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Rezensionen verfasst von
Kunz Vogelgesang

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Turandot
Turandot
Preis: EUR 34,99

61 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreicht - einfach großartig!, 29. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Turandot (Audio CD)
Von Puccinis "Turandot" gibt es mehrere hervorragende Einspielungen. Aber diese würde ich mit auf die einsame Insel nehmen. Es ist eine der wenigen Opernplatten, von denen ich den Eindruck habe: sie ist schlichtweg perfekt!

Keine andere Aufnahme hat in allen, ausnahmslos allen Partien ein vergleichbares Niveau aufzuweisen. Hier hat sich um den Dirigenten Zubin Mehta eine Sängerschar versammelt, die absolut ungetoppt geblieben ist, zumal sich zum damaligen Zeitpunkt alle auf ihrem stimmlichen Höhepunkt befanden.

Joan Sutherlands Ausflug ins hochdramatische Fach ist sensationell. Sie verfügt natürlich nicht über so metallisches Stimmmaterial wie Birgit Nilsson, doch verleiht sie der Turandot mit wärmerem Stimmklang eine menschlichere Note und reduziert sie nicht zur Killermaschine. Stimmvolumen und schier endlos gehaltene Sostenuto-Bögen lassen einen nur so staunen, und der klangliche Reichtum in der Höhe ist schlichtweg atemberaubend.

Luciano Pavarottis Calaf ist nicht nur wegen "Nessun dorma" ein Traum. Vor allem seine Leidenschaftlichkeit, sein Selbstbewusstsein und sein unbedingter Wille, die Prinzessin zu erobern, lassen die Rolle wunderbar lebendig und überzeugend wirken. Dieser Calaf ist ein echter Draufgänger. Stimmlich war Big P damals ohnehin in Bestform, die Höhe strahlt, dass es eine Wonne ist. Corelli und Del Monaco waren ihm an Stimmgewicht überlegen, aber kein anderer Calaf ist so stürmisch und vital.

Montserrat Caballès als Liù schließlich liefert eines der berührendsten Rollenportraits, die mir je auf der Schallplatte begegnet sind. Innigkeit, Wärme und Reinheit erfüllen ihre Interpretation. Die Pianissimi sind von einer Duftigkeit und Süße, die ihresgleichen suchen. Wenn Liù in ihrer letzten Arie dem Leben entsagt, um Kalaf zu retten, und sich mit einem Schluchzer (der hier ausnahmsweise einmal wirklich geschmackvoll ist) ins Messer wirft, geht das einem beim Zuhören regelrecht an die Nieren. Keine andere Liù auf Platte stirbt so ergreifend.

Ghiaurovs Timur ist reinste Luxusbesetzung, ebenso wie der alte König von Peter Pears und ganz besonders der balsamisch schön gesungene Ping von Tom Krause. Das Ministerterzett wird durch Piero de Palma und Pier Francesco Poli komplettiert und auch hier erreicht die Aufnahme den ersten Platz.

Zubin Mehtas temperamentvolles Dirigat halte ich ebenfalls für herausragend: gleich zu Beginn schmeißt er den Zuhörer regelrecht in die Geschichte, und schnell wird klar, daß es am Pekinger Hof brodelt und rumort. Mit phänomenalem Gespür für Tempi und Transparenz peitscht er das London Philharmonic Orchestra zu einer atemberaubend farbigen Darbietung der raffinierten Partitur auf. Wenn man hört, wie drängend Kalaf im ersten Finale auf den Gong zustrebt, und von welcher Panik sein Vater und Liù ergriffen werden, dann spürt man, was für ein hervorragender Dramatiker Mehta ist (Karajan und manch andererer dagegen sind nur breiig und schleppend). Auch die Klangtechnik leistet Großartiges, man hört wirklich alles. Und auch die Chöre gliedern sich in das ganze Ensemble mit vollem Klang und großer Präzision nahtlos ein. Ein Meilenstein in der Schallplattengeschichte, den ich nur allerwärmstens empfehlen kann! Fünf Punkte sind eindeutig zu wenig, ich würde zehn vergeben!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2011 11:18 PM MEST


Humperdinck: Hänsel und Gretel (Gesamtaufnahme)
Humperdinck: Hänsel und Gretel (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 16,99

