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Rezensionen verfasst von
TK (GN)

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Der Regenmacher: Roman
Der Regenmacher: Roman
von John Grisham
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung vom Allerallerfeinsten !, 17. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Regenmacher: Roman (Taschenbuch)
Obwohl ich schon seit Jahren Kriminalliteratur und -thriller lese, habe ich erst vor kurzem den ersten Grisham-Roman gelesen: "Das Urteil". Ich war absolut begeistert und habe jetzt zu "Der Regenmacher" gegriffen. Zu Beginn war ich etwas enttäuscht. Auf den ersten 150 Seiten passierte relativ wenig und es kam keine richtige Spannung auf. Ich wollte sogar schon fast aufhören und das Buch zur Seite legen. Glücklicherweise habe ich dann doch weitergelesen und bin mit mit ein paar höchst unterhaltsamen Stunden belohnt worden. Nachdem der Rahmen gesetzt wurde, passt einfach ein Teil ans andere und man kann dadurch wirklich in die Geschichte eintauchen. Die Personen, allen voran der Protagonist Rudy Baylor, haben Tiefgang und die Story, obwohl im Kern ein bekanntes Schema, ist abwechslungsreich und stellt gekonnt positive als auch negative Facetten des Themas dar. So geht es nicht nur um einen Prozess gegen einen großen Versicherungskonzern, sondern auch um Rückschläge und Siege im Leben. In gewisser Weise ist Rudy Baylor eine dramatische Figur, an deren faszinierendem und wechselhaftem Leben wir für ein paar Lesestunden teilhaben dürfen.


Die Person als Mittelpunkt der Wirklichkeit
Die Person als Mittelpunkt der Wirklichkeit
von Carl L Rogers
  Broschiert
Preis: EUR 24,95

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja..., 14. Dezember 2008
Das Buch ist nicht zusammenhängend, sondern besteht aus einzelnen Beiträgen von Carl Rogers und Rachel Rosenberg. Es wurde Mitte der Siebziger geschrieben. Ich habe zwar nicht alle Beiträge gelesen, dürfte aber doch einen ausreichenden Einblick gewonnen haben. Leider hat sich das Buch für mich als nur mittelmäßig brauchbar herausgestellt. Ein Teil der Beiträge sind wirklich sehr interessant. In einem beschreibt Rogers seinen eigenen Weg und wie er zu seiner humanistischen Auffassung des Therapieprozesses gekommen ist. Dies ist gut geschrieben und wirklich anregend. Leider gibt es aber auch Beiträge, die mir einfach zu "veraltet" sind. Seit den siebziger Jahren hat sich doch einiges bei der Psychotherapie geändert (vielleicht auch dank Rogers) und dadurch sind einfach viele Diskussionen nicht mehr aktuell bzw. längst zu Allgemeingut geworden. Dazu kommt für mich noch, dass auch der Preis für ein TB nicht gerade gering ist. Ich nehme mal an, dass es bessere und günstigere Wege gibt, sich mit den Gedanken von Carl Rogers vertraut zu machen.


Iron Man
Iron Man
DVD ~ Robert Downey Jr.
Preis: EUR 4,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Superhelden-Verfilmung,..., 30. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Iron Man (DVD)
...die ich je gesehen habe, abgesehen von "Batman Begins" ("The Dark Knight" kenne ich allerdings noch nicht). Übertrifft die "Spider-Man"-Filme um einiges und auch "Fantastic Four" kann da nicht mithalten. Wie bei "Batman Begins" besteht der Film aus einer mehr als soliden Story, aus einer überzeugenden Besetzung und aus eindrucksvollen Spezialeffekten. Robert Downey Jr. sieht wirklich wie Tony Stark in der Cartoonserie aus. Jeff Bridges zeigt mal wieder seine große Wandelbarkeit. Die Iron Man-Rüstung ist sehr geil gemacht und die Flugszenen sehen absolut authentisch aus, sind dabei aber zum Glück weit weniger hektisch wie z.B. diverse Kampfszenen in "Spider-Man 3". Insgesamt ein echter Volltreffer! Hatte ich so bei weitem nicht erwartet. Wäre z.B. "Superman Returns" auch nur halb so gut gewesen, wäre er auch ein Kracher geworden. Sehr cool ist auch Stan Lee als Hugh Heffner ;-)


Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn
Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn
von Vilayanur Ramachandran
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Problematisches Konzept, 25. November 2008
"Eine kurze Geschichte durch Geist und Gehirn" (im Original: "The Emerging Mind", aber seit Hawking ist ja "Eine kurze Geschichte von irgendwas" ein Dauerbrenner) ist ein Abdruck von Reden, die der Autor in Großbritannien im Rahmen der "Reith-Vorträge" hielt. Leider wurden dieses offenbar für den Druck nur minimal bearbeitet und so ist es leider meiner Erfahrung nach nicht verwunderlich, dass es deutliche konzeptuelle Probleme gibt. Erstes ist das Buch sehr kurz. Es sind ca. 130 Seiten + Quellenverzeichnis und Glossar. Auf diesem geringen Umfang ist es praktisch unmöglich, einen sinnvollen Einstieg in so ein kompexes Themenfeld wie die Neurowissenschaft zu geben. Desweiteren schreibt der Autor im Vorwort, dass die Vorträge sowohl für Kollegen interessant, als auch für den Laien verständlich sein sollten. Leider schafft er es nicht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Seine Ausführungen bleiben an vielen Stellen eher oberflächlich, auf der anderen Seite benutzt er aber sehr viel Fachvokabular, das zwar einigermaßen erläutert wird, ohne fundiertere Kenntnisse aber vom Leser nicht in einen größeren Kontext eingebettet werden kann. Zu Beginn beschreibt er die Aufteilung des Kortex. Das ganze Buch enthält aber nicht eine einzige Zeichnung oder Darstellung des Gehirns. Dies könnte man schon fast absurd nennen. Auch kommt für mich der philosophische Gehalt viel zu kurz. Fragestellungen dieser Art werden eigentlich nur in einem der fünf Vorträge behandelt. Nach dem Lesen der Kurzbeschreibung hatte ich mir da doch deutlich mehr erhofft. Natürlich könnte das auch durch die noch sehr rudimentären Erkenntnisse auf diesem Gebiet erklärt werden.
Die Vorträge bestehen hauptsächlich aus Beschreibungen des Verhaltens von Patienten mit bestimmten Gehirnläsionen. Dies erinnert deutlich an Sacks "Der Mann, der seine Frau mit einem Hund verwechselte". Den qualitativen Inhalt dieses Werkes erreicht das vorliegen allerdings nicht. Wer sich wirklich mit dem Thema Gehirn intensiv beschäftigen möchte, kommt wahrscheinlich nicht darum herum, ein wissenschaftliches Werk wie z.B. den "Schandry" ("Biologische Psychologie") oder die Einführung von Kandel und Schwartz ("Neurowissenschaften: Eine Einführung") zu studieren. Positiv möchte ich zum Abschluss noch erwähnen, dass es wirklich toll ist zu sehen, wie fasziniert Ramachandran von seinem Gebiet ist. Das hat wirklich Vorbildcharakter !


Söhne und Weltmacht: Terror im Aufstieg und Fall der Nationen
Söhne und Weltmacht: Terror im Aufstieg und Fall der Nationen
von Gunnar Heinsohn
  Taschenbuch

32 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhaltlich absolut lesenswert, einige Punkte geben aber Anlass zu Kritik, 17. November 2008
Ich denke, es herrscht wahrscheinlich allgemeiner Konsens, dass es von der Theorie her an "Söhne und Weltmacht" nichts zu meckern gibt. Es wird auf umfassende Weise die sog. "youth bulge"-Hypothese vorgestellt und historisch erläutert. Im Kern geht es dabei darum, dass der fundamentalste Grund von Imperialismus, Kriegen und Genoziden nicht in Weltanschauungen oder Armut liegt, sondern in einem Überschuss junger, nach Status strebender zweit- und spätgeborener Männer. Für diese gäbe es keine Möglichkeit, in "normalem" Rahmen in ihren jeweiligen Ländern Karriere zu machen. Aus dieser Frustration entstehe die Energie für Konflikte.
Weniger ansprechend ist für mich der Stil des Buches. Häufig hatte ich den Eindruck, es hier mit einer Doktorarbeit zu tun zu haben und nicht mit einem auch an den "allgemeinen Leser" gerichteten Werk. Diese Ausgabe hat ca. 190 Seiten, davon sind allein ca. 20 Seiten Literaturverzeichnis. Häufig wird vom Autor Quelle an Quelle und man kommt sich wie in einer schlechten Statistikvorlesung vor. Dies passt für mich auch zum Schreibstil. Es ist ein sehr wissenschaftliches Buch und dementsprechend auch nicht wirklich anregend geschrieben. Es wäre schön gewesen, wenn der Autor hier noch ein paar "Abrundungen" gemacht hätte. Auch wird häufig von Region zu Region und in der Zeit gesprungen, so dass mir teilweise der Text etwas fragmentarisch schien.
Auf der anderen Seite enthält das Buch für eine wissenschaftliche Arbeit für mich zu viel persönliche Überzeugung. Man merkt, dass der Autor doch ziemlich "Pro-USA-Politik" ist und das Eigentums-System für sehr positiv hält. Auch ist es mir sauer aufgestoßen, als er mehrfach erwähnt, dass die Jugend des Westens, die zu Frieden und Gewaltlosigkeit erzogen ist, keine Chance im Kampf gegen die Jugend der 3.Welt und der Islamstaaten hätte. Dies mag vielleicht schonungslos ehrlich sein, aber ich halte es für wenig hilfreich, deratige Bedrohungsbilder beiläufig zu suggerieren.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 3, 2011 3:26 PM CET


Der unmögliche Planet: Stories
Der unmögliche Planet: Stories
von Philip K. Dick
  Taschenbuch

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur wenige neue Anregungen für "Dick-Erfahrene", 16. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Der unmögliche Planet: Stories (Taschenbuch)
Ich habe zwar bei weitem nicht alle Dick-Romane gelesen, aber so 5-6 dürften es schon gewesen sein (u.a. "Blade Runner" oder "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch" -> mein absoluter Favorit !). Diesen Kurzgeschichten-Band habe ich mir geholt, weil ich v.a. die Vorlagen zu "Minority Report" und "Total Recall" lesen wollte. Insgesamt bin ich leider eher enttäuscht. Dick war ohne Frage ein genialer Schriftsteller, aber ich konnte für mich nur wenige neue Anregungen aus dem Band ziehen. Vieles war doch schon bekannt oder konnte nicht wirklich überraschen. "Der Minderheiten-Bericht" war eher schwach (ich weiß natürlich nicht, wie es gewesen wäre, hätte man den Film noch nicht gesehen). "Erinnerungen en gros" dagegen hat mir gut gefallen. Auch die Geschichte, nach dem der Band benannt wurde ("Der unmögliche Planet"), ist lesenswert. Leider sind, wie gesagt, die meisten Geschichte eher Durchschnitt. Leser mit "Dick-Erfahrung" können meiner Meinung nach diesen Band getrost überspringen. Wer Dick noch nicht kennt, findet hier sicher einige interessante und neue Geschichten.


