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Rezensionen verfasst von
hirnlego (graz.at)

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Neuromancer-Trilogie: Drei Romane in einem Band
Neuromancer-Trilogie: Drei Romane in einem Band
von William Gibson
  Taschenbuch

21 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Selbststrafe, 12. März 2007
Gleich vorweg: Den eifrigen Lobhudeleien zu diesem Buch werde ich mich nicht anschließen. Warum? Weil mir dieses Buch einfach zu langatmig, zu konfus, zu zusammenhangslos erschien, und mir der Abschluss des ersten Teils der Trilogie als Erlösung vorkam (ergo kann ich nichts über die Teile 2 und 3 sagen, die ich nur durchbrowst habe - der Stil scheint allerdings der Gleiche zu sein.)

Die Geschichte spielt in einer Welt, wo die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt ziemlich fließend sind, und Hacker unter Einsatz ihres Lebens 'persönlich' mittels Einloggens per SimStim Großkonzernen Schaden zufügen wollen oder Informationen abluchsen, die mächtigen Konzerne schlagen natürlich zurück.

Hört sich recht nett an als Ausgangslage, und man sagt, dieses Buch sei stilprägend für den Cyberpunk und somit per Definition Klassiker. Und zweifellos: Die neuen Ideen und Konzepte sind brilliant. Ich konnte allerdings mit der Umsetzung nichts anfangen - der Stil des Textes erinnert mich sehr an 'Trainspotting': man weiß nicht wo man gerade ist, unmotiviertes Hin- und Her-Wechseln zwischen Personen, Orten, Realität und Virtualität, merkwürdiger Satzbau, auch die Charaktäre sind nicht besonders einprägsam - es ist dies eines der wenigen Bücher, welche ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe.
Vielleicht ist eines Tages die Zeit reif für mich, dieses Buch ein weiteres Mal in Angriff zu nehmen - allerdings habe ich den ersten Teil nach der Hälfte neu zu lesen angefangen (nach einer längeren Pause, und der Gewissheit, beim ersten Mal etwas Wesentliches verpasst zu haben), was nichts verbessert hat.

Fans mögen mir die herbe Kritik verzeihen, Interessierten sei zum Thema Realität und Virtualität das Werk von Philip K. Dick ans Herz gelegt ('Blade Runner', 'Eine andere Welt', 'Die drei Stigmata des Palmer Eldritch',...).


Bedenke Phlebas: Roman
Bedenke Phlebas: Roman
von Iain Banks
  Taschenbuch

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neuland, 7. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
Iain Banks macht es dem Leser wahrlich nicht einfach. 'Bedenke Phlebas' ist der erste Band des 'Kultur-Zyklus' und erzählt die Geschichte von der Suche nach einer künstlichen Intelligenz (ein 'Gehirn').
Hauptfigur des Romans ist Horza Bora Gobochul, ein Gestaltwandler (genetisch manipulierte, humanoide Spezies, die Physis und Psyche beliebiger Menschen annehmen kann). Es herrscht Krieg zwischen der Kultur, einem streng technokratischen Zusammenschluss menschlicher Wesen, und den Idiranern, einer eher religiös motivierten Rasse.
Horza, ein Gegner der Kultur, ist damit beauftragt, das Gehirn zu finden, welches bei einem idiranischen Angriff die Flucht auf Horzas Heimatplaneten antrat. Auf gut 700 Seiten wird nun diese Reise geschildert.

Banks bedient sich einer äußerst blumigen Sprache, schildert unzählige landschaftliche Details (kann teilweise langatmig werden), und zieht den Leser in den Bann seines Universums. Im Kontrast zu diesen ruhigen Passagen setzt er spannende Beschreibung von Action - Kämpfe auf Leben und Tod, Verfolgungsjagden mit Raumschiffen, all das versteht der Autor meisterhaft - wobei allerdings manchmal die Geschichte auf der Strecke bleibt. Auch fällt manchmal schwierig, die Zusammenhänge zu ziehen, da kurz angesprochene Dinge plötzlich (400 Seiten später) wesentlich werden.

