Album zu kaufen. Das tut die Platte von ganz allein.
Alles is allem ist American Idiot mehr als eine beeindruckende Rock-Scheibe: Es ist das, was man Evolution nennt. Billie Joe, Mike und Tre haben das erreicht, dem nur wenige Künstler gerecht werden können: Einen Platz in der Geschichte des Rock'n'roll.


Don't Believe the Truth/CD+DVD
Don't Believe the Truth/CD+DVD
Preis: EUR 16,22

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live Forever!, 2. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Don't Believe the Truth/CD+DVD (Audio CD)
Die Kritiken an Oasis teilen sich meist in zwei Lager: Zum einen die, welche meinen, die Band wiederhole sich ständig selbst. Zum anderen, es gäbe sowieso keine Möglichkeit, jemals wieder Platten wie Definitely Maybe oder (What's the Story) Morning Glory hinzulegen. Meiner Meinung nach dokumentiert jedes Oasis-Album ein Teil ihres Lebens, ihrer Entwicklung. Don't Believe The Truth ist da nicht anders: Die Gallagher-Brüder sind reifer geworden (ja, sogar Liam). Heathen Chemistry war schon eine recht nachdenkliche Scheibe; im neuen Werk gesellt sich auch eine wieder entdeckte Energie hinzu: Die "Ist mir egal, was andere denken" Haltung bleibt unverändert, doch weder auf Noel noch den Anderen lastet dieser künstliche Druck, sich als die Besten beweisen zu müssen. Sie machen ihre Musik und zeigen uns somit ihren unverwechselbaren, herrlich erfrischenden Stil- jedoch nun mehr oder weniger unter dem Motto "Leben und leben lassen". Noel schreibt dabei immer noch die besseren Tracks- schließlich ist er seit über zehn Jahren bei der Sache und sein Bruder hat lediglich angefangen. Trotzdem beweisen Nummern wie "Love Like a Bomb" und "Guess God Thinks I'm Abel" Stärke und Reife- und eine Sensibilität, die man vom schlagkräftigen Liam nicht erwartet hätte. Auch "Turn Up the Sun", "A Bell Will Ring" und "Keep the Dream Alive" von Andy Bell und Gem Archer sind schöne Ohrwürmer, rockig und träumerisch. Das beste Lied ist noch immer "Let There Be Love", an dem Noel seit acht Jahren schraubte und das, im Duett mit Our Kid gesungen, Kraft und Poesie beweist- auch wenn der Autor die Idee des gemeinsamen Singens erst einmal für doof hielt (typisch Noel).
Alles in allem haben Oasis wieder mal bewiesen, dass sie eine Band sind, die es nicht nur "geschafft" haben, sondern die auch ihren garantierten Platz in der Geschichte des Rock'n'Roll besitzen.
You need to be yourself. You can't be no-one else. Addiert man dazu 15 Jahre Erfahrung, Höhen und Tiefen, Himmel und Hölle, scheint Don't Believe The Truth das perfekte Fazit.... und die neue Bescheidenheit steht "big mouth" Noel, nach wie vor der Chief, sehr gut.


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