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S. Kapper (Niedersachsen)
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So was von da
So was von da
von Tino Hanekamp
  Audio CD
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat mich umgehauen..., 25. April 2011
Rezension bezieht sich auf: So was von da (Audio CD)
Eigentlich hatte ich mir gar nicht soooo viel von diesem Hörbuch versprochen. Aufgrund des Klappentextes habe ich zwar eine kurzweilige Geschichte erwartet, aber dass mich Tino Hanekamps autobiographisch angehauchtes Werk so mitreißen würde, hat mich dann doch überrascht. "So was von da" bietet einem alles, was eine Geschichte braucht, um zu fesseln, zu begeistern, einfach umzuhauen.

Einen großen Beitrag dazu leistet natürlich der Sprecher Florian von Manteuffel, dessen raue, klare Stimme mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Er erweckt den etwas abgewrackten Clubbesitzer Oskar Wrobel zu Leben, man wird fast automatisch mitgerissen von den Erzählungen und Schilderungen des 23jährigen, der erzählt, als wäre er mindestens doppelt so alt. Am Anfang benötigte ich etwas Zeit, mich an seine Art des Erzählens zu gewöhnen, aber ziemlich schnell hatte ich das Gefühl, direkt neben ihm zu stehen und live dabei zu sein.
Erinnerungen an die eigene "wilde Jugend" wurden wach und man wird zurück versetzt in die Zeit, in der man selbst noch seinen Platz im Leben suchte. Wer schon mal im Uebel & Gefährlich, dem Club des Autors war, wird außerdem örtliche Parallelen feststellen können, von St. Pauli mal ganz abgesehen.

Einen Tag und eine Nacht lang begleitet man Oskar, und doch fühlt es sich so an wie ein ganzes Leben. Die aktuellen Ereignisse wechseln sich ab mit Rückblicken in die Vergangenheit und so kann man sich nach und nach ein Bild von dem nach außen hin so harten Kerl machen.
Mal flucht er wie ein Bierkutscher, mal philosophiert er wie die von ihm so gern zitierten Herren Aristoteles und Marc Aurel. Er träumt wie ein unschuldiges Kind und strampelt sich durchs Leben wie ein Ertrinkender, der weiß, dass es eigentlich hoffnungslos ist, dies aber auf keinen Fall einsehen will. Tapfer kämpft er sich durch die Schwierigkeiten und Probleme des Tages und äußert ganz nebenbei massenhaft schöne und bemerkenswerte Sätze, die mich teilweise mitten ins Herz trafen und die es sich immer und immer wieder zu hören lohnt.

"So was von da" nimmt Dich mit auf eine Party, die nie enden sollte: das Leben.
Das ist echtes Kopfkino und am Ende man man einfach glücklich, dabei gewesen zu sein.


Sissi - Die Vampirjägerin: Scheusalsjahre einer Kaiserin
Sissi - Die Vampirjägerin: Scheusalsjahre einer Kaiserin
von Claudia Kern
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann viel Spaß machen, wenn man sich drauf einlässt..., 22. April 2011
Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse habe ich im WerkZeugs-Shop dieses Buch entdeckt. Da ich, wie so viele, dem Sissi-Kult schon seit meiner Kindheit verfallen bin, musste ich natürlich zugreifen und bestaunte das Cover mit dem durch prägnante Details veränderten Gemälde von Franz Xaver Winterhalter und las mit Erstaunen den Klappentext. Kaiserin Sissi und Vampire? Das klang zunächst irgendwie abwegig, aber auch herrlich schräg. Gedacht, gekauft.

