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Beiträge von Kassander
Top-Rezensenten Rang: 49.996
Hilfreiche Bewertungen: 332
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Rezensionen verfasst von Kassander
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
ganz anders, aber klasse!, 29. März 2007
Ich war wirklich skeptisch, wie ich es bei den neueren Pratchetts öfter mal bin: Die Nachtwächter waren der Hammer, ab die Post ging so und mit Weiberregiment bin ich irgendwie nicht klargekommen. Licht und Schatten also. Und dann auch noch ein Märchen? Aber nichts von wegen Durchschnitt, einsame Klasse! Sie wachsen einem ans Herz, Gefährliche Bohnen, Sardinen, Sonnenbraun und wie sie alle heißen. Und dazu noch mit Maurice eine Katze, die eigentlich ganz und gar nicht mehr katzenhaft ist. Sie wachsen einem ans Herz, diese Ratten. Pratchett hat ihnen unglaublich viel Menschlichkeit (im besten Sinne des Wortes) mitgegeben. Solche Geschichten geschehen natürlich nur auf der Scheibenwelt, die hier jedoch nur sekundär ist. Wir treffen keine der bekannten Helden (bis auf TOD und natürlich den Rattentod), was man zunächst unbegründet als bedauerlich empfinden mag. Im weiteren Verlauf wird man feststellen, morgens mit Augenringen auf der Arbeit erschienen zu sein. Endlich wieder ein Pratchett, der einen nicht mehr loslässt, bis auch die letzte Seite gelesen ist. 5 dicke Sterne!
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Grandios, 25. März 2007
Erstaunlicherweise kenne ich viele Menschen, die mit diesem Film gar nichts anfangen können. Leider konnte ich bis heute nicht ergründen, wo hier das trennende Element liegt, denn dieser, in seiner ganzen Schrecklichkeit unglaublich schöne Film, ist nach wie vor unerreicht. Eigentlich traue ich mich hier gar keine Rezension zu schreiben. Um die Stimmungen, die einen beim Zusehen widerfahren, einigermaßen ausdrücken zu können, müsste man selbst ein Dichter sein. Ohne zu viel zu verraten: dieser Film ist schrecklich. Man möchte am liebsten das Drehbuch umschreiben, um es zu verhindern... Aber all der Schrecken ist hier nur Oberfläche und darunter taucht ein anderes Gefühl auf, das dieses Werk so einmalig macht: eine Zärtlichkeit, ein zartes Berühren des Lebens, eingefangen auf zwei Stunden Film. Irgendetwas berührt hier, dieses aber in Worte kleiden zu wollen, scheint schier unmöglich. Ganz großes Kino voller wahrem Gefühl und in seiner emotionalen Tiefe beinahe schon magisch zu nennen. Ein Film, der all die kleinen Irrungen des Menschseins humorvoll beiseite nimmt und einen Einblick ins Innerste gewährt, ganz langsam und vorsichtig. Nichts für Romantiker, nichts für Ehrgeizlinge, nichts für Satte und Zufriedene, aber ein Film für alle, die beobachten und schauen können und sich der Tränen nicht schämen. Grandiose 5 Sterne, ein Jahrhundertwerk.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Lambert in Höchstform, 24. März 2007
Irgendwie scheint es bei Christopher Lambert kein Mittelmaß zu geben. Entweder macht er klasse Filme oder grauenhafte. Dieses Werk ist auch nach 20 Jahren noch genial. Lambert gibt überzeugend und mit Humor den ungewaschenen Barbaren und hat mit dem ewig grunzenden Erzfeind Kurgan (Clancy Brown) einen der geilsten Bösewichter der Filmgeschichte zum kongenialen Partner. Der Soundtrack von Queen (das gesamte Kind Of Magic Album)ist das I-Tüpfelchen auf einem tollen (und manchmal auch wunderbar kitschig-romantischen) Film mit intelligenter Idee und Kameraarbeit. Außerdem sind die 80er Klamotten und Frisuren immer wieder für ein Späßchen gut. A propos die anderen Teile: am besten das Mäntelchen des Schweigens drüber, es gibt nur einen Highlander und das ist dieser. Basta!
