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S. Kapper (Niedersachsen)
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City of Death - Blutfehde: Vampirroman Band 1
City of Death - Blutfehde: Vampirroman Band 1
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Reihenauftakt, 27. November 2012
"Schon wieder eine Vampir-Story?!" mag dem ein oder anderen durch den Kopf gehen, wenn er die Inhaltsangabe dieses Romans liest. Und ja, Vampire spielen hier natürlich eine recht wichtige Rolle, ist doch einer der präsentesten Protagonisten ein äußerst attraktiver Herr dieser Gattung. Auch Werwölfe und Elfen tummeln sich in der Geschichte, ebenso wie Hexen und andere bereits bekannte Wesen. Einiges hat man so oder ähnlich sicher schon an anderer Stelle gelesen, doch der jungen Autorin Lolaca Manhisse gelingt es trotz dieser Tatsache mit ihrer frischen, modernen Erzählweise und ihrem stets gegenwärtigen Humor die Leselust zu wecken. Die gut ausgearbeiteten Charaktere sind ein weiterer Grund, warum man sich schließlich festliest und nur noch schwer losreißen kann.
Mit der Werhündin Cherry hat Manhisse eine Hauptfigur geschaffen, die mühelos das Herz des Lesers erobert und ihm als Ich-Erzählerin auch schnell nahe kommt. Die direkte, offene Art der Dreiundzwanzigjährigen macht es einem leicht, sie zu mögen, ihr gesunder Trotz und ihre Willensstärke tragen ebenso dazu bei.
Das unterschwellig erotisch-aggressive Geplänkel zwischen ihr und Will Drake sorgt neben der Spannung der Handlung für aufregende wie amüsante Szenen, sodass nie Langeweile aufkommt, auch wenn sich Manhisse bisweilen in Details wie z.B. Cherrys Essgewohnheiten verliert. Positiv fällt auf, dass sich in diesem Band (noch) keine Beziehung zwischen den Beiden entwickelt, wie man es aus diversen Büchern dieses Genres kennt. Damit, sowie mit einigen überraschenden Wendungen, hält die Autorin die Spannung bis zum Ende aufrecht, sodass man nach der Lektüre am liebsten direkt weiterlesen würde.
Neben Cherry und Will bereichern zahlreiche interessante Nebenfiguren die Story, die gut durchdacht aufgebaut ist. Die Welt bzw. der Alltag der paranormalen Wesen wurde interessant gestaltet und wirft noch einige Fragen auf, die es in den Folgebänden zu klären gilt.

Insgesamt ist dies ein gelungener Auftakt der "City of Death"-Reihe, der Lust auf weitere Abenteuer der taffen Gestaltwandlerin Cherry macht.


MindNapping 11 - Insel-Menschen
MindNapping 11 - Insel-Menschen
von Sebastian Pobot
  Audio CD
Preis: EUR 8,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schlicht, aber gut gemacht., 15. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: MindNapping 11 - Insel-Menschen (Audio CD)
Kaum ist die Begeisterung über die grandiose zehnte Jubiläumsfolge ein wenig verflogen, legt Audionarchie schon nach. Mit John Beckmann wurde erneut ein Autor gefunden, dessen Name für spannende Geschichten steht. Mit "Insel-Menschen" gibt er nun seinen MindNapping-Einstand.

Am Strand von Cove Island wird die Leiche eines Mannes angeschwemmt. Ganz offensichtlich wurde er vor seinem Tod gefoltert und verstümmelt. Die Bewohner der Insel sind sich nicht einig, was sie nun tun sollen, doch als sie bei der Leiche mehrere Geldbündel finden, wird schnell klar, dass sie auf keinen Fall die Polizei benachrichtigen werden. Denn jeder von ihnen könnte einen Anteil des Geldes gut gebrauchen.
Sie begraben den Mann, teilen das Geld auf und versprechen einander, nie wieder über diese Sache zu sprechen.
Doch der unverhoffte Geldsegen der Inselbewohner bleibt nicht unbemerkt. Als zwei unbekannte Männer auf der Insel auftauchen, nimmt das Schicksal schließlich seinen Lauf...

