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Rezensionen verfasst von
S. Kapper (Niedersachsen)
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Tiefes Land (Amsterdam-Thriller, Band 1)
Tiefes Land (Amsterdam-Thriller, Band 1)

25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rasant, spannend, unterhaltsam., 19. März 2012
"Tiefes Land", der neuste Thriller aus dem Hause der Psychothriller GmbH und der Feder des Autors Carsten Steenbergen, entführt seine Leser nach Amsterdam, wo man gemeinsam mit dem AIVD-Agenten Willem van den Dragt und seiner Assistentin Tessa Boyens ihren ersten gemeinsamen Fall erleben kann.

Was haben der Überfall auf das Labor der Tifor Pharmaceuticals, der Tod eines Wissenschaftlers und zweier Studenten und der Diebstahl des gefährlichen Nervengifts BTX-8 miteinander zu tun?
Wer sind die Hintermänner und was wollen sie?
Alles deutet auf einen verheerenden Anschlag mitten in Amsterdam hin und Willem bleiben nur 36 Stunden Zeit, die Täter aufzuhalten. Und die Uhr tickt unaufhaltsam...

Rasant, spannend, unterhaltsam. So kann man Carsten Steenbergens Auftakt dieser Thrillerreihe wohl am besten beschreiben. Der erste Mord lässt nicht lange auf sich warten und ehe man sich versieht, wird man mitgerissen von den Ereignissen, auch wenn man wie die Ermittler lange im Dunklen tappt, was die Beweggründe und Ziele der Täter betrifft. Gerade dieses Rätselraten um die Hintergründe der so zusammenhanglos erscheinenden Taten macht natürlich den besonderen Reiz der Story aus. Tempo und Spannung stimmen ab der ersten Seite, sodass es schwer fällt eine Lesepause einzulegen. Der Autor streut immer wieder Begriffe und Ortsbezeichnungen in der Landessprache ein, was es zudem einfach macht, gedanklich nach Amsterdam zu reisen.
Neben dem gelungenen Aufbau der Story waren es aber vor allem die beiden Hauptpersonen, die mich fesselten. Willem van den Dragt und Tessa Boyens sind ein ungleiches Team. Gemeinsam haben sie Sturheit, Willensstärke und den Ehrgeiz, diesen Fall unbedingt lösen zu wollen. Doch ihrer beider Eigenarten sorgen regelmäßig für Konflikte untereinander, was manches Mal ziemlich amüsant ist. Dies sorgt neben den Ermittlungen zusätzlich für Spannung und bringt einem die Charaktere Stück für Stück näher.

"Tiefes Land" hat mir unterhaltsame, actionreiche Lesestunden beschert, aber man merkt am Buchende auch, dass Carsten Steenbergen sich noch ein wenig zurück gehalten hat. Band II verspricht noch spannender zu werden.
Ich freue mich drauf.


Sternenfeuer: Gefährliche Lügen: Roman (PAN)
Sternenfeuer: Gefährliche Lügen: Roman (PAN)
von Amy Kathleen Ryan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genau mein Geschmack..., 18. März 2012
Mit "Gefährliche Lügen" legt Amy Kathleen Ryan den mitreißenden und durchweg spannenden Auftakt ihrer Sternensaga vor und hat damit genau meinen Geschmack getroffen. Sie entführt ihre Leser in ein ganz besonderes Setting: die Geschichte spielt sich in den Weiten des Weltalls auf den beiden Raumschiffen "Empyrean" und "New Horizon" ab. Diese zunächst zwangsläufige Einschränkung der Schauplätze sorgte bei mir ab Beginn des Buchs für eine besondere Atmosphäre, die jede Stimmung, jede Emotion der Protagonisten außergewöhnlich intensiv spürbar macht.
Die Autorin hat einen leichten, lockeren Schreibstil, der für einen angenehmen Lesefluss sorgt und auch in den teils recht brutalen oder emotionalen Passagen beibehalten wird. Trotzdem sollte man nicht all zu zart besaitet sein, wenn man sich für die Lektüre entschließt. Entgegen der Altersempfehlung des Verlags halte ich eine Freigabe ab 15 Jahren angemessener, denn Folter und Gewalt sind hier keine Seltenheit.
Ryan versteht es wunderbar, die Umgebung ihrer Handlung anschaulich zu beschreiben, sodass ich mich in kürzester Zeit auf den Raumschiffen zurecht fand und einen guten Überblick bekam.

