Profil für H.Schwoch > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von H.Schwoch
Top-Rezensenten Rang: 1.220
Hilfreiche Bewertungen: 2851

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
H.Schwoch "hschwoch"
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Paul und ich: Autobiographie
Paul und ich: Autobiographie
von Manuela Runge
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Belmondo oder Hannibal Lecter?, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Winfried Glatzeder, geboren am 26. April 1945 und aufgewachsen in Ostberlin, war einer der erfolgreichsten und renommiertesten Bühnen- und Filmschauspieler der DDR, ehe er einen Ausreiseantrag stellte und schließlich 1982 mit seiner Familie in den Westen ging. Sein bis heute berühmtester Film "Die Legende von Paul und Paula" kam 1973 in die Kinos, erregte auch international Aufmerksamkeit und ist heute zumindest im Osten unseres Landes in der Tat legendär.

In der Bundesrepublik wurde Glatzeder einem großen Publikum lediglich als recht kurzfristiger "Tatort"-Kommissar bekannt, obwohl er durchgehend immer wieder in Film, Fernsehen und auf der Bühne präsent war. Dabei ist er durch sein melancholisches Gesicht, die 'platte' Nase und die abstehenden Ohren sowie den hageren, schlaksigen Körperbau absolut unverwechselbar. So einer hätte auch ein Hollywoodstar werden können, und nicht ohne Grund nannte man ihn nach einer seiner Rollen auch den 'Belmondo des Ostens'.

Dass sich der inzwischen fast 69-Jährige 2014 für die höchst erfolgreiche RTL-Sendung "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" verpflichten ließ und zusammen mit einer Reihe von has-beens und Knallchargen in den australischen Dschungel zog, nahmen viele mit einer gewissen Erschütterung zur Kenntnis. Doch dahinter steckte, neben der sicherlich willkommenen Geldspritze, ein durchdachter Plan. Denn zum einen wollte Glatzeder seiner Jugend in Wald und Flur und am Lagerfeuer noch einmal nachspüren, und zum anderen sah er darin die perfekte Gelegenheit, Millionen von Fernsehzuschauern zu zeigen, welch hoch begabte, interessante und komplizierte Persönlichkeit er ist.

Beides ist ihm ohne Frage mehr als gelungen, auch wenn er von den Moderatoren in der für dieses Format üblichen Weise durch den Kakao gezogen wurde und als 'Glatzenpeter' in die Geschichte einging.

Seine Autobiographie "Paul und ich" erschien bereits 2008 im Aufbau-Verlag und zeigt in beeindruckender Weise auf, wie dieser Mann zu dem höchst widersprüchlichen Menschen geworden ist, den er auch im Dschungel so meisterhaft gegeben hat. Vaterlos unter der strengen, aber zugleich liebevollen Regie von Mutter und Großmutter aufgewachsen, war er schon als Junge und junger Mann unangepasst, schwierig und keinem Abenteuer abgeneigt. Wie so viele Künstler zog er sich andererseits gern zurück, fühlte sich isoliert und unter vielen Menschen unwohl.

Die Schilderung seiner Laufbahn in der DDR ist vorwiegend für solche Leser von Interesse, die sich mit den Protagonisten der dortigen Theater-, Film- und Fernsehlandschaft auskennen. Uns 'Wessis' dürften viele Namen hingegen wenig oder überhaupt nichts sagen. Gleichwohl vermag Glatzeder (mit Hilfe seiner Ko-Autorin Manuela Runge) jene Zeit durchaus spannend und schreiberisch anspruchsvoll zu schildern.

Seine Eingewöhnung im 'goldenen Westen' verlief zwar nicht gänzlich problemlos (wie sollte sie auch), wurde aber, zum Beispiel dank einiger guter Beziehungen zu anderen ehemaligen DDR-Bürgern, auch nicht zu einem Drama. Über mangelnde Beschäftigung konnte er jedenfalls kaum einmal klagen, und interessante Rollen gab es für ihn auch immer wieder. Gegen Ende wird das Buch zunehmend anekdotenhafter und manchmal auch richtig lustig.

Interessant war es für mich, zu erfahren, dass Winfried Glatzeder Mitte der achtziger Jahre als Kanzleipartner von Manfred Krug in der wunderbaren Fernsehserie "Liebling Kreuzberg" vorgesehen war. Seine Gründe für die Ablehnung dieser Rolle erschließen sich mir nicht vollständig, und ich könnte mir denken, dass er diese Entscheidung später durchaus gelegentlich bedauert hat - was er uns aber ebenso verschweigt wie die Tatsache, dass er 1988 in einer Folge der Serie als Gaststar auftrat und dabei zusammen mit Krug eine Glanzleistung hinlegte.