Man kann sich nach der kurzen Inhaltsangabe bereits vage vorstellen, wie die Story verlaufen könnte und beim Lauschen entwickelt sich die Handlung durchaus das ein oder andere Mal wie erwartet. John Beckmann liefert uns hier eine recht schlichte Geschichte ohne großes Verwirrspiel, anders als man es von dieser Reihe bisher kennt. Langweilig wird es deshalb aber noch lange nicht, denn die Sprecher und Sprecherinnen dieser Folge machen sie trotzdem zu einem unterhaltsamen Hörerlebnis. Und die Sprecherriege kann sich sehen lassen, aber Hallo!
Erzähler Jürgen Kluckert ist die perfekte Besetzung für diesen Part. Mit gedämpfter Stimme leitet er den Hörer durch die Geschichte und erzeugt eine wundervolle Atmosphäre für und zwischen den gespielten Szenen.
Wolfgang Bahro präsentiert sich hier in Höchstform als Michael Pollack, ebenso wie seine Kollegin Arianne Borbach als Helen. Desweiteren sind bekannte Stimmen wie Luise Lunow, Martin Kessler oder Stefan Fredrich zu hören und ihnen und ihren Kolleginnen und Kollegen merkt man die Spielfreude deutlich an.
Mit passendem Sound und stimmiger Musik wird das Ganze abgerundet und so sorgt auch diese etwas ruhigere Folge für entspannten Hörgenuss.


Chiffre versenken mit Uwe
Chiffre versenken mit Uwe
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lustich!, 7. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Chiffre versenken mit Uwe (MP3-Download)
Zitat: Mein Name ist Uwe Matalski, ich bin 31 Jahre alt und seit 31 Jahren alleinstehend.

... und weil das so ist, sucht der Uwe nicht nur das Abenteuer sondern vor allem eine Frau. Mit Mutti ist das Zusammenleben auf Dauer nämlich ziemlich anstrengend und so versucht der Schützenbruder mit Herz und Seele unter anderem per Video oder Speed-Dating seine persönliche Schützenkönigin zu finden.
Die Anita Hockmeier zum Beispiel wär genau sein Fall (und sie ist sogar eine echte Schützenkönigin!), doch die steht zu Uwes Missfallen mehr auf den rassigen Raoul. Dann ist da noch die Maren Koopmann. Ein echt kerniges Mädel, das Uwe mittlerweile sehr ins Herz geschlossen hat. Aber ist sie die Richtige? Die Eine? Die perfekte Frau für Uwe und Pucki, seinen Schützensittich?

In sechs abwechslungsreichen und äußerst amüsanten Episoden lernt man den Fips Asmussen-Fan Uwe Matalski nach und nach kennen und vor allem lieben. Zwar wird einem relativ schnell klar, wieso das mit ihm und den Frauen bisher noch nicht geklappt hat, mögen muss man ihn aber trotzdem. Uwe ist einfach zu putzig, wie er stets bemüht um Anerkennung und korrektes Auftreten durch seinen Alltag taumelt, kein Fettnäpfchen auslassend. Autor Jan Koppens leiht dem liebenswerten Spätzünder seine Stimme und macht seine Person so unverwechselbar. Uwe näher zu beschreiben, macht an dieser Stelle allerdings wenig Sinn. Man muss ihn einfach selbst "erleben".
Auch die weiteren Sprecher machen ihre Sache durchweg gut, am deutlichsten sticht jedoch Phoebe Strunkeit als Maren Koopmann hervor. Auf ruppig charmante Weise haucht sie ihrer Figur Leben ein und gewinnt ab dem ersten Moment das Herz des Hörers.
Hübsch fetzige Musik untermalt die Geschichten rund um Uwe und seine Gefährten, die Geräuschkulisse sorgt je nach Schauplatz für die passende Stimmung, sei es im REWE-Markt oder auf dem Schützenfest. Am Ende erwartet den Lauscher noch ein besonderes Schmankerl. Der Schlager "Straße der Sehnsucht", gesungen von Uwes Lieblingssänger Jimmy Jailrock, geht ins Ohr und ins Bein, sodass manch einer die ca. 50 Minuten Hörspielunterhaltung wenn nicht tanzend, zumindest wippend beenden mag.

Die Storys spielen in Linden, einem Stadtteil von Hannover. Für Hannoveraner ist der Hauch Lokalkolorit sicher noch ein extra Pluspunkt, um Freude an Uwe und seinen Erlebnissen zu haben, allerdings unerheblich. All das, was ihm widerfährt, könnte in jeder beliebigen Stadt, in jedem Schützenverein stattfinden. (Hör-)Spaß ist in jedem Fall garantiert.


