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HeavyDiceLP

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FINAL FANTASY X/X - 2 HD Remaster - [PlayStation 3]
FINAL FANTASY X/X - 2 HD Remaster - [PlayStation 3]
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 35,31

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Beste HD-Makeover bis heute!, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lange haben wir gewartet, jetzt ist es endlich da. Final Fantasy X und X-2 in verbessertem HD und zusätzlich gibt es gleich noch ein paar neue Inhalte, die es damals leider nur in Japan gegeben hat. Auf den Inhalt der mittlerweile über 10 Jahre alten Spiele, werde ich hier nicht mehr zu sprechen kommen. Schauen wir uns doch lieber mal die technische Seite an.

Als aller erstes fällt dem Fan der Original Spiele die verschwundenen PAL Balken auf. Was man im Jahre 2000 und 2002 nur am Rande beachtet hat, überrascht in dieser HD Version bereits nach wenigen Minuten. Die Charaktere sehen nun nicht mehr so gequetscht aus. Außerdem wurden alle Charaktere, von den Helden bis zum kleinen Rand-NPC, komplett überarbeitet und um einiges feiner gemacht. Natürlich können wir von keiner High-End Grafik sprechen, da das Grundspiel dafür nicht ausgelegt ist. Gerade an den Gesichtern und Haaren erkennt man jedoch die Änderungen. Ebenso wurden alle Gebiete überarbeitet und an die neuen Charaktere angeglichen. Die Farben erscheinen nun viel satter und alle gezeichneten Hintergründe haben ein Makeover erhalten.

Darüber hinaus wurde das Menü etwas angeglichen, sowie das Sphärobrett und das Kampf-UI. Allgemein alles ein bisschen schlanker und schöner gemacht. Schade finde ich persönlich, dass man beim Speichern auf das PS3 Menü abweicht. Abgesehen vom Datum des Speicherstands und einem Thumbnail von dem Ort wo man gespeichert hat, bekommt man keine Informationen mehr über Charaktere und Spielzeit angezeigt.

Was sich für mich ebenfalls sehr positiv entwickelt hat, sind die überarbeiteten Musikstücke. Ich habe mich schon mehrmals dabei erwischt, wie ich der Melodie einfach nur gelauscht habe weil sich das etwas rockigere unerwartet gut in das Gesamtbild einbringt. Auch hier klingt der Sound nun um einiges satter und klarer wie noch auf der PS2.

Kommen wir abschließend zu zwei Dingen, die mir eher negativ aufgefallen sind. Die Stimmen der Charaktere sind leider nicht ganz synchron mit den Lippenbewegungen. Das war zwar auch schon bei den Originalen so, da bin ich nun nicht kleinlicher wie unbedingt sein muss, jedoch ist es in dieser HD Version stellenweise deutlich schlimmer. Davon abgesehen sind die Charakterstimmen im Vergleich zu den Umgebungssounds oftmals zu leise. Ebenfalls ein Problem, was es bereits bei den PS2 Spielen gab. Aber das ist etwas, wenn man doch eh schon die Musik bearbeitet hat, was man gleich mit anpassen hätte können.

Außerdem gibt es noch immer keine Möglichkeit, die Zwischensequenzen zu überspringen. (Zumindest in FFX nicht) So gerne ich mir diese nach so vielen Jahren auch ansehe, nach dem dritten Anlauf bei bestimmten Bossen will man die 5 bis 10 Minuten Gelaber davor einfach nicht mehr sehen. Eine Funktion, die meiner Meinung nach zu einer Remaster Version dazu gehört hätte.

Kommen wir zum Abschluss und Wertung dieser Rezension. Ich vergebe 4 Sterne, da es wirklich eine der Besten HD-Neuauflagen ist, die es bisher gibt. Leider kann ich den fünften Stern dennoch nicht geben, aufgrund der noch schlechteren Lippensynchronität im Vergleich zu den PS2 Spielen und der fehlenden Möglichkeit bei Final Fantasy X die Sequenzen zu überspringen. Das kann leider die bislang in Europa unbekannte "Eternal Calm" Zusatzepisode und das Last Mission Bonus Szenario auch nicht mehr retten. Zum einen da alle Szenen aus Eternal Calm auch in Final Fantasy X-2 erklärt werden und man zum anderen bereits vor vielen Jahren diese Episode auf YouTube mit englischen Untertiteln gefunden hat. Final Fantasy X-2 Last Mission ist ebenfalls ein nettes Beiwerk, jedoch nichts anderes wie ein Minispiel über 80 Etagen was, ähnlich wie die Eternal Calm Episode, das Leben der Charaktere kurz nach dem Abenteuer zeigt. Um die Geschichte entgültig abzuschließen sicherlich nett, jedoch beziehen sich die Zwischensequenzen dort nicht auf euer Ending was im Hauptspiel erzielt wurde. Yuna wird immer das gleiche erzählen, ob man Tidus nun gerettet oder für immer verloren hat.

Dennoch eine absolute Kaufempfehlung für alle Leute, die nach einer guten Geschichte suchen. Wer es damals auf der PS2 verpasst hat, sollte es sich unbedingt ansehen. Wer es damals gespielt und geliebt hat, sollte es sich auf alle Fälle ansehen! ;)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2014 10:29 PM MEST


Dark Souls II - Black Armour Edition - [PlayStation 3]
Dark Souls II - Black Armour Edition - [PlayStation 3]

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es darf erneut gestorben werden!, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich ist es da - Dark Souls 2! Fans der Serie haben nun einige Zeit auf den heutigen Tag gewartet und über die letzten Monate immer wieder gehofft, dass es an die beiden Vorgänger heran kommt. Dafür gibt es eigentlich nur eine Antwort, die ich euch im folgenden erklären werde.

Einige Fans hatten nach der Ankündigung, dass der Einstieg in das Spiel vereinfacht wird, große Bedenken. Diese kann ich allerdings komplett beruhigen. Die Einsteigerfreundlichkeit bezieht sich nicht auf den Schwierigkeitsgrad zu Beginn. Man wird jetzt eher etwas mehr an die Hand genommen was die Story betrifft. Außerdem gibt es mehr Charaktere mit denen man sich unterhalten kann. Wenn wir also über den vereinfachten Einstieg sprechen, muss man keine Angst haben unterfordert zu werden.

18.03 - Nachtrag zur Einsteigerfreundlichkeit: Die Gebiete sind jetzt außerdem so angelegt, dass es unheimlich schwer ist früh in ein Gebiet zu gelangen, wo man noch nicht gewinnen kann. Das liegt allerdings auch an den neuen Skalierungen der Statuswerte und weniger daran das es keinen Progress bei den Gegnern gibt. Man hat dennoch die Wahl in welcher Reihenfolge man die Gebiete betritt. Dadurch hat man aber auch wieder das Problem, was schon in Demon's Souls existent war. Viele Bosse überlevelt man einfach, wenn man sich zu lange Zeit lässt oder den vorgegebenen den Ablauf geringfügig verändert. Alternativ dazu, kann man sich einige Bossbegegnungen im Vorfeld durch bestimmte Aktionen vereinfachen, oder erschweren. Das passiert meistens durch Hebel oder andere Aktionen die sich in der unmittelbaren Umgebung der Bossarena befinden. So kann der Spieler selbst entscheiden wie er die nächste Begegnung angehen möchte.

Eine Sache gibt es jedoch, bei der ich selbst nicht sicher bin wie ich diese Änderung finden soll. Wir kennen es ja so, dass alle Gegner nach dem rasten am Bonfire respawnen. Das passiert auch in Dark Souls 2, jedoch nur ein paar mal. Je öfters man den ein und selben Gegner tötet, umso wahrscheinlicher ist es das er irgendwann nicht mehr auftaucht. Das bezieht sich jetzt nicht mehr nur auf spezielle Gegner wie zum Beispiel die Ritter aus Dark Souls, sondern auf nahezu alle Feinde. Seelen farmen ist also nicht mehr in dieser Form möglich, was aber auch nicht nötig sein wird. Dazu aber gleich mehr.