Das Buch neigt zu recht ausführlicher Beschreibung von Gewalt (z.B. lebendig gefressen werden) und sei den zarter besaiteten Naturen somit nicht empfohlen. Auch sei, ohne zuviel zu verraten, angemerkt, dass etwa 90% aller Protagonisten einen unfreiwilligen Tod finden.

Dieses Buch machte mich doch neugierig auf mehr, es gibt wirklich interessante Sachen an der Kultur zu entdecken - ob Technologie, Verwaltung, Waffen, Menschen, Bräuche - und sei jedem Spaceopera-Freund mit 4,2 Sternen empfohlen. Einfacher zu lesen scheint mir der zweite Teil der Saga - Interessierte mögen vielleicht damit anfangen ('Das Kultur-Spiel'), diese ist allerdings weniger actionreich. Wer allerdings neu am Spaceopera Sektor ist, dem empfehle ich Dan Simmons Hyperion/Endymion-Saga.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2013 2:01 PM MEST


Sony Ericsson K310i misty silver Handy
Sony Ericsson K310i misty silver Handy
Wird angeboten von Krev24
Preis: EUR 49,90

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ist halt ein Telefon, 7. März 2007
Das Ding hat fast überall Empfang, der Akku hält ca. 6 Tage (was meines Erachtens das Wichtigste ist), weiters wirkt das Telefon recht robust, das Menü ist überschaubar, Schnickschnack ist minimal.

Mankos: Es gibt keine griechischen Sonderzeichen ;-). Die mitgelieferten Klingeltöne sind echt peinlich/schwülstige Melodien, einfache Beeps gibts gar nicht (können nur für SMS eingestellt werden) - Statt dessen gibts eine DJ Funktion, wo man seine eigenen peinlich/schwülstigen Melodien aus vorkomponierten Soundhappen zusammenstellen kann.
Wirklich lästig: Der Organizer schafft es nicht, eine regelmäßige Erinnerung (z.B. wöchentlicher/monatlicher Termin) zu geben. Dafür gibts 2 Wecker. ?!?. Weiteres Manko: während des Telefonierens kann man nicht im Telefonbuch blättern ('Du, wie ist schnell noch mal die Nummer von ...').

Alles in allem könnte es schlimmer sein, darum gute 4 Pkt.


TrackMania United (DVD-ROM)
TrackMania United (DVD-ROM)

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen potztausend!, 27. Februar 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: TrackMania United (DVD-ROM) (Computerspiel)
Dieses Spiel ist der in Erfüllung gegangene Traum für alle, die Rennspiele lieben, wo die Realitätsnähe nicht allzu groß ist. Wie der Name prophezeiht, ist UNITED die Vereinigung (aber keine Kopie!) aller bisherigen TM-Teile zum großen Ganzen. Hunderte Rennstrecken in sieben Szenarios (bzw. sieben Arten von Fahrzeugen, die im Handling sehr stark variieren), Geschwindigkeiten bis zu 1000 km/h, Loopings, Sprünge, Steilkurven, und Gegner, die nicht von schlechten Eltern sind.
Jedes Szenario bietet im Rennmodus fünf Schwierigkeitsstufen, Ziel des Spieles ist, schnellstmöglich von Start nach Ziel zu kommen, und dabei alle Checkpoints zu passieren. Macht man einen Fehler (und das wird wharlich oft passieren), so gibt es eine 'Undo'-Taste, die einen zum letzten passierten Checkpoint rücksetzt.

