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Rezensionen verfasst von
PetMan "petex69" (grooveHousen)

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Levi's Herren Jeans 501 Original Straight Fit, W36/L34, Schwarz (Schwarz)
Levi's Herren Jeans 501 Original Straight Fit, W36/L34, Schwarz (Schwarz)
Preis: EUR 66,18

3.0 von 5 Sternen Größennummerierung richtig?, 8. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe bereits einige 501er mit den Maßen 36/34 aber dieses Stück hatte einige Zentimeter zuviel Länge im Vergleich zu den anderen. Musste erst recht zur Schneiderin damit zum Kürzen (also dann noch einige Euro für Schneiderei dazu reservieren).
Auch das Etikett hinten ist angenäht, wie wenn es in einem Sweatshop in Ecuador raufgetackert worden wäre... Anyway, Hauptsache Beinkleid, allerdings kein Ausweis für Levis.


Mucho Barato
Mucho Barato

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Yo soy el control, 10. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Mucho Barato (Audio CD)
ultimative frühe Blaupause für Latin-Rap. Ein komplettes Album voller Hammernummern, gute Lyrics aber mindestens genau so geil ist der furor, mit dem die Herrschaften sich durch den Großteil des Albums tanken - andamos armados, comprendes mendes etc. und dann einen Schmeichler wie asi son mis dias untermischen. Das Vorhandensein dieses Pinche-Machwerks in deiner Sammlung zeigt, dass du echt was von der ganzen HipHopRap-Sache verstehst bzw. wird es dich die einigen Hundert Male, die du das hörst, jeweils von neuem upfreshen. Für alle Filmaffinen fällt mir an der Stelle noch amores perros als Empfehlung ein.


Erfolgreich im Beruf: Teamentwicklung und Konfliktmanagement: Effizienzsteigerung durch Kooperation
Erfolgreich im Beruf: Teamentwicklung und Konfliktmanagement: Effizienzsteigerung durch Kooperation
von Gabriele Birker
  Taschenbuch

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen platt und oberflächlich - null Umsetzungspotential, 18. November 2008
Tut mir leid, ich kann mich meinen positiv rezensierenden Vorgängern nicht anschließen. Dieses Bändchen hat mich sogar recht rasch zu ärgern begonnen, denn hier regiert unter dem doch viel versprechenden Aufmacher Teamentwicklung und Konfliktmanagement (dargeboten auf 154 Seiten, was schon hätte stutzig machen sollen) das Prinzip Talkin loud and sayin fast nothing.
Diejenigen, die sich hier methodische Ideen und Inspirationen erwarten, können getrost woanders suchen.
Für einen einigermaßen seriösen inhaltlichen Abriss der Themen ist das Textchen fast unerträglich oberflächlich (und praktisch literaturverweisfrei ' sinnigerweise befindet sich das auf einer Seite untergebrachte Literaturverzeichnis im 'Serviceteil') zusammengestellt und gespickt mit Allerweltsaussagen wie 'Konflikte gehören zum Leben. Überall, wo Menschen zusammen arbeiten, wird es sie immer wieder geben', S. 11 beim Punkt 1.3 Konflikte können auch hilfreich sein?).
Interessanterweise bin ich als Leser durch das zugegeben schön strukturierte Layout (Inhaltsverzeichnis präsentiert sich stringent strukturiert und handfest inhaltlich abgewickelt - also etwa kein Punkt 2.1.1 auf den dann kein 2.1.2 mehr folgt) verführt, in dem seitenweise lang nichts sagenden Text nach brauch- und verwertbaren Inhalten zu suchen und werde doch kaum fündig. Beim Thema 'Gruppenprozesse ' ein methodischer Exkurs' reduziert ein wirklich schlecht gemachter Abriss der TZI die Neugier auf weiteres ohnehin auf Null. Wer sich die Arbeit antut, weiter zu lesen, dem wird noch das JoHari 'Fenster reingeleiert, mit vier Ohren soll gehört werden ' ohne das Konzept auch nur oberflächlich darzustellen ' immerhin wird auf Schulz von Thun verwiesen (S. 46).
Der Schleim geht weiter bei Themen wie Teambildung, wo unter 3.6 Soziometrie (ohne Moreno anzuführen) und Soziogramm so abstrakt und auch uninspiriert dargestellt sind, dass für Ausprobierfreudige erst recht keine Handlungsidee übrig bleibt ' schade drum (hier hätte man ohne weiteres bei wikipedia einfach nur copy&pasten können ' mit einem Drittel an Textmenge ist bereits hier mindestens doppelt so viel gesagt).
Nicht einmal die Aufarbeitung des Punktes Feedback (im Kapitel 4. Teamleitung) gelingt ansatzweise. Anstatt beim erstbesten Kollegen, etwa dem schon zu wohl unerwünschten Ehren gekommenen Schulz von Thun die Feedbackregeln abzukupfern, beschränken sich die Schreiber auf Tralala-Gemeinplätze wie 'Letztendlich ist jede Reaktion ein Feedback, verbal oder non-verbal (S. 90) ' na dann ist eh alles klar.
Gerne würde ich noch über das (mich beschleicht der Verdacht offenbar aus irgendeiner Ratgeberbroschüre übernommene) Thema Mobbing, Kapitel 7, lästern oder Spitzen ablassen gegen Watzlawick-verwurstungen wie 'Der Mensch orientiert sich nicht an der Wirklichkeit, sondern an der Vorstellung von dieser' ' unter Kapitel 6, Selbstführung, S. 126 ...
Für mich waren das also 15 hinausgeschmissene Euro und ein weiteres Beispiel, warum Buchläden ihre Berechtigung auch heute noch haben, denn ein kurzes physisches Durchblättern hätte mir den Kauf dieses bestenfalls als Hausarbeit akzeptablen Unfalles wohl erspart.


