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Rezensionen verfasst von
Andreas Bahadir "Soul Addict" (Berlin, Germany)
(REAL NAME)   

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Machine Gun
Machine Gun
Preis: EUR 9,73

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Funk-Juwel der noch nicht "glattpolierten" Commodores!, 22. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Machine Gun (Audio CD)
Ja, es gab (heute beinahe schon nicht mehr vorstellbar) Zeiten, in denen Lionel Richie nicht weniger als den FUNK in der Stimme hatte, und auch die Commodores eine Band waren, die vor allem schweißtreibenden und sehr 'körperlichen' SEXY Soul produzierten. Also eine Zeit, als die Commodores - wohlgemerkt NACH dem Weggang von Lionel Richie und hier zu seiner Ehrenrettung angemerkt - noch NICHT bereit waren zu Konzertauftritten im seinerzeit von einem rassistischen Willem Botha die schwarzhäutige Bevölkerungsmehrheit brutal unterdrückenden South Africa!
Die Musiker der Commodores (Ronald LaPread, Thomas McClary, Walter Orange, William King und Milan Williams) um ihren Lead-Sänger Lionel Richie beherschten ihre Mooves & Grooves; ihr Produzent James Carmichael sorgte in Zusammenarbeit mit der Gruppe für einen im besten Sinne an den Godfather Of Soul, Mister James Brown, erinnernden Sound; gepaart mit der vocalen Finesse in den Gesangs-Arrangements der The Temptations (siehe "The Assembly Line", "Young Girls Are My Weakness", "I Feel Sanctified"/Brilliant)!
Andererseits war der musikalische, rockigere Einfluss der späten 1960er/frühen 1970er Jahre um Sly & The Family Stone sowie The Undisputed Truth ebenso zu hören, wie beispielsweise in "The Zoo (The Human Zoo)" und "Gonna Blow Your Mind".
Für das Motown Records Label, bei denen The Commodores unter Vertrag standen, war diese Veröffentlichung sicher eine Abkehr von ihrem stromlinienförmigen, sehr harmlosen bis teilweise langweiligen 60's "Good-Feel Pop-Soul" a la The Supremes, des frühen Marvin Gaye und der Four Tops. Auch diese Sachen sind ohne Zweifel wunderbar und großartig, aber sie bilden eben nur einen Bruchteil schwarzer Musik(-Geschichte) ab.
Das Erwachen der Vereinigten Staaten aus ihrem selbstgefälligen Konservatismus, die Studentenrevolten infolge des inzwischen für einen Großteil der Bevölkerung unerträglich gewordenen Vietnam-Krieges und vor allem das wachsende Selbstverständnis der afro-amerikanischen Gesellschaft (Martin Luther King, Malcom X), waren auch an den schwarzen Vertragskünstlern bei Motown nicht spurlos vorbeigegangen! Diese Aufbruchstimmung zeigte ihre ersten Anfänge sicherlich auch mit der Wahl von John F. Kennedy zum Präsidenten; das grauenhafte Attentat auf ihn und später auch auf seinen Bruder Bobby hinterließen tiefe Narben in der Psyche der Menschen. Aber es hatte eine gesellschaftliche Entwicklung in Gang gesetzt, die so nicht mehr umzukehren war. Musikalisch hatten sicherlich The Temptations unter der kreativen Ägide Norman Whitfield's mit ihren Anfang der 1970er Jahre erschienenen Alben bei Motown den Weg mit geebnet. Isaac Hayes tat sein übriges bei STAX Records fast im Alleingang mit seinen komplett selbst geschriebenen, arrangierten und produzierten Alben ("Hot Buttered Soul"/"The Isaac hayes Movement" & "Shaft")!
Neben meiner Ansicht nach 6 brillianten Songs (dem Titelsong, ein Instrumental "Machine Gun", "Young Girl Are My Weakness", "I Feel Sanctified", "The Assembly Line", "Gonna Blow Your Mind" und dem exzellenten, genialen "Superman") enthält das Album noch vier sehr gute Songs; und keiner der insgesamt 10 Songs ist eine Ballade. Ironie des Schicksals, denn gerade diese teils "überzuckerten" Balladen sollten in späteren Jahren das 'trademark' der Commodores werden (z.B.: "Three Times A Lady" vom 1978er Album "Natural High").
Ein mutiges und gerade in der Rückbetrachtung wegweisendes, authentisches Album; hier nun - zugegeben bereits seit 1998 - in hervorragend digital remasterter Version und Qualität vorliegend. Bravo!


Ladies Night (Expanded+Remastered Edit.)
Ladies Night (Expanded+Remastered Edit.)
Preis: EUR 20,83

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Real Pleasure & An Ultimate "Feel Good" Classic!, 22. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es war für mich eine große Freude, endlich und nach mehr als 33 Jahren(!), diesen wirklichen Klassiker in der nun vorliegenden, exquisit digital remasterten Version mein Eigen nennen zu können!
Die bereits 1969 gegründete Formation Kool & The Gang, davor als The Jazziacs in kleineren Clubs im weiteren Umfeld von New Jersey und New York mit Live-Gigs regelmäßig aktiv, war in ihrem "frühen" Sound noch sehr stark geprägt von Jazz-Größen wie John Coltrane, Wes Montgomery und Charlie Parker. War die Musik von Kool & The Gang in diesen Anfangsjahren eine melodische, sehr erdige Melange aus eben schwarzen Funk, Blues und Soul-Einflüssen, änderte sich dieser zum Teil sehr vertrakte Sound ab Ende der 1970er Jahre hin zu dem "Blend" aus unwiderstehlichem "schwarzen" Pop und tanzbaren Soul, mit mal weniger mal stärkeren Disco-Einflüssen.
Mit dem Beginn der Zusammanarbeit mit dem brasilianisch-stämmigen Produzenten Eumir Deodato ab diesem Album "Ladies' Night"; insbesondere aber die Entdeckung des stimmlichen Talents und Potentials ihres anfänglich "nur" als Percussionist eingesetzten Band-Mitglieds James 'JT' Taylor (ab 1978), entwickelten sich Kool & The Gang zu der international extrem erfolgreichen Formation, die sie bis hin in die 1990er Jahre bleiben sollten.
Die drei Single-Auskoppelungen "Ladies' Night" (Platz 1 in den R&B-Charts, Platz 8 in den Billboard Pop-Charts sowie Platz 5 in den Billboard Disco-Charts); "Too Hot" (Platz 3 R&B, Platz 5 Pop, Platz 23 UK-Charts) und "Hangin' Out" (Platz 36 R&B, Platz 103 Pop, Platz 5 Disco und Platz 52 UK) ebneten den Weg zu dieser internationalen Karriere und ließen Kool & The Gang zu einem "household name" werden.
Das gleichnamige Album erreichte Platz 1 in den amerikanischen Billboard R&B-Charts und immerhin noch Platz 13 in den Pop-Charts; wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als die "Ächtung" von sogenannter banaler Disco-Musik bei den meisten Radio-Stationen (USA wie in England) wie auch den großen Plattenfirmen in vollem Gange war. Die öffentliche Verbrennung von Disco-Schallplatten in den USA, die nicht ganz von ungefähr an die Bücherverbrennung in den 1930er Jahren von Nazi-Deutschland erinnerte, war ein erbärmlicher Ausdruck von Ignoranz und reaktionärer Gesinnung, wie er (leider) insbesondere in den USA immer wieder zum Ausdruck kommt!
Umso beeindruckender ist die Wiederentdeckung der schwarzen Musik und von schwarzen Künstlern aus den 1970er & 1980er Jahren, die seit einigen Jahren eine wahre Renaissance erlebt. Ganz besonders Horvorzuheben sind hier das britische Plattenlabel Big Break Records sowie das amerikanische Label FunkyTownGrooves! Beide "Re-Releasen" in schöner Regelmäßigkeit die Original-Alben von Künstlern wie The Gap Band, The Bar-Kays, Ashford & Simpson, The Pointer Sisters, Yarbrough & Peoples, Prime Time, Isaac Hayes und, und, und. Dabei werden die Master Tapes IMMER aufwendig digital remastert und die Alben fast ausnahmslos vollständig um die Original Remixes/Extended Versionen ergänzt; zusätzlich versehen mit ausführlichen Begleittexten (Liner Notes) und teils aktuellen Interviews mit den Künstlern selbst!
Das Album "Ladies' Night" selbst wäre nur bezogen auf die drei erwähnten Singles allein nicht das Meisterwerk, welches es ist, wenn da nicht auch der Rest der Tracks eine Qualität erster Güte darstellen würde! Neben einem meiner persönlichen All-Time-Classics "Too Hot" zählt "If You Feel Like Dancin'" mit zum besten, was Kool & The Gang jemals produziert haben! Der warme, sommerliche Mid-Tempo-Shuffler "Got You Into My Life" und das wunderbar jazzig-verspielte "Tonight's The Night" sind ebenfalls 5-Star-Songs!
Diese Edition wurde um 6 Bonus Tracks ergänzt, wovon insbesondere der über 7-minütige 12'Inch Promo Disco Mix von "Ladies Night" besticht! Der !2'Inch Disco Mix von "Hangin' Out" ist erstaunlicher Weise schwächer als die Album Version, aber immer noch sehr gut. Die restlichen 4 Bonus Tracks sind die originalen 7'Inch Versionen der vorbenannten Singles, also editierte und kürzere Versionen der Album Tacks; somit leider keine wirkliche Bereicherung aber eben auch kein Nachteil.
Fazit: Ein vollauf rundes und in sich geschlossenes Album der Extra-Klasse, dass einfach Spaß macht und gute Laune verbreitet! Eine mehr als nur willkommende Wiederveröffentlichung und eventuell ja auch eine Neu-Entdeckung für Musikliebhaber jüngerer Generationen?!


