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Rezensionen verfasst von
S. Kapper (Niedersachsen)
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Der Junge aus dem Meer: Roman
Der Junge aus dem Meer: Roman
von Aimee Friedman
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zauberhafte Sommer-Lektüre..., 5. Juli 2011
Aimee Friedmans sommerleichte Mystery-Lovestory hat mir kurzweilige, romantische Lesestunden beschert.
An der Geschichte hat mich vor allem die wunderbare Atmosphäre beeindruckt, die die Autorin entstehen ließ. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, direkt an Mirandas Seite zu sein, unterstützt durch die Erzählung in der Ich-Form. Man meint fast eine zarte Meeresbrise zu riechen, den Sandstrand unter den Füßen und die erfrischende Leichtigkeit der 16jährigen Miranda zu spüren. Doch auch die anfangs erst zarte, im Laufe der Zeit immer intensiver werdende Beziehung zwischen ihr und Leo sorgt für romantische Momente, die mein Leserherz höher schlagen ließen. Schlicht und ohne Kitsch geschrieben, kann man hier den Zauber der ersten Liebe mal ein wenig anders erleben.

Mirandas Charakter wurde sehr glaubwürdig skizziert. Es fiel mir sehr leicht, mit dem willensstarken Mädchen mitzufiebern. Sie weiß genau, was sie will und was nicht, wirkt oft rational, doch ihr wahres Alter blitzt besonders im Umgang mit anderen Menschen immer wieder auf. Sie ist zwar kein Kind mehr, aber eben auch noch keine erwachsene Frau. Das Gefühlschaos dieser Phase wurde sehr einfühlsam und so erkennt man sich auch als ältere Leserin in Miranda wieder.

Die Geschichte selbst ist gar nicht mal besonders aufregend, doch ihre geheimnisvollen Untertöne trugen mich von Seite zu Seite, wie Miranda immer auf der Such nach dem Wahrheitsgehalt der Legenden Selkie Islands. Bis zum Buchende rätselt man, ob Leo wirklich ein Meermann sein könnte, ob er es ist, muss man für sich selbst beurteilen. Durch die vagen Bemerkungen und mannigfach zu deutenden Schlüsselszenen bleibt der Zauber der Story bestehen und lässt Raum für viel Spekulation.

Ein sehr schönes Buch, bestens geeignet, um ins Träumen zu kommen.


Das magische Portal: Weltennebel
Das magische Portal: Weltennebel
von Aileen P. Roberts
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magische Reise nach Albany..., 26. Juni 2011
Im Auftakt ihrer neuen Fantasy-Trilogie entführt Aileen P. Roberts in die fantastische Parallelwelt Albany. Zusammen mit ihrer Hauptfigur Darian Drake erlebt man dort gefährliche Abenteuer, trifft unzählige zauberhafte (und auch weniger zauberhafte) Wesen und Gestalten und versinkt durch die lebendige Erzählweise der Autorin leicht in der Geschichte.

Das Buch startet mit einem Prolog, der einen sofort gefangen nimmt und dafür sorgt, dass man in leicht mystische Stimmung versetzt wird. Doch zunächst geht es in unserer Welt weiter, in der Darian auf einer Reise nach Schottland von seiner Kommilitonin Mia erfährt, dass er angeblich der Thronerbe Albanys ist. Nach anfänglichen Zweifeln muss er aufgrund eindeutiger Beweise einsehen, dass Mia die Wahrheit sagt und nun die Zeit gekommen ist, sein schweres Erbe anzutreten. Da er sich unsterblich in das Mädchen verliebt hat, kann ihn gar nichts mehr schocken, auch nicht, dass sie eine Nebelhexe ist und in ihrer Welt abgrundtief verachtet wird. Darian will die Reise durch das magische Portal wagen und seine Aufgabe erfüllen. Doch schon auf dem Weg durch die Weltennebel geht irgendwie alles schief, sodass seine Ankunft in Albany nur der Beginn schwerer Zeiten für den jungen König ist...

