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Rezensionen verfasst von
Micha

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Trend-Welt Türreck Klimmzugstange verstellbar in der Tiefe für alle Türrahmen, Schwarz, Multigym
Trend-Welt Türreck Klimmzugstange verstellbar in der Tiefe für alle Türrahmen, Schwarz, Multigym
Preis: EUR 24,99

5.0 von 5 Sternen Preiswert und macht was es soll, 28. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe eine Weile gesucht, bis ich endlich eine für meine Türrahmen passende Klimmzugstange gefunden habe. Und was soll ich sagen? Das Ding macht genau was es soll. Es passt wunderbar in einen 88 cm breiten und 19 cm tiefen Türrahmen, wobei durch die Einstellmöglichkeit auch bis zu 25 cm Rahmentiefe kein Problem darstellen sollten. Meine knapp 80 kg hält es klaglos aus.
Das, was der eine oder andere hier als "verbiegen" bezeichnet, resultiert daraus, dass die Querstange aus drei Teilen besteht, welche ineinander geschoben und verschraubt werden. Innerhalb dieser Steckverbindungen arbeiten die Teile unter Belastung ganz leicht, was die Illusion eines minimalen Verbiegens erzeugt.
Eine Zusammenbauanleitung wird nicht mitgeliefert, kann aber, wie auch eine Übungsanleitung, auf der Webseite des Herstellers angeschaut werden. Aber ganz ehrlich - das Ding besteht aus lediglich sechs Teilen und hat obendrein runde und quadratische Montagelöcher, welche einem zusätzlich zeigen, wie man die Schrauben zu setzen hat. Um das hinzukriegen muss man kein Raketenwissenschaftler sein.
Die Verarbeitung ist einwandfrei. Alle Löcher passten, alle Gewinde waren ok und das Montagematerial war auch komplett.
Zur zusätzlichen Sicherung des Recks liegen Winkel bei, welche am Türrahmen, bzw. der Wand angebracht werden können um ein Abrutschen des Geräts von der Oberkante des Türrahmens zu verhindern. Das war bei mir jedoch nicht nötig, da meine Türrahmen einen guten Zentimeter über die Wandbreite hinausragen und somit die Kante breit genug ist, um selbst wildes Herumturnen gefahrlos zu ermöglichen.
Fazit: Eines der ganz wenigen Türrecks, welches auch in breitere Türrahmen passt und dabei nur 20,-- € plus Versand kostet. Ein guter Kauf.


Inception [Blu-ray]
Inception [Blu-ray]
DVD ~ Leonardo DiCaprio
Preis: EUR 15,77

81 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Globale Gehirnwäsche?, 30. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Inception [Blu-ray] (Blu-ray)
Nachdem ein derartiger Hype um "Inception" entstanden ist und der Regisseur immerhin Christopher Nolan heißt dachte ich mir, dass es wohl an der Zeit wäre, sich diesen Film zu Gemüte zu führen. Immerhin hatte mich Nolans "Memento", der nach wie vor zu meinen Lieblingsfilmen zählt derzeit in seinen Bann gezogen. Gute Vorzeichen also.

Naja, was soll ich sagen? Ich verstehe es nicht. Ich verstehe nicht, was derart viele Kinobesucher an dem Film finden. Ich verstehe nicht, was so Besonderes an der Handlung sein soll und ich verstehe nicht, warum "Inception" dermaßen überbewertet und so oft als Meisterwerk gepriesen wird. Eigentlich gibt es dafür nur zwei plausible Erklärungen:

1. Die meisten Leute springen ohne nachzudenken auf den Hype-Zug auf, weil's gerade angesagt ist.
2. Der Film schafft es, intelligenter zu erscheinen als er es tatsächlich ist (und wenn man böswillig ist könnte man auch sagen, er schafft es, dass der Zuschauer sich intelligenter vorkommt als er es in Wirklichkeit ist).

Ich meine, was haben wir denn hier? Einen effektgeladenen Blockbuster! Nicht mehr und nicht weniger. Ein Traum im Traum im Traum im Traum? Wow! Dummerweise ist "kompliziert" nicht dasselbe wie "komplex"! Und nur weil Nolan bedeutungsschwanger-prätentiöses Geschwafel mit einer verschachtelten Story paart, bedeutet das noch lange nicht, dass man nun das Nonplusultra der intelligenten Kinounterhaltung präsentiert bekommt. Genau das scheinen aber viele zu denken, obwohl "Inception" in Sachen mentaler Herausforderung in etwa auf dem Level eines Kreuzworträtsels rangiert. Ganz ehrlich - da ist mir ein debiler Emmerich-Katastrophenfilm ja noch lieber. Der gibt wenigstens nicht vor etwas zu sein, was er nicht ist.
Ich weiß, dass viele das nicht gerne hören werden, aber die Story von "Inception" ist nicht halb so clever wie sie oftmals dargestellt wird und existenzielle Fragen (soweit man sie entdecken kann) wurden schon weitaus subtiler verarbeitet. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass allein Roys einminütiger Schlussmonolog in "Bladerunner" mehr Stoff zum Nachdenken bereit hält, als "Inception" in seiner ganzen Länge zu bieten in der Lage ist.