Tatsächlich ist es der Autorin Claudia Kern gelungen, die Geschichte der berühmten Herrscherin auf ganz neue Art zu erzählen und mir wunderbar heitere und spannende Lesestunden zu schenken.
Das Besondere an Kerns Adaption ist, dass sie es trotz blutrünstiger Vampire und jahrhundertealter dunkler Geheimnisse geschafft hat, diverse geschichtliche Fakten, aber insbesondere den Stil, die Romantik und den behaglichen Kitsch der Sissi-Filme zu bewahren. Beim Lesen hatte ich ständig Romy Schneider und Karlheinz Böhm vor Augen, genauso wie all die anderen Schauspieler der Spielfilme aus den 50er-Jahren. Auf den ersten Blick sprechen, handeln und leben sie so, wie man es alle Jahre wieder zu Weihnachten im Fernsehen sehen kann. Bekannte Szenen, zuweilen mit leichten Abweichungen, finden sich überall im Buch wieder. Sei es die erste Begegnung des späteren Kaiserpaars, der Ball, auf dem Franz Sissi statt ihrer Schwester erwählt oder Sissis Probleme mit der wenig zugänglichen Kaiserinmutter Sophie. Man fühlt sich schnell Zuhause in Kerns Geschichte, obwohl sich die Autorin natürlich auch ein paar künstlerische Freiheiten erlaubt hat. Diese sind jedoch nur von Vorteil und tragen mehr zur Unterhaltung bei, als dass sie stören würden.
Der Buchtitel ließ mich sowieso keine historisch genaue Geschichte erwarten, und so konnte ich mal ganz anders auf den Spuren Sissis wandeln und mich köstlich amüsieren.
Wenn Vampire im Spiel sind, wird es natürlich auch mal blutig und derb, doch passen diese Situationen sehr gut in die von Kern erzeugte Szenerie. Trotz vorhersehbarer Entwicklungen haben mich vor allem die emotionalen Passagen überrascht. Franz-Joseph hadert zum Beispiel sehr mit seiner aufgezwungenen Rolle als Kaiser. Seine Gefühle und Gedanken werden nachdrücklich dargestellt und geben der Story so eine gewisse Tiefe.

Eine wirklich gelungene Erzählung, die sowohl die Fans der Sissi-Filme anspricht als auch Liebhaber von Vampirgeschichten. Man kann viel Spaß mit diesem Buch haben, wenn man sich auf die von Kern unterstellten Tatsachen einlässt.


Brainwash-Gefangene Gedanken
Brainwash-Gefangene Gedanken
Preis: EUR 6,99

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja..., 16. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brainwash-Gefangene Gedanken (Audio CD)
Verschollen, gefunden, endlich veröffentlicht...
Nach dem Lauschen der ersten Folge des Specials "Top Secret" frag ich mich, warum so ein Brimborium darum veranstaltet wurde. Mit Specials wie dem im letzten Jahr erschienenen "Der dreiTag" kann die Story nämlich absolut nicht mithalten, obwohl man vom Autor Peter Lerangis durchaus mehr erwartet hätte. "Gefahr im Verzug", sein bisher einziger Beitrag für die "Drei ???", konnte mich damals überzeugen und mit den Büchern zu den Kinofilmen "The Sixth Sense" und "Sleepy Hollow" bewies er ebenfalls sein schriftstellerisches Talent.
"Brainwash - Gefangene Gedanken" fehlt es dagegen an Spannung und Atmosphäre. Weder gibt es eine richtige Auftragserteilung, noch echte Ermittlungsarbeit. Die drei Detektive agieren auf gut Glück und können sich mal wieder auf Kommissar Zufall verlassen. Mit erhobenem Zeigefinger wird auf die Gefahr von Sekten hingewiesen und innerhalb der Organisation SynRea gelingt die Darstellung der Lebensumstände tatsächlich ganz gut. Dass Justus Jonas es jedoch mit einer einzigen kurzen Rede schafft, alle Anhänger der Gemeinschaft wieder auf den rechten Weg zu bringen, ist absoluter Humbug und lässt mich mal wieder kopfschüttelnd zurück.
Leider sind Justus, Peter und Bob erneut größtenteils allein statt miteinander unterwegs, was die Story, ebenso wie der fehlende Erzähler, ein wenig konfus wirken lässt.
Ein paar amüsante Szenen habe ich aber doch in der sonst recht ereignislosen Geschichte gefunden. Bob (Romeo! :D), schon immer anfällig für sowas, scheint Interesse an SynRea zu finden, und auch Justus gerät arg in Bedrängnis. Die teils sehr abstrusen Sektennamen wie Chip-Shape, O-Ian oder Iron Man animierten zwischendurch zum unkontrollierten Kichern, die bemühten Verweise auf die 80er-Jahre eher zum Gähnen.
Die Sprecherleistung ist wie immer gut, auch wenn es keine der zahlreichen Nebenrollen schafft, besonders aufzufallen. Die musikalische Untermalung ist allerdings wirklich gelungen und lässt Erinnerungen wach werden.
Das reichte jedoch nicht, um mich wirklich zu begeistern und so bleibt am Ende doch nur die Frage offen, was an diesem Hörspiel denn nun so "special" war.


