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Rezensionen verfasst von
Kassander

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Fallout 4 Uncut - [PC]
Fallout 4 Uncut - [PC]
Preis: EUR 29,94

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erster gemischter Eindruck, 21. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Fallout 4 Uncut - [PC] (Computerspiel)
Edit 24.11.15:
So, einige Spielstunden weiter komme ich nicht umhin, meine Wertung von drei auf vier Sterne aufzustocken.
Das Waffenmodden macht einen riesen Spaß und ich bin fleißig am Skillen und Schrott sammeln, um mein "(mächtig)ImproScharfschützenGewehr" weiter zu verbessern. Geil! Die neuen Features rund um die Powerrüstung sind doch sehr stimmig gwählt, auch der sich schnell verbrauchende Fusionskern. Wäre doch langweilig, wenn man sich dauerhaft in voller Ausrüstung durch die Pampa massakrieren könnte. Momentan steht die Rüstung irgendwo leer rum und ich muss einen neuen Kern finden. Sehr gut. Die Kämpfe sind fordernd und machen höllisch Spaß. Und mit dem neuen NexusMod zur Umgestaltung des Dialogsystems ist ein riesen Schritt gelungen. Ich werde weiter berichten!
Edit Ende

So, nach 8 Stunden Spielzeit kann man mal einen ersten (vorläufigen) Eindruck schildern. Auf die grafische Gestaltung gehe ich mal nicht ein, denn ich war beschäftigt genug, das Spiel auf einem Aspire E1 572g (i5 4200u, 8gb RAM, Radeon r7 m265) überhaupt zum Laufen zu bekommen. Aber jetzt auf Minimum incl. eines NexusMods, der die Texturen verkleinert, läuft es ganz ordentlich. Seltsam aber stellt sich die hin und wieder schwankende Bildwiederholungsrate dar. Im einen Moment sind es 45 FPS und zwei Sekunden später sackt es ab auf 20, obwohl sich augenscheinlich nichts geändert hat. Es ist zu hoffen, dass sich das mit dem ein oder anderen Patch noch ändert. Mir gefällt die Optik des Spiels aber auch Minimal ganz gut, ich habe da aber auch keine riesigen Ansprüche. Man kann einen vernebelten Sonnenaufgang auch im realen Leben bewundern, da brauche ich kein Spiel für. Ich bin eh kein "richtiger" Gamer, aber jemand, der sich gerne und intensiv von guten Settings und Geschichten mitreißen lässt. Ob ich da ein Buch lese oder ein Game spiele, ist mir nicht so wichtig.

Einige Games haben es in den letzten zwei Dekaden geschafft, mich wirklich mitzureißen. Dazu gehören z.B. Baldurs Gate 2, die Gothic Reihe (insbesondere das göttliche NDR) oder auch Fallout. Dieses Postnuklearding hat einfach was. Fallout 1 und 2 kann man schon aufgrund der Spielmechanik überhaupt nicht mit 3, NV oder 4 vergleichen und allzu absolute Rückbezüge auf diese Spiele halte ich für zumindest für gewagt. New Vegas halte ich für das bisherige Highlight der Serie mit einer Welt, die zwar offen war, aber dennoch alles untereinander Bezug hatte und in der ich mich tatsächlich von Anfang an gezwungen sah, mich zu der oder der anderen Seite zu bekennen. Großes Kino! Vor Fallout 3 hatte ich von Bethesda lediglich Morrowind gespielt, das mich aus den verschiedensten Gründen zunehmend langweilte. Da war so viel Copy and Paste, so viel liebloses Aneinandergereihe endlos gleicher Dungeons, so wenig Substanz hinter dieser Geschichte, die so gerne "episch" sein wollte. Kurz gesagt, es fehlte jeglicher Spannungsbogen, der eine Geschichte erst zum Drama macht. Bei Fallout 3 hatte ich manchmal ein ähnliches Gefühl, das aber von genialen Momenten (ich sag bloß Tranquility Lane) verdrängt wurde.