18.03 - Nachtrag zu den Gegnern: Ich habe es mittlerweile schätzen gelernt, dass nahezu jeder normale Gegner irgendwann aus der Karte entfernt wird, wenn man ihn nur oft genug tötet. Das liegt aber vor allem auch an der Tatsache, dass die verbliebenen Gegner entsprechend anders reagieren. Ein Hinterhat aus vier Einzelgegnern wird um einiges schwerer, wenn einer dieser Feinde nicht mehr nachspawned, da sich die verbliebenen dann plötzlich nicht mehr einzeln ziehen lassen. Außerdem geben die normalen "One-Hit" Gegner derartig wenig Seelen, dass sich das farmen eben jener nicht lohnt.

Ich werde bewusst nicht über die Story sprechen, da sich Interessenten wahrscheinlich eh nicht spoilern lassen wollen. Deswegen komme ich direkt zum Kampfsystem und Gameplay an sich. Die Bewegungen und auch das Kämpfen läuft nun deutlich schneller ab. Zum einen erreicht man die berüchtigte "Fat roll" in Dark Souls 2 erst ab 70,1% Traglast. Die Unterschiede bis zu dieser Grenze sind sehr gering bis kaum vorhanden. Natürlich rollt ein komplett nackter Charakter noch immer schneller wie jemand mit 50% Traglast. Aber der Unterschied ist bei weitem nicht mehr so groß. Das liegt auch vor allem daran, dass man nun drei Waffen oder Schilde in jeder Hand vorbelegen kann, zuvor waren nur zwei möglich. Neu ist auch, dass die Rüstungen mit den Statuswerten des Charakters skalieren. Es wird also in Dark Souls 2 um einiges mehr auf die Ausrüstung ankommen und weniger auf das Seelenlevel.

18.03 - Nachtrag zum Aufleveln des Charakters: Die sogenannten Soft-Caps der Statuswerte hat man recht schnell erreicht. Kondition hat sein erstes Cap bereits ab 20 Punkte erreicht. Ab diesem Punkt erweitert der Welt die Charakterausdauer nicht mehr um zwei Punkte, sondern nur noch um einen. Auch die anderen Charakterwerte unterliegen solchen Auflagen. Einige hängen jedoch auch von anderen Statuswerten ab, wie zum Beispiel die Belastbarkeit, die sich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr erhöht wenn man zuvor ein weiteres Attribut vernachlässigt hat. Im späteren Spielverlauf ist man mit dem aufwerten der Rüstung und Waffe deutlich besser bedient.

Wie sich viele eventuell schon aufgrund der neuen Charakterklasse "Schwertmeister" denken konnten, sind das jedoch nicht die einzigen Änderungen am Kampfsystem. Es ist nun möglich zwei Waffen gleichzeitig und auch sinnvoll zu führen. Schilde an sich scheinen ohnehin ewas ausgedient zu haben, da gerade das sogenannte "Dual wield" sehr flexibel von der Hand geht. Aber auch schwere Zweihandwaffen haben nun einige Änderungen erfahren. In den Vorgängern war es ja bereits so, dass man bei einer zweihändig geführten Waffe einen Bonus von 50% auf die benötigten Statuswerte bekommen hat. In Dark Souls 2 bekommt man einen Bonus von 100%. Nutzt mal also mit 10 Stärke ein Schwert was 18 Stärke benötigt, kann man es im zweihändigen Modus ohne Probleme führen da die Charakterstärke auf 20 angehoben wird (In Dark Souls 1 wurde es nur auf 15 angehoben). Auch die Moves der schweren Waffen sind nun deutlich agiler und gehen flüssiger von der Hand. All diese Änderungen machen den Schildlosen Kampf durchaus interessant, was natürlich nicht bedeutet das man komplett darauf verzichten sollte.

Um das Balancing vor allem im PvP etwas ins Lot zu bringen, hat FromSoftware darüber hinaus das backstaben und parrieren erschwert. Zuvor war es so, dass man während der jeweiligen Animation unverwundbar war. Das ist nun nicht mehr so! Außerdem sind die Triggerpunkte nun schwerer zu treffen. Beide Moves sind darüber hinaus (genau wie das betätigen von Schaltern) jederzeit abbrechbar. Das ist in gewissen Situationen auch wirklich nötig, da man wie gesagt weiterhin schaden bekommt.

Interessant zu erwähnen ist es außerdem, dass man zu Beginn lediglich einen einzigen Estus-Flask erhält. Im Vorgänger hing die Anzahl dieser Heilgegenstände von der stärke des Bonfires ab, an dem man gerastet hat. Jetzt findet man Estus-Flask-Splitter, die man bei einem NPC gegen eine weitere Aufladung eintauschen kann. Um die Heilung dennoch zu gewährleisten, gibt es nun neue Gegenstände - die sogenannten Lifegems. Diese können aus der Bewegung heraus konsumiert werden und regenerieren die Lebenspunkte über einen gewissen Zeitraum.

18.03 - Nachtrag zu den Estus-Flasks: Neben den Splittern um die Anzahl der Heilungen zu erhöhen, findet man noch einen speziellen Staub den man am Bonfire verbrennen kann. Dieser hat den selben Effekt wie die Feuerhüterrinnen Seelen aus dem ersten Teil.

Jetzt, wo wir über die Grundfunktionen bescheid wissen, kommen wir doch mal zu den Gegnern. Diese lassen sich nun nicht mehr einfach über den Haufen prügeln. Gut, zumindest nicht alle. Natürlich gibt es auch wieder die Standard "Hollowed", denen man mit ein bis zwei Schlägen das Licht ausknipst. Gerade die größeren Gegner haben jedoch einzigartige Bewegungsmuster. Somit ist es in Dark Souls 2 keine gute Idee mehr, gerade wenn man es vom Vorgänger gewohnt ist, immer hinter einem Gegner zu stehen. Einige können nun auch spezielle Angriffe wie zum Beispiel die alles vernichtende (Entschuldigt den Ausdruck aber es stimmt) Arschbombe. Generell muss man viele Bewegungsabläufe in diesem Teil der Serie wieder komplett neu lernen und entdecken. Aufgrund der unterschiedlichen Moves der Waffen verhalten sich die meisten Gegner deutlich anders wie im ersten Teil. Allgemein gilt: Egal wie vertraut euch manche Gegner vorkommen, man sollte sie nicht unterschätzen. Eine weitere Sache, die in Dark Souls 2 deutlich häufiger zum Einsatz kommt, sind passive Gegner. Diese Zeitgenossen greifen euch so lange nicht an, bis Ihr den ersten Schlag landet. Diese Gegner sind außerdem meistens um einiges schneller und stärker wie der Rest des Gebiets, also ist immer Vorsicht geboten!

Kommen wir zum Abschluss dieser Bewertung noch kurz zu etwas, was ich auch zunächst unheimlich schade fand. Ja, es stimmt... Die Grafik entspricht nichtmal im entferntesten den Gameplaytrailern. Die wunderschönen Lichteffekte die man uns verkaufen wollte, fehlen einfach mal komplett. Das ist letzten Endes auch ganz genau der Grund, warum ich nur vier und keine fünf Sterne gebe. Unterm Strich ist es zwar wie gesagt ärgerlich, auf der anderen Seite brauche ich diese Effekte persönlich auch nicht, um das Spiel gut genießen zu können. Sound und Umgebung ergeben auch so ein sehr gutes Gesamtbild. Ich bitte besonders bei diesem Absatz zu bedenken, dass diese Bewertung meine eigene Meinung wiederspiegelt. Ich kann jeden Fan verstehen, der sich dadurch hintergangen und betrogen fühlt.


Dragon's Dogma - Dark Arisen
Dragon's Dogma - Dark Arisen
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 29,95

4.0 von 5 Sternen Gutes Gesamtpaket!, 23. August 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dragon's Dogma - Dark Arisen (Videospiel)
Ich hatte Dragons Dogma schon bereits zum Release des Hauptspiels auf meiner Liste, bin aber irgendwie nie dazu gekommen es anzuschaffen. Als dann bekannt wurde, dass es bald eine Dark Arisen Erweiterung gibt und diese zusammen mit dem Hauptspiel neu aufgelegt wird, musste ich einfach zugreifen. Und ich habe es bis heute nicht bereut!