Im Labyrinth der Fugger
Im Labyrinth der Fugger
von Rebecca Abe
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In die Vergangenheit abtauchen und die Zeit vergessen..., 16. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Im Labyrinth der Fugger (Broschiert)
In ihrem ersten historischen Roman hat sich Rebecca Abe einer der bedeutendsten Familien der deutschen Geschichte gewidmet. Sie erzählt die Geschichte der Anna Jakobäa Fugger, die tatsächlich aufgrund einer Intrige gegen ihre Familie ins Kloster verbannt wurde. Hauptsächlich erlebt man die Geschichte aus ihrer Sicht und erhält dadurch Einblick in das Leben der mächtigen Familie und ihrer Mitglieder.
Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht, denn Anna hat mich mit ihrer fröhlichen Art und ihrer unendlich scheinenden Wissbegierde schnell für sich eingenommen. Sie ist eine Person, mit der man gern mitfiebert und so ist man schon nach wenigen Seiten in ihrer Welt versunken.
Die Autorin lässt aber auch anderen Personen und deren Sicht auf die Dinge Raum, und so begleitet man zwischendurch auch Annas Bruder Philipp, Pater Canisius oder den Kürschner Kellenbenz, dessen Leben ebenfalls mit den Ereignissen verknüpft ist. Durch ihn bekommt man außerdem einen Eindruck vom Leben der ärmeren Menschen zu dieser Zeit. Geschickt wurden interessante Informationen über die Fugger, ihre Geschäfte und ihre Heimat eingebaut, sodass einem erst am Ende der Lektüre bewusst wird, wie viel man beim Lesen so ganz nebenbei erfahren hat.
Besonders die Ausarbeitung der unterschiedlichen Personen hat mir sehr gefallen. Man erkennt ihre jeweiligen Beweggründe, kann ihre Handlungen nachvollziehen, wenn auch nicht immer gutheißen. Alle Charaktere wirken authentisch und lebensnah. Dadurch wird die Geschichte lebendig, man wird auch emotional angesprochen und kann die Protagonisten lieben, bewundern oder gar verachten.
In den Dialogen war mir die Sprache manchmal ein wenig zu modern, doch im Großteil der Geschichte wurde gut auf eine der Zeit angepasste Aussprache geachtet. Im Ganzen wirkt dieser Roman sehr gut recherchiert und man hat das damalige Leben beim Lesen direkt vor Augen.

Die Ausstattung des Buches verdient ebenfalls besondere Erwähnung. Neben dem wunderschönen Cover sind auch die Vorsatzseiten und ein beiliegendes Lesezeichen passend gestaltet worden. Am Buchanfang findet sich ein alter Stadtplan Augsburgs mit erklärenden Einzelzeichnungen, zu Beginn der vier Buchteile Illustrationen der Autorin und am Buchende eine Liste der historisch belegbaren Figuren des Romans, sowie eine Worterläuterung, Literaturangaben und ein kurzes, aber informatives Nachwort der Verfasserin. Ebenfalls nette Details im normalen Text sind die darin vorkommenden handschriftlichen Notizen, die grafisch und somit fassbarer dargestellt wurden.

Ein überzeugendes Werk, das für spannende und gleichzeitig interessante Lesestunden sorgt. Ich konnte damit mühelos in die Vergangenheit abtauchen und die Zeit vergessen.


SuperGirls, Band 3: SuperGirls - Mission: Luna
SuperGirls, Band 3: SuperGirls - Mission: Luna
von Gerlis Zillgens
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Mission für Darkwoman und Miss Perfekt, 13. April 2011
Die Autorinnen Sabine Both und Gerlis Zillgens sind sich auch im dritten Band ihrer "SuperGirls"-Reihe treu geblieben und bieten ihren Lesern und Leserinnen wieder eine tolle Geschichte, die neben ernsten Themen wie Alkoholismus und Drogenmissbrauch auch wieder viel Humor, Gefühl und Spannung beinhaltet und jungen wie nicht mehr ganz so jungen Leseratten mitreißende Lesestunden garantiert.

