Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Prime Photos Sony Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für WWeile > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von WWeile
Top-Rezensenten Rang: 9.071
Hilfreiche Bewertungen: 1473

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
WWeile "wweile" (Hagen)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-14
pixel
Land der schwarzen Sonne
Land der schwarzen Sonne
DVD ~ Patrick Bergin

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältiger Gesamteindruck, 28. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Land der schwarzen Sonne (DVD)
"Mountains Of The Moon" - so der treffendere Originaltitel - erzählt die Geschichte von Richard Burton (Patrick Bergin) und John Speke (Iain Glen). Richard Francis Burton (19.3.1821-19.10.1890) beherrschte eine Vielzahl von orientalischen Sprachen, reiste als Pilger verkleidet nach Mekka, als dies für Christen noch verboten war, übersetzte viele Werke, darunter "Tausendundeine Nacht" ("The Arabian Nights"), den "Duftenden Garten" und das "Kama Sutra" ins Englische. John Hanning Speke (4.5.1827-15.9.1864), der die Offizierslaufbahn eingeschlagen hatte, lernte Burton 1854 als Teilnehmer einer Expedition nach Afrika kennen. Die Engländer erforschten das Somaliland, wurden aber am 22.4.1855 bei Berbera in bewaffneten Auseinandersetzungen mit den eingeborenen Galla schwer verwundet. Da in England das Interesse an Afrika inzwischen gestiegen war, finanzierte die "Royal Geographical Society" 1857 eine Expedition zu den großen Seen am Äquator. Diese zweite Expedition verließ unter Leitung von Burton im Juni Sansibar und erforschte zunächst die afrikanische Ostküste. Ihr eigentlicher Auftrag aber war, die Quellen des Nils zu finden. Auf der strapazenreichen Reise entdeckten Burton und Speke im Februar 1858 den Tanganyika-See. Burton konnte aufgrund einer Erkrankung nicht weiter reisen, so dass Speke seinen Weg in Richtung Norden allein fortsetzte. Er entdeckte bei Muansa eine riesige Wasserfläche, den Lake Nyanza, den er zu Ehren der britischen Königin Victoria-See nannte. Diesen See hielt Speke für die Quelle des Nil. Er konnte ihn zunächst jedoch nicht genauer erkunden. Als er1858 nach England zurückkehrte wurde er von seinen Landsleuten triumphal als der Mann gefeiert, der das Geheimnis der Nilquellen gelüftet hatte. Burton freilich bezweifelte die Richtigkeit seiner These, dass der Victoria-See die Quelle des Nils sei. Er hielt den Tanganyika-See für die Nilquelle. Auch war er verbittert, weil die königliche geographische Gesellschaft Speke allein für seine Taten geehrt und ihn mit der Leitung einer weiteren Expedition beauftragt hatte. Diese Expedition, mit der Speke die Richtigkeit seiner Auffassungen beweisen wollte, begann 1860. Sein Begleiter war James Grant, mit dem er von Sansibar aus aufbrach und die Westseite des Victoria-Sees erkundete. Doch erst auf dessen Nordseite fanden die Engländer einen in den See fließenden Fluss, von dem Speke annahm, es könnte der Quellfluss des Nils sein. 1862 entdeckte Speke die Stelle, an der der Nil aus dem Victoria-See heraus fließt. Speke wollte dem Fluss folgen, musste aber wegen bewaffneter Angriffe der Eingeborenen seinen Versuch abbrechen. Nach seiner Rückkehr publizierte Speke in England die Entdeckung der Quelle des Nils. Burton und andere widersprachen der Auffassung Spekes energisch. Um den Streit endgültig zu klären, wurde für den 16. September 1864 ein großes wissenschaftliches Streitgespräch angesetzt. Aber Speke kam einen Tag vor dem Treffen - offiziell bei einem Jagdunfall - ums Leben. Burton wurde später Konsul (u.a. in Brasilien), bereiste die ganze Welt und schrieb viele Bücher. 