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Rezensionen verfasst von
S. Kapper (Niedersachsen)
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Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi
Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi
von Christian Tramitz
  Broschiert

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amüsant erzähltes Dorfleben plus ein wenig Krimi..., 23. Oktober 2010
Durch die urige Gestaltung des Covers mit blauer Tapete, Kuckucksuhr und rotweiß karierter Tischdecke erwartet man natürlich schon vor der Lektüre, was der Untertitel "Ein Provinzkrimi" verspricht. Und genau das bekommt man erfreulicherweise auch...

Ich-Erzähler Franz Eberhofer, seines Zeichen einziger Dorfgendarm im bayrischen Niederkaltenkirchen, erzählt auf charmant direkte Art von seinem Alltag in dem beschaulichen Örtchen. Dabei nutzt er natürlich auch einige Begriffe des dortigen Dialekts, die aber im Glossar des Buches übersetzt werden. Sprachlich gibt es also keinerlei Probleme, vielmehr wirkt die Geschichte dadurch viel glaubhafter. Franz' Ausdrucksweise ist eher schlicht, aber ungemein amüsant. Er bringt die Dinge auf den Punkt und nimmt den Leser so schnell für sich ein.
Auch die anderen Bewohner Niederkaltenkirchens überzeugen besonders durch ihre kuriosen Eigenarten, die sie teilweise ziemlich skurril wirken lassen. Da gibt es Franz' schwerhörige und ebenso sture Oma, die ständig auf der Jagd nach Schnäppchen ist und ihren Kopf stets durchzusetzen weiß, notfalls auch mal mit einem festen Tritt ans Schienbein, Franz' Vater, der zu der Musik der Beatles gern mal einen Joint durchzieht oder Leopold, Franz' arroganten Bruder, dessen rumänische Schnalle Roxana keinem Mann widerstehen kann, vor allem nicht dem Franz. Häufig musste ich schmunzeln oder sogar herzhaft lachen, ich habe mich wohl gefühlt in der Geschichte und alle Personen schnell ins Herz geschlossen, egal wie nervig oder anstrengend einzelne von ihnen auch sind.

Das Dorfleben steht jedoch deutlich im Vordergrund, der Kriminalfall geht deshalb ziemlich unter, besonders weil er nicht gerade raffiniert aufgebaut ist. Echte Spannung ist deshalb eher selten zu spüren.
Trotzdem habe ich mich nicht eine Sekunde gelangweilt. Rita Falk versteht es, mit Witz und Leidenschaft zu unterhalten, auch ohne aufregende Szenen und blutige Morde. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm, locker und flüssig zu lesen.

Am Ende des Buches findet man neben der selbstverfassten Vita der Autorin, die besten Rezepte aus dem Kochbuch der Oma Eberhofer abgedruckt, liebevoll kommentiert vom Franz. Ein schönes Extra, das toll zur Geschichte passt und allem einen runden Abschluss gibt.

Mit "Winterkartoffelknödel" kann man einige amüsante Lesestunden verbringen, perfekt für ein verregnetes Herbst-Wochenende.


141/und die Fußball-Falle
141/und die Fußball-Falle
Preis: EUR 7,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Akzeptabel..., 17. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 141/und die Fußball-Falle (Audio CD)
Eine Fußball-Folge?! Bei der Aussicht darauf bekam ich schon eine Gänsehaut. Nicht aus Vorfreude, nein, aus Angst vor einem weiteren Reinfall. Die bisherigen Sport-Folgen der drei Detektive aus Rocky Beach waren einfach zu schlecht, als dass man ihren Nachfolgern mit froher Erwartung entgegen blicken könnte.
Die Aussichten schienen also nicht gerade rosig, weshalb es der 141. Folge vielleicht auch gelungen ist, mich ein wenig zu überraschen. So schlecht wie erwartet ist sie nämlich nicht, gut wäre allerdings auch übertrieben. Einigen wir uns auf ein gesundes Mittelmaß, was in Anbetracht des Themas ja schon ein enormes Lob ist. ;-)