Max Weiler 1910-2001. Vier Wände / Four Walls 1973-1977
Max Weiler 1910-2001. Vier Wände / Four Walls 1973-1977
von Matthias Boeckl
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen nur nicht zuviel die Wände herzeigen..., 20. April 2008
Habe damals im muqua die vier Wände gesehen und war ganz begeistert von der Kraft und Monumentalität aber auch einer tollen meditativen Qualität, die diese Leinwände für den Wahrnehmenden bereit halten.
Folgerichtig habe ich jetzt gleich "blind" diesen Bildband zu diesen ja wirklich legendären Wänden geordert, um die Bilder wiederum ausgiebigst und jede Leinwand für sich gut kommentiert betrachten zu können.
Diese Erwartung wird durchaus enttäuscht: Der Band beschäftigt sich vor allem via Texten mit den vier Wänden. Die kompletten Ansichten - in einer zugegeben guten, herausklappbaren Reproduktion - der vier Wände gibts genau einmal pro Wand auf diesen immerhin 112 Seiten. Auf gezählten 18 Seiten kann man auch noch großteils schlecht belichtete Ausstellungsimpressionen von 2004 mitschauen. Da hätte die Hälfte in besserer Qualität genügt und statt dessen wäre beispielsweise schön, eine Zusammenschau aller vier Wände auf einer ausklappbaren Buchdoppelseite oder aber auch liebevoller aufbereitete Detailansichten der vier Wände vorzufinden.
Fazit: Wer ein paar nette (entstehungsgeschichtliche, den ästhetischen Wert, den formalen Typ der Darstellung(en) u.a.m. betrachtende) Essays zu diesem Opus Magnum von Max Weiler lesen möchte, ist hier gut bedient. Wer auch noch ausreichend diese vier Wände betrachten bzw. auf sich wirken lassen möchte wird spärlich versorgt.
Nimmt man die Veröffentlichung als beschreibenden Weg, sich den vier Wänden zu nähern, kann man sicher fünf Sterne geben.
Von einem Bildband kann man hier eher nicht sprechen, da kann man wohl nur einen Punkt geben, gibt als Mittelwert drei Sterne.
Tipp: Sollte sich wieder einmal die Gelegenheit ergeben, dass sich die Republik Österreich aufrafft, alle vier "Landschaften" miteinander zu zeigen (den Raum im Museumsquartier habe ich damals sehr schön passend gefunden) - unbedingt (auch von weit her) hinfahren und die eine oder andere Stunde bei diesen vier Wänden zwecks andächtiger Versenkung verbringen.