Nun also wieder Bethesda. Ehrlich gesagt, beim Intro war ich entsetzt. Typ Wohlstandsbürger gibt in seinem Mittelstandshaus die klischeehaftesten Sätze wieder, die ich jemals in einem Spiel vernommen habe. Die Charaktergenerierung mit der lieben Ehefrau an der Seite, die ständig was von "ich liebe diese Lippen..." sülzt..., grauenhaft...

Ok, dann die Bomben und der Gefrierschrank und das Öffnen der Vault. Eine Stunde dürfte ich anschließend damit verbracht haben, mich mit der grottigen Menuführung auch nur halbwegs vertraut zu machen. Für das meiste E, oder R, manchmal auch T oder X oder Shift oder auch Tab..., geht's noch komplizierter? Sehr viel Spielfluss geht hier schon mal den Bach runter, ich will eigentlich ein Computerspiel spielen und kein Instrument lernen.
Schwer ist es geworden, und hektisch obendrein, Kein einsames Wandern mehr durch endloses Ödland mit Gegnern, denen man taktisch begegnen konnte, hier ist eher ballern gefragt und das überwiegend. Aus allen Ecken kommen hier die Gegner gekrochen. Sehr shooterlastig, das ganze. Spaß macht es ja schon, aber das ganz spezielle Fallout Feeling kommt bei mir derzeit noch nicht auf. Kann ja noch werden. Bisschen mehr Ruhe und Strategie wäre mir aber lieber gewesen.
Das Modifizieren der Waffen ist cool, aber auch da ist die Menüführung zu umständlich. Das Settlement hingegen: Was für ein Quatsch. Bei mir entsteht da ein richtiges Anti-Feeling. Stellt euch einen Western vor, in dem Doc Holiday vor dem finalen Duell erstmal beschließt, seine Scheune zu renovieren... Bauer oder Jäger, Wanderer oder Seßhafter, beides zugleich geht nicht und läuft jedem Instinkt entgegen. Würgggg...!!!

Das neue Skillsystem hingegen ist so untricky nicht. Spätestens wenn Special Punkte fehlen, um den erwünschten Perk freizuschalten, wird's spannend. Ein bisschen Planung ist schon vonnöten. Aber dennoch ein Fehler des Entwicklers, alles vollkommen umgekrempelt zu haben. Wie habe ich doch sonst um jeden zu verteilenden Punkt gefeilscht! Hier muss ich nur noch auswählen und klicken. Aber gut. Quests hab ich jetzt noch nicht so viele gemacht. Festzustellen, dass zwei unabhängige Auftraggeber, die jeweils eine Raiderbande loshaben wollen, im Wortlaut! exakt die gleichen Infos geben, ist aber nicht so prickelnd und erinnert an das Bethesda-typische C&P Prinzip. Das Dialogsystem ist vollkommer Müll und hat bei mir schon bei Mass Effect dazu geführt, dass ich NICHT weitergespielt habe. Wenn ich unbedingt will, dass sich ein Spieler NICHT mit dem Charakter identifiziert, dann lege ich so ein Dialogsystem auf. Besser kann man die Immersion nicht kaputt machen. Selbiges gilt im übrigen für den sprechenden Charakter. Auch da wird wieder viel Kopfkino auf schnöde Vorgaben runtergebrochen. Mir redet der Typ im übrigen auch viel zu schleimig und ernst daher.

Summa Summarum: Hier erstmal drei Sterne, denn ich bin noch nicht weit und soviel kann noch passieren. Prinzipiell gefällt es schon. Aber so viel ist an diesem Game so unnötig verkompliziert worden, dass es wirklich ärgerlich ist.


Images and Words
Images and Words
Preis: EUR 8,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber nicht mehr Göttlich, 3. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Images and Words (Audio CD)
Nun also der zweite Streich. Was hatte ich für Erwartungen nach dem grandiosen Debütalbum, das ich auch nach nunmehr 25 Jahren für das mit Abstand beste Progmetalalbum aller Zeiten halte. Aber was heißt schon Prog? Es gab da wunderschöne, verschachtelte, aber immer stimmige Songs zu hören, die jeder für sich ein einmaliges Kunstwerk darstellten. Ob das dann Prog war oder nicht, keine Ahnung. Jedenfalls kreierte die Band einen ganz neuen, bis dato ungekannten Stil. Und da eben dieser Stil mich so dermaßen ansprach, wie noch nichts davor, freute ich mich auf den Release von I&W wie ein Kind zu Weihnachten vor dem verschlossenen Geschenkezimmer. Was es wohl zur Bescherung geben würde?