Grown Folks
Grown Folks
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 47,88

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Masters Of Funk Are Still With Us!, 17. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grown Folks (Audio CD)
Es handelt sich bei der jüngsten Veröffentlichung der Bar-Kays nicht um ein vollständiges Album, sondern vielmehr um eine sogenannte E.P. mit insgesamt 5 Tracks. In Zeiten der Schallplatte wäre dies auch als Vinyl-E.P. herausgebracht worden, aber in 2012/2013 gibt es erstens keinen Funk mehr in der Musik und zweitens keine Könner wie die Bar-Kays. Sie sind zu einer Nischen-Erscheinung geworden, denn wir leben in Zeiten, in denen untalentierte Nichts-Könner (eine Bass-Gitarre beherschen und spielen können, was ist das?), wie zum Beispiel Chris Brown, Lady Gaga, ect. millionenfach Downloads verkaufen. Und die schwärzeste Musik von hellhäutigen Musikern wie Justin Timberlake, Adele und Robin Thicke produziert werden, ist es ein Segen die Bar-Kays nach mehr als 40 Jahren immer noch im Musik-Geschäft erleben zu dürfen!
Larry Dodson und James Alexander sind praktisch die "stallwarts" der Black Music, und sie sind nach wie vor funky! Dabei waren und sind die Bar-Kays immer auch modern und zeitgemäß geblieben, ohne jemals ihre Wurzeln zu verleugnen! Diese liegen im Gospel-Soul eines Otis Redding (die Bar-Kays waren die Back-Up-Band dieses Meisters), Wegbegleiter und Wegbereiter von Stax Records und praktisch die Haus-Band von Isaac Hayes!
"Grown Folks" ist dafür ein weiteres und sehr gutes Beispiel! Ob sie nun Mark Morrison "Return To The Mack"-Hit aus den 1990'ern formidabel in die Jetzt-Zeit tranferieren, oder aber ihre Eigen-Kompositionen ("Grown Folks" & "What Goes N-Da Club" featuring George Clinton zu einem erfrischenden Funk-Feuerwerk werden lassen, spielt dabei keine große Rolle. Richtige Funk-A-Teers, die echte Instrumente spielen, mit realen Stimmen singen und trotzdem mit Hilfe modernster Technik den musikalischen Anschluss mühelos schaffen!
Die meines Wissens letzten zwei Veröffentlichungen ("House Party"/2007auf Koch Entertainment & "48 Hours"/1994 auf Basix Music) sind brilliant und wegweisend!
Sollte es gerecht zugehen in dieser Welt, sollte "Grown Folks" ein Hit werden.


Priority (Remastered Edition)
Priority (Remastered Edition)
Preis: EUR 14,60

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen From Boogie via Blues and Soul to Black Pop!, 17. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Priority (Remastered Edition) (Audio CD)
Das Album "Priority" (1979 auf Planet Records erschienen) war noch vollständig geprägt von einem bluesigen West-Coast-Sound, wie er assoziiert wurde mit Bob Seger, später dann mit Bruce Springsteen in seiner sehr erfolgreichen "Born In The U.S.A"-Phase. Das damals zumindest (eventuell noch) irritierende war die Tatsache, dass sich drei schwarze Ladies, die Geschwister Ruth, Anita & June Pointer eines Country-geschwängerten Sounds "bemächtigten", der ausschließlich hellhäutigen Künstlern vorbehalten schien! Man darf nicht vergessen, welche religiös bis hin zu reaktionären Denk-Strukturen die amerikanische Gesellschaft prägten in den 1970er Jahren; selbst wenn die Rassentrennung seit mehr als 15 Jahren glücklicher Weise der Vergangenheit angehörten. Die sich bereits "in full flow" befindliche Disco-Musik tat im besten Sinne ihr übriges, diese rassistischen Strukturen zu infiltrieren und letztlich zu durchbrechen!
Der Sound der Pointer Sisters war zu dieser Zeit (noch) sehr ur-amerikanisch und beinahe schon altmodisch; allerdings im besten Sinne beeinflusst von Gospel-Sprengseln, sehr viel Rock'n Roll sowie einer großen Portion Blues! Das Rolling Stones-Cover von "Happy" ist dafür vielleicht das beste Beispiel, wenn auch nicht der beste Song auf dem Album.
Diese sind das perfekt von Ruth Pointer gesungene "Blind Faith", June Pointer's exzellente Performance auf "Who Do You Love" und Anita Pointer's makelloser, brillianter Lead-Gesang auf "Don't Let A Thief Steal Into Your Heart"! Gemeinsam mit dem hervoragenden Cover des Bruce Springsteen-Klassikers "(She's Got) The Fever", gesungen von Ruth Pointer und im übrigen um Meilen besser als das Original, stellt dieses Album einen (weiteren) Höhepunkt in der Schaffensphase der Pointer Sisters dar! Und dies war noch drei Jahre entfernt von ihrem 1982'er Mega-Hit "I'm So Excited", der den Weg der Pointer Sisters gänzlich in eine andere musikalische Richtung ebnen, und damit die kommerziell erfolgreichste Phase ihrer Karriere einläuten sollte.


