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Rezensionen verfasst von
Jonathan Jochem
(REAL NAME)   

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The Dirt: Confessions of the World's Most Notorious Rock Band
The Dirt: Confessions of the World's Most Notorious Rock Band
von Neil Strauss
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,95

5.0 von 5 Sternen Dreck oder Gold?, 24. April 2013
Normalerweise verhält es sich bei mir mit Musiker-Biographien folgender Massen: Ich muss ein großer Fan des Künstlers oder der Band sein um mir auch noch eine Biographie anzuschaffen.
Aber mal ganz ehrlich, die steht dann meistens im Regal und erfüllt nur den Zweck mir mein ECHTES-FAN-GEHABE vor mir selbst zu rechtfertigen.
Ganz anders als bei diesem Buch. Ich konnte mit der Band zuvor nicht wirklich viel anfangen und war einigermassen schockiert als mir klar wurde, dass ich einen 450 Seiten dicken Wälzer bestellt habe.
Doch ich habe es keine Sekunde bereut sondern die Geschichte von Vince, Nikki, Tommy und Mick gerade zu verschlungen.
Das liegt zum einen an der genialen Aufteilung des Buches und den verschiedenen Kapiteln aus der Sicht der einzelnen Bandmitglieder die hervorragend ineinander fassen. Auf unnötiges Prollgehabe und Glorifizierungen wird verzichtet indem einfach alles dargestellt wird.
Der Dreck eben auch. Sogar ein echter Spannungsbogen ist zu erkennen. Ach ja und da sind ja noch die unfassbaren Dinge, die diese Band wirklich erlebt... Das muss man gelesen haben, denn nacherzählen kann man es nicht. Alles Klischees des Rock`Roll wurden für Motley Crue erfunden!
FAZIT: Absolut empfehlenswert..Ich hab keine Ahnung wie man das Buch noch hätte verbessern können.


Fleisch ist mein Gemüse
Fleisch ist mein Gemüse
von Heinz Strunk
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immer geil abliefern.., 15. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Fleisch ist mein Gemüse (Taschenbuch)
Ich habe auf den ausdrücklichen Hinweis meines Schlagzeugers mich dieses Romans angenommen. "Das muss man als Mucker gelesen haben!", erzählte er mir begeistert. Also habe ich mich hingesetzt und bin eingetaucht in die Welt des Heinz Struck, der sein tristes Dasein als Bläser einer Tanzmusikkapelle fristet.
Ist man selbst Musiker und kennt die Bedürfnisse und Hindernisse dieser Umgebung ist man gerade zu erschreckt, wie gut der Autor die Wahrheit trifft. Gestalten wie schrullige Veranstalter, unmögliche Mit-Musikanten und abgehalfterte NICHT-MEHR-Rockstars werden wunderbar zum Leben erweckt. Man merkt sofort, dass ihr kein Romanautor im herkömmlichen Sinne am Werk war, sondern jemand wirklich aus seinem Leben berichtet. Das ist komisch, eklig, schockierend, rührend und fesselnd. Ich habe die ersten hundert Seiten gerade zu verschlungen...Allerdings bringt das wahre Leben immer ein Problem mit sich. Die Handlung ist nur ganz selten so kompakt und spannend wie man es von der Fiktion gewöhnt ist. Leider hat das Buch als ganzes keinen wirklichen Spannungsbogen oder Handlungsstrang und so kommt nach der Hälfte Langeweile auf und man weiss nicht, wo das ganz hinführen soll. Das macht das Lesen zäher und nimmt viel der frischen Würze und daher kann ich auch nur drei Sterne vergeben.


Abgeschnitten
Abgeschnitten
von Sebastian Fitzek
  Audio CD
Preis: EUR 5,14

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Motzen auf hohem Niveau, 29. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten (Audio CD)
Fitzek ist und bleibt eine Instanz was das Verfassen von gelungenen Thrillern angeht.
Nirgends ist die Story so vorsichtig und clever konstruiert, nirgends hat man so das Gefühl, dass jede Zeile zielführend ist und nirgends werden so gekonnt die Untiefen von ausgelutschten Personen und miesen Klischees umschifft.
Er ist und bleibt der Meister der Spannung an dem sich so mancher Amerikaner dringend ein Beispiel nehmen sollte.