Ich kann mich noch erinnern, nach dem ersten Durchlauf der Scheibe war ich einigermaßen ratlos. Ein neuer Sänger also, James LaBrie hieß er, nun ja...
Carlie Dominici sprach mich mit seiner unverwechselbaren Stimme mehr an als der neue, der irgendwie klang wie jeder andere auch und anscheinend eine Vorliebe für's Hauchen und Schmachten mitbrachte. Hmmm...
Die Musik hatte sich auch stark verändert. Glatter empfand ich es und auch durchgestylter. So einiges roch, man möge es mir verzeihen, schon damals nach Kommerz (böses Wort). Anders kann ich mir einen Song wie SORROUNDED nicht erklären. Spätestens beim Gitarrensolo muss ich an solch illustre 80er Jahre Spielfilmschinken wie "Top Gun" denken. Tommy Cruise im schwülstig-heißen Trallala mit seiner Kampfbomberbraut, zu so einem kitschigen Schwachfug würde der Song ganz hervorragend als "romatisches" Begleitgedudel passen. Aber so ein Sound war damals "in" im Zeitalter des Kuschelrocks. Eine Schande!

An anderer Stelle blitzt es wieder auf, das Unverwechselbare: Allem voraus UNDER A GLAS MOON. Straff, dennoch komplex und mit einem vollkommen in den Song eingebundenen Petrucci-Solo (4:37 bis ca. 5:30), das richtig schön rockig daherkommt und mit dem seelenlosen Gefrickel der heutigen Tage so gar nichts mehr gemein hat. Natürlich auch METROPOLIS, mit Abstrichen auch PULL ME UNDER, TAKE THE TIME und auch LEARNING TO LIVE. ANOTHER DAY geht wieder in die Richtung "Kuscheln für Progfans" und haut mich nicht um, WAIT FOR SLEEP ist dagegen die einzige "Ballade" der Band, bei der ich mich nicht fremdschämen muss und LaBrie nicht durchgehend haucht und stöhnt.

Die Produktion ist fett und bügelt sehr viel (eigentlich schon zuviel) glatt. Ärgerlich ist, dass die elektronisch aufgearbeitete Snare von Portnoy klingt wie in einem C64 Computerspiel. Da geht viel Gefühl bei verloren. Insgesamt dennoch ein sehr gutes Album mit guten 4 Sternen, aber von der Qualität des Debuts doch ein gutes Stück entfernt.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2016 5:39 PM MEST


The Raven That Refused to Sing
The Raven That Refused to Sing
Wird angeboten von books-store
Preis: EUR 12,98

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, mehr aber nicht, 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Raven That Refused to Sing (Audio CD)
Letzthin stieß ich hier beim Stöbern auf dieses Album. Sowohl Steven Wilson und auch Porcupine Tree waren mir bis dahin völlig unbekannt. Aber die ersten Takte klangen interessant, die Kritiken furios und so drehte sich der Silberling alsbald in der heimischen Anlage. Ich muss vielleicht vorab sagen, dass es mich nicht die Bohne interessiert, ob hier irgendwer von irgendwem geklaut oder gecovert hat, ich kenne nicht besonders viel von King Crimson, noch weniger von den alten Genesis, schon mehr von Jethro Tull und ich finde Yes einfach nur schrecklich. Eigentlich muss Musik nur gefallen, den Rest überlasse ich den Musikhistorikern, die sich gerne wissenschaftlich bedeutsame Ergüsse aus den Fingern saugen können.
Hier geht's aber ausschließlich um dieses Album, und das auch noch vor meinem vollkommen subjektiven Hintergrund. Fanboni gibt's keine.