Ab der ersten Seite ist es der Autorin gelungen, mich zu fesseln und tief in die Geschichte zu ziehen. Dabei haben es mir vor allem die unterschiedlichen, vielschichtigen Charaktere angetan, die sich hier so tummeln. Darian ist grundsätzlich eine sympathische Hauptfigur. Auf den ersten Blick ein unbeschwerter, netter junger Mann, stellt sich bald heraus, dass er für ein Leben wie das in Albany nicht gemacht ist. Durch einschneidende Ereignisse zeigt sich, dass er ein eher schwacher Charakter ist, leicht zu beeinflussen und nicht gerade mit Willensstärke gesegnet. Das führte dazu, dass er im größten Teil der Geschichte nicht gerade zu meinen Lieblingen gehörte. Emotional habe ich mich deshalb eher an den Nebenfiguren orientiert und so blieb das Lesevergnügen bestehen, bis Darian endlich die Kurve kriegte. Gefallen hat mir, das die Figuren nicht eindimensional wirken, sondern viele Facetten aufweisen. Zum Beispiel Fehenius, einer von Darians größten Feinden, agiert zwar skrupellos, doch immer wieder blitzen auch Zweifel, Angst, sogar Menschlichkeit auf. Das macht ihn zwar nicht sympathischer, seine Person jedoch glaubwürdiger. Bei einigen Personen und Wesen, die man auf den ersten Blick den "Guten" oder den "Bösen" zuordnen würde, kann man sich bisher nicht sicher sein, auf welcher Seite sie stehen, was natürlich auch für eine gewisse Spannung sorgt.
Obwohl hier bereits einige Jahre vergehen, tut sich gar nicht so viel. Man lernt Albany und seine Bewohner genau kennen, kann sich ein gutes Bild vom Alltag aller machen, schließt einige Figuren besonders ins Herz, andere könnte man schon jetzt auf den Mond schießen. Durch die schönen Beschreibungen der Autorin hat man auch die Landschaft und Umgebung gut vor Augen, wobei auch die Karte Albanys zu Beginn des Buches hilft. Man ist nun mittendrin und würde am liebsten sofort weiterlesen, um zu ergründen, wie sich die Fäden, die hier gesponnen wurden, weiter entwickeln.

Mir hat der erste Band der Weltennebel-Trilogie sehr gefallen, auch wenn die Spannung stellenweise etwas stagnierte (aufgrund Darians persönlichen Problemen), aber in Albany fühlte ich mich beim Lesen wirklich sehr wohl. Die vielfältigen Wesen und Gestalten begeistern mich, die Beschreibungen dieser Welt verzaubern einen und man möchte am liebsten vor Ort sein. Im Prinzip hat man noch keine Ahnung, wie es weitergehen könnte, meine Neugier ist grenzenlos und ich hibbele der Fortsetzung entgegen, in der hoffentlich schon einige der Fragen beantwortet werden, die in diesem Band aufgeworfen wurden.
Am Rande sei noch erwähnt, dass mir auch die Aufmachung des Buches sehr gefällt. Optisch passt es durch die Covergestaltung gut zu "Thondras Kinder" und mit Karte und Personenverzeichnis hat man als Leser noch nette Extras mit dabei.


147/Grusel auf Campbell Castle
147/Grusel auf Campbell Castle
Preis: EUR 6,99

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein bissl holprig erzählt, aber nett anzuhören..., 26. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 147/Grusel auf Campbell Castle (Audio CD)
Kaminknistern, klassische Musik und das Knarzen alter Holzdielen sorgen schon zu Beginn dieser Folge für eine tolle Atmosphäre im Schloss, das bis auf einen kurzen Ausflug der Haupthandlungsort dieser Geschichte ist. Passagenweise verfliegt diese Stimmung auf der etwas holprigen Suche nach dem ominösen Vermächtnis, doch das Rätselraten hat wie immer einen gewissen Reiz. Zwar fühlt man sich eher als Beobachter, kann nicht wirklich miträtseln, doch das Ganze ist nett anzuhören.
Der im Titel angekündigte Grusel kommt die meiste Zeit nicht richtig rüber. Die Aufnahme der Séance wirkt tatsächlich ein wenig unheimlich, die Stimme des Geistes ist allerdings sehr schlecht zu verstehen, selbst wenn man Kopfhörer benutzt. Ein wenig fühlt man sich an Darth Vader erinnert, als die rauchige, verzerrte Stimme des Geistes Adam Campbell mitteilt, dass er sein Vater sei...
Peters Begegnung mit einem Wassergeist zeigt mal wieder dessen typische, sehr amüsante Panikattacken, ist aber auch nicht wirklich furchterregend. So wirkt das Ganze eher lustig als schauerlich.

