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Rezensionen verfasst von
Peter Steiner

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Das Leben meistern durch Zazen
Das Leben meistern durch Zazen
von Kosho Uchiyama
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zen für Praktiker, 27. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Leben meistern durch Zazen (Broschiert)
"Das Leben meistern mit Zazen" ist ein weiteres Buch aus der Reihe des Angkor-Verlages, der schon die wichtigen Bücher von Kodo Sawaki herausgibt. In der äusseren Form sind diese Bücher schlicht, Sie werden als "Books on Demand" produziert und haben die Qualität von Paperbacks - aber der Inhalt ist dafür umso wertvoller.

Kosho Uchiyama erzählt in erster Linie über die Bedeutung und Praxis des Zazen, der Zen-Meditation. Zazen ist der Schlüssel zum wahren Zen, und die Haltung, körperlich wie geistig, im Zazen der Schlüssel zum wahren Zazen. Kosho Uchiyama gibt z.B. wesentliche Erklärungen, wie wir mit unseren Gedanken während des Sitzens umgehen, was von Bedeutung ist, weil es in diesem Punkt viele Missverständnisse gibt (Gedanken unterdrücken usw.), aber klärt auch hinsichtlich anderer wichtiger Punkte auf.

Wie bei vielen wichtigen Zen-Lehrern (Shunryu Suzuki, Kodo Sawaki, Taisen Deshimaru, Joko Beck...) klingt zudem auch bei Kosho Uchiyama an, wie bedeutend die Erfahrung und Entfaltung des Ki (Qi, "Lebenskraft") ist. Er schreibt: "Deshalb möchte ich betonen, dass auch die Haltung unserer Praxis keinem Ziel zugewandt ist, sondern ausschliesslich eine Haltung zur Entfaltung der Lebenskraft sein sollte."

Wer über Zen nicht nur lesen will, sondern es auch präzise praktizieren möchte, liest dieses Buch mit grossem Gewinn.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Zen für Dummies
Zen für Dummies
von Inken Prohl
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teil-Aspekte des Zen, 18. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Zen für Dummies (Taschenbuch)
Inken Prohl ist Wissenschaftlerin - genau: Professorin für Religionswissenschaften - und Wissenschaftler gehen gerne nüchern und faktisch vor. Und so ist dieses Buch. Es geht in erster Linie um die Geschichte des Zen. Und das ausführlich. Es befasst sich mit den Ursprüngen des Ch'an, also des chinesischen Zen, und verfolgt dann seine Verbreitung nach Japan und dann nach Westen (Amerika, Deutschland...)., erzählt vom christlichen Zen, dem populären Zen, das sich heutzutage auch in Parfüm-Flakons finden lässt und macht kurze Abstecher in die Bereiche "Zen und das Gehirn", "Zen und Management usw.

Inken Prohl deckt vor allem auch kritische Aspekte des Zen auf. Beispielsweise die zweifelhafte Rolle des Zen-Meisters Kodo Sawaki im 2. Weltkrieg. Oder die zahlreichen Affären von Richard Baker, dem Nachfolger von Shunryu Suzuki im Zen-Zentrum von San Francisco. (Auch über den Zen-Meister Dainin Katagiri erzählt sie uns das.) Oder sie lässt uns wissen, dass einige Zen-Lehrer auch Trinker waren (z.B. Taizan Maezumi, der Vorsteher des Zen-Zentrums in Los Angeles, aber auch einige andere). Das alles ist natürlich absolut zulässig - was aber zunehmend verwirrt ist der Umstand, dass sie ohne auf Quellen zu verweisen die Dinge einfach als zweifelsfrei gegeben hinstellt, so wie sie diese schildert. Beispielsweise sieht Inken Prohl die Geschichte von Bodhidharma, der das buddhistische Gedankengut massgeblich von Indien nach China brachte und dort vertiefte, als "erwiesenermassen falsch" an. Andere Sachkundige denken da nach wie vor anders darüber. Was oft stört ist, dass sie ihre Schilderungen als "absolut verbrieft" erachtet, was kaum möglich ist. Manchmal kommt es einem vor, als würde sie aber doch eher ihre persönliche Sicht der Zen-Geschichte wiedergeben. Sie bezieht sich so gut wie gar nicht auf Quellenangaben.