Insgesamt ist "Paul und ich" eine faszinierende Lektüre, die zwar einiges auslässt (zum Beispiel seine Mitwirkung in dem umstrittenen Spielfilm "Gossenkind" von Peter Kern), aber über rund 230 Seiten letztlich doch das ausführliche und abgerundete Bild eines großartigen Künstlers und diffizilen Charakters herzustellen vermag. Zudem gibt es gleich drei sehr ausführliche Fotostrecken.

Der junge Julian F. Stoeckel, einer seiner 'Mitbewohner' im Dschungel, sagte kürzlich laut Bild-Zeitung über Winfried Glatzeder: 'Der Mann ist von Grund auf böse, der böseste Mensch, den ich je getroffen habe, der Hannibal Lecter des deutschen Films'. Wie könnten wir jemandem, der über fast zwei Wochen jeden Tag 24 Stunden lang live dabei war, ernsthaft widersprechen? ;-)


On My Way to the Sun
On My Way to the Sun
Preis: EUR 24,94

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pure Lebensfreude, 14. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On My Way to the Sun (Audio CD)
Wer auf Grund des Cover-Artworks und des Albumtitels auf die Wiederveröffentlichung einer längst vergessenen Psychedelic-Rock-Scheibe aus den späten sechziger Jahren tippt, liegt vollkommen falsch.

ON MY WAY TO THE SUN ist nämlich in Wahrheit das neueste Werk eines begnadeten Sängers, der von 1981 bis '83 Mitglied der legendären amerikanischen Prog-, Hard Rock- und AOR-Institution Kansas war, 1989 seine eigene Band Mastedon gründete und seit 1995 auch einige Platten unter seinem eigenen Namen veröffentlicht hat.

Vier Jahre waren seit dem Album MASTEDON 3 vergangen, mit dem Elefante eine fabelhafte musikalische Verbindung zwischen Kansas, Foreigner und Boston zu knüpfen verstand, ehe mit ON MY WAY TO THE SUN im Mai 2013 dessen einerseits stringente, andererseits aber auch leicht abweichende Fortsetzung erschien.

Der Einfluss von Boston ist hier nämlich kaum noch wahrnehmbar. Kansas sind nur im ersten, über zehnminütigen Titel "This Is How The Story Goes" wirklich präsent und spielen danach zwar noch eine Rolle, doch fällt diese weniger prägend aus als zuvor. Der hymnische Hardrock von Foreigner macht hingegen immer wieder überdeutlich seine Aufwartung ("Where Have The Old Times Gone", "On My Way To The Sun", "Half The Way Home", "Don't Hide Away"), und dabei wird klar, was für ein hervorragender Nachfolger von Lou Gramm John Elefante bei Foreigner hätte werden können, wenn man ihn denn gefragt hätte.

In kompositorischer Hinsicht scheint die Scheibe mit MASTEDON 3 zunächst nicht recht mithalten zu können, doch je öfter man sie im Player rotieren lässt, desto klarer wird dem geneigten Hörer, wie stark auch dieses Album wieder geworden ist. Und wie schon der 'Vorgänger' strahlt auch ON MY WAY TO THE SUN eine ungeheuer positive Atmosphäre, sprich: pure Lebensfreude aus.

Wobei wir leider auch bei dem einzigen Problem wären: Die Songtexte sind nämlich ausnahmslos aus einer derart religiösen Weltsicht heraus verfasst, dass aufgeklärten Westeuropäern regelmäßig das Frühstück wieder hochkommen könnte. Da wimmelt es nur so von biblischen Bezügen, da erretten einen der Herrgott und der Herr Jesus und die Jungfrau Maria aus allen irdischen Bedrängnissen, da trommelt der Sangesfreudige ununterbrochen auf dem Fell des reinen Glaubens, bis man sich selbst nur noch dadurch heilen kann, dass man versucht, die Worte nur abstrakte Klänge sein zu lassen. Aber das gelingt einem nicht wirklich, denn naive Bekehrungsverse wie zum Beispiel 'Praise him and fall to your knees and confess with your lips, that Jesus is Lord, and He'll be faithful to forgive you of your sin / Just confess, that Jesus is Lord' in dem eigentlich sehr hübschen Stück "Confess" kann man nicht einfach überhören.

Warum nur müssen viele Christen ihre Überzeugung ständig wie ein Schild vor sich hertragen? Und werden sie jemals begreifen, dass nicht Gott die Menschen, sondern die Menschen Götter erschaffen haben, damit es ihnen besser geht in ihrer Hoffnung auf ein Leben im Himmel, und weil man Menschen, die nicht den 'richtigen' Glauben haben, damit so schön unterdrücken kann?

'In the beginning Man created God; and in the image of Man created he him' (Jethro Tull: "Aqualung").