1866 wurde er zum Ritter geschlagen. - Der Film macht aus Speke einen ruhmsüchtigen Desperado, während Burton als wissenshungriger und sensibler Forscher dargestellt wird. Es sind also zwei sehr unterschiedliche Charaktere, was die Zusammenarbeit der beiden nicht immer einfach macht: der großherzige Burton hat den Kopf voller Fragen, will auch über die Völker und Kulturen mehr erfahren, während Speke die eingeborene Bevölkerung für kaum kulturfähig hält und in erster Linie an geographischen Kenntnissen interessiert ist. Am Filmskript mitgeschrieben hat der Historiker und Biograph William Harrison, während der in Psychoduellen erfahrene Bob Rafelson ("Die Schwarze Witwe") als Regisseur die Fakten sichtlich dramaturgischen Zweckmäßigkeiten untergeordnet hat. So beginnt der Film recht unvermittelt mit einem Angriff auf das Zeltlager von Burton und Speke, bei dem beide schrecklich verwundet werden. Die spätere Expedition durch Ostafrika erweist sich als eine zermürbende und mörderische Reise. Nachts dringt ein Käfer in Spekes Ohr ein; da helfen nur heißes Wachs und eine Kompassnadel. Burton rettet einen Eingeborenen (Delroy Lindo) vor den Löwen, wird ihn aber später wieder verlieren. Denn die Stämme, auf die die Afrikaforscher stoßen, sind nicht alle freundlich gesonnen. An einem Königshof muss Burton mit ansehen, wie der Medizinmann einen grausamen Spott mit ihm treibt, bis der schwarze Häuptling einschreitet und seinen eigenen Minister erschießt - in Erwartung, dass Burton nun seinen Ruhm nach England trage. "Mountains Of The Moon" hat also durchaus Schockelemente und einige sind konstruiert, was die Schwäche des Films ausmacht (das grausame Abschlachten Gefangener erlebte Burton erst beim König von Dahome während seiner westafrikanischen Abenteuer 1864). Die Darsteller spiegeln allerdings sehr glaubwürdig die Härten der Expedition. Gedreht wurde an Originalschauplätzen, wobei Kameramann Roger Deakins einige wunderbare Einstellungen gelangen. Dafür hat das Drehbuch in die Polarität der beiden Hauptfiguren doch einige eher moderne Fragestellungen eingearbeitet, was die Authentizität dann wieder beeinträchtigt. Burtons Liebesgeschichte mit Isabel Arundell (Fioan Shaw) nimmt breiteren Raum ein. Spekes Homosexualität und seine verhängnisvolle Beziehung zu Richard E. Grant, dessen Vater nicht uneigennützig die weiteren Expeditionen von Speke finanziert, werden kurz angedeutet. Der ungeklärte Jagdunfall Spekes wird im Film als Suizid beschrieben: aus Scham über die eigene Illoyalität Burton gegenüber richtet er die Waffe gegen sich selbst. - Merkwürdig ist, dass die deutsche Fassung stark gekürzt wurde: die letzte halbe Stunde, in der die wachsende Kluft zwischen Speke und Burton dargestellt wurde, fehlt in der deutschen Synchronfassung. Auf der DVD ist der Film komplett zu sehen, allerdings in weiten Teilen nur in der englischen Originalsprache mit dt. Untertiteln.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 15, 2011 11:40 PM MEST