'Gold ist für Mädchen' ist der Slogan, der auf dem TShirt zur Limited Edition zu lesen steht, und dies bringt das Konzept der Gegner schnell auf den Punkt. Es gibt eben vom Computer/Autor vorgegebene Zeiten, assoziiert mit Bronze, Silber und Gold, die es zu schlagen gilt. Wer jedoch mit Gold nicht mehr aukommt, geht ins Internet, um dort die wahren Gegner zu finden. Man stellt dann in seinem Profil Herkunftsland und -bundesland ein, und kann im offiziellen Rennmodus an der Landesmeisterschaft teilnehmen, und dort Erfahrungs- und Rankingpunkte sammeln - wer im Bundesland gut genug ist, steigt in die Nationalwertung auf, wer noch besser ist, in die Weltrangliste. Zur Teilnahme muss man sich einkaufen mittels der Trackmania-Währung 'Coppers', von denen man 50 pro Tag bekommt, sowie für gute Leistungen bei offiziellen Rennen - d.h. man kann bei den offiziellen Rennen nicht beliebig oft starten (kostet 10 C pro Start).

Und dies sind erst eine Handvoll der Möglichkeiten, die sich bei diesem Spiel auftun, der Rest (Strecken-Editor, Puzzle-, Platform-, Survival-Modus, Multiplayer, online-Racing,...) sei in diversen Reviews nachzulesen.

Zur Systemanforderung: Ich betreibe das Spiel auf einem Rechner, der eigentlich nur die Mindestanforderungen erfüllt (1 1/2 Jahre altes Notebook AM 1,6 GHz, 512MB RAM, Grafik 64MB ATI X600) - mit externem Bildschirm, um das Gehirn vor Krämpfen zu bewahren, und dieser vermag die Grafik im 'Normal'-Modus extrem flüssig darzustellen - lediglich bei größeren Levels oder aufwändigeren Szenarien wie 'Stadion' muss ich auf den 'Schnelle Grafik'-Modus wechseln - aber dann ist wirklich Schluss mit ruckeln. Einziger Kritikpunkt: Da machen die so eine aufwändige Verpackung, und geben die DVD in eine Papierhülle! Schlampig!

Fazit: Gestern bis 2 Uhr morgens gespielt (aufhören unmöglich). Memo an selbst: Muss wieder mal arbeiten. Bitte um suchtpräventive Maßnahmen.


22 sehr, sehr gute Lieder ("The Best of")
22 sehr, sehr gute Lieder ("The Best of")

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen jazz dada, 16. Februar 2007
Ein irrsinniger Streifzug durch die Gesamtheit der Musik liegt mit diesem Album vor. Die Neuauflage bringt ausser den 22 sehr, sehr guten Liedern eine weitere CD mit Raritäten (B-Seiten) - somit auch wertvoll für den Helgexperten. Besonders: 'Katzeklo spectaculaire', quasi ein Remix des allzu stark abgenutzen Hits.
Kurz und gut: Diese Musik unterhält und verstreut Frohsinn ins Volk - egal ob die großen Hitte ('Wurstfachverkäuferin', 'Fitze Fitze Fatze', 'Bonbon aus Wurst', 'Katzeklo') oder die weniger großen - man merkt einfach, wie viel Spaß Helge & Band beim Spielen hatten.
Und nicht nur, dass die Musik genial ist - hört man sich die Texte genauer an, so wundert man sich, worüber der Mann singen kann, und er ist sehr gut.


Blade Trinity (Steelbook) [2 DVDs]
Blade Trinity (Steelbook) [2 DVDs]
DVD ~ Kris Kristofferson
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 14,99

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Drei ist oft weniger als Eins, 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Blade Trinity (Steelbook) [2 DVDs] (DVD)
Der Ausgangspunkt: Teil 1 war wohl der beste und künstlerisch anpruchsvollste Film - gute Schauspieler, interessante Geschichte, nettes Design, ausreichend Action. Der zweite Teil konnte nicht mehr ganz mithalten, ist aber dennoch ein guter Actionfilm.