Doch ich schweife ab. Zurück also zu ON MY WAY TO THE SUN: Das wunderbarste, rührendste und mit Abstand bewegenste Stück dieser Scheibe heißt "This Time" und handelt von einem dreizehnjährigen Mädchen, das schwanger ist und kurz vor der Abtreibung ihres ungeborenen Kindes steht. Wer sich beim Hören dieses auf einer wahren Begebenheit basierenden und die Grenze des Kitsches gerade so streifenden Songs seiner heißen Tränen schämt, muss ein Herz aus Stein mit einem Ring aus Eis besitzen.

Also: ein Stern Abzug für den religiösen 'bible belt'-Ami-Quark und für einige etwas nervende Gitarrensoli. Davon abgesehen ist dies ein tolles AOR-Album, das einem schon am frühen Morgen ein breites Lächeln ins Gesicht zwingt. Und eben solches gelingt bei einem Morgenmuffel wie mir nur ganz wenigen Platten. ;-)


Benefit (Deluxe Edition)
Benefit (Deluxe Edition)
Preis: EUR 22,98

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mild-melancholische Meisterschaft, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Benefit (Deluxe Edition) (Audio CD)
U. war knapp fünf Jahre älter als ich, und sie war meine Lieblingscousine. Wir einigten uns früh darauf, dass ich sie künftig - welch wunderbar altmodischer Ausdruck - als meine Base bezeichnen würde. Ich war zwölf, und meine Base war sechzehn oder siebzehn, als sie eines Tages in ihrem Zimmer die LP BENEFIT von Jethro Tull auf ihren Plattenspieler legte. Das war 1971, und damals wurde auch viel von Jethro Tull im Radio gespielt: "Living In The Past", "Bouree", "The Witch's Promise", "Life's A Long Song". Ich war von den Klängen dieser Band ebenso verwirrt wie fasziniert. Sie sickerten langsam, aber sicher in mein Gehirn und meine Seele ein, und sie ließen mich nicht mehr los.

Zwei Jahre später kaufte sich mein Freund Hannes das Doppelalbum LIVING IN THE PAST, und wir lauschten der Kompilation aus bekannten und weniger bekannten Songs von Jethro Tull mit wachsender Begeisterung. Was für eine künstlerische Autorität ging von diesem Sänger, Flötisten und Gitarristen namens Ian Anderson aus!

Kurzum: Jethro Tull prägten meinen Musikgeschmack damals ebenso wie T.Rex und Sweet, Gary Glitter und Slade, Deep Purple und Uriah Heep, Yes und Pink Floyd. Alles ging, nebeneinander und miteinander. Was für eine musikalisch unvergesslich großartige Kinder- und Jugendzeit!

Der Grundton von BENEFIT ist mild melancholisch, würde ich jetzt mal behaupten wollen; von den ersten, verhallten Flötentönen von "With You There To Help Me" bis hin zu den letzten Klängen der akustischen Gitarre in "Sossity; You're A Woman". Es ist eine Spätsommer- und Frühherbstplatte und entspricht daher meiner absoluten Lieblingsjahreszeit.

Entstanden nach dem großen Erfolg ihres zweiten Albums STAND UP (1969) und vor ihrer legendären vierten Platte AQUALUNG (1971), wird BENEFIT von vielen bis heute als ein eher unauffälliges Zwischenwerk betrachtet, das eigentlich keinen wirklich bis heute berühmten Tull-Song enthält. Letzteres ist wohl wahr, doch wertet diese Tatsache die Gesamtwirkung von BENEFIT in irgendeiner Weise ab? Klare Antwort: nein, nein und nochmals nein. Und genauso sahen das damals auch die Plattenkäufer, denn mit Platz 3 in England, Platz 5 in Deutschland und Platz 12 in den USA wurde es weltweit eines der erfolgreichsten Alben des Jahres 1970.

Mastermind Ian Anderson selbst ordnet die Platte heute im unteren Drittel aller Tull-Alben ein, während sie für seinen langjährigen Gitarristen Martin Barre im oberen Drittel anzusiedeln ist. Das umfängliche Booklet zur Deluxe-Ausgabe bietet u.a. eine reichhaltige Auswahl von Erinnerungen und Bewertungen zu jedem einzelnen Song (plus Bonustracks) von den damaligen Mitgliedern Anderson, Barre, Glenn Cornick und Clive Bunker. Immer wieder erstaunlich ist dabei vor allem, wie überaus kritisch Ian Anderson, von dem immerhin alle Songs und Texte stammen, seine damalige Arbeit betrachtet.