Es fällt auf, dass neben den drei Hauptcharakteren und dem Schlossherrn Campbell, bis zum großen Finale am Ende, außer in Erzählungen lange keine anderen Personen auftauchen und wenn, dann nur sehr kurz. Die Sprecher machen ihre Arbeit aber sehr gut, allen voran Santiago Ziesmer als Adam Campbell, der hier seinen ersten Auftritt bei den drei ??? hat. Seine Gespräche mit den drei Detektiven wirken natürlich und locker, immer der Situation angemessen. Ben Hecker als Butler Edward und Volker Bogdan als Gärtner Leech wirken sehr glaubwürdig, besonders schön ist es auch, mal wieder Andreas von der Meden zu hören, wenn auch nicht als Morton sondern als Skinny Norris, der hier aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen an der Verschwörung beteiligt ist. Des Weiteren sind u.a. Christian Rudolf, Katja Brügger, Stefan Kaminski oder Patrick Bach in Nebenrollen zu hören.

Insgesamt eine hörenswerte Folge mit angenehmer Atmosphäre. Die Geschichte wird ein wenig holprig erzählt, am Ende geht mal wieder alles furchtbar schnell, doch endet sie mit einer kleinen Überraschung, die man durchaus als Happy End bezeichnen könnte.


Team X-treme - Mission Zero: Der Alphakreis
Team X-treme - Mission Zero: Der Alphakreis
von Michael Peinkofer
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie alles begann..., 20. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mittlerweile hat das Team X-treme 16 Hörspielabenteuer erlebt, die ersten fünf sind bereits als Bücher im Baumhaus Verlag erschienen. Man weiß, dass die jungen Spezialagenten keine Gefahr scheuen, um die schlimmsten Verbrecher der Welt zu stoppen und ihnen ihre gerechte Strafe zukommen zu lassen. Doch wie fing eigentlich alles an?
Wie fanden die Kids zueinander und wurden zu Agenten? Wie kam Conrad Leland ums Leben und was verbindet sie alle miteinander?
In "Mission Zero. Der Alphakreis" gibt Autor Michael Peinkofer endlich Antwort auf diese Fragen und bringt einem seine jungen Helden dadurch noch näher.

Die Story lebt vom lockeren Schreibstil Peinkofers, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, auf der man einen fließenden Übergang zur ersten Mission "Alles oder nichts" findet. In moderner, jugendgerechter Sprache schildert der Autor die Vorgeschichten der drei Gründungsmitglieder des Team X-tremes (Charlie, Race und Kami) und findet genau die richtige Mischung aus Spannung, Abenteuer und gefühlsbetonten Momenten. Es wird noch einmal deutlich, dass die jungen Agenten keine Superhelden, sondern normale Jungen und Mädchen mit Stärken und Schwächen sind. Ihre persönlichen Schicksale erklären zum Teil ihr typisches Verhalten in den weiteren Bänden, man versteht sie nun noch besser, weshalb es einfach ist, mit ihnen mitzufiebern.
Ein neues Cover von Daniel Ernle ziert das Buch, im Innern finden sich wie gewohnt seine Illustrationen, die Peinkofers Story noch lebendiger machen. Leider wich man dabei ein wenig von der Aufmachung der bisher erschienenen Bücher ab und verzichtete auf eine farbige Darstellung. Statt für einen flexiblen Hardcover-Einband entschied man sich für eine kleinere Taschenbuchausgabe, die daher optisch nicht perfekt zu den anderen Bänden der Reihe passt. Das macht sich allerdings positiv im Preis bemerkbar und echten Fans wird es wohl egal sein, welche "Verpackung" das allererste Abenteuer ihrer Jungagenten hat.

Ein tolles Extra zur modernen Jugendbuch- bzw. Hörspielreihe!