Der Geist des Zen kommt dabei so gut wie gar nicht zum Zuge. Inken Prohl schafft es nicht, eine Atmosphäre des Zen zu schaffen. Sie seziert Zen und gibt es als Ansammlung von Daten und Namen wieder. Das ist durchaus eindrücklich und interessant, wenn man an der geschichtlichen Dimension des Zen interessiert ist, wer aber Zen als Ganzes verstehen möchte, wird eher enttäuscht. Deshalb ist "Zen für Dummies" auch nicht das Buch, das jemand lesen sollte, der sich neu für Zen interessiert. Er wird sich danach eher von Zen abwenden, scheint es mir. Wer aber schon viel über Zen gelesen hat und es selbst praktiziert, findet hier ein gutes Nachschlagewerk der (möglichen) Geschichte und der wichtigen und prägenden Namen dieser doch sehr eigenen, buddhistischen Richtung. Wer "Zen selbst schon in sich am entwickeln ist" wird sich auch an den kritischen und manchmal einseitig wirkenden Betrachtungen nicht stören, weil er weiss, dass alles ohnehin nur eine Sichtweise ist.

"Zen für Dummies" ist kein Zen-Buch, sondern eine Buch über die Geschichte des Zen. Wenn auf der Titelseite "Die Geheimnisse des Zen-Buddhismus verstehen" versprochen wird, dann ist das eher irreführend. Diese Geheimnisse des Zen haben nach meiner Ansicht nach mit einer bestimmten Atmosphäre zu tun, die über Meinungen und Einengungen hinaus geht, und diese kann Inken Prohl nicht schaffen. Und damit geht das Wesentlichste vielleicht verloren. Als Ergänzung zu den vielen guten Zen-Büchern, die es aber schon gibt, ist "Zen für Dummies" jedoch durchaus nützlich. Es ist zweifellos eine beachtenswerte Leistung, die geschichtlichen Fakten einer Tradition, die sich seit 1500 Jahren entwickelt und zunehmend über die Welt ausbreitet, zusammenzutragen und auf 350 Seiten komprimiert darzustellen.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Zen und die Kunst sich zu verlieben
Zen und die Kunst sich zu verlieben
von Brenda Shoshanna
  Taschenbuch

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zen im Leben und Lieben, 3. Dezember 2009
Ich bin immer wieder erstaunt darüber, mit was man Zen so alles in Zusammenhang bringt, hier also "Zen und die Kunst, sich zu verlieben", aber wahres Zen soll dem konkreten Leben dienen, entsprechend auch der Liebe, diesem so wesentlichen Teil unseres Daseins.

Und Brenda Shoshanna macht das wirklich auf sehr schöne und tiefreichende Weise. Sie zeigt uns, wie die Praxis des Zen uns auch helfen kann, unsere Beziehungen zu betrachten und zu verbessern. So schreibt sie schon in der Einführung zu Ihrem Buch: "Wir kehren zum Wesentlichen zurück und werden in die Lage versetzt, zwischen echten und falschen Bedürfnissen zu unterscheiden."

Damit hatte sie mich natürlich ganz auf ihrer Seite, denn meines Erachtens ist dies einer der ganz wichtigen Punkte, weshalb unser Leben immer wieder aus dem Lot gerät: Wir sehen nicht, was "erdachte" und was unsere wahren Bedürfnsise sind. Und auch die Liebe ist nicht frei von diesen Unklarheiten.

Brenda Shoshanna bringt meiner Meinung nach die elementaren Prinzipien des Zen und das Thema Liebe sehr schön zusammen. Durch Zen finden wir unseren wahren Wert - und das beeinflusst unser Verhalten und damit auch all unsere Beziehungen. Aufmerksamkeit ist dazu der Schlüssel. Sie sagt:: "Dieser Prozess des Beobachtens, Feststellens, aufmerksamen Wahrnehmens ist voller Kraft, Er führt ins Zentrum von Zen."