Heinrich Heine Lyrik und Jazz
Heinrich Heine Lyrik und Jazz
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zeitlos kraftvoll und stets gerne gehört, 22. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Heinrich Heine Lyrik und Jazz (Audio CD)
...um auch im Jahre 2007 (m)eine begeisterte Meinung hinzuzufügen:
Für mich perönlich sagen die beiden Zeitungsbesprechungen hier schon Vieles zu dieser Musik-Text-Sprech-Kombi sehr prägnant.
Das Zusammentreffen hervorragender Leute in diesem Projekt empfinde ich als sehr geglückt. Gerd Westphal, der die Texte Heinrich Heines kraftvoll spricht und bei jedem sehr stimmig mal die Ironie, die Wehmut, die Wut uvam herausholt und das geniale musikalische Zusammenspiel - be-bopige, leichte und elegante, schwingende, oft straff gespielte Musik-stücke ergeben in der Gesamtheit eine ganz runde Unterhaltung von der Dauer cirka einer Stunde.
Eine Platte, die man sich immer wieder gerne anhört; die sich auch die Zeit und die Muße verdient, den Sprecher, die Musik und die Texte mit Aufmerksamkeit und in Ruhe wahrzunehmen.
Vielleicht noch ein kleiner Tip fürs Weiterhören - wenn auch ohne Text - ist sehr zu empfehlen eine Kollaboration von Zoller/Koller/Solal, erschienen auf MPS.


Sound Signature Sounds
Sound Signature Sounds

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen abstrakt & obskur: HypnoElektroHouse aus der Seengegend, 3. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Sound Signature Sounds (Audio CD)
Klarerweise besitzt der richtige Freak ohnehin die (wenn ich mich noch recht erinnere, etwas Track-umfangreicheren) Vinylausgaben dieser Serie.

Für alle diejenigen, die wie ich damals in einem Anfall von Nachlässigkeit (und ev. Geldmangel) die kleinen, feinen Sound Signaturen Maxi/EPs im Regal stehen ließ (wo sie natürlich eh keine lange Verweildauer hatten), gibt es hier die schöne Gelegenheit alles gesammelt auf einer – wenn verfügbar – CD heimzuholen, inkl. nett anzugreifendem, mit vielen japanischen Schriftzeichen angefülltem Bookletterl... :)

Während No. 8, Overyohead läuft, denke ich mir, dass hier Herr M. Herbert mit seinen Sounds aus vollorganischer Herkunft auch recht gut dazupassen würde.

Aus den zehn versammelten, mal fröhlich dahinpumpenden, dann wieder steppend-klimpernden und organisch groovenden Tracks einen herauszuheben wäre eine absolute Ungerechtigkeit den anderen gegenüber – ohnehin braucht man ja Klassiker wie etwa Dan Ryan gar nicht mehr extra zu erwähnen. Oops.

Ich persönlich kann mich nur mit No. 5 Took me all the way back wegen zu massivem Voice-loop nicht so sehr anfreunden.

Kauft das Zeug oder auch nicht.

Man weiß ja gar nicht, ob die Phantasie toller ist, einen ewigen Geheimtip und kompromisslosen Produzenten von wirklich heissem Scheiß sein exklusives Eigen zu nennen, oder es nicht doch erfreulicher wäre, wenn dieser Meister der sich langsamst aufbauenden, eine zeitlang vor sich hinmäandernden und dann wieder genauso in fast unmerklicher Verringerung hinauströpfelnden Soundstrukturen breitenwirksamer vertreten wäre.