Lebe lieber übersinnlich - Flames 'n' Roses: Band 1
Lebe lieber übersinnlich - Flames 'n' Roses: Band 1
von Kiersten White
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Piepen schön..., 12. Juni 2011
Vorab muss ich sagen, ich liebe die Aufmachung des Buches!
Wer mich kennt, weiß dass Pink nicht unbedingt meine Farbe ist, aber hier gefällt sie mir in Kombination mit dem Silbergrau sehr gut. Das Cover ist richtig schick, es sorgt auf jeden Fall dafür, dass man zwei Mal hinschaut. Und farbige Schrift im Buch (Überschriften und Seitenzahlen) findet man auch selten, sehr gelungen insgesamt.
Vor dem Lesen blieb ich erst mal am Inhaltsverzeichnis hängen, denn die Kapitelüberschriften klangen sehr witzig. So fiel mir der Einstieg ins Buch auch leicht. Locker und lustig taucht man ein in Evies Alltag und muss schon auf den ersten Seiten einige Male Lachen und Schmunzeln. Die Ankündigung "Rosa, gefährlich und romantisch" wird bestätigt und macht richtig Spaß.

Die Hauptperson und Ich-Erzählerin Evie ist ein ganz normales 16jähriges Mädchen. Ein Teenie eben, der manchmal noch ein wenig naiv ist und unbedacht handelt. In moderner, jugendlicher Sprache erzählt sie uns ihre Geschichte, wobei "schlimme" Ausdrücke einfach weggepiept werden, im wahrsten Sinne des Wortes und irgendwann piept man einfach mit.
Evie träumt von ihrem ersten richtigen Date, liebt alles, was rosa ist und guckt mit Begeisterung die Fernseh-Soap "Easton Heights", von der sie niemals eine Folge verpassen würde. Schnell ist aber klar, dass Evies Leben alles andere als alltäglich ist. Seit ihrem achten Lebensjahr arbeitet sie nämlich für die IBKP, die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. Ihre Fähigkeit, durch die Cover, die äußere Erscheinung paranormaler Wesen, hindurchsehen zu können, macht sie zu einer der wichtigsten Mitarbeiterinnen der Organisation. Egal ob Werwolf, Vampir, Moorhexe oder Fee, Evie erkennt sie alle und hilft dabei, eine Art Melderegister für übersinnliche Wesen zu erstellen und die Welt vor ihnen zu schützen.
Kiersten White hat hier einen Charakter geschaffen, dessen Unbefangenheit und direkte Art sehr charmant wirken. Evie zu mögen, ist wirklich einfach. Doch auch die anderen Protagonisten sind durchweg interessant und komplexer, als man zunächst annimmt.
Auch der Humor der Autorin ist wunderbar. Mal triefen ihre Zeilen vor Sarkasmus, mal haut sie einem die flotten Sprüche direkt um die Ohren oder löst durch extrem süße Momente Kicherattacken aus. Evies Begeisterung für die normalsten Dinge sorgt genauso für Lacher wie ihre sympathische Direktheit. Die unterschiedlichsten Seufzer ihrer Mentorin Raquel sind ebenso lustig wie viele Dialoge zwischen all den paranormalen Wesen, die sich hier tummeln.

In den ersten Kapiteln wird man in die Welt und Vorgehensweise der IBKP eingeführt und lernt alle wichtigen Personen bzw. Wesen kennen, wie Evies beste Freundin, die Meerjungfrau Alisha, ihren nervigen Exfreund Reth, einen attraktiven Feen-Mann oder den charmanten Werwolf Jacques. Der Aufbau der Organisation und ihre Methoden sind gut durchdacht und so entsteht vor dem inneren Auge schnell ein genaues Bild von Evies Umgebung und Wegbegleitern. Rasch gewinnt die Geschichte jedoch an Fahrt, vor allem nachdem der Gestaltwandler Lend seinen Auftritt hat, wird immer rasanter und überrascht den Leser mit neuen Erkenntnissen.
Wie versprochen fehlt aber auch die Romantik nicht. Die kleine Liebesgeschichte, die sich zwischen Lend und Evie entwickelt, ist einfach nur süß und herrlich zu verfolgen. Natürlich darf bei Teenies ein bisschen Kitsch nicht fehlen, doch alles bewegt sich in einem angenehmen Rahmen, sodass auch die älteren Leser gemeinsam mit Evie dahin schmelzen können.