Wir erkennen, dass wenn wir die Kontrolle aufgeben, sich die Dinge viel besser entwickeln. Und das gilt vor allem auch in Bezug auf die Liebe. Es geht um Vertrauen, um tiefere Verbundenheit und die Einsicht in das Wesen der wahren Beziehung. Das sind alles Schlüsselthemen des Zen.

Wenn wir uns auf Zen einlassen, beginnen wir das Leben anders zu betrachten. Und die Liebe selbstverständlich auch. Und dann sehen wir, dass das Leben und die Liebe einander sehr nahe sind. Das Leben mehr lieben oder die Liebe mehr leben - Zen kann uns in beiden wunderbar helfen.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Der Lauf des Wassers: Die Lebensweisheit des Taoismus (insel taschenbuch)
Der Lauf des Wassers: Die Lebensweisheit des Taoismus (insel taschenbuch)
von Alan Watts
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvollendet und doch einzigartig, 24. November 2009
Alain Watts war als Religionsphilosoph einer der ersten westlichen Schriftsteller, der sich den Themen Taoismus und Zen auf sehr profunde Weise annahm. "Der Lauf des Wassers" erschien erstmals 1975, zwei Jahre nach dem frühen Tod von Alain Watts, und vereinigt Gedanken über das Tao, Yin und Yang, Wu-Wei, und Te - die elementaren Themen des Taoismus. Scheinbar wollte Watts noch weitere Kapitel schreiben, kam aber nicht mehr dazu. Aber auch so ist dieses Buch sicherlich etwas vom Besten, das man auch heute noch über den Taoismus lesen kann. Al Chung-liang Huang, ein Freund Watts, übernahm die Aufgabe, das Buch zu editieren und fertig zu stellen.

Im "Lauf des Wassers" findet man neben sehr fundierten Erklärungen zu dieser alt-chinesischen Philosophie auch sehr schöne Sätze, beispielsweise zum Thema "Leere": "Wir erfassen nicht so leicht, dass die Leere schöpferisch und dass Sein aus dem Nichtsein kommt wie der Klang aus der Stille und das Licht aus dem Raum."

Oder über die grundlegende Art des idealen taoistischen Verhaltens (Wu-wei): "...man kennt die Prinzipien, Strukturen und Neigungen menschlicher und natürlicher Dinge so gut, dass man im Umgang mit ihnen ein Minimum an Energie verbraucht." Das ist meiner Meinung nach wesentlich besser erklärt als es üblicherweise getan wird, indem man Wu-wei einfach mit "Nichtstun" übersetzt.. Solche Heranführungen beweisen einfach das tiefe Verständnis von Watts hinsichtlich des Themas.

Das Buch mag zwar also unvollendet sein, aber es bietet auf seinen beinahe 200 Seiten doch noch mehr als genug Erkenntnisse und Weisheiten, damit es für jeden am Taoismus (oder einfach am Leben) Interessierten ein Gewinn ist.

Peter Steiner, Autor von "Das Wesentliche so nah", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Der Lauf des Wassers: Eine Einführung in den Taoismus
Der Lauf des Wassers: Eine Einführung in den Taoismus
von Alan Watts
  Broschiert

36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvollendet und doch einzigartig, 24. November 2009
Alain Watts war als Religionsphilosoph einer der ersten westlichen Schriftsteller, der sich den Themen Taoismus und Zen auf sehr profunde Weise annahm. "Der Lauf des Wassers" erschien erstmals 1975, zwei Jahre nach dem frühen Tod von Alain Watts, und vereinigt Gedanken über das Tao, Yin und Yang, Wu-Wei, und Te - die elementaren Themen des Taoismus. Scheinbar wollte Watts noch weitere Kapitel schreiben, kam aber nicht mehr dazu. Aber auch so ist dieses Buch sicherlich etwas vom Besten, das man auch heute noch über den Taoismus lesen kann. Al Chung-liang Huang, ein Freund Watts, übernahm die Aufgabe, das Buch zu editieren und fertig zu stellen.