Die Grafik ist für die PS3 sehr gut geraten! Besonders die Gegnergestaltung und das Licht/Schatten Verhältnis sticht sofort ins Auge. Die Welt an sich kann sich jedoch auch sehen lassen. Die Abwechslung ist ebenfalls gegeben mit idyllischen Küstenlandschaften, tiefen Wälder, Gebirge mit gigantischen Ruinen und angsteinflößende Höhlen ist alles dabei. Doch richtig spannend wird es erst bei Nacht. Da es sich hierbei um ein Fantasy Mittelalter RPG handelt, sucht man zu später Stunde vergebens nach einer Lichtquelle außerhalb von Städten. Und wenn man ein Licht erspähen kann, sollte man sich darauf gefasst machen in einen Hinterhalt zu geraten. Es ist sogar so dunkel, dass man ihne die mitgeführte Laterne absolut nichts sehen würde. Durch bereits oben angesprochenes Licht/Schatten Spiel vermittelt Dragons Dogma in der Nacht ein romantisches, doch zugleich tödliches Spielgefühl. Denn wenn es dunkel wird regieren die Schergen über alle Ländereien!

Doch der Spieler ist nie alleine bei seinen Aufgaben. Durch einen, nennen wir es tragischen Zufall, sind wir dazu in der Lage NPC Begleiter an unsere Seite zu rufen. Dies geschieht über sogenannte "Rift-Steine" die in jeder Stadt verteilt sind. Berührt der Spieler einen dieser Steine, wird man direkt in eine Art Lobby geportet, wo man sich sein Team aus bis zu drei Vasallen frei auswählen kann. Spielt man im Online Modus ist es sogar möglich den Hauptvasallen eines anderen Spielers anzuwerben. Dieser reist dann für eine gewisse Zeit mit uns in der Welt umher, bis er zu seinem Herrn und Meister zurück kehrt. Ist unser eigener Hauptvasall mit einem anderen Spieler unterwegs, lernt dieser ebenfalls dazu. Er bringt Schätze von seinen Abenteuern mit, lernt Informationen über Gegner die er dann im Kampf gewinnbringend einsetzen kann und vieles mehr. Doch was ist eigentlich ein "Hauptvasall"? Nach knapp einer Stunde im Spiel erhält der Spieler die Möglichkeit, einen Begleiter ganz nach seinem Geschmack zu entwerfen. Die ohnehin schon sehr ausgiebig gestaltete Charaktererstellung kommt hier voll zum tragen. Dieser Vasall kann, genau wie der Hauptcharakter, seinen Job jederzeit wechseln und andere Aufgaben ausführen. NPC Vasallen, die man durch den Rift-Stein anwirbt, haben diese möglichkeit nicht. Man verwaltet also nicht nur den Helden, sondern auch seinen treusten Begleiter. Hier sollte man immer sicher stellen, dass die Ausrüstung des Hauptvasallen entsprechend aufgewertet wird.

Die bereits oben angesprochenen Jobs oder Klassen sind meiner Meinung nach das Kernstück von Dragons Dogma. Zu Beginn verfügt man lediglich über die Hauptberufe Krieger, Magier, Bogenschütze und Dieb. Durch Kämpfe und Quests kann man sein Charakterlevel sowie Klassenlevel in die Höhe treiben. Erreicht man zum Beispiel in den magischen Künsten ein gewisses Level, kann der Spieler zu einem Erzmagier werden. Ich habe bislang noch nicht alle Klassen ausprobiert, um genau zu sein konzentriere ich mich nur auf die magischen Klassen, aber es soll wohl später auch möglich sein zum Beispiel den Bogenschützen mit einem Magier zu verbinden um somit einen magischen Bogenschützen zu erhalten.

Die Quests und Nebenaufgaben in diesem Spiel sind mal mehr, mal weniger kreativ gestaltet. Meistens befinden wir uns in der "Geh und bring" oder "Geh und töte" Questschleife und jagen, ernten, sammeln uns quer durch die Welt. Dennoch sind bei manchen Quests ein bisschen Kopfarbeit gefragt. Es gibt zwar einen Questverfolger, dieser zeigt jedoch meistens nur eine Region an. Bei manchen Quests geht es so weit, dass dort einfach nur steht: "Sprich mit NPC XYZ um dir nähere Informationen zu holen." Hat man dann mit besagtem NPC gesprochen erhält der Spieler zwar die gewünschte Information, das Questziel aktualisiert jedoch nicht. Das finde ich sehr erfrischend, da einem das Spiel nicht alles vorkaut und somit wenigstens etwas Anspruch in die sonst so unkreativen Quests kommt. Negativbeispiel bei diesem Punkt sind gewisse Quests die auf Zeit laufen. Bereits ganz am Anfang bekommt man eine Quest, wo man einen Dieb auf frischer Tat ertappen und fangen muss. Bei den ersten fünf Versuchen habe ich den Dieb nicht mal gefunden, da die Questbeschreibung einfach nichts näheres ausgesagt hat. Als ich dann rausgefunden habe wie ich den Dieb am besten aufschrecken kann, gingen noch mindestens 20 Versuche daneben da man ihn mit der Charakteraktion "Greifen" festhalten muss. Was also bei Kämpfen gegen gigantische Gegner durchaus Spaß macht, war hier absolut ansträngend.

Positivbeispiel bei den Quests sind die Jagt Missionen. Man erhält die ungefähren Angaben über den Verbleib eines gefährlichen Monstern und zieht los um es zur strecke zu bringen. Am meisten hat mir dabei der Greif gefallen, dessen Flügel man mit Feuermagie anzünden musste um damit er zu Boden fällt. Die Kämpfe an sich spielen viel mit solchen Effekten. Mal ganz davon abgesehen das die Skillanimationen - ganz besonders beim Zaubern - unheimlich gut aussehen! Je nach ausgerüsteter Klasse erhält man andere Skills die man frei auf die dafür vorgesehenen Tasten legen kann. Durch drücken einer Taste kann man diese ersten vier Fertigkeiten umschalten und vier weitere anzeigen lassen. Das ist zwar am Anfang wirklich ungewohnt, mit der Zeit findet man sich jedoch rein.

Alles in Allem ist Dragons Dogma ein sehr schönes RPG der alten Schule. Negativ könnte man diesem Spiel eventuell ankreiden, dass es so gut wie keine Schnellreise Möglichkeit gibt und man oftmals einfach nur minutenlang von einem Ort in den anderen rennt. Aber da es unterwegs so viel zu entdecken gibt, fällt das meiner Meinung nach nur wenig ins Gewicht. Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung.


The Last of Us - Joel Edition - [PlayStation 3]
The Last of Us - Joel Edition - [PlayStation 3]
Wird angeboten von IT-STATION
Preis: EUR 86,90

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspannung - Emotionen - The Last of Us, 18. Juli 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich das Spiel nun ausgiebig gespielt, auseinander genommen, wieder zusammen gesetzt und erneut gespielt habe, möchte ich eine kleine Bewertung dazu abgeben. Es ist irgendwie erstaunlich, denn ich KANN dem Spiel nur 5 von 5 Sternen geben. Warum das so ist, werde ich jetzt erklären.

= Story =
Wenn ich die Story mit einem Wort beschreiben müsste, dann würde ich "Atemberaubend" sagen. Ein parasitärer Pilz (Cordyceps), der normalerweise nur Insekten befällt mutiert und kann von nun an auch Menschen infizieren. Dieser Pilz durchwuchert das Gehirn und übernimmt die Kontrolle über seinen Wirt. Bereits 20 Jahren nach dem Ausbruch sind 60% der Weltbevölkerung entweder Tod, oder infiziert. Die wenigen Überlebenden sammeln sich in Quarantänezonen, oder versuchen in der freien Wildbahn zu überleben. So viel zu der großen Hauptgeschichte. Was viel wichtiger ist, sind die Charaktere. Und die sind alle durch die Reihe perfekt gezeichnet! Jeder Charakter auf den man trifft erzählt eine ganz eigene Geschichte und die Beziehung zwischen Joel und Ellie setzt dem ganzen die Krone auf. Das Spiel weiß außerdem mit dramatischen Ereignissen umzugehen. Bereits nach knapp 20 Minuten Spielzeit wird man vor eine Situation gestellt, die nicht gerade wenigen Menschen Tränen in die Augen gezaubert hat.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Geschichte nicht mit belanglosen und überspitzten Erklärungen wie es zu dem Ausbruch der Cordyceps Infektion kam. Man wird keine Erklärung bekommen wie, warum oder durch wen das alles passierte. Das Spiel konzentriert sich nur auf Joel, Ellie und ihre Abenteuer. Hin und wieder findet man jedoch Aufzeichnungen, die auch die Sichtweise von anderen Charakteren wiederspiegeln. Dennoch wird man nie herausfinden was wirklich dahinter steckt. Es gilt zu überleben und das mit allen Mitteln!