Ein toller Mix aus Humor, Ernsthaftigkeit und Paranormalem, den man am liebsten gleich nochmal verschlingen würde. Auf das Erscheinen des zweiten Bandes "Dreams 'n' Whispers" muss man leider noch bis zum Sommer 2012 warten.


Chroniken der Weltensucher - Der gläserne Fluch: Band 3
Chroniken der Weltensucher - Der gläserne Fluch: Band 3
von Thomas Thiemeyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Weltensucher sind wieder unterwegs..., 10. Juni 2011
Lange musste man auf die Fortsetzung der Chroniken der Weltensucher warten, doch das Warten hat sich gelohnt. Optisch ist das Buch wie seine Vorgänger ein Knaller und nebeneinander im Regal sehen die Bücher einfach klasse aus. Dass der Autor bei der Gestaltung so intensiv mitwirken kann, ist großartig, denn so passen die Covers wirklich zum Inhalt. Die Ausstattung mit Karte, Lesebändchen und der Encyclopedia Humboldtica machen die Schmöker zusätzlich zu etwas Besonderem. Sobald die Schutzfolie aufgerissen war, gab es dann auch kein Halten mehr. Wieder hat Thomas Thiemeyer ein Abenteuer zu Papier gebracht, das ich regelrecht inhaliert habe.

Dieses Mal nimmt er seine Leser mit nach Westafrika, zu den Hombori-Bergen und dem dort ansässigen Volk der Dogon, um das sich einige Legenden ranken. Der Völkerkundler Richard Bellheim hat dort nach dem sagenumwobenen gläsernen Fluch geforscht und kommt seltsam verändert von seiner Reise zurück. Als seine Frau sich nicht mehr anders zu helfen weiß, bittet sie Carl Friedrich von Humboldt um Hilfe, denn dieser ist ein alter Freund Bellheims. Auf der Silvesterfeier der Bellheims versucht er, dem Geheimnis seines Freundes auf die Spur zu kommen, doch das neue Jahr 1893 endet auf furchtbare Weise. Nach der tragischen Silvesternacht will von Humboldt erst recht herauszufinden, was Bellheim so verändert hat. Zusammen mit Oskar, Charlotte, Eliza und Kiwidame Wilma macht er sich auf den Weg nach Französisch-Sudan, mit dabei die Tagebuchaufzeichnungen Bellheims, die ihnen vor Ort den Weg weisen sollen.
In Afrika erwarten sie dramatische, aufregende, teilweise wirklich beängstigende Ereignisse, die einem beim Lesen so manches Mal den Atem stocken lassen. Insgesamt betrachtet, muss ich sagen, dass ich diesen Band tatsächlich noch einen Zacken spannender fand, als die Vorgänger. Es herrscht eine sehr unheimliche Stimmung und an manchen Stellen habe ich mich richtig gegruselt.

Wie gewohnt schildert Thiemeyer sein Abenteuer aus verschiedenen Blickwinkeln. Zum einen begleitet man natürlich die Weltensucher Humboldt, Oskar, Charlotte, Eliza und Wilma. Mit ihnen fiebert man am meisten mit und erlebt aufreibende, heitere, aber auch herzbewegende Momente. Parallel hat sich Sir Wilson, ebenfalls Forscher, mit einer Söldnergruppe und zwei alten Bekannten auf den Weg in die verbotene Stadt gemacht. Max Pepper und Harry Boswell, denen man schon in "Die Stadt der Regenfresser" begegnete, sind als Berichterstatter mit dabei und über das Wiederlesen mit ihnen habe ich mich richtig gefreut! Schnell merkt man, dass Wilson ein sehr gewissenloser Mann ist, stets auf seinen Vorteil bedacht. Dabei geht er über Leichen und präsentiert so den Bösewicht dieser Geschichte. In Gestalt der jungen Yatimè kann man die Ereignisse aus Sicht der Dogon verfolgen, ein toller Kontrast zu den anderen beiden Blickwinkeln.
Neben dem Abenteuer stehen auch die Entwicklungen in der kleinen Gemeinschaft der Weltensucher eine Rolle. Gerade in diesem Band war spürbar, dass sich einiges getan hat. Die Vater-Sohn-Geschichte und ihre Auswirkungen finde ich toll dargestellt, ebenso wie die kleine Romanze zwischen Oskar und Charlotte. Es ist schön, mitzuerleben, wie die einzelnen Charaktere sich verändern und zusammenwachsen.