Confidence
Confidence
Preis: EUR 14,43

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Singer turns Producer!, 17. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Confidence (Audio CD)
Bevor Narada Michael Walden in den 1980'er Jahren zu einem hochbezahlten "Super"-Produzenten aufstieg (zum Beispiel das exzellente, völlig unterschätzte Sister Sledge-Album "All American Girls"/1982, wie insbesondere im Gegensatz dazu einige unsäglich miese Songs für Whitney Houson), veröffntlichte er interessante und sehr abwechslungsreiche Alben als Solo-Künstler.
Auch sein zweites Solo-Album "Confidence" zählt in seiner Gesamtbetrachtung sicher nicht zu einem musikalischen Meilenstein; allerdings enthält es zwei der "most funky tracks of the '80ies": "You're #1" & "Summer Lady" sind unschlagbare, witzige und unglaublich treibende Tracks, die einfach nur Spaß machen; man will Tanzen und unbedingt MEHR! Der dritte, ebenfalls absolut herausragende Song ist das sehr jazzige, atmosphärisch tiefgründige "Blue Side Of Midnight"; brilliant!
Wenn ich bei dieser Rezension 10 Sterne vergeben könnte; diese drei Tracks würden sie bekommen! Aufgrund der besonderen Güte der vorbenannten Songs schafft das in Summe recht mäßige Album eine Bewertung von insgesamt immmerhin noch 4 Sternen. Stimmlich wäre er etwa bei einer Mischung aus Christopher Cross und Lionel Richie ("Safe In My Arms", "Holiday") anzusiedeln, gerade auch was den Schmalz-Faktor anbelangt. "Confidence", der Titeltrack wird letztlich durch die CHIC-artigen Gitarren (Corrado Rustici) vor dem völligen Abstutz in Gefilde der Gombay Dance Band/Boney M gerettet; "You Ought To Love Me" lebt von Frank Martin's cleveren Syntheziser-Solo; "I'm Ready" ist der vierte noch recht gute Soul/Pop-Shuffler.
In jedem Fall erwähnenswert sind die musikalischen, hochkarätigen Gäste: Ernie Watts/Tenor Saxophon, Randy Brecker/Trumpet, David Sanborn/Alto Saxophon und Wayne Shorter/Soprano Saxophon!


Thelma & Jerry/Two to One
Thelma & Jerry/Two to One
Preis: EUR 18,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Yeah, Let's Get Together Again!, 17. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thelma & Jerry/Two to One (Audio CD)
Die Absicht von Motown-Gründer Berry Gordy war so offensichtlich wie auch bei rein unternehmerischer Betrachtung völlig verständlich. Thelma Houston galt nach ihrem 1976'er Mega-Seller "Don't Leave Me This Way" als "hot"; Jerry Butler war bereits zu dieser Zeit ein etablierter Soul-Crooner, wenn auch ohne einen internationalen Super-Hit.
In der Regel führt dies musikalisch wie künstlerisch zu einer mittleren Katastrophe und nur in sehr wenigen, seltenen Ausnahmen kommt dabei etwas Spannendes und Interessantes heraus.
So ein Fall war das 1977 erschienende Album "Thelma & Jerry", welches den Spagat zwischen radio-tauglichen Pop/Soul und einer ausgefeilten, musikalisch anspruchsvollen Auswahl und Produktion von Songs zu Tage förderte. Thelma Houston und Jerry Butler sind hier stimmlich "on top of their game", was bedeutet, dass sie ihre Stärken voll ausspielen können und ein glaubwürdiges Gesangs-Duo abgeben. Die Songs variieren zwischen leichtem, zeitgenössischem Disco-Sound ("Only The Beginning", "I Love You Through Windows", "Let's Get Together"), Midtempo-Soul ("And You've Got Me"/Brilliant, "It's A Lifetime Thing", "Sweet Love I've Found", "Let's Get Together", "Never Gonna Get Enough", "We Owe It To Ourselves"), Gospel-infusionierten Balladen ("Medley: If You Leave Me Now & Love So Right"/Herausragend, "Joy Inside My Tears"/Exzellent, "(Play The Game Of) Let's Pretend", sowie einem richtigen Funk-Smoker ("Chicago Send Her Home").
Was letztlich eine Bewertung mit 5 Sternen unmöglich macht, sind Ausfälle wie das 'käsige' "Find A Way", das billig-klingende "Don't Pity Me" wie schließlich das über-schmalzige "You Gave Me Love" (zu viele Streicher)!
Interessant zu wissen ist vielleicht die Tatsache, das sämtliche Aufnahmen für das 1977'er Album "Thelma & Jerry" vorgenommen wurden und angedacht waren. Die insgesamt 18 Songs wurden dann schließlich auf zwei Alben verteilt ("Two To One" erschien ein Jahr später/1978)! Vermutlich wollte Berry Gordy sein Investment darauf "abklopfen", wie erfolgreich eine Teilveröffentlichung womöglich sein würde.
Aufgrund der Tatsache, dass für die Aufnahmen hervorragende Musiker (David T. Walker/Guitar, Michael B. Sutton/Keyboards, James Gadson/Drums, Brenda Sutton & Judy Cheeks/Background Vocals) ausgewählt wurden, echte Streicher sowie Horn- und Bläsersätze zum Einsatz kamen, stellt diese liebevoll digital remasterte Wiederveröffentlichung ein nostalgisches Soul-Vergnügen dar! Dank an Soul.Music.com dafür; insbesondere David Nathan & Michael Lewis!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2013 11:52 AM CET