Auf die harte Tour
Auf die harte Tour
DVD ~ Michael J. Fox
Wird angeboten von cvcler
Preis: EUR 7,88

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute DVD-Qualität!, 18. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Auf die harte Tour (DVD)
Der Film ist sicher nicht großes Kino, aber die Story unkonventionell, humorvoll und nicht langweilig, die Darsteller sichtlich gut aufgelegt. Vor allem aber sind Bild- und Tonqualität der DVD zu loben! Es macht Freude, den Film zu sehen und zu hören. Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht absolut in Ordnung!


Die vergessene Welt
Die vergessene Welt
DVD ~ Bob Hoskins
Preis: EUR 5,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Lost World - The Original Dinosaur Story, 18. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die vergessene Welt (DVD)
"The Lost World" lautet der Originaltitel des 1912 erschienenen Romans von Sir Arthur Conan Doyle, der auch "Sherlock Holmes" erfand. Erstmals 1925 wurde die Geschichte als Schwarzweißfilm mit im Stop-Motion-Verfahren animierten Dinosauriern verfilmt. Seit Spielberg den Titel 1997 für "Jurassic Parc II" zweckentfremdete, geriet die Originalgeschichte freilich immer mehr in Vergessenheit, zumal sich auch ausdrücklich auf Conan Doyle beziehende Verfilmungen wie die von 1992 (mit John Rhys Davies) oder 1998 (mit Patrick Bergin) nur sehr lose an dessen Buchvorlage anlehnten. Die englische BBC hat daher 2001 auf das hauseigene Know-How der TV-Serie "Walking With Dinosaurs" (1999) zurückgegriffen und mit erstklassigen Schauspielerveteranen eine erneute Romanverfilmung gewagt: herausgekommen ist ein klassischer Abenteuerfilm, der die Zuschauer glaubwürdig in das Jahr 1911 zurückversetzt: Der exzentrische Professor George Challenger (Bob Hoskins) ist halsstarrig davon überzeugt, dass es in einem abgelegenen Winkel des Amazonasgebiets immer noch Dinosaurier gibt; ausgerüstet mit einer Landkarte des sagenumwobenen Gebiets macht er sich mit seinem Team - dem Wissenschaftler Professor Summerlee (James Fox), Abenteurer Lord Roxton (Tom Ward) und dem jungen Journalisten Edward Malone (Matthew Rhys) - nach Südamerika auf. Auf ihrer langen Reise stoßen der fanatische Reverend Theo Kerr (Peter Falk) und seine abenteuerlustige Nichte Agnes Clooney (Elaine Cassidy) zu der Gruppe. Am Ziel ihrer Sehnsucht, auf dem abgelegenen Hochplateau, entdecken sie nicht nur die ersehnten Dinosaurier, sondern auch einen Indiostamm und eine weitere merkwürdige Spezies. Abgesehen von den Dinosauriern kommt der Film ohne übertriebene Spezialeffekte, rasante Kamerawechsel und schauinszenierte, unglaubwürdige Action aus - indem er durch realistische, spannende (und überraschende!) Handlungsmomente den Zuschauer in seinen Bann fesselt.


Europa im Mittelalter - Teil 2
Europa im Mittelalter - Teil 2

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend modernes Mittelalter, 18. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Europa im Mittelalter - Teil 2 (DVD)
Das Mittelalter ist Synonym für Aberglaube und Rückständigkeit, aber hat seinen schlechten Ruf zu Unrecht. Die Arte-Reihe schildert anschaulich die "Revolutionen des Mittelalters": die Geld- und Handelsrevolution, die Agrar- und die Stadtrevolution. Die Wurzeln Europas liegen im Mittelalter. Im Zeitalter der Burgen, Klöster und Kathedralen bildete sich das christliche Abendland heraus und die westliche Zivilisation. Für "Wege aus der Finsternis" war das Filmteam in über zwanzig europäischen Kulturlandschaften unterwegs. Etliche Szenen wurden an Originalschauplätzen in Spanien, Frankreich, Italien und England gedreht: von einem Kloster in den schottischen Highlands geht es bis zum Montségur, von Coimbra zur Marienburg in Polen, von der Handelsmetropole Venedig bis nach Sagres. Namhafte Wissenschaftler und Archäologen präsentieren neue Erkenntnisse der Mittelalterforschung. Mit Computerrekonstruktionen werden die revolutionären Erfindungen der Kathedralenbaumeister demonstriert, die hohe und helle Kirchen wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit bauten. Mit Experimenten werden die Agrarrevolution illustriert und Neuerungen der Waffentechnik vorgestellt, die dem Rittertum militärisch ein Ende bereiteten. Für die Turnierkämpfe und Kriegsszenen wurden erfahrene Kampfchoreografen und Stuntmänner engagiert, die auch für Hollywoodproduktionen arbeiten. Über 500 Mitwirkende standen vor der Kamera und lassen das Mittelalter für den Zuschauer lebendig werden. - Auf der zweiten DVD berichtet Folge 3: "Von Bauern und Edelmännern", wie Adam, der Gaukler und Seiltänzer, Abwechslung in das Einerlei der Bauern und Burgherren bringt. Seine Reise durch die bäuerliche Lebenswelt verdeutlicht, dass Europa eigentlich erst reich wurde durch sein Getreide und die Wind- und Wassermühlen. Folge 4: "Von Städten und Kathedralen" stellt uns Heinrich Schuder vor, einen Kosmographen, der in geheimer Mission zwischen Venedig, Nürnberg, Brügge, Chartres und Lissabon unterwegs ist. Er macht sich nicht nur mit dem neuen Geld- und Bankwesen vertraut, seine Wissbegier lässt ihn auch erkunden, wie mittelalterliche Städte geplant und Kathedralen erbaut wurden. Aus erster Hand erfährt er vom Nürnberg-Sagres-Projekt, der Herstellung eines Globus. Als einer der Ersten sieht er die Welt so, wie sie nie zuvor gesehen wurde.


