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Rezensionen verfasst von
Kunz Vogelgesang

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Soundmaster NR 513, Nostalgie Stereo Musikcenter mit CD, Plattenspieler, Kassettenteil und UKW/MW-Radio
Soundmaster NR 513, Nostalgie Stereo Musikcenter mit CD, Plattenspieler, Kassettenteil und UKW/MW-Radio
Wird angeboten von Zum-Donnerdrummel
Preis: EUR 179,00

116 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr schöne Nostalgieanlage mit kleinen Mängeln, 9. Mai 2009
Was die Leistungsangaben betrifft, hat der vorige Rezensent absolut recht: das Gerät liefert genau 19 Watt Gesamtleistung, was nicht besonders viel ist, aber ungefähr einer kleinen Portable-Anlage entspricht. Es ist reichlich unseriös, falsche Angaben in die Warenbeschreibung zu geben.
Ich hatte mir das Gerät bei einem anderen Versandhaus bestellt und wusste deshalb, worauf ich mich einließ. Meine Erwartungen waren also nicht so hoch geschraubt und wurden deshalb auch nicht enttäuscht.

Die Anlage hat nämlich auch durchaus ihre Vorzüge:
Von der handwerklichen Fertigung her ist das Gerät einfach ein echtes Schmuckstück und ein richtiger Hingucker in jedem Zimmer! Die Ausführung ist robust und das Holz hochwertig verarbeitet.
Das Radio funktioniert ausgezeichnet, und auch CD-Deck und Kassettendeck klingen sehr gut. Der Plattenspieler ist ebenfalls solide (halbautomatisch mit automatischer Bügelrückführung), hier könnte das Gerät aber einfach noch ein paar Watt mehr vertragen. Auch eine separate Höhen- und Bassregelung wären noch wünschenswert. Die Übertragung auf USB geht ganz einfach, ich habe schon den Großteil meiner LP-Sammlung damit digitalisiert.
Fazit: von der Klangleistung des Plattenspielers her nicht überragend, aber wenn man wirkliche Hifi-Power wünscht, sollte man sowieso zu anderen Produkten greifen. Andererseits kann dieses Gerät dafür einfach alles - und der Nostalgiefaktor, wenn die LPs etwas knisternd aus den kleinen Seitenlautsprechern erklingen, macht einfach Spaß!
Ich würde es wieder kaufen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 26, 2010 3:50 PM MEST


Hänsel und Gretel (Ga)
Hänsel und Gretel (Ga)
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Sternstunde - musikalischer Leckerbissen erster Güte!, 14. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Hänsel und Gretel (Ga) (Audio CD)
Wenn ich von allen meinen "Hänsel und Gretel"-Aufnahmen nur eine einzige behalten dürfte - meine Wahl würde auf diese fallen. Sowohl Orchester, Dirigat als auch Sänger sind schlichtweg hinreißend. SIR GEORG SOLTI ist im Jahr 1978 mit dieser Einspielung ein ganz großer Wurf gelungen. Die WIENER PHILHARMONIKER spielen mit warmem Ton, zärtlicher Hingabe und viel Temperament, absolut perfekt von der Tontechnik abgemischt, so daß jedem Instrument seine Bedeutung zukommt. Und die Abstimmung mit den Sängern ist ebenfalls hervorragend gelungen. Absolut delikat!
Was für eine Sängerbesetzung!
BRIGITTE FASSBAENDER und LUCIA POPP galten einst ja als ideales Octavian und Sophie-Paar im "Rosenkavalier". Als Hänsel und Gretel gelingt ihnen eine ähnlich wundervolle Interpretation. Popps silbriger, frischer Sopran und Fassbaenders glutvoller, kerniger Mezzo bilden einen schönen Kontrast und harmonieren doch auf ganz besondere Weise, was zu außergewöhnlich reizvoller Klangmischung in den Duetten führt. Die beiden agieren ohne besondere schauspielerisch-deklamatorische Mätzchen und wirken daher sehr natürlich und ungekünstelt.
Auch das Elternpaar ist vorzüglich, vor allem WALTER BERRYs Besenbinder. So wehmütig und beinahe melancholisch nach getaner Arbeit nähert sich kein anderer Vater mit den "Rallalala"-Rufen der heimeligen Hütte. Und so vorzüglich gesungen wie hier wird die Ballade von der steinalten Hexe auch selten. JULIA HAMARIs Mutter fällt dagegen ein klein wenig ab, singt die Partie aber ebenfalls sehr gut.
Die kurzen Rollen des Sand- und Taumännchens sind mit NORMA BURROWES und EDITA GRUBEROVA aufs luxuriöseste besetzt.
ANNY SCHLEMM gibt die Knusperhexe, und sie meistert den anspruchsvollen Part grandios. Anders als die phänomenale Christa Ludwig (in der Kurt-Eichhorn-Aufnahme) beschränkt sie sich vor allem aufs Singen, weniger aufs Kichern und Kreischen. Trotzdem ist ihre Hexe unglaublich böse und furchterregend. Sie wirkt schon allein durch ihre imposante, gelegentlich zu einem Keifen verfärbte Stimme autoritär, und wenn sie die Bruststimme einsetzt, geradezu grollend. Eine hervorragende Darbietung!
Zuletzt ist noch der Chor der Lebkuchenkinder zu nennen, die von den WIENER SÄNGERKNABEN mit erlesenem Klang und viel Kultur gesungen werden.
Um es zusammenzufassen: Unter den moderneren Aufnahmen bleibt diese für mich unerreicht (am ehesten noch durch Colin Davis bei Philips). Als kleine Einschränkung könnte man höchstens geltend machen, daß diese Aufnahme nicht unbedingt als Kennenlernfassung für Kinder geeignet ist, dazu ist sie vielleicht zu wagnerisch-opernhaft. Aber für Erwachsene - der herrlichste Freudenschmaus!!