Ich muss sagen, dass Nolan sich mit diesem Film selbst abgewertet hat. War "Memento" noch originell und innovativ, so scheint diesmal nur das Ziel möglichst viel Geld abzugreifen im Vordergrund gestanden zu haben. Derart selbstverliebtes und um Aufmerksamkeit heischendes Effektkino habe ich bisher selten erlebt. Die ganze Story war nur darauf ausgelegt, einen Wow-Effekt beim Zuschauer zu erzeugen. In dieser Beziehung hat sich Nolan anscheinend jede Menge bei David Copperfield abgeschaut. Viel Brimborium um das Publikum abzulenken und zu täuschen, damit keinem auffällt, dass der gezeigte Trick eigentlich ganz simpel ist. Herzlichen Glückwunsch Herr Nolan. Offensichtlich ist ihnen die Täuschung geglückt.

Abschließend noch ein Wort zu den Darstellern. Bereits im Vorfeld wurde kolportiert, dass selbige während der Dreharbeiten eigentlich gar keine Ahnung hatten, um was es eigentlich geht. Wenn dem so ist, sei ihnen ihre eher mittelmäßige Leistung verziehen, denn wie kann man eine Rolle glaubhaft füllen, wenn einem der Bezug zum Charakter fehlt und selbiger obendrein bestenfalls marginal ausgearbeitet ist?! Dass DiCaprio es auch besser kann, hat er ja bereits in dem um Längen besseren "Shutter Island" bewiesen.

Bevor jetzt, wie schon des Öfteren gelesen Kommentare wie "du hast den Film bloß nicht verstanden" kommen: doch, ich habe ihn verstanden und obendrein nach der Hälfte bereits geahnt, dass es auf einen derartigen Twist am Ende hinausläuft. Flamer können ihre Anfeindungen also getrost für sich behalten und sich stattdessen noch einmal "Inception" anschauen wenn er ihnen so gut gefallen hat.

Ein Stern für die CGI und einen für Nolan in der Hoffnung, dass sein nächster Film besser wird.
Kommentar Kommentare (26) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 12, 2012 4:18 PM CET