Das verbotene Eden: Logan und Gwen: Roman (Knaur HC)
Das verbotene Eden: Logan und Gwen: Roman (Knaur HC)
von Thomas Thiemeyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Fortsetzung..., 5. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im ersten Band von Thomas Thiemeyers Endzeit-Trilogie "Das verbotene Eden" begleiteten wir den jungen Mönch David und die Kriegerin Juna, die den Lesern einen ersten Eindruck der veränderten Welt 65 Jahre nach der Virus-Katastrophe verschafften. Am vorläufigen Ende ihrer Geschichte hinterließen sie einen neuen Hoffnungsschimmer, doch auch viele Männer und Frauen, die weiterhin um den Erhalt ihres Lebensraums kämpfen müssen.
Unter ihnen ist Gwen, eine junge Heilerin. Als Junas Gefährtin lernte man sie bereits kennen und konnte sich ein noch etwas undeutliches Bild von ihr machen. In diesem Buch ist sie nun eine der Hauptfiguren und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, mein Herz zu erobern. Anfangs noch überzeugt von den Lehren ihrer Mentorinnen macht die junge Frau im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch, die vom Autor sehr glaubhaft geschildert wird. Zweifel, Ängste und widersprüchliche Gefühle finden ihren Raum, dürfen sich ausbreiten und verändern. Gwen wird sozusagen vor den Augen des Lesers erwachsen.
Ihr zur Seite steht Logan, ein junger Kämpfer aus einem der Männerclans, die nahe der Stadt und ihrem Herrscher, dem Inquisitor, leben. Er ist ein Mensch, der es gelernt hat, auf seinen Instinkt, seine Gefühle zu hören. So zieht er ab seinem ersten Auftritt alle Sympathien auf sich, was auch kleine Unsicherheiten im Verlauf der Story nicht ändern können.
Die zarte Romanze, die sich zwischen ihm und Gwen entwickelt, läuft meist eher im Hintergrund ab, vorrangig wird die Entwicklung des angespannten Verhältnisses zwischen den Geschlechtern betrachtet. Ein weiterer Krieg scheint mittlerweile unvermeidlich und auf beiden Seiten sind die Planungen dafür in vollem Gange.

Auf den ersten Blick klingt dies irgendwie nach einer Wiederholung der Ereignisse in "David und Juna" und tatsächlich verfolgt man hier erneut, wie ein junges Paar entgegen aller Widerstände zueinander findet. Trotzdem erwartet einen eine ganz neue Geschichte, die gekonnt an die Ereignisse des ersten Teils anknüpft. Man trifft auf alte Bekannte, deren Schicksal ich nur zu gern weiter verfolgte, aber zusammen mit Logan und Gwen werden auch unbekannte Wege beschritten. Standen in Band I noch die Frauen und ihre Lebensweise im Mittelpunkt, erfährt man nun mehr über den Alltag der Männer. In gewohntem Stil beschreibt Thomas Thiemeyer alles sehr anschaulich und detailiert, sodass es mir wieder sehr leicht fiel, mir diese düstere Zukunft bildlich vorzustellen. Abwechselnd erzählt er aus der Sicht seiner beiden Hauptfiguren, wobei es ihm wunderbar gelingt, sich sowohl in die Gedanken und Gefühle eines jungen Mannes wie auch einer gleichaltrigen Frau hinein zu versetzen.

Insgesamt ist dieser Band actionreicher und spannender geschrieben als sein Vorgänger, der seine Leser wohl vor allem in die Welt im Jahr 2085 einführen sollte. Aufregende Kampfszenen werden abgelöst von brenzligen Situationen oder gefährlichen Begegnungen. Das Erzähltempo ist fast durchgängig sehr hoch, sodass ich kaum eine Lesepause einlegen mochte, nach dem aufregenden Buchende schon gar nicht. Thomas Thiemeyer lässt seine Leser mit einem echten Cliffhanger zurück, sodass auch der Abschluss dieser Trilogie von mir sehnsüchtig herbei gesehnt wird. Man darf gespannt sein, welchen Verlauf die Ereignisse in "Ben und Magda" nehmen und ich rechne mit einem hochdramatischen Finale.


ÖDLAND Erstes Buch Der Keller
ÖDLAND Erstes Buch Der Keller
Preis: EUR 3,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach der Sonne, 30. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vierzig Jahre nach dem Zusammenbruch der Zivilisation lebt eine kleine Gruppe von Überlebenden abgeschottet von den vielfältigen Gefahren der Außenwelt im Keller einer alten Universität. Unter ihnen ist die neunzehnjährige Mega, die als kleines Mädchen mehr tot als lebendig vor dem Eingang der Enklave aufgefunden wurde. Niemand weiß, woher sie kam oder wer sie ist. Auch Mega selbst hat keine Erinnerung an ihr Leben vor der Zeit im Keller. Im Gegensatz zu den im Untergrund geborenen Kindern, weiß sie jedoch genau, dass die Außenwelt wirklich existiert. Und seit sie denken kann, pulsiert in ihr die Sehnsucht, diese Welt wiederzusehen…
Eines Tages bekommt sie tatsächlich die Gelegenheit dazu. Um die gesamte Gruppe zu retten, muss sich einer von ihnen in die gefährliche Außenwelt wagen. Es gibt Gerüchte von einer weiteren Siedlung weit im Osten, wo sie möglicherweise Hilfe bekommen würden. Mega hat als Einzige die nötige körperliche Verfassung und so fügt sie sich schließlich dem Schicksal und macht sich auf, das Ödland, das an der Oberfläche auf sie wartet, zu durchqueren.