In Zusammenarbeit mit Deutschlands Rechtsmediziner Nr.1 ist ihm wieder mit "Abgeschnitten" ein großer Wurf gelungen.
Dazu gehört Mut!
Sicherlich die Geschichte des Rechts-Mediziners Paul Herzfeld scheint auf den ersten Blick nicht ganz neu. In grässlich zugerichteten Leichen finden sich Hinweise eines Killers die den Protagonisten auf einer wilden Jagt durch die Republik auf die Spur seiner entführten Tochter bringen sollen. Nebenschauplatz ist Helgoland wo inmitten eines Sturms die junge Comic-Zeichnerin Linda eine Leiche findet und gemeinsam mit Herzfeld`s Telefonunterstützung auf der Suche nach Hinweisen ist. Dazu stehen beide knöcheltief im Blut...Nichts für schwache Mägen!

Was einfach toll ist:
Die Story befindet sich mit 200 Sachen auf der Überholspur und kommt einfach nicht zum Stillstand. Einmal begonnen ist es unmöglich aufzuhören und nicht einmal denkt der Hörer" Warum sind die so blöd und gehen auch noch in das dunkle Haus?" wie es doch bei dieser Art Buch oft vorkommt.
Die Sprecher sind genau am richtigen Platz und übertreiben nie, sondern befinden sich scharf wie eine Rasierklinge mit Betonung und Feeling genau an der richtigen Stelle.
Fitzek hält auch in diesem Werk einige Überraschungen bereit und schafft es zu überraschen. Keine Selbstverständlichkeit.
Auch die leise, aber deutliche Gesellschaftskritik mit der hier "echte" Literatur geprägt wird ist messerscharf platziert, wirkt authentisch und unaufgesetzt. Besser könnte man es kaum platzieren.

Was nicht ganz sooo toll ist:
Ohne Zweifel ist eine Menge Fachwissen in das Buch eingeflossen und der Co-Autor ist immerhin ein Mann vom Fach, aber muss das wirklich sein?
Sicherlich ein gewisses Mass an Brutalität, Schleim, Gedärmen und Blut muss vorhanden sein um Realismus und Schock zu produzieren und dem Leser wirklich nahe zu gehen.
Für mich allerdings war es hier etwas zu viel... Das ist eine absolute Geschmacksache und ich spreche die Autoren von dem Vorwurf frei sich mit Ekelfaktor aus einer schlampigen Story ziehen zu wollen, wie es einige ihrer Kollegen mit Vorliebe praktizieren.
Etwas weniger hätte es meiner Meinung nach auch getan und die Story auch nicht behindert... Ich habe auch Geld gespart, da ich auf einer langen Autofahrt nicht einmal zum Essen rausfahren konnte:)

Leider scheitert der Autor bei mir etwas an den Erwartungen und das lässt sich schlicht mit einem Fazit zusammen fassen:

Sebastian Fitzek hat einen genialen Thriller erschaffen, allerdings nicht seinen Besten!


Amaryllis
Amaryllis
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So nehmt ihm nur die Geige weg!, 2. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amaryllis (Audio CD)
Nach dem großartigen "SOUND OF MADNESS" war der Druck gross und auch meine Erwartungen gigantisch.
Es ist immer leicht und lustig eine einseitige Rezension zu schreiben. Richtig gut oder totaler Müll. So leicht ist es aber bei dieser Platte leider nicht!