Schon beim ersten Durchgang wurde mir klar, dass The Raven... um einiges düsterer daherkommt, als ich das nach den kleinen Vorabtakes hier erwartete. Oh, dachte ich mir, zuviel Melancholie ist eigentlich gar nichts für mich, aber erst mal drauf einlassen, vielleicht entwickelt sich hier etwas. Jetzt, nach dem ca. 10ten Durchlauf stellt sich das Bild schon differenzierter dar. Zu bewundern sind zum einen die glasklare Produktion, die gerade bei den rockigen Parts einen unheimlichen Druck entfaltet, zum anderen selbstverständlich die musikalischen Fähigkeiten der einzelnen Protagonisten. Aber Technik ist nicht alles und soll hier nur am Rande mit einfließen. Der Gesang Wilsons nervt mich auf Dauer. Sein Ausdruck beschränkt sich auf Traurigkeit, mal in Richtung leichter Melancholie, mal in mittelschwerer Depression aufgehend.

Die Songs

Luminol
Na ja, von dem gepriesenen Opener hatte ich mir mehr versprochen. Anfangs recht jazzy, mittendrin geht's fast schon in Richtung Filmmusikdudelei, am Ende nochmals deutlich hart anziehend. Insgesamt finde ich den Song beileibe nicht schlecht, aber auch nahe an der Beliebigkeit. Hängen geblieben ist er mir jedenfalls nicht. (3/5)

Drive Home
Ein schönes Stück, einfach strukturiert und genau deswegen sehr dicht, mit einem ungewöhnlichen und tollen Refrain und einem sich langsam entwickelnden Gitarrensolo am Ende. Sehr schön. (4/5)

Holy Drinker
Wow!!! Was für ein Monster von einem Song. Er beginnt disharmonisch, zunächst frei von Rhythmus, geht über in ein Rockbrett vom feinsten und endet in einer wahrlich diabolischen Ausgestaltung eines Riffs, das aus den tiefsten Tiefen der Hölle hervorzulodern scheint. Und die Schlagzeugarbeit von Minnemann: Unglaublich, das ist so geil, da fehlen die Worte... (5/5)

The Pin drop
Ein eher ruhiger und intensiver Song mit schönen Soli und zwischendurch treibenden und druckvollen Parts. Nicht der Überfliegertitel, aber doch gut (4/5)

The Watchmaker
Also wenn etwas wie aus der Vergangenheit rübergebeamt erscheint, dann dieser Song. Ich bin echt nicht der Fachmann in Sachen 70er Prog, aber so einige Versatzstücke habe ich definitiv schon mal gehört. Gefällt mir aber dennoch ganz gut, ist aber deutlich zu lang und gestreckt (3,5/5)

The Raven that Refused to Sing
Oh Gott, wie soll ich das bewerten??? Sicherlich ein interessanter und stimmiger Songaufbau, aber: Nach diesem Song komme ich mir vor, als ob ich drei Tage lang eine weiße Wand angestarrt hätte. Das Ding raubt mir irgendwie jegliche Energie. Wenn jemand VOR dem Song eine leichte depressive Verstimmung verspürt, sollte er vielleicht besser Verzicht üben. Wie kann man nur so einen bedrückenden Song schreiben? Dennoch, weil es ja echt kein schlechter Song ist, gibt es hier völlig neutrale 3/5.

Insgesamt vergebe ich folglich 4 Sterne, wobei da mindestens ein halber Stern für Marco Minnemann mit drin hängt. Ihm ist es zu verdanken, dass mein Fuss doch recht häufig ins Mitwippen gerät. Sicherlich ein gutes Album, wenn ich auch bei keinem Song außer Holy Drinker eine Gänsehaut bekomme.


13 (Limited Deluxe Edition)
13 (Limited Deluxe Edition)
Preis: EUR 34,35

10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen und ich habe mich so gefreut..., 23. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
...aber jetzt, 2 Wochen nach dem Kauf ist eher Ernüchterung eingekehrt. Ich habe der Scheibe mindestens 20 Durchläufe gegeben, aber sie zündet nicht. Nach dem 20ten Hören ist kaum mehr hängengeblieben als beim ersten Reinschnuppern auf dem Weg zur Arbeit.