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19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Einige wertvolle Gedanken und eine stark normative Argumentation, 24. März 2007
Sicher, die "erotische" Liebe ist in diesem Werk nur ein Kapitel unter einigen anderen. Allerdings möchte ich kurz darauf eingehen, um meine Schwierigkeiten mit der "Kunst des Liebens" zu verdeutlichen. Fromm hat ohnehin einen Hang dazu, stark normativ zu argumentieren. So beschwört er beinahe schon flehend Visionen über das viktorianische Zeitalter herauf, als man sich das trügerische Verliebtsein gleich ganz ersparte: Man wurde sich versprochen und anscheinend stellte sich die Liebe dann ganz von selbst ein. Lassen wir das mal so stehen. Im Kapitel "die Liebe und ihr Verfall in der modernen westlichen Gesellschaft" wird das ganze aber etwas zuviel des Guten. Der Marketing-Charakter und seine Unfähigkeit, zu lieben. Wir finden hier sehr viel Plakatives, aber wenig, was uns weiterbringt. Entweder biophil, dann bin ich dem Leben zugewandt und vermag ergo auch zu lieben. Oder nekrophil, dann entwickle ich mich zum Marketing-Menschen und bin unfähig zu lieben. So einfach kann die Welt sein. Fromm beschreibt hier einander ausschließende Extreme und vernachlässigt das Feine und Verwobene. Ich persönlich kann mit einigen seiner Ausführungen sehr viel anfangen, beispielsweise mit den Gottesvorstellungen eines Meister Eckhart. Sobald es aber nicht um Gott, sondern um den Menschen geht, nervt mich dieser Drang zum Belehren. Wie soll im konkreten Leben eine Entwicklung stattfinden, wenn der Einzelne nur die Auswahl zwischen zwei Extremen hat? Und noch etwas: Auch Fromm ließ sich einmal scheiden und heiratete dann wieder. Ganz so einfach scheint es mit der Kunst des Liebens dann also doch nicht zu sein.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das Beste der American-Series, 24. März 2007
Mit dieser Scheibe liefern Cash und Rick Rubin die eindrucksvollste der Americans 1 - 4 ab (die fünfte: "A Hundred Highways" ist ein Abschied eines großen Künstlers und steht für mich somit ganz alleine). Das Album besticht zunächst wieder einmal durch eine großartige und glasklare Produktion, die sowohl Johns Stimme als auch die Instrumentierung wunderbar in den Vordergrund rückt. Auf der "A-Seite" finden wir Coverversionen, die ausnahmslos sehr gelungen sind und durch leichte Melancholie (One, I see a Darkness), Dramatik (The mercy Seat) und nicht zuletzt einer guten Prise Humor (Lucky old Son, Nobody) bestechen. Die B-Seite enthält eigene Kompositionen, die ebenfalls Klasse haben (Für mich die einzige Ausnahme: Fields of Diamonds mit seinem nervigen Gesangsduett, was aber die Gesamtqualität des Materials kaum schmälert). In der Summe gibts 6 Sterne für die ersten sieben und 4 für die anderen Songs: macht Summa Summarum volle 5 hochverdiente Sterne!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Für die Erde, 21. März 2007
Ein Buch, dass den tiefen Graben zwischen den Urvölkern dieser Welt (nicht nur den Indianern Nordamerikas) und dem weißen Mann Europas behandelt. Deloria forscht nach den innersten Werten von Christentum und Naturreligion und leitet aus diesen Differenzen zwei grundlegende Sichtweisen auf unsere Welt ab: Der Autor findet mit der "Zeit" das alles zusammenhaltende Element des christlichen Glaubens, eine verbindliche Schöpfungsgeschichte in der Vergangenheit und das Warten auf Erlösung als entsprechendes Pendant in der Zukunft. Demgegenüber steht der "Ort" als heiligstes Element in der Naturreligion. Der Glaube hier ist nichts ohne den Boden, ohne die heilige Stätte, den heiligen Berg, Hain usw., auf dem er gelebt wird. Nach Deloria ist gerade die Betonung der Zeit im Christentum eine Hinwendung zum Abstrakten, eine Wegkehr von unseren Lebensgrundlagen und damit zum Großteil mitverantwortlich für den Niedergang unserer Welt. Ein Glaube, der nicht diese reale Welt zur Grundlage hat, ist für ihn unverständlich und unlebendig. Ein kontroverses Buch, nicht wissenschaftlich exakt und in dieser Thematik natürlich polarisierend, aber in Zeiten, da die Welt vor dem Klimagau steht und auch im Regionalen die Industriegebiete sich immer weiter ins Land fressen, braucht es vielleicht ein solches Buch. Die Wut des Stammesmenschen über die Vernichtung unserer Erde schreit aus jeder Zeile. Unbedingt lesenswert!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
ein großer Denker berichtet, 20. März 2007
Mit diesem Werk erzählt uns Jung seine Geschichte, die untrennbar mit dem Archetypus, dem Urbild verbunden ist. Was ist ein Archetyp? - Nicht nur ein passives Bild, das wir von außen betrachten können, sondern eine spezifische Erinnerung an die gesamte Menscheitsentwicklung, eine Mitgift, die unmittelbar und zwingend handlungssteuernd wirkt. Jung berichtet: über seine erste Teilnahme am Abendmahl, eine zutiefst ritualisierten und starren Handlung, die ihm wie bloße Gotteslästerung erschien und seine letzte bleiben sollte, über das Studium der Medizin und nicht zuletzt auch die Auseinandersetzung mit seiner eigenen Seele, die schließlich als Lebenswerk in der Lehre der Archetypen mündet. Jung lässt einen ahnen, dass das Märchen der objektiven und sterilen Wissenschaft auch nur ein Märchen bleibt und nur der, der die Wirkung der Archetypen am eigenen Leibe erfahren hat, voller Subjektivität darüber berichten kann. Dies auszuhalten, sagt er, sei nichts gewesen als ein brutaler Kampf mit der eigenen Psyche und andere (Nietzsche, Hölderlin) seien daran zerbrochen. Ein unbedingt lesenswertes Werk über die Innenschau eines großen Denkers.