Im ersten der sechs Buchteile werden einem zunächst die Hauptfiguren und deren Leben näher gebracht. Mit Waverly und Kieran lernt man zwei sehr unterschiedliche, aber äußerst interessante Charaktere kennen, aus deren Sicht die Geschichte zumeist abwechselnd erzählt wird. Die 15jährige Waverly ist ein kluges Mädchen, das trotz aller Vorgaben durch die Gemeinschaft versucht, ihren eigenen Weg zu finden. Wie viele junge Frauen lässt sie sich oft durch ihre Emotionen lenken, was manchmal alles komplizierter macht. Doch sie ist in der Lage, ihr Handeln und ihre Gedanken zu reflektieren, aus ihren Fehlern zu lernen und für ihre Überzeugungen zu kämpfen. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte wirkt authentisch und natürlich, was sie mir als Person sehr sympathisch machte.
Der ein Jahr ältere Kieran hingegen lässt sich selten von Gefühlen leiten. Als erstes neugeborenes Kind an Bord fungiert er als Vorbild für kommende Generationen und will den Anforderungen dieser Position immer gerecht zu werden. Mit Besonnenheit und Vernunft versucht er das Schicksal ihrer Gemeinschaft zu beeinflussen, muss aber feststellen, dass das in Extremsituationen wie ihrer schier unmöglich ist. Auch bei ihm hat dies starke Auswirkungen auf sein Denken und Handeln, doch wird hier eine ganz andere Möglichkeit der Entwicklung aufgezeigt in der sich die Autorin kritisch, aber dennoch sachlich dem Einfluss der Religion widmet.
Einige Nebenfiguren bereichern die Geschichte, durch den komplexen Aufbau ihrer Charaktere stehen hier aber zwei Personen im Vordergrund. Zum einen ist da Seth, ein Junge der ebenfalls an Bord der "Empyrean" aufwuchs. Auch er hegt Gefühle für Waverly und wird schließlich Kierans stärkster Widersacher. Außerdem im Fokus steht Anne Mather, Führerin der "New Horizon", die entgegen aller Widerstände ihre Pläne vorantreibt und verfolgt.
Obwohl auf den ersten Blick zwei Parteien gegeneinander kämpfen ist es bei genauerem Hinsehen nicht ganz so einfach. Niemand ist hier ausschließlich der einen oder der anderen Seite zuzuordnen, klassisch gut oder böse. Ryans Figuren sind komplexer und immer wieder wurde ich beim Lesen von ihren Handlungen überrascht. Auch am Ende des Buchs ist nicht klar, wie sich die einzelnen Figuren entwickeln werden, was für die Fortsetzung alle Möglichkeiten offen lässt.

Das edel gestaltete Cover suggerierte mir auf den ersten Blick eine frische Liebesgeschichte in fernen Galaxien, doch hier bekommt man mehr geboten. Romantik ist eher Nebensache, vielmehr erwartet einen ein gelungener Science Fiction-Roman mit dystopischen Anteilen, der sowohl für die jugendliche Zielgruppe als auch erwachsene Leser spannende Lesestunden mit Tiefgang bereit hält. Man darf gespannt sein auf Band II, der im Sommer 2012 im Original erscheint. Das Imprint PAN wird zukünftig nicht mehr weitergeführt, doch ließ der Verlag verlauten, dass einige Autoren, darunter auch Amy Kathleen Ryan, in das Knaur-Programm übernommen werden sollen. Ich wünsche mir das nach diesem gelungenen Auftakt sehr.