Integration
Integration

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Musik superb, Infoservice dürftigst, 17. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Integration (Audio CD)
Hier hat wieder einmal Gilles Peterson auf einem seiner Sampler (eigentlich auf zwei, der impressed Serie) auf einen großen Vergessenen aufmerksam gemacht: Der aus Indien stammende, Ende der 60er nach England ausgewanderte Gitarrist Amancio D’Silva ist ein Mann, der gestärkt durch die Zusammenarbeit mit anerkannten (inter)nationalen Jazzateers wie Ian Carr und Don Rendell seine indischen musikalischen Roots in feinsten (Brit)Jazz fusionierte, integrierte.
Derart hat er ab 1969 drei recht bemerkenswerte LPs aufgenommen. Entspannte, schöne Melodien und viel freies Zusammenspiel gibt es da. Amancio bringt die Gitarre aufs allersmootheste, sitharesque zum Klingen und Swingen, die Herren Carr und Rendell von der Bläsersektion zeigen sich gemeinsam mit den Begleitern an Bass (Dave Green) und Drums (Trevor Tomkins) in bester Spiellaune. Wäre Amancio in den einschlägigen Jazzlexikas zu finden ..., wären hier wohl jeweils die Höchstbewertungen angesagt. Zulegen, das Zeug, ähnlich gut wurde es erst wieder Jahre später bei Herrn Ananda Shankar, allerdings da dann mit Keyboards, E Gitarre und viel mehr indischem Hexenkessell.
Der einzige Schwachpunkt an der Veröffentlichung ist die relativ lieblos zusammengeschusterte Aufmachung. Über die in schlechter Qualität einkopierten Original-Linernotes hinaus gibt es leider keine nennenswerte (Mehr)Info über Zeit und Leben dieses indischen Gitarrenheroes, was ja bei einer re-issued Serie eigentlich essentiell zu erwarten wäre. Noch schlimmer aufgemacht ist beispielsweise Michael Garricks Troppo. Also diesbezüglich gibt’s für Universal nur ne Goldene Zitrone, dafür, dass sie Amancio da Silvas verlorene Meisterwerke wenigstens wieder ans Licht einer breiteren Öffentlichkeit brachten sei Lob und Dank ausgesprochen.


Digs America: Brownswood Usa
Digs America: Brownswood Usa
Wird angeboten von Todays Great Deal
Preis: EUR 24,39

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The right choice für Alle, die bis hierher gekommen sind, 3. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Digs America: Brownswood Usa (Audio CD)
Wie so oft schafft es G.P. (diesmal in Koop mit den Machern von Luv N’Haight) mit dieser Zusammenstellung sowohl dem/der (easy) ListenerIn mit einer Mischung abwechslungs- und facettenreicher soul-folk-jazziger Titel eine moody Stunde (Pardon: 75 Minuten) zu verschaffen, als auch Conaisseuren mit einer Selektion super-rarer Tracks aus den 60ern/70ern und frühen 80ern Spuren zu legen, in noch unerforschte und unter 1000prozentigem Arten- und Naturschutz stehende Gebiete des Smooth/Soft-Soul (Dorando, JR Bailey), Folk-Jazz (Ellen McIlwaine, Caroline Peyton), freier Ethno-Jazz-Choräle (W.E.O. mit einem fast 15 Minuten R&B-Halleluja!), Vocal Jazz Male (Bobby Cole – zum Weinen schöner Vortrag + Arrangement, Jon Lucien – natürlich superb), Vocal Jazz, die Frauen (Valli Scavelli – läßt einen ein wenig an die herausragende Engländerin Norma Winstone denken, Ensemble Al-Salaam) und noch das eine oder andere obskure Subgenre aus R&B, Soul-n-Funk-n-Jazz.
Dank eines engagiert gestalteten Booklets mit Bildern (Covers!) und kleinen Stories mit Backgroundinfos zu Genese und Weg der einzelnen Titel erhält der/die Interessierte CollectorIn Hinweise für den eigenen (Sammel)Weg.
Wer ob des Genusses dieser Songperlen nicht schlagartig dazu motiviert wird, sich mehr von den einzelnen Interpreten ins Plattenregal zu holen (was sich im einen oder anderen Fall durchaus als mittlere (Finanz)Herausforderung darstellen dürfte), kann sich noch immer beim Hören mit dem Lesen der von den Herausgebern persönlich gefärbten Geschichtchen unterhalten.
Es ist zu vermuten, dass der gute Gilles bei den nächsten Worldwide Awards die Compilation Meisterschaft selber abräumen will angesichts der beeindruckenden Zusammenstellungen jüngeren Datums (z.B. impressed 2 über raren BritJazz oder aber auch GP in Africa, ersteres mit extrainformativem Booklet). Aficionados/Interessierte und die, die es werden wollen, sollten rasch aus den Optionen selber kaufen oder schenken lassen die Passende wählen.