Die Haben-Seite:
Shinedown haben sich in ihrem Songwriting nochmals gesteigert. Viele Melodien klingen noch ausgefeilter, Gitarren sin noch cleverer platziert und die Bandbreite ist noch größer. Damit haben Shinedown einen großen Schritt nach vorne gemacht und sich in Radionähe gespielt. Das ist nichts Negatives. Sicherlich hat man hier und da an Härte verloren, aber das (meiner Meinung nach) auf eine authentische Weise, da man als Band gereift ist und Elemente bewusster einsetzt.
Das Album bietet große Hymen und gefühlvolle Balladen, die ,da sie zielsicher unter dem Bon Jovi-Schmalz hindurch tauchen und wirklich gute Rocksongs sind. Gerade die Gesangsfraktion ist einfach grandios und hat eine Ausgewogenheit zwischen männlichem, aggressivem Gesang und einfühlsamen Melodien ist nahezu perfekt.

Was mich stört:
Ein noch etwas härterer Song, alle "Sound of Madness" oder ähnlichem hätte der Scheibe mehr Ausgewogenheit verliehen.
Und ein wirklich großes Manko ist die Produktion! Die Songs sind toll, nur hätte das mit diesem Disney-Orchester wirklich ständig sein müssen. Ja, das macht man so... Ja, das ist modern..doch meiner Meinung nach ist es hier einfach schamlos übertrieben worden. Ich schätze Shinedown besonders als Live-Band und habe wirklich Angst davor, wie es Live wirkt, wenn die Hälfte aus der Kiste kommen muss um dem Album noch gerecht zu werden. Viele der Effekt die das Orchester erzielt hätte man meiner Musiker-Meinung nach auch mit zusätzlichen Gitarrenspuren erreichen können um dann später live einen TourGitarristen zu beschäftigen, aber so bin ich sehr skeptisch.
Den Produzenten würde ich sofort wieder rausschmeißen egal wie erfolgreich er ist. Es ist fast unmöglich das Album komplett durchzuhören, da mir das nervige Gefiddel so sehr auf die Synapsen drückt.

FAZIT:Gute Songs und meine Freundin findet Shinedown jetzt auch gut, aber diese verdammten Geigen...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 16, 2012 12:46 AM MEST


Men in Black 3
Men in Black 3
DVD ~ Will Smith
Wird angeboten von media-shop
Preis: EUR 7,75

6 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zu alt für den Schei..., 2. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Men in Black 3 (DVD)
Das ist das Motto dieses Streifens.
Bleibt nur die Frage wer hier zu alt ist. Ich oder Will Smith und Co?

Der Kultfaktor des ersten Teils steht ausser Frage und ich war guter Dinge, dass das Seting (von Ausserirdischen die heimlich auf der Erde leben und von der Behörde der "Man in Black" überwacht werden) noch einiges an Zündstoff bietet.
Doch leider weit gefehlt!
Das erste untrügliche Anzeichen für den Anfall von Ideenlosigkeit und biederer Langeweile ist, dass man sich auf eine ZEITREISE einlassen muss um irgendwie Spannung zu erzeugen.
Die wirklichen Brüller und coolen Ideen (wir erinnern uns: Die meisten Ausserirdischen arbeiten bei der Post:):) bleiben leider vollständig aus.
Dafür bekommt man eine große Tube von "Irgendwie-Schonmal-Gesehen" gespickt mit lahmen, pseudodramatischen Elementen die einen Hauch von Spannung erzeugen sollen.
Völlig überflüssige Handlungen wie, dass J dem Mysterium um seinen Vater auf die Spur kommt, K`s Wesensveränderung zu einem bitteren, alten Mann usw.
(Sicherlich Dinge über die Clint Eastwood einen tollen Drei-Teiler drehen könnte, aber in MIB 3 sind sie völlig fehl am Platz.)

Sicherlich den ein oder anderen Schmunzler kann man aus dem trockenen Stoff drücken, aber man verliert nicht den Eindruck, dass gerade Will Smith das Alien in diesem Film ist.
Als großartiger, gestandener Schauspieler wirken seine bemüht jugendlichen Prinz-von-Bel-Air-Attitüden aufgesetzt und wie von einem anderen Stern.
Zum Schluss wünscht man sich dann nur noch, dass die Aliens wenigstens diesmal die Erde mit einem ordentlichen Knall in die Luft sprengen um Teil 4 umbedingt zu verhindern.