Die Insel der besonderen Kinder
Die Insel der besonderen Kinder
von Ransom Riggs
  Audio CD

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz kleiner Schwächen eine wunderbare Geschichte, 13. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Insel der besonderen Kinder (Audio CD)
Ransom Riggs entführt einen in "Die Insel der besonderen Kinder" an einen ganz besonderen Ort, eine Art Parallelwelt, in deren Abgeschiedenheit und Vielfalt man sich schnell verliert. Hier steht die Zeit still und durch die anschaulichen Beschreibungen des Autors hatte ich die Umgebung und ihre Bewohner direkt vor Augen. Hilfreich sind dabei natürlich auch die im Booklet gedruckten Bilder, alte Fotografien, die einige der besonderen Figuren der Geschichte zeigen.
Riggs macht es einem leicht, in seine Erzählung abzutauchen. Sein flüssiger Erzählstil und sein klarer Ausdruck lassen die Zeit wie im Flug vergehen, obwohl er sich Zeit lässt, Spannung aufzubauen und immer wieder ruhigere oder auch heitere Passagen eingebaut hat. Die unheimliche Atmosphäre, die jederzeit unterschwellig zu spüren ist, hielt meine Neugier stetig lebendig und sorgtw dafür, dass meine Gedanken nicht abschweifen.

Mit Simon Jäger konnte man einen Sprecher gewinnen, der es ebenfalls versteht, den Lauscher durchgängig zu fesseln. Durch die Intensität seiner Stimme wird die Atmosphäre der Geschichte noch verstärkt, seine stimmliche Vielfalt lässt zeitweise fast vermuten, einem Hörspiel zu lauschen.
Jäger sorgt dafür, dass Jacob, der als Erzähler durch die Geschichte führt, einen sofort für sich einnimmt. Für sein Alter ist der Teenager recht reif und ziemlich nachdenklich. Die sonderbaren, teilweise furchteinflößenden Ereignisse aus seiner Sicht zu erleben, seine Gefühle und Gedanken aus erster Hand zu erfahren, schafft schnell Nähe und man kann nicht anders, als mit ihm mitzufiebern. Seine Zweifel und Überlegungen bezüglich seiner Zukunft, die sich im Laufe der Geschichte ergeben, werden vom Sprecher authentisch dargestellt.
So intensiv der Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Jacobs auch ist, ein wenig mehr Einsicht hätte ich mir auch bei den anderen Figuren gewünscht. So sehr Simon Jäger sich auch bemüht, ihre Individualität zu unterstreichen, kann man doch jeweils nur wenige Merkmale ihrer Persönlichkeiten auffangen, wodurch es schwer fällt, sie einzuschätzen. Da das Ende vieles offen lässt, hoffe ich dahingehend natürlich auf die Fortsetzung der Geschichte.

Insgesamt ist "Die Insel der besonderen Kinder" trotz kleiner Schwächen eine wunderbare Geschichte, die mit skurrilen und fantastischen Ideen und Charakteren besticht. Die Handlung mit den alten Fotos zu verknüpfen ist da nur der Anfang. Das Hörerlebnis wird durch den eindringlichen Vortrag Simon Jägers sehr intensiv und obwohl man weiß, dass man hier "nur" einer Geschichte lauscht, hat man das Gefühl, das es genauso geschehen sein könnte...


Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser: Band 1
Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser: Band 1
von Thomas Thiemeyer
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echtes (Lese-)Abenteuer..., 10. März 2012
Berlin im April 1893: Das Leben des 16jährigen Oskar Wegener verläuft eigentlich ganz passabel. Der Junge verdient sich sein Geld als Taschendieb und kommt durch besonders clevere Tricks einigermaßen über die Runden. Seine Beute investiert er gern in Bücher. Beim Lesen der Abenteuergeschichten von Edgar Allan Poe oder Karl May kann er in aufregende Welten abtauchen und alles um sich herum vergessen.
Eines Tages gelingt es ihm, einen düster wirkenden Mann zu bestehlen, doch Oskar muss feststellen, dass der Fremde ihm folgt. Gerade als er glaubt, ihn abgehängt zu haben, taucht der Mann plötzlich aus den Schatten der Häuser auf und betäubt den Jungen mit einem seltsamen weißen Pulver. Als Oskar Stunden später erwacht, ist er gefesselt. Ein Gefangener im Haus des Fremden!
Bei seinem Entführer handelt es sich um Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst von Humboldt nennt, und der Sohn des berühmten Forschers Alexander von Humboldt sein will. Schnell wird klar, dass Oskar keine harte Strafe für seinen Diebstahl erwartet. Carl Friedrich ist Forscher und möchte, dass Oskar ihn auf eine Expedition in die Anden begleitet, wo er nach dem sagenumwobenen Volk der Regenfresser suchen will.
Oskar kann sich seiner eigenen Sehnsucht nach Abenteuern nicht entziehen und sagt schließlich zu. Mit ihnen reisen Humboldts Haushälterin Eliza, eine Zauberin aus Haiti, und seine selbstbewusste Nichte Charlotte. Ebenfalls mit dabei ist Wilma, ein Kiwiweibchen, das sich für mich bald zum heimlichen Star der Geschichte entwickelte. Diese zusammengewürfelte Truppe hat jedoch Konkurrenz auf der Suche nach den mysteriösen Regenfressern, von der sie noch nichts ahnen. So erwarten sie nicht nur gefährliche Wanderungen und Wesen in den Anden, sondern auch Gegner, die nicht zu unterschätzen sind...