= Gameplay =
The Last of Us lässt sich sehr flüssig und ohne akrobatische Fingerkünste spielen. Es gibt nur eine doppelbelegung der R1 Taste zum schießen (wenn man vorher mit L1 zielt) oder zum nachladen wenn man nicht zielt. Ansonsten hat jede Taste seine Aufgabe. Wir können unsere Helden schleichen lassen, sprinten, in Deckung gehen (passiert automatisch), Gegner von hinten greifen und abstechen oder erwürgen, in einen Lauschmodus gehen, mit einer Nahkampfwaffe zuschlagen und Gegenstände werfen. Das sind eine ganze Menge Funktionen will ich meinen.

Besonders erwähnenswert ist der Lauschmodus. Drückt man die R2 Taste geht der Charakter in Deckung und der Bildschirm wird gräulich. Jetzt kann man die Gegner auch durch Wände anhand ihrer Geräusche ausmachen. Und die Funktion ist stellenweise bitter notwendig! Gerade wenn wir bedenken das es Gegner gibt die den Spieler sofort töten können.

Rohstoffe und Munition findet man zu Beginn relativ selten. Der Entwickler hat darauf geachtet, dass solche Dinge nicht einfach irgendwo rum liegen. In der Quarantänezone oder im näheren Umfeld zu dieser wird man also nicht so viel finden, einfach weil zu viele Menschen dort leben und selbst sammeln. Spätestens wenn man in verlassene Abschnitte kommt, meistens noch überfüllt mit Gegnern, wird man jedoch mehr finden. Allgemein kann man aber sagen, dass The Last of Us den Spieler weder verwöhnt, aber auch nicht geizt wenn es um Rohstoffe geht. Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden muss der Spieler eben haushalten mit dem was er hat.

= Crafting =
Das Crafting in The Last of Us ist sehr schön aufgebaut. Man kann sich die unterschiedlichsten Dinge herstellen wie zum Beispiel Messer, Medi-Kits, Splitterfallen und Rauchbomben. Außerdem kann man seine Nahkampfwassen mit Messern verstärken. Für jeden Gegenstand benötigt man zwei Rohstoffe. Ein Messer besteht zum Beispiel aus einer Scheere und Klebeband. Ein Medi-Kit aus Alkohol und einem Lappen. Wenn man die Rohstoffe beisammen hat, kann man in das Crafting Menü gehen und sich durch halten der X-Taste einen Gegenstand herstellen. Das dauert zu Beginn ein wenig und das Spiel pausiert in der Zeit nicht. Ist man also mitten im Kampf kann es schnell knapp werden.

Neben dem Crafting gibt es noch eine zweite Variante Joel zu verbessern. Durch Pillen die man überall in der Welt findet kann man sich Upgreades freischalten wie zum Beispiel erhöhte Gesundheit, schnelleres Heilen, schnelleres Craften oder das zittern beim Zielen mit einer Waffe unterbinden. Darüber hinaus findet man hin und wieder Skillbücher die unsere Fähigkeiten weiter verbessern. So kann man zum Beispiel die Herstellung eines Messers optimieren und damit die Haltbarkeit der Waffe verlängern.

Die letzte Möglichkeit besteht in Waffenverbesserungen. Durch Schrottteile die man findet, kann man die Waffen verbessern. Ob man nun die Magazinkapazität, Schussfolge oder sonst was verbessert, ist dem Spieler überlassen. Man kann sich sogar noch jeweils ein Holster für Pistolen und Gewehre anfertigen. Das verdoppelt die Waffen die von unserem Charakter gleichzeitig getragen werden können. Für manche Verbesserungen benötigt man jedoch Werkzeuge. Wenn man sich nicht genau umsieht wird man diese übersehen und kann sich entsprechende Upgreades nicht anfertigen.

= Grafik =
Für die mittlerweile echt in die Jahre gekommene PS3 ist die Grafik sehr schön. Es gibt viele kleine Details die es zu entdecken gibt. Das Spiel zwischen Licht und Schatten ist ebenfalls sehr gut gelungen. Allgemein ist das Spiel recht dunkel gehalten, was aber auch nichts macht. Es unterstreicht die Stimmung lediglich.

Die einzelnen Schauplätze sehen darüber hinaus sehr realistisch aus! Ich kenne einige leerstehende Gebäude und beim Spielen von The Last of Us merke ich immer wieder wie ähnlich der Verfall doch ist. Da haben sich die Designer von Naughty Dog ordentlich ins Zeug gelegt und wahrscheinlich viele leerstehende Gebäude besichtigt. Ob man sich nun in einem U-Bahn Tunnel befindet, ein Luxushotel oder in einer Universität. Man merkt es den Orten an wo man sich befindet. Darüber hinaus sind nicht alle Schauplätze gleichermaßen zerfallen. Orte die noch vor kurzem bewohnt waren, oder immer noch sind, sehen noch nicht so zerfallen aus.

Die Gesichter der Charaktere sind ebenfalls sehr gut gestaltet. Ich kann mich noch daran erinnern wie ich Heavy Rain gespielt habe und von den Gesichert begeistert war. Dann kam die Uncharted Serie (ebenfalls von Naughty Dog) und es sah noch besser aus. Jetzt mit The Last of Us habe ich das Gefühl, wir sind am Ende des möglichen für die PS3 angekommen. Die Gesichter sind nahezu Fotorealistisch und man kann viele Emotionen aus der Mimik der Charaktere lesen. Das muss man stellenweise sogar, weil viel mit Bildern und weniger über Worte erklärt wird.

= Sound =
Das Spiel weiß ganz genau wann der Spieler einen Soundtrack hören will und wann man ihn lieber ganz alleine in der Stille zurück lässt! Der Sound ist so subtil und passend, dass es schon fast natürlich ist diesen zu hören. An vielen Stellen gibt es keinen Sound, meistens wenn man gegen Klicker kämpfen muss. Bei diesen Gegnern kommt es nämlich auf ein gewisses Geräusch an was sie von sich geben und das sollte man nicht verpassen. Man vermisst die Musik während der Kämpfe aber nicht! Die Gegner, die Umgebung und nicht zuletzt die Charaktere selbst geben eigene Geräusche von sich. Die Spannung, die der Spieler in einem dunklen Keller genau dadurch erfährt, ist für mich bislang unerreicht was Spiele betrifft. Sehr oft sitze ich mit schwitzigen Händen vor der Konsole und beobachte das Gegnerverhalten. Wann kann ich weiter? Muss ich sie wirklich töten? Liegen hier auch keine Scherben, Flaschen oder sonstige Dinge auf dem Boden die mich verraten?

Die Deutsche Synchro ist sehr passend. Da kann man wirklich nichts negatives sagen. Da haben die Sprecher mal ganze Arbeit geleistet. Mithin einer der Hauptgründe warum man die Charaktere so akzeptieren und verstehen kann.

= Box Inhalt =
Der Joel sowie Ellie CE liegen einige nette bei wie zum Beispiel ein Poster, der erste Band eines Comics über Ellies Vergangenheit (auf Deutsch!), ein Aufkleber für den PS3 Controller und ein Artbook bei. Verpackt ist das alles in eine rebuste Survival Tasche auf deren Vorderseite entweder das Gesicht von Joel oder von Ellie abgebildet ist. Je nachdem welche Version man gekauft hat. Im großen und ganzen macht die Qualität von den Dingen einen sehr guten Eindruck.