Im "Lauf des Wassers" findet man neben sehr fundierten Erklärungen zu dieser alt-chinesischen Philosophie auch sehr schöne Sätze, beispielsweise zum Thema "Leere": "Wir erfassen nicht so leicht, dass die Leere schöpferisch und dass Sein aus dem Nichtsein kommt wie der Klang aus der Stille und das Licht aus dem Raum."

Oder über die grundlegende Art des idealen taoistischen Verhaltens (Wu-wei): "...man kennt die Prinzipien, Strukturen und Neigungen menschlicher und natürlicher Dinge so gut, dass man im Umgang mit ihnen ein Minimum an Energie verbraucht." Das ist meiner Meinung nach wesentlich besser erklärt als es üblicherweise getan wird, indem man Wu-wei einfach mit "Nichtstun" übersetzt.. Solche Heranführungen beweisen einfach das tiefe Verständnis von Watts hinsichtlich des Themas.

Das Buch mag zwar also unvollendet sein, aber es bietet auf seinen beinahe 200 Seiten doch noch mehr als genug Erkenntnisse und Weisheiten, damit es für jeden am Taoismus (oder einfach am Leben) Interessierten ein Gewinn ist.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Die Weisheit des Yoga
Die Weisheit des Yoga
von Stephen Cope
  Gebundene Ausgabe

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein aussergewöhnliches Buch!, 23. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Weisheit des Yoga (Gebundene Ausgabe)
Wie viele schöne und kluge Gedanken man in diesem Buch doch findet! Es ist einfach wohltuend und anregend zu lesen. Stephen Cope führt uns dem klassischen Yoga-Sutra von Patanjali entlang, verknüpft damit fünf verschiedene Wege von Yoga-Freunden, verbindet diese mit fünf zentralen Themen (Desillusionierung, Alltag, Muster, Handeln, Transformation) und reichtert alles mit eigenen Überlegungen und Erfahrungen an. Daraus resultieren 400 Seiten an Yoga-Weisheiten, Einsichten und sehr viel menschlichem Verständnis. Leicht uns spannend geschrieben.

Wer Yoga ernst nimmt und ihm näher kommen möchte, darf erwartungsfroh zu diesem Buch greifen.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Der Yogaweg des Patanjali: Ein kleiner Leitfaden für Übende und Lehrende
Der Yogaweg des Patanjali: Ein kleiner Leitfaden für Übende und Lehrende
von Gérard Blitz
  Broschiert
Preis: EUR 7,95

30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Beste über Yoga, 23. November 2009
Dieses Buch über Yoga hat keine 100 Seiten und dürfte dennoch etwas vom Besten sein, was man über die tieferen Bewandtnisse wahrer Yoga-Praxis lesen kann. Während Yoga zum Trend geworden ist und oft nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Kern zu tun hat, geht Gérard Blitz auf seinen eigentlichen Ursprung zurück, auf Patanjali, denn ohne diesen ist Yoga meiner Meinung nach nicht zu verstehen.

Etwas vom Wesentlichsten sagt Gérard Blitz dabei schon ganz zu Anfang: "Ich finde es schwierig, Worte für etwas zu finden, das dem Wesen nach eine Erfahrung ist."

Es geht um die Erfahrung. Nicht um Theorie, nicht ums darüber reden, nicht um sonst irgend etwas: die Erfahrung macht den ganzen Unterschied. Und weiter: "Yoga ist ein Zustand". Ebenso einverstanden. Der Zustand einer Erfahrung, in der unser Geist still ist.