Viele Kritiker sind begeistert, dass "13" soundmäßig die Tradition der ersten 3 Scheiben fortführen würde. Zugegeben, einige Riffs und Harmonien erinnern sehr an die "Originale", aber spektakulär Neues wird nicht geboten. Die Platte doomt zum größten Teil so vor sich hin, dass zumindest meine Gedanken mit schöner Regelmäßigkeit abschweifen und ich die Hälfte des jeweiligen Songs verpasse. Heute habe ich mir zum Vergleich mal wieder "Master of reality" gegeben. JAAA, das sind Sabbath! Da treibt es (Children of the grave) voran, da wird es märchenhaft emotional (Orchid), da ist es abwechslungsreich und ich schwebe zwischen Friedhof und Elfenland hin und her. Auf "13" ist alles so furchtbar, nun ja, vorhersehbar. Ein Riff hier, eines da, Tempowechsel..., immer dasselbe Schema. Kein Song wirkt irgendwie besonders, alles ziemlich gleich, alles recht glatt, zum Gähnen. Einzig das jazzige Outrosolo auf "Zeitgeist" verführt zum Hinhorchen, warum nicht mehr solcher Momente? Man merkt doch, dass die wilden, durchgeknallten und realitätsentrückten Zeiten vorbei sind und die Herren mittlerweile etwas gesetzter sind. Mir ist es, ganz simpel ausgedrückt, zu langweilig. Von den ersten drei Scheiben oder gar dem Götteralbum "Sabbath Bloody Sabbath" ist "13" aber ganz weit weg.

Zudem ist die Produktion eine wahre Schande. Rubins, der immerhin für den glasklaren Sound auf Johnny Cashs American Recordings verantwortlich zeichnete, sollte für den Loudness Overkill, den er hier verbrochen hat, in den Keller gehen und sich was schämen.

Wer Ozzy aber wirklich in Höchstform erleben möchte, sollte sich die Sabbath Alben bis einschließlich "Sabotage" oder aber die "Tribute to Randy" Livesoloscheibe reinziehen. Thats Rockn Roll!

Für 13 drei langweilige Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2015 9:47 AM CET


Jungen!: Wie sie glücklich heranwachsen
Jungen!: Wie sie glücklich heranwachsen
von Steve Biddulph
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jungen sind anders, aber immer so?, 18. Oktober 2012
"Jungen! Wie sie glücklich heran wachsen" ist ein leicht und zügig zu lesendes Büchlein, spezifisch pädagogisches oder entwicklungspsychologisches Vorwissen ist zum Verständnis nicht notwendig. "Jungen sind anders als Mädchen" und ihr "jungenhaftes" Verhalten ist mehr als das Produkt von Sozialisation und erlernten Rollen. Der Autor bewegt sich hier ganz auf biologischem Terrain und führt das männliche Sexualhormon Testosteron als Hauptverantwortlichen für sämtliche Schwierigkeiten der Entwicklung vom Jungen zum Manne an.
Einzelne kleine Kapitel (Väter und Jungen, Mütter und Jungen, Jungen und Sport, ...) werden durch kurze Zusammenfassungen abgerundet, die nochmals auf besonders handlungsrelevante Feststellungen verweisen, der Text selbst ist durch recht viele Exkurse und Abbildungen unterbrochen.