Die zehn Titel des Originalalbums sowie einige weitere Songs, die um die Entstehungszeit der Platte herum entstanden, nämlich "Singing All Day", "Sweet Dream", "17", "Teacher" und "The Witch's Promise", wurden von Steven Wilson (Porcupine Tree, Blackfield) im Jahre 2013 einem behutsamen Remix unterzogen. Die Klangunterschiede zu früheren LP- und CD-Versionen sind dabei mal weniger und mal etwas mehr auszumachen. Insgesamt ist er jedoch sehr respektvoll mit dem Material umgegangen und erhält somit dankenswerter Weise die einmalige Atmosphäre der Aufnahmen.

Und wie schon erwähnt, ist diese Atmosphäre oftmals etwas nachdenklich und melancholisch. Anderson enthält sich mit Stimme und Querflöte jeder aggressiven oder humoristischen Attitüde. Oftmals spielen er und Martin Barre gleichzeitig elektrische Gitarre, oder akustische und E-Gitarre vereinigen sich auf harmonische Weise. Barre darf sich gelegentlich austoben, ohne dabei jemals zu 'wild' zu klingen. Der damals neu in die Band zu integrierende John Evan(s) ergänzt das Klangbild auf beeindruckende Weise an Orgel und Piano. Andersons Texte sind teilweise grüblerisch und zeugen nach drei anstrengenden US-Tourneen von einer gewissen Sehnsucht nach Zuhause, aber auch von dem Gefühl, endlich zu Hause zu sein, wie z.B. in dem herrlichen Ohrwurm "Inside", der einen mit seiner ausnahmsweise optimistischen Stimmung stundenlang verfolgt. Warum dieser Titel damals trotz Singleauskopplung kein Hit wurde, wundert einen bis heute.

Widerstreitende Empfindungen werden bereits im ersten Song deutlich. Weisen die einleitenden Worte 'In days of peace / Sweet smelling summer nights of wine and song' noch auf Frieden und Harmonie hin, so konterkariert Anderson dies sogleich mit den nächsten Versen: 'Why am I crying, I want to know / How can I smile and make it right? / For sixty days and eighty nights / And not give in and lose the fight'.

Das mündet dann in den Refrain: 'I'm going back to the ones that I know / With whom I can be what I want to be / Just one week for the feeling to go / And with you there to help me then it probably will'. Gewohnte Umgebung, Freunde, Genuss und Entspannung: die heimlichen Sehnsüchte jedes getriebenen Menschen.

In dem Song "For Michael Collins, Jeffrey And Me" beschreibt Anderson am Beispiel des Astronauten Michael Collins, der allein in der Raumkapsel zurück bleibt, während seine beiden Apollo-11-Kollegen als erste Menschen den Mond betreten, auf poetische Weise ein ganz allgemeines Gefühl der Isolation und Verlorenheit.

Leider enthält uns auch die Deluxe-Version, wie schon alle anderen Ausgaben, die Songtexte vor. Das ist sehr schade.

Auf der zweiten CD findet sich eine abenteuerliche Anhäufung verschiedener Versionen weniger Songs (z.B. Mono und Stereo), von denen aber nur ein einziger ("The Witch's Promise") nicht auch schon auf der ersten CD zu hören ist. Zudem gibt es zwei originelle US-Radio-Werbespots für das Album BENEFIT. In dem einem spielt Frank Sinatra (!) eine Rolle, und in dem anderen hält jemand es nicht für ausgeschlossen, dass Ian Anderson ein Homosexueller sei, denn welcher richtige Mann spiele denn schon Flöte? ;-)

Die Audio-DVD bietet Surround- und andere Mixe des Albums sowie von einigen Bonustracks. Wer entsprechendes Sound-Equipment besitzt, dürfte sicherlich einige interessante neue Klangerfahrungen machen.

Ob man das alles wirklich braucht, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Dem 'normalen' Fan würde wohl eine bis zum Rand vollgepackte CD inklusive des 48-seitigen Booklets vollkommen genügen. Aber eine solche Ausgabe gibt es leider nicht.

BENEFIT ist immer mein Lieblingsalbum von Jethro Tull geblieben. Mittlerweile besitze ich es, inklusive dieser Deluxe-Version, in vierfacher Ausfertigung: als Vinylplatte und in drei verschiedenen CD-Editionen.

Vor einiger Zeit habe ich übrigens meine Base, die dieses Jahr 60 wird, daran erinnert, dass ich BENEFIT ja damals durch sie kennen gelernt habe, und dass ich dieses Album bis heute sehr liebe. Sie blickte mich ein wenig irritiert an und sagte dann: "Ach, dieses alte Zeug findest du immer noch gut? Die Platte habe ich schon vor Jahrzehnten irgendwo eingemottet!".