Gérard Blitz führt sehr einfach und klar durch die verschiedenen Stufen hindurch: Hatha (Asana), Pranayama, Dhyana. Jede nachfolgende Stufe vertieft die vorangehende. Er spricht darüber, wie das Bewusstsein erweitert und verfeinert wird. Und er gibt Ratschläge an Ausbildende, wie Yoga am besten zu lehren ist, z.B.: "Allein eure eigene Verwandlung kann Yogalehrer aus euch machen."

Ich habe bisher kein anderes Yoga-Buch gelesen, dass so kurz so viel Wesentliches sagt. Und ganz zum Schluss erklärt Gérard Blitz: "Lehrt nicht die äussere Form, vermittelt den Inhalt."

Sein ganzes Buch macht nichts anderes. Und das macht es zu etwas Aussergewöhnlichen in all der Flut der Yoga-Bücher.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Das Prinzip: Geheimnis zur Erschaffung der gewünschten Realität
Das Prinzip: Geheimnis zur Erschaffung der gewünschten Realität
von Andreas Campobasso
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der Wirkung, 19. November 2009
Wirkung entsteht dann, wenn man möglichst grosse Kräfte in Übereinstimmung bringt. Und wie in allen östlichen Weisheitstraditionen geht es auch hier in erster Linie um den Zustand tiefer Entspannung, aus dem heraus Dinge möglich sind, die wir sonst nicht zuwege bringen.

Das ist das wirklich Erstaunliche: Weniger Kraftaufwand, mehr Effizienz. Je entspannter wir an eine Sache herangehen, desto mehr "innere Kraft" kann sich entwickeln. Das ist das Prinzip der Meditation wie auch der asiatischen Kampfkünste. Seit 2'500 Jahren ist das die Basis aussergewöhnlicher Leistungen und Erfahrungen in der Tradition des Ostens (Taoismus, Laotse, Qigong, Shaolin...).

"Das Prinzip" ist im Grunde also ein altbewährtes Prinzip, aber Andreas Campobasso versteht es auf überzeugende Weise, uns daran heranzuführen. Dabei erzählt er nichts Neues: Es geht um das Erreichen des Alpha-Zustands, um Wirkungsfelder, um Quantenmechanismen, um die Wirkungsweise von Energie... er fasst im Wesentlichen zusammen, was in vielen andern Büchern bereits zu lesen war.

Das Geheimnis ist, dass es kein Geheimnis ist, sondern es eben um elementare Gesetzmässigenkeiten geht. Und Andreas Campobasso hilft uns, das besser zu verstehen und unsere eigenen Erfahrungen damit zu machen.

Unbedingt ausprobieren (und geduldig dabei bleiben).

Peter Steiner, Autor von "Das Wesentliche so nah", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


Ändere deine Gedanken - und dein Leben ändert sich: Die lebendige Weisheit des Tao
Ändere deine Gedanken - und dein Leben ändert sich: Die lebendige Weisheit des Tao
von Wayne W. Dyer
  Broschiert
Preis: EUR 14,00

44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön zu lesen, aber..., 16. November 2009
Wayne Dyer nimmt die 81 kurzen Texte des Tao Te King und ergänzt jeden einzelnen davon mit einem kleinen, mehrseitigen und persönlichen Gedanken-Essay. Das ist eine schöne Idee, auch wenn die Texte des Tao Te King und die Erläuterungen von Wayne Dyer nicht zwingend etwas miteinander zu tun haben. So schreibt er beispielsweise über "Jenseits des Ego" (7), "Demut (9), "Jenseits weltlicher Freuden" (35) oder "Ein einfaches Gemüt" (65), was man teilweise nur schwer mit den ursprünglichen Gedanken Laotses in Verbindung bringt. In den kleinen Essays lassen sich aber durchaus immer wieder schöne Gedanken und Anregungen finden, andererseits wirkt es manchmal aber halt doch auch ein wenig dünn - wenn Dyer beispielsweise Dinge rät wie "Verlangen Sie mit unstillbarem Durst nach der nicht fassbaren, rätselhaften Kraft, die alles Leben erhält" oder "Ändern Sie ihr Leben und beschliessen Sie bewusst, dankbar zu sein."