Wer den Wind sät
Wer den Wind sät
DVD ~ Fredric March
Wird angeboten von Base Commerce
Preis: EUR 17,25

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselndes Gerichtsdrama, 18. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Wer den Wind sät (DVD)
"Wer den Wind säht" spielt in den 20er Jahren in Hillsboro, einem Städtchen in Tennessee, in dem es gesetzlich verboten ist, Darwins Evolutionstheorie an der Schule zu lehren. Als der Lehrer Bertram T. Cates (Dick York) sich über das Verbot hinwegsetzt, wird er vor Gericht gestellt. Der Vertreter der Anklage, der redegewandte Lokalpolitiker Matthew Harrison Brady (Frederic March), beharrt darauf, dass der biblische Schöpfungsbericht wortwörtlich zu nehmen sei. Doch in dem Anwalt Henry Drummond (Spencer Tracy) erwächst ihm ein ebenbürtiger Gegner im Kampf um die Meinungsfreiheit. Der u.a. für den "Besten Hauptdarsteller" und das "Beste Drehbuch" nominierte Film basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück über den aufsehenerregenden "Scopes-Affen-Prozess" von 1925, bei dem die Anwälte Clarence Darrow und William Jennings Bryan aufeinander getroffen und die Verteidiger der Evolutionslehre unterlegen waren. Der Film nimmt die tatsächlichen Ereignisse jedoch als Metapher und versteht sich wie das in der "McCarthy"-Ära entstandene Bühnenstück als grundsätzliches Plädoyer für die verfassungsmäßig verbriefte Meinungsfreiheit. Daher sind die Namen der eigentlichen Protagonisten auch künstlerisch abgewandelt worden: H. L. Mencken heißt nun E. K. Hornbeck und wird von Gene Kelley gespielt; Darrow und Bryan wurden zu Drummond und Brady. Dass der wirkliche Bryan mit seiner Argumentation gegen die Evolutionslehre vor allem auf die desaströsen ethischen Konsequenzen des Sozialdarwinismus abzielte, kommt unter der Zielvorgabe des Films natürlich zu kurz. Nach Bryan würde die gnadenlose Lehre vom "survival of the fittest" das christliche Gesetz der Liebe eliminieren, die Gesellschaft in einen Kampf aller gegen alle stürzen und die Industrienationen in Schlachthäuser verwandeln.


Die Wikinger
Die Wikinger
DVD ~ Kirk Douglas
Wird angeboten von Base Commerce
Preis: EUR 16,25

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbare Kulissen, 18. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Wikinger (DVD)
Der Film beeindruckt nicht nur durch wunderschöne Bilder skandinavischer Fjords und die adäquate Musik, auch durch die agierenden Schauspieler ist er beeindruckend und gut besetzt. Vor großartigen "Landschaftsgemälden" kommt es zu einem Kampf auf Leben und Tod um eine schöne Frau (Janet Leigh) zwischen Einar (Kirk Douglas) und seinem Halbbruder Eric (Tony Curtis). Gefilmt wurde vorwiegend in Norwegen. Das in England spielende Finale entstand allerdings nicht dort, sondern die Burg, die die Wikinger schließlich erstürmen, ist das "Fort la Latte" am Cap Fréhel in der Betragne. Es übertrifft mit seiner grandiosen Lage jede Kulisse. Aus heutiger Sicht zu bemängeln sind freilich einige Wikinger-Klischees, die dem heutigen Wissensstand nicht mehr entsprechen. Dennoch zieht einen die Atmosphäre in den Bann.