= Fazit =
The Last of Us ist das erste Spiel seit mehreren Jahren wo ich gehofft habe das es nie enden wird. Der Spannungsbogen in diesem Game existiert nicht, die Spannung ist immer auf Anschlag. Selbst in ruhig anmutenden Szenen kann jederzeit etwas passieren und die Hölle bricht los. Nach den knapp 15 Stunden für den ersten Spieldurchlauf hatte ich zum ersten mal seit langem wieder das Gefühl mein Geld mit dem Kauf dieses Spiels richtig eingesetzt zu haben. Die Entwickler haben alles richtig gemacht. Charaktere die so greifbar sind, dass man meinen könnte es wären real existierende Personen. Man entwickelt einen regelrechten Beschützerinstinkt was Ellie betrifft, will am liebsten Joel ein Bier ausgeben sobald all das vorbei ist. In der kompletten Spielzeit wird man zwischen Trauer, Freude, Angst und Wut hin und her gerissen sein. Das Gameplay kann überzeugen und ist nicht unnötig kompliziert. Was soll ich noch mehr dazu sagen? Wer eine PlayStation 3 sein Eigen nennt, sollte sich dieses Spiel zulegen.


mumbi PREMIUM Leder Flip Case Samsung Galaxy S4 Tasche
mumbi PREMIUM Leder Flip Case Samsung Galaxy S4 Tasche
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Super Flip Case für das S4!, 8. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Case ist sehr schön verarbeitet. Entgegen einiger Bewertungen hier habe ich keine Probleme mit der Passform. Das S4 sitzt fest in der Schale, wird dabei jedoch nicht gequetscht. Alle Anschlüsse und Tasten sowie die Kamera liegen frei und sind perfekt zu erreichen, auch im geschlossenen Zustand. Wahrscheinlich wurde hier noch nachgebessert wenn man sich die früheren Bewertungen ansieht bei denen wohl die Knöpfe verdeckt wurden.

Natürlich wird das schlanke Design des S4 durch das Ledercase "zerstört", dafür ist die Lederdicke optimal um vor Stoßschäden zu schützen.

Im großen und ganzen ein sehr gutes Produkt, auch was den Preis betrifft.
(Ein ähnliches Case bei meinem Mobilfachhändler hätte über 50€ gekostet.)


Kein Titel verfügbar

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Strand, Palmen und Zombies!, 26. April 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Dead Island Riptide ist der zweite Teil dieser Serie. Vorweg muss ich sagen, dass im Vergleich zum ersten Teil das Gameplay nahezu identisch ist. Natürlich gibt es ein paar Neuerungen auf die ich später noch eingehen werde. Kernaussage des ganzen ist: Wer das Gameplay von Teil 1 gut fand, wird auch das Gameplay von Riptide mögen. Aber alles der Reihe nacht.

Schauen wir uns zunächst mal ein wenig Story an. Ich bin weit davon entfernt die komplette Story zu kennen, da ich das Spiel noch nicht durch habe. Nach den ersten Spielstunden kann ich jedoch schon sagen, dass Riptide genau wie sein Vorgänger nur selten mit der Story glänzen kann. Was ja auch nicht schlimm ist in einem solchen Spiel. Man hätte es vielleicht schöner verpacken können. Riptide startet kurz nach dem Ende von Dead Island. Das Militärschiff gerät in einen starken Sturm und unsere Überlebenden stranden erneut auf einer Insel. Diesmal ist es nicht Banoi sondern Palanai. Wie könnte es anders sein? Auch auf dieser Insel ist bereits die Zombie Apocalypse ausgebrochen und die Gruppe bestehend aus Logan, Sam B, Xian und Purna sehen sich erneut einer großen Gefahr gegenüber. Verstärkt wird das Team in Riptide noch von einem neuen Charakter - John Morgan. Und so beginnt die Geschichte von neu. Wir erleben also die gleiche Ausgangssituation wie im ersten Teil, nur auf einer anderen Insel.

Neben der Haupthandlung gibt es erneut einiges an Nebenaufgaben, die sich bisher jedoch nicht von den 0815 Quests abgehoben haben. Man muss eben immer etwas finden, reparieren oder einen gewissen Gegner vernichten bzw. eine Gruppe Gegner. Wie auch bei der Hauptstory bekleckert sich Riptide hier nur selten mit innovativen Ideen. Man ist mal wieder Laufbursche für jedermann, als wenn es nichts wichtigeres in einer solchen Situation gibt. Das ganze macht stellenweise das komplette Setting mit einer Zombie überlaufenen Insel zu nichte. Ein bisschen mehr Verzweiflung unter den Überlebenden hätte es schon sein können. Dazumal sich ja letzten Endes jeder selbst am nähsten ist. So verbringen wir eben die Zeit mit Quests die uns abgesehen von ein paar Items und EXP wenig bringen.

Das Gameplay blieb dabei maßgeblich gleich. Wir können noch immer zwischen Nahkampf und Fernkampf wechseln. Treten und Waffen werfen geht natürlich auch in Riptide. Außerdem hat man das Handwerkssystem ebenfalls wieder übernommen, was ich sehr angenehm finde. Neu ist jedoch die Tatsache, dass man in Riptide Stützpunkte aufbauen und verteidigen kann. Im ersten Teil war man eher ständig auf der Flucht, hier gibt es einige Missionen in denen man einen Punkt um jeden Preis verteidigen muss. Dafür sucht man sich Waffen zusammen, stellt Fallen und Zäune auf oder lässt die Zombies einfach kommen um im Nahkampf ordentlich Spaß zu machen. Letzteres ist jedoch nicht zu empfehlen, da der Spieler ja nicht an allen Eingängen gleichzeitig sein kann. Die Hub Verteidigung bringt ein bisschen frischen Wind in das Spiel. Ich hoffe nur, dass man es im späteren Spielverlauf nicht zu sehr damit übertreibt.

Die Grafik ist nun nicht das absolute Highlight der Spieleindustrie, aber dennoch schön anzusehen. Die Welt in sich ist stimmig und durchaus logisch aufgebaut. Natürlich ist es kein Crysis, die Frage ist ob es das jemals sein wollte? So schlimm wie viele Sagen sieht es nun wirklich nicht aus. Die Licht und Schatten Effekte sind ordentlich und die Zombies schauen stellenweise wirklich angsteinflößend aus. Natürlich kommen auch die Wasseranimationen nicht zu kurz, was aber wenig verwundert wenn man schon auf einer Insel ist die kurz zuvor von einem Sturm überschwemmt wurde.

Die Charaktere haben alle ihr eigenes Spezialgebiet, was aber nicht bedeutet das man sich darauf festlegen muss. Wählt man zum Beispiel Sam B. als Charakter, was der Experte mit stumpfen Schlagwaffen ist, kann man dennoch Schusswaffen ausrüsten. Die Charaktereigenschaften sind jedoch mehr auf das jeweilige Spezialgebiet ausgelegt. Davon abgesehen hat jeder Charakter seinen eigenen Wutangriff. Das sind individuelle Angriffe die nur für diesem Charakter gemacht sind. Logan kann zum Beispiel als unser Wurfwaffen Experte mehrere Ziele gleichzeitig anvisieren und enormen Schaden damit anrichten. So kann sich jeder Spieler das aussuchen, was ihm am meisten zusagt.

Der Coop ist auch in Riptide wieder vertreten. Mit bis zu vier Spielern kann man gemeinsam los ziehen um gegen die Zombies zu bestehen. Meiner Meinung nach ist der Coop Modus auch das spannendste am ganzen Spiel. Alleine macht es bei weitem nicht so viel Spaß! Man kann zum einen Private Spiele öffnen, bei denen nur Steam Freunde beitreten können, oder öffentliche Online Spiele. Das ganze läuft recht flüssig und ist durchaus zufriedenstellend.

Kommen wir doch mal zum Fazit. Wie gesagt, ich bin noch lange nicht am Ende angekommen. Wenn es mir bei Dead Island rein um die Story gehen würde, hätte ich mich jetzt geärgert. Niemand sollte das Spiel nur rein wegen der Story kaufen. Dafür ist einfach nicht genug vorhanden. Das Gameplay macht jedoch unheimlich Spaß, ist intuitiv und zum abschalten nach einem langen Arbeits/Schultag wie gemacht. Wer es im Single Player spielen will, wird jedoch recht schnell auf Langeweile stoßen. Das Spiel ist langfristig nur im Multiplayer wirklich lustig und wenn man einen bis drei Freunde mobilisieren kann, wird Riptide viele Stunden mit Spaß bieten.