Dangerous Acquaintances
Dangerous Acquaintances
Preis: EUR 10,47

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auferstehung des britischen "Sweethearts" der 1960er Jahre - Teil 2, 17. November 2013
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Rezension bezieht sich auf: Dangerous Acquaintances (Audio CD)
Es hat ganze 14 Jahre gebraucht, bis Island Records 1995 begriffen hatte, welches musikalische Juwel sie damals 1981 veröffentlicht hatten, um es schließlich in ihre Island Masters-Serie aufzunehmen.
Marianne Faithfull's Folgealbum zum brillianten Comeback-Album "Broken English" aus dem Jahre 1979; übrigens endlich in diesem Jahr als 2-Disc DeLuxe-Edition vollständig digital remastert und expanded erhältlich, hatte sich von dessen unwiderstehlichen lyrischen Tiefen und einer gewissen Bitterkeit entfernt. Nicht jedoch hatte sich Marianne von der vielschichtigen Aussagekraft ihrer Song-Texte verabschiedet; vielmehr war der Sound organischer, "lebendiger" und die Rhytmen vielleicht etwas poppiger und weniger "wavig" ausgefallen. Bis auf zwei der insgesamt 10 enthaltenen Songs ("Intrigue" & "Strange One"), hatte Miss Faithfull an allen Texten selbst mitgearbeitet. Das Album wurde wieder und zum Glück, wie ich finde, von Mark Miller Mundy produziert und erreichte dadurch eine wunderbare Geschlossenheit, ohne dabei jemals gleichförmig zu werden oder gar in Langeweile abzudriften. Definitiv wurden musikalisch Reggae-Elemente stärker in den Vordergrund gestellt ("Sweetheart", "Strange One"), rockiger Pop ("Tenderness", "Easy In The City" & "For Beauties Sake") wie auch Calypso-Elemente, versehen mit einer funkigen, an Nile Rodgers "CHIC"-typischen Gitarrenspiel erinnernd, verarbeitet ("Eye Communication"). Persönlich am besten gefallen mir die zwei ruhigeren, balladesken Songs "So Sad" und das herausragende "Truth Bitter Truth. Einfach brilliant!
Meines Wissens war dieses wunderbare Album seinerzeit leider kommerziell ein ziemlicher Flop. Ebenso wie der ebenfalls großartige Nachfolger "A Childs Adventure" aus dem Jahre 1983 hat Marianne Faithfull einen ihr eigenen musikalischen Stil kultiviert, der sie in Fan-Kreisen zu einer Art Ikone hat werden lassen!
Es gibt eine wundervolle 2-Disc-Compilation aus dem Jahre 1998 ("A Perfect Stranger - The Island Anthology"), welche ich nur jeder/m wärmsten ans Herz legen will, denn sie vereint die besten Stücke aus 7 Jahren und 6 Alben ("Broken English"/1979, "Dangerous Acquaintances"/1981, "A Childs Adventure"/1983, "Strange Weather"/1987, "Blazing Away"/1990, "A Secret Life"/1995), inklusive der exzellenten 12'Inch Version von "The Blue Millionaire" (8:23)!