Mit "Der Keller" präsentiert Christoph Zachariae den ersten Band seiner neuen, vierteiligen Endzeit-Reihe ÖDLAND und entführt seine Leser in eine wahrhaft düstere Zukunft. Die Erde ist nahezu menschleer, nur vereinzelt leben kleine Gruppen in nur notdürftig geschützten Gebieten. Das Überleben ist ein täglicher Kampf, denn die Natur ist 40 Jahre nach dem Zusammenbruch so gut wie ausgebeutet. Ruinen, zerstörte Straßen und Autowracks prägen das Landschaftsbild, immer wieder stößt man auf Leichen. Menschen, die den Kampf gegen Hunger, Kälte oder die Artgenossen verloren haben. Christoph Zachariae gelingt es mit ausdrucksstarken Worten diese Welt vor dem inneren Auge lebendig werden zu lassen. So leblos und leer sie auf den ersten Blick auch erscheinen mag, erhellt sie doch auch der ein oder andere winzige Hoffnungsschimmer. Man kann sich der bedrohlich düsteren Stimmung nur schwer entziehen und oft meint man, an der Seite der Protagonisten durch die weite Ödnis der Welt zu reisen.
In zwei verschiedenen Handlungssträngen vermittelt der Autor seinen Lesern einen Eindruck vom harten Leben der wenigen noch existierenden Menschen. Zum einen lernt man die junge Mega kennen, die nach ihrer Rettung relativ behütet inmitten einer bunt gemischten Gruppe aufwuchs. Betreut von einigen Wissenschaftlern geht es den Menschen im Universitätskeller recht gut. Für uns lebenswichtige Selbstverständlichkeiten wie Sonnenlicht, frische Luft oder einfach die Freiheit, dorthin zu gehen, wohin man will, fehlen jedoch und lassen die auf den ersten Blick behagliche Enge des sicheren Kellers manches Mal erdrückend erscheinen.
Zum anderen begleitet man an der Erdoberfläche Hagen, den Führer einer kleinen Einheit von kampferprobten Männern, bei seinem täglichen Kampf ums Überleben. Das Ödland fordert den Menschen alles ab, auch Emotionen wie Mitgefühl oder Barmherzigkeit. Wenn man am Leben bleiben will, sind andere Dinge wichtig. Hagen und seine Anhänger wissen dies genau und handeln dementsprechend. Ihre verdrängten Emotionen treten als erbarmungslose Grausamkeit zutage, die jeden trifft, der sich ihnen in den Weg stellt.
Von Anfang an ist klar, dass es eine Verbindung zwischen Mega und Hagen geben muss, doch wie diese aussieht, erfährt man in diesem Band noch nicht. Hauptsächlich geht es darum, die Charaktere, ihr Umfeld und ihr Leben zu begreifen. Zachariae nimmt sich Zeit für seine Protagonisten und gibt ihnen Raum, sich vor den Augen des Lesers zu entfalten. Man merkt, hinter der sichtbaren Fassade steckt viel mehr, als man im Moment erahnen kann und so darf man gespannt sein, wie sich im Verlauf der folgenden drei Bände alles entwickelt.
Dieser Reihenauftakt punktet auf jeden Fall mit seinem grandios inszenierten Setting einer apokalyptischen Welt und einer interessanten wie spannenden Story, die durch Charaktere mit Tiefgang belebt wird. Wenn man wirklich etwas an diesem Buch kritisieren möchte, dann bleibt einem höchstens sein Ende. Einen fieseren Cliffhanger kann man sich kaum vorstellen, die Neugier auf Band II steigt schlagartig ins Grenzenlose. Was somit ja durchaus ein weiterer Pluspunkt wäre...

Besonders für Liebhaber von dystopischen Romanen, aber auch jeden, der packende, hintergründige Storys liebt, eine uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits.