Toshiba RD XV 48 DVD- und Festplatten-Rekorder / VHS-Rekorder Kombination 160 GB (HDMI, Upscaling) schwarz
Toshiba RD XV 48 DVD- und Festplatten-Rekorder / VHS-Rekorder Kombination 160 GB (HDMI, Upscaling) schwarz

44 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super Allroundgerät, super Preis-Leistungs-Verhältnis!, 9. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich besitze das Gerät seit einem Monat und habe mittlerweile die Hälfte meiner Videosammlung auf DVD kopiert, was einfach superpraktisch ist!!

Das Kopieren von Videokassette auf Harddisk oder DVD ist wirklich kinderleicht. Allerdings muß man sich, wenn man die vielen anderen Funktionen benutzen müchte, erst mal durch die Bedienungsanleitung durcharbeiten, was anfangs ganz schön kompliziert ist. Wenn man aber erst einmal den Überblick hat, macht es wirklich Spaß,etwa die Werbung herauszuschneiden oder übersichtliche Titel anzulegen und zu beschriften.

Zu diesem günstigen Preis kann man eigentlich nicht mehr Leistung verlangen, finde ich. Das Gerät ist sehr robust, und im Gegensatz zu anderen Rezensionen finde ich auch nicht, daß es zu laut läuft. Mir ist noch kein Lüftungsrauschen o.ä. aufgefallen.
Ich ziehe nur einen Punkt ab für die wirklich etwas komplizierte Bedienungsanleitung ab (die Mühe des Studierens lohnt sich aber und ist durchaus zu bewältigen. Dafür hat man dann auch was davon).
Schade finde ich auch, daß es für die einzelnen Kapitel kein eigenes Menü mit Bildern gibt. Es gibt nur ein Hauptmenü, wo man die Filmtitel aufrufen kann. Wenn man aber die einzelnen Filmszenen in Kapitel unterteilt (was ganz leicht geht), kann man diese nicht in einem Menü aufrufen, sondern muß mit der Kapiteltaste von einem zum anderen hüpfen. Das ist aber mein einziger Einwand. Bis jetzt habe ich wirklich viel Spaß mit dem Gerät.

Ansonsten: klare Kaufempfehlung!!!!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 8, 2008 11:14 AM CET


Scheherazade op. 35 / Capriccio Espagnol op. 34
Scheherazade op. 35 / Capriccio Espagnol op. 34
Wird angeboten von Bessere_Musik
Preis: EUR 30,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft schöner Ohrenschmaus aus 1001 Nacht, 17. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rimsky-Korsakovs "Scheherazade"-Suite erfreut sich seit jeher äußerster Beliebtheit und ist auch als Einstieg in die Welt der klassischen Musik ganz besonders geeignet (wie ich aus meiner eigenen Erfahrung weiß).
Kaum ein Werk der romantischen Programmusik ist besser geeignet, die Phantasie anzuregen. Es liegt in unzähligen Aufnahmen vor. Seinen Favoriten herauszufiltern ist da gar nicht so einfach - und eigentlich auch nicht so wichtig: man sollte ruhig mehrere kennen: empfohlen seien besonders Fritz Reiner, Thomas Beecham oder Leopold Stokowski.

Meine persönliche Lieblingsaufnahme dieser symphonischen Suite ist allerdings die hier vorliegende, dirigiert von Charles Dutoit und gespielt vom Orchestre symphonique de Montréal, dem er viele Jahre lang als Chefdirigent vorstand.

Dutoit entfacht hier einen Rausch an Klangfarben, der einfach unglaublich ist! Die Streicher schwelgen in Seidigkeit, die Holzbläser übertreffen sich in schlanker Tongebung, das Blech klingt auch in den Fortissimo-Passagen noch immer sauber und niemals derb. Die Harfen rauschen und funkeln, und das Solo-Violinspiel des Konzertmeisters Richard Roberts (die "Stimme" Scheherazades, wenn sie ein neues Märchen zu erzählen beginnt) ist von geradezu betörender Süße, Duftigkeit und Reinheit. Vor allem zeichnet sich das ganze Orchesterzusammenspiel durch eine unglaubliche Eleganz aus. Hier erbringt auch die Tontechnik der DECCA ein Meisterstück; man hört einfach alles, und die akustische Räumlichkeit ist eine Wonne.
Auch in der Wahl der Tempi erweist sich Dutoit als Meister seines Fachs und als Künstler von großem Geschmack. Das ist einfach perfekt austariert, da ist nichts zu verhetzt oder zu langsam, sondern da wird den lyrischen Momenten genau das richtige Maß an Ruhe und Empfindsamkeit eingeräumt, während die dramatisch-furiosen Teile der Partitur temperamentvoll und mit saftigen Farben ausgekostet werden.

Auch das "Capriccio espagnol" ist von allererster Güte. Der wunderbare langsame Eröffnungsteil mit den schwierigen Hörnerpassagen erklingt makellos und der abschließende Fandango endet in seiner rasanten und überschwenglichen Lebensfreude in einem regelrechten Taumel. Ein Leckerbissen, an dem man sich nicht so schnell satt hört.

Leider mußte ich entsetzt feststellen, daß diese Aufnahme zur Zeit im Decca-Katalog gestrichen ist (wer sitzt bei denen eigentlich in der Programmleitung?) und nur noch Reststücke erhältlich sind.
Daher mein Tip: unbedingt ein Exemplar auftreiben, CD einlegen, Augen zu und ene Stunde lang Träume aus 1001 Nacht und Spanien genießen!!!


Verdi: Un ballo in maschera (Gesamtaufnahme(ital.))
Verdi: Un ballo in maschera (Gesamtaufnahme(ital.))
Preis: EUR 11,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nicht empfehlenswert, 16. August 2008
Das ist eine der wenigen Opernplatten, die ich bereits kurz nach dem Kauf in einem Second-hand-Laden verhökert habe.
Grund dafür ist in diesem Fall ausgerechnet meine geliebte RENATA TEBALDI, die sich mit der Rolle der Amelia keinen Gefallen getan hat. Im Jahr der Aufnahme, 1970, war sie den hohen Noten einfach nicht mehr gewachsen. Zwar singt sie mit viel Hingabe und dramatischem Feuer, aber in der Höhe klingt es leider nur noch scharf und geschrien. Sogar für einen "Tebaldianer" wie mich war das zu viel. Ich behalte Renata Tebaldi lieber mit ihren guten Aufnahmen im Gedächtnis, deshalb habe ich mich davon getrennt.
Ansonsten wäre die Aufnahme nicht schlecht: LUCIANO PAVAROTTI, hier noch jung, singt glanzvoll und mit viel Schmelz (klingt allerdings eher wie Amelias Sohn, weil die Stimme zu Tebaldis mütterlichem Timbre nicht passt); außerdem kann man ihn in Georg Soltis Aufnahme ebenfalls und noch besser genießen. REGINA RESNIK als Wahrsagerin Ulrica ist dämonisch-eindrucksvoll, es fehlt ihr aber an profunder Alt-Tiefe. Ganz bezaubernd ist HELEN DONATH als Page Oscar, quicklebendig und mit frischem Sopran. Auch SHERRILL MILNES als eifersüchtiger Renato macht mit seinem dramatischen Verdi-Bariton gute Figur - für ausgesprochene Milnes-Fans ist die CD noch am ehesten anschaffenswert. BARTOLETTI dirigiert solide.
Trotzdem: gelungen ist die Aufnahme leider nicht.
Empfohlen sei hingegen die (für mich unübertroffene) Aufnahme unter VOTTO, EMI, mit Callas, Di Stefano und Gobbi in Hochform. Weiters SOLTI, Decca, mit Pavarotti, Price und Bruson.


La Cenerentola (Ga)
La Cenerentola (Ga)
Wird angeboten von izhcailuma
Preis: EUR 48,77

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aschenputtel kurz vor der Pension, 15. August 2008
Rezension bezieht sich auf: La Cenerentola (Ga) (Audio CD)
Zuvorderst: ich liebe diese Aufnahme!
Empfehlen kann ich sie aber leider nur mit einer Einschränkung, und die betrifft die Hauptrolle: GIULIETTA SIMIONATO. Die große italienische Mezzosopranistin ist hier im Alter von 53 Jahren in einer ihrer letzten Studioaufnahmen zu hören (wenn ich richtig informiert bin, war diese Einspielung ein Wunschgeschenk ihrer Plattenfirma Decca an die langjährige Exklusivkünstlerin). Die Simionato galt in ihrer Generation als Phänomen, weil sie einerseits das große dramatische Verdi-Repertoire sang, andererseits aber genauso das verzierte Rossinifach beherrschte, und das konnte zu ihrer Zeit niemand - und, wenn man es genau nimmt, ist das auch heute nicht viel anders. (Außer Olga Borodina und Agnes Baltsa fallen mir in jüngerer Zeit keine Mezzosoprane ein, die zeitgleich sowohl Cenerentola als auch Eboli und Amneris gesungen haben.)
Rossinis Aschenputtel begegnet uns hier also mit einer etwas in die Jahre gekommenen Stimme. Auch die sehr behauchten Koloraturen, die manchmal eher wie ein leicht meckerndes Lachen anstatt perlender Klangketten klingen, sind in der heutigen Zeit der Rossini-Spezialistinnen nicht mehr wirklich konkurrenzfähig.
Aber ich persönlich mag die Stimme der Simionato sehr gern und kann deshalb gut damit leben, zumal sie die Rolle mit viel Gefühl und Herzenswärme gestaltet.

Abgesehen davon ist die Aufnahme erste Sahne: UGO BENELLI als Prinz Ramiro ist für mich bis heute eigentlich ungeschlagen, sein heller, schlank und beweglich geführter Tenor und seine elegante Interpretation sind einfach toll und gefallen mir viel besser als etwa Luigi Alva oder Francisco Araiza. Auch die tieferen Männerstimmen, der virtuos-komische SESTO BRUSCANTINI als munterer Diener Dandini und der etwas outrierende, aber stimmlich sehr gute PAOLO MONTARSOLO als böser Stiefvater sind ideal besetzt. Die beiden Stiefschwestern werden von DORA CARRAL und MITI TRUCCATO PACE nicht nur stimmlich betörend, sondern auch wunderbar komisch dargestellt.
Und das Dirigat von OLIVIERO DE FABRITIIS mit dem Orchester des MAGGIO MUSICALE FIORENTINO ist eine wunderbar poetische Märchenstunde von wunderbarer Zartheit in den lyrischen Teilen und zupackender Energie in den virtuos-raschen Cabalettas und Ensembles. Ein tolles Rossini-Dirigat, leicht federnd und trotzdem nie verhetzt. Das würde man sich in unseren Tagen öfters wünschen, da meiner Meinung nach Rossini heutzutage etwas zu sehr auf blanke Virtuosität getrimmt wird. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Da die Besetzung mit Simionato etwas problematisch ist, würde ich diese Aufnahme nur Hörern empfehlen, die das Stück bereits kennen und eine Zweitaufnahme suchen, sowie ausgesprochenen Giulietta-Fans.
Wenn jemand das Stück kennenlernen möchte, würde ich zuerst zur Abbado-Aufnahme mit der nach wie vor unübertroffenen Teresa Berganza raten, oder zur herrlichen Ponnelle-Verfilmung auf DVD mit Frederica von Stade.
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Strauss: Ariadne auf Naxos (Gesamtaufnahme)
Strauss: Ariadne auf Naxos (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 11,98

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit kleinen Einschränkungen WUNDERVOLL!!, 14. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Tollste vorweg: JAMES LEVINE und die WIENER PHILHARMONIKER!
Einfach grandios, was der amerikanische Dirigent diesem Spitzenorchester an Klangpracht, Präzision und delikaten Nuancen entlockt. Tempi, Dynamik und nicht zuletzt eine phänomenale Klangtechnik, die wirklich auch jedes noch so kleinste Nebenmotiv glasklar zu Gehör bringt, das ist einfach eine Wonne! In dieser Hinsicht habe ich bis heute noch keine bessere Ariadne-Aufnahme gehört (die Masur-Einspielung von Philips kenne ich noch nicht).
Auch die Sängerbesetzung, die sich 1986 im Wiener Musikverein zu dieser Aufnahme eingefunden hat, kann sich hören lassen und ist - mit kleinen Abstrichen - großartig.
War ich bislang kein besonderer Fan von ANNA TOMOWA-SINTOW (deren Rosenkavalier-Marschallin mir zu steril und deren Figaro-Gräfin mir zu altbacken erschienen), so muß ich bei dieser Ariadne meine Meinung total ändern: der jugendlich-dramatische Sopran leuchtet warm und kräftig, sehr feminin und im Duett des zweiten Aktes wird diese Ariadne wunderbar heroisch und die Stimme lodert geradezu über die Orchesterwogen. Eine tolle Interpretation.
Auch GARY LAKES in der gefürchteten und undankbaren Bacchus-Rolle überraschte mich positiv. Lakes meistert die Partie ohne unangenehmes Stemmen und Anschleifen, die Stimme klingt sehr hell, ohne penetrant zu sein, und man merkt ihm eigentlich gar nicht an, wie verteufelt schwer die Rolle zu singen ist. Ein größeres Kompliment kann man in diesem Fall, glaube ich, gar nicht machen. Ob die Tontechnik beim Volumen viel nachgeholfen hat, kann ich nicht beurteilen.
AGNES BALTSA als Komponist singt leider sehr wortundeutlich, was bei dem wundervollen Text doppelt schade ist. Dafür ist sie endlich einmal eine Sängerin, die mit der Rolle bei den hohen Tönen nicht überfordert ist und sie klanglich wirklich betörend schön gestaltet.
Mit KATHLEEN BATTLES Zerbinetta geht es mir ähnlich. Sie singt die haarsträubend schwere Koloraturpartie makellos, mit perlenden Höhen, silbrigem Timbre und apartem Ausdruck. Aber ihr starker Akzent stört mich hier ausgesprochen. Auch versteht sie es nicht, wie Edita Gruberova es so fulminant vermag, die Ironie, den Humor und den jeux d'esprit der Figur zu vermitteln und mit den Koloraturen ein triumphales Feuerwerk zu veranstalten. Trotzdem - sehr hohe Qualität.
HERMANN PREY als väterlich-gütiger Musiklehrer ist hier in einer seiner letzten Plattenaufnahmen zu hören, und man hätte keinen besseren, eleganteren, sympathischeren nehmen können.
OTTO SCHENK agiert in der Sprechrolle des Haushofmeisters herrlich wienerisch-blasiert.
Die Nebenrollen sind u. a. mit HEINZ ZEDNIK, KURT RYDL und ALFRED SRAMEK luxuriös besetzt.
Ein absolutes Highlight sind auch die drei Nymphen, dargeboten durch die engelsgleichen Stimmen von BARBARA BONNEY, HELGA MÜLLER MOLINARI und DAWN UPSHAW. Was diese drei Damen hier abliefern, ist schlichtweg himmlisch! Das toppt sogar die Damen in der Karajan-Aufnahme. Schon allein deswegen ist die CD unentbehrlich.
Da diese Aufnahme mittlerweile auch noch supergünstig angeboten wird, kann ich nur eins sagen: kaufen und genießen!


Ich, Heinrich VIII.
Ich, Heinrich VIII.
von Margaret George
  Taschenbuch

32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber einfach zu langatmig, 4. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich, Heinrich VIII. (Taschenbuch)
Ich gehöre wohl zu einem der wenigen Leser hier bei Amazon, die mit diesem Roman nicht so ganz glücklich waren.
Margaret George erzählt zwar wunderbar einfühlsam in Tagebuchform das Leben Heinrich VIII., aber drei- bis vierhundert Seiten weniger wären hier wahrlich mehr gewesen. Dabei liebe ich dicke Wälzer.
Aber die Autorin gerät zu oft vom Hundertsten ins Tausendste, und dadurch wird der Handlungsfluß streckenweise ziemich träge. Nichts gegen atmosphärische Ausschmückungen und detaillierte Beschreibungen, aber hier wird einfach zu viel herumformuliert, zu viele unbedeutdende Namen und Randfiguren eingewoben, und der Spannungsbogen hängt durch.
Was mir hingegen sehr gefallen hat, ist, daß Heinrich als Mensch und nicht nur als Ungeheuer dargestellt wird. Margaret George hat sich da wirklich phänomenal in diesen Menschen hineingedacht. Zwar werden die Ereignisse und der Charakter seiner Frauen durch die Ich-Form sehr subjektiv dargestellt, aber das störte mich keinen Moment. Schließlich handelt es sich um einen Roman und keine Geschichtsbiographie. Heinrichs komplexe Persönlichkeit erscheint einem in jedem Moment plausibel und großteils sogar symphathisch.Darüber hinaus erfährt man wirklich viel wertvolles über diese historische Periode.
Ich habe es brav fertiggelesen und war auch nicht enttäuscht, aber ein richtig fesselndes Buch fand ich es nicht. Eine ordentliche Portion Geduld war zur Lektüre vonnöten. Ich glaube kaum, dass ich es wieder aus dem Schuber (die Geschenkedition ist übrigens sehr schön aufgemacht) hervorholen werde.


Operatic Arias
Operatic Arias
Wird angeboten von MUSIC DIRECT
Preis: EUR 13,44

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sutherlands brillantes Debutalbum von 1959, 31. Juli 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Operatic Arias (Audio CD)
Im Januar 1959 sang JOAN SUTHERLAND zum ersten Mal im Londoner Royal Opera House, Covent Garden die Hauptrolle in Donizettis "Lucia di Lammermoor". Diese Aufführung katapultierte sie über Nacht in die erste Reihe der großen Opernstars und eine der gloriosesten Opernkarrieren der Nachkriegszeit nahm ihren Beginn.
Die Plattenfirma DECCA stürzte sich alsbald auf die frischgebackene Primadonna (die zuvor noch mit der EMI kokettierte und dort einen "Don Giovanni" aufnahm, dann aber doch einen Exklusivvertrag bei der Konkurrenz abschloß).
Bis sie ihre Paraderolle Lucia komplett aufnehmen konnte, sollten noch zwei Jahre vergehen, aber vorher beglückte man die Fans schon mit einem Solorecital, das die beiden großen Arien enthielt und das jetzt erfreulicherweise wieder mit dem Originalcover erschienen ist!
Und auf keiner späteren Aufnahme wird man eine makellosere, frischere und äthererische Sutherland mehr hören.
Sutherland singt mit wundervoller Empfindsamkeit und weicher Tongebung in den lyrischen Teilen, die wundervoll cremig timbrierte Stimme sitzt perfekt auf dem Atem und strömt dahin - einfach eine Wonne. Die Koloraturen funkeln und glitzern wie perfekt geschliffene Diamanten, und die leuchtenden Spitzentöne bilden wie eine Kuppel in jeder Arie den krönenden Abschluß. Besser geht's eigentlich nicht. Dazu kommt noch eine vortreffliche Diktion, was in Dame Joans späteren Aufnahmen nicht immer der Fall war.
Geboten werden die Auftrittsarie und Wahnsinnsszene aus "Lucia" sowie die Belcanto-Bonbons: "O luce di quest'anima" aus "Linda di Chamounix", "Ernani, involami" aus "Ernani" und "Mercè, dilette amiche" aus den "Vespri siciliani". Die Wahnsinnsarie in ihrer technischen Vollkommenheit, flirrenden Leichtigkeit und berührenden Traurigkeit ist auch in Sutherlands späteren Gesamtaufnahmen und Live-Mitschnitten nie wieder übertroffen worden. Ich glaube, eine perfekter vokalisierte Aufnahme dieser Arie gibt es nicht - nicht einmal von der großen Edita Gruberova.
Und der Bolero aus der "Sizilianischen Vesper" ist ein Triumph an Leichtigkeit, Grazie und virtuoser Brillanz. Schlichtweg fabelhaft.
Begleitet wird Joan Sutherland vom Pariser Conservatoire Orchester unter NELLO SANTI, der dieser herrlichen Belcanto-Delikatesse die nötige Italianità verleiht.
Ein wunderschönes Recital, das kein Liebhaber schöner Stimmen verpassen sollte!


Die Zauberflöte
Die Zauberflöte

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Gesamtaufnahme erster Qualität, 31. Juli 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberflöte (Audio CD)
Sawallischs Einspielung der "Zauberflöte" gilt seit jeher als eine der vernachlässigsten, nichtsdestotrotz hochwertigsten Aufnahmen des ganzen Katalogs. Ich kannte sie bislang nur in wenigen Auszügen, habe aber jetzt, da sie in neuer Auflage zum Schnäppchenpreis bei Amazon auftauchte, zugeschlagen - und es wirklich nicht bereut!
WOLFGANG SAWALLISCH bietet mit "seinem" makellos aufspielendem Orchester der Bayerischen Staatsoper (das er über viele Jahre als Chefdirigent leitete) eine stilistisch überraschend unaufdringliche, fast diskrete Interpretation, frei von allen Tempo-Mätzchen und Stil-Eitelkeiten und findet gerade dadurch zu einer sehr wahrhaftigen, erhabenen Darstellung des komplexen "Weltmärchens". Er läßt das Orchester für mozartsche Verhältnisse ziemlich auftrumpfen, sorgt aber auch für ausreichend Transparenz.
Die Besetzung besteht aus den ersten Kräften der damaligen deutschen Opernhäuser - und, was gar nicht so oft der Fall ist, aus lauter deutschsprachigen Sängern, was auch den gesprochenen Dialogen zugute kommt:
PETER SCHREIER, der große deutsche Mozart-Tenor, singt den Prinzen Tamino mit Verve, Feuer, stilistischem Feingefühl und kräftiger Stimme (an die Delikatesse eines Fritz Wunderlichs kommt er nicht ganz heran, aber wer täte das schon? Schreier ist auf jeden Fall allererste Wahl.)
ANNELIESE ROTHENBERGER gibt eine erstaunlich heroische Prinzessin Pamina zum Besten, was der Rolle allerdings gut bekommt. Frau Rothenberger ist hier schon in etwas reiferem Karrierestadium zu hören, aber ihr lyrischer Sopran ist - vor allem in den herrlich aufblühenden Kantilenen - noch immer ein großer Genuß. Wer diese Sängerin als Fernseh-Operetten-Lady abtut, macht einen großen Fehler. Ein Mozart-Sopran erster Güte.
WALTER BERRY gestaltet hier bereits zum dritten Mal auf Platte den Vogelfänger Papageno, und er tut es auch diesmal mit herrlich kernigem Bassbariton und verschmitztem Humor.
KURT MOLLs Sarastro ist legendär - und wie man hier hören kann, nicht umsonst. Eine herrlich balsamische Baßstimme, wunderbar strömend, und vom Ausdruck berührend gütig und weise.
Die Königin der Nacht wird von EDDA MOSER gesungen. Und obwohl ich ihre Stimme eigentlich ziemlich häßlich finde und ihre Phrasierungen auch nicht gerade durch stilistische Eleganz glänzen, bietet sie doch eine der virtuosesten und dramatischsten Interpretationen, die es gibt. Wie eine Furie fegt sie durch ihre Rachearie und legt Koloraturen und hohe Fs hin, daß es seinesgleichen sucht. Ein wahrhaft angsteinflößender Satansbratan!
Auch in den restlichen Partien herrscht hohes Niveau. Das einzige, womit ich nicht ganz glücklich bin, sind die etwas weißstimmigen, vibratoarmen Soprane des Tölzer Knabenchors, aber es gibt auf anderen Aufnahmen noch viel schlechtere.
Insgesamt eine eher unspektakuläre, aber sehr stimmige und wertvolle Aufnahme ohne Ausfälle. Fünf Punkte!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 29, 2009 3:17 PM CET


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