33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Sternstunde - musikalischer Leckerbissen erster Güte!, 24. September 2006
Wenn ich unter allen "Hänsel und Gretel"-Aufnahmen eine wählen müsste - es wäre diese. Sowohl Orchester, Dirigat als auch Sänger sind schlichtweg hinreißend. Sir Georg Solti ist damals ein ganz großer Wurf gelungen. Die Wiener Philharmoniker spielen mit warmem Ton, zärtlicher Hingabe und viel Temperament, absolut perfekt von der Tontechnik abgemischt, so dass jedem Instrument seine Bedeutung zukommt. Und die Abstimmung mit den Sängern ist ebenfalls hervorragend gelungen. Absolut delikat!
Und die Sängerbesetzung! Brigitte Fassbaender und Lucia Popp galten einst ja als ideales Octavian- und Sophie - Paar. Als Hänsel und Gretel gelingt ihnen eine ähnlich wundervolle Interpretation. Popps silbriger, frischer Sopran und Fassbaenders glutvoller, kerniger Mezzo bilden einen schönen Kontrast und harmonieren doch auf ganz besondere Weise, was zu besonders reizvoller Klangmischung in den Duetten führt. Die beiden agieren ohne besondere schauspielerisch-deklamatorische Mätzchen und wirken daher sehr natürlich.
Auch das Elternpaar ist vorzüglich, vor allem Walter Berrys Besenbinder. So wehmütig und beinahe melancholisch nach getaner Arbeit nähert sich kein anderer Vater mit den Rallalala-Rufen der heimeligen Hütte. Und so vorzüglich gesungen wie hier wird die Ballade von der steinalten Hexe auch selten. Julia Hamaris Mutter fällt dagegen ein klein wenig ab, meistert die Partie aber ebenfalls sehr gut.
Die kurzen Rollen des Sand- und Taumännchens sind mit Norma Burrowes und Edita Gruberova aufs luxuriöste besetzt.
Anny Schlemm gibt die Knusperhexe, und sie meistert ihren Part grandios. Anders als die phänomenale Christa Ludwig beschränkt sie sich vor allem aufs Singen, weniger aufs Kichern und Kreischen. Trotzdem ist ihre Hexe unglaublich böse und furchterregend. Sie wirkt schon allein durch ihre imposante Stimme autoritär, und wenn sie die Bruststimme einsetzt, geradezu grollend! Toll!
Zuletzt ist noch der Chor der Lebkuchenkinder zu nennen, die von den Wiener Sängerknaben mit erlesenem Klang und viel Kultur gesungen werden.
Um es zusammenzufassen: Unter den moderneren Aufnahmen bleibt diese für mich unerreicht (em ehesten vielleicht noch durch Colin Davis bei Philips). Als kleine Einschränkung könnte man höchstens geltend machen, dass diese Fassung nicht unbedingt als Kennenlernfassung für Kinder geeignet ist, dazu ist sie vielleicht zu opernhaft. Aber für Erwachsene - der herrlichste Freudenschmaus!


Humperdinck: Hänsel und Gretel
Humperdinck: Hänsel und Gretel
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 26,95

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klassiker mit Referenz-Qualität - jedoch Geschmackssache., 24. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck: Hänsel und Gretel (Audio CD)
Sehr vielen Liebhabern von Humperdincks Meisterwerk gilt die vorliegende Aufnahme als zeitlos und unübertroffen. Auch ich bin froh, sie zu besitzen, und doch kann ich mich dem allgemeinen Urteil nicht vollständig anschließen.Zu den Pluspunkten zählen für mich das ruhige, ausladende und feierliche Dirigat von Herbert von Karajan, der mit dem Philharmonia-Orchester eine musikalische Sternstunde zelebriert - leider noch in Mono, aber so werden wenigstens die Sänger nicht zugedeckt, und das Stück erhält eine etwas intimere Atmosphäre. Eben ein Märchenspiel, nicht - wie so oft - ein bombastischer Wagner.

Von den Sängern überzeugen mich Josef Metternich als herrlich volkstümlicher Besenbinder mit ausladendem Bariton, mit knorrigem Timbre, herrlich polternd und warmherzig zugleich. Maria von Ilosvays Sopran als seine Frau Gertrud ist leicht schrill im Klang, was der Mutter, die ja mit den Nerven ziemlich am Ende ist, sehr gut bekommt. Anny Felbermayers Sand- und Taumännchen klingen hell und bezaubernd leise-lyrisch.

