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Rezensionen verfasst von
S. Kapper (Niedersachsen)
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Midnighters, Band 3: Der Riss
Midnighters, Band 3: Der Riss
von Scott Westerfeld
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Ende!, 26. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Midnighters, Band 3: Der Riss (Taschenbuch)
Die Midnight beginnt am helllichten Tag! Jessica Day und ihre Freunde suchen fieberhaft nach dem Grund für diese Veränderung der Zeit und stoßen auf ein bedrohliches Geheimnis...
Nach hunderten von Jahren haben die Darklinge scheinbar endlich einen Weg gefunden, sich auch der realen Welt zu bemächtigen. Die Zeit hat einen Riss, der sich immer weiter ausbreitet und Bixby und mit sich die ganze Welt, zu verschlingen droht. Normale Menschen verirren sich in die blaue Stunde und Jessicas Schwester Beth droht hinter das Geheimnis der Midnight zu kommen. Auch Rex wird zunehmend seltsamer. Seine Begegnung mit den Darklingen hat Spuren hinterlassen, die nicht nur ihm selbst Angst machen.

Der letzte Teil der Midnighter-Trilogie hat es noch einmal in sich. Die Zeit drängt und mit atemlos machenden Tempo begleitet man Jessica, Jonathan, Dess, Melissa und Rex auf ihrer Suche nach einer Lösung. Zunächst erscheint die Situation ausweglos, doch wenn die Freunde bereit sind, mit Feinden zu paktieren und ein großes Opfer zu bringen, können sie die Welt vielleicht noch retten.
Ein sehr geniales Ende dieser Trilogie voller neuen Ideen. Ein wenig traurig, aber dennoch kann man das Buch zufrieden zuschlagen mit dem Gefühl, das Richtige sei passiert.
Mir bleibt nur noch zu sagen: Unbedingt lesen!


Midnighters, Band 2: Midnighters - Das Dunkle
Midnighters, Band 2: Midnighters - Das Dunkle
von Scott Westerfeld
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trügerische Ruhe..., 26. Dezember 2010
Die spannende Geschichte um die fünf Midnighter geht in die zweite Runde...
Jessica Day konnte im ersten Band "Die Erwählten" mit Hilfe ihrer Freunde Rex, Melissa, Dess und Jonathan herausfinden, welche besondere Fähigkeit sie besitzt. Sie ist der Flammenbringer und damit die größte Gefahr für die Wesen der Midnight. Endlich scheinen die fünf Teenies wieder sicher zu sein und genießen die Stille "ihrer" blauen Stunde. Doch die Ruhe währt nicht lange. Während Jess und Jonathan auf ihrem nächtlichen Flug einen erstarrten Mann vor Jessicas Haus entdecken, der eine Kamera genau auf Jessicas Zimmerfenster richtet und sie augenscheinlich beschattet, schmeckt Melissa aus dem Gedankenwust der Stadt eine beunruhigende Botschaft heraus: "Wir müssen Jessica Day kriegen..." Offenbar haben sich die Darklinge menschliche Verstärkung geholt, die nun Jessica beseitigen soll.
Also keine Ruhepause für die Freunde, sondern Ahnenforschung ist angesagt. Warum gibt es außer ihnen keine anderen Midnighter? Wohin sind die Alten verschwunden und warum? Woher wissen auf einmal normale Menschen von ihrer Existenz und was führen die Darklinge im Schilde?
Der Zusammenhalt der kleinen Gruppe wird auf eine harte Probe gestellt. Melissa und Rex sondern sich ab und Melissa verändert sich merklich. Jess und Jonathan sind mit sich selbst beschäftigt und Dess fühlt sich ausgeschlossen, bis sie auf ein Geheimnis stößt, dass alles ändern könnte... Wird sie den anderen davon berichten oder behält sie dieses Wissen für sich, um auch endlich einmal eine besondere Stellung in der Gruppe einzunehmen? Als Rex entführt wird, überschlagen sich die Ereignisse und nun zeigt sich, ob die Midnighter zusammenhalten oder wegen der nach und nach enthüllten Geheimnisse auseinanderbrechen.

