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Der sensible Mensch: Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit
Der sensible Mensch: Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit
von Samuel Pfeifer
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verfehlt das Thema, 10. November 2011
"Der sensible Mensch. Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit" - eigentlich ein guter Titel, der viel zu versprechen scheint. Ich erwartete ein Buch, dass sich intensiv mit dem Thema "Hochsensibilität" und seinen Facetten sowie mit dem Zusammenhang zur Hochbegabung auseinandersetzt. Leider kann das Buch dies aber nicht leisten. Es erscheint viel mehr als eine kurze und damit zwangsläufig oberflächliche Einführung in die klinische Psychologie. Ich habe den Eindruck, dass "Hochsensibilität" hier viel zu stark mit "Vulnerabilität" im Sinne des "Vulnerabilitäts-Stress-Modells" gleichgesetzt wird. Natürlich hängt beides zusammen, aber ein Buch mit diesem Titel muss einfach mehr bringen als die Zusammenhänge zwischen Sensibilität und psychischen Erkrankungen. Auf die positiven Seiten von Sensibilität wird viel zu wenig eingegangen; genauso auf den Zusammenhang zur Hochbegabung (Empfehlung dazu: "Ganz normal hochbegabt. Leben als hochbegabter Erwachsener." von Andrea Brackmann). Zusätzlich wirkt der Stil des Autors sehr klinisch und "ärztlich-professionell". Es scheint irgendwie an Gefühl für das Thema zu fehlen (auch wenn der Autor hin und wieder Aussagen von Betroffenen in den Text eingebaut hat). Zu guter Letzt haben mich die häufigen Bezüge zur christlichen Religion zunehmend gestört (das "SCM" im Verlagsnamen steht für "Stiftung Christliche Medien"). Diese wirkten einfach nur deplatziert und überflüssig. Anstatt hin und wieder Bezüge zu Bibelpassagen herzustellen, hätte der Autor doch lieber ein Kapitel zu Spiritualität ohne Bezug zu einer spezifischen Religion einbauen sollen. Davon hätte man als Leser vielleicht wirklich etwas haben können.


Line of Vision
Line of Vision
von David Ellis
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,79

4.0 von 5 Sternen Ein gelungenes Debüt, das aber auch gewisse Längen hat, 11. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Line of Vision (Taschenbuch)
"Line of Vision" ist der Debütroman von David Ellis, der 2002 auch gleich den "Edgar Award" in der Kategorie "Best First Novel" erhielt. Es ist eine Kriminalgeschichte, erzählt vom Protagonisten Marty Kalish aus der Ich-Perspektive, die letztendlich aus vier Teilen besteht: Teil eins dient der Einführung in die Geschichte und schildert den Vorfall (Kurzsynopsis: der erfolgreiche Immobilien-Investment-Banker Marty Kalish hat eine Affäre mit der attraktiven Gattin eines bekannten und respektierten Herzchirurgen. Diese wird von ihrem Ehemann regelmäßig missbraucht. An einem Abend ist Marty an ihrem Haus und bekommt mit, wie die Sache zu eskalieren droht. Er greift ein und der Ehemann kommt zu Tode. Marty verbuddelt die Leiche und hat Todesangst vor dem Gefängnis. Auf der anderen Seite ist er aber unter allen Umständen entschlossen, Schaden von seiner Geliebten abzuwenden. Die nächsten Wochen werden zu einer nervlichen Zerreißprobe. Dann steht plötzlich ein Detective vor seiner Tür...). In Teil zwei erzählt Marty von den Ereignissen nach dem Vorfall bis zum Beginn seines Prozesses. Teil drei schildert ausführlich den Verlauf des Prozesses und in Teil vier bekommt der Leser schließlich klassischerweise die Auflösung des Falles präsentiert.

"Line of Vision" ist sicherlich ein gelungenes Debüt. Es ist eine Geschichte, die klassische Crime Story-Elemente mit dem Genre des Gerichtsthrillers verbindet. Ellis hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die Schilderung in der Ich-Perspektive ist gut gelungen. Marty wird einem trotz (oder gerade wegen) seiner Fehler schnell sympathisch und man wünscht sich einen guten Ausgang für ihn. Ellis setzt einen Schwerpunkt der Geschichte auf die Emotionen, die Marty während und nach dem Vorfall erlebt. Dies ist die größte Stärke des Romans. Desweiteren ist der Krimalfall insgesamt gut ausgearbeitet. Bis kurz vor Schluss bleibt wirklich unklar, wie der Vorfall im Detail wirklich ausgesehen hat und wer nun die Schuld trägt. Dennoch ist die Auflösung nachvollziehbar und wirkt nicht künstlich. Eine gute Arbeit! Etwas kritisieren muss ich die Länge des Romans. Vor allem im zweiten Teil gibt es doch einige langatmige Passagen, die man zu überstehen hat. Die Spannung kann nicht durch die ganze Geschichte aufrecht erhalten werden. Eine deutliche Straffung wäre wünschenswert gewesen.


Rogue Island
Rogue Island
von Bruce DeSilva
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

5.0 von 5 Sternen Ein Hochgenuss für Fans des modernen amerikanischen Hardboiled-Krimis, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Rogue Island (Taschenbuch)
Ich sah mir neulich die Liste der diesjährigen "Edgar-Award"-Gewinner an und stieß dabei auf "Rogue Island", das den Preis in der Kategorie "Best First Novel" gewonnen hat. Die Story hat mich angesprochen und daraufhin habe ich mir das Buch bestellt. Und ich kann nur sagen: ein wirklicher Volltreffer! DeSilvas Stil hat mich an zwei meiner Lieblingsautoren erinnert: Steve Hamilton (der übrigens dieses Jahr den "Edgar Award" für "Best Novel" erhalten hat) und Dennis Lehane. Wie bei Hamilton ist sein Stil einfach und schnörkellos, aber fesselnd und mitreißend. Desweiteren haben beide die Liebe zu ihrem Schauplatz gemein. DeSilvas Version von Providence wird lebendig. An Lehane erinnerte mich v.a. die Qualität der Beschreibung des sozialen Umfeldes und die häufigen Begegnungen mit dem kriminellen Milieu. Patrick Kenzie lässt grüßen.
Es kommt selten vor, aber "Rogue Island" ist tatsächlich ein Buch, an dem es nichts auszusetzen gibt. Die Story ist spannend und interessant, der Protagonist ist sympathisch und glaubwürdig und auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet. Der Schauplatz passt und auch ein kleiner Schuss Liebesgeschichte ist integriert. Ich hoffe, dass dies nicht das letzte Treffen mit dem Protagonisten Liam Mulligan sein wird. Auf mehr von Bruce DeSilva kann man sich als Krimifan definitiv freuen !

"Rogue Island" hat auf amazon.com übrigens aktuell 4,5 Sterne bei 49 Bewertungen.


Lock Artist
Lock Artist
von Steve Hamilton
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erste Hälfte brillant, zweite Hälfte schwächer, 28. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Lock Artist (Taschenbuch)
Ein Aufkleber auf dem Cover informiert den Leser, dass "The Lock Artist" den "Edgar Award" für "Best Novel 2011" gewonnen hat. Der "Edgar Award" ist ein renommierter Buchpreis für Kriminalromane und Kriminalthriller. "The Lock Artist" ist meiner Empfindung nach aber eigentlich streng genommen nichts von beiden. Es ist keine "Detective Story" und auch keine reine "Crime Story" und für einen Kriminalthriller wird zu wenig auf Spannung gesetzt. Ich würde den Roman am ehesten als Kriminaldrama bezeichnen. Verbrechen spielt eine gewisse Rolle, im Zentrum steht aber die Lebensgeschichte des Protagonisten.

Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Erzählt wird sie von Michael, der im Gefängnis aufschreibt, wie er das geworden ist, was er heute ist. Im Kindesalter wurde er mit einer schweren traumatischen Situation konfrontiert und ist seitdem stumm. Er wächst bei seinem Onkel auf, der zwar selbt keine Kinder hat, sich aber nach besten Kräften um Michael kümmert. In der Schule hat er aufgrund seiner Stummheit einen schweren Stand. Dann entdeckt er seine zwei größten Talente: das Zeichnen und die Fähigkeit, Schlösser zu öffnen ("Lock Picking"). Auf einer Party lässt er sich zu einem Streich überreden, bei dem er die Eingangstür zu einem Wohnhaus knackt. Er wird erwischt und dazu verurteilt, für den Hausbesitzer während der Sommerferien zu arbeiten. Dieser steht bei einem großen Gangsterboss in der Kreide. Als er Michaels Lock Picking-Fähigkeiten entdeckt, stellt er ihn dem Gangsterboss vor. Dier ist begeistert und lässt Michael zum Safecracker ausbilden. Michael hat sich mittlerweile in die Tochter des Hausbesitzers verliebt und spielt mit, weil er weiß, dass ihr Leben ansonsten in Gefahr ist.

"The Lock Artist" ist der neunte Roman, den Steve Hamilton veröffentlicht hat. Die vorherigen acht waren alle mindestens gut, viele sogar überragend. "The Lock Artist" reiht sich da nahtlos ein. Steve Hamilton hat einen einzigartigen Schreibstil, der vom Wortschatz her sehr einfach gehalten ist (deshalb muss man selten einmal zum Wörterbuch greifen und kann die Romane sehr flüssig lesen), der aber oft auf wunderbare Weise fast poetisch wirkt.

Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, in der der Protagonist von seinem Leben zu unterschiedlichen Zeiten berichtet (Strang 1: Leben bis zum Ende seiner Safecracker-Ausbildung, Strang 2: Leben nach der Ausbildung bis zum Gefängnis). Die kapitelweisen Wechsel zwischen den Strängen machen sicherlich auch einen Teil des Reizes des Buches aus.

Die erste Hälfte des Romans ist brillant. Trotz der zwei Stränge kommt man schnell in die Geschichte hinein. Der Protagonist ist liebenswert und schon nach kurzer Zeit fiebert man mit seinen Erlebnissen mit. Durch die zwei Stränge und den einfühlsamen Stil Hamiltons hat man einen guten Mix aus Spannungselementen und gefühlvoller biografischer Erzählung. Je länger ich las, desto mehr ging mir allerdings die Spannung verloren, so dass die zweite Hälfte doch etwas schwächer war als die erste. Die Motivation des Protagonisten ist zwar klar, wirkt aber wenig ausgeprägt und so ist der Spannungsaufbau zum Höhepunkt hin nicht perfekt gelungen. Die Geschichte plätschert etwas vor sich hin. Aus diesem Grund vergebe ich auch nur vier von fünf Sternen. Dennoch ist "The Lock Artist" ein sehr gutes Buch und eine klare Empfehlung für jeden, der bei einem Krimi/Thriller mehr als nur die üblichen Muster erwartet.


Black Mirror III
Black Mirror III
Wird angeboten von software and more
Preis: EUR 17,99

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mäßiger Abschluss einer insgesamt guten Reihe, 28. April 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Black Mirror III (Computerspiel)
Ich habe "Black Mirror III" gestern zu Ende gespielt und kann mich den überwiegend sehr positiven Rezensionen hier auf Amazon leider nicht anschließen. Der dritte Teil ist für mich deutlich der schlechteste der Reihe. Dies liegt für mich vor allem an der Story, die mit zunehmender Spieldauer immer unglaubwürdiger und konstruierter wirkt. Zu Beginn ist das noch anders. Die Geschichte läuft da weiter, wo Teil 2 aufhört und den Übergang halte ich für gelungen. Adrian ist von Mordred besessen und wird des Mordes und der Brandstiftung verdächtigt. Seine Großmutter stirbt und als letzter der Gordons liegt es nun an ihm, den Fluch auf seiner Familie endgültig zu beseitigen und Mordred daran zu hindern, sich in diese Welt zu reinkarnieren. Dies halte ich eigentlich für eine gute Ausgangsbasis für ein Horror-Adventure, aber wie bereits erwähnt, ist dann zu wenig daraus gemacht worden. Im letzten Kapitel wird man mit neuen Hintergrundinformationen nur so bombardiert. Dies wirkte auf mich aber nicht rund, sondern sehr konstruiert. Die Versuche, sich von der Besessenheit zu befreien - darunter auch die Endsequenz (um nicht zu spoilen, möchte ich aber keine Details geben) - sind wirklich klischeehaft und einfach unoriginell. Auch hat mich gestört, dass es Widersprüche in den Örtlichkeiten zwischen dem ersten und dritten Teil gibt. Dies fördert die Authentizität nicht gerade.
Den zweiten großen Kritikpunkt sehe ich im Rätseldesign. In den Kapitel 1 und 2 sind sie noch logisch und nachvollziehbar (abgesehen von einem Minirätsel, bei dem man Drähte verbinden muss ohne irgendwelche Hintergrundinfos dazu zu haben - glücklicherweise gibt es wie in Teil II die Möglichkeit zu überspringen), in den restlichen Kapiteln gibt es aber leider einige für mich unlogische Aufgaben, bei denen ich dann auch zur Lösung greifen musste. Dies hängt häufig auch mit grundsätzlicheren Problemen zusammen. Beispiel (sehr allgemein gehalten, um Spoiler zu vermeiden): man muss Gegenstände suchen und auf einer Karte markieren. Wenn man den ersten Gegenstand findet, sagt Adrian, dass er ein Blatt über die Karte legt und den Fundort markiert. Möchte man sich das Blatt dann ansehen, ist es nicht da. Weder auf der Karte, noch separat im Inventar, noch im Tagebuch. Das Blatt erscheint dann erst, wenn man einen Bleistift aus dem Inventar auf die Karte anwendet. Fand ich nicht nachvollziehbar und sehr ärgerlich. Noch ein weiteres Beispiel: in einem Raum kann man sich verschiedene Hieroglyphen ansehen. Allerdings nur ein einziges Mal. Später braucht man diese für die Lösung eines Rätsels und dann kann man nicht mehr darauf zurückgreifen. Soll man dann raten? Da blieb dann nur der Blick in die Lösung. Wieder ein sehr vermeidbares Ärgernis.
Optik und Musik sind wie in Teil I und II sehr gut. Sehr gelungen finde ich auch die Szenen, in denen Mordred den Körper übernimmt. Hier findet man auch einen netten schwarzen Humor. Die Steuerung ist wieder vorbildhaft und auch die Hotspot-Funktion überzeugt. Den Gruselfaktor fand ich persönlich ok, v.a. wenn man nachts oder im abgedunkelten Raum spielt.
Meine Empfehlung: kennt man die Vorgänger nicht, dann natürlich mit Teil I, der für mich auch der beste ist, beginnen. Kennt man die Vorgänger, dann sollte man erwägen, noch mit der Anschaffung zu warten, bis das Preis-Leistungs-Verhältnis sich verbessert.

PS: Ich hatte auch das Gefühl, dass die Nachsequenz einen weiteren "Black Mirror"-Teil nahelegt. Da die Story in diesem Teil schon problematisch ist, halte ich es allerdings für sehr fragwürdig, ob ein hochwertiger vierter Teil realistisch ist - und nur dann macht es Sinn, diesen auch zu produzieren.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2011 2:31 PM MEST


COGS - Das ultimative 3D Puzzlegame
COGS - Das ultimative 3D Puzzlegame

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles, herausforderndes Knobelspiel, 21. April 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
In einem Zeitalter, indem viele Videospiele die Dimension von Hollywood-Blockbustern erreichen, ist es toll zu sehen, wie wenig es eigentlich braucht, um ein fesselndes und unterhaltsames Spiel zu kreiren. Vor "Cogs" war ich nicht wirklich ein Fan von Schiebe-Rätseln. Ich kannte sie eigentlich nur aus Adventuren, in denen man sie manchmal als Tüftel-Aufgaben findet. Und richtig begeistert haben sie mich dabei nie. Mit dem Spielen von "Cogs" hat sich das nun allerdings radikal geändert. Man merkt schnell, dass das Spiel mit viel Liebe zum Detail entwickelt wurde und voller kreativer Ideen steckt. Die einzelnen Level sind sehr unterschiedlich, sowohl im Aufbau als auch in den zu erreichenden Zielen. Dadurch kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Es geht wirklich um weit mehr als nur Blöcke herumzuschieben. Je weiter man im Spiel voranschreitet, desto komplexer werden die Aufgaben und desto mehr Analysearbeit muss geleistet werden, bis man zur Lösung kommt. Sehr gut dabei ist, dass man nicht jedes Level unbedingt schaffen muss, um das nächste zu spielen. So kann man Levels, die man im Moment noch nicht lösen kann, einfach mal überspringen. Für jedes Level, das man löst, bekommt man Punkte: 3 dafür, dass man eine Lösung gefunden hat; 0 bis 3 in Abhängigkeit von der Zeit, die man benötigt hat und nochmal 0 bis 3 in Abhängigkeit von der Anzahl der benötigten Züge. Alle erreichten Sternen werden dann zusammenaddiert und mit mehr erreichten Sternen werden dann nach und nach weitere Levels freigeschaltet. Zusätzlich zu diesem Hauptmodus gibt es dann noch einen weiteren Modus, bei dem man die gleichen Levels jeweils noch mal unter verschärften Bedingungen mit entweder nur 30 Sekunden Zeit oder nur 10 Zügen lösen muss. Schafft man dies, bekommt man weitere 3 Sterne für sein Konto gutgeschrieben. Den Schwierigkeitsgrad des Hauptmoduses finde ich insgesamt angemessen. Das Spiel ist weder zu leicht noch zu schwer. Vor einigen Levels sitzt man zwar definitiv länger, aber so sollte es ja auch sein. Es gibt einige Levels, bei denen man Melodien nachspielen muss. Dort hatte ich z.T. große Probleme und habe mir Lösungen im Netz angesehen. Diese lassen sich leicht finden und so kann man auch weiterkommen, wenn man mal wirklich längere Zeit nicht weiterkommt. Im zweiten Modus wird es schnell sehr happig. 30 Sekunden bzw. 10 Züge sind wenig, so dass ich bisher dort nur die ersten Levels lösen konnte. Dies reichte allerdings schon aus, um genügend Zusatzsterne zu erreichen, um alle Levels freizuschalten. Etwas kritisieren könnte man vielleicht, dass es nur 50 Levels gibt. Vergleichbare Spiele wie z.B. "Crazy Machines" haben doch i.d.R. deutlich mehr Levels. Allerdings muss man das natürlich in Relation zum Preis sehen und dabei ergibt sich ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das wirklich Top ist.
"Cogs" ist ohne Frage ein herausragendes und sehr unterhaltsames Knobelspiel !


Das Grab des Herkules: Roman
Das Grab des Herkules: Roman
von Andy McDermott
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutlich schlechter als "Die Jagd nach Atlantis", 20. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Grab des Herkules: Roman (Taschenbuch)
Mit "Das Grab des Herkules" ist nun auch der zweite Band der Nina Wilde/Eddie Chase-Serie von Andy McDermott auf deutsch erschienen. Ich habe mich sehr gefreut als ich das feststellte, da mir "Die Jagd nach Atlantis" als sehr unterhaltsam in Erinnerung war und ich sogar schon überlegt hatte, den zweiten Band im englischen Original zu lesen. Ich habe das Buch dann gleich bestellt und wurde leider schon nach den ersten Szenen derbe enttäuscht. "Das Grab des Herkules" entspricht leider dem, was man in negativer Weise oft von Fortsetzungen von Mainstream-Filmen kennt. Damit meine ich: mehr Action, mehr Gewalt, mehr Feuerwerk und dabei eine uninspirierte, zweitrangige Handlung. Dieser Vergleich liegt nahe, da die Reihe ja generell sehr actionlastig und filmartig ausgelegt ist. In "Die Jagd nach Atlantis" funktionierte dieses Konzept auch noch sehr gut. Zwar gab es für mich auch da schon einige grenzwertige Action-Sequenzen, dafür aber auch eine spannende Grundstory und sogar einige intelligente Rätselszenen. Davon ist leider in "Das Grab des Herkules" gar nichts mehr zu lesen. Eine übertriebene und brutale Actionszene jagt die nächste in einer Story, die viel banaler nicht sein könnte. Daneben gibt es ständig Streitereien zwischen den Protagonisten (die mittlerweile ein Paar sind), die einem sehr schnell nur noch auf die Nerven gehen. Eine richtige Schatzsuche wie im ersten Teil gibt es leider auch nicht wirklich. Erst nach ca. 2/3 des Buches machen sich die Protagonisten auf den Weg zum Grab und schnell sind sie dann auch schon in der Grabkammer, wobei man sagen muss, dass die kurzen Szenen im Grabtempel sogar noch die besten des Buches darstellen. Hier blitzt wenigstens noch ein bißchen die Qualität des Vorgängers auf.
"Das Grab des Herkules" ist daher sehr wahrscheinlich mein letztes Buch der Nina Wilde/Eddie Chase-Serie.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 17, 2012 3:32 AM MEST


Crazy Machines: Elements
Crazy Machines: Elements
Wird angeboten von software and more
Preis: EUR 5,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht definitiv Spaß auf mehr, 20. April 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Crazy Machines: Elements (Computerspiel)
Ich habe alle bisherigen "Crazy Machines"-Versionen für den PC gepielt und "Elements" gefällt mir richtig gut. "Crazy Machines II" hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen. Die Hintergründe und die Musik waren extrem aufdringlich und die Optik sehr unübersichtlich. Ganz anders ist das hier bei "Elements". Dieses knüpft nach dem Motto "Back to the Roots" an die alten Versionen an, allerdings natürlich mit aktueller Grafik und das Ganze in einem eher comicartigen Stil, der mir sehr zusagt.
Der Schwierigkeitsgrad der 100 Puzzle ist auf anständigem Niveau, nicht zu leicht und auch nur ganz selten zu schwer. Ich habe mir 3 Lösungen zu Rätseln auf youtube angesehen. Die Anzahl der anwendbaren Gegenstände scheint mir ähnlich hoch wie in den Vorgängern, allerdings sind viele Teile weniger variabel, da man generell nicht spiegeln kann und einige auch nicht drehen. Die Drehfunktion ist übrigens eine von zwei Dingen, die ich technisch bemängeln muss und wofür ich einen Stern in der Wertung abziehe. Man muss Drehungen auf unvorteilhafte Weise mit der Maus bewältigen, wobei die Software auch manchmal seltsam reagiert. Das führte hin und wieder doch zu Frustrationen. Desweiteren störte mich, dass die Buttons für "Machine starten", "Machine stoppen" und "Menü" nicht bei allen Rätseln an derselben Stelle stehen, so dass ich mich immer wieder mal verklickt habe und dann relativ lange warten musste, bis das Menü erschien und ich wieder zur Aufgabe zurückkehren konnte.
Gut gelungen finde ich den Wettbewerbs-Modus. Dieser beinhaltet weitere 20 oder 25 Aufgaben, in denen man ein Budget besitzt und größtenteils frei aus allen Teilen auswählen kann. Hier kann man insgesamt kreativer sein als bei den 100 "regulären" Aufgaben. Ziel dabei ist es, die Aufgabe so schnell und so billig wie möglich zu erledigen.
Insgesamt hat mir "Crazy Machines Elements" wirklich einige Stunden an Spaß und Knobelei gebracht. Ich würde mich über eine weitere Version in diesem Stil sehr freuen. Weiter so !


Gray Matter
Gray Matter
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 9,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unausgegorene Story, aber dennoch ganz unterhaltsam, 19. April 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Gray Matter (Computerspiel)
Zu Beginn fand ich "Gray Matter" sehr gewöhnungsbedürftig. Die Steuerung ist wenig intuitiv, v.a. wenn es darum geht, Items anzuwenden. Schaltet man die Hotspot-Funktion an, wird der Bildschirm mit Schrift vollgekleistert und alles wird recht unübersichtlich. Auch die Story fängt sehr schlapp und wenig realistisch an. Als ich dann weitergespielt und mich an die Steuerung gewöhnt hatte, wurde die Story dann allerdings deutlich besser. In den mittleren Kapiteln hat das Spiel dann wirklich Spaß gemacht und war auch einigermaßen spannend. Das letzte Kapitel inklusive der Auflösung war dann allerdings eine sehr große Enttäuschung. Damit hinterläßt das Spiel einen wirklich faden Nachgeschmack. Die Story ist insgesamt einfach zu unausgegoren und unglaubwürdig für ein Adventure, das sich in den oberen Reihen plazieren will. Es wird ja groß damit geworben, dass die Autorin des Spiels auch die Autorin von "Gabriel Knight" ist. "Gabriel Knight 1" war damals für mich eins der besten Adventure überhaupt und dagegen ist "Gray Matter" leider ziemlich schlecht. Genau genommen geht es in beiden Spielen um ein ähnliches Thema, nämlich die Grenze zwischen "magischer Show" und "echter Magie". In "Gabriel Knight" im Zusammenhang mit Voodoo, bei "Gray Matter" mit Bühnenzauberei. Stichwort "Bühnenzauberei": im Spiel muss man häufig kleine Zaubertricks aus einem Büchlein durchführen, um Ziele zu erreichen. Das hört sich eigentlich nach einer ganz netten Idee an, erweist sich dann aber leider als Reinfall. Man klickt die einzelnen Schritte des Tricks zusammen und daraufhin führt die Protagonistin diesen aus. Leider ist dann die Animation des Tricks nur minimal und man kann eigentlich überhaupt nichts erkennen. Das ist sehr lieblos gemacht. Außerdem hätte man das Spiel wahrscheinlich umfangreicher machen können, hätte man die Tricks durch andere Lösungswege ersetzt.
Wie schon erwähnt, ist das Spiel in Kapitel aufgeteilt. In jedem Kapitel muss man bestimmte Aufgaben erledigen, um ins nächste zu gelangen. Dies ist problematisch. In einem Kapitel hatte ich inhaltlich alles erledigt und war dennoch nicht fertig. Dann musste ich feststellen, dass ich mir einen Gegenstand nicht angesehen hatte, der aber gar nicht relevant für das Weiterkommen in der Geschichte war. Trotzdem konnte man das Kapitel nur abschließen, wenn man diesen mal angeklickt hatte. Das ist einfach ärgerlich. Auch ist mir aufgefallen, dass es manchmal Probleme mit der Chronologie gibt. D.h., man kann sich mit jemandem über etwas unterhalten, das man eigentlich noch gar nicht weiß, weil man eine bestimmte Stelle noch gar nicht untersucht hat. Die ist sicherlich ein Flüchtigkeitsfehler der Entwickler und sollte in einem kommerziellen Spiel eigentlich nicht vorkommen.
Die generelle Darstellung der Charaktere finde ich gut gelungen und v.a. Sam wird schnell recht sympathisch. Ich hätte lieber häufiger mit ihr gespielt als mit Dr. Styles. Die Musik und die Optik sind gut gelungen, die Synchronisation hätte wohl etwas besser sein können. Der gezeichnete Stil der Videos ist nicht so mein Ding; das ist aber wohl Geschmackssache.
Insgesamt gebe ich "Gray Matter" 3 Sterne. Es gibt, wie man sieht, eine Menge zu kritisieren, dennoch ist das Spiel recht unterhaltsam. Wenn man's nicht eilig hat, würde ich aber empfehlen, noch ein bißchen zu warten, bis es das Spiel etwas günstiger gibt.


Lost Horizon - [PC]
Lost Horizon - [PC]
Preis: EUR 9,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr wahrscheinlich das gelungenste Adventure der letzten Jahre, 31. März 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Lost Horizon - [PC] (Computerspiel)
Ich habe in letzter Zeit viele Adventure aus den letzten Jahren gespielt und nachdem ich "Lost Horizon" vor zwei Tagen zu Ende gespielt habe würde ich sagen, dass es sehr wahrscheinlich das gelungenste Adventure aus dieser Zeit ist. Ich sage bewusst nicht "das beste", denn das hängt meiner Meinung nach doch sehr stark von der eigenen Genre-Präferenz ab. Mag man z.B. nur Horror-Adventure, wäre "Lost Horizon" nicht wirklich die richtige Wahl. Mit dem Wort "gelungen" beziehe ich mich auf die gesamte Machart des Spiels. Ich glaube, ich habe überhaupt noch kein Adventure gesehen, dass dabei einen so hohen Grad an Perfektion erreicht. Da wäre zunächst die Grafik: für mich die schönste und realistischste, die ich bisher in einem Adventure gesehen habe. Das Spiel enthält Unmengen von Schauplätzen und egal ob Stadtansicht oder Naturszene - die Hintergründe sind immer hervorragend. Dazu passend auch Wetteranimationen, z.B. Schnee im Himalaya, die ich in dieser Qualität noch nicht gesehen habe. Dasselbe gilt auch für die zahlreichen Videosequenzen.
Zum Audiobereich gibt es wenig zu sagen. Die Synchronisation ist gelungen und die Sprecher machen einen guten Job. Musik und Effekte sind ansprechend und passend umgesetzt.
Die Steuerung und den Bildschirmaufbau halte ich für optimal: Linke Maustaste=benutzen, rechte Maustaste=untersuchen, Inventory unten im Bild, daneben ein Button für die Hotspots, ein Button für die Rätselhilfe und ein Button für's Menü. Einzelne Dialogteile lassen sich per Mausklick überspringen und mit Doppelklick kann man direkt zum Ausgang einer Location gehen (im Gegenteil z.B. zur Special Edition von "Money Island II", in der man Guybrush ständig zusehen muss, wie er Wege entlang geht. Das finde ich persönlich sehr nervig und sollte in einem aktuellen Adventure auch nicht mehr vorkommen).
Die Story gefällt mir persönlich sehr gut. Sie ist zwar nicht sonderlich originell (eigentlich eine klassische Abenteuergeschichte im "Indiana Jones"-Stil), aber die vielen Schauplätze, die tollen Charaktere und die Liebe zum Detail machen das Spiel sehr kurzweilig und unterhaltsam.
Den Schwierigkeitsgrad der Rätsel und Aufgaben finde ich angemessen. Ich würde ihn aber im Vergleich als eher leicht einschätzen. Man kann das Spiel flüssig durchspielen, was ich persönlich begrüße. Nur selten gab es Stellen, an denen ich länger rumrätseln musste.
Zum Abschluss noch zwei kleine Kritikpunkte: nicht so gelungen fand ich die Darstellung der Auswahlmöglichkeiten in den Dialogen. Diese nehmen den ganzen Bildschirm ein, was daran liegt, dass sie im Stummfilm-Stil angelegt sind. Die Idee ist schon nett, aber mich hat es trotzdem eher gestört. Ähnlich die Rätselhilfe. Sie besteht aus einem Sprecher, der die letzten Entwicklungen der Story rekapituliert und die anstehenden Aufgaben anspricht. Das ist auch eine nette Idee, allerdings halfen mir diese Ausführungen konkret sehr wenig, da die Aufgaben praktisch immer klar waren, aber die einzelnen Schritte manchmal weniger. Ein Tagebuch mit Hilfe-Funktion wie z.B. in "Geheimakte Tunguska" oder "Black Mirror 2" finde ich weitaus hilfreicher.


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