Else Schürhoffs Hexe ist eine herrliche Charakterstudie, man sieht das boshafte, kleine Weib mit Kopftuch und Buckel direkt vor sich. Allerdings wünsche ich mir bei dieser Partie doch eine etwas dramatischere Stimme mit mehr Volumen, die mit rein gesanglichen Mitteln Autorität und Furcht verbreiten kann.

Und nun zu den Hauptrollen: Elisabeth Schwarzkopf und Elisabeth Grümmer, zwei der wichtigsten deutschen Sopran-Diven der Nachkriegszeit. Und hier sind wir beim für mich größten Problem der Aufnahme. Viele Fans mögen es mir verzeihen. Zunächst Elisabeth Grümmers Hänsel, den ich ganz wunderbar finde: sie schafft es mit rein stimmlichen Mitteln und ganz unaufgesetztem Spiel, die Rolle eines fröhlichen, aufgeweckten Lausbuben zum Leben zu erwecken - was bei Elisabeth Schwarzkopf leider nicht der Fall ist. Ihre Phrasierungs- und Ausdruckskunst in vielen Partien in Ehren - aber wie sie versucht, das kleine, süße Mädel zu spielen, wirkt für mich unglaubhaft und imitiert. Die Stimme ist einfach zu damenhaft, und wenn sie ein Kinderlied singt, fühle ich mich ein wenig an eine Kindergartentante erinnert. Leider. Ich hätte mir an Grümmers Seite lieber die junge Erika Köth oder eine Erna Berger gewünscht. Natürlich mischen sich die Stimmen der beiden Elisabeths im Abendsegen luxuriös, aber sie klingen nicht wie Hänsel und Gretel.

Trotzdem eine sehr, sehr schöne Aufnahme, die ich vielleicht an dritte oder vierte Stelle aller Einspielungen stellen würde. Und eine Hänsel-Aufnahme im Regal ist ohnehin nicht genug!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2008 4:07 PM MEST


Mozart: Die Hochzeit des Figaro (Gesamtaufnahme 1966 - deutsch)
Mozart: Die Hochzeit des Figaro (Gesamtaufnahme 1966 - deutsch)

28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten!, 21. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Aufnahme kann sich meiner Meinung nach zu den gelungensten überhaupt zählen - und die deutsche Sprache ist bei diesem Stück nicht von geringstem Nachteil, kann man so den Irrungen und Wirrungen der Geschichte ja noch viel besser folgen. So spritzig wie hier wurde Mozart selten musiziert, und das liegt zu einem großen Teil auch am brillanten Spiel der Dresdner Staatskapelle, die schon in der Ouvertüre ein Tempo und einen Esprit an den Tag legen, der seinesgleichen sucht. Otmar Suitner führt das ganze Ensemble mit Leichtigkeit und phänomenaler Präzision an. Und die Sänger bieten wunderbare Leistungen: Anneliese Rothenberger als Susanna, mit kristallklarem Timbre und eleganter Phrasierung (besonders in der Rosenarie, 4. Akt), Hilde Güden als noble und doch so warmherzige Gräfin, die in ihren beiden Arien herrlichste Legati präsentiert, Edith Mathis als heller, fröhlicher Cherubino. Bei den Herren beeindruckt Hermann Preys noble Gestaltung des Grafen und die virtuose Bewältigung der großen Arie im dritten Akt (angesichts dieses Tempos). Walter Berrys Interpretation wirkt viel lebendiger und kräftiger als in seiner italienischen Gesamtaufnahme unter Karl Böhm. Auch die Nebenrollen sind mit Fritz Ollendorff und Annelies Burmeister hervorragend besetzt. Die ganze Atmosphäre und Spannung des Stückes kommt wunderbar "über die Rampe", fast wie in einem Hörspiel, wozu auch die Stereoinszenierung mit Auf- und Abgängen sowie Türenschließen und Ohrfeigengeklatsche beitragen. Ich kann die Aufnahme nur wärmstens empfehlen, man wird sie sicher immer wieder gerne anhören!
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 21, 2013 5:42 PM CET


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