Der zweite Band um die Midnighter steht dem ersten Band in nichts nach. Spannend wie zuvor, geht es nahtlos weiter mit der geheimnisvollen Geschichte um Jessica Day und ihre Freunde. Die Charaktere werden ausgebaut und noch interessanter. Scott Westerfelds düstere Trilogie zieht den Leser in seinen Bann und weckt die Freude auf ein spannendes Finale!


Midnighters, Band 1: Midnighters - Die Erwählten
Midnighters, Band 1: Midnighters - Die Erwählten
von Scott Westerfeld
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der blauen Stunde..., 26. Dezember 2010
In Bixby, Oklahoma, gehen die Uhren anders als sonst wo auf der Welt. Jeden Tag, um Mitternacht, steht die Zeit still, alles Leben erstarrt, die 25. Stunde des Tages, die Midnight, beginnt. Doch ein paar Auserwählten ist es möglich, sich in dieser Stunde frei zu bewegen. Es sind vier Teenager mit besonderen Fähigkeiten: Rex, der Seher, Melissa, die Gedankenleserin, Dess, das Universalgenie und Jonathan, der Flieger. Sie nennen sich die Midnighter und niemand außer ihnen und den Darklingen, den finsteren Wesen, die die Midnight bevölkern, kennt das Geheimnis der blauen Stunde.

Als Jessica Day mit ihren Eltern und ihrer Schwester Beth in das kleine Städtchen zieht, hat sie, wie alle anderen Bewohner, keine Ahnung von der zeitlichen Besonderheit Bixbys. Am ersten Schultag nach den Ferien lernt sie Rex kennen, der sofort erkennt, dass auch Jessica eine von ihnen ist, ein Midnighter. Jess jedoch, scheint sich ihrer Einmaligkeit nicht bewusst zu sein. Rex und seine Freunde versuchen, sie langsam in ihr Geheimnis einzuweihen, doch Jessica bemerkt eines Nachts selbst, dass um Mitternacht die Zeit still steht. Sie erwacht von der unheimlichen Stille um sie herum und sieht vor ihrem Fenster die Regentropfen in der Luft stehen, glänzend wie kleine Diamanten.

Begeistert, aber dennoch ängstlich, versucht Jessica zu verstehen, wer oder was sie ist. Die vier anderen Midnighter erklären ihr, wie sie sich zu verhalten hat und wie sie sich vor den Darklingen schützen kann, die von Anfang an ein besonderes Interesse an Jessica haben. Offenbar stellt sie eine besondere Gefahr für die düsteren Wesen dar, doch solange die Midnighter nicht wissen, welche besondere Fähigkeit Jessica hat, können sie nichts dagegen unternehmen.
Die einzige Möglichkeit herauszufinden, welches Talent Jess so gefährlich macht, ist ein Ritual mitten in der Wüste, im Zentrum des Darkling-Gebiets. Die fünf Teenager erwartet eine Nacht voller Gefahren, aber auch voller neuer Erkenntnisse über ihre Existenz. Jessica kann kaum begreifen, was passiert und zu allem Überfluss hat sie sich auch noch in Jonathan verliebt. Die Welt spielt verrückt und Jessica ist mittendrin ...

Dem Autor Scott Westerfeld ist es gelungen eine ganz neue Welt zu erschaffen, die den Leser sofort fasziniert. Eine Stunde mehr Zeit am Tag, ohne den störenden Alltag, ausgestattet mit besonderen Fähigkeiten... Wer wünscht sich das nicht? Natürlich gibt es auch besondere Gefahren, denen Westerfeld mit frischen Einfällen entgegentritt. Darklinge reagieren zum Beispiel sehr hysterisch auf Wörter mit dreizehn Buchstaben und unberührter, reiner Stahl in jeglicher Form, ebenfalls mit Wörtern mit dreizehn Buchstaben benannt, tötet diese Kreaturen. Mathematik spielt eine wichtige Rolle in dieser düsteren Welt, die einzig logische Komponente in der verwirrenden Stunde nach Mitternacht.
Die unterschiedlichen Charaktere wurden sehr detailverliebt und genau gestaltet und wachsen einem so sehr schnell ans Herz. Der schüchterne Rex, die scheue Melissa und die schräge Dess bilden mit dem verliebten Pärchen Jessica und Jonathan eine sehr impulsive Gruppe, in der es auch mal kracht. Sehr lesenswert, auch für die erwachsenen Kinder unter uns...