Bisher habe ich alle Bücher von Thomas Thiemeyer gelesen und keines hat mich je enttäuscht. Irgendwie schafft er es immer wieder, noch einen draufzusetzen und mich zu fesseln und zu begeistern. Neben Spannung, einer interessanten Handlung und liebenswerten Charakteren ist auch immer einiges an Wissen und Fakten eingebaut, sodass ich jedes Mal etwas Neues lerne. Wenn es nach mir ginge, müssten diese Bücher ja mindestens noch 200 Seiten mehr haben und ich freu mich jetzt schon auf die Fortsetzung, die leider wieder viel zu lange auf sich warten lässt.


Kunstfehler: Die Fälle der Annie Kincaid 1
Kunstfehler: Die Fälle der Annie Kincaid 1
von Hailey Lind
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leidenschaftliches und äußerst lustiges Debüt..., 6. Juni 2011
Die beiden Schwestern Julie Goodson-Lawes und Carolyn J. Lawes, die sich hinter dem Pseudonym "Hailey Lind" verbergen, haben mit Annie Kincaid eine äußerst sympathische Heldin erschaffen, die ich ab der ersten Seite des Buches ins Herz geschlossen habe. Annie ist, von ihrer kriminellen Vergangenheit abgesehen, ein Mensch wie Du und ich. Sie liebt ihre Arbeit und das Leben an sich, und ist immer mit ganzem Herzen dabei. Auch wenn sie ab und zu auf eine kleine Notlüge zurückgreift, ist sie im Grunde ein ehrlicher und aufrichtiger Mensch. Sie ist in der Lage, ihr eigenes (Fehl-)Verhalten zu reflektieren und bringt einen durch ihren Sarkasmus und natürlichen Witz oft zum Lachen. Als Ich-Erzählerin lässt sie den Leser nah an sich heran, und so fiebert man auf der Suche nach dem Fälscher Woznikowicz quer durch San Francisco und Umgebung von Anfang an mit ihr mit.

Im Laufe der Geschichte, die in flottem Tempo und viel Humor erzählt wird, trifft Annie viele interessante Personen, die alle auf ihre Art die Story bereichern. Neben der spannenden Handlung, die an keiner Stelle irgendwelche Längen aufweisen kann, wird der Laie auch ein wenig in die Welt der Kunst und der Kunstfälscherei eingeführt. Dies geschieht ganz dezent und wurde wunderbar in den Alltag und die Dialoge der Protagonisten eingebaut.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus einem Buch von Annies Großvater Georges, in dem er über seine Erfahrungen als Kunstfälscher schreibt. Diese zauberten mir oft ein Schmunzeln aufs Gesicht, sind aber auch interessant und auf unterhaltsame Art lehrreich. Am Buchende findet man noch eine Anleitung von Annie für Faux Finish für Wände und Möbel und kann mit etwas Zeit und Mut sein eigenes (Fälscher-)Glück versuchen.

"Kunstfehler" ist ein leidenschaftliches und äußerst lustiges Debüt. Nicht alles, was hier passiert, ist realistisch, doch die Hauptfigur und ihre Mitstreiter lassen die Handlung trotzdem authentisch wirken.
Ich finde Annie Kincaid einfach großartig, und nach diesem Auftakt hoffe ich auf viele neue Fälle für die eigensinnige, lebensfrohe Künstlerin.