"Die Stadt der Regenfresser" ist der Auftakt der Abenteuerreihe "Chroniken der Weltensucher". Nun ist das erste Jugendbuch des Autors Thomas Thiemeyer endlich auch als Taschenbuchausgabe erhältlich. Wie man es bereits aus seinen Thrillern kennt, versteht er es auch hier, bereits mit dem Prolog zu fesseln.
Bildhaft beschreibt Thiemeyer die Reise seiner so unterschiedlichen Protagonisten, fast kann man die Hitze Perus spüren und den seltsamen Geruch der Ukhu Pacha, riesigen und vor allem gefährlichen Insekten, wahrnehmen. Seine Charaktere hat der Autor ebenfalls sehr komplex erschaffen. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und zeigen so bereits ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Geheimnisse, Begabungen und Emotionen kommen nach und nach ans Licht, wodurch die Geschichte an Tiefe gewinnt und eine große Nähe zum Leser entsteht. Schnell fiebert man mit den fünf Gefährten mit, immer deren Verfolger im Blick, die hier jedoch nicht die Schurken sind, sondern ein weiterer wichtiger Aspekt der Story.
Wer Thiemeyers Bücher kennt, weiß, dass er gern Fakten mit Fantastischem vermischt und auch hier ist er seinem Stil treu geblieben. Neben Abenteuer und historischem Wissen, wartet die Story mit kuriosen Erfindungen wie zum Beispiel dem Linguaphon auf. Es gibt fliegende Schiffe zu bestaunen, chemische Waffen, die zur damaligen Zeit kaum denkbar waren und die Ukhu Pacha, mörderische Insekten, erinnern an Filme wie "Alien". Eine spannende Mischung, die beste Unterhaltung bietet.

"Die Stadt der Regenfresser" ist ein Lesehighlight im weiten Genre der Jugendliteratur, das nicht nur der Zielgruppe von Jugendlichen ab 12 Jahren ein tolles Leseerlebnis bereiten wird. Auch die erwachsenen Fans des Autors werden dieses Buch lieben, begeistert in seine aufregende und bunte Welt abtauchen und sich ebenso mitreißen lassen, wie die jungen Leser. Eine Buchreihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man sich für echte Leseabenteuer im Stile Jules Vernes oder Arthur Conan Doyles begeistert!

Reiheninfo "Chroniken der Weltensucher"
Band 1: Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser
Band 2: Chroniken der Weltensucher - Der Palast des Poseidon
Band 3: Chroniken der Weltensucher - Der gläserne Fluch


Schatten des Dschungels: Roman
Schatten des Dschungels: Roman
von Hans-Peter Ziemek
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick in eine mögliche Zukunft..., 3. März 2012
Nach "Ruf der Tiefe" legen Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek mit "Schatten des Dschungels" ihr zweites Gemeinschaftsprojekt für junge Leser und Leserinnen vor, in dem sie sich aktuellen Themen wie Ökoterrorismus und Biopiraterie widmen. Sie entführen ihre Leser nach München ins Jahr 2025, in eine nahe, aber im Buch merklich veränderte Zukunft. Der Schreibstil ist flüssig und auf angenehmem Niveau, sodass junge als auch erwachsene Leser wie ich gleichermaßen angesprochen werden.