Und so was war mal meine Lieblingscousine?!? ;-)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2014 9:21 PM MEST


Halleluja
Halleluja
Preis: EUR 1,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verzeihen und Befreien, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Halleluja (MP3-Download)
Peter Maffay, die alte Indianersquaw, schwebt musikalisch und textlich seit Jahrzehnten zwischen Himmel und Hölle oder sagen wir mal zwischen 'okay' und 'geht überhaupt nicht'.

Das einzige, was mich bei seiner aktuellen Single stört, ist der seltsame religiöse Kontext im Songtitel und im Refrain: "Hallelujah". Davon abgesehen geht es hier um das uralte, aber stets aktuelle Thema des Verzeihens und des sich dadurch selbst Befreiens. Ein Thema also, das wahrscheinlich jeden erwachsenen Menschen bewegt. Zudem ist das richtig gut gemacht und erinnert mit dem Soundwall am Ende an so etwas wie Alternative Rock mit mindestens drei Gitarren.

Maffay feiert mit WENN DAS SO IST gerade sein sechzehntes Nummer-1-Album in den deutschen Charts. Das ist nicht nur ein deutscher, sondern angeblich sogar ein Weltrekord. Wer bin ich, diesen Mann zu kritisieren? Also: ehrlicher Glückwunsch und hallelujah, Peter! ;-)


The Vertigo Years Anthology 1969-1971
The Vertigo Years Anthology 1969-1971
Preis: EUR 24,80

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einer von vielen Monden des Planeten Uranus, 2. Februar 2014
Cressida hieß eine Progressive-Rock-Band aus London, deren musikalische und vor allem songschreiberische Fähigkeiten nicht ganz dem Qualitätslevel entsprachen, das in jener kreativen Zeit Anfang der siebziger Jahre notwendig gewesen wäre, um wirkliche Erfolge zu erzielen. Und mit ihrem Sound hingen sie ein wenig zu sehr in den Spätsechzigern fest.

Ihre Musik war geprägt von einer recht sanften Hammond-Orgel, von, zumindest für meine Ohren, nicht besonders melodischen Leadgitarren und einem eher unauffälligen Leadsänger, dessen Stimmlage irgendwo zwischen Justin Hayward (Moody Blues) und David Byrne (Talking Heads) zu verorten ist.

Die Doppel-CD THE VERTIGO YEARS ANTHOLOGY 1969-1971 enthält ihre beiden seinerzeit erschienenen Studioalben CRESSIDA und ASYLUM, das etwas reifer klang als das erste, sowie zwei Livetracks aus einer BBC-Radio-Sendung von 1970 und drei bis dahin unveröffentlichte Studiosongs. Alles wurde natürlich 'remastered' (was immer das auch bedeutet). Der Klang ist jedenfalls sehr anständig.

Das vorbildlich gestaltete 16-seitige Booklet versucht uns weiszumachen, dass diese Gruppe ganz, ganz großartig war. War sie aber nicht.

Cressida ist einer der kleineren der 27 bekannten Monde des Planeten Uranus. Das entspricht sinnbildlich einer bemerkenswert treffenden Umschreibung für die rockhistorische Bedeutung dieser Band. ;-)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 17, 2014 6:13 PM CET


History of the Eagles [2 DVDs]
History of the Eagles [2 DVDs]
DVD ~ Sam Painter
Preis: EUR 22,99

5.0 von 5 Sternen Menschen wie du und ich?, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: History of the Eagles [2 DVDs] (DVD)
Sie setzten ab 1972 den Musik gewordenen amerikanischen (respektive kalifornischen) Traum fort, den in den 60ern die Beach Boys verkörpert hatten. "Take It Easy" lautete das Motto, mit dem sie dem Vietnam-Krieg und der bis ins Mark verdorbenen Administration unter Richard Nixon eine Haltung entgegen hielten, die der zutiefst verunsicherten Jugend so etwas wie skeptische Zuversicht injizierte. Die Eagles vermittelten den amerikanischen Traum und sie lebten ihn bis zum Exzess, aber sie kritisierten ihn auch immer wieder auf ebenso subtile wie wohlklingende Weise. Das alles machte sie zu DER ultratypischen US-Band der siebziger Jahre, deren Alben zwischen 1975 und 1979 alle auf Platz 1 der Billboard-Charts gingen. Das 1976 erschienene THEIR GREATEST HITS 1971-1975 wurde mit rund 26 Millionen verkauften Einheiten zum meistverkauften Album des 20. Jahrhunderts.

Hier in Deutschland waren sie damals allerdings nicht sonderlich erfolgreich. Die große Ausnahme bildeten das Album HOTEL CALIFORNIA (Platz 3, Platin) und die gleichnamige Single mit Platz 6.