Der Trip (03)
Der Trip (03)

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Folge..., 3. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Trip (03) (Audio CD)
Nach der ersten "Mindnapping"-Folge "Auf gute Nachbarschaft" ist hier abermals Marcus Görner als Autor tätig geworden. Seine Story "Der Trip" ist, wie schon im Booklet zu lesen, eine Hommage an Grusel- und Jugendhörspiele, verweist aber auch auf beliebte Horrorfilme wie z.B. "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast".
Eine Gruppe junger Menschen betritt wider besseren Wissens ein unheimliches Haus und schlägt sämtliche Warnungen in den Wind. Natürlich ist das keine gute Idee, denn in dem Haus erwartet sie bestenfalls nur das Grauen, aber wahrscheinlicher noch der Tod.
Görner hält sich an das gängige Schema, nur die Auflösung der Story ist ein wenig anders als man zunächst mutmaßt. Trotzdem konnte man dieses Mal eher auf die Lösung kommen, da mehrmals mit riesengroßen Zaunpfählen darauf hingewiesen wurde. Durch die Szene in der Pathologie zu Beginn dieser Folge, ist außerdem sofort klar, dass es mehr als eine Leiche geben wird. Inhaltlich kann "Der Trip" deshalb nicht so wahnsinnig überraschen, ist aber deshalb nicht weniger unterhaltsam, denn der Aufbau der Geschichte ist wirklich gelungen. Die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgen für Dynamik und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Was mir aber besonders positiv auffiel ist die Leistung der Sprecher. Die Gespräche wirken absolut lebensecht, in keinster Weise gespielt. Es ist, als würde man die jungen Leute wirklich auf ihrem (Horror-)Trip begleiten und hautnah alles miterleben. Daniel Welbat, Jannik Endemann, Tammo Kaulbarsch, Julia Fölster und Linn MacKenzie harmonisieren perfekt miteinander, egal ob sie sich gerade gegenseitig foppen, streiten oder panisch kreischend durch die Gegend taumeln. Herrlich!
Neben Konrad Halver und Martin Sabel als obdachlose Penner in tragenden Rollen sind natürlich auch wieder die bereits liebgewonnenen Officers August (Stephan Chrzescinski) und Decker (Gordon Piedesack) mit dabei. Sie versorgen Reent Reins alias Dr. Reading mit neuen Leichen, die dieser auf einmalige Art unter die Lupe nimmt. Reading ist ein skurriler Typ, der durch seinen Job als Pathologe vielleicht auch noch das ein oder andere Mal in der Reihe auftauchen kann.
Mit stimmungsvoller Musik untermalt Marko Peter Bachmann gekonnt die Geschehnisse und sorgt für eine passende Atmosphäre. Auch die Geräuschkulisse stimmt, angefangen beim Blubbern der Bong und gruseligem Türenknarren bis zu den recht zahlreichen Schüssen.

"Mindnapping" bleibt auf gleichbleibend gutem Niveau und liefert auch mit der dritten Folge eine knappe Stunde Hörvergnügen für Liebhaber von schaurigen Geschichten.


Tiere
Tiere
von Simon Beckett
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mein erster Beckett..., 30. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Tiere (Taschenbuch)
Seit Ewigkeiten hörte ich von allen Seiten Lobeshymnen auf diesen Autor und deshalb habe ich dann einfach mal zugegriffen und mir "Tiere" mit nach Hause genommen. Der Klappentext klang wirklich sehr vielversprechend und ich war voller froher Erwartungen, die zunächst auch voll erfüllt wurden.