Im ersten der drei Buchteile "Die Stadt" kann man sich zunächst ein Bild von der politischen Situation und dem Alltag der Menschen machen, technische und medizinische Neuerungen bestaunen und ein Gefühl für unsere mögliche Zukunft bekommen. Man lernt Cat, die als Ich-Erzählerin durch die Geschichte führt, nach und nach kennen und gewinnt erste Eindrücke ihrer Wegbegleiter.
Im zweiten Buchteil "Der Dschungel" landet man mit Cat und ihrem Team im Regenwald Guyanas und kann mit ihnen gemeinsam dessen Artenvielfalt bewundern. Das Autorenteam hat hier, wie auch im Rest des Buchs, viele interessante Fakten über Flora und Fauna, über technische und natürliche Möglichkeiten und sonstige für das Thema Artenschutz wichtige Infos einfließen lassen, sodass ich beim Lesen ganz nebenbei noch viel Wissenswertes aufschnappen konnte. Im Nachwort gehen Brandis und Ziemek außerdem noch einmal darauf ein, was in ihrer Geschichte Wirklichkeit und was Fiktion ist.
Nach dem gemächlichen Einstieg in die Geschichte wird man nun vom einem spürbar rasanteren Erzähltempo und der deutlich gesteigerten Spannung mitgerissen. Die Atmosphäre ist über weite Strecken sehr angespannt und macht das Leseerlebnis im Dschungel besonders intensiv. Cat muss über sich hinaus wachsen und teilweise lebenswichtige Entscheidungen treffen. Die Zweifel und Ängste, aber auch die Zuversicht der nun 17jährigen sind glaubwürdig dargestellt, sodass ich spätestens jetzt ganz auf ihrer Seite war und mit ihr mitfiebert, bangt und hofft habe. Die Nebenfiguren, wie Falk und die anderen Teammitglieder oder Cats Freund Andy, bleiben dabei stets ein wenig im Hintergrund, sodass ich ihnen im Vergleich zu Cat nicht so nahe kam.
Der letzte Buchteil "Die Seuche" birgt ein actionreiches, emotionales Finale, das mit einigen überraschenden Enthüllungen und Wendungen punkten kann. Das Buchende passt für meinen Geschmack sehr gut zur Geschichte, auch wenn es dem einen oder anderen Leser sicher ein paar Tränchen entlocken wird. Mit Nachwort und Glossar konnte ich das Leseerlebnis entspannt ausklingen lassen.

"Schatten des Dschungels" ist ein rasanter Thriller mit Spannung, Action und ungeahnten Wendungen. Die Gewissheit, dass die beschriebenen Ereignisse schneller real werden könnten, als man denkt, sorgt für den besonderen Nervenkitzel und macht auch nach der Lektüre nachdenklich.


Steirerherz: Sandra Mohrs zweiter Fall
Steirerherz: Sandra Mohrs zweiter Fall
von Claudia Rossbacher
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung..., 27. Februar 2012
Nach "Steirerblut", dem gelungenen Auftakt ihrer Krimireihe legt die österreichische Autorin Claudia Rossbacher nun mit "Steirerherz" nach. Die Hürde, nach einem solchen Start die Qualität zu halten, gelingt der Wienerin mühelos.

In ihrem zweiten gemeinsamen Fall ermitteln Sandra Mohr und Sascha Bergmann nun schon als eingespieltes Team, das sich nach anfänglichen Reibereien zusammengerauft hat. Auf die kleinen gegenseitigen Sticheleien, die das Zusammenspiel dieser so unterschiedlichen Charaktere so amüsant und kurzweilig gestaltet, muss man als Leser jedoch nicht verzichten. Durch die mittlerweile entstandene Vertrautheit wirkten diese Situationen auf mich nun sogar noch natürlicher.
Mit Miriam Seifert bereichert eine neue interessante Figur das Team. Die direkte, fröhliche Art der jungen Inspektorin sorgte bei mir für einige Schmunzler und frischen Wind bei der trockenen Polizeiarbeit.
Was mir Claudia Rossbachers Ermittler letztlich so sympathisch macht, ist, dass sie durchweg menschlich und glaubwürdig agieren, sei es im Beruflichen oder Privaten. So fiel es mir auch in Band 2 der Reihe nicht schwer, mit ihnen mitzufiebern und mitzufühlen. Den Auftakt der Reihe muss man aber nicht zwingend kennen, um hier auf seine Kosten zu kommen. Neben der eigentlichen Handlung des Kriminalfalls empfand ich es zudem als sehr spannend, die Entwicklung der Figuren zu verfolgen, die, angepasst an die vorgegebenen Umstände, ebenfalls in sich schlüssig wirkt.