Musikalisch begannen die Eagles als ziemlich lupenreine Westcoast-Country-Rock-Band, um dann mit den Jahren immer mehr zu einer Mainstream-Rockpop-Gruppe zu werden, auf deren vorerst letztem Studioalbum THE LONG RUN Ende 1979 jede Spur von Country aus ihrem Sound getilgt worden war. Diese Entwicklung wurde nicht nur von Americana-hörigen Journalisten heftig kritisiert, sondern führte auch zu ganz erheblichen Verwerfungen innerhalb der Band, die mehrere personelle 'Opfer' zur Folge hatten. Spätestens der Ausstieg von Bernie Leadon und der Einstieg von Joe Walsh ("Life's Been Good") auf dem Album HOTEL CALIFORNIA sorgte für einen wohl damals notwendigen 'shot in the arm'.

Hits wie "One Of These Nights", "Lyin' Eyes", "Take It To The Limit", "New Kid In Town", "Life In The Fast Lane", "Heartache Tonight" und andere besitzen heute längst den Status von Klassikern der Rockgeschichte. Der Text ihres Übersongs "Hotel California" hat weltweit ähnlich viele Interpretationsversuche herausgefordert wie vielleicht sonst nur noch "Bohemian Rhapsody" von Queen.

Die Doppel-DVD HISTORY OF THE EAGLES erzählt in mehr als drei Stunden die aufregende Geschichte dieser Band. Alle früheren und jetzigen Mitglieder der Eagles kommen hier ebenso zu Wort wie wichtige Personen aus dem organisatorischen Umfeld (z.B. der Plattenmogul David Geffen) und diverse musikalische Zeitgenossen, die die Eagles begleitet und beeinflusst haben.

Wer wie ich solche Dokumentationen liebt, kommt an dieser vorbildlichen Doku überhaupt nicht vorbei. Man sitzt wie gebannt vor der Kiste und hofft dabei, dass es gar nie vorbei gehen wird. Untertitel in mehreren Sprachen (darunter natürlich auch Deutsch) sorgen für eine hervorragende Verständlichkeit.

Vierzehn Jahre nach ihrer Trennung fanden die Eagles 1994 wieder zusammen, um mit dem Livealbum HELL FREEZES OVER inklusive vier neuer Studiotracks ein triumphales Comeback zu feiern. 2007 veröffentlichten sie mit LONG ROAD OUT OF EDEN ein für heutige Zeiten unglaublich erfolgreiches neues Studioalbum (7 Millionen Mal verkauft). Und aktuell touren sie immer noch rund um die Welt.

Sie sind alle reifer geworden, und die Ego-Clashes der 70er-Jahre scheinen überwunden zu sein. Doch noch immer schwelt da so einiges Allzumenschliches unter der Oberfläche. Wie sollte es auch anders sein? Denn letztlich sind auch die Eagles nur Menschen wie du und ich, oder? ;-)


Unser Zelt auf Westerland
Unser Zelt auf Westerland
Preis: EUR 6,99

37 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Zelt AUF Westerland?, 20. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Unser Zelt auf Westerland (Audio CD)
Alle verbliebenen Fanclubmitglieder von 'dem Wendler' haben gleich mal Fünf-Sterne-Rezensionen geschrieben, während sich ihr Idol im Dschungelcamp gegen durchgeknallte Jungzicken, einen verbal böse nachtretenden Mola Adefiesi (oder so ähnlich) und anderes Gezücht behaupten muss. Bisher tut er das mit bewundernswerter Gelassenheit und kann sogar so etwas wie Sympathiepunkte sammeln.

Was allerdings absolut gar nichts daran ändert, dass auch seine neueste akustische Hervorbringung sofortigen Würgereiz auslöst. Und der Text? Also, schon ein Zelt IN Westerland wäre recht unwahrscheinlich, aber ein Zelt AUF Westerland ist nun wirklich ein Ding der Unmöglichkeit, Micha. Wie erkläre ich es dir am besten? Also: Du bist ja IN Dinslaken geboren und nicht AUF Dinslaken. Alles klar?

Trotz allem und ganz ehrlich: Ich wünsche 'dem Wendler' weiterhin viel Erfolg im Dschungel!

Update: Wendler ist schon 'raus! Was für ein überraschender, schwacher, verhuschter und offenbar geplanter Abgang. Denn schließlich soll sein nächster Auftritt ja angeblich bereits am 25. Januar AUF Iserlohn stattfinden. ;-)
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2014 9:35 PM MEST


Children of the Revolution: The Glam Rock Story 1970-75
Children of the Revolution: The Glam Rock Story 1970-75
von Dave Thompson
  Taschenbuch
Preis: EUR 20,07

5.0 von 5 Sternen Ein Standardwerk über den Glamrock, 13. Januar 2014
Im Jahre 1970, das Autor Dave Thompson als den Startpunkt für den Glamrock ausmacht, war ich elf Jahre alt. Und 1975, dem Jahr, das er völlig richtig als das letzte Jahr des Glam bezeichnet, war ich Sechzehn. Das heißt also, dass die prägende Zeit meines erwachenden Interesses und meiner daraus folgenden Liebe zur Rock- und Popmusik ganz genau in diese Zeit fielen. Ich war also mittendrin und voll dabei und bin gleichsam mit dem Glamrock groß geworden.