FAZIT: Schade. Das hätte wirklich nicht sein müssen. Ab jetzt halte ich in allen SiFi`s zu den schmierigen, schleimigen Aliens!


Snow White & the Huntsman
Snow White & the Huntsman
DVD ~ Kristen Stewart
Preis: EUR 5,99

11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Snow White and the Blödsinn, 2. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Snow White & the Huntsman (DVD)
Sie haben die Vorschau dieses Streifens bereits gesehen? Belassen sie es dabei!
Alle (und damit meine ich wirklich ALLE) sehenswerten Actionszenen sind bereits darin vorhanden! Und der Rest?

Um Eines schonmal großspurig vorweg zunehmen: Vom Genuss dieses Films lässt sich vorbehaltlos abraten!
Was erwartet man man? Nach der Vorschau und ein recht hochklassigen Besetzung ist man sich sicher ein düsteres Märchen erleben zu dürfen.
Sicherlich von der Geschichte erwartet man nicht viel, denn die kennt man ja schon. Daher erübrigt es sich auch fast dem Film vorzuwerfen, dass der Plot schlecht, grob und schlampig erzählt ist.
Natürlich man erwartet keine großen literarischen Ergüsse, doch die schmale Spur die hier gefahren wird ist auch noch fehlerhaft und super unlogisch. Es werden Probleme und Schauplätze aufgemacht, die einfach später nicht weiter behandelt werden und so einfach nur Verwirrung stiften.

Die düstere, erwachsene Aufmachung (welche mich ins Kino gelockt hatte), geht recht zügig verloren und man findet sich in einer Welt wieder, die an Plagiaten und Ideenlosigkeit kaum zu übertrumpfen ist.
Plötzlich beißt da der Löwe Aslan aus NARNIA den HOBBITs in die Füsse und man kommt sich vor wie in einer dieser grausigen PRO 7 Parodien.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das Alles geschieht auf einem filmisch, artworktechnisch hohen Niveau. Die Kulisse ist gut und man hat keinen Zweifel daran, dass es sich wirklich nicht um einen Low-Buget-Streifen handelt.

Doch bitte, bitte, bitte liebe Filmfirmen. gebt lieber 12,50 mehr für ein Drehbuch aus und lasst das keinen Praktikanten machen!

Der Anspruch an die Schauspieler ist überzogen, da die Protagonistin für eine Rolle angelegt ist die sich von kleinem unschuldigen Waisenmädchen, über Naturhexe bis zur wilden Johanne von Orleans entwickeln soll- da muss man versagen.
Chris Hemsworth spielt schlicht einen dreckigen, tollpatschigen Thor und stellt irgendwie in diesem Film rein gar nichts dar.
Einziger Lichtblick ist Charlize Theron, die ihre Sache als böse Hexe wirklich toll macht und das Spagat zwischen anziehend und unheimlich erschreckend lebendig macht.

FAZIT:
Guter Ansatz und die Mittel waren offensichtlich vorhanden.
Dieser Film bricht sich selbst das Genick, indem er möglichst viele Zuschauer bedienen will und irgendwo in einer leblosen, miefigen Masse zwischen düsterer Action und einem Fantasy-Familienfilm treibt.


Revolver
Revolver
DVD ~ Jason Statham

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung, Achtung, erschreckend...tiefsinnig, 2. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Revolver (DVD)
Guy Ritchie? Woran denken sie bei diesem Namen?
Doch wohl, dass dieser Regisseur den Mut besass einen verlausten, dreckigen, nuschelnden Zigeuner mit Paradeschönling Brad Pitt zu besetzten.
Denken sie neu! Oder sie werden enttäuscht!