Mal davon abgesehen, dass die Story aus der Feder Marco Sonnleitners scheinbar rigoros im Umfeld von Fußballspielern stattfinden musste (jede andere Person, fernab jeglicher Sportart, hätte sowohl das vermaledeite Bild ersteigern, als auch vom "Fluch" betroffen sein können), und seltsam verschachtelt auf unnötigen Umwegen zur Auflösung des Falles führt, ist das Grundgerüst ganz in Ordnung. Die Auktion zu Beginn der Folge weckte bei mir das gewisse Drei ???-Feeling, Justus darf bald ausgiebig sein umfangreiches Wissen und seine gehobene Ausdrucksweise zur Schau stellen, Peter sich fürchten, um kurz darauf über sich hinaus zu wachsen und Bob hat gefühlt einige Sätze mehr als sonst bekommen.
Kunstdiebstähle, umher wandelnde Geistergestalten und Stimmen aus dem Nichts sind zwar nichts Neues im Drei ???-Kosmos, aber irgendwie gehört es doch dazu, oder? Bedauerlich ist es nur, dass Monsieur Hugenay bei den Diebstählen nicht mitmischen darf. Irgendwie habe ich die ganze Zeit auf sein Erscheinen gewartet...

Wie immer kann man die Specherleistung nicht bemängeln. Gastsprecher wie Tobias Meister als Theodor Brewster, Jörg Gillner als William de Haas oder Patrick Bach als Eric erfreuen den Lauscher und passen sich den Stammsprechern in Qualität und Spielfreude an. Musikalisch geht es recht dramatisch und klangvoll zu, die Stücke harmonisieren wieder sehr gut mit den jeweiligen Geschehnissen.

Insgesamt eine akzeptable Folge der Hörspielreihe, die wohl eher den jüngeren Lauschern zusagen wird. Mir fielen die Unstimmigkeiten und die fehlende Spannung der Story zu sehr auf, was die Freude am Hören deutlich geschmälert hat.


Das Gewicht der Seele
Das Gewicht der Seele
von Oliver Kern
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irre Reise quer durch Europa..., 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Gewicht der Seele (Taschenbuch)
Auf dieses Buch bin ich mehr oder weniger per Zufall gestoßen. Das Thema interessierte mich, über das Vorhandensein der menschlichen Seele wird ja immer wieder mal diskutiert, wenn bisher auch ohne wirkliches Ergebnis...
Ich hatte eine gewisse Vorstellung davon, was mich bei der Lektüre erwartet, doch ich wurde überrascht. Weder finden sich hier ellenlange wissenschaftliche Erklärungen noch wird es auch nur annähernd esoterisch. Nein, man hält einen witzigen und gleichzeitig spannenden Thriller in den Händen, der ab der ersten Seite gut unterhalten kann.

Zusammen mit Ich-Erzähler Paul Tucholsky begibt man sich auf eine irre Reise quer durch Europa mit vier mordlustigen alten Damen im Gepäck, die mit ihren Eigenarten für diverse Schmunzler und Lacher sorgen. Auch der Kleinkriminelle Paul ist sehr sympathisch, was vor allem an seinem frechen Mundwerk und seiner direkten Art liegt.
Die Rentnerinnen sind auf einem Rachefeldzug, dessen Hintergründe sich erst nach und nach offenbaren. In ihrer Kindheit wurde ihnen etwas Schreckliches angetan, wofür nun ihre Peiniger büßen sollen. Der Buchtitel verrät, dass es hier um Experimente an der menschlichen Seele geht. Kern stellt diesbezüglich seine eigene Theorie auf und hat darauf gekonnt seine Geschichte aufgebaut, die am Ende einen phantastischen Verlauf nimmt, was vielleicht nicht jedermans Sache ist. Dennoch wirken diese Entwicklungen glaubhaft und gut durchdacht.

Der Schreibstil des Autors ist knapp und direkt und fördert so die immer stärker werdende Spannung der Story. Ohne sich in unwichtigen Details oder Beschreibungen zu verlieren, treibt er das Geschehen beständig voran, sodass man gefesselt ist und unbedingt die Hintergründe der Story verstehen will. Mit knapp 200 Seiten ist das Buch zwar recht dünn, und doch enthält es alles, was ein guter Thriller braucht.

Oliver Kern ist sicher eine meiner Neuentdeckungen des Jahres und ich freue mich auf weitere Bücher von ihm.