Das Grab im Wald. Roman
Das Grab im Wald. Roman
von Harlan Coben
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Unterhaltung vom Feinsten, 1. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Grab im Wald. Roman (Taschenbuch)
Obwohl der Titel sich doch etwas Gewöhnungsbedürftig anhört (im Original: "The Woods", warum dann nicht "Die Wälder" ?), ist die Geschichte wirklich vom Feinsten. Zur Einordung: Man kann bei dem Roman, meiner Meinung nach, nicht wirklich von einem "Thriller" reden. Der Schwerpunkt der Handlung liegt v.a. auf der Aufklärung eines Verbrechens von vor zwanzig Jahren. Klassische Thillerelemente findet man eigentlich nur während des Höhepunktes. Ich würde den Roman eher als Kriminalroman oder vielleicht noch als Kriminalthriller bezeichnen.
Im Gegensatz zu vielen Titeln, die heute den Markt überschwemmen, haben wir es hier als nicht mit einem "0815-Serienkiller-Thriller" zu tun, sondern mit einer Geschichte mit Substanz und Verstand. Cobens Schreibstil ist angenehm und auf hohem Unterhaltungsniveau. Die Story fesselte mich von Anfang an und hielt bis zum Ende die Spannung bei. Die Charaktere sind glaubwürdig und v.a. der Protagonist ansprechend und überzeugend. Es ist wirklich eine Geschichte, in die man sich gut hineinversetzen kann. Coben erfindet zwar nichts neu, aber er schafft es, auf gelungenste Weise, verschiedene Teile der Geschichte zusammenlaufen zu lassen.und lässt die tragische Vergangenheit der Hauptcharaktere wiederauferstehen. Auch sarkastischer Humor kommt dabei nicht zu kurz.


Der Seelenbrecher: Psychothriller
Der Seelenbrecher: Psychothriller
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

9 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Geschmackliche Verirrung ?!, 21. September 2008
Ich hatte mal wieder richtig Lust auf einen spannenden Thriller und die Kurzbeschreibung und v.a. die Rezensionen zu diesem Roman hörten sich wirklich vielversprechend an. "Die Therapie" hatte mir sehr gut gefallen; "Amokspiel" war eher durchschnittlich. Leider entpuppte sich "Der Seelenbrecher" als einer der größten Flops, den ich bisher erlebt habe. Die Story ist absolut unglaubwürdig und konstruiert. Das literarische Niveau ist dermaßen schlecht, dass ich mich frage, ob der Autor dieses Buches und "Der Therapie" wirklich der selbe ist. Ich kann gar nicht wirklich beschreiben, wie die Story wirkt. Vielleicht wie ein Mix aus einem Groschenroman und einer miesen Stephen King-Verfilmung. Etwas dermaßen Schwaches habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Da ist z.B. das Setting: man erfährt von den "Seelenbrecher-Morden". Man trifft die Hauptperson, die sein Gedächtnis verloren hat und nun glücklicherweise vor einer luxuriöse Privatklinik gefunden wurde. Dann kommt der Schneesturm, der alle Beteiligten in der Klinik festhält und natürlich darf auch das Ausfallen der Kommunikation nicht fehlen. Dass das Schneemobil, der einzige Weg zur Außenwelt, manipuliert wird, und der "Seelenbrecher" nun sein Unwesen in der Klinik treibt, muss man wohl nicht extra erwähnen. Wirklich lächerlich ! Die spannendste Frage rund um diesen Roman ist da wohl: "wie kommen diese Rezensionen zustande ?" Ich habe es noch nie erlebt, dass eine derartige "Geschmacksverirrung" vorliegt. Naja, positive Rezensionen bei Amazon sind ja bekanntermaßen für den Verkauf sehr förderlich...


Der Eismann kommt: Schauspiel in 4 Akten
Der Eismann kommt: Schauspiel in 4 Akten
von Eugene O'Neill
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Glücksfall, darauf gestoßen zu sein, 18. September 2008
Neulich habe ich mir auf "youtube" ein Inteview mit Kevin Spacey angesehen. Er erzählte dort von seinem Engagement am "Old Vic", einem der wichtigsten Theater Englands in London. Beiläufig erwähnte er, dass sie das Stück "The Iceman Cometh" vor kurzer Zeit aufgeführt hätten. Da ich noch nie davon gehört hatte, aber von der Beschreibung sehr angetan war, habe ich recherchiert und bin auf diese deutsche Ausgabe gekommen (die ist wirklich noch von 1989 !).
Um was es in dem Stück geht, hat eigentlich mein Vorrezensent schon treffend skizziert: die Handlung spielt 1912 in einer heruntergekommenen Kneipe in New York City. Da der Wirt Harry Hope ein herzensguter Mensch ist, haben sich zahlreiche "Versager"-Freunde bei ihm eingenistet und leben "saufend" vor sich hin. Nun ist mal wieder Harry's Geburtstag und alle warten voller Vorfreude auf Hickey, einen Vertreter, der zwei Mal im Jahr reinschaut und ein riesiges Saufgelage finanziert. Diesmal allerdings wird alles anders: Hickey erscheint stocknüchtern und hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Freunden Frieden und Glück zu bringen, indem er ihnen hilft, ihre falschen Illusionen eines imaginären Morgens zu überwinden...
"Der Eismann kommt" ist eines der besten Theaterstücke, die ich bisher gelesen habe. Der erste Teil ist mit derben Sprüchen und Galgenhumor nur so geflastert (scheint eine sehr guter Übersetzung zu sein). Teilweise kam ich aus dem Lachen fast nicht mehr heraus. Später wird es dann allerdings wirklich "starker Tobak". Man kommt nicht darum herum zu fragen, welchen Illusionen man eigentlich selbst anhängt und welchen Sinn das eigene Tun hat. Hier geht es wirklich ans Eingemachte und das Stück zeigt seine ganze Tiefe und Bedeutsamkeit. Hickey - in gewisser Weise ein moderner Sokrates.


Der Nebel (Steelbook)
Der Nebel (Steelbook)
DVD ~ Thomas Jane

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Verfilmung eine der besten Stephen King-Kurzgeschichten, 8. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Nebel (Steelbook) (DVD)
Ich habe mich gefreut, als ich hörte, dass "Der Nebel" verfilmt werden soll. Die Kurzgeschichte, auf der der Film basiert (aus der Sammlung "Im Morgengrauen"), gehört für mich mit Abstand zu den besten von Stephen King. Bei der Verfilmungen ist das ja leider so eine Sache. Entweder sie sind absolut genial (wie z.B. "Die Verurteilten", "Stark" oder "Das geheime Fenster") oder ein totaler Flop (z.B. "Nachtschicht" oder "Manchmal kommen sie wieder"). Selten trifft man mal etwas in der Mitte (für mich z.B. "Zimmer 1408"). "Der Nebel" gehört klar zur ersten Kategorie. Es ist meiner Meinung nach eine der besten King-Verfilmungen überhaupt. Wahrscheinlich liegt das v.a. daran, dass sich das Drehbuch ziemlich exakt an die Vorlage hält. Abgesehen vom Ende scheinen mir beide Versionen fast identisch. Das Ende des Filmes ist radikal, aber praktisch geschlossen; das Ende des Buches ist dafür radikal offen ;-) Die schauspielerischen Leistungen sind sehr ansprechend und führen zu einem hohern Gefühl von Authentizität. Man kann als Zuschauer wirklich in die Geschichte eintauchen. V.a. die Hassreden der verrückten "Bibel-Alten" sind unangenehm intensiv und dramatisch. Und dass, obwohl es für mich fast nur unbekannte Schauspieler in dem Film gibt - wer weiß, vielleicht auch gerade deshalb. Auch ist der Film so fesselnd, weil es nicht nur um Horror von außen, sondern um den Horror im Menschen geht. Man könnte sagen: "Der grausamste Horror ist der menschliche".


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