Ich gebe also Dead Island Riptide beim Spielspaß vier Sterne (wegen Coop) und in der Gesamtbewertung ebenfalls vier. Das Produkt ist stimmig, bietet das was man von einem Dead Island zu erwarten hat und erfüllt somit alle Wünsche die ich persönlich daran gestellt habe. Wer sich mit ein paar Freunden die Zeit vertreiben will, sollte zugreifen. Wer Solo spielen mag und eine bahnbrechende Story sucht, wird hier leider nicht fündig.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 19, 2013 9:32 AM MEST


Demon's Souls - [PlayStation 3]
Demon's Souls - [PlayStation 3]

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stress, hoher Blutdruck und schwitzige Hände... Willkommen in Demon's Souls!, 15. April 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Demon's Souls - [PlayStation 3] (Videospiel)
Vorweg muss gesagt werden, dass ich Dark Souls vor Demon's Souls gespiel habe. Entsprechend war ich schon ein wenig mit dem Ablauf dieses Spiels vertraut und wusste auf was ich mich einlasse. Dennoch hat mich dieses Spiel erneut einige Male nah an den Wahnsinn gebracht. Während ich mittlerweile durch Dark Souls spielend durch laufe, fing in Demon's Souls die Lernkurve erneut an. Das erkennen und richtige reagieren auf Angriffe muss zunächst erlernt werden, aber bis es so weit ist zahlt man Lehrgeld...

Demon's Souls hat mit seinem indirekten "Nachfolger" nichts gemein. Die Geschichte ist eine komplett andere und auch die Welt ist nicht die selbe. Dreh und Angelpunkt hier ist der Nexus. Eine Lobby für rastlose Seelen die zwischen dem Diesseits und Jenseits fest stecken. Von diesem Ort aus gelangt man in die fünf Levelabschnitte die jeweils in einzelne Bereiche eingeteilt werden. Der Spieler kann frei wählen in welcher Abfolge man die Level besucht. Theoretisch kann man also zunächst eine Welt komplett abschließen, praktisch ist das gerade beim ersten Spieldurchlauf weniger zu empfehlen. Ich habe selbst den Fehler gemacht und bin mit dem Vorsatz an das Spiel heran gegangen zunächst eine Welt komplett abzuschließen. Mit wenig Erfolg. Der Levelaufbau jeder einzelnen Welt ist nicht darauf ausgelegt an einem Stück beendet zu werden. Ich rate eher dazu, die Welten parallel zu besuchen. Jeweils Level 1 in allen Welten abschließen und dann das selbe mit Level 2 usw. Manche Levelabschnitte sind deutlich einfacher, andere haben es faust dick hinter den Ohren. Generell kann man sagen: Wenn der Spieler absolut kein Licht am Ende des Tunnels sieht, sollte man sich zunächst an einem anderen Level versuchen. Das Spiel schreibt einem nicht vor wo es weiter geht. Es steht auch kein NPC mit erhobenem Finger vor euch und sagt: "Nein, du darfst hier noch nicht rein!". Man DARF hin gehen wo man will. Nur wenn man zu schwach ist, wird das Spiel keine Probleme damit haben euch das spüren zu lassen.

Die Welten an sich sind sehr schön und auch abwechslungsreich gestaltet. Mal rennt man in einer heruntergekommenen Stadt rum, mal in einem vor Schlamm nur so strotzendem Sumpf. Jedes Gebiet verfolgt ein eigenes Thema und besitzt seine eigene Geschichte. Die Geschichte an sich ist zwar nicht so offensichtlich vorhanden, aber der aufmerksame Spieler wird schon so einiges finden. Generell kann man sagen, wer sich alle Item-Texte und Dialoge anhört, bekommt schon einen guten Eindruck von der Komplexität dieser Geschichte. Darüber hinaus baut das Spiel sehr auf Interpretation des Spielers auf. Man könnte vermutlich 100 Leute die dieses Spiel kennen nach einem Ereignis fragen und man würde 100 verschiedene Meinungen dazu hören.

Viele sagen, dass dieses Spiel unfair ist. Man muss ja jedes Level nach einem Tod wieder komplett von vorne spielen! Das ist nur halb richtig. Natürlich startet man wieder komplett am Anfang sobald man das Level neu betritt. Schaut man sich aber gründlich um, wird man sehr viele Abkürzungen finden die man sich freischalten kann. Und sollte man später sterben, dient diese Abkürzung sozusagen als indirekter Checkpoint. Beim ersten Durchlauf musste man sich noch quer durch die Gegner prügeln, beim zweiten hat man sich bestenfalls bereits eine Leiter freigeschaltet um direkt in den hinteren Teil des Levels zu können. Natürlich muss man die Augen entsprechend offen halten. Denn auch hier macht das Game den Spieler selten mit Neon-Reklame darauf aufmerksam.

Ein weiteres nettes System ist der Welteneinfluss. Das Spiel reagiert auf die Handlung des Spielers. Handelt man immer gut, hilft den NPC's und redet immer fleißig mit allem und jedem, wird die Welttendenz weiß. Meuchelt man sich jedoch durch alle Händler und freundlichen NPC's durch, rutscht die Tendenz in den schwarzen Bereich. Diese Indikatoren bestimmen nicht nur den Schwierigkeitsgrad und das spawnen bestimmter Gegner, sondern beeinflussen auch den Loot. Einige Waffen und Rüstungen kann man nur finden, wenn die Welt eine gewisse Tendenz hat. Kleiner Tipp: Schwarze Tendenz sollte man beim ersten Spieldurchlauf eher nicht anpeilen. Für den New Game Modus ist es jedoch eine schöne Herausforderung.

Die Klassen an sich sind jedoch ein wenig unausgeglichen. Es macht zwar keinen Unterschied welche Startklasse man wählt, da man alle Attribute ohnehin frei vergeben kann, jedoch haben es Nahkämpfer hin und wieder deutlich schwerer. Natürlich gibt es auch Kämpfe wo es genau umgedreht ist, die sind allerdings eher selten. Mit Magie oder einem Bogen kann man sich lästige Gegner bereits aus der Entfernung vom Hals schaffen. Eines von beidem sollte man ohnehin immer dabei haben, um damit man einen Gegner auch mal aus der Entfernung anlocken kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass neue Spieler gerade in den ersten Spielstunden ordentlichen Frust erleben werden. Stress, schwitzige Hände und die wenige Angst bei dem nächsten Gegner getötet zu werden begleiten das Spiel. Wenn man jedoch am Ball bleibt und sich immer mehr auf die Gegner einlässt, wird man recht schnell sehr viel Spaß daraus ziehen können. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man nicht mehr von den Gegnern das Spiel entscheiden lässt. Ich für meinen Teil habe mich später mehr darauf konzentriert wie ich die Gegner möglichst kreativ aus dem Weg schaffen kann. Sei es das sie sich selbst töten oder einfach die KI zum eigenen Vorteil ausnutzen. Bis man an diesem Punkt angelangt ist, wird man jedoch des öfteren kurz davor stehen den Controller in den Bildschirm zu schmettern. In diesem Fall kann ich nur dazu raten eine kurze Pause einzulegen, ne halbe Stunde etwas anderes machen und dann erneut versuchen. Das wirkt manchmal Wunder. ;)

Wer also Herausforderung sucht, ist mit den Souls Spielen sehr gut beraten. Ob Demon's, Dark oder bald Dark Souls 2. Klare Kaufempfehlung an alle Spieler, die sich nicht von dem Einheitsbrei und Schwierigkeitsanpassungen in anderen Spielen unterhalten fühlen. Wer schnell die Lust verliert nach den ersten paar virtuellen Toden, wird mit diesem Spiel keinen Spaß haben.


Pokémon: Schwarze Edition 2 - [Nintendo DS]
Pokémon: Schwarze Edition 2 - [Nintendo DS]

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spielspaß noch immer vorhanden, allerdings unnötig aufgebläht, 15. März 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Die Pokemon Spiele haben mich meine komplette Kindheit hindurch begleitet. Angefangen mit Rot und Blau, über Gelb, Silber, Gold, Kristall und letzten Endes auch Blatt Grün. Ja, ich habe ein paar Editionen ausgelassen und das hat einen bestimmten Grund den ich nun erklären möchte.