The Luxury Gap (Limited Special Edition)
The Luxury Gap (Limited Special Edition)
Preis: EUR 22,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Genre-definierendes Electro-PoP Album!, 13. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist schwierig nicht in nostalgisches Schwärmen zu verfallen, ohne dabei nicht sofort als antiquirt zu gelten und völlig unempfänglich für neue und aktuelle Entwicklungen in der zeitgenössichen PoP-Musik!
Das Problem hier ist aus meiner Sicht folgendes: The Hurts sind vielversprechend; letztlich aber nur mittelmäßige Kopiisten begnadeter Vorgänger! OMD versuchen modern zu klingen, wirken aber trotz durchaus guter Ideen irgendwie "altbacken"; VISAGE/Steve Strange veröffentlichen einen "bemüht-modernen" Abklatsch ihrer innovativen Electro-PoP-Meisterwerke ("Mind Of A Toy", "Fade To Grey"); Bryan Ferry ist einer der wenigen würdevoll gealterten New Wave/PoP/Rock-Veteranen, die ihr Handwerk offensichtlich immer noch irgendwie verstehen und unter Bewahrung des klassisch "Guten" in der Lage sind sich selbst, wenn schon nicht Neu zu erfinden, dann wenigstens weiter zu entwickeln. Bestes und herausragendes Beispiel ist Miss Grace Jones, die mit ihrem 2009'er Album "Hurricane" bewiesen hat, das man/frau mit inzwischen 60+ durchaus INNOVATIVE & WEGWEISENDE Musik produzieren kann; und dabei so nebenbei auch noch neue "Jünger" hinzu gewinnen kann!
Zurück zu HEAVEN 17!
Hier liegt ihr vermutlich BRILLIANTESTES und kommerziell ERFOLGREICHSTES Album digital vorbildlich überarbeitet vor! Ich werde NIEMALS vergessen, als ich die Vorab-Single "Let Me Go" in Berlin im "Dschungel" (eine der Club-Institutionen und das meine ich OHNE jedes Angeben!) gehört habe und einfach nur "ausgeflippt" bin! Dieser Synth-Sound war neben Depeche Mode ("Leave In Silence), New Order (Dub-Mix von "Temptation"), Eurythmics "Sweet Dreams" einfach genial; rhytmisch, politisch und unglaublich SCHÖN!!! The Cure waren Helden; Ultravox's "Vienna" und um so mehr das brilliante "Mr. X" waren bewegend, TOYAH (Wilcox) eine Ikone und Lene Lovich's "Lucky Numbers" eine "schräge" Offenbarung, YAZOO's "Don'T Let GO" hat einem den Schweiß aus den Poren getrieben; selbst Nina Hagen mit ihrer kon-genial von Giorgio Moroder produzierten Cover-Version von "Zarah, es wird einmal ein Wunder geschehen" (Zarah Leander) hatte fast schon etwas von einem "religösen Erweckungserlebnis"! (Übrigens ist die U.S. 12'Inch Remix-Version GIGANTISCH und ich warte immer noch auf die Wiederveröffentlichung des gesamten Albums als Digital Remaster)!!!
UND DANN kam dieses einzigartige Album von HEAVEN 17 ("The Luxuray Gap") heraus! Ich konnte einfach NICHT fassen, dass ein Album rundherum so perfekt sein konnte, von textlicher, inhaltlicher Bedeutung und TROTZDEM tanzbar! Disco-Musik war nur einige Jahre vorher auf dem Altar der rock-orientierten Platten-Labels öffentlich GESCHLACHTET worden. Wie wenig wurde hier der befreiende Ansatz begriffen, den Disco in seinen besten Momenten verdientermaßen hatte! Und hierbei meine ich nicht nur für die Gays, Lesbians, Transgender, sondern in dem Prinzip des All-Übergreifenden "Come Together". Völlig unpolitisch ist anders!
Was hat HEAVEN 17 von all ihren musikalischen Mitstreitern unterschieden? Ich glaube ein "Blend" aus Inspiration, Musikalität, einem politisch "linken" Selbstverständnis in der Mischiung mit 1960's Motown-Soul; also Wahrhaftigkeit, die ihres gleichen gesucht hat und vielleicht noch heute sucht. "Temptation" mit der sensationellen Vocal-Performance von Karol (Carol) Kenyon; "Crushed By The Wheels Of Industry" als eine glaubwürdige ANKLAGE an den Manchester-Kapitalismus der bisweilen reaktionären Margeret Thatcher in ihrem geisteskranken "Gewerkschafts"-Zerschlagungswahn; "Lady Ice And Mr hex" als eine "Morbide" Liebeserklärung; "We Live So Fast" als weitere Konsum-Kritik. Alles war so fühlbar und authentisch; heute unvorstellbar in einer von iPhones geprägten Schnell-Lebig- wie auch gewissen Beliebigkeit, die kaum noch ein ausgiebigeres Nachdenken zulässt! Trotzdem bin ich ein Apple-Fan.
Und alles war PRAKTISCH zusammengefügt in eine derart charmante, moderne und wegweisende Songstruktur, die -zumindest für mich- unwiderstehlich war! Jeder einzelne Song ist meiner Meinung nach ein Song-Juwel der (moderneren) PoP-Geschichte; hier noch einmal präsentiert in einer brillianten Sound-Qualität.
Abschließend sei bemerkt, wie erstaunlich und beeindruckend die Karriere von Depeche Mode ist, die sich zunehmend von ihren frühen wie durchaus auch politischen Ideen mehr und mehr verabschiedet haben zugunsten eines zwar immer noch interessanten Stadien-tauglichen Gesamt-Sounds; aber eben zugunsten einer Middle-Class-Befindlichkeit, die niemanden wirklich weh tut. Wohldosierte "Großstadt-Melancholie", die jede/r irgendwie nachempfinden kann; aber bitte nicht zu "böse" und in der Aussage zu konsequent. Aber vielleicht erwartet man/frau hier auch zuviel, schließlich geht es am Ende um das Verkaufen von Downloads/CD'S/Platten,so letztlich auch für HEAVEN 17! Und das ist bekanntlich nicht immer gleich "Teufelswerk", gell?!