Nach der Lektüre habe ich gemischte Gefühle. Einerseits empfinde ich es als wohltuend, dass der Autor dem jahrzehntelangen und deswegen immer noch in unseren Köpfen herumspukenden Irrtum, das unterschiedliche Erleben und Verhalten von Jungen und Mädchen beruhe lediglich auf unterschiedlicher Erziehung, eindeutig entgegen tritt und das biologisch-trennende betont, andererseits kommt das "Testosteron" beinahe schon als kausales Etwas daher, das im Sinne von "je auffälliger das Verhalten, desto mehr Testosteron im Blut" alles hinweg erklärt.
Biddulph wagt einen Ausflug in die Sozialstruktur nativer Stammesgemeinschaften und erklärt so die Notwendigkeit von Initiationsriten und Mentorensystemen für die Entwicklung der jungen Männer. Gut gemeint und sicherlich auch beachtenswert, aber es gibt auch andere Möglichkeiten, Jungen aufzuklären als ihnen zum zehnten Geburtstag feíerlich bei einem Festessen zu eröffnen, dass sie nun in die Welt der Erwachsenen und der Sexualität eintreten. Hoffentlich bleibt dem Knaben da nicht das Essen im Halse stecken, möchte man einwenden, vor allem, da der Autor auch zugibt, sein eigener Sohn habe sich während des Unterfangens nicht gerade wohl gefühlt, was aber auf den besonderen Charakter von Initiationen zurückzuführen sei. Aha, so kann man das natürlich auch deuten...

Den weiteren Inhalt habe ich als recht beliebige Sammlung von wissenschaftlich halbwegs belegten Alltagsweisheiten empfunden. Der Papa solle viel mit dem Jungen reden, auch zärtliche Gefühle zulassen, in der wichtigen Phase ab sechs Jahren besonders viel Zeit mit dem Kind verbringen..., na ja, jeder am Kind interessierte Mensch denkt sich derartige Dinge wohl eh, und die, die es nicht tun, kaufen alles, aber keine Erziehungsratgeber. Andere Ratschläge empfinde ich dagegen als geradezu anmaßend und gefährlich. "Mutet eurem Jungen bloß nicht in den ersten drei Lebensjahren Fremdbetreuung zu", heißt es da sinngemäß. Jungen würden unter dem Trennungsschmerz von der Mutter ganz besonders leiden, meint der Autor. Verhaltensauffälligkeiten seien zu erwarten, wenn die Jungen so früh in Betreuung gegeben werden. Hallo? Nicht nur, dass Biddulph hier die soziale Realität aus den Augen verliert, die These selbst ist äußerst fraglich. Erfahrene ErzieherInnen, und ich kenne einige, äußern dagegen, dass Krippenkinder, egal welchen Geschlechts, beim Übertritt in den Kindergarten durch ein hohes Maß an Fähigkeiten, aber auch gut ausgebildeter Sozialkompetenz auffallen, was konkret bedeutet: Sie sind höflich, können sich in Gruppen einfügen, verfügen über eine hohe Frustrationstoleranz. Meine Gegenthese: Bei einer gelungenen und sicheren Bindung zwischen Eltern und dem kleinen Knaben spricht überhaupt nichts dagegen, ihn täglich ein paar Stunden in die Krippe zu geben.

Was noch sehr störend wirkt, ist der Versuch des Autors, besonders "lustig" zu wirken. Dass die Männer es "im Bett büßen" würden, wenn sie sich zu sehr aus Haushalt und Erziehung heraushalten, empfinde ich als unnötig und dem Leser anbiedernd. So etwas gehört nicht in einen Ratgeber mit seriösem Anspruch.
Da das Buch aber ansonsten recht frisch daher kommt und auch einige interessante Aspekte beleuchtet, kann ich drei Sterne noch vertreten.


Im Juli
Im Juli
DVD ~ Moritz Bleibtreu
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 11,98

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lustig, abgedreht, gefühlvoll, was will man mehr?, 31. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Im Juli (DVD)
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme und der Beweis dafür, dass klasse Kino nicht unbedingt bierernst und dramatisch sein muss.

Fatih Akin nimmt uns auf eine turbulente und chaotische Reise in unsere Nachbarländer bis hin zur Türkei mit. Der Film strotzt vor allerlei kleinen und teilweise auch surrealistisch abgedrehten Einfällen und bringt uns so ganz nebenbei einiges über unsere östlichen Nachbarn bei. Akin zeichnet die Charaktere wunderbar überspitzt und spielt mit unseren Urteilen und Vorurteilen über die fremden Kulturen (abgedrehte Idee: die Überführung des toten Onkels im Kofferraum des obligatorischen Riesen-Mercedes in die Türkei, einfach köstlich!).