Renegat: Der Sohn des Sehers
Renegat: Der Sohn des Sehers
von Torsten Fink
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Runder Abschluss der Trilogie..., 13. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Renegat: Der Sohn des Sehers (Taschenbuch)
Leider ist mit "Renegat" bereits der letzte Teil der Trilogie um Awin den Sehersohn erreicht. Autor Torsten Fink hat es jedoch geschafft, seinen Lesern den Abschied vom Lichtträger und seinen Gefährten mit viel Spannung, Witz und unverhofften Ereignissen leicht zu machen.

Zwei Monate nach den Geschehnissen aus Lichtträger: Der Sohn des Sehers: Der Sohn des Sehers Trilogie, Band 2 steigt man wieder in die Handlung ein. Positiv ist, dass es keine großen Wiederholungen gibt sondern fast nahtlos an das Ende des Vorgängerbandes angeknüpft wird. Awin schickt sich soeben an, Merege auf einer Reise des Geistes aus den Fängen Uos zu befreien. In dessen Reich muss Awin eine schwere Entscheidung treffen, die große Auswirkungen auf seine Zukunft haben wird.
Spannung ist somit ab den ersten Seiten gegeben und erfreulicherweise verliert sich diese nicht in Langatmigkeit. Alle Personen sind einem mittlerweile gut bekannt, sodass es leicht fällt, sofort wieder mit ihnen mitzufiebern. Natürlich trifft man auch auf neue Bekannte, die die Geschichte jeder für sich bereichern und noch interessanter machen.
Auch der Humor kommt in diesem Band noch deutlicher zur Geltung. Mit Mahuk Raschtar und seinem ständigen Begleiter Yeku hat Torsten Fink zwei Charaktere geschaffen, die immer wieder für lustige Dialoge und Szenen sorgen. Der körperlose Yeku bekommt hier sogar einen Kurzauftritt in seiner ursprünglichen Gestalt, was an wirklich passender Stelle eingebaut wurde. Doch auch die Windskrole Isparra bringt einen bei ihren unerwarteten Auftritten immer wieder zum Grinsen. Diese lustigen Passagen lockern die Geschichte zwischendurch angenehm auf, ohne die besondere Stimmung zu zerstören, die der Autor durch seine bildhaften Beschreibungen seiner Welt und ihrer Bewohner erzeugt hat.

Am Ende bleiben kaum Fragen offen, das Schicksal aller wichtigen Personen scheint entschieden und man kann das Buch zufrieden, wenn auch ein bisschen wehmütig, zuschlagen. Es geht ziemlich dramatisch zur Sache, aber die Geschehnisse sind in sich schlüssig, alle losen Fäden werden zu einem runden Abschluss miteinander verflochten.
Torsten Fink versteht es wirklich ausgezeichnet, Geschichten zu erzählen und einen in fremde Welten zu entführen.


Korona: Mysterythriller
Korona: Mysterythriller
von Thomas Thiemeyer
  Gebundene Ausgabe

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißend und außergewöhnlich..., 12. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Korona: Mysterythriller (Gebundene Ausgabe)
Thomas Thiemeyer gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren, ich fiebere der Veröffentlichung jedes neuen Buches entgegen und sobald ich es in den Händen halte, verkrieche ich mich damit in eine gemütliche Ecke und verschlinge es genüsslich. Natürlich wachsen mit jedem weiteren fantastischen Roman auch die Erwartungen, doch bisher konnten diese noch immer übertroffen werden. So ging es mir glücklicherweise auch mit seinem neuen Mystery-Thriller "Korona"...

Fünf Jahre nach dem Erscheinen von "Reptilia" nimmt der Autor seine Leser abermals mit auf eine Reise nach Ostafrika, die spannender, mitreißender und außergewöhnlicher nicht sein könnte.
Wie man es von ihm kennt und erwartet, vermischt er auch hier wissenschaftliche, historische und aktuelle Fakten mit Fiktion, versetzt einen sowohl mit seinem fundierten Wissen als auch mit seiner grenzenlos scheinenden Fantasie in Erstaunen. Dies alles so miteinander zu verknüpfen, dass es logisch und vorstellbar erscheint, ist eine Kunst, die Thomas Thiemeyer perfekt beherrscht. So erscheint es einem denn auch überhaupt nicht abwegig, zusammen mit seinen Protagonisten in eine Parallelwelt zu reisen, dort auf Geschöpfe und Individuen zu treffen, die unsere Welt noch nicht gesehen hat und sich dieser neuen Welt bereitwillig zu öffnen. Vielmehr wünscht man sich, tatsächlich dabei zu sein und vergisst beim Lesen nicht nur die Zeit sondern auch alles andere um sich herum.