Nils Holgersson
Nils Holgersson
von Selma Lagerlöf
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel mehr als ein einfaches Kinderbuch..., 25. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Nils Holgersson (Taschenbuch)
Wer kennt ihn nicht, den zum Däumling verzauberten Nils Holgersson, der zusammen mit einem Schwarm Wildgänse und dem zahmen Ganter Martin auf Reisen geht? Die meisten haben seine Abenteuer als Buch verschlungen, andere die (etwas abgewandelte) Zeichentrickserie gesehen. Ich selbst gehöre zur zweiten Kategorie und wollte die Lektüre deshalb endlich einmal nachholen.

Obwohl das Buch für Kinder ab 10 Jahren gedacht ist, fiel es auch mir leicht, in der Welt von Nils und seinen Gänsen zu versinken. In Gedanken fliegt man zusammen mit dem kleinen Wicht über die wunderschöne Landschaft Schwedens und genießt einfach seine aufregenden, freudigen oder auch mal traurigen Erlebnisse und seine Entwicklung zu einem verantwortungsbewussten Menschen.
Selma Lagerlöf hat die abenteuerliche Reise der so ungewöhnlichen Gefährten spannend erzählt, aber gleichzeitig auf leichte Weise auf wichtige Dinge wie z.B. Freundschaft, Verantwortung für sich und andere übernehmen, Durchhaltevermögen und Ehrlichkeit hingewiesen, ohne besonders oberlehrerhaft zu wirken. So steht der Spaß beim Lesen immer im Vordergrund. Die Kapitel sind in sich abgeschlossen, und doch findet man im ganzen Buch den berühmten "roten Faden", der schließlich alles miteinander verbindet.
Besonders gefallen haben mir auch die Beschreibungen des Landes, der jeweiligen Gegenden, in denen Nils und seine Freunde Rast machen. Als Kind hätten mich diese Passagen vielleicht eher gelangweilt, aber so konnte ich sie genießen und mich an meine eigenen Eindrücke aus früheren Schweden-Urlauben erinnern. Die Autorin hat zu vielen Orten schwedische Sagen oder Märchen eingebaut und gibt ihren Lesern so zusammen mit ihren Beschreibungen einen gelungenen Blick auf ihr Heimatland, aus der Luft wie auch vom Erdboden aus.

Obwohl "Nils Holgersson" auf den ersten Blick ein Kinderbuch ist, ist es in meinen Augen mehr als das. Auch erwachsene Leser können sich in diesen Abenteuern verlieren und eine tolle Reise erleben, wenn sie sich denn darauf einlassen.


Der Club der Serienkiller: Roman
Der Club der Serienkiller: Roman
von Jeff Povey
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf spezielle Art sehr unterhaltsam..., 24. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als erstes fiel mir bei diesem Buch das schlichte, aber aussagekräftige Cover auf, und nach der Lektüre des Klappentextes war klar, das muss ich haben. Die Idee, dass jemand durch Zufall Mitglied in einem Club von Serienmördern wird versprach eine Geschichte, die besonders ist und genauso war es dann auch...
Die Mitglieder dieses Clubs sind allesamt verkorkste und skurrile Charaktere (grundsätzlich war daran Mutter schuld...), die sich als Decknamen die Namen von Schauspielern gegeben haben. Der namenslose Neuling, der hier seine Geschichte erzählt, nennt sich fortan Douglas Fairbanks jr. und wird bald ein wertvolles Mitglied des Vereins. Den anderen macht er vor, unter einer Blockade zu leiden, um zu erklären, weshalb er nicht mordet.
Ihre Unterhaltungen sind absolut kurzweilig, mal brüllend komisch, mal einfach nur zum Schmunzeln, aber immer voll schwarzem Humor. Klar wird schnell: auch Serienkiller brauchen jemanden, der sie lieb hat.
Jahrelang führt Douglas nun ein wunderbares Leben, fühlt sich unter den Mördern akzeptiert und gut aufgehoben, doch kompliziert wird es, als der FBI-Agent Wade auftaucht. Der möchte nämlich, dass Douglas alle Mitglieder des Clubs um die Ecke bringt. Jetzt hat er wirklich ein Problem und muss endlich das sein, was er vorgibt zu sein...