Manchmal hat mich das eher an Positives Denken als an Taoismus erinnert.

Aber alles in allem ist es ein Buch, das schön und wohltuend zu lesen ist, und wer nicht zwingend an einem tiefen taoistischen Hintergrund und den damit verbundenen Prinzipien interessiert ist, wird eine gute Zeit haben damit. Die 500 Seiten enthalten einfach sehr viel mehr Wayne Dyer als ursprünglichen Taoismus. Aber für viele Menschen mag gerade dies vielleicht einen ersten, etwas leichteren Zugang zu diesen alten Weisheiten ermöglichen.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2011 3:37 PM MEST


Wu wei: Die Lebenskunst des Tao
Wu wei: Die Lebenskunst des Tao
von Theo Fischer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Tao sprechen lassen, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Wu wei: Die Lebenskunst des Tao (Taschenbuch)
Es gibt hier kritische Stimmen zu dem Buch, und die meisten bemängeln dabei die Haltung, aus der heraus Theo Fischer schreibt: Von oben herab, allwissend, ein bisschen selbstherrlich. Und man muss zugeben, dass einem beim Lesen von "Wu-wei" schon das Gefühl beschleichen kann, dass der Autor uns ein wenig spüren lässt, dass es beinahe eine Gnade ist, dass wir von seinem Wissen profitieren dürfen. (Er selbst spricht ja auch von "Unterweisungen", die er hier gibt.) Ich kann die kritischen Stimmen also nachvollziehen.

Andererseits findet man aber auch viele sehr schöne Stellen in dem Buch, die gemäss meinem Empfinden uns durchaus helfen können, dem Verständnis des Tao näher zu kommen. Dass wir durch reines, stilles Beobachten, ohne wertendes Eingreifen, eine andere Sicht- und Handlungweise gewinnen können, die uns automatisch mehr im Fluss mit dem Tao sein lässt. Dass wir also im Grunde nicht mehr tun müssen, sondern eher weniger. Dass es um Natürlichkeit geht und um Ungezwungenheit. Dass unsere Gedanken uns permanent ein Schnippchen schlagen und uns von der Präsenz in der Gegenwart abhalten und uns an unser Ego binden. Das wird in meinen Augen alles sehr treffend geschildert. Aber mir ist beim Lesen noch etwas anderes passiert.

Theo Fischer legt Wert darauf, dass es in seinem Buch nicht um Theorie, sondern um Praxis geht. Er schreibt: "Dies ist ein praktisches Buch, das Ihnen helfen soll, das zu sein, was Sie wirklich sind, das Sie von den Irrtümern der Voreingenommenheit freimachen will." Das sind natürlich erstens einmal enorm hohe Anforderungen an ein Buch. Und zweitens kommt mir das Buch selbst erstaunlicherweise über weite Strecken doch eher theoretisch vor. Da weiss jemand sehr viel und lässt uns an diesem Wissen teilhaben. Aber es wirkt nicht "gelebt". Es ist vermitteltes Wissen, nicht gelebtes Wissen. So kam es mir vor. Beispielsweise schreibt Theo Fischer: "Die Geisteshaltung des Tao ist von Natur aus positiv" - aber in dem Buch selber wird gegen so einiges eher negativ angeschrieben: Gegen die Gedanken, gegen das positive Denken, gegen unsere Lebensart überhaupt, gegen das "verleugnete Selbst".... usw. Vielleicht liegt es auch daran, dass einem das Buch trotz allem irgendwie ein bisschen "theoretisch" vorkommt.

Fischer schreibt über das Tao, aber vielleicht nicht immer mit der Haltung des Tao.

Trotzdem: Ein interessantes Buch mit vielen guten Erklärungen und schönen Gedanken darin, ein paar Abstriche kann man - wenn man denn möchte - beim Ton und der Haltung des Vermittelns machen, aber da wir ja letztenends alles nur Menschen sind, dürfen wir grosszügig darüber hinwegsehen und uns an dem Positiven von "Wu-wei" erfreuen.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.


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