Im Juli vermittelt eine einzigartige, beinahe schon liebevolle Atmosphäre, die einen nach 90 Minuten mit Sicherheit mit einem Lächeln auf den Lippen wieder entlässt. Entgegen so mancher Meinung besticht er durch auch durch eine ganz spezielle Tiefe, man denke nur an Melek und ihr Lied am nächtlichen Elbstrand am Lagerfeuer. Mir jedenfalls lief es wirklich eiskalt den Rücken runter,

Die auf pointierte Weise überzeichneten Charaktere werden von einer klasse Schauspielertruppe überzeugend widergegeben, einen so trotteligen Lehrer wie Moritz Bleibtreu sehen wir wahrscheinlich nie wieder und auch der Regisseur taucht als schwitzender und unrasierter rumänischer Grenzbeamter kurz auf und schnorrt sein Hochzeitsgeschenk.

Ein klasse Film, den ich jetzt schon fünf- oder sechsmal gesehen habe und der mich nachwievor zum Schmunzeln bringt.


Maurice, der Kater: Ein Märchen von der Scheibenwelt
Maurice, der Kater: Ein Märchen von der Scheibenwelt
von Terry Pratchett
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ganz anders, aber klasse!, 29. März 2007
Ich war wirklich skeptisch, wie ich es bei den neueren Pratchetts öfter mal bin: Die Nachtwächter waren der Hammer, ab die Post ging so und mit Weiberregiment bin ich irgendwie nicht klargekommen. Licht und Schatten also. Und dann auch noch ein Märchen?

Aber nichts von wegen Durchschnitt, einsame Klasse!

Sie wachsen einem ans Herz, Gefährliche Bohnen, Sardinen, Sonnenbraun und wie sie alle heißen. Und dazu noch mit Maurice eine Katze, die eigentlich ganz und gar nicht mehr katzenhaft ist. Sie wachsen einem ans Herz, diese Ratten. Pratchett hat ihnen unglaublich viel Menschlichkeit (im besten Sinne des Wortes) mitgegeben.

Solche Geschichten geschehen natürlich nur auf der Scheibenwelt, die hier jedoch nur sekundär ist. Wir treffen keine der bekannten Helden (bis auf TOD und natürlich den Rattentod), was man zunächst unbegründet als bedauerlich empfinden mag. Im weiteren Verlauf wird man feststellen, morgens mit Augenringen auf der Arbeit erschienen zu sein. Endlich wieder ein Pratchett, der einen nicht mehr loslässt, bis auch die letzte Seite gelesen ist. 5 dicke Sterne!


American Beauty
American Beauty
DVD ~ Kevin Spacey
Preis: EUR 7,55

50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 25. März 2007
Rezension bezieht sich auf: American Beauty (DVD)
Erstaunlicherweise kenne ich viele Menschen, die mit diesem Film gar nichts anfangen können.
Leider konnte ich bis heute nicht ergründen, wo hier das trennende Element liegt, denn dieser, in seiner ganzen Schrecklichkeit unglaublich schöne Film, ist nach wie vor unerreicht. Eigentlich traue ich mich hier gar keine Rezension zu schreiben. Um die Stimmungen, die einen beim Zusehen widerfahren, einigermaßen ausdrücken zu können, müsste man selbst ein Dichter sein.
Ohne zu viel zu verraten: dieser Film ist schrecklich. Man möchte am liebsten das Drehbuch umschreiben, um es zu verhindern...
Aber all der Schrecken ist hier nur Oberfläche und darunter taucht ein anderes Gefühl auf, das dieses Werk so einmalig macht: eine Zärtlichkeit, ein zartes Berühren des Lebens, eingefangen auf zwei Stunden Film. Irgendetwas berührt hier, dieses aber in Worte kleiden zu wollen, scheint schier unmöglich.
Ganz großes Kino voller wahrem Gefühl und in seiner emotionalen Tiefe beinahe schon magisch zu nennen. Ein Film, der all die kleinen Irrungen des Menschseins humorvoll beiseite nimmt und einen Einblick ins Innerste gewährt, ganz langsam und vorsichtig.
Nichts für Romantiker, nichts für Ehrgeizlinge, nichts für Satte und Zufriedene, aber ein Film für alle, die beobachten und schauen können und sich der Tränen nicht schämen.
Grandiose 5 Sterne, ein Jahrhundertwerk.