Der Wind und der Löwe
Der Wind und der Löwe
DVD ~ Sir Sean Connery
Preis: EUR 6,99

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Marokko-Krise, 18. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Wind und der Löwe (DVD)
Im Marokko des Jahre 1904 entführt Scheich Mulay Achmed Mohammed el-Raisuli (Sean Connery) die junge Witwe Eden Pedecaris (Candice Bergen) und ihre beiden Kinder. Raisuli benutzt die Amerikanerin als Faustpfand, um vom korrupten Sultan Autonomierechte für seine Rif-Kabylen zu erpressen. Die Vereinigten Staaten schalten sich ein. Es entspannt sich ein spannendes Fernduell zwischen dem Maurenfürsten und dem amtierenden Präsidenten Teddy Roosevelt (Brian Keith). Man tauscht respektvoll Argumente und Komplimente. Derweil entwickelt Eden Pedecaris Verständnis und Achtung für den Wüstenrebellen und seinen Freiheitsdrang. Zwischen der Amerikanerin und dem Fürsten, der sie gefangen hält, entwickelt sich eine leidenschaftliche Beziehung. Als endlich die Meldung eintrifft, dass das Lösegeld bezahlt wird, machen sich der Fürst und seine Geiseln zum Ort der Übergabe auf. Doch die Nachricht war fingiert; der Berberfürst tappt in eine Falle und wird gefangengenommen. Aber die Liebe ist stärker und die junge Frau macht sich an die Befreiung ihres Wüstenhelden. Derweil schickt Roosevelt seine "Marines" klammheimlich in einer Art "Tarnkappeneinsatz", will er die USA doch nicht in das internationale Mächtepoker um Tanger hineinziehen lassen. Der Film von "Conan"-Regisseur John Milius beeindruckt durch seine wunderbaren Kulissen und großartige Schauspieler; die Geschichte selbst soll an eine wahre Begebenheit angelehnt sein.


Sieben [Special Edition] [2 DVDs]
Sieben [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Brad Pitt
Wird angeboten von Media-Welt
Preis: EUR 11,86

14 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hintergründig-symbolträchtige Allegorese, 18. Januar 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sieben [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Nach traditionellem Verständnis bringen die besonders schweren Haupt- oder Todsünden (peccata mortalia) im Gegensatz zu den verzeihlichen Sünden (peccata veniala) den Verlust der Gnade und des ewigen Lebens und somit die endzeitliche Verdammung mit sich. Die Todsünde "zerstört in uns die göttliche Tugend der Liebe, ohne die es keine ewige Seligkeit geben kann. Falls sie nicht bereut wird, zieht sie den ewigen Tod nach sich" (Katechismus d. kath. Kirche § 1874). Stützen kann sich diese Auffassung auf Römer 1,28ff. ("qui talia agunt, digni sunt morte"), die von Evagrius Ponticus (345-399) entwickelte Lehre "De octo spiritibus malitiae" und schließlich den von Papst Gregor I. (540-604) gültig zusammengestellten Katalog der "Sieben Todsünden". Diese haben an Faszination auch in der Moderne nichts eingebüßt; je nach Standpunkt geben sie Anlass zu Moralpredigten, philosophischer Entrüstung oder Erheiterung: "Geiz ist geil", Wollust auch und Grenzüberschreitungen werden ungeniert in der Öffentlichkeit zelebriert. "Sieben" weiß sich freilich inspiriert durch ältere Werke der Malerei, Musik und Literatur: einzelne Motive sind Anleihen bei Shakespeare und Breughel; die Handlung selbst orientiert sich vorrangig an Dante Alighieri und transformiert eine ganze Stadt in eine Allegorie dessen Höllenvision. Dante unterschied in der "Comedia divina" die Sünden, die sich im Maß irren, weil sie Gott zu wenig und den irdischen Güter zu viel Liebe entgegenbringen, von den allerschwersten, die sich im Ziel irren, weil sie den Sünder weg von Gott hin zum Bösen kehren. An der sich daraus ergebenden Reihenfolge entwickelt sich auch der Film: von "Gluttony" (lat. gula / dt. Maßlosigkeit) über "Greed" (avaritia / Habsucht), "Sloth" (acedia / Gleichgültigkeit) und "Lust" (luxuria / Verschwendungssucht) bis hin zu "Pride" (superbia / Hochmut), "Envy" (invidia / Neid) und "Wrath" (ira / Zorn). Als Bußsystem der sieben Todsünden entwickelte Dante das Prinzip der "contrapasso" entsprechend der mittelalterlichen "poena talionis", wonach Gleiches mit Gleichem vergolten wurde. Eben dieses Sühneprinzip ist exakt die Methode des perfiden Serienmörders, der im "Sündenpfuhl" Los Angeles sein Unwesen treibt. Indem er als selbsternannter Rache-Engel für jede der Todsünden die adäquate Bestrafung inszeniert, sucht er die Sünde gegen den Sünder zu kehren und die verdrängte Allgegenwart der Todsünden aufzudecken - doch weiß er insgeheim längst, dass er selbst der Sünde des "Neides" verfallen ist. Die eng an den realen Ritualmörder Charles Manson angelehnte Rolle des monströsen "Nobodys" John Doe spielt Kevin Spacey. Zwei Cops werden auf ihn angesetzt: der kurz vor seiner Pension stehende, abgeklärte Sommerset (Morgan Freeman) und der junge, aufbrausende Mills (Brad Pitt). Der bibliophile Sommerset sieht, je länger die Untersuchung dauert, desto mehr seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt: der unbelesene Mills wird gegen seinen Willen vom Killer benutzt und manipuliert, am Ende selbst Anschauungsobjekt des wie ein Leitmotiv über dem Film stehenden Milton-Zitates: "... long is the way / And hard, that out of Hell leads up to Light".