Im Vorwort seines zweiten Thrillers teilt der Autor mit, dass er einen Erzähler schaffen wollte, der zwar durch seine Grausamkeit schockiert, aber auch Sympathien beim Leser weckt. Genau das ist ihm auch gelungen. Nigel ist so einfach gestrickt und so naiv, dass man ihn irgendwie gern haben muss. Selbst wenn er seine "Tiere" versorgt, kann man ihn eigentlich gar nicht besonders ernst nehmen, denn es ist mehr als deutlich, dass er seinen Lieblingen geistig einfach unterlegen ist. Nur mit Tricksen gelang es ihm überhaupt, jemanden in seinem Keller einzusperren.
Trotzdem scheint die Situation für seine unfreiwilligen Mitbewohner aussichtslos, denn Nigel ist zwar ein wenig dumm, aber auch sehr vorsichtig. Erst als ein neues "Tier" dazu kommt, das sich seinem Peiniger nicht einfach so ergeben will, keimt sowohl beim Leser als auch den Mitgefangenen etwas Hoffnung auf. Hier wird dann langsam Nervenkitzel spürbar, denn die Stimmung zwischen Nigel und seinen Schützlingen wird immer explosiver. Als dann plötzlich auch von außen Gefahr droht, wird es immer spannender.
Zwei Kolleginnen Nigels haben neuerdings Spaß daran, ihn ein wenig zu foppen und besuchen den Eigenbrötler zusammen mit einem Freund. Eigentlich haben sie nur Party, Alkohol und Sex im Kopf, doch es kommt, wie es kommen muss. Sie entdecken auch den Keller...
Spannung pur, doch dann geht alles ganz schnell und die Geschichte ist plötzlich vorbei.
Das fand ich ein bisschen schade. Man kann sich zwar denken, wie alles enden wird, alles enden muss, und auch der Schlußsatz ist eigentlich ziemlich cool, aber trotzdem hätte ich mir ein weniger abruptes Ende gewünscht, einfach noch ein paar Seiten mehr.

Nichtsdestotrotz hat mir "Tiere" gut gefallen, die Story ist gut und flüssig erzählt. Ich werde sicher irgendwann noch mal zu einem anderen Buch des Autors greifen. Seine Darstellung des Ich-Erzählers Nigel ist auf jeden Fall beeindruckend und macht mich neugierig auf die anderen Charaktere, die Becketts Hirn entsprungen sind.


146/Der Biss der Bestie
146/Der Biss der Bestie
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn der Säbelzähnetiger umgeht..., 29. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 146/Der Biss der Bestie (Audio CD)
Justus Jonas wittert im Naturkundemuseum von Dr. Winston Wadleigh ein Geheimnis, das es zu lüften gilt. Angeblich spukt dort das Skelett eines Säbelzahntigers herum und hat seinen Besitzer sogar krankenhausreif gebissen! Der erste Detektiv ist fasziniert und nimmt deshalb sofort den Babysitter-Auftrag für Wadleighs Enkel an. Natürlich ohne vorher Peter und Bob auch nur davon in Kenntnis zu setzen. Da es keine andere Möglichkeit gibt, sich ungestört im Museum umzusehen, machen die Kollegen selbstverständlich mit und so beginnt ein etwas ungewöhnlicher Fall, der besondere Nervenstärke und viel Geduld erfordert...

Schon die Buchvorlage dieser Folge konnte überzeugen, um so schöner ist es, dass auch die Hörspielumsetzung sich hören lassen kann. Neben dem netten Fall, der einige klassische Elemente aufweist, aber auch überraschen kann, lebt diese Geschichte durch die vielen lustigen Momente. Man muss oft schmunzeln, woran neben den drei Detektiven besonders die beiden Jungs Sammy und Jamie Schuld tragen. Die beiden mischen ihre Babysitter ganz schön auf und haben immer etwas Lustiges oder Altkluges zum Besten zu geben. Philipp Draeger als Jamie und Jacob Mayerhoff als Sammy sind voller Begeisterung dabei und liefern eine ganz tolle Leistung ab. Durch sie erhält die Story viel Frische und Lebhaftigkeit.
Sehr angenehm ist es auch, dass sowohl Bob als auch Peter recht aktiv sein dürfen und Justus nicht alles allein auflöst. Sogar am Ende rattert er nicht nur seine obligatorische Erklärung runter, sondern man erlebt noch einmal eine schöne Szene mit allen Beteiligten.

Insgesamt eine Folge mit viel Atmosphäre, auch wenn die Sache mit der Bestie an sich vielleicht ein wenig weit hergeholt wirkt. Die drei Detektive werden mal auf ganz neue Art und Weise gefordert, teilweise sogar überfordert, und auch der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Gebrauchtwarencentern T. Jonas und T. Madson ist ein nettes Detail, das man auch in der Zukunft wieder aufgreifen könnte.

Eine schöne Folge mit gewohnt guten Sprechern und solider technischer Umsetzung.


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