Ich schätze diesen Regisseur vor allem wegen seiner ausgeprägten ANTI-Hollywood-Fähigkeit, Selbstironie und schrägen Geschichten.
Als Fan von "Snatch"; "Bube,Dame, König, Grass" und auch den "Sherlock Holmes" Verfilmungen war auch "Revolver" für mich natürlich ein muss.

"Revolver" dreht sich um Hauptfigur "Mr. Green", die nach ihrem Gefängnisaufenthalt zwischen Spieltischen, organisiertem Verbrechen, Schutzgeld und Schach versucht die eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen.
Zuerst gewinnt der geneigte Zuschauer den Eindruck er befinde sich in der gewohnten Guy-Richi-Gangster-Welt und es müsse nur eine Frage von Sekunden sein, wann Bullet Tooth Tony erscheint und mit stoischem Gesicht seine Waffe auf die Kamera richtet.
Doch weit gefehlt, der Film entwickelt sich in eine ganz andere Richtung und verliert die gewohnte Leichtigkeit des Regisseurs völlig.
Die Handlung ist an Komplexität kaum zu überbieten und verlangt vom Zuschauer alles an Konzentration die sich aufbringen lässt.
Ist man willens diese aufzubringen beschert einem das Ende und der Weg dorthin viel Stoff über den man nachzudenken hat.

Fazit:
Dies ist kein Film für einen gemütlichen Abend vor der Glotze, bei dem man das Gehirn schonmal in aller Ruhe ins Bett vorschicken kann, sondern eine echte Denksportaufgabe.
Wesentlich künstlerischer geht Guy Ritchie hier zu Werk und wagt sich aus dem Grene heraus, dass er noch zuvor selbst kreieret hat.
(Wie ich finde ein mutiger Schritt!)
Der Streifen ist grandios besetzt Ray Liotta, Statham und auch Marc Strong sind wunderbar.
Zum Kultfaktor fehlt dennoch etwas Farbe, krassere Begebenheiten und stärkere Persönlichkeiten.
Viele Motive sind nicht ganz neu und auch die einzelnen Figuren scheinen schon leicht staubig, aber alles in allem ein gelungener Auftritt, auch wenn er sicherlich viele Fans enttäuscht hat.


Der Nobelpreis
Der Nobelpreis
von Andreas Eschbach
  Gebundene Ausgabe

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Nobelpreis wird's ..., 2. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Nobelpreis (Gebundene Ausgabe)
NICHT werden.
In 'der Nobelpreis' verirrt sich Andreas Eschbach in die schwedische Nobelpreis-Akademie und schildert die Erlebnisse des in die Jahre gekommen Industrie-Spions Gunnar, der auf der Suche nach seiner Nichte das Gefängnis verlässt. Mit von der Partie ist sein unsympathischer Schwager, der Mediziner und Mitglied der Nobel-Kommission Hans Olof, dessen Tochter entführt wurde um nichts geringeres als einen Nobelpreis zu erpressen.

Klingt zumindest viel versprechend und auch wenn man weiß, dass in Eschbachs Gefilden weder Nobel noch Pulitzer- Preise vergeben werden, steht sein Name dennoch für Qualität was Spannung gute Konstruktion angeht.
Leider werden viele Erwartungen nicht erfüllt.

Der ,aus der Ich-Perspektive erzählende, Hauptcharakter bleibt farblos und macht sich beim Leser durch seine aufdringliche Blauäugigkeit nicht gerade beliebt. Auch gelingt es Eschbach leider nicht, die Story gelungen zu entwickeln und den Leser Häppchen für Häppchen an der Spannungsleine zu führen. Schon nach einiger Zeit stellt sich das Gefühl ein, dass lediglich Füllmaterial angehäuft wird um endlich auflösen zu können. Viele Szenarien gleichen sich und selten zeiht der Autor eine Überraschung aus dem sprichwörtlichen Ärmel.
Der geneigte Leser schleppt sich zur heiß ersehnten Auflösung, nur bei der Stange gehalten durch die zarte Hoffnung Eschbach könnte ihm doch zum Schluss die Worte:'Nein!! Wäre hätte das gedacht?' entlocken.
Doch leider scheitert diese Hoffnung und man bekommt lediglich das serviert, dass man schon erahnen musste. Ein langes fades Nachspiel folgt, da es augenscheinlich auch dem Autor selbst bewusst war, dass dieses Ende etwas an den Haaren herbei gezogen war und logische Lücken aufweist. Das fade Erklären nach dem verunglückten Aha-Effekt ist wirklich richtig bitter.
Fazit: Es wäre ungerecht 'Der Nobelpreis' als SCHLECHT zu bezeichnen 'es ist nur eben auch nicht gut. Solides Handwerkszeug und eine vergleichsweise gute Grundidee machen das ganze lesbar, aber durch einen schlechten Aufbau und misslungene Farbtiefe bleibt 'der Nobelpreis' leider schwach.