Stronger Than Ever
Stronger Than Ever
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 14,88

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Underrated. UNDERRATED & BRILLIANT!, 23. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Stronger Than Ever (Audio CD)
Rose Royce zählen unverdienter Maßen zu den am stärksten unterschätzten FUNK-Formationen ihrer Zeit (1970er bis späte 1980er)! Dieses Album "Stronger Than Ever" aus dem Jahr 1982 wurde wunderbar DIGITALLY REMASTERED von dem englischen Re-Issue-Label Big Break Records; inzwischen selbst zu einer Institution der Black Music erwachsen!
"Stronger Than Ever" zählt zweifelsohne zum BESTEN, was diese neunköpfige Formation aus Cali in ihrer Karriere produziert haben, ein weitläufig unterschätztes Juwel der Musik-Geschichte und nun endlich erstmalig in perfektem Sound wieder zu entdecken!

Der erste Track "Dance With Me" ist so funky und black, dass es eine pure Freude ist dazu zu 'jammen' (hier zusätzlich als Bonus Track im U.S. 12'Inch Remix erhältlich)!
"Sometimesy Lady" ist eine schamlose aber wundervolle Cover-Version des The Commodores/Lionel Ritchie Klassikers "Sometimes A Lady"; geschmackvoll! Darauf folgt eines der ersten Glanzstücke dieses Albums, "Best Love" mit den wundervollen Lead Vocals von Miss RICCI BENSON und einer brillianten Gitarren-Performance von Walter McKinney und Howard 'Howie' Rice; dazu eine kongeniale Untermalung durch ECHTE Streicher- und Bläsersätze dank NORMAN J. WHITFIELD.
Das gleiche, wenn nicht noch viel mehr gilt für den perfektesten und dramatischsten Song dieses Set, "Still In Love"! Wenn es PERFEKTION gibt, dann bei diesem Song! Hier wurde einfach ALLES richtig gemacht; das Keyboard, die Guitars, die 'sehnsüchtigen', dramatischen Streicher, und dazu die tief überzeugenden Vocals von Miss Benson sind pure Perfektion! Fantastisch!
"You Blew It" ist mehr als nur solide und macht einfach nur Spaß! "Somehow We Made It Through The Night" ist ein leicht "schmalziges" Duett von Ricci Benson & Kenny Copeland, was nur durch die sehr gute vokale Performance der Beiden vor dem Kitsch-Absturz "gerettet" wird.
"Fire In The Funk" ist ein Funk-Stomper der Extra-Klasse; wieder wurde hier ALLES richtig gemacht: Sassy & very funky! "Talk To Me" ist einmal mehr Funk, verfügt aber nicht mehr ganz über die Klasse seiner "Vorgänger", trotzdem sehr solide und hörbar!
Ergänzt wird diese Wiederveröffentlichung durch vier Bonus Tracks, wovon zwei die U.S. 12'Inch Remixes von "Best Love" und "Dance With Me" sind; EXZELLENT! Zusätzlich gibt es "Still In Love" & "Fire In The Funk" als 7'Inch Versions.
Ein HERVORRAGENDES Album, das viel zu lange ignoriert wurde! Es ist eine Freude dieses Album endlich in best-möglicher Qualität in den Händen halten zu können; KAUFEN!