Nun also Trinity - beginnt sehr vielversprechend: Blade tötet auf Vampirjagd einen Menschen (mit falschen Zähnen), wodurch das FBI auf ihn aufmerksam wird. Ausserdem erweckt die Vampir-Community Graf Dracula höchstpersönlich aus seinem Grab, um dem Daywalker ein für alle Mal den Garaus zu machen. Dies wäre ein großartiger Grundstein, um Wesley Snipes zwei Stunden durch ein höllisches Actionfeuerwerk zu jagen, aber was passiert?

Das FBI stürmt Blades Versteck, wobei Whistler getötet wird - offenbar war der 70jährige Kris Kristofferson nicht der richtige für die Zielgruppe. Blade wird gefangen genommen, und es werden die neuen, jungen, dynamischen Charaktäre eingeführt, die 'Nightstalkers', eine Gruppe von Vampirjägern, die aus der klassischen One-Man-Show eine Farce machen. Blade wird von diesen befreit, Hannibal King, Ex-Vampir, und des Drehbuchautors Witzbold als Gegenstück zum wortkargen Blade, sowie Abigail Whistler, Tochter des soeben Verstorbenen und bekannt aus der tollen Fernsehserie 'Eine himmlische Familie'.

Um es nun wirklich lächerlich werden zu lassen: Abigail geht nicht auf Vampirjagd ohne ihren ipod (es gibt 'wichtige' Szenen, wo man sie mp3s herunterladen sieht), um den richtigen Soundtrack zum Töten zu haben (und um die Umsätze der Soundtrackproduzenten zu vervielfachen).

Vor lauter Coolness der beiden Blade-Sidekicks wird auf alles andere vergessen. Die schier allmächtige Dracula-Figur hat viel zu wenig Auftritte, der FBI-Handlungsstrang verläuft sich mit der Zeit, und das ständige Gelaber viel zu vieler unbedeutender Nebenpersonen, die sowiso nur da sind, um zu sterben, raubt die Nerven.

Bei der großen Vorgabe, die die ersten beiden Teile geliefert haben, hätte ich mir ein bisschen mehr erwartet, als dieses lauwarme Blockbuster-Fastfood, das am Ende des Filmes bereits den Anfang vergessen macht.


I Brake Together
I Brake Together
Preis: EUR 14,57

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute mischung, 12. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: I Brake Together (Audio CD)
Diese CD versprüht wahre Unmengen an Frohsinn - und natürlich auch frohe Mengen an Unsinn, und deshalb lieben wir schließlich unsren Helge.

Zunächst gibts klassischen Nonsens - 'Supermaus', ein Loblied an eine Frau, für die er sogar wäscht, backt, den Müll rausbringt und sich auszieht ('Ich geh sogar zur Reinigung, seit unserer Vereinigung'). 'Käsebrot' ist hinlänglich bekannt, und für mich als Hit wesentlich erträglicher als Katzeklo - Unterhaltungsmusik vom feinsten. Der Titelsong gibt sich gesellschaftskritisch, 'Lady Suppenhuhn' (was für ein Titel!) ist eine Art Country-Song, 'Trompeten von Mexiko' könnte eigentlich im Original von Andy Borg stammen und ist eine ausgezeichnete Parodie auf den neuen deutschen Schlager ('Die Trompeten von Mexico, sie laden dich ein - zu Kaffee und Kuchen ,und passiertem Schwein').

Soviel zum Neuen, es folgen Neueinspielungen / -interpretationen alter Hüte in überaus schönem Gewand, vor allem 'Texas', 'Mädchen wollen küssen' wissen zu überzeugen.
Zu guter Vorletzt gibts noch ein paar gecoverte Klassiker, darunter den überraschend gut dargebrachten 'Jailhouse Rock'.
Und für den Freund der kabarettistischen Unterhaltung gibts noch ein Interview - Schneider (der intellektuelle von der Zeitung) interviewt Schneider (der mir ein wenig wie Nihil Baxter vorkommt) - zwar nicht weltbewegend, aber dennoch schön dargestellt, wie der einfache Künstler vom präpotenten Feuilletonisten behandelt wird.