Das Spielsystem hat schon immer fasziniert. Mein Sammeltrieb wurde geweckt und so habe ich mich des öfteren auf langen Autofahrten mit der Aufzucht meiner kleinen virtuellen Haustiere beschäftigt. Die ersten beiden Generationen mit Ihren 151 und 251 Pokemon waren noch durchaus überschaubar. Durch ein sehr gutes Angebot habe ich mir also vor kurzen noch die Schwarze Edition 2 zugelegt, einfach der alten Zeiten wegen. Direkt los gezockt und sofort wieder das alte Feeling verspührt. Die Grafik ist natürlich um einiges schöner wie damals und auch die Kampfanimationen sind mittlerweile recht ausgereift. Doch nach knapp 10 Stunden spielen war ich dann doch etwas überfordert. Der mittlerweile aus allen Nähten platzende Pokedex ist mithin schuld an der ganzen Geschichte. Mit jeder Generation kamen offensichtlich 100 neue Pokemon hinzu was mittlerweile über 600 sein müssten. In Worten: Sechshundert Pokemon!

Für mich persönlich hört ehrlich gesagt genau an dieser Stelle der Sammelwahn auf. In den ersten beiden Generationen hatte man seine Lieblinge recht schnell gefunden. Jedes Pokemon war irgendwo sinnvoll und berechtigt, auch wenn manche schwächer waren wie andere. Jetzt werden mir Kreaturen entgegen geworfen, wo ich rein vom Optischen nichtmal sagen kann was es überhaupt darstellen soll. Dazumal gefallen mir persönlich (!) viele der neuen Skins absolut nicht. Keines der neu hinzugekommenen Pokemon hat für mich irgendeinen besonderen Wiedererkennungswert. Liegt vielleicht auch daran, dass ich nur die ganz alten Editionen kenne und somit auch viele Dinge übersprungen habe. Aber je länger ich Spiele, umso mehr kommt mir der Gedanke warum es genau nötig war so viele Pokemon einzubauen? Dazumal das Gameplay zu den alten Editionen nahezu identisch ist, nur eben mit ein paar neuen Funktionen.

Wie gesagt, es versprüht noch immer den alten Pokemon Charme und ist ein sehr schönes Spiel. Aber mich überfordert und demotiviert einfach dieser gigantische Pokedex der A) nicht nötig gewesen ist und B) zu viele Tierchen beinhaltet die meiner Meinung nach nicht gerade sehr liebevoll gestaltet wurden. Und einfach irgendwas zeichnen, um für die nächste Generation die 100 neuen Pokemon voll zu bekommen, kann es irgendwie auch nicht sein.

Den Spielspaß bewerte ich mit vier Sternen, die Gesamtbewertung leider nur mit drei. Ich kann das Spiel jedem ans Herz legen, der bisher jede Generation mit erlebt hat. Spieler die eine Lücke irgendwo haben, werden vermutlich ähnlich verwirrt sein wie ich. Ich werde es sicherlich durchspielen und auch versuchen alle verfügbaren Pokemon zu fangen. Aber sollte mich irgendwann erneut die Lust auf Pokemon packen, greife ich lieber zu den alten Editionen wo man nicht erst im Internet suchen muss was genau das jetzt schon wieder für ein Vieh ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2013 11:32 PM CET


Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3]
Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Gabis-Rappelkiste
Preis: EUR 29,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes jRPG, wenn auch nicht das Beste, 13. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir viel Zeit mit Ni No Kuni gegeben. Alles schön erkundet, viel gekämpft und gesammelt. Da ich einiges and jRPG Games bereits früher gespielt habe, bin ich es also gewohnt an manchen Orten auch mal etwas länger zu verweilen um einfach nur Gegner zu vermöbeln. Viele Spiele aus diesem Genre setzen diese Spielweise ja sogar voraus, nicht so Ni No Kuni. Das ganze endete letzten Endes darin, dass ich maßlos überlevelt war und das eigentliche Spiel keine Herausforderung mehr darstellte. Aber eine Sache nach der Anderen.

Die Grafik ist Studio Ghibli typisch. Entweder man mag diesen Zeichenstil, oder man mag ihn eben nicht. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich finde es sehr gut. Es sieht genau so aus, wie ich mir die Arbeit dieses Studios wünsche. Die Charaktere sind sehr schön gezeichnet und auch die Umgebung macht einiges her. Ob karge Wüstenlandschaften, schneebedeckte Berge oder dichte Wälder. Die Stimmung ist jedes mal durchaus vorhanden.

Ni No Kuni bedient sich einiger Genretypischer Gameplayelemente. So gibt es zum Beispiel eine frei begehbare Weltkarte, die man zu Fuß, mit dem Boot oder einem Drachen erkunden kann. Auf dieser Weltkarte trifft man haufenweise wilde Gegner die je nach Levelstand angriffslustig oder ängstlich sind. Greifen die Gegner also sofort an wenn man in die nähe kommt, ist man vom Level her unter oder gleich gestellt. Rennen die Gegner jedoch weg, ist man bereits zu stark für das Gebiet.

Die Kämpfe gestalten sich zu Beginn recht einfach. Es ist ein Mix aus Real Time Kämpfen und Rundenbasierter Befehlseingabe. Jeder Charakter, man kann später bis zu drei gleichzeitig im Team haben, verfügt über drei weitere Vertraute. Im späteren Spielverlauf wird das Kämpfen jedoch nicht schwerer, sondern lediglich unübersichtlicher. Man steuert immer nur einen Helden bzw. Vertrauten gleichzeitig, der Rest wird von der KI übernommen. Es rennen also zeitweise drei Partymember über das Kampffeld, die sich ständig mitten im Kampf wechseln, und noch Tröpfchen der einen vom Rand aus anfeuert und mit Lebens bzw. Manakugeln zuwirft. Kämpft man also gegen eine größere Anzahl Gegner verliert man recht schnell den Überblick und klebt nur noch mit den Augen an der Partyleiste um im richtigen Moment Heilung wirken zu können.

Die Vertrauten an sich, sind eine Art Pokemon. Jedes Monster was man auf der Weltkarte und in Dungeons antrifft, abgesehen von Spezialgegnern und Bossen, kann "Bezirzt" werden. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wird der Gegner nachdem seine Lebenspunkte auf 0 gesunken sind ein wenig anhänglich. Das ist der Moment in dem man eines dieser Tierchen zähmen kann. Bezirzen funktioniert in diesem Fall wie ein Pokeball mit 100%tiger Fangchance. Nach einem erfolgreichen Kampf erhalten alle Teammitglieder, ob aktiv beteiligt oder nicht, EXP und können unabhängig von einander gelevelt werden. Dabei ist nur wichtig zu wissen, dass ich alle Vertrauten die Lebenspunkte mit ihrem jeweiligen Meister teilen. Soll heissen: Es bringt nichts wenn man kurz vor dem Tod einen anderen Vertrauten aufruft. Man kann die Vertrauten füttern, Ihnen anderes Equip anlegen und sogar eine Evolution in die Wege leiten, um die nächste Stufe des Begleiters zu erreichen.

Es gibt zwar die Möglichkeit den beiden KI gesteuerten Teammitgliedern eine Rolle vorzugeben, (Heilung, Schaden, Verteidigung usw.) jedoch macht einem die KI gerne einen Strich durch die Rechnung. Die verwendung von Heilzauber zum Beispiel, wird nicht anhand der zu heilenden Leben berechnet. Es wird einfach immer der größte verfügbare Zauber genommen. Es ist also durchaus möglich, dass eure Teamkollegen wenige Sekunden nach Kampfbeginn ohne Mana da stehen. Auch die Teamübergreifenden Befehle wie "Alle Verteidigen" oder "Alle Angriff" funktionieren nur zeitversetzt. Gegner casten ihre Zauber unheimlich schnell, was oftmals dazu führt das die KI Charaktere nicht rechtzeitig in den Verteidigungsmodus gehen.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die statischen Level der Hauptcharaktere bei Gruppenbeitritt. Als ich zum Beispiel Esther in Al-Kuhweid aufgesammelt habe, hatte sie Stufe 10. Mein Oliver war bereits Stufe 19. Entsprechend hängt die Gute nun ein wenig hinterher und war mir stellenweise eben genau dadurch ein regelrechter Klotz am Bein. Hier hätte es eine dynamische Levelanpassung besser getroffen.