Neben der spannenden Story kann die Geschichte aber vor allem durch die intensive Darstellung Thiemeyers begeistern. Man merkt deutlich, dass er vor Ort recherchiert und seine Erlebnisse, Empfindungen und Eindrücke in seine Geschichte hat einfließen lassen. Er beschreibt die ostafrikanische Flora und Fauna so anschaulich, dass man beim Lesen deutlich ihre Schönheit und Vielfalt vor Augen hat und in einem das Verlangen geweckt wird, all das selbst einmal zu sehen und erleben zu dürfen. Gleichzeitig sind seine Worte eine erkennbare Aufforderung an die Gesellschaft, sich zu besinnen und nicht weiterhin ohne Sinn und Verstand ganze Arten auszurotten, Lebensräume zu vernichten, sich selbst als die Krone der Schöpfung zu betrachten.

Abschließend kann ich wieder einmal feststellen, dass Thomas Thiemeyer Geschichten schreibt, die ich mir zu lesen wünsche, auch wenn ich das manchmal erst merke, wenn ich mittendrin in seinen fantastischen Abenteuern bin. Jeder, der Thriller mit einer großen Portion Mystery liebt, sollte zu seinen Büchern greifen, denn sie bereichern einfach ungemein.


Flüsterndes Gold
Flüsterndes Gold
von Carrie Jones
  Gebundene Ausgabe

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühlvoll, witzig, spannend..., 3. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Flüsterndes Gold (Gebundene Ausgabe)
Der Einstieg ins Buch fällt ziemlich leicht, denn die Hauptfigur und Ich-Erzählerin Zara nimmt einen gleich für sich ein. Das Mädchen mit einer Vorliebe für ausgefallene Phobien muss nicht nur den Tod ihres geliebten Stiefvaters verkraften, sondern auch einen Umzug zu ihrer Großmutter. Zaras Mutter macht sich Sorgen um ihre Tochter, die sich nach dem Tod des Vaters immer mehr zurückzieht. Gram soll Zara nun aufpäppeln und ihr Lachen wieder zum Vorschein bringen. Doch als Neue an der örtlichen Schule ist es auch nicht gerade einfach und außerdem ist es saukalt in Maine. Zara findet jedoch schnell Anschluss, verliebt sich sogar ein kleines bisschen in Nick, den Schulschwarm.
Doch in der Zeit um Zaras Ankunft in Maine verschwinden zwei Jungen von ihrer Schule. Vor einigen Jahren gab es schon einmal mehrere Entführungsfälle und nun geht wieder die Angst in der Stadt um. Zara hat das Gefühl, ihre Freunde und ihre Großmutter verschweigen etwas vor ihr und als sie schließlich die Wahrheit rausfindet, muss sie ihr ganzes Leben neu überdenken...

Ich liebe dieses Buch. Es fesselt ungemein und man will es am liebsten in einem Rutsch durchlesen.
Carrie Jones hat eine wunderbare Art sich auszudrücken, ihre Beschreibungen und Vergleiche sind herrlich. Und sie ist witzig! Ich habe mich beim Lesen richtig wohlgefühlt und bin einfach hingerissen.

Die Überschriften der Kapitel sind die Bezeichnungen unterschiedlicher Ängste, von denen mir die meisten unbekannt waren. Es war interessant, diese teils sehr skurrilen Phobien kennenzulernen und es ist mal eine ganz besondere Idee, die ohne zu dominieren mit der eigentlichen Story verwoben wurde.
Die Charaktere, allen voran Zara, sind liebevoll ausgearbeitet. Auch wenn man hier auf den ersten Blick das klassische Gut und Böse findet, bleibt doch keine Person eindimensional. Sie haben Ecken und Kanten, gute und schlechte Seiten, niemand ist schlicht der einen oder anderen Seite zuzuordnen.
Die Elfen sind hier keine zauberhaften Wesen sondern böse und gefährlich. Das gab es natürlich schon in anderen Büchern und doch sind die Hintergründe hier etwas Besonderes. Um nicht zu viel von der Geschichte zu verraten, gehe ich aber lieber nicht weiter ins Detail.
Sehr cool fand ich außerdem, dass es hier so viele unterschiedliche Werwesen gibt. Klar, der obligatorische Wolf ist dabei, aber von Wertigern, Weradlern oder Werbären hatte ich vorher noch nichts gehört. Gekringelt habe ich mich vor allem bei der Vorstellung eines Werkaninchen...