Der Mordfall selbst zeigt sich anfangs sehr undurchsichtig. Mehrere Personen sind verdächtig, doch kaum Motive bekannt. So rätselte ich lange Zeit genauso herum wie die Ermittler, versuchte Licht ins Dunkle zu bringen und die kleinen Hinweise der Autorin zu verfolgen. Besonders spannend wird es natürlich im letzten Viertel des Buchs, mit Schockmomenten, Überraschungen und allem was dazu gehört, um den Leser an die Geschichte zu fesseln. Die Enthüllung des Täters schließlich wird am Ende nicht jeden überraschen, seine Beweggründe jedoch mit Sicherheit.
Alle Beteiligten werden wohl noch lange an diesem Fall und den Erinnerungen daran zu knapsen haben. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen werden und wie sich alles auf ihre Zukunft als Team auswirken wird.

Erwähnt werden muss abschließend noch das Cover, das nicht nur zum Inhalt des Buchs, sonders auch erfreulich stimmig zum Aussehen des Vorgängerbandes passt. Das Team des Gmeiner Verlags weiß genau, wie sehr seine Fans diese kleinen, aber wichtigen Details lieben und achtet immer darauf, sie nicht zu enttäuschen.
Eine gelungene Fortsetzung, die hoffentlich nur eine von vielen sein wird.


Gnadenstoß (Peter Lundt, Band 1)
Gnadenstoß (Peter Lundt, Band 1)
von Arne Sommer
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Peter Lundt in Bildern..., 20. Februar 2012
Die Fälle des blinden Detektivs Peter Lundt und seiner forschen Assistentin Anna Schmidt konnte man bisher zwölf erschienenen Hörspielen miterleben. Nun haben sich Autor Arne Sommer und Zeichner Volker Sponholz mit dem Comic "Gnadenstoß" an die visuelle Umsetzung gewagt und den Figuren der Hörspielreihe Gesichter gegeben.

Aus heiterem Himmel werden alle Vertrauten Lundts festgenommen. Oliver Zornvogel, Sally Vation und Anna Schmidt sitzen in U-Haft, ein Kontakt zu ihnen ist vorerst nicht möglich. Danach setzt die Handlung zwei Tage zuvor ein, als der Detektiv einen neuen Fall von Auftraggebern seines alten Kumpels Reto übernahm. Schnell ist klar, hier hat es jemand auf Peter Lundt abgesehen...

Neben dem aktuellen Fall bietet die Story natürlich auch Fußballszenen beim FC St. Pauli und, was mich als Fan des blinden Detektivs besonders gefreut hat, Rückblicke in die Vergangenheit zu dem tragischen Einsatz vor elf Jahren, bei dem Peter Lundt sein Augenlicht verlor.

In klaren, gradlinigen Grau-Zeichnungen ohne jegliche Schnörkel oder Farbtupfer hat Volker Sponholz die Ereignisse auf Papier gebannt. Dabei verzichtete er auf unnötige Details, doch sollte man durchaus nach Hinweisen die Augen offen halten. Die Darstellung der einzelnen Charaktere ist gelungen, wirkt teilweise fast karikativ und ist so sehr einprägsam. Jedoch wird sicher nicht jede der Figuren mit der eigenen Vorstellung überein stimmen, wenn man bereits die Hörspiele kennt, zumindest mir ging es so.
Hervor stechen im Laufe der Geschichte vor allem die Bilder aus der Sicht Peter Lundts, teils komplett schwarz, aber auch Schatten und Licht kann er unterscheiden. Auch was er mit seinem Gehörsinn wahrnimmt, wurde einfach und gelungen umgesetzt.
Mitunter war es für mich ein wenig mühsam der Story zu folgen, sodass ich manche Seiten erneut betrachten musste, um die Zusammenhänge zu erkennen, doch insgesamt spürt man durchaus den Hamburger Charme und Flair, den man von Peter Lundt gewohnt ist. Einige Besonderheiten aus den Hörspielen fehlen dem Comic natürlich aufgrund der fehlenden Möglichkeiten. So vermisste ich z.B. Lundts Uhr, die ihm in regelmäßigen Abständen die Zeit ansagt, ebenso wie die Dynamik der Dialoge zwischen den Hauptfiguren. Ein wenig schade ist es außerdem, dass der Titel des Comics auf dem Cover nicht auch in Blindenschrift geschrieben wurde, wie man es von den Hörspielen kennt.

Alles in allem erwartet den Leser ein solide gezeichneter Comic mit einer spannend erzählten Geschichte, die ein wenig aus dem Rahmen fällt. Typisch Lundt eben.
Nett gemacht, für Fans ein Muss, doch an die Hörspiele reicht der gezeichnete Peter Lundt nicht heran.


Übernacht
Übernacht
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 49,95

5.0 von 5 Sternen Mitten aus dem Leben gegriffen..., 14. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Übernacht (Audio CD)
Wer Johanna Steiners Hörspiele "Buchstabier mir LKW" oder "Die Grube" kennt, weiß, dass ihr Name für außergewöhnliche Geschichten steht. Sie schreibt mit Gefühl, spürt behutsam den leisen Tönen nach, ohne Angst vor neuen Wegen.

In "übernacht" greift sie Momentaufnahmen des Alltags an einem Silvesterabend auf, betrachtet sie ganz genau, beleuchtet sie mal mit sanftem, warmen, mal grellem, kalten Licht. Die jeweilige Alltäglichkeit schwindet und man darf einen Blick auf besondere Momente werfen. Ihre Schilderungen wirken mitten aus dem Leben gegriffen, sodass man beim Lauschen das Gefühl hat, direkt neben den Protagonisten zu stehen. Dafür sorgen natürlich auch die hier agierenden Sprecher. Die Besetzung der einzelnen Rollen ist absolut gelungen. Jeder der Akteure geht voll und ganz in seiner Rolle auf, ist mit Leib und Seele die jeweilige Person.
Ohne erzählerische Hilfe, die hier auch nicht nötig ist, verfolgt man als Lauscher die drei Erzählstränge, geführt von dezenten musikalischen Wegweisern zwischen den Tracks, die Dank Dirk Wilhelm die nachdenkliche, ruhige Stimmung dieser Produktion noch unterstreichen und zusammen mit dem stimmigen Sounddesign für die passende Atmosphäre sorgen. Am Ende der CD ist der Song "Die Welt hat Geburtstag" von Olli Schulz der perfekte Abschluß für diese kurze Reise ans Ende der Jahre.

"übernacht" ist ein Hörspiel für Menschen, die gern genau hinschauen und -hören, ihren Gedanken freien Lauf und ihre Fantasie spielen lassen. Unaufgeregt, mit Tiefgang und spürbaren Emotionen. Einfach schön.


Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels (Jugendbuch HC)
Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels (Jugendbuch HC)
von Rainer Wekwerth
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... unsere Existenz ist die Zeit eines Regentropfens, der zu Boden fällt..., 31. Januar 2012
Rainer Wekwerth hat meine Hoffnungen erfüllt und erzählt die Geschichte um die achtzehnjährige Lara und den gefallenen Engel Damian in "Die Wiederkehr des gefallenen Engels" zu Ende.