Von nun an wird fröhlich vor sich hingemordet, als Leser ist man aber eher angetan als schockiert. Man muss durchaus ein wenig abgehärtet sein, aber sämtliche Morde sind perfekt auf die Opfer zugeschnitten und passen einfach in die Story. Hier und da blitzt Humor à la Quentin Tarantino auf, der dieses Buch sicher großartig verfilmen könnte.
Eine schräge Story, zwar nicht durchgehend spannend, aber flüssig zu lesen und insgesamt und auf spezielle Art einfach sehr unterhaltsam.


Verschwörungsmelange: Ein Wiener Kaffeehauskrimi
Verschwörungsmelange: Ein Wiener Kaffeehauskrimi
von Hermann Bauer
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der dritte Fall für Hofer & Korber..., 22. Dezember 2010
Die Reihe um das Ermittler-Duo Hofer & Korber gehört mittlerweile zu meinen Lieblingen aus dem Programm des Gmeiner Verlags. In "Verschwörungsmelange" ermitteln sie bereits in ihrem dritten Fall, wie immer auf ihre charmant unkonventionelle Art und Weise.
Es ist schön zu sehen, dass Autor Hermann Bauer sich und seine Figuren stetig weiterentwickelt. Die Geschichte wirkt insgesamt nicht nur um einiges abgestimmter, sie liest sich auch sehr flüssig und amüsant. Neben den beiden Hauptfiguren Leopold W. Hofer und Thomas Korber sind einem auch die wiederkehrenden Nebenfiguren wie die resolute Frau Heller oder der brummige Inspektor Bollek ans Herz gewachsen. Gemeinsam machen sie Bauers Kaffeehauskrimis zu etwas Besonderem und geben dem ganzen Floridsdorfer Kosmos das gewisse Etwas.
Wie immer sind auch das Mordopfer und seine potentiellen Mörder bzw. Mörderinnen vielschichtig angelegt. Geschickt werden ihre kleinen und großen Geheimnisse nach und nach aufgedeckt und verstehen es nicht selten zu überraschen. Positiv fiel mir auch auf, dass typische Eigenarten und Verhaltensweisen der Hauptcharaktere nicht ausreizt werden. Thomas Korber ist zwar immer noch ein Schürzenjäger, eine kleine Schwärmerei seinerseits fehlt hier natürlich nicht, doch findet sie angenehmerweise eher am Rande statt, ohne zu viel Raum neben dem Kriminalfall einzunehmen. Leopold W. hingegen scheint ein wenig besonnener geworden zu sein und schafft es, auch mal sein eigenes Verhalten zu reflektieren.

Insgesamt wieder ein amüsanter und unterhaltsamer Krimi, der mir kurzweilige Lesestunden beschert und meine Vorfreude auf den nächsten Fall der beiden Wiener Ermittler geschürt hat.


Never tell a lie - Lügen können töten: Psychothriller
Never tell a lie - Lügen können töten: Psychothriller
von Hallie Ephron
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gähn..., 18. Dezember 2010
Ivy Rose führt ein glückliches Leben. Der Klappentext verrät es schon, sie und ihr Mann David erwarten nicht nur ihr erstes Kind, sie haben auch ihr Traumhaus gefunden. So viel Glück kann ja nicht von Bestand sein...
Kurz vor der Geburt ist Ivy fest entschlossen, daheim alles auf Vordermann zu bringen, weshalb sie einen Flohmarkt veranstaltet, um den ganzen alten Krempel loszuwerden. Hätte sie doch nur gewusst, was sie sich damit einbrockt... Denn auf diesem Flohmarkt taucht Melinda auf, eine alte Schulkameradin Ivys und Davids. Deren aufdringliche Art irritiert die beiden sehr, doch letztendlich vergessen sie dieses Zusammentreffen im Alltagstrubel recht schnell. Eines Abends steht jedoch die Polizei vor der Tür und berichtet, dass Melinda spurlos verschwunden ist. Sie beschuldigt David, an ihrem Verschwinden beteiligt zu sein, denn scheinbar war er derjenige, der sie als Letzter sah.
Ein Alptraum beginnt...
Ein Alptraum für Ivy und David, aber leider auch für den Leser. Nach gut 50 Seiten ahnt man bereits, wie sich die Geschichte entwickeln und wie sie enden wird. Die Autorin hat mit vielen versteckten Hinweisen versucht, Spannung aufzubauen, doch leider sind die Hinweise so ungeschickt und offensichtlich platziert, dass genau das Gegenteil passiert. Keine Spannung, vielmehr ziemliche Langeweile. Keinem der Charaktere gelingt es, den Leser mal zu überraschen. Sie handeln und reagieren immer genauso, wie man es befürchtet, bleiben oberflächlich und wirken dadurch eher unsympathisch, haben mich maches Mal regelrecht genervt.
Insgesamt liest sich die Story sehr flüssig, doch von Raffinesse und atemberaubender Spannung, wie es im Klappentext angekündigt wird, war hier nichts zu spüren. Definitiv nichts für Liebhaber von guten (Psycho-)Thrillern, vielleicht als Einstieg in das Genre geeignet.


Schändung
Schändung
von Jussi Adler-Olsen
  Audio CD
Preis: EUR 15,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller zweiter Teil..., 16. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Schändung (Audio CD)
Der zweite Fall für Carl Mørck und sein Team ist erneut ein Thriller, der aufwühlt, bewegt und ebenso erschüttert...
Von Beginn an wird eine angespannte Atmosphäre entwickelt, deren Ausmaß sich kontinuierlich steigert. Immer wieder unterbrochen von amüsanten Passagen, in denen Carl, Assad und Rose sich im turbulenten Arbeitsalltag gegen- und miteinander behaupten müssen, Gesprächen mit Carls gelähmten Freund Hardy, Rückblenden in die Vergangenheit der untersuchten Verbrechen oder Abschnitten aus Sicht der Mitglieder der ehemaligen Schüler-Clique, ist hier eine Mischung entstanden, die zu begeistern und fesseln vermag.
Obwohl die Ermittlungen im Vordergrund stehen, hat Adler-Olsen nicht das Privatleben seiner Ermittler vergessen. Carl sieht sich mit einer entscheidenden Bitte seines Freundes Hardy und schlimmen Verdächtigungen bezügliches ihres letzten gemeinsamen Einsatzes konfrontiert, die ihm schwer zu schaffen machen. Außerdem ist da noch Mona Ibsen, die attraktive Therapeutin, die Carls Blut gehörig in Wallungen bringt. Auch Assad hat sich weiter entwickelt. Sehr forsch treibt er die Ermittlungen voran, scheut sich nicht, auch mal ungewöhnliche Wege zu gehen, die nichts, aber auch gar nichts mit den Vorschriften zu tun haben. Außerdem scheint er private Probleme zu haben, hat Stimmungsschwankungen, die man von dem liebenswürdigen Zeitgenossen bisher nicht kannte. Seine permanente Ausgeglichenheit bekommt feine Risse... Rose, die "Neue", ist eine wunderbare Bereicherung für das Team. Obwohl sie wegen einiger dienstlicher und menschlicher Verfehlungen ins Dezernat Q versetzt wurde, lässt sie sich nicht die Butter vom Smørrebrød nehmen und erkämpft sich gewitzt, teils auf charmante, aber durchaus auch mal auf ruppige Weise, ihren Platz zwischen Carl und Assad. Als Lauscher verfolgt man gebannt sowohl das Zusammenwachsen des Teams als auch ihre Ermittlungen. Es mag von Vorteil sein, bereits ihre Vorgeschichte zu kennen, doch auch ohne dieses Wissen kann man der Handlung gut folgen.
Die Details, die nach und nach aus dem Leben der Täter bekannt werden, machen es wieder wett, dass man früh von ihrer Schuld weiß, denn sie sind so grausam und verstörend, dass man angespannt auf das große Zusammentreffen aller Beteiligten wartet, immer auf das Schlimmste gefasst. Jussi Adler-Olsen zeigt uns, welch dunkle Seiten in den Menschen schlummern können und welche Auswirkungen sie haben, sollten sie einmal entfesselt werden. Mal beschreibt er kühl und erschreckend hart, mal sensibel und einfühlsam die Geschehnisse. Seine Geschichten wecken unzählige Emotionen, was das Lauschen letztendlich zu einem außergewöhnlichen Erlebnis macht.
Einen ebenso großen Beitrag daran wie der Autor selbst trägt natürlich Sprecher Wolfram Koch, der bereits "Erbarmen, 5 Audio-CDs", das erste Buch der Reihe, zusammen mit seiner Kollegin Ulrike Hübschmann eingelesen hat. Es gelingt ihm ohne Probleme, den so grundverschiedenen Charakteren Leben einzuhauchen und ihre speziellen Eigenarten und Launen zu betonen. Ebenso gut meistert er den beständigen Wechsel von spannenden zu eher emotionalen Szenen, schafft es, den Lauscher gleichzeitig zu fesseln und zu berühren. Seine angenehme Stimme macht es leicht, dran zu bleiben und nicht mit den Gedanken abzuschweifen.