Ondragon: Totenernte: Mystery-Thriller
Ondragon: Totenernte: Mystery-Thriller
Preis: EUR 6,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Zombiejagd mit Paul E. Ondragon, 28. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was habe ich auf den zweiten Fall von Mr. O hin gefiebert. Hatte mich "Menschenhunger" Anfang des Jahres doch so begeistert. Würde ich erneut von einer rasanten Story mitgerissen werden? Kann die Autorin Anette Strohmeyer ihr Niveau halten?
Nach der Lektüre bleibt mir nur zu sagen: ich wurde und sie kann!

In "Totenernte" schickt Strohmeyer ihren ungewöhnlichen Helden und Ermittler nach New Orleans und Haiti kurz nach dem schweren Erdbeben 2010. Nach den Erlebnissen in Nord Minnesota ist Mr. O vermeintlich wieder "in der Spur" und feiert seinen gesunden Menschenverstand. Der allerdings wird recht schnell wieder auf die Probe gestellt. Drei Mitarbeiter eines alten Freundes sind verschwunden. Sind sie tot oder sollten sie tatsächlich zu Zombies mutiert sein? Für Ondragon ist klar, so etwas wie Zombies gibt es nicht. Oder doch?
Zusammen mit einer Voodoo-Priesterin folgt er den Spuren und verstrickt sich dabei immer mehr in den düsteren Legenden um die Untoten.

Neben dem herrlich mitreißendem Schreibstil der Autorin, die von der ersten Seite an ein zügiges Erzähltempo anschlägt, sind es vor allem die skurrilen Charaktere, die der Story das gewisse Etwas geben. Allen voran natürlich die Hauptfigur Paul E. Ondragon. Zielstrebig geht er die Lösung seines neuen Falls an und stellt sich allen Hindernissen, sowohl denen, die sich aus den Ermittlungen ergeben als auch seinen persönlichen Problemen, wenngleich dort mit deutlich größerem Widerwillen. Er ist eine markante Persönlichkeit, deren Ausstrahlung ich mich nicht entziehen kann. Gefallen hat mir, dass die Ereignisse um den Tod seines Zwillingbruders Per wieder thematisiert werden, sogar starke Auswirkungen auf das Handeln Ondragons haben, und so ein roter Faden entsteht, der sicher auch in den folgenden Bänden für interessante Entwicklungen sorgen wird.
Wieder sind auch die Nebenfiguren äußerst detailverliebt gezeichnet worden. Mit der Voodoo-Priesterin Madame Tombeau halten Sexappeal und Mystik Einzug, außerdem sorgen ihre Diskussionen mit Mr. O immer wieder für amüsante Momente. Ondragons alter Freund Rod bringt etwas Licht in die Vergangenheit unseres Helden und sorgt mit seiner ruhigen Art oftmals dafür, dass die Situation nicht eskaliert. Ebenso ist Ondragons Assistentin Charlize wieder mit von der Partie und zieht meist im Hintergrund der Story die Fäden. Es treffen also wieder sehr unterschiedliche Personen aufeinander, was jedoch gerade den Reiz ausmacht und großen Unterhaltungswert hat.
Die Story selbst ist erneut eine Mischung aus klassischem Thriller und mystischer Erzählung, wobei die Autorin darauf bedacht ist, die Hintergründe des Voodoos realistisch und weniger hollywoodlike zu betrachten. Mit der Verknüpfung eines Genforschungsskandals rechnet man zu Beginn des Buchs überhaupt nicht, sodass die Handlung durchweg spannend bleibt und selbst am Ende, nach der vermeintlichen Auflösung der Geschehnisse, die Spannung nicht abreißt.

"Totenernte" ist eine äußerst gelungene Fortsetzung der Reihe und macht Lust auf weitere mysteriöse Fälle des Paul E. Ondragon, die hoffentlich recht bald und zahlreich erscheinen werden.


Die drei ??? und das blaue Biest
Die drei ??? und das blaue Biest
von Hendrik Buchna
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Story..., 6. Oktober 2012
Nach seinen bisherigen Beiträgen zu den Geschichten um die drei berühmten Detektive aus Rocky Beach ist es kein Wunder, dass ich mich riesig auf Hendrik Buchnas neuste Drei ???-Story gefreut habe. Und auch wenn sie mich nicht so sehr vom Hocker gehauen hat, wie "... und der schreiende Nebel" oder "Im Zeichen der Schlangen", konnte mich auch die Geschichte des blauen Biests begeistern.
Die Verbindung zu dem schon alten Fall "Die schwarze Katze" fand ich klasse. Das Hörspiel hatte ich schon als Kind und bis heute habe ich es unzählige Male gehört. Dass Hendrik Buchna in seinen Büchern immer wieder die Vergangenheit der drei Fragezeichen aufgreift, ist nur ein Aspekt, der mir sehr gefällt. Vor allem aber ist es wohl sein frischer und mitreißender Schreibstil, der mir so zusagt. Und er traut sich auch mal, Ungewöhnliches zu verwenden. Die Szenen mit Alyssa sind schon recht schräg und ich bin gespannt, wann und wo man dem seltsamen Mädchen wieder begegnen wird.
Wie so oft kann man bemängeln, dass der Titel des Buchs nicht wirklich zur Story passt, da es hier statt um das blaue Biest hauptsächlich um den unbekannten Saboteur geht. Doch wenn man die aufregendste und außergewöhnlichste Szene des Buchs benennen sollte, wäre dies wohl eindeutig das Zusammentreffen mit dieser so seltsamen Kreatur. Insofern hat es sich seinen Platz auf dem Titel durchaus verdient.
Die Geschehnisse um die mysteriösen Anschläge im Erlebnispark "Movie Empire" sind ebenfalls spannend und die Idee, die unsinnigsten Gesetze der USA aufzugreifen, hat was. Zudem wurde das Ganze nicht ausgereizt, wodurch die Handlung realistisch und nachvollziehbar wirkt.

Insgesamt fühlte ich mich sehr gut unterhalten und empfand beim Lesen die typisch nostalgische Drei ???-Stimmung. Und genau so soll es ja schließlich sein.


MindNapping 10 - Der Traumtänzer
MindNapping 10 - Der Traumtänzer
von Sebastian Pobot
  Audio CD
Preis: EUR 8,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen (zurück) im Darkside Park!, 7. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: MindNapping 10 - Der Traumtänzer (Audio CD)
Die zehnte Folge der noch relativ jungen Hörspielreihe MindNapping ist an sich schon etwas Besonderes, zum Highlight wird sie aber vor allem durch die Tatsache, dass ihre Handlung in Porterville spielt. Der Stadt, in der sich der geheimnisvolle Darkside Park befindet. Die gleichnamige Thriller-Hörbuchserie von Ivar Leon Menger konnte unzählige Hörer begeistern und in ihren Bann ziehen.
Darkside Park-Autor Hendrik Buchna erzählt in "MindNapping. Der Traumtänzer" eine weitere Episode aus dem Leben seiner Figur Dr. Frank Morgan. Dieser nimmt sich hier der Patientin Mary Bellows und ihrer Geschichte an. Was mit einer scheinbar normalen Therapiesitzung beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einer verwirrenden, bald beängstigenden Jagd durch Porterville, die in einem Finale mündet, das mit seiner stimmungsvollen Atmosphäre überzeugen kann. Willkommen (zurück) im Darkside Park!
Mit ungeahnten Wendungen sorgt der Autor wiederholt für Überraschung, sowie bei den agierenden Figuren als auch beim Hörer. Die gut platzierten Stimmungswechsel der Story sorgen für durchgehende Spannung, unterstützt von passenden musikalischen Klängen, wobei es besonders das als Schlusstrack gespielte "La Musica Notturna" von Luigi Boccherini ist, das auch nach dem Lauschen noch lange nachhallt.
Als Dr. Frank Morgan ist Eckart Dux zu hören, der diese Rolle bereits in Buchnas Darkside Park-Folge "Das böse Zimmer" übernahm. Er hat es gar nicht nötig, besonderes Schauspieltalent zu beweisen. Schon mit kleinsten Veränderungen in Stimme und Ton gelingt es ihm, die unterschiedlichsten Emotionen zu transportieren und der jeweiligen Situation mehr Intensität und Tiefe zu verleihen. Ihm zur Seite steht die großartige Ulrike Stürzbecher. Die wechselnden Stimmungen ihrer Rolle meistert sie mühelos und wirkt dabei durchweg überzeugend.
Neben diesen beiden und den Kollegen Katja Brügger, Robert Missler und Marc Bremer hat nur Helmut Krauss als Deputy Garrett eine etwas größere Rolle. Hier reicht es schlicht, seinen Namen zu erwähnen, um zu wissen, das beste Leistung geboten wird. Ganz ohne Worte kommt Patrick Holtheuer aus, was seinen Part als Nachtling dabei auf keinen Fall überflüssig macht, denn er sorgt für Gänsehautmomente.
Gänsehaut werden Darkside Park-Fans ebenfalls bekommen, wenn ihnen die Parallelen zur Ur-Story auffallen. Sei es die zu Beginn abgespielte Tonaufnahme oder Traumdetails wie der Fleischtransporter und die alte Hütte im Wald oder Namen, die einem bereits begegnet sind. Man kann "Der Traumtänzer" natürlich auch genießen, ohne den Darkside Park zu kennen, denn für sich betrachtet ist dies wieder eine einzigartige MindNapping-Folge, deren verschlungene Story einen ab der ersten Minute in ihren Bann zieht. Am Ende wird man sich gegen einen erneuten und intensiveren Besuch in Porterville sowieso nur noch schwerlich wehren können.
Bei der Aufmachung setzt man auf (Alt-)Bewährtes: das Cover passt sich optisch wunderbar seinen neun Vorgängern an, das Wendecover im Darkside Park-Design ist aber nicht nur ein weiteres kleines Highlight, es ist einfach stimmiger und gehört definitiv auf die sichtbare Seite der CD-Hülle.