Ivanhoe, der schwarze Ritter
Ivanhoe, der schwarze Ritter
DVD ~ Robert Taylor
Wird angeboten von tvhits
Preis: EUR 15,95

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bitter enttäuscht, 17. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Ivanhoe, der schwarze Ritter (DVD)
Nachdem das Label "Warner" in den letzten Monaten einige liebevoll digital restaurierte Klassiker auf DVD wieder zum Leben erweckt hatte ("Ben Hur", "Robin Hood", "Vom Winde verweht", "Casablanca"), freute ich mich auf eine entsprechende Veröffentlichung von "Ivanhoe", den farbenprächtigen Ritterfilm sui generis. Dann hieß es tatsächlich "endlich auf DVD" - aber zu früh gefreut! Jedes Video, jede Fernsehfassung ist von besserer Qualität. Angeblich soll der Film 1980 "renewed" sein, wie das Cover angibt. Das wage ich doch stark zu bezweifeln. Bild und Ton sind einfach unsäglich schlecht. Vor lauter Rauschen versteht man kaum ein klares Wort; das Bild wimmelt von Farbflecken und Störungen. Grottigste Videoqualität im Zeitalter der DVD. Mit Sicherheit hätte es ansprechende Filmkopien und Tonspuren gegeben. Specials gibt es natürlich nicht - und für die englische Sprachfassung steht noch nicht einmal eine Untertitelung zur Verfügung.


Kim - Geheimdienst in Indien
Kim - Geheimdienst in Indien
DVD ~ Errol Flynn

32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen VHS-Qualität, 13. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Kim - Geheimdienst in Indien (DVD)
Nun erscheinen Monat für Monat aus dem Hause Warner-Turner alte Schätzchen (u.a. aus dem MGM-Fundus) auf DVD unter dem Motto "Endlich auf DVD". Filmfreunde sollten sich eigentlich freuen, aber die ersten Eindrücke weisen darauf hin, dass die neue Reihe als "Low Budget" mit einer unverb. Preisempf. von 9,99 € manche Erwartung enttäuschen wird. So bietet etwa "Kim" nur eine uralte dt. Filmkopie ohne Originaltitel, ohne Originaltonspur, ohne Specials. Allem Anschein nach wird also nur ein VHS-Standard geboten. Da kann es nur heißen: Finger weg! So nicht! Ich bin gespannt, was die Ausgabe von "Quo Vadis" bringen wird - vielleicht auch nur eine dt. Tonspur und ein altes Band. Es sollen auch einige neuere Filme aus den 70ern erscheinen - wie man hört, jedoch nur im Uraltfernsehformat 4:3, nicht im Originalformat 2.35:1. Also Vorsicht bei Warner-Turner!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-14