Ich könnte noch sehr viel über Ni No Kuni schreiben. Über die Story, weitere Gameplay Elemente usw. Aber ich finde einfach das man darüber schon mehr wie genug auf Amazon lesen kann. Nur kurz noch etwas zu den Dialogen: Manche davon sind durchaus nervig. Einfach weil man zum X-ten mal eine Funktion erklärt bekommt. Als wenn die Entwickler davon ausgehen, dass der Spieler an Amnesie leidet. Und wenn ich das dritte mal von Tröpfchen in die Grundlagen des Kampfes eingewiesen werde, ist es meiner Meinung nach zwei mal zu oft.

Mein Fazit sieht also wie folgt aus. Ni No Kuni ist ein sehr schönes jRPG, was die Entwickler von Level 5 eindeutig dem Studio Ghibli zu verdanken haben. Es gibt viele Genretypische Elemente, aufgepeppt mit eigenen Ideen. Liebevoll gestaltete Vertraute (knapp 300 Stück) ein gigantischer Wälzer in dem man allerhand Dinge nachlesen kann und die Story machen dieses Spiel zu einem schönen jRPG. Negativ aufgefallen ist leider die mangelhafte KI und der zu einfache Schwierigkeitsgrad. Wer sich aber für knapp 40 bis 50 Stunden in eine fantastische Welt mit vielen Geheimnissen entführen lassen will, sollte sich Ni No Kuni nicht entgehen lassen!


Dead Space 3 - Limited Edition (uncut)
Dead Space 3 - Limited Edition (uncut)
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 9,99

8 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Horror beginnt erneut, oder nicht? Ja was denn nun?, 7. Februar 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Dead Space 3 stand ab der Ankündigung auf meiner Wunschliste. Am interessantesten war die Meldung über das neue Coop System, was sich mein Kumpel und ich natürlich nicht entgehen lassen wollten. Wir haben es uns also nicht nehmen lassen, direkt heute Nacht um 0:01 Uhr in die Welt von Dead Space 3 abzutauchen. Denkste... Wir mussten den ersten Rückschlag bereits vor dem Hauptmenü in kauf nehmen. Obwohl Dead Space 3 im gesamten "deutschsprachigen Raum" am 07 Feb. erscheinen sollte, kann mein Kumpel (Schweizer) erst am 08 Feb. loslegen. Warum? Weiß keiner... Release für die Schweiz sollte ebenfalls der 07 Feb gewesen sein, so steht es zumindest auf allen Seiten im Netz. Egal, einen Tag können wir nun auch noch warten. Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten, das Spiel dennoch anzutesten. Vorweg muss ich sagen, dass ich es bis jetzt knapp 3 Stunden gespielt habe. Sollte sich das von mir beschriebene später ändern, passe ich die Rezension natürlich an.

Kommen wir zunächst auf die Grafik zu sprechen. Es war ja bereits hinreichend bekannt, dass die PC Version keine Sonderbehandlung im Bezug auf DX11 usw. bekommt. Das macht mir auch nichts aus. Jedoch sollte man die Grafik von Dead Space 3 dann auch mal realistisch mit verschiedenen Konsolenspielen vergleichen. Die Optik ist jetzt nicht direkt schlecht, ganz im Gegenteil! Aber gerade was die Mimik der Charaktere betrifft, hätte man meiner Meinung nach bessere Arbeit leisten können. Ich finde manche Charaktere eben genau dadurch etwas unglaubwürdig. Wenn sich die Gesichtszüge zwischen Wut und Panik nur minimal unterscheiden, empfinde ich es als schwierig den Charakter als solchen anzunehmen. Gut, in 90% der Fälle hat man eh den Helm auf. Aber dennoch, wenn man die Interaktion mit einem zweiten Helden (Coop) zulässt, sollte man doch schauen das zumindest im Gesicht alles stimmt. Die restliche Grafik ist allerdings ganz gut. Man hat sich auf Indoor Areal zwar offensichtlich mehr konzentriert wie auf die Outdoor Passagen, aber damit kann ich leben. Überall hängen Kabel von der Decke, die Einrichtungen sind zerstört, Blut in Hülle und Fülle über den Boden und Wände verteilt. Eben typische Dead Space Stimmung wenn es um die Innenräume geht.

An dem Sound hingegen, kann ich bislang absolut nicht meckern. Die Gegner hören sich sehr gut an, die Stimmen sind an die Situation angepasst und die deutschen Synchronsprecher gehen auch in Ordnung. Der Sound ist meiner Meinung nach Stimmungsträger Nummer 1 bei Dead Space. Literweise Blut auf dem Teppich verteilen, erzeugt bei mir keine Gänsehaut. Ein schreiender Nekromorph, der sich in meiner Nähe befindet und ich ihn nur noch nicht sehen kann, ist da schon schlimmer.

Das Gameplay an sich ist aber größtenteils von den Vorgängern bekannt. Stase, Wegbeschreibung und Gegner zertreten. Mehr muss man nicht wissen. Die Steuerung mit Maus und Tastatur geht mir persönlich nach kleineren Anpassungen wunderbar von der Hand. Darüber kann ich auch absolut nichts negatives sagen.

Kommen wir doch mal zu dem wichtigsten Punkt: Dem Horror. Gibt es Ihn noch? Ist es vielleicht sogar angsteinflößender wie im Vorgänger? Ja, es gibt noch ein wenig Horror und nein, der Vorgänger wird diesbezüglich nicht übertroffen. Die meisten Gänsehautmomente werden eben, wie oben bereits angesprochen, durch den Sound erzeugt. Hin und wieder gibt es natürlich auch ein paar Jumpscares, die meiner Meinung nach bislang alle offensichtlich waren. Solche Dinge wie: "Oh ich muss dort hinter die Theke... Na da wird doch auf dem Boden sicherlich kein Nekromorph liegen, oder?" In Sachen Horror und allgemeines Gruselfeeling hätte man einiges besser machen können. Aber wie gesagt, ich habe es noch nicht durch. Und vielleicht ändert sich ja noch das ein oder andere. Viel Grusel geht auch vor allem in den Outdoor Arealen verloren. Gut, man hat nun mehr Platz um gigantische Bosskämpfe bieten zu können. Aber ich vertrete die Meinung das Größe nicht auch gleichzeitig die Anspannung des Spielers verstärkt. Und gerade weil manche Gebiete so unheimlich ausladend gestaltet sind, habe ich nicht mehr dieses "Verdammt ne Sackgasse!" Gefühl. Wegrennen ist in manchen Situationen absolut kein Problem und das führt für mich das gesamte Spiel ein bisschen am Thema vorbei. Ganz zu schweigen vom Schwierigkeitsgrad, durch den man auch nicht wirklich die gewünschte Anspannung erzeugen kann. Selbst auf "Schwer" findet man viel zu viele Items und Munition. Und wenn ich die Hälfte liegen lassen muss, weil mein Inventar voll Munition ist, stellt sich bei mir auch keine Panik in Kämpfen ein. Unter der Krankheit litten allerdings die Vorgänger auch schon. (Zumindest bei mir.)

So, wie komme ich also nun zu meiner Bewertung? Ich vergebe für den Spielspaß 4 Sterne, da ich mir mehr Horror und weniger Items gewünscht hätte. Einfach um damit hin und wieder mal ein bisschen Panik entsteht, wenn man merkt das nur noch ein Magazin verfügbar ist. Für das gesamte Spiel gebe ich auch 4 Sterne. Das ist eine Kombination aus dem fehlenden Horror, und der nicht vorhandenen Mimik. Dead Space 3 ist sicherlich kein schlechtes Spiel. EA hätte allerdings gut daran getan, wenn man etwas mehr auf die Fans hören würde. Denn so haben wir ein weiteres Weltraum Ballerspiel mit gelegendlichen Jumpscares und einer genialen Sounduntermalung. Für Dead Space Veteranen, die sich einen würdigen Nachfolger wünschen, könnte dieser Teil ein Schlag ins Gesicht sein. Wer sich einfach ein bisschen unterhalten lassen will und mit dem Setting etwas anzufangen weiß, darf hier ruhig beherzt zuschlagen.

ANMERKUNG:
Zum Coop Modus werde ich etwas schreiben, sobald die Schweiz endlich auch mitspielen darf. Wie ich bereits zu Beginn sagte: Dies ist eine Rezension nach 3 Stunden spielen. Es kann sein, dass ich gewisse Punkte noch abändere.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 8, 2013 10:31 AM CET


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