Film Ing
Film Ing
Preis: EUR 18,98

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tastenwirbler, Großmeister ... weites Land des Jazz, 1. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Film Ing (Audio CD)
Lieber Bugge,

ich muß dir sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit meiner Entscheidung, dir am 10. Mai 2004 mit einer handvoll weiterer Freaks live zu lauschen.
Ich war zwar an dem Tag schon recht fertig von 370 Kilometer Autofahren und Hacke nicht zu kurz aber da mir deine bisherige Musikproduktion von der Konserve her ausnahmslos sehr gut einfahrt, musste ich mich zu dir aufmachen ... und du hast durch dein Wirken meine kognitiven-Dissonanz-Tendenzen ab dem ersten Takt pulverisiert.
Ich muss ja sagen, in dem bisschen, das ich vor deinem Gig darüber nachdachte, was mich erwarten könnte, habe ich mir gedacht, du könntest einige Perlen aus dem Sharing Album oder vielleicht auch so wie bei Gilles live einige köchelnde Neuinterpretationen von den Moving Sachen zum Besten geben; es kam dann ja so, dass du dich vorwiegend mit deinen neuesten Ergebnissen beschäftigt hast und das ist ex-post gesehen sehr gut so.

Zunächst war ich ja nach Kauf und einigem Male hören von FilmIng auch so eher der Meinung, dass das eine eher laue Angelegenheit ist, aber nach der Live-Offenbarung kann ich auch die neu(e)n Flächen auf FilmIng ganz anders hören.
Du zeigst uns, wo du mit deinem Prozess der Neukonzeption angelangt bist und wahrlich die aktuellen Streckenposten markieren sich bei Ethnomusikalischem Suchen (und Finden), dem verdammt sicheren Einbeziehen von Two-Step House Elementen (wo sich die jungen ProducerBuben schon ordentlich am Riemen reißen müssen) und dem Aufbau repetitiv-pulsierender Soundskulpturen, die mich ein wenig an Steve Reich denken lassen.
Abgesehen, dass dich mit deinem virtuos-mitreißenden Tastenspiel Miles seelig wohl mit Handkuss jederzeit ins Ensemble gestellt hätte, weil vor Joe oder Herbie brauchst dich natürlich keine Sekunde lang verstecken. Aber da stellst du dich diesmal (zumindest auf Konserve) meiner Meinung nach fast ein wenig zu sehr in den Hintergrund.

Naja, genug Honig. Ich weiß, dass dich Gilles auf seiner aktuellen Top-10-AlbumListe mit FilmIng nur auf Platz 11 führt und das also eher wie ein Freundschaftsdienst ausschaut, aber es ist halt auch viel interessantes Zeug am Markt. Wenn man da an die Deutsche Fraktion denkt oder auch das ganze (nicht verachtenswerte) Remix und Revisit Material, das dann ja oft von der geballten Producer(welt)elite aufgemischt wird. Kunststück, wo dann jeder nur einen Track neu zu erfinden hat.

Das Thema verbindet euch ja ein wenig, denn bei dir geht's eben auch um die Neuerfindung und in diesem Sinne ist dir mit FilmIng, das wohl dein letzter Neukonzeptionsakt sein wird (wenn's wahr ist, was ich so lese), schon noch ein eindrucksvoller Schlusspunkt gelungen:
Ich finde, man kann sich zunächst den Sog erschließen, indem man die Platte mal auf etwas höherer Lautstärke bewusst Track für Track durchhört und aufmerksam ist für die vielen Effekte und Schlenker, die du dir diesmal ausgedacht hast. Die Einbeziehung der vokalen Gäste aber auch Joshua R. ist sehrsehr reizvoll (01, 03, 04, 06); es ist oft so, dass ich mich freue, wie mancher Track langsam ankommt, du ein wenig seine Landschaft modellierst und er dann wieder gehen kann (01, 05, 08, 09). Es setzt mich fast nieder mit welcher Sicherheit du oft ein Volumen und ein Treiben in deinen Tracks aufbaust und sie innerhalb weniger Takte auf Stand runterholst und alles ist wie wenn es schon immer so hätte sein müssen... Recht gefinkelt finde ich ja, dass du uns letzthin auf deinem Live Album den Titeltrack Film Ing bereits in über 20min Version angekündigt hast ' schön, welchen Sinn das im Nachhinein ergibt!