"Flüsterndes" Gold ist wirklich ein ganz zauberhaftes Buch. Gefühlvoll, witzig, spannend und einfach mal etwas anderes. Durch die vielen verschiedenen Ängste, die Bös- und Andersartigkeit der Elfen, die vielschichtige Hauptfigur und auch die unterschiedlichsten Werwesen entwickelt die Geschichte eine ganz besondere Dynamik, die mich richtig mitgerissen hat. Es war einfach ein Vergnügen, diese Geschichte zu lesen. Die Fortsetzung werde ich sicher sofort verschlingen, sobald sie in Deutschland erschienen ist...


Puerta Oscura - Totenreise
Puerta Oscura - Totenreise
von David Lozano Garbala
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend..., 3. Oktober 2010
Als erstes fällt einem natürlich die Aufmachung des Buches ins Auge. Den Schutzumschlag mit den vielen Skeletten finde ich absolut genial und dass sich die Skelette auch im Buch an den Kapitelanfängen wiederfinden, passt perfekt.

Der Prolog beginnt gruselig und macht sehr neugierig auf den Rest der Geschichte. Deshalb war ich nach den ersten Kapiteln schon ziemlich enttäuscht. Die Geschichte konnte mich nicht richtig packen, keine der Hauptfiguren hat es geschafft, mir nahe zu kommen. Der Autor springt innerhalb der sowieso schon sehr kurzen Kapitel ständig zwischen den Personen und Handlungsorten hin und her, was es noch schwieriger macht. Es gibt ein paar Erklärungen, aber keinen Spannungsanstieg. Eigentlich erfährt man fast nichts über die Personen in diesem Buch. Dabei will man doch genau das. Sie kennenlernen, einordnen, mit ihnen mitfiebern.

Die unheimliche Stimmung, die sich im Prolog andeutete, war schnell verschwunden. Mir fehlt es an Atmosphäre, fassbaren Charakteren, deren Handlungen ich nachvollziehen kann, einfach dieses gewisse Etwas, das mich mitreißt. Zwischendurch hatte ich den Eindruck, der Autor wollte einfach zu viel in seine Geschichte packen. Hätte er auf einige überflüssige Details verzichtet, hätte er sich vielleicht mehr auf die Handlung und seine Charaktere konzentrieren können. Manchmal ist weniger auch mehr...
In der Mitte des Buches gab es eine kleine Spannungssteigerung, aber dann läuft es weiter auf diesem Niveau. Erst auf den letzten 100 Seiten scheint der Autor eine gewisse Routine gefunden zu haben. Plötzlich las sich die Geschichte viel flüssiger und spannender. Schade, dass es erst zum Ende hin besser wurde, denn so war es für mich echt ein Kraftakt, das Buch zu beenden.

Statt mit einer angenehmen Gruselstimmung wird man als Leser immer wieder mit brutalen Szenen konfrontiert, die mich persönlich zwar nicht so schocken, meiner Meinung nach aber auf keinen Fall für Kids ab 12-13 Jahren geeignet sind. Ich tue mich deshalb etwas schwer, das Buch als Jugendbuch zu betrachten. Zwischendurch gibt es wirklich einige Szenen, die ich frühestens ab 16 Jahren empfehlen würde. Ich denke da an die Häutung durch die Schattenwolken, die Folterszenen oder die Geysire, die Körperteile spuken.

