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Rezensionen verfasst von
Gerhard

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Wolfgang Unzicker
Wolfgang Unzicker
von Gerhard Josten
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rekordnationalspielers Wolfgang Unzicker, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Wolfgang Unzicker (Taschenbuch)
Der durch zahlreiche Publikationen im Bereich des Schachs und seiner Geschichte hervorgetretene Gerhard Josten lässt sich in diesem Buch von der Idee tragen, über eine umfangreiche Anthologie dem Wesen eines herausragenden deutschen Schachmeisters näher zu kommen und ihm möglichst umfassend gerecht zu werden. Wolfgang Unzicker (1925-2006), der mehrfach sogar als der Amateur-Schachweltmeister bezeichnet wurde, war nicht nur auf dem Schachbrett eine herausragende Persönlichkeit. Seine Freunde, seine Gegner, darüber hinaus aber auch die schreibende Zunft und nicht zuletzt seine Familie haben durch ihre diversen Beiträge und Hinweise maßgeblich zum Gelingen dieses Buchs beigetragen. Das schachliche Wirken des deutschen Rekordnationalspielers Wolfgang Unzicker wird durch von ihm selbst oder seinen Gegnern kommentierte Partien illustriert.
Reinhold Ripperger
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Der Widerhall des Urknalls: Spuren einer allumfassenden transzendenten Realität jenseits von Raum und Zeit
Der Widerhall des Urknalls: Spuren einer allumfassenden transzendenten Realität jenseits von Raum und Zeit
von Klaus-Dieter Sedlacek
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,80

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Welt ohne Schöpfer?, 22. Juli 2012
Mit seinem Buch Der Widerhall des Urknalls" widmet sich der Autor Klaus-Dieter Sedlacek der Austreibung spukhafter Mächte, die, wie er in seinem Vorwort schreibt, überall in der modernen Naturwissenschaft ihr Unwesen treiben. Einen solchen Spuk erkennt er auch in der Erfindung des sagenhaften Urknalls, wonach unser All vor 13,7 Mrd. Jahren aus dem Nichts entstanden sein soll.
Als Echo oder Widerhall auf diesen Spuk entstanden nach Auffassung des Autors weitere moderne Fantasien in der Naturwissenschaft. Im ersten Kapitel des Buchs wird das Verhältnis von Religion und Wissenschaft behandelt mit dem Ergebnis, dass es eines göttlichen Schöpfers nicht bedarf, um unsere Welt und das All zu erklären. Die zwei folgenden Kapitel über Albert Einstein und die Quantenphysik gehen vornehmlich der noch immer ungeklärten Doppelnatur des Lichts als Teilchen und Welle nach. Anschließend geht der Autor auf eine Vielzahl von Themen ein, die hier wegen ihres Umfangs nur in den Überschriften wiedergegeben werden können. Dazu gehören das Wesen der Information, das kosmologische Hintergrundfeld und das Rätsel des Bewusstseins.
Neben den wissenschaftlichen Abhandlungen zieht sich die Gottesfrage wie ein roter Faden durch das Buch. Schon im ersten Kapitel wird sie angesprochen, während der Autor im achten Kapitel fragt: Haben Religion und Naturwissenschaft einen gemeinsamen Nenner?" Des Autors Antwort lautet, dass sich ein Schöpfer noch jeder naturwissenschaftlichen Theorie entzogen habe. Selbst auf den zwei letzten Seiten, die den tieferen Sinn aller Dinge zu erklären versucht, kommt er wieder auf die Gottesfrage zurück.
Der Autor hat erfreulicherweise versucht, fachspezifische Formeln weitgehend zu vermeiden, um auch dem fachlichen Laien das Verständnis des Inhalts nicht zu erschweren, aber dennoch ist eine naturwissenschaftliche Vorbildung des Lesers sehr zweckdienlich. Das hochformatige Buch hat 206 Seiten im Format 17 x 22 cm. Es zeigt 90 schwarzweiße Abbildungen. Ungewöhnlich ist die Seiteneinteilung. Während der Innenrand 1 cm breit ist, umfasst der Außenrand 5 cm, weil dort gelegentlich Abbildungen untergebracht sind.
Es fällt schwer, verbindliche Aussagen zum Inhalt des Buchs zu machen. Nur die Zeit wird zum Schluss verlässlich richten, welche wissenschaftlichen Thesen, die in diesem Buch angesprochen werden, auf Dauer Bestand haben werden - oder sich als Spuk erweisen wie das geozentrische Weltbild eines Ptolemaeus, das mehr als 1000 Jahre als Wahrheit galt. Spannend ist es allemal. Das Buch spannt einen weiten wissenschaftlichen Bogen und wird eines Tages das Ereignis erleben, das allen Rebellen droht: Sieg oder Tod. Den Dualismus zwischen einem Schöpfer und der Naturwissenschaft aber werden wir wohl niemals verlieren.


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