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68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Sehr gute Einführung, 19. März 2007
Eine gute, wenn auch nur spezifische Punkte herausarbeitende Einführung in die Psychologie C.G. Jungs. Vor allem die ersten Kapitel über die Begriffe "kollektives Bewusstsein" und "Archetypus" sind sehr zu empfehlen und rücken in leidenschaftlicher, bildgewaltiger Sprache seine Persönlichkeitspsychologie in die Nähe einer Instinkt- bzw. Motivationspsychologie). Jung arbeitet mit den Philosophien Heraklits, Platons u.a. die Einflüsse heraus, die zu seiner Archetypenlehre geführt haben. Besonders hat mich die Idee einer "Domestizierung" oder Entschärfung des um den Verstand bringenden Ursprungerlebnisses im katholischen Dogma fasziniert. Weiterhin werden einzelne Archetypen (Mutter-, Kinderarchetypus, Trickster) sehr ausführlich dargestellt. Andere wichtige Archetypen wie Anima / Animus oder der Schatten werden hier nicht in eigenen Kapiteln erwähnt, sollten also an anderer Stelle nachgelesen werden. Jung fasziniert im Gegensatz zu Freud durch einen spannenden und unglaublich tiefen Stil. Dem interessierten Leser, der das System Jungs erst kennenlernen will, würde ich aber dennoch eher "Erinnerungen, Träume, Gedanken" (in dem man auch sehr viel über den Kampf des Autors mit sich selbst erfährt) oder "C.G. Jung: ein großer Psychologe im Gespräch" (Interviews und Reden: sehr spontan und aufschlussreich, sehr gut lesbar)empfehlen. Eine Mahnung sei zum Ende noch gestattet: Jungs Psychologie ist faszinierend, aber auch gefährlich. Denkt man sie konsequent durch, lassen sich beinahe beliebig viele Archetypen konstruieren, die unser Verhalten vollständig erklären. Damit sind wir dann wieder bei Schopenhauer und der Unfreiheit des Willens angelangt. Es mache sich aber jeder sein eigenes Bild.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wahnsinn!!!, 18. März 2007
Okay, ich gebs zu, ich bin aus mehreren Gründen voreingenommen: 1. Ich bin Scheibenweltfan 2. Vor allem die Nachtwache hats mir angetan (neben Oma und Nanny und den Zauberern) 3. Mein persönliches Ärgernis Rincewind kommt nicht vor, es gibt also schon von vornherein 2 Punkte plus. Dennoch versuche ich, in aller Subjektivität möglichst objektiv zu sein: Die Nachtwächter ist klasse. Pratchett schafft hier eine dermaßene düstere und spannende Atmosphäre, dass man kaum mehr wegkommt. Natürlich ists nachwievor lustig, aber, und das ist der Unterschied, es ist nicht mehr albern (was natürlich auch genial ist). Ich könnte mir aber vorstellen, dass Scheibenweltneulinge das Buch erst mal nicht lesen sollten, denn so richtig macht erst Spaß, wenn man die Vergangenheit der wohlbekannten Helden (Vetinari, Nobby....) entdecken kann. Den neueren Werken Prachetts wird immer der Vorwurf gemacht, sie würden moralisieren. Find ich eigentlich nicht, es hat halt nur mehr Tiefe und die Sportschau moralisiert ja schließlich auch nicht, grummel... grunmmel......! Zum Abschluß noch meine Hitliste: 1. wie gehabt: Nachtwächter 2. Schweinsgalopp 3. Alles von den Hexen 4. Hohle Köpfe 5. Heiße Hüpfer (zwar mit Rincewind, aber eben auch mit den Jungs von der UU) LESEN!!!
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