Eine sehr schöne Platte, die über weite Strecken echt überzeugt, aber leider nicht an meinen Liebling 'DaHumm' heranreicht. Vielleicht wäre ein wenig Mut nicht verkehrt gewesen, dass man ein paar echt jazzige Nummern wie im Film 'Jazzclub' mit aufgenommen hätte, etwa anstelle der albernen Udo Lindenberg 'Pinguine können nicht fliegen' Nummer. Is ja eh Geschmackssache.


1000 Places to see before you die. Die Lebensliste für den Weltreisenden
1000 Places to see before you die. Die Lebensliste für den Weltreisenden
von Patricia Schultz
  Broschiert

97 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 1000 pages to waste your time, 8. Februar 2007
Ist ja ein recht ambitioniertes Projekt - 1000 sehenswerte Orte auf weniger als 1000 Seiten. Und es kann getrost behauptet werden, dass das Projekt gescheitert ist. Natürlich kann ein so umfassendes Werk nicht allzu präzise in seinen Beschreibungen sein, den meisten Orten ist eine halbe oder dreiviertel Seite gewidmet, sowie ein mieses Foto (schwarzweiß, 5x4 cm, mittlere Auflösung).

Nun also als Test nachgeschaut, was man etwa in Österreich gesehen haben muss: Neben Wien und der Grazer Altstadt U.a. die Salzburger Festspiele, die Bregenzer Festspiele, Kitzbühel, den Opernball und das Hotel Imperial. Wie bitte? Das ist Österreich aus der Sicht einer Amerikanerin? Orte, wo sich die dekadente Seitenblicke-Gesellschaft im Champagnerrausch grunzend aneinander reibt? Am Opernball nehmen als Debütantinnen übrigens "200 Töchter aus den reichsten Familien die einen Titel tragen" teil. Bei soviel unfreiwilligem Humor ist man versucht, gleich noch einen Stern herzugeben.

Und auch in anderen Ländern sieht es nicht viel anders aus - Luxusrestaurants, wo man gegessen haben muss ('bitte Monate im Voraus reservieren...' ??!?!!?) Luxushotels, in denen man übernachtet haben muss ('Die Zimmer bieten eine einzigartige Aussicht' - Ja, schließlich fährt man auf Urlaub, um die tolle Aussicht vom Zimmer aus zu genießen), und nicht zu vergessen die tollen Golfressorts.
Der Rest ist halt eine subjektive Aufzählung mehr oder weniger bekannter Orte, und die Artikel sind vorbei, noch ehe sie interessant werden.

'Sieben Jahre Recherche' (also 2 Tage pro Reiseziel, aber wann hat die Arme dann Urlaub gemacht?) haben Frau Schultz gereicht, um den Kanon der Reiseziele unserer Welt zusammen zu stellen, und der 'New York Times #1 Bestseller' wird ihr wohl das nötige Kleingeld einbringen, um in Zwölfstern-Hotels Hummer mit güldenem Besteck speisen zu können, Ideen für ihr nächstes Buch sammelnd: '1000 more places where I have spent your money'.

Ich hab das Ding geschenkt bekommen und würde es nicht weiter schenken.
Warum dennoch zwei Punkte? Weil das Buch doch die Gedanken anregt, um in die Ferne zu schweifen, und die kurzen Texthäppchen perfekt als Klolektüre geeignet sind.


God Says No
God Says No
Preis: EUR 7,97

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen powertrip to infinity, 7. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: God Says No (Audio CD)
Warum dieses Werk von etlichen Fans nicht geschätzt wird, kann ich kaum nachvollziehen - im Gegenteil, 'God says no' hat sich neben 'Dopes' und 'Powertrip' in meine MM - Top 3 geschlichen, und dies ist auch schon das eigentümliche an diesem Album - es hört sich eben an wie das Bindeglied zwischen diesen beiden, obwohl als letzteres erschienen.