Wie man merkt, habe ich mehr zu bemängeln als zu loben. Dieses Buch hat keinen Spaß gemacht, es war mehr "Arbeit" als Vergnügen, es zu lesen. Die meiste Zeit war es einfach langweilig und oft war ich genervt von den platten Dialogen, diesen ständigen Wechseln innerhalb der Kapitel, vorhersehbaren Ereignissen und diesen so lieblos runter geratterten, oft unlogischen Erlebnissen der Freunde, sowohl in unserer Welt als auch im Totenreich. Keine Ahnung, ob es an der Übersetzung liegt, aber der Stil des Autors sagt mir einfach nicht zu. Dabei hatte er wirklich einige gute Ideen wie die Zeitreisen durch den Kronosfelsen oder eben die Truhe als Portal ins Reich der Toten.
Das offene Ende stört mich nicht so sehr, der Zeitpunkt ist durchaus gut gewählt. Ob ich eine Fortsetzung lesen würde, ist aber eh fraglich.

Für mich eindeutig ein Flop, dessen Inhalt mit der tollen Verpackung nicht mithalten kann.


Der Pilwiz
Der Pilwiz
von Carsten Steenbergen
  Audio CD
Preis: EUR 12,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, interessant, angenehm gruselig..., 27. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Pilwiz (Audio CD)
Dieses Hörspiel ist wirklich mal etwas ganz anderes, mir ist zumindest in diesem Bereich noch kein historischer Krimi mit phantastischen Elementen untergekommen.
Carsten Steenbergen hat seine gruselige Geschichte über den Pilwiz, einen grausamen Korndämon, gekonnt in das alltägliche Leben anno 1256 in Gladbach eingebettet. Vor der Kulisse des Münsterumbaus durch niemand geringeren als den ersten Kölner Dombaumeister Gerhard von Riehl hat er eine atmosphärisch dichte Story gewebt, die sowohl spannend, interessant als auch angenehm gruselig ist.

Die Sprecher und Sprecherinnen sind mir bis auf wenige Ausnahmen unbekannt und beim ersten Hören war ich erst mal ein wenig enttäuscht, da einige von ihnen unsicher klingen bzw. ihre Texte einfach nur abgelesen wirken. Ich muss allerdings sagen, dass sich das bei mehrmaligem Hören relativiert hat. Nach drei, vier Mal fiel mir diese kleine Schwäche kaum noch auf, sondern vielmehr kleine Details wie Geräusche oder die wunderbar stimmige Musik, die perfekt zu Story passt.

Die Idee, eine phantastische Geschichte mit historischem Hintergrund in einem Hörspiel zu verarbeiten, finde ich gelungen, die Umsetzung ebenso. Wie ich es schon schrieb, es ist eine Geschichte, die man öfter hören kann und die von Mal zu Mal besser wird, einfach 90 Minuten gute Unterhaltung bietet. Die einzelnen Folgen der Reihe werden mit markomannischen Runen nummeriert (hier: Asch), was "Die dunklen Schriften zu Gladbach" noch authentischer wirken lässt.

Ich bin sehr gespannt auf die nächste Folge, die hoffentlich nicht allzu lang auf sich warten lässt. :-)


Der Gesang des Scherenschleifers
Der Gesang des Scherenschleifers
von Andreas Winkelmann
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unheimlich und emotional..., 24. September 2010
Da ich seit "Tief im Wald und unter der Erde" und dem Nachfolger "Hänschen Klein" ein großer Fan des Autors bin, wollte ich unbedingt auch seinen Debütroman lesen. Da man das Buch nicht mehr auf normalem Weg kaufen kann, musste ich mich ein wenig in Geduld üben, doch vor kurzem hatte ich das Glück, ein gut erhaltenes, gebrauchtes Exemplar zu ergattern. Und was soll ich sagen? Auch die Geschichte des Scherenschleifers hat mich mehr als begeistert.

Wie man es von Andreas Winkelmann kennt, spielt er auch hier mit den Urängsten und dem Aberglauben der Menschen. Ein altes, alleinstehendes Haus mit einem dunklen Keller, den man am liebsten nicht betreten möchte. Eine junge Familie, die sich in das Haus und seine Lage verliebt, nichts ahnend, was darin vor langer Zeit geschah. Der Verlust eines geliebten Menschen, der die ganze Welt aus den Fugen geraten lässt. Seltsame Geräusche und Stimmen, die einem Gänsehaut verursachen, ein komisches Gefühl, das schließlich in Furcht umschlägt...
Wie die Hauptfigur Kristin fragt man sich, ob sie nicht einfach nur ein wenig spinnt, anfällig für unheimliche Gedanken ist. Doch je weiter man liest, desto klarer wird, dass das alte Haus wirklich ein Geheimnis birgt, von dem nur wenige Menschen wissen und bis heute darüber schweigen.