2012 [Blu-ray]
2012 [Blu-ray]
DVD ~ John Cusack
Preis: EUR 8,99

117 von 213 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Roland Emmerichs Welt geht unter - schon wieder..., 15. November 2009
Rezension bezieht sich auf: 2012 [Blu-ray] (Blu-ray)
Ohne große Erwartungen bin ich an diesen Film herangegangen. Ist ja schließlich ein Katastrophenfilm und dann noch einer von Emmerich. Da sollte man die Latte also nicht so hoch legen. Angetan habe ich mir das Ganze dann wegen John Cusack, den ich sehr schätze. Nun gut, wieder ein Endzeitspektakel. Ok, irgendwas scheint Herr Emmerich uns damit sagen zu wollen. Und natürlich ist es wieder das immer gleiche Strickmuster. Stereotype, jedes denkbare Klischee erfüllende Charaktere, ein paar gute, ein paar böse, der Planet geht hops und zum Schluss triumphieren die Guten, die Schlechten gehen unter und ein mahnender Zeigefinger führt uns vor Augen, dass Familienwerte über allem anderen stehen. So weit so banal. Die Kernaussage ist also auch hier wieder, dass unsere Welt schlecht ist und das reinigende Feuer über sie hinweg gehen sollte, damit zum Schluss hoffentlich eine neue bessere Gesellschaft wie der Phoenix aus der Asche aufersteht.
Da ist kein Platz für Handlung, Logik oder ausgearbeitete Charaktere. Schauspielerische Leistung wird den Akteuren leider auch nicht abverlangt. Dafür ist einfach kein Raum in der kindlich-naiven Welt des Roland Emmerich. Stattdessen werden alle vorhandenen Mankos mit einer dicken Schicht Special Effects zugekleistert, damit der Zuschauer möglichst nicht merkt, was für eine leere Mogelpackung er sich gerade ansieht.
Ein ums andere mal erzeugte das Gesehene bei mir ein Lachen an Stellen, wo es garantiert nicht beabsichtigt war, weil Vieles einfach gnadenlos übertrieben und lächerlich wirkte. Für wie unterbelichtet er sein Publikum bzw. die Zielgruppe hält erkennt man bereits, als er Woody Harrelson in Comic-Manier erklären lässt, wie die Dinge ablaufen werden, damit es auch ja jeder verinnerlicht. Andere Momente, wie z.B. die Supermarkt-Szene oder der wenig subtile Seitenhieb gegen Gouverneur Schwarzenegger, der bekanntlich gegen die Homo-Ehe ist (zum besseren Verständnis: Emmerich ist homosexuell) waren hingegen nur peinlich und platt. Und wenn man dann zum xten mal sieht, wie jemand um Haaresbreite mit Auto oder Flugzeug dem Tod von der Schippe springt und wieder mal irgendeine Stadt dahinbröselt, kommt gähnende Langeweile auf und man fragt sich unweigerlich, ob man den Trailer gerade in Endlosschleife ansieht. Überhaupt ist das Ganze eine Beleidigung des Verstandes, selbst wenn man das Vorhaben ins Auge gefasst hatte, beim Schauen das Hirn auszuschalten. Emmerich inszeniert einfach soviel Schwachsinn - das ist selbst für einen Katastrophenfilm zuviel und als würde das nicht reichen, scheint er das Ganze todernst zu meinen und tatsächlich eine Botschaft vermitteln zu wollen, indem er dem Publikum penetrant Hinweise auf seine Sicht der Dinge unter die Nase reibt. Da ist es doch nur logisch, dass man nach überstandenem Weltuntergang für den perfekten Neuanfang datumstechnisch wieder bei Null beginnt. Ganz ohne Religion, Politiker, Militär und all den anderen schlimmen Dingen, die er vorher effektvoll hat hops gehen lassen, wobei mir einfällt: wo waren eigentlich die einstürzenden Moscheen? Naja ganz so konsequent (oder besser "mutig") scheint er dann doch nicht zu sein.
Auch die Dialoge sind fast ausnahmslos ein Witz und ich verstehe nicht, wie man ein Budget von einer viertel Milliarde Dollar haben kann und dann mit einem dermaßen schlechten Drehbuch zu Werke geht. Nicht ein Filmtoter oder irgendwelche versuchte Dramatik hat bei mir irgendeine Emotion erzeugt. Die teilweise grotesk überzeichneten Charaktere waren mir schlichtweg egal, weil auch nicht die geringste Chance besteht, sich mit ihnen oder ihren Handlungen zu identifizieren. Mein Gott, wenn ich daran denke, wie andere Filmemacher es schaffen, mit minimalen Mitteln große Gefühle beim Zuschauer zu erzeugen kann ich nur sagen, dass Emmerich hier auf ganzer Linie versagt hat. Ich meine, ein Minimum dessen kann man schließlich auch von einem "Blockbuster" erwarten. Das Wort Katastrophenfilm bekommt hier wirklich eine ganz neue Bedeutung, denn die Katastrophe ist der Film selbst und er kommt über den Status einer CGI-Demonstration nicht hinaus. Ich hoffe, John Cusack und Amanda Peet, die in "Identität" zeigen durften, was sie wirklich drauf haben, sind diesmal nur des Geldes wegen dabei gewesen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass "mehr" nicht immer besser ist und wenn man versucht, sämtliche bisher auf Zelluloid gebannten Katastrophen in einem Streifen zusammenzuquetschen, dann kommt am Ende noch längst kein guter Film dabei heraus.
Zumindest dies hat Roland Emmerich eindrucksvoll gezeigt.
Kommentar Kommentare (31) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 26, 2010 11:33 AM CET


ANNO 1404 - [PC]
ANNO 1404 - [PC]
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 11,49

124 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht, akute Suchtgefahr!, 1. Juli 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: ANNO 1404 - [PC] (Computerspiel)
Gefreut habe ich mich bereits seit einiger Zeit auf den neuen Teil der Anno-Reihe und so wurde bei Erscheinen der Demo selbige auch gleich angespielt. Zuerst war ich ein wenig ernüchtert. Die Grafik ist zwar toll, aber grundsätzlich schien sich nicht soooo viel verändert zu haben. Weit gefehlt! Was die Demo nur ansatzweise rüberbringen kann, zeigt erst das Spiel in seiner Vollversion, die ich glücklicherweise bereits einen Tag vor Release im Laden fand und nach reibungsloser und einfacher Installation seitdem tatsächlich unaufhörlich spiele (über 60 Stunden in 7 Tagen sprechen eine deutliche Sprache, oder? ;)).