Auch in Deutschland kauften die Kids damals tonnenweise die Singles von The Sweet, T.Rex, Suzi Quatro, Slade, Gary Glitter, Alice Cooper, Alvin Stardust, Mud, Rubettes und so weiter, obwohl es hier im Gegensatz zu England keine 'Glam-Bewegung' im engeren Sinne gab. Unsere eigenen, deutschen 'Glam-Jahre' kamen erst Anfang der achtziger Jahre mit der lustigen Neuen Deutschen Welle und einigen auch international erfolgreichen Bands wie Trio, Nena oder Hubert Kah.

Das Buch CHILDREN OF THE REVOLUTION, benannt nach einem T.Rex-Hit von 1972, ist ein gewaltiges Werk, eine Art Lexikon des Glamrock, bestehend aus Hunderten von Plattenrezensionen des Autors über Singles und Alben, ausführlichen Porträts der wichtigsten und/oder interessantesten Repräsentanten sowie Querverweisen auf Filme, Bühnenstücke und Ereignisse, die die Glamjahre prägten und begleiteten.

Darüberhinaus gibt es viele, viele Fotos, die aber, abgesehen vom Buchcover, leider sämtlich nur in schwarz-weiß abgedruckt sind. Das ist umso bedauerlicher, als es wohl kaum jemals etwas noch Bunteres gegeben hat als Glam und alles, was damit zu tun hatte. Ich vermute stark, dass die Herstellungskosten für dieses umfängliche Werk (456 Seiten!) für den Verlag wohl anders nicht zu wuppen gewesen wären.

Dieses Buch gehört zu den kurzweiligsten und zugleich intensivsten Leseerfahrungen meines Lebens, denn Dave Thompson hat aus seinem Thema noch viel mehr herausgeholt, als ich es mir jemals hätte ausmalen können. Obwohl ich mich vor der Lektüre ohne zu zögern als eine Art Experte bezeichnet hätte, hat mich Thompson mühelos eines Besseren belehrt und mir unendlich viele weitere Informationen und Anregungen geliefert.

Auch wenn ich gelegentlich anderer Meinung über bestimmte Platten und/oder Künstler bin, so ändert das nichts, aber auch gar nichts an meiner tiefen Bewunderung für den Autoren Dave Thompson und seine mit absoluter Hingabe und Akribie verwirklichte Vision von einem Standardwerk über den Glamrock. Denn das und nichts Geringeres ist es.

Wer des Englischen einigermaßen mächtig ist, und wem bei Namen wie David Bowie, Roxy Music, Sparks, Mott the Hoople, Cockney Rebel, Be Bop Deluxe usw. usf. unwillkürlich das Wasser im Munde zusammenläuft, der sollte nicht überlegen, sondern umgehend dieses Buch ordern, denn es ist jeden einzelnen Euro wert. Sie werden es verschlingen und später immer wieder darauf zurück kommen. Großes Wig-Wam-Bam-Indianerehrenwort!

PS: Auch sehr empfehlenswert ist Thompsons erstmals 1987 erschienes, inzwischen aber editiertes und aktualisiertes Buch "Hey!", in dem er sich ebenfalls ausführlich mit dem Glamrock beschäftigt, dessen Geschichte allerdings zeitlich wesentlich weiter vor und nach den 70er-Jahren ansiedelt.


Unifaun
Unifaun

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hier werden Endorphine erzeugt, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unifaun (Audio CD)
Es gibt auf diesem Planeten ein paar Millionen Menschen, die noch heute der Magie der Klänge einer längst aufgelösten englischen Rockgruppe verfallen sind. Ihre ganz großen kommerziellen Erfoge feierte diese Gruppe zwar erst in den 80ern bis Mitte der 90er, aber in jener Zeit waren sie längst zu einer Art Poprockband mit vereinzelten Resteinflüssen aus ihren Anfangsjahren geworden.

Der Name dieser Formation war Genesis. Mit ihren acht in den siebziger Jahren entstandenen Studioplatten schrieben sie Musikgeschichte, und ihr 1977 erschienenes Doppelalbum SECONDS OUT gilt bis heute zu Recht als eine der besten Live-LPs überhaupt.