On the Rise
On the Rise
Preis: EUR 17,85

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die "Blaupause" des 1980/1990er Electo-Soul/Funk!, 23. August 2013
Rezension bezieht sich auf: On the Rise (Audio CD)
Demon Records; ich LIEBE euch und HASSE euch GLEICHZEITIG!
Wie nur, in "Gotte Namen" ist es möglich eine derart EINMALIGE und HISTORISCHE CHANCE dermaßen "zu vergeigen"? Ihr hattet NACHWEISSLICH die EINMALIGE Chance ALLES RICHTIG zu machen; stattdessen habt ihr euch für einen 'Rip Off' der Musikliebhaber entschieden!
Groß angekündigt via facebook und amazon.uk wurde die Wieder-Veröffentlichung SÄMTLICHER Alben der Künstler, die in den 1980er bis in die 1990er wegweisende Alben über das Kult-Label TABU RECORDS veröffentlichten, DIGITALLY REMASTERED inklusive nahezu sämtlicher Original REMIXES wieder auf den Markt zu bringen!
Die Ernüchterung ist umso größer, als das ihr diesem Versprechen nur sehr bedingt nachkommt; eine BITTERE Entäuschung = Ende der Täuschung! Aber nun zum vorliegenden Album "On The Rise" von The S.O.S. Band:
Das Album zählt nicht unbedingt zum Aller-Besten, was zu dieser Zeit (1983) auf den Markt kam (MTUME's "Juicy Fruit" ist um Längen besser, weil in sich geschlossener und innovativer)!
Dennoch enthält es zwei derart BRILLIANTE Songs, die den Kauf allein schon rechtfertigen: "Just Be Good To Me" ist ein Meilenstein des amerikanischen "Soulful Electro-Funk", wie er seines Gleichen (vergeblich) sucht! Wenn man den "blend", also die Vermischung/Überschneidung PERFEKTER Elemente aus Motown-Soul der 1960er, des gospel-"geschwängerten" Psychodelic Funk von The Temptations (1970er/"Papa Was A Rollin' Stone") und Sly & The Family Stone wie von The Isley Brothers (jeweils in ihrer musikalischen Hochphase), sowie der vokalen Stimmgewalt einer Gwen McCrae oder einer Mavis Staples zu einem NEUEN zusammenfügt, erhält man im Ergebnis dieses Juwel!
"Tell Me If You Still Care" zählt zu den BESTEN Balladen dieser Zeit und stellt ein beinahe nicht zu übertreffendes Meisterwerk dar! Eine BRILLIANTER Song zeichnet sich durch viele großartige Einzelteile aus, die in ihrer Summe ein kongeniales Gesamtes ergeben: Ein treibende bass & electric guitar (Bruno Speight), ein den Song vorantreibendes Schlagzeug (Jerome 'J.T.' Thomas), eine meliodöse,aber niemals langweilige keyboard/syntheziser-Führung (Jason Bryant), ein jazziges Saxophon (Willie 'Sonny' Killebrew), treibende Percussion-Elemente (Abdul Ra'oof & Jerome 'J.T.' Thomas) und schließlich herausragende Vocals (Mary Davis & Abdul Ra'oof), welche die Lyrics verstehen und glaubwürdig transportieren und "übersetzen"! Dieses Zusammenspiel all dieser Ingredienzien ist selten aber möglich, hier findet man den Beweis dafür!
Zwei weitere sehr gute Songs auf diesem Album sind das 'funkige' "For Your Love" und der "Dance-Sprinter" "I'm Not Runnin'"; dazu gibt es den amüsanten, weil großartigen 'Funk-Stepper' "If You Want My Lovin'"; EXZELLENT und in bester SLAVE/ConFunkShon/Lakeside/Cameo-Tradition!
Die Liner Notes des Musik-Journalisten Justin Kantor geben einen tiefen Einblick in die Erfolggeschichte von The S.O.S. Band wie auch der schwarzen Musik insgesamt; lohnenswert zu lesen!
4 Bonus Tracks würden diesen Re-Release zu einem "Must Have" machen, wäre da nicht die LAUSIGE Sound-Qualität! "Just Be Good To Me" in zwei Remix-Versionen (Special Version/8:53 & 12'Inch Vocal Remix/7:41); das fabelhafte "If You Want My Love" (U.S. 12'Inch Extended Version/4:59), sowie die sehr gute U.S. 12'Inch Version von "For Your Love"/9:31. Bedauerlicher Weise wurden alle Bonus Tracks in einer derart "UNTERIRDISCHEN" Sound-Qualität hinzugefügt, dass man sich unweigerlich fragt, ob Demon Records einfach nur ignorant, geldgeil oder schlicht DÄMLICH waren? Ich tippe auf eine Mischung aller drei genannten Gründe! Eine vertane große Chance und eine Schande für BBC, die englische Broadcasting-Institution, welche praktisch übergeordenet verantwortlich ausführend tätig war!


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