Highlander - Es kann nur einen geben
Highlander - Es kann nur einen geben
DVD ~ Christopher Lambert

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lambert in Höchstform, 24. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Highlander - Es kann nur einen geben (DVD)
Irgendwie scheint es bei Christopher Lambert kein Mittelmaß zu geben. Entweder macht er klasse Filme oder grauenhafte.

Dieses Werk ist auch nach 20 Jahren noch genial. Lambert gibt überzeugend und mit Humor den ungewaschenen Barbaren und hat mit dem ewig grunzenden Erzfeind Kurgan (Clancy Brown) einen der geilsten Bösewichter der Filmgeschichte zum kongenialen Partner. Der Soundtrack von Queen (das gesamte Kind Of Magic Album)ist das I-Tüpfelchen auf einem tollen (und manchmal auch wunderbar kitschig-romantischen) Film mit intelligenter Idee und Kameraarbeit. Außerdem sind die 80er Klamotten und Frisuren immer wieder für ein Späßchen gut. A propos die anderen Teile: am besten das Mäntelchen des Schweigens drüber, es gibt nur einen Highlander und das ist dieser. Basta!


When Dream & Day Unite
When Dream & Day Unite
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nie wieder erreicht, 24. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: When Dream & Day Unite (Audio CD)
Leute, lasst euch nicht von dem dämlichen Plattencover täuschen! Dieses erste Album von Dream Theater katapultierte die Messlatte für innovative und zeitlos schöne Rockmusik so weit ins Universum, dass nicht eine einzige Band der Welt, Dream Theater eingeschlossen, diesen neuen Standard bis heute auch nur annähernd erreichen konnte. Es ist mir ganz unmöglich, einen einzelnen Song herauszupicken. WD&DU ist eines der ganz wenigen Alben, die ich nur im Gesamtdurchlauf vom ersten bis zum letzten Song auflege. Nur soviel: JEDER Track ist eine Granate und verdient die volle Punktzahl. Durchhänger gibt's keine, nicht mal im Ansatz. Die Stimmung, die diese Musik verbreitet, ist schwierig zu beschreiben. Irgendwie märchenhaft, für eine Stunde abgehoben von der schnöden Alltagswelt. Harmonien, Rhythmen, Breaks die bis dahin niemals gehört wurden und auch niemals mehr in einer solchen Intensität geschrieben werden sollten.

Die einzige Platte, die in einer ähnlichen Weise auf mich wirkt, ist Pink Floyds "Wish you were here". Dream Theater sind aber nicht Pink Floyd, bei weitem nicht so minimalistisch-hypnotisch, viel verspielter, ausufernder und natürlich auch heavier. Und dennoch, bei aller Komplexität sitzt alles, wo es hingehört und artet niemals in befremdliches Gefrickel aus, was letztlich daran liegt, dass es sich bei den acht Stücken um echte, in sich stimmige und geschlossene Songs handelt und nicht um eine willkürliche Aneinanderreihung möchtegernprogressiver Versatzstücke, wie sie auf den neueren Alben doch immer häufiger anzutreffen waren. Auch songtechnisch waren Dream Theater niemals mehr kreativer als hier. Jede einzelne Sekunde ist ein einziger Ausdruck unglaublicher Schaffenskraft.

Oh, wie liebe ich Charlie Dominici! Sein hoher, gefühlvoller und leicht wehklagender Gesang passte wie die Faust auf's Auge zu diesem Werk. Ich war schockiert, als ich mir vor langer Zeit Images und Words zum ersten Mal anhörte und Schmachtbolzen Labrie anfing zu trällern. Das sollte der legitime Nachfolger Dominicis sein? Leider war er es wirklich.

Die Produktion des Albums empinde ich als gelungen. Tatsächlich etwas verwaschen, aber genau deswegen auch sehr kompakt. Sie passt jedenfalls zum damaligen Stil. Ein einzigartiges Werk!

Kaufen und staunen!


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