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spawnsen

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Might & Magic X Legacy - Deluxe Edition - [PC]
Might & Magic X Legacy - Deluxe Edition - [PC]
Preis: EUR 14,95

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergleich zu Might and Magic 6-8: 50% Alt - 50 % Neu (Update), 25. Januar 2014
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Teil 6 und 7 der Might and Magic Reihe gehören zu meinen absoluten Lieblingsspielen, die ich unzählige Male pro Teil durchgespielt habe. Dementsprechend erwartungsvoll war ich bei diesem Teil, nachdem insbesondere der letzte Teil vor über 10 Jahren gründlich in die Hose ging.
Ich habe bisher die ersten beiden von vier Akten durchgespielt und möchte einen kurzen Vergleich zu den alten Teilen ziehen:

Die Fortbewegung: Der größte Unterschied ist wohl, dass man sich nicht mehr freibewegen kann (und später auch nicht fliegen), sondern von Kachel zu Kachel läuft. In der Beta fand ich das System noch ganz furchtbar, mittlerweile geht das Laufen deutlich zügiger und flüssiger. Ich bin zwar immer noch kein Fan davon geworden, aber es behindert auch nicht den Spielfluss.

Das Kampfsystem: Die Kämpfe laufen deutlich taktischer ab. Natürlich kein Vergleich zu einem Dragon Age, aber auch Nicht-Magier haben aktive Fähigkeiten wie Spott oder Betäubungsschläge und können mehr als nur autoattack. Außerdem gibt es Schnellzugriffsleisten für die wichtigsten Fähigkeiten. Sobald ein Gegner im Nahkampf vor der Gruppe steht, kann man sich nicht mehr bewegen. Das hat den Nachteil, dass man bei zu starken Gegnern entsprechend häufig stirbt. Quicksave ist hier der beste Freund des Abenteurers. Außerdem ist der Trankverbrauch extrem hoch. War dies in früheren Teilen eher ein Mittel, um ab und zu einmal ein bewusstloses Gruppenmitglied aufzuwecken, schluckt man nun dauerhaft Tränke. Die Gegner schlagen bei einem Treffer auch gerne einmal 80-90% HP eines Gruppenmitglieds weg. Gewöhnnungsbedürftig, zumal die Heilzauber ziemlich viel Mana kosten und es "Heilung" an sich erst auf Licht Experte gibt.

Die Quests: sind teilweise recht knackig. Nicht so sehr vom Schwierigkeitsgrad der Kämpfe, sondern weil man allein aus der Questbeschreibung nicht weiß, was genau man zu tun hat: Es gibt keine Ortungsmarker wie in Skyrim oder leuchtende Fragezeichen a la WoW. So muss man wie bei den alten Teilen auf gut Glück Häuser abklappern oder Bücher lesen, die in der Welt verteilt sind. (Oder man schaut im Ubisoft-Forum vorbei).

Der Schwierigkeitsgrad: Es gibt zwei Schwierigkeitsgrade. Ich spiele auf dem leichteren und halte diesen auch zum Einstieg für gut geeignet. Man muss nur beachten, dass einzelne Gegner deutlich stärker sind. Hatte man bei den alten Teilen häufig das Vergnügen, sich mit 20-30 Monstern gleichzeitig herumzuschlagen, sind hier schon 4-5 eine ernsthafte Bedrohung. In der Regel bekämpft man die Gegner besser einzeln.
Gegen Ende wird das Spiel (zumindest wenn man die richtige Gruppenzusammenstellung hat) viel zu einfach. Sobald man Großmeister in den jeweiligen Waffenfähigkeiten bzw. Magieschulen ist, hält kaum ein Gegner mehr als 3 Schläge aus (Der Schaden wird um 75% erhöht). Akt 3 und 4 sind daher extrem schnell vorbei. Das ist vielleicht auf dem höheren Schwierigkeitsgrad besser.