Die Änderungen gegenüber 1701 sind sehr umfangreich und sowohl im Detail wie auch in der kompletten Spielmechanik zu finden. Man merkt wirklich, dass die Entwickler eng mit der Community zusammengearbeitet haben, denn die neuen Elemente und Verbesserungen gehen allesamt in die richtige Richtung und in Sachen Spielspaß und Langzeitmotivation ist Anno 1404 seinem Vorgänger tatsächlich um Längen voraus.
Die Einbindung des Orients ist hierbei die wohl einschneidenste Veränderung und ich kann nur sagen, dass sie perfekt gelungen ist. Orient und Okzident siedeln hier nicht nebeneinander her, sondern sind eng miteinander verzahnt und das eine geht nicht ohne das andere.
Langeweile kommt an keiner Stelle auf, weil immer irgendwo was zu tun ist. Auch die Warenketten haben enorm an Komplexität zugelegt und ich habe mich ein ums andere mal bei einem "ach herrje" ertappt wenn ich feststellte, was ich jetzt wieder anstellen muss, damit ich weiterkomme.
Die Intelligenz der Mitspieler ist für mein Empfinden ebenfalls ein gutes Stück besser als bei 1701. Einen fahrenden Händler gibt es nun nicht mehr, aber dafür sind einige andere Charaktere (zzgl. zweier immer mit dem Spieler befreundeter Start-Charaktere) auf diversen Inseln angesiedelt, die, sofern man selbst diese Insel besitzt immer mal Aufträge (von denen es hunderte verschiedene gibt) bereithalten.

Ebenfalls eine große Veränderung gegenüber 1701 bieten die Items (auch hier endlos viele), die man in seine Kontore und Schiffe sockeln kann und welche dort die verschiedensten Verbesserungen bewirken.
Die Piraten heißen nun "Korsaren" und sofern man einen Pakt mit ihnen hat, kann man sie wie einen normalen Mitspieler benutzen und sogar überzählige Schiffe bei ihnen verkaufen. Wenn ich das richtig sehe, dann bekommt man bei ihnen auch Items, die es sonst nirgendwo gibt.
Auch ein Expeditionsschiff kann man nun über den Rand der Karte ins Ungewisse fahren lassen und - sofern gut mit dem gewünschten Proviant ausgestattet - kommt es mit einem meist sehr nützlichen Spezial-Item zurück.
Eingeführt wurde ebenfalls ein Punktesystem um seinen eigenen Ruf zu steigern, wobei es diese Punkte hauptsächlich für erfüllte Aufträge und viele beim Orient-Mitspieler verkaufte Waren gibt. Mit diesen Punkten ist es dann z.B. möglich, neue Warengruppen bei den anderen Mitspielern freizuschalten, was unabdingbar ist, wenn man an die Items kommen möchte, welche man dort ebenfalls für die genannten Ruf-Punkte erwerben kann.

Zur Grafik muss man sagen, dass diese sehr liebevoll gestaltet ist und dass das Stadtbild bei Anno 1404 irgendwie "echter" wirkt als beim Vorgänger, was sicherlich auch daran liegt, dass es nun nicht mehr möglich ist, reine Adligen-Städte zu bauen, weil immer ein gewisser Teil der Gebäude in der Vorgängerstufe verbleibt. Das heißt im Klartext, dass es immer Bauern, Bürger, Patrizier und später auch Adlige gleichzeitig gibt. Im Orient gibt es dagegen zwei Stufen und zwar "Nomaden" und "Gesandte", wobei sich die Bedürfnisse der Bewohner von Orient und Okzident natürlich komplett unterscheiden. Wenn ich überhaupt etwas kritisieren soll, dann vielleicht, dass ich mir eine weitere Zoom-Stufe wünschen würde, um noch näher herangehen zu können.
Ein Schloss gibt es nun ebenfalls nicht mehr. Die krönenden Elemente sind nun der Kaiserdom und die Sultansmoschee und das sind wahrlich harte Nüsse, die man nicht mal so eben in die Gegend stellen kann. Allein was dort an Baumaterial verschlungen wird ist enorm. Als Belohnung decken diese Bauten dann aber auch die reinen Gebäude-Bedürfnisse des in ihrem Radius lebenden Volkes komplett ab.
Einen Mehrspielermodus vermisse ich persönlich nicht, da der reine Aufbau schon jede Menge Zeit in Anspruch nimmt und auch danach, wie bereits erwähnt, keine Langeweile aufkommt.
Die Kampagne ist kurzweilig, aber recht schnell durchgespielt. Sie jedoch bietet gerade Einsteigern eine sehr gute Hilfestellung um das Spiel schneller zu verstehen.
Für das freie Spiel stehen jede Menge Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, so dass man praktisch endlos viele verschiedene Startbedingungen erstellen und somit Schwierigkeitsgrad und Aufgabenstellung stufenlos den eigenen Bedürfnissen anpassen kann.
Spiel beeinflussende Bugs habe ich übrigens bis jetzt keine entdeckt und auch von Abstürzen wurde ich bis dato verschont.

Ein dickes Lob gebührt der Performance! Hatte man bei 1701 immer das Gefühl, trotz locker ausreichender Hardware mir angezogener Handbremse zu spielen, so ist es bei 1404 genau umgekehrt. Wenn im Vorfeld von Seiten des Studios immer wieder hervorgehoben wurde, dass das Spiel selbst mit "älteren" Rechnern gut spielbar sei, so war das wirklich keine Übertreibung. Gut, ich habe jetzt einen Rechner, der nicht gerade zu den Langsamen zählt, aber nichtsdestotrotz war ich positiv überrascht, selbst nach einigen Stunden Spielzeit und dementsprechend hoher Speicherauslastung ein wunderbar flüssiges Bild vorzufinden, nachdem ich vorher alle Einstellungen auf "hoch" und Anti Aliasing auf vierfach gestellt hatte (unter XP und DirectX 9). Auch das Laden von Spielständen geht wider Erwarten trotz großer Karten (und die sind im Maximum um einiges größer als bei 1701) zügig von statten.

Ich könnte noch lange weiterschreiben und habe sicherlich auch noch Etliches vergessen, aber das soll erst einmal reichen.
Für mich ist Anno 1404 ohne Übertreibung das unangefochtene bisherige Highlight in meiner mehr als 25 jährigen Zeit als Computerspieler und ich finde es toll, dass ein solch geniales Spiel von einer heimischen Firma entwickelt wurde, die damit eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass eine immer stärkere Vereinfachung des Spielprinzipes, wie es sie zuletzt in der Siedler-Reihe gab, nicht der richtige Weg ist.
Ich ziehe meinen Hut und bedanke mich im Voraus für die vielen Stunden Spielspaß, die mir noch bevorstehen!
Kommentar Kommentare (20) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 23, 2009 3:30 PM MEST


Sacred 2: Fallen Angel
Sacred 2: Fallen Angel
Wird angeboten von software and more
Preis: EUR 5,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mehr Bugs als Quests?, 5. Oktober 2008
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Sacred 2: Fallen Angel (Computerspiel)
Endlich hielt ich es in Händen - das Spiel auf das ich mich schon lange gefreut habe - Sacred 2.
Ich will mich hier gar nicht lange aufhalten mit Kopierschutz-Problematiken. Das Thema ist bereits zur Genüge durchgekaut worden, darum komme ich gleich zur Sache.
Die Installation verlief problemlos (das Glück hatte viele andere anscheinend nicht). Da ich das Spiel bereits einen Tag vor offiziellem Verkaufsstart erhalten hatte wunderte es mich auch nicht, dass ein Multiplayer-Erlebnis noch nicht möglich war. "Wahrscheinlich laufen die Lobby- und Game-Server noch nicht" dachte ich mir.
Gut, spielen wir halt solange Singleplayer.
Schon in der Demo hatte ich einen schönen Eindruck bekommen, mir gefiel natürlich auch die "finale" Version gut und es lief auch alles einwandfrei bis nach gut einer halbe Stunde der erste Absturz kam.
Nach nun gespielten 19 Stunden Singleplayer hat sich das auf gezählte 13 Komplettabstürze summiert und von den vielen "kleineren" Bugs rede ich gar nicht erst. Man hat sich ja traurigerweise inzwischen daran gewöhnt, dass neue Spiele total verbuggt auf den Markt kommen.
Aber nun zum wirklich ärgerlichen Teil der mich dazu bewogen hat, letztendlich nur einen Stern zu geben obwohl das Spiel selbst für fünf gut gewesen wäre - der Multiplayer-Part.
Nach wie vor ist es (trotz riesigem Patch und kurz darauf folgendem Hotfix) kaum möglich, ein Multiplayer-Erlebnis zu genießen.
Habe ich es mit viel Geduld geschafft, einem Spiel beizutreten (und es stürzt nicht nach ein paar Minuten ab), dann wird man beim Versuch zu Chatten mit ständigen Fehlermeldungen bombardiert. Verlasse ich das Spiel, werde ich mit Netzwerkfehler 63 oder 64 beglückt und es ist danach nicht mehr möglich, die Lobby zu betreten - Game over!
Dies sind nur wenige Beispiele, denn alle mehr oder minder schweren Probleme aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
Um ausschließlich Singleplayer spielen zu können, habe ich mir Sacred 2 bestimmt nicht gekauft. Leider ist es, wie auch schon bei Teil 1 eine einzige Katastrophe und ich bin mal gespannt, wieviele Patches diesmal nötig sind um es einigermaßen spielen zu können.
Es ist ein schwacher Trost, dass das Forum voll ist mit unzähligen Usern, die ebenfalls Probleme haben und ich kann jedem Interessierten nur vom Kauf abraten bis die schlimmsten Fehler behoben sind.
Ich zumindest bin ernüchtert und frustriert zugleich.


Deep Impact
Deep Impact
DVD ~ Téa Leoni
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 9,97

19 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Weltraumschrott, 5. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Deep Impact (DVD)
Ich musste wirklich mit mir ringen als es darum ging, meine Zeit zu opfern um so etwas wie eine Rezension zu diesem Machwerk zu verfassen. Glückliche Umstände hatten es bis dato verhindert, dass ich dieser Zelluloid-Verschwendung Aufmerksamkeit schenkte, aber das nun Gesehene nötigt mich förmlich dazu, anderen auf diesem Wege eine eindeutige und unmissverständliche Warnung zukommen zu lassen. Meiden sie diesen Film, denn er ist blöd! Und wenn ich blöd sage, dann meine ich das auch.
Auf den ganzen Schwachsinn und sämtliche Ungereimtheiten einzugehen, würde den Rahmen bei weitem sprengen. Wie nur konnten sich Darsteller wie Morgan Freeman oder Maximilian Schell für einen derartigen Kernschrott hergeben? Haben die das Drehbuch nicht gelesen oder wurden sie vielleicht mit vorgehaltener Waffe zur Mitarbeit gezwungen?
Es wimmelt nur so von Klischees und Heldenpathos. Garniert wird die ganze Soße mit Problemgequatsche bis es einfach nicht mehr zu ertragen ist und man sich wünscht, der Komet bereitet diesem Schmonzes endlich ein Ende.
Politisch korrekt darf diesmal ein Schwarzer (es lebe die Quote) den US-Präsidenten mimen und ein guter Russki ist nun ebenfalls mit von der Partie wenn es darum geht, Amerika zu retten.

Spoilerwarnung! Wer schmerzfrei genug ist sich das Ganze trotzdem anzutun, der sollte ab jetzt nicht weiterlesen.

Man schickt also ein paar Jungspunde in Richtung des Kometen, während der alternde Mondflieger (Robert Duvall) seinen letzten großen Auftritt als Pilot hat. Das Ziel ist es, ein bisschen im Himmelskörper herumzubohren, um ihn mit Atombomben unschädlich zu machen. Was für ein Glück, dass es Massenvernichtungswaffen gibt. Spätestens beim Anflug der Crew kommt einem jedoch der Gedanke, ob nicht ein völlig zugekiffter Irrer diese Mission geplant hat, so hanebüchen erscheint die ganze Aktion. Das Unternehmen geht ein wenig schief, einen Helden pustet's ins All und schwupps sind plötzlich zwei Kometen da.
Nun gibt's wieder jede Menge Tränendrüsengesülze, zum Schluss sprintet Frodo mit seiner Angebeteten in die Berge, die Tochter (Téa Leoni) versöhnt sich mit Daddy (Maximilian Schell) und beide werden im nächsten Moment von der perfekten Welle weggespült.
Die großartigen Helden im Raumschiff sprengen sich selbstverständlich, kurz bevor das größere und natürlich tödlichere der beiden Bruchstücke die Erde trifft im Inneren des selbigen in die Luft und verhindern damit ein versöhnliches Ende des Films.
Die Millionen Brösel verglühen friedlich in der Atmosphäre ohne Schaden anzurichten, zum wiederholten Male werden die physikalischen Gesetze komplett ignoriert, Morgan Freeman darf nun auch noch ein paar Sätze sagen, erwähnt beiläufig, dass die Welle auch Europa und Afrika erwischt hat und der überraschte Zuschauer erfährt auf diese Art, dass unser Planet doch nicht ausschließlich aus Amerika besteht.
Gegen Ende drängte sich mir doch unweigerlich die Frage auf, warum nicht die offensichtlichste Methode gewählt wurde den Kometen zu vernichten. Man verfrachtet einfach sämtliche dummschwätzenden Protagonisten, die uns so im Laufe der Arie begegnen auf den Kometen, hüllt sie in Sternenbanner und lässt sie, untermalt vom Klang der US-Hymne solange auf den Übeltäter einquasseln, bis der sich freiwillig in seine Bestandteile zerlegt.
Dieser Streifen nimmt sich tatsächlich sehr ernst, aber wie es oft in einem solchen Falle ist, schafft man es sehr schnell, das Ganze als (schlechte) Komödie zu betrachten. Null Sterne kann man nicht geben, drum gibt's halt einen für die vielen unfreiwilligen Lacher.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2010 12:48 AM MEST


Hurt
Hurt
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 83,16

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 21. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Hurt (Audio CD)
Mehr muss man eigentlich nicht zu diesem Titel sagen.
Johnny Cashs Interpretation dieses Songs transportiert in einmaliger Form die Erfahrungen und Emotionen eines ganzen Lebens.
Die minimale Instrumentalisierung unterstreicht perfekt den unverwechselbaren Gesang, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen.
Ist die Musik an sich schon großartig, so wird das Ganze durch die Bilder des Videos noch gesteigert.
Lässt man diesen Titel auf sich wirken, so muss man nicht nah am Wasser gebaut sein um danach Tränen in den Augen zu haben.
So sollte Musik sein. Ehrlich, schön und voller Gefühle.
Wie schon gesagt - ein Meisterwerk!


Collateral (Special Edition, 2 DVDs)
Collateral (Special Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Tom Cruise
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,89

44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben und Sterben in LA, 5. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Collateral (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Eines Nachts besteigt ein Fahrgast namens Vincent (Tom Cruise) das Taxi von Max (Jamie Foxx) und bietet ihm ein stattliches Sümmchen wenn er ihn durch Los Angeles chauffiert.
Kurz darauf muss Max feststellen, dass Vincent keineswegs in Sachen Immobilien unterwegs ist sondern einem wesentlich blutigerem Geschäft nachgeht. Von nun an gibt es kein Zurück mehr und beide geraten in eine fatale Abhängigkeit voneinander aus der es kein Entrinnen zu geben scheint.
"Hey Max - ein Kerl steigt in die U-Bahn hier in LA und stirbt. Glaubst du, dass das irgendjemand mitkriegt?"
Der finale Satz dieses Films, eine höllische Reise durch die Nacht endet im Morgengrauen und der Kreis schliesst sich.
Fast glaubt man, in Max' Blick trotz allem so etwas wie Dankbarkeit zu erkennen. Vielleicht dafür, dass der zynische Profikiller ihn aus seiner Lethargie gerissen hat. Nach dieser Nacht wird sein Leben sich wohl von Grund auf ändern.
Nicht wenige von uns werden im Moment, als Max auf dem Weg zum letzten Opfer von Vincent mit seiner Lebenslüge konfrontiert wird ein Aha-Erlebnis gehabt haben, schieben wir doch, genau wie er unsere Träume vor uns her bis es zu spät ist.
Als Max schließlich die Ausweglosigkeit seiner Situation klar wird und er begreift, dass auch er entgegen Vincents Beteuerungen diese Nacht nicht überleben wird reißt er verzweifelt die Initiative an sich nur um im nächsten Augenblick zu erkennen, dass die Lage noch weitaus schlimmer ist und es nun nicht mehr nur darum geht die eigene Haut zu retten.
Brilliant zeichnet Michael Mann die Charaktere dieser beiden so unterschiedlichen Männer, die der "kosmische Zufall" in dieser Nacht zusammen führt. Die darstellerische Leistung, die exzellente Kameraarbeit sowie der Soundtrack - hier stimmt einfach alles. Die anonyme Einsamkeit und klinische Kälte der Metropole - in den faszinierenden Bildern des nächtlichen LA ist dies alles förmlich greifbar und man taucht problemlos in die Atmosphäre ein als säße man neben Vincent im Fond.
Denkwürdig die Szene, in der Max das Taxi anhält weil Kojoten die Straße kreuzen. Beinahe meint man, Vincents Gedanken lesen zu können. Erkennt er sich selbst in dem einsamen Raubtier das durch die Nacht streift?
Tom Cruise liefert in Collateral unbestreitbar die beste Leistung seiner bisherigen Laufbahn ab. Wenn er innerhalb eines Augenblicks vom netten Kerl zur Tötungsmaschine mutiert, dann kauft man ihm das einfach ab. Die eiskalte Aura des Soziopathen, den seine Opfer in keinster Weise interessieren ist vom ersten Auftritt an allgegenwärtig. Ist es tatsächlich nur ein Scherz wenn er, um dem von Max erwarteten Klischee zu entsprechen behauptet, mit zwölf seinen Vater umgebracht zu haben? Zutrauen würde man es ihm sofort.
Den perfekten Kontrast dazu liefert Jamie Foxx. Der introvertierte Träumer der sich nicht dazu durchringen kann seine Ziele zu verwirklichen, ja sogar seiner Mutter etwas vorspielt und dann eine Schocktherapie der besonderen Art erfährt. Grandios, wie Foxx diesen Mann verkörpert, der im Zuge der Ereignisse in die er ungewollt verstrickt wird zunächst zu resignieren scheint um sich dann schließlich mit aller Macht gegen das Unabwendbare zu stemmen, wobei er sogar einige Strategien des Killers verinnerlicht.
Dieser Film benötigt keine Special Effects. Er wirkt allein durch das Zusammenspiel dieser beiden Akteure und das in einer Art wie man es selten sieht.
Michael Mann hat mit Collateral einen beeindruckenden Film geschaffen, der auch nach mehrmaligem Ansehen fesselt und gleichermaßen zum Nachdenken anregt.