Zahllose Bands aus aller Welt haben sich im Laufe der letzten etwa dreißig Jahre an diesem gewaltigen Erbe orientiert. Beginnend mit Marillions Debüt SCRIPT OF A JESTER'S TEAR (1983) bis hin zu 2000er-Epigonen wie den famosen Italienern von The Watch trugen viele die stolze Fackel weiter.

Das in Schweden gegründete Duo Unifaun benannte sich sogar nach einem von dem frühen Genesis-Sänger Peter Gabriel erfundenen Ausdruck, das für einen Zwitter aus Uniform und Faun steht und 1973 am Anfang des Stückes "Dancing With The Moonlit Knight" auftauchte. Unifaun besteht (bestand?) aus Nad Sylvan (Gesang, Gitarre, Bass, Keyboards, Drums) und einem gewissen Bonamici (Keyboards) und stellte 2008 den unvergleichlichen 'Groove' von Genesis total in den Mittelpunkt ihres bisher einzigen Albums UNIFAUN.

Die Musik ist dabei allerdings sehr stark an Tony Banks' typischem Keyboardsound orientiert, während die bis zu Steve Hacketts Abschied 1977 ebenfalls sehr prägenden E-Gitarren eher unterrepräsentiert sind. Und die Schlagzeugarbeit kommt an die atemberaubenden Künste von Phil Collins auch nicht heran.

Davon abgesehen, dass man mit zwei Leuten natürlich nicht die klangliche Vielfalt und Raffinesse einer Fünf- (1969-1975), Vier- (1976-1977) oder Dreimann-Band wie Genesis erzeugen kann, erlebt man hier trotzdem ein ziemlich durchgehendes déja-vu-Erlebnis, das dem Genesis-Anhänger gelegentlich schier das Herz vor Freude im Brustkorb hüpfen lässt.

Gar wundervolle Kompositionen gibt es dazu gleich mehrere. Der Auftakt "Birth Of A Biggie" klingt wie ein nicht verwendetes Stück von ... AND THEN THERE WERE THREE ..., das wunderbar herbstliche "Rehacksis" (!!) hätte zum Beispiel auf WIND & WUTHERING eine gute Figur gemacht (erzeugt Gänsehaut, wenn man mit dem Auto durch den Novembernebel fährt!), andere Stücke machen sich eindeutig über die Gabriel-Ära her und wieder andere könnten auch von einem frühen Phil-Collins-Soloalbum stammen.

Apropos Phil Collins: Nad Sylvan klingt manchmal geradezu unheimlich nach diesem stets unterschätzten Sänger und genialen Schlagzeuger, der Genesis mindestens ebenso prägte wie Keyboarder Tony Banks und Gitarrist Steve Hackett, für den er heutzutage in dessen höchst erfolgreichem GENESIS REVISITED-Projekt auf der Bühne steht.

Die Erstausgabe von UNIFAUN zierte ein düsteres, unheimliches und daher eher unpassendes Cover-Artwork, das 2013 durch ein anderes ersetzt wurde. Nad Sylvan schreibt dazu: 'In June 2008, Progress Records released the Unifaun album. Five years have passed and we celebrate that with a brand new artwork for the album, beautifully done by Canadian artist Claude Martin. The original artwork was fine, but it never really cut it for me, as it came out too dark and thus a bit missguiding in my humble opinion'. Da hat er recht, der gute Mann.

Das Album wird von dem Instrumentaltitel "End-or-fin" beschlossen, der das Endorphin im Körper des treuen Genesis-Connaisseurs unweigerlich einem seiner vielen wisschenschaftlich ermittelten Zwecke zuführt, nämlich blanke Euphorie zu erzeugen. Und was könnte es Schöneres geben?


Fragile
Fragile
Wird angeboten von MFP Concerts
Preis: EUR 6,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wohliger Breitwandklang, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Dass wir das noch erleben dürfen - eine brandneue Single des legendären Alan Parsons! Wie in besten Zeiten des Alan Parsons Project verbreitet sich sofort ein wohliger Breitwandklang im Raum, und die sanfte Leadstimme des Amerikaners Paul Josef (P.J.) Olsson passt wunderbar dazu.

"Fragile" gehört zu jenen kompositorisch zunächst etwas unauffälligen Balladen, die erst nach zwei-, dreimaligem Hören im Gedächtnis bleiben, sich dann aber auch wirklich darin festbeißen. Da all die 'Gute-Laune-blöde-Sprüche-und-dazu-Hits-der-90er-2000er-und-2010er'-Radiosender sowas heutzutage nicht mehr spielen, wird es leider kein Hit werden. Das weiß Alan Parsons natürlich auch.

Gerade deswegen stellvertretend für alle Fans: ein herzliches Dankeschön für diesen Song! Und vielleicht kommt ja irgendwann doch noch mal ein neues Studioalbum? :-)


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20