Ein Rückschritt? Stilistisch wohl schon, aber kreativ wohl kaum - das psychedelische Element ist zurück, jedoch werden für MM neue Effekte (Moog, Surf- und Western-Gitarre) ausprobiert. Nichtsdestotrotz sind 'Melt' und der MTV Hit 'Heads Explode' Eröffner, wie man ihn jeder HeavyRock-Band wünscht - hart, laut, gut.

Nach dem lästigen 'Doomsday' die erste Überraschung, 'God says no', chillig und mit elektronischen Spielereien gespickt. Als nächstes mein persönliches Highlight 'Kiss of the Scorpion' - die Siebziger triefen Hammondorgel-geschwängert aus den Boxen und alles groovy. Textlich orientiert sich Davy Wyndorf an seinen Lieblingsthemen: Sex und Acid ('You'll swim in the sweat of a million orgies - You'll live in the fire of a sweetest hell - And bear your soul to the rays of a mortal sun - And give your lips to the kiss of the scorpion').

Weitere Beispiele für MM-neu: 'Gravity Well'-ein verzerrter Boogie-Rocker, 'Cry'- Sitar und Tribal-Drums in Intero und Refrain eines Rockers in Sabbath-Härtegrad, 'Take it'-fast schon ein Popsong, mit Drumcomputer und Bontempigeklimpere.

Fazit: Monster Magnet erfindet sich mit 'God says no' neu - und gefällt mir wesentlich besser als die Geradeaus-Härte von 'Monolithic'. Da ich MM auf der 'Dopes to infinity'-Tour auf dem Höhepunkt ihrer Psychedelic Ära live erleben (sehen) durfte, wird diese Band für mich stets die Perle des Space Rock bleiben. 5 Punkte.


High Voltage (Special Edition Digipack)
High Voltage (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 6,66

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Scotty, mehr Energie, 30. Januar 2007
'High Voltage' ist das erste international erschienene Album von AC/DC und wurde wohl erst mit der zunehmenden Berühmtheit der Band zum Klassiker. Damals vom Rolling Stone Magazin verrissen und lächerlich gemacht, und gleich wie übrigens Motörhead zur schlechtesten Band aller Zeiten gekürt(letztere allerdings, von einem anderen Magazin, meines Wissens nach).

Und doch bringes es die Jungs bereits beim Öffnungstrack auf den Punkt, was die Zukunft ihnen bringen wird. "It's A Long Way To The Top (If You Wanna Rock 'N' Roll)" (Zitat: If you think it's easy doin' one night stands - Try playin' in a rock roll band).

'High Voltage' ist ein recht ungewöhnliches Stück Musik, vor allem wenn man eher mit der Brian Johnson Ära vertraut ist - weniger Hard Rock, mehr Blues gabs damals noch zu hören. Dennoch gnadenlos energiegeladen und dem titel entsprechend Funken und Hochspannung. Und anders als bei neueren Alben gibt es hier etliche Stücke, die es bis in die Gegenwart auf die Setlist geschafft haben - The Jack, T.N.T., High Voltage, und das sind nicht mal alle!

Weitere Faves: Eben der Opener, der gleich zeigt wo es lang geht, sowie 'Live Wire' und 'Little Lover', zwei Stücke die sehr von Bon Scotts Gesang und seiner einzigartign Stimme leben.

Äußerst zu empfehlen das Ganze, einen Punkt Abzug gibts allerdings, weil die Remasters mit keinerlei musikalischen Extras aufwarten (Bonustrack, Livetracks, rare Tracks,...). Witzig das Booklet, wo ein paar Briefe abgedruckt sind: Der Direktor der Highschool schreibt an Mutter Young, dass Angus und Malcolm böse Jungs sind, ein Groupie scheibt an Bon Scott, dass ihr Vater ihm die Tattoos abreissen wird, sollte er ihn persönlich treffen, und dem Bassisten Mark Evans wird untersagt, mit der Band aufzutreten, da er ein paar Wochen vorher den Türsteher der Location gröber verdroschen hatte... Don't try this at home.


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