Feuerwurm
Feuerwurm
von Ian Watson
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Den die Würmer fressen.., 12. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Feuerwurm (Gebundene Ausgabe)
Die Lektüre dieses Buches ist sinnvoll, denn man erfährt eine Menge über sich.
Wie gross ist mein Durchhaltevermögen, wenn ich keine Ahnung habe worum es eigentlich geht? Wie hoch ist meine Frustrationstoleranz bei fehlenden Handlungssträngen? Und wieviele Schilderungen sexueller Abartigkeiten kann ich vor der nächsten Mahlzeit noch ertragen?
Sicherlich viel der Substanz dieses Werkes ist dem Zeitgeist der Entstehung und der Aids-Analogie geschuldet, aber das wird leider nicht klar aufgezeigt, sondern geht in der wirren Erzählweise unter.
Die angerissenen Thematiken sind zwar spannend, besonders die Reinkarnation und Hypnose, aber leider verschwimmen diese in den Rückblenden.
Für mein Empfinden ist auch das Gefälle zwischen den einzelnen Passagen der Rückführung (50er Jahre, 18Jhrd., 17Jhrd. usw.) extrem stark.
Kann der Autor die 50er noch erstaunlich lebendig und greifbar wirklen lassen, wird er auf seiner Reise in die Vergangenheit plump und holzschnittartig. Dies wird versucht durch Fakten, Daten, Zahlen und historische Einordnung zu kompensieren, macht das ganze aber nur zäh und unheimlich schwer zu lesen.

Positives zum Schluss: Das Thema ist interessant und erzeugt soetwas wie ein ganz eigenes Feeling, dass gerade zu Beginn packend sein kann, aber leider nimmt das Buch im Verlauf immer stärker ab. Das ging soweit, dass mich das Ende schon kaum noch interessiert hat.


Geistertanz
Geistertanz
von Mark T. Sullivan
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Zwischen Licht und Schatten.., 6. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Geistertanz (Taschenbuch)
Wenn es Bücher als Baukästen gäbe,wäre "Geistertanz" wahrscheinlich einfach großartig, denn man könnte Einiges einfach raus reißen!
Die Geschichte vom deprimierten Reporter und seiner verlebten Polizistin scheint mir verbraucht, übertrieben und einfach zu viel des Leides. Die Qualität dieses Buch liegt tiefer im Background des Romans. Die zusammenfassend erzählten Passagen aus der Geschichte der USA sind einfach großartig und an Atmosphäre nicht zu überbieten. Geschichten von Indianern und modrigen Westernstätten, dunklen Varietes zwischen Realität, Gewalt, Fiktion und Magie wie sie besser nicht sein könnten. Auch die durchaus kritischen und reflektierten Passagen am Schmelztiegel von Christentum und Indianischer Religion sind interessant und so unterhaltsam, dass man noch mehr erfahren möchte.
Der Fehler des Buches ist die Übertragung des Stoffes in eine etwas angegammelte CSI-Wer-findet-den-Serienkiller-Story, dei dem behandelten Stoff kaum gerecht wird. Schade...
FAZIT: Das geht besser, aber Lesefluss und Spannung sind vorhanden - Alles in Allem gelungen.


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