Die Welt: Im Unterschied zu den vorherigen Spielen ist die Welt nicht in einzelne Gebiete unterteilt, sondern es ist eine große zusammenhängende Karte. Zusammengenommen kommt sie wohl von der Große her nicht an Might and Magic 7 oder 8, geschweige denn Teil 6 heran. Dafür sind überall in der Welt Dinge versteckt, Truhen mit Rätseln versehen, man muss Puzzles in Krypten lösen etc. Das Kachelsystem hat außerdem zur Folge, dass die Welt sehr verwinkelt ist. Sie wirkt dadurch geheimnisvoller und größer, gerade mangels Fliegen und Stadtportal läuft man aber auch oftmals einfach nur lange durch die Gegend. Nachteilig fällt auf, dass es nur 4 (allerdings relativ große) Städte gibt. Nach dem ersten Akt ist die Welt (fast) frei erkundbar; es gibt einige Zonen, die man erst mit einem "Segen", die man im Laufe des Spiels erhält, betreten kann.

Die Klassen: es gibt 12 Klassen (4 Krieger, 4 Zauberer, 4 Hybrid), die sich allesamt nur auf Kampf fokussieren. Sekundäre Fähigkeiten wie bspw. Fallen entschärfen, Reparieren, Feilschen usw. gibt es nicht mehr bzw. sind jetzt Zauber. Das hat zur Folge, dass es kaum einen Unterschied macht, ob man bspw. einen Schamanen oder Druiden wählt. Zudem kann der Freimagier ohnehin alle Zauberschulen auf Meister/Großmeister skillen. Pro Charakter gibt es eine Beförderungsquest. Ohne diese kann man die Fähigkeiten nur bis Stufe Meister ausbauen. Erwähnenswert ist, dass man nicht alle Fähigkeiten ausskillen kann. Maximales Level ist derzeit ca. 32-33 (sofern man nicht 100 Tage auf den Respawn wartet). Das bedeutet, man hat pro Charakter weniger als 100 Punkte zu verteilen. GM braucht 25 Punkte und jeder Charakter kann in 4 Fähigkeiten GM werden. Dementsprechend muss man von vornherein planen, wie man skillt, zumal es keine Resetmöglichkeit gibt.

Die Gegner: kommen direkt aus Heroes of Might and Magic VI - so wie bei Teil 7 die Einheiten aus Heroes 3 eingebaut wurden.

Sonstiges: Es fehlt der Paperdoll-Ausrüstungsbildschirm. Das stört mich mehr, als es tun sollte. Relikte droppen nicht, sondern sind nur in Krypten nach Lösen der Rätsel enthalten, in Truhen hinter versteckten Bossgegnern zu finden oder durch Nebenquests erreichbar. Diese habe ein Level von 1-4 und sammeln mit Erfahrung. Stadtportal und Fliegen fehlen, dafür gibt es Leuchtfeuer. Da man aber immer von der Hauptstadt Städten aus in die übigen 3 Städte reisen kann, reicht es aus, ein Leuchtfeuer in die Hauptstadt zu setzen. Man kan wieder 2 Begleiter anheuern, die verschiedenste Fähigkeiten mitbringen - vom Blocken der ersten 4 Schläge bis hin zu zusätzlichem Inventarraum oder dem Heilen von negativen Effekten.

Bugs: Ich persönlich habe während meinem ersten Durchlauf keine Bugs entdeckt.

Alles in allem kommt Might and Magic X natürlich nicht an das historisch-verklärte Spielgefühl von 1998 heran, aber es macht viele Dinge richtig. Die Soundeffekte kommen teils aus den alten Spielen und auch sonst fängt es den Flaire der Serie gut ein. Es ist allerdings kein Spiel aus den 90er, das muss man sich klar machen.
Wenn jetzt noch 1-2 Patches die gröbsten Fehler in der deutschen Ausgabe beheben (ich empfehle das Spiel auch englisch zu spielen) und die 32-Bit-Problematik beseitigt wird, dürfte auch die deutsche Fangemeinde besänftigt sein.
Ich vergebe trotzdem 5 Sterne, um die Stern Bewertungen ein wenig auszugleichen. Denn mehr als einen Stern hat das Spiel definitiv verdient.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2014 7:16 PM CET


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