Gut siebeneinhalb Stunden beste Krimiunterhaltung bietet diese gekürzte Lesung, bestens geeignet, die bisher so verschneiten Wintermonate mit ein wenig Spannung zu füllen.


Halleluja - Der Audiobuch-Adventskalender
Halleluja - Der Audiobuch-Adventskalender
von Diverse
  Audio CD
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum gelungen..., 27. November 2010
Bereits seit fünf Jahren veröffentlicht der Audiobuch Verlag Adventskalender zum Hören, optisch liebevoll gestaltet und natürlich mit vierundzwanzig kleinen Türchen zum täglichen Öffnen. Auf "Halleluja" wurden nun die besten Geschichten und Gedichte aus dieser Zeit zusammengefasst.
Die Auswahl der Texte ist wunderbar gelungen. Neunzehn Werke verteilt auf vierundzwanzig Tage, die eine besinnlich heitere Unterhaltung garantieren finden sich hier. Das sind z.B. Gedichte wie Fontanes "Noch ist Herbst nicht ganz entflohn" oder Geschichten wie "Von der Königin, die keine Pfeffernüsse backen, und dem König, der nicht das Brummeisen spielen konnte" von Richard von Volkmann-Leander oder "Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Daddeldu" Joachim Ringelnatz.
Alle beteiligten Sprecher und Sprecherinnen sorgen mit ihren engagierten Vorträgen ebenfalls für die besondere Stimmung dieses Adventskalenders. Am besten gefallen haben mir allerdings drei ganz unterschiedliche Geschichten: Heikko Deutschmann und Anna Thalbach lesen gemeinsam Arthur Schnitzlers "Weihnachtseinkäufe", und lassen ihre Rollen so lebendig streiten und diskutieren, dass man gleich alle drei Tage, die dieser Beitrag belegt, hintereinander hören muss. "Der Christabend: Eine Familiengeschichte" von Ludwig Thoma wird von Johannes Steck gelesen. Er liest mit leicht ironischem Unterton, und hebt so den Humor der Geschichte richtig klasse hervor. Mein absolutes Highlight ist aber der einzige Beitrag von Udo Wachtveitl, der voller Inbrunst und mit passendem bayerischen Dialekt "Der Münchner im Himmel", ebenfalls von Ludwig Thoma, zum Besten gibt.