Während es im ersten Band sehr spannend und temporeich zur Sache ging, setzt der Autor nun auf mehr Gefühl und widmet der Liebe der beiden Hauptprotagonisten mehr Zeit. Langeweile oder kitschige Szenen sucht man trotzdem vergeblich. Die Spannung wird nicht nur durch überraschende Wendungen und Enthüllungen die ganze Zeit über gehalten, sondern auch durch die Ungewissheit darüber, ob Laras Erinnerungen zurückkehren und wie sie darauf reagiert. Die gefühlvollen Szenen sind durchweg stilvoll beschrieben und verdeutlichen nur die Besonderheit dieser tiefgehenden Romanze. Wider Erwarten ist das Ende dieser Dilogie kein actionreiches Spektakel sondern ein leises, fast schon ruhiges Ausklingen. Angenehm anders und für mich persönlich viel passender als eine große Schlacht oder Ähnliches.
Die Entwicklung der Charaktere sowie die Einführung neuer Figuren wurde den ungewöhnlichen Umständen entsprechend glaubwürdig gestaltet und wieder ist es dem Autor gelungen auch ihre Emotionen für mich spürbar zu machen. Die Intensität der Gefühle hat mich mitgerissen, schaffte eine tolle Nähe zu den etwas gereiften Protagonisten und machte es mir sehr leicht, in diesen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit einzutauchen.
Rainer Wekwerth hat sich hier zwar eines Themas angenommen, dass schon in unzähligen Büchern als Grundlage diente, traut sich aber, eigene Darstellungen zu bringen. Besonders die Figur Satans hat mich wieder fasziniert. Wekwerth hat dessen Unfassbarkeit fassbar gemacht und ihn damit so interessant, dass ich gern noch mehr vom Herrscher der Hölle gelesen hätte. Auch ist die Abgrenzung zwischen Gut und Böse nicht so klar, wie in anderen Werken gern angewandt. In jeder Persönlichkeit schlummern hier wie im wahren Leben zwei Seiten. Welche von beiden zum Vorschein kommt, liegt an jedem selbst.

"Die Wiederkehr des gefallenen Engels" ist eine Geschichte über die scheinbar unmögliche Liebe, erzählt in überraschend einfühlsamen, ausdrucksstarken Worten, die mich von Anfang bis Ende zu fesseln vermochten.


Termonia, Bd.2 : Die Triade des Hedog
Termonia, Bd.2 : Die Triade des Hedog
von Renate Doms
  Broschiert
Preis: EUR 10,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rückkehr nach Termonia..., 29. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Band II der Termonia-Reihe knüpft fast nahtlos an die Ereignisse des Vorgängers an und mithilfe kleiner Rückblicke fiel es mir nicht schwer, schnell in die Geschichte einzutauchen, obwohl ich Band I schon vor über einem Jahr gelesen habe.

Die Charaktere, allen voran Cathy und ihre Mutter Susan, agieren so natürlich und glaubwürdig, dass sich bald wieder die Nähe einstellte, die schon beim ersten Abenteuer der beiden für schöne Lesestunden sorgte. Aber auch die bereits bekannten Bewohner Termonias, Cathys Großeltern, ihr Onkel Milo, der alte Glox und natürlich Annabelle und Finn, sind wieder mit dabei, ebenso wie die böse Gegenspielerin Youla, die ihre Ziele noch immer hartnäckig verfolgt. Mit Libo betritt ein neuer Charakter die Bildfläche, was an der entsprechenden Stelle recht überraschend kam, aber für frischen Wind in der Story sorgt. Außerdem werden Hintergründe offenbart, die nicht nur einige offene Fragen aus Band I beantworten, sondern neue Möglichkeiten für weitere Abenteuer der unerschrockenen Cathy ergeben. Man lernt eine neue Parallelwelt und deren Bewohner kennen, deren Absichten es zu ergründen gilt. Insgesamt bekommt man einen besseren Blick auf das Gefüge, das die Welten zusammenhält, und merkt, dass viel mehr hinter allem steckt, als man es erahnen konnte.

Renate Doms Erzählstil ist leicht und unbeschwert, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Es wird an keiner Stelle langweilig, wie schon in Band I ging es mir allerdings teilweise alles etwas zu schnell. Für mein Empfinden dürfte die Geschichte gern etwas ausführlicher und detailverliebter sein, damit sie noch mehr an Tiefe gewinnt und nicht ganz so schnell gelesen ist. Potential dafür ist mehr als genug vorhanden und so hoffe ich auf einen dicken dritten Band der Reihe.


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