Am Ende bleibt nur zu hoffen, dass die Macher und Autoren eine Wiederholung dieses Crossovers bei Folge 20, 30, 40 usw. planen. Eine bessere Jubiläumsfolge hätte man sich nicht wünschen können.


Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller
Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller
von Edward Lee
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für zarte Seelchen..., 5. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Sie schlug dem Baby mit einer gusseisernen Bratpfanne den Schädel ein. Der Kopf zerplatzte wie eine bleiche, reife Frucht."

Wenn einem dieser erste Satz aus "Bighead" bereits Magengrimmen beschert, tut man gut daran, gar nicht erst weiterzulesen, denn er ist harmlos, verglichen mit dem, was auf den nächsten 350 Seiten noch geschildert wird. Für zarte Seelchen ist dieses Buch gänzlich ungeeignet und wenn man nicht gerade ein vollkommen durchgeknallter Psychopath ist, werden auch die hartgesotteneren Leser das ein oder andere Mal schlucken müssen ob der dargebotenen Schilderungen. Egal, ob Vergewaltigung, Mord, Kannibalismus oder Nekrophilie, mit viel Liebe zum Detail und einem bewundernswerten Einfallsreichtum lässt Edward Lee seine Leser daran teil haben. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ihm ist keine Grausamkeit fremd, keine Fantasie zu abgedreht. Kurz gesagt: ihm ist nichts heilig. Gar nichts. Und genau deshalb ist es auch ein Riesenspaß, dieses Buch zu lesen. Manchmal kann man nur staunen, was den Gehirnwindungen dieses Autors entsprungen ist, bisweilen bleibt einem nichts anderes übrig als hysterisch zu lachen, zu krass ist das, was einem hier vorgesetzt wird.

Zu den Hauptfiguren gehört zum Einen der titelgebende Bighead. Tief in den Wäldern Virginias versteckt wuchs der entstellte und stark zurückgebliebene Junge bei seinem Großvater auf und lernte schon in frühster Jugend, alles und jeden zu zerstören und zu missbrauchen. Nach dem Tod des alten Mannes ist Bighead auf sich allein gestellt.
Er macht sich auf den Weg in die Zivilisation. Einen Weg, der von unzähligen Leichen gepflastert ist und der schließlich in einer scheinbar beschaulichen, ländlichen Gegend den der anderen Protagonisten kreuzt. Zu nennen sind da der fluchende Pater Alexander, die Sex- und Kokainabhängige Reporterin Jerrica und ihre Begleiterin, die frigide Landpomeranze Charity, deren alte Tante Annie und die beiden Schmuggler Balls und Dicky, die in ihrer Brutalität und Abgedrehtheit Bighead starke Konkurrenz machen.
Die Handlungsstränge wechseln sich in angenehmen Rhythmus ab und trotz aller Obszönitäten und Gewaltszenen lässt sich das Buch so ausgesprochen flüssig lesen. Lees Schreibstil variiert je nach Perspektive, er passt sich sprachlich deutlich den jeweils agierenden Personen, ihrem Intellekt und Charakter an. Dies verstärkt die Wirkung der geschilderten Szenen noch zusätzlich und so manches Mal reicht allein die Wortwahl, um Gänsehaut, wenn nicht gar Ekel zu erzeugen.
Geschickt verbindet der Autor die Fäden schließlich miteinander, deckt die Hintergründe um Bigheads Geschichte auf und lässt alle Beteiligten in einem hübsch blutigen Finale aufeinander treffen. Manchem mag das Ende unpassend erscheinen, doch letztlich rundet es die Story perfekt ab.