Kein Titel verfügbar

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Handgemachte Action in Reinkultur, 7. August 2003
Was soll ich sagen? Mir fällt nur ein passendes "Wort" ein: WOW!!!
Nachdem "Reloaded" für mich bis jetzt die Enttäuschung des Jahres ist, bin ich (wie viele andere auch) ohne große Erwartungen an T3 heran gegangen. Aber die Tatsache, daß ich ihn bisher 2x in der Original- und 2x in der deutschen Fassung gesehen habe sagt alles, oder?
Klar, natürlich ist das Grundkonzept dem 2. Teil entliehen aber das war's auch schon, denn von einer Kopie des 2. Teils kann wirklich nicht die Rede sein. Allein die Tatsache, dass Sarah Connor nur noch in der Erinnerung lebt, schafft überhaupt erst Raum für neue Gesichter und Ideen. Dieses nutzt Jonathan Mostow geschickt aus. Schien es eigentlich unmöglich, die Geschichte nach "Judgement Day" weiter zu führen, so wurde man nun doch eines Besseren belehrt. Es passt einfach alles. Das Zusammenspiel zwischen Handlung, Action, witziger Einlagen und der Filmlänge ist so perfekt abgestimmt wie ein schweizer Uhrwerk. Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf und das Ende ist wohltuend anders. Arnold ist in Bestform und man merkt, dass ihm die Rolle des wortkargen Kybernetik-Mottek wie keine andere auf den Leib geschneidert ist.
Dieser Film hat ausserdem etwas, was vielen anderen Sequels fehlt - eine Seele. Er kommt ehrlicher daher als die sterilen Pixel-Orgien der jüngeren Vergangenheit und ist - ganz wie sein Hauptdarsteller - aus vollem Schrot und Korn. Zu keiner Zeit fragt man nach dem Verbleib des gigantischen Budgets und der Begriff "Materialschlacht" ist wohl selten treffender gewesen. T3 ist schnörkelloses Action-Kino in Reinkultur - ohne wenn und aber.
Gut, der (die) T-X ist nicht so furchteinflössend wie der T-1000 aber zu keiner Zeit kommen Zweifel darüber auf, dass es sich um eine eiskalte Killermaschine handelt. Christanna Loken hat sowohl Mimik wie auch Gestik für mein Empfinden gut im Griff.
Kate Brewster ist nicht so tough wie Sarah Connor aber das wäre auch Unsinn. Immerhin wurde sie soeben aus ihren wohlbehüteten Verhältnissen gerissen und wird kurz darauf mit den unschönen Tatsachen konfrontiert. Da kann einem schon mal das große Flattern kommen.
Und John Connor? Eine sehr gute Idee, ihn als verängstigten Antihelden darzustellen, der immer mit dem Schlimmsten rechnet und es sich nicht zutraut, im Zweifelsfall die unglaubliche Last schultern zu können. Nichts ist geblieben von der Coolness des frechen 13jährigen. Wir sehen einen gebrochenen Mann.
Interessant ist auch die Veränderung des Terminator-Charakters. Musste er in Teil 2 noch mühsam jede Menschlichkeit erlernen, so ist er jetzt von Anfang an ein richtig witziges Kerlchen und kommt gleich eine gehörige Portion smarter daher.
Der mahnende Fingerzeig in Sachen Technik-Abhängigkeit findet sich auch in T3 wieder und wird hier passend aufpoliert indem der Verweis diesmal - ganz zeitgemäß - in Richtung Internet geht. Schön, dass man diesem Fingerzeig nicht vergessen hat, denn die Warnung nach dem Motto "die Geister die ich rief" ist u.a. auch das, was die Terminator-Filme ausmacht.
Das Ganze ist sowohl ein Augen- wie auch ein Ohrenschmaus. Die Tricks sehen nicht wie Tricks aus und nur ausgesprochen selten meint man einen Effekt wahrgenommen zu haben. Der Sound ist ebenfalls Spitze und fügt sich sehr schön an die Bilder.
Lediglich eine Sache fehlt mir: ein Soundtrack im Stile von Judgement Day. Zu unauffällig kommt die Musik daher aber das ist im Angesicht der alles übertönenden Zerstörungsorgie zu verschmerzen. Immerhin gibt's zum Schluss von Marco Beltrami die orchestrale Version des Terminator-Theme, wobei die phänomenale T2-Fassung sicherlich nicht zu toppen ist.
Fazit: bis jetzt der Knaller 2003 und gleichzeitig eine große Überraschung. "Hasta la vista, Baby!" hat einen würdigen Nachfolger gefunden.
In diesem Sinne - "Talk to the Hand!"


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