Wie gewohnt wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptfiguren Anna und Nina erzählt, die mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen sind. Mit ihren Eigenarten bringen sie mich immer wieder zum Schmunzeln und Kichern, aber ich leide auch intensiv mit ihnen mit, wenn sie z.B. ihren ersten Liebeskummer erleben. Man kann das Buch aber auch wunderbar ohne Kenntnis der ersten beiden Bände lesen, auch wenn einem dabei kleine Details fehlen. Auf die Verständlichkeit der Story hat das keine große Auswirkung.
Sprachlich können die Autorinnen abermals überzeugen. Angepasst an das Alter ihrer Protagonistinnen, schreiben sie in lockerem, jugendlichem Ton und schaffen es so problemlos, ihre Figuren glaubwürdig und echt wirken zu lassen. Besonders im emotionalen Bereich spürt man, wie viel Wert sie auf eine realitätsnahe Darstellung legen, die ja im fantastischen Teil der Geschichten nicht immer möglich ist.
Anna und Nina erhalten dieses Mal die Fähigkeit, sich in jede beliebige Person bzw. jedes Tier zu verwandeln, wenn sie es sich nur stark genug vorstellen. Die Nebenwirkungen, die diese Verwandlungen so mit sich bringen, wurden auf lustige und nachvollziehbare Weise in das Geschehen eingeflochten und so lernt man auch die Ratte Pluto näher kennen.
Wieder steht nicht nur die aktuelle Mission im Vordergrund, alles ist dieses Mal noch stärker mit dem Privatleben der Mädchen verknüpft. So spielen der ersten Liebeskummer, Verantwortung füreinander und der zuweilen nötigen Verzicht zugunsten anderer eine Rolle. All das wurde jedoch so gut in die Handlung eingearbeitet, dass man zwar die beabsichtigte Ernsthaftigkeit spürt, der Lesespaß aber auf keinen Fall zu kurz kommt.

Die SuperGirls entwickeln sich von Mission zu Mission weiter und ich liebe es, sie dabei zu begleiten, auch wenn ich nicht mehr direkt zur Zielgruppe gehöre. Viele Situationen können gut nachempfunden werden und dadurch fällt es besonders leicht, in die Geschichte abzutauchen. Ein Abenteuer mit Anna und Nina verspricht immer aufregende Lesezeit und so hoffe ich auf noch viele weitere Missionen der beiden so ungleichen Freundinnen.


VIRALS - Tote können nicht mehr reden: Band 1
VIRALS - Tote können nicht mehr reden: Band 1
von Kathy Reichs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reichs kann auch Jugendbuch., 10. April 2011
Tory Brennan hat mein Herz im Sturm erobert! Mit ihrer geraden, direkten Art und ihrem oft leicht sarkastischen Ton gibt sie einem als Ich-Erzählerin das Gefühl einer echten Unterhaltung und bei ihren Erlebnissen hautnah dabei zu sein. Es ist einfach, sie zu mögen und von Anfang konnte ich mit ihr mitfühlen und mitfiebern. Ihre Leidenschaftlichkeit in allen Lebenslagen und ihr Dickkopf erinnern wirklich sehr an ihre berühmte Großtante Temperance, die zusammen mit ihrer Schöpferin sehr viel zu meiner Leseleidenschaft beigetragen hat und es noch immer tut.