Abschließend kann ich mich der ausdrücklichen Warnung des Festa Verlags nur anschließen: "Edward Lee ist der führende Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen."
Wer so etwas aber mag, wird "Bighead" mit Entzücken verschlingen und sich vor Begeisterung nicht mehr einkriegen.


Das PARTEI-Buch: Wie man in Deutschland eine Partei gründet und die Macht übernimmt
Das PARTEI-Buch: Wie man in Deutschland eine Partei gründet und die Macht übernimmt
von Martin Sonneborn
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selten so gelacht..., 31. August 2012
Was in den neunziger Jahren als alkoholschwangere Idee einer rettenden Übernahmeaktion für die FDP begann, endete im August 2004 schließlich in der Gründung einer Partei, die die Machtübernahme in Deutschland ansteuert und die erneute Teilung unseres Landes anstrebt. Mit ihrem liebevoll GröVaZ (Größter Vorsitzender aller Zeiten) genannten Bundesvorsitzenden Martin Sonneborn an der Spitze und einer stetig wachsenden Zahl von Mitgliedern ist Die PARTEI (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) acht Jahre nach ihrer Gründung auf dem besten Wege dahin, in billigen, grauen C&A-Anzügen ihre Ziele und vor allem die Wünsche der Bürger (wie aussagekräftige Umfragen ergaben) umzusetzen.

Martin Sonneborn lässt uns in seinem in fünf Abschnitte gegliederten Buch teilhaben an seinen ersten Erfahrungen im Wahlkampf, die er zusammen mit Redaktionsmitgliedern der Titanic erlebte, damals noch für andere, bereits etablierte Parteien wie CDU, SPD oder die "liberale Trümmerpartei" FDP, die schließlich vollkommen nachvollziehbar und logisch zur Gründung einer eigenen Partei führten, die sämtliche anderen Parteien überflüssig macht. Die PARTEI.
Mit Aussagen wie "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen! Außer uns." oder "Die endgültige Teilung Deutschlands - das ist unser Auftrag!" rufen Sonneborn & Co. mühelos die Kollegen und Kolleginnen der Presse auf den Plan, die sich zumeist wie erwartet echauffieren, ebenso wie diverse wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die nur zu gern ihren persönlichen, weichgespülten Senf zu all dem abgeben und somit nur zum Erfolg der Sonneborn-Truppe beitragen.
Sonneborns locker verfasster Text wird nahezu auf jeder Seite von ausgewählten und sachdienlichen Hinweisen der Medien, Zitaten und Leserbriefen ergänzt, die ausgesprochen gelungen zur guten Unterhaltung der Lektüre beitragen. Großartig, wie manch einer sich hier selbst entlarvt; absolut komisch, wie naiv andere in die gelegten Fallen tappen; bestürzend, erkennen zu müssen, wie eingeschränkt die Sicht mancher ist, ebenso wie ihre Fähigkeit in anderen Bahnen zu denken, als die Masse es vorgibt; indes auch erfreulich zu erkennen, dass es genug Menschen gibt, die den Gedankengängen und Aktionen der Titanic-Leute folgen können und sie als das erkennen, was sie sind. Satire.
Nach demselben Schema erlebt der Leser die erste Landtagswahl der PARTEI und den Weg dorthin, die Neugründung diverser Landes- und Ortsverbände und damit die unaufhaltsame Ausbreitung der PARTEI auf das ganze Bundesgebiet, das Casting der ersten PARTEI-Kanzlerkandidatin unter dem Motto "Frau - ja, aber schöner!", die Geschichte der legendären HLX-Wahlwerbespots im ZDF und schließlich erste Erfahrungen im außenpolitischen Bereich. Zahlreiche Bilder, mittig im Buch auch Farbfotos, belegen die Geschehnisse.
Im neunzehn Seiten starken Anhang schließlich findet man nicht nur den offiziellen Mitgliedsantrag der PARTEI (den auszufüllen und abzuschicken an dieser Stelle nur die einleuchtende Konsequenz der Lektüre ist), sondern auch ein Handbuch "Die Partei von A – Z", diverse Anmerkungen zu den im Buch angegebenen Fußnoten und den aufrichtigen Dank des Autors selbst.

Wer sich darauf einlässt, ein wenig geschichtliches Vorwissen mitbringt und ein Faible für satirische Unterhaltung hat, wird mit diesem Buch seine wahre Freude haben. Ausgeprägtes politisches Interesse ist nicht vonnöten, ein wenig gesunder Menschenverstand kann jedoch nicht schaden. Man darf die Entwicklung der PARTEI gespannt beobachten und in diesem Zusammenhang mit Interesse auf die in Zukunft anstehenden Wahlen blicken.


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