In einem zweiten Handlungsstrang begleitet man den Kriminellen Robert und seinen Kumpel Sven. Robert ist der Bruder des Bankräubers, der Kristins Mann erschossen hat und danach selbst ums Leben kam. Sven weiß, wo sich der Komplize mit der Beute des Überfalls aufhält. Die beiden wollen das Geld an sich bringen und schaffen das auch. Doch leider läuft nicht alles nach Plan, sodass sie bald selbst zu Gejagten werden.

Anfangs kann man sich absolut nicht vorstellen, wie diese beiden Stränge zusammenpassen sollen, mal von der offensichtlichen Verbindung abgesehen. Doch dem Autor gelingt es mühelos, die Ereignisse miteinander zu verknüpfen. Zum Ende des Buches wird es etwas fantastisch, was nicht jedem liegen mag, aber für mich passt es perfekt zur Geschichte. Das Geheimnis des Scherenschleifers, dessen Erlebnisse Anfang des 20. Jahrhunderts immer wieder in kurzen Passagen eingeflochten werden, klärt sich auf und plötzlich macht alles Sinn.

"Der Gesang des Scherenschleifers" ist unheimlich, aber auch sehr emotional. Die Geschichte vom "bösen schwarzen Mann" wird hier einmal ganz anders erzählt und ich hoffe sehr, dass dieses Buch noch einmal neu aufgelegt wird, damit es noch viele andere Leser zum Gruseln bringt.


Die purpurrote Schleife
Die purpurrote Schleife
von Kathleen Weise
  Gebundene Ausgabe

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernd..., 20. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die purpurrote Schleife (Gebundene Ausgabe)
"Die purpurrote Schleife" ist ein Buch, das mir von vorne bis hinten einfach super gefällt. Schon das wunderschöne Cover hat mich so neugierig gemacht, dass ich sofort angefangen habe zu lesen, sobald ich das Buch in den Händen hielt.

Besonders faszinierend ist der Wechsel zwischen der gezeichneten und der geschriebenen Geschichte, denn so ist man in den gezeichneten Passagen aus Cathys Sicht ganz nah dabei, kann sich aber auch immer wieder an den Platz des Beobachters zurückziehen, sobald wieder zum Text gewechselt wird.
Die Zeichnungen sind in Schwarz-Weiß gehalten. Die einzige eingesetzte Farbe ist ein leuchtendes Rot, das sich sowohl in der titelgebenden Schleife als auch in Wein und Blutflecken wiederfindet. Die Wirkung der Farbe ist beeindruckend, sie verleiht den Bildern mehr Ausdruck und Tiefe, selbst wenn auf zwei Seiten nur ein kleiner Blutklecks leuchtet. Isabelle Metzen und Carla Miller haben einen schlichten Stil, den sie mit vielen Details und kleinen Verschnörkelungen zu etwas Besonderem machen. Kathleen Weises wunderschön geschriebener Text zusammen mit diesen Zeichnungen berührt ungemein und transportiert unzählige Emotionen.
Die Hauptpersonen und auch die wichtigen Nebenfiguren haben trotz der Kürze der Geschichte komplexe Charaktere, was zum Teil erst am Ende des Buches wirklich deutlich wird. Die zentrale Figur Cathy schließt man mit ihrer leicht verträumten Art sehr schnell ins Herz. Ihr Herz ist so unschuldig und rein, dass sie im deutlichen Gegensatz zu der dunklen, teils bedrohlich wirkenden Kulisse steht. Immer wieder spricht sie mit Tieren und Gegenständen, wie der Hauskatze, dem Türknauf ihrer Zimmertür oder den Schafen auf den Tapeten. Nur sie kann ihre Stimmen und ihr Wispern hören. Die sprechenden Tiere und Dinge sorgen für eine zusätzliche märchenhafte Stimmung, die dem Buch einen ganz besonderen Zauber verleiht.

Leider nur 128 Seiten dick, ist diese Geschichte natürlich schnell gelesen. Doch dies ist eindeutig eines der Bücher, das man mehr als einmal liest, da es seinen Zauber nie verlieren wird und immer aufs Neue faszinieren kann.


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