Ich war wirklich neugierig, wie Kathy Reichs den Genrewechsel meistert, auch wenn es zwischen den Hauptfiguren gewisse Parallelen gibt. Meiner Meinung nach ist es ihr wunderbar gelungen, eine spannende Geschichte für Jugendliche zu schreiben, sogar einen Schwenk ins Phantastische glaubhaft einzubauen.
Reichs schreibt angenehm frisch und jugendlich, lockerer und noch witziger als ich es aus ihren Bones-Büchern kenne. Sprachlich empfinde ich die Geschichte als sehr gelungen, was sicher auch dem Übersetzer zu verdanken ist. Die Dialoge wirken sehr natürlich und ich wurde u.a. deahalb richtig mitgerissen.
Gut finde ich auch, dass zeitgemäße Dinge wie iFollow, Chatten, Emails etc. eingebaut wurden. Die Kids von heute nutzen das einfach im Alltag, ohne sie hätte es eher seltsam gewirkt. Nebenbei wurden, wie man es von der Autorin kennt, viele Infos über die Gegend, die Forschung, Tiere etc. eingebaut, ohne dass es langweilig oder langatmig wird. Die Handlung ist durchweg lebendig und begeistert habe ich mich mit Tory und ihren Freunden Ben, Shelton, Hi und Cooper in das Abenteuer gestürzt. Langeweile kommt absolut nicht auf, selbst, wenn es gerade mal etwas ruhiger zugeht. Man will einfach nur wissen, was und vor allem wer hinter allem steckt. Besonders gelungen ist der Autorin auch die Darstellung der Verschmelzung zwischen Mensch und Tier. Sie hat die vielfältigen tierischen Fähigkeiten bei vielen Dingen hilfreich eingesetzt, manchmal nur mit kleinen Details. Auf Seite 417 schleicht Tory während eines Schubs z.B. "auf leisen Pfoten" über den Korridor. Sowas sorgt für eine tolle Atmosphäre. :)

Die Frische und Spannung der Story fehlte mir bei den letzten Bones-Büchern ein wenig. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass Kathy Reichs wieder zu dieser Leichtigkeit gefunden hat. Ich hoffe, das überträgt sich auch auf ihre Erwachsenen-Thriller.
Ich bin absolut gespannt auf das nächste Abenteuer der Virals und total neugierig, wie ihre Geschichte weitergesponnen wird, wie sich all die sympathischen Charaktere weiterentwickeln. Ein bisschen fühlte ich mich zwischendurch an die Fünf Freunde o.ä. Bücher erinnert, nur moderner und damit bin ich offenbar nicht allein. Dieses Abenteuer hat echt Spaß gemacht! :)


Peter Lundt und die Tränen der Elefanten
Peter Lundt und die Tränen der Elefanten
von Arne Sommer
  Audio CD

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt..., 4. April 2011
Nach der langen Wartezeit meldet sich Autor Arne Sommer gebührend zurück. Die zwölfte Folge seiner beliebten Hörspielreihe kann mit einem spannenden Fall, gewohnt gutem Humor, einigen Hintergrundinfos aus dem Leben seiner Hauptfigur und reichlich Emotionen punkten und knüpft so mühelos an die Qualität der Vorgänger an. Die Zeichen stehen auf Umbruch, auch wenn Peter Lundt das erst nach und nach mitbekommt. Den Frauen in seinem Leben ist es längst klar und wo er verdrängt, handeln sie entschlossen. Arne Sommer lenkt das Privatleben seiner Protagonisten recht überraschend in eine neue Richtung und legt so schon Zündstoff für weitere Folgen aus.

Von den Stammsprechern der Reihe ist man nur Gutes gewohnt und wird hierin wieder bestätigt, auch wenn Angela Quast als Sally Vation wirklich nur sehr kurz zu hören ist. Elena Wilms als Anna Schmidt sticht dennoch hervor, denn obwohl ihre Rolle durchaus für emotionale Momente bekannt ist, zeigt sie hier noch mehr Tiefe und Leidenschaft als sonst. Die Liste der Gastsprecher und deren Leistung können sich ebenfalls sehen bzw. hören lassen. Isabella Grothe kann als dänische Gastgeberin voll überzeugen, ebenso wie Marion von Stengel als Iben Rasmussen und Martin Lohmann, Achim Buch und Aleksandra Kuta in den kleineren Nebenrollen. Auch Uta Dänekamp fehlt natürlich nicht und übernimmt dieses Mal den Part einer Flugbegleiterin. Einzig Oliver Rohrbeck als Cazim wirkt mit dem bosnischen Akzent seiner Rolle zwischendurch ein wenig aufgesetzt.
Einwandfrei wurden Musik und Geräusche von Stefan Ziethen und Andreas Lück eingesetzt, um die Atmosphäre und Stimmung der Story zu verstärken. Besonders gut gelungen ist es außerdem mal wieder, die Blindheit des Detektivs deutlich zu machen.

Das Warten hat sich also wirklich gelohnt, es bleibt nur zu hoffen, dass die nächste Folge nicht ganz so lange auf sich warten lässt.