Und ich habe mir gedacht, dass dein Seelenverwandter - (wenn es um die Auslotung der Grenzen im Jazz unter Einbeziehung neuerer elektromusikalischer Gestaltungsmöglichkeiten geht) - Erik mit der Trompete dir live einiges zu knabbern aufgibt, aber du hast ihm mit deiner Exhibition gezeigt, dass er sich ganz schön warm anziehen muss, wenn er mit dir in der Liga mitspielen möchte.

Tja, bin mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob ich damit nun deine Live oder FilmIng Qualitäten oder beides... angerissen habe. Ich gebe dir diesmal vier solide Sterne und jeder, der dich bisher kannte wird sich Film Ing sowieso zulegen (und damit gut beraten sein, vor allem wenn er was mit der, sagen wir vereinfacht, 'Elektroseite' am Hut hat).
Neueinsteiger könnten ja zunächst mit Sharing anfangen und sich über die Live(Versionen) zu Film Ing vorarbeiten.
Die Mission sehe ich als bekennender Toft-Head sowieso darin, live mit dir und den deinigen im Sharing und Moving und FilmIng wo immer es geht in Einigkeit zu sein.
In Verbundenheit und Dankbarkeit dein Petex


Saturday
Saturday

4.0 von 5 Sternen Afro House mit Latineinsprengseln Best Practice, 1. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Audio CD)
Kerri Chandler scheint in Zeiten der die Teamfähigkeit predigenden Ökonomie der ideale Mann fürs neue Wirtschaften zu sein. Besser aber er setzt seine Vibes und Kreativität im musikalischen Fach ein - auch dort gibt es Möglichkeiten für erfreuliche Kollaborationen: Man denke nur an die feinen Dinge, die er gemeinsam mit einem gewissen Herrn Clausell produziert hat (nachzuhören dann gleich am besten auf Nuphonic's "Spiritual High").
Für die Liebhaber sich langsam aufbauender bzw. entwickelnder Nummern (Titellänge 6:54 bis 8:47) ist dieser Samstag, den er gemeinsam mit Jerome Sydenham gestaltet sicher ein feiner Einstieg in die (House)musikwelt des Kerri C. Chandler ist in seinen Produktionen wohl bestrebt, House und seine Idee von Afrika zusammen zu bringen; manchmal schwindelt sich noch eine Prise Latinspirit rein, was dann meist sehr gut in Hörers Ohr oder direkt Beine reingeht.
Vorabinfo: Die Anlage sollte gut bassfähig sein. Dann geht's aber los:
5:4 stehts zugunsten der Instrumentalno's vs. Tracks mit Vocalanteil. Es ist schwer, eine der Nummern herauszuheben. Jede für sich hat ihren eigenen Charme und arbeitet an ihrem eigenen Thema, seien es die "(Holz)schlaginstrumente", Bläsersätze oder Chöre. Vielen wird wohl die letzte Nummer, das eh schon legendäre See Line Woman bekannt/vertraut sein.
Auch ansonsten viele good news im Osten:
Candela, eine beschwingte, medleyhafte instrumentale Extravaganza
Rising the sun, deepe, verspielte Tune für den Morning after
Aro, mahnende Bläsersätze, das Waschbrett rattert, eine stimmige Mischung aus Afro und Dance, wo eigentlich nur noch die Vocals von Femi Kuti fehlen (aber von ihm wurde ohnehin eben Nachschub gelauncht)
Winter's Blessing, wiederum ein deeper Wascher mit sehnsüchtig rufendem Synthie und Gewitter zum Ende
Espirito Du Tempo, ein Musterbeispiel dramaturgischer Steigerung: nach ca. 3:45min sind wir voll bei der Sache und das war dann erst der Anfang - die zweite Halbzeit hält, was die erste verspricht
Ko Ko, der rechte Treiber für den Auftakt: eindringliche Male Vocals mit ordentlich Percussion und an den Stampf wurde auch gedacht, alle Anschnallen!
Deconstructed House, was für eine Episode: eine rauchige Frauenstimme, Flirren und Gurren - the Jungle
Jehlaz, so eine Freude: gleich kommt eine feiernde Gesellschaft ums Eck und nimmt einen mit auf den Weg; das läßt sich dann immerhin auch mit der Repeat-Taste recht oft bewerkstelligen. 4,5 von 5.


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