Das Äußere des Adventskalenders ist ebenso geschmackvoll wie der Inhalt. Sowohl auf dem Cover als auch hinter den Türchen findet man kleine Zeichnungen des Illustrators Rudi Hurzlmeier. Zum Teil beziehen sie sich auf den Inhalt der vorgetragenen Texte, aber auch andere weihnachtliche Szenen sind dabei, meist mit einem spürbaren Augenzwinkern des bayerischen Zeichners versehen.

Ein schönes Geschenk für die Adventszeit, das man sich mit der ganzen Familie anhören kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 7, 2010 8:14 PM CET


Mr. Monster: Thriller (Serienkiller, Band 2)
Mr. Monster: Thriller (Serienkiller, Band 2)
von Dan Wells
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Wieder begeistert..., 26. November 2010
Mit "Mr. Monster", dem zweiten Band der Trilogie um den jungen Soziopathen John Wayne Cleaver, konnte Autor Dan Wells mich wieder sehr begeistern.

Ich-Erzähler John darf sich in diesem Buch weiterentwickeln, als Leser ist man hautnah dabei, wenn er sich mit seinem inneren Dämon auseinander setzt und auch schon mal den Kürzeren zieht. Auch wenn John selbst sich eher als emotionslos beschreiben würde, ist er das keineswegs. Er ist nicht mehr so beherrscht, verliert durchaus mal die Fassung und ist sichtlich durcheinander. Wells beschreibt dies ausdrucksvoll in kurzen, teilweise brutalen Szenen. Er nutzt charakteristische Verhaltensweisen von potentiellen jungen Mördern, wie z.B. das Quälen von Tieren und das Spiel mit dem Feuer, um Johns inneren Kampf deutlich zu machen. Außerdem wird der Teenager mit seinen Gefühlen zu Brooke konfrontiert, die ihn wesentlich mehr beunruhigen als der Wunsch, endlich seinen ersten Mord zu begehen.
Sein Gefühlschaos ist die Chance für seinen neuen Gegner, der sich das auch hinterhältig zu Nutzen macht. Er setzt den Jungen einer Versuchung aus, die zeigen wird, wer der Stärkere ist. John oder Mr. Monster?

Zusammen mit John beschäftigt man sich bei der Lektüre also ausgiebig mit dessen Psyche. Seine oft einfache, leicht ironische Art die Dinge zu betrachten, macht den besonderen Reiz dieser Reihe aus. Wann kann man schon einmal hautnah dabei sein, wenn ein (angehender) Killer sich so seine Gedanken macht? Witzige Dialoge, wie man sie schon aus dem Vorgänger kennt, lockern die Story aber auch hier immer wieder auf.
Erfreulicherweise geht die restliche Handlung aber nicht in Johns Gedanken- und Gefühlschaos unter. Spannend aufgebaut bis zum überraschenden und aufreibenden Ende, liest sich dieser Thriller sehr flüssig und überzeugt mit einem gut ausgearbeiteten Finale. Selbst wenn man Band I nicht gelesen hat, wird man durch die gut eingebauten Hinweise auf die Vorgeschichte keinerlei Probleme haben, in die Geschichte zu finden.
Positiv zu erwähnen ist außerdem, dass sich das Buch optisch an Band I orientiert. Die gleiche blutige Schrift auf dem Cover und den inneren Buchdeckeln zusammen mit den unbeschnittenen Seiten sorgt für einen starken Wiedererkennungswert.

Ein Thriller der besonderen Art, was nicht nur am fantastischen Anteil der Story liegt. Es ist vor allem die ungewöhnliche Hauptfigur, deren Erlebnisse einen mitreißen und die man trotz ihrer mörderischen Gedanken gern haben muss.


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