Ghostmaster: Das Licht, das tötet
Ghostmaster: Das Licht, das tötet
von Derek Meister
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

5.0 von 5 Sternen Actionreiches Finale einer ausgefallenen Reihe..., 28. März 2011
Über ein Jahr musste man auf "Ghostmaster", das große Finale rund um Ian, Bpm, Chiyo und die mysteriösen Brane aus einer anderen Welt warten. Das Warten hat sich allerdings gelohnt, denn schon auf den ersten Seiten ist das Tempo der Geschichte hoch und zieht den Leser sofort wieder in seinen Bann, um ihn rasant bis zum ungewöhnlichen Ende des Buches zu tragen. Wieder reist man zusammen mit den Protagonisten um die Welt und kommt so ganz schön rum. Die Beschreibungen des Autors, z.B. von Buenos Aires, den Menschen und ihrer Lebenseinstellung dort, sind wieder besonders gut gelungen, ohne dabei ausschweifend zu werden. Der Sprung aus der Einsamkeit des Forschungsbunkers in diese lebendige Metropole ist sehr einfach und garantiert einen wunderbaren Lesefluss.

An der Stelle, an der Band II endete, steigt man wieder ein und findet sich auch mit großem Abstand zum Vorgängerband schnell wieder zurecht, da immer wieder kleine Informations-Erinnerungs-Häppchen eingebaut wurden.
Hauptsächlich geht es aber darum, endlich das Geheimnis um die Brane aufzuklären und herauszufinden, wie man sie stoppen kann. Wie schon in den ersten beiden Bänden, erlebt man die Geschehnisse in angenehm kurzen Kapiteln immer abwechselnd aus der Sicht der unterschiedlichen Protagonisten. Der Autor lässt die Kapitel natürlich immer an der spannendsten Stelle enden, sodass man gar nicht anders kann, als immer weiter zu lesen. Nach und nach werden die bis hierher entstandenen Fragen beantwortet und endlich eröffnet sich vor dem Auge des Lesers ein großartiges Gesamtbild.
Insgesamt weist "Ghostmaster" noch mehr Action und gefährliche Situationen auf, was die Lektüre ununterbrochen spannend macht. Man kommt den liebgewonnenen Charakteren noch ein Stückchen näher, kann sich durch die von Anfang an spürbare Dramatik aber auch langsam auf den Abschied von ihnen vorbereiten, der einem teilweise wirklich sehr ans Herz geht. Ehrlich gesagt war ich total erstaunt darüber, dass sich die Geschichte am Ende ganz anders entwickelt, als ich es von einem Jugendbuch erwartet hätte. Aber diese Reihe fällt eh aus dem Rahmen, wieso nicht auch das Ende. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser finde ich es. Es ist krass, aber doch durchaus passend zur Geschichte. Der Autor hat alles konsequent geplant und durchdacht und so stellt mich auch das Finale dieser Reihe absolut zufrieden, mal davon angesehen, dass es eben das Finale ist.

Abenteuer, Freundschaft, Wissenschaft und Physik, ein Hauch Science Fiction und dezent eingebaute Romantik sorgen für tolle Leseunterhaltung für Jungen und Mädchen, die dem bisweilen pappigen Einheitsbrei dieses Genres entfliehen wollen.
Derek Meister gefällt mir auch sehr als Autor seiner historischen Romane rund um den dicken Patrizier Rungholt, doch seine Jugendbuch-Reihe hat mich so mitgerissen, dass ich mir wünsche, auch in diesem Bereich bald etwas Neues von ihm zu lesen.


Das weiße Mädchen: Kriminalroman
Das weiße Mädchen: Kriminalroman
von Andreas Laudan
  Taschenbuch

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow..., 27. März 2011
Wow, was für eine Story! Diesen Krimi habe ich in einer Nacht regelrecht verschlungen.
Die sympathische Protagonistin Lea Petersen hat mich mit ihrer natürlichen und authentischen Art sofort für sich eingenommen. Die alleinerziehende Mutter arbeitet als Journalistin und kämpft mit normalen Problemen des Alltags. Ihre Unbeschwertheit und ihre bodenständige Art machen sie zu einer Frau von nebenan, mit der man einfach mitfiebern muss.
Als sie durch eine anonyme Email beginnt, in einem vierundzwanzig Jahre alten Vermisstenfall Nachforschungen anzustellen, ist man ebenso neugierig und gespannt wie sie und genießt die kurze Reise ins Wendland, ins beschauliche Örtchen Verchow, wo 1986 ein 16jähriges Mädchen spurlos verschwand. Zusammen mit Lea stürzt man sich begeistert in das mysteriöse Abenteuer, das zunächst nur erfreuliche Abwechslung verspricht. Doch je mehr Seiten man liest, desto klarer wird, dass man es hier mit einem vielschichtigen, gut ausgearbeiteten Kriminalfall zu tun hat, der mit vielen Details und ungeahnten Wendungen begeistern kann. Wie kann es sein, dass der bekannte Comiczeichner Tom Thanatar den Fall des vermissten Mädchens in seinen Werken darstellt?! Weiß er, wer der Mörder ist oder hatte er gar selbst seine Finger im Spiel?

Verchows idyllische Atmosphäre täuscht zunächst über die Brisanz des Falles hinweg. Andreas Laudan ist es gut gelungen, das Dorfleben lebendig und überzeugend zu schildern, lässt aber parallel auch regelmäßig einen Blick hinter die schöne Fassade zu. Die Erzählweise aus Leas Sicht erlaubt es dem Leser, fleißig mitzurätseln und tief in die Geschichte abzutauchen.
Laudan hat sich, bis auf einen Rückblick im Prolog, auf einen einzigen Handlungsstrang beschränkt, in dem Lea Petersen klar die Hauptrolle spielt. Die interessanten Nebenfiguren wie Leas Urlaubsflirt Kai, ihr Kollege Jörg, ihr Sohn David und die teilweise schrulligen Einwohner Verchows sorgen mit ihren Handlungen fortwährend für angenehme Interaktion der Beteiligten und den Fortschritt der Ermittlungen. Auch Leas Grübeleien sind leicht zu verfolgen und nachzuvollziehen, besonders gut gelingt das, wenn sie die Zeichnungen Thanatars betrachtet und analysiert.

Dieser Krimi ist irgendwie anders, der Autor für mich eine meiner diesjährigen Neuentdeckungen.
Spannend, ein ganz kleines bisschen unheimlich und mit mehr Tiefgang, als es der Klappentext vermuten lässt.
Von Andreas Laudan erwarte ich mir noch einige tolle Geschichten.


Doppelt beerdigt (02)
Doppelt beerdigt (02)
Preis: EUR 10,56

4.0 von 5 Sternen Eine gute Stunde Hörspiel-Spaß..., 26. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Doppelt beerdigt (02) (Audio CD)
Endlich habe ich mal die Zeit gefunden, die zweite Folge der Hörspielreihe "Ordensschwester Amélie" zu hören. Ich weiß gar nicht, warum es so lange gedauert hat, der Auftakt hatte mir nämlich gut gefallen...
"Doppelt beerdigt" fand ich nun sogar noch besser, was zum einen daran liegen mag, dass ich die agierenden Personen schon kannte, aber auch der Kriminalfall an sich ist echt gelungen und macht Spaß.
Die Sprecher und Sprecherinnen wirken noch ungezwungener, schön ist auch das Geplänkel zwischen den einzelnen Personen. Das schafft Nähe zum Lauscher und ist teilweise echt lustig. Alle Stammsprecher wie Sarah Riedel als Amélie Eclaire, Helmut Kraus als Remy Bass, besonders auch Harald Effenberg als Gendarm Hulot, leider dieses Mal nur am Rande Sascha Rotermund als Marc Valet, konnten mich zusammen mit Gastsprechern wie Otto Mellies oder Robert Missler begeistern und in der Geschichte versinken lassen.
Durch die gut gewählte Musik von Dennis Rohling entsteht eine tolle Stimmung, man fühlt sich wirklich so, als sei man in Frankreich und würde zusammen mit Amélie ermitteln.

Die erneute Reise in den kleinen Küstenort Saintlieux-sur-mer hat sich gelohnt und dieses Mal wird es sicher nicht mehrere Monate dauern, bis ich mir die nächste Folge anhöre. ;)


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