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Rezensionen verfasst von
Lesewurm

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Hollywoodschaukel Gartenschaukel 3-Sitzer mit Bettfunktion inkl. Sitzauflage
Hollywoodschaukel Gartenschaukel 3-Sitzer mit Bettfunktion inkl. Sitzauflage

25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Genau: Lassen Sie sich nicht verschaukeln., 25. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lassen Sie sich vor allem nicht verschaukeln von der Eigenrezension des Herstellers.

Auf den ersten Blick sieht diese Schaukel robust aus.
Unsere Mängelliste:
- Beim Aufbauen rätselt man zwischen den vielen unterschiedlichen Schrauben herum, welche nun wofür ist, weil sie nicht gekennzeichnet sind.
- Die Plastikabdeckungen für Muttern und Schrauben lassen sich großteils nicht anbringen, weil die Schrauben zu lang sind. Andere Abdeckungen fallen irgendwann später einfach wieder runter.
- Ohne Puffer werden hier teilweise Rohre einfach seitlich aneinandergeschraubt. Besonders am Kopf darf man nicht zu fest schrauben, weil sonst die Rohre zusammengezogen werden, dadurch die darauf befindliche Plastikabdeckung weggedrückt wird und dann Regen ins Rohr fließt. Schraubt man aber zu lose, wackelt und quitscht die Schaukel entsprechend.
- Bereits innerhalb der ersten Woche (!) begann das Gerüst an vielen Stellen zu rosten. Auch an den Schweißnähten.
- Die Bettfunktion konnten wir leider nicht ausprobieren, weil gleich beim ersten Versuch die wirklich lächerliche Halterung für die gekippte Lehne herausgerissen ist und wir auf der Erde lagen.
- Ein kleines bisschen länger hat der Baldachin gehalten. Er wird jeweils rechts und links in eine Mutter geschraubt, die aber in einem billigen Plastikteil versenkt ist. Schraubt man den Baldachin fest, dreht man gleichzeitig die Muttern aus ihren Halterungen. Der gesamte Baldachin lässt sich dann nicht mehr anbringen, weil man die Mutter nicht in ihre Plastikhalterung zurückbekommt.


Der Duft von Schokolade
Der Duft von Schokolade
von Ewald Arenz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leckere Literatur, 30. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Duft von Schokolade (Gebundene Ausgabe)
Diese poetische Geschichte schmeckt mal sinnlich-süß, mal sanft-bitter, genau wie Schokolade. Seite für Seite entfalten sich hier zwei Liebesgeschichten, die sich gegenseitig mit Aromen versehen: die des Hauptdarstellers zu einer geheimnisvollen Fremden - und gleichzeitig seine neu entdeckte Leidenschaft für Konfekt. Und so, wie August Liebeskind immer tiefer in die Geheimnisse der Schokoladen-Herstellung eintaucht, dringt er Kapitel für Kapitel immer tiefer in die Geheimnisse jener Frau vor, die in einem Wiener Kaffeehaus zum ersten Mal seinen Weg kreuzt und ihm dann zufällig wiederbegegnet.
Der Leser wird nicht nur in eine faszinierende Welt der Gerüche entführt, denn die Spezialität des Progagonisten ist die Kombination aus Duft und Geschmack, und so findet er wunderschöne Wege, einzelne Konfektstückchen in Duft-Aromen wie die von Kastanienschalen oder Heu zu betten und seiner Angebeteten zu schicken, um sie mit solcherlei Kunstwerken zu betören.
Ob ihm dies gelingen wird und welche Geheimnisse sich hinter der scheinbar kühlen Fassade der Frau verbergen, soll hier natürlich nicht verraten werden - und auch die ersten bissig-scharfen Dialoge zwischen beiden, in denen der Autor gekonnt so viel Unausgesprochenes mitschwingen lässt, lassen zunächst offen, wohin die Reise geht.

Dieses Buch macht nicht nur Appetit auf mehr Bücher des Autors: Beim Lesen unbedingt eine Schale mit Schokolade in Reichweite stellen!


Wie war das noch?: Schulwissen, neu aufpoliert -
Wie war das noch?: Schulwissen, neu aufpoliert -
von Martin Tzschaschel
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Füller für all die eigenen Wissenslücken!, 30. Oktober 2011
Können Sie noch Musiknoten lesen?
Etwas zur Rennaissance erzählen?
Unterscheiden, wann man "du" und wann "Du" schreibt?
Oder die Hand dafür ins Feuer legen, dass es "Sie brauchen den Teig nicht rühren" heißt? Oder doch eher "zu rühren"?
Was wissen Sie aus dem Schulunterricht eigentlich noch über unseren eigenen Planeten? Wie groß er ist? Wie schnell er durchs All rast?
Und wissen Sie, was Buddhismus eigentlich von Hinduismus unterscheidet? Woraus Gene bestehen? Warum ein Flugzeug fliegt?

Wenn man mit diesem Buch einmal angefangen hat, weiß man sehr schnell, was alles man nicht (mehr) weiß - und das Buch zeigt einem eindrucksvoll, dass eine aufklärende Reise ins Unwissen sehr aufregend sein kann. Es ist schon erstaunlich, dass wir in Zeiten überpräsenter Wissens- und Pseudowissenssendungen im Fernsehen die kompliziertesten Dinge erklärt bekommen - aber wenn wir nach der Hauptstadt von Australien gefragt werden, sagen wir immer noch Sydney.
"Wie war das noch?" schafft Abhilfe. In sehr schön gegliederten Abschnitten zu wichtigen Themen wie Deutsch, Erdkunde, Philosophie, Kunst, Literatur usw. fasst es zusammen, was man wirklich wissen sollte.

Empfehlenswert nicht nur für künftige "Wer wird Millionär"-Kandidaten, die nicht schon bei den ersten fünf Fragen scheitern wollen. Damit man sich nie wieder zu (!) schämen braucht.


Two Worlds II - [PlayStation 3]
Two Worlds II - [PlayStation 3]
Wird angeboten von ak trade
Preis: EUR 12,95

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorbildlicher Simulator für Sintfluten und Kurzsichtigkeit, 11. Dezember 2010
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Two Worlds II - [PlayStation 3] (Videospiel)
Da stehe ich nun vor dem Ende, trotz Nebenquests unausgereift in meinen Talenten und mit keiner einzigen Waffe, die ich im Laufe der kurzen Handlung überhaupt endausrüsten konnte. Aber wie sich herausstellt, ist das am Schluss ohnehin fast bedeutungslos. Die Entwickler haben viel Wert darauf gelegt, ausgerechnet am Schluss noch mal einen richtig schlechten Eindruck vom Spiel zu hinterlassen und den Spieler mit eher frustrierten als glücklichen Emotionen aus dem Spiel zu werfen.
Wer den Endkampf entnervt aufgibt, wird sich wie in einem Krimi fühlen, dessen vorletzte Minuten ihm 20-fach vorgespielt werden, bis er die Lust verliert und ihm dann die alle Geheimnisse auflösende letzte Minute vorenthalten bleibt.

Der Weg auf dieses Ende zu war von sehr gemischten Gefühlen getragen. Ein dickes Lob gebührt den Sounddesignern und dem Komponisten, denn Soundkulisse und Musik waren wirklich sehr stimmungsvoll. Diese wehklagenden Menschenstimmen in den wenigen Dungeons, die ich ausnahmsweise nicht verschlossen vorgefunden habe - toll! Das zweite Lob geht an die Autoren, die sich zumindest teilweise wirklich schöne Geschichten ausgedacht haben, mit denen das ewig gleiche RPG-Grundgerüst "Gehe nach X und töte Y" ganz hervorragend kaschiert wurde. Alleine die Basisgeschichte zu den 1,5 Dörfchen in den Sümpfen - klasse! Die in der PR zuvor gepriesene hohe Zahl der Quests erklärt sich zwar auch nur dadurch, dass einige in kleine Häppchen zerlegt und diese dann im Log einzeln ausgewiesen wurden, aber gut.

Was das Landschaftsdesign angeht, bin ich hin und her gerissen. Einerseits: toll abwechslungsreich, sowohl die Städte (von denen es ja streng genommen nur zwei gibt) als auch die Landstriche. Die Natur ist saftig und grün und hell, sehr edel - was sich aber auf den kreativen Teil der Grafik beschränkt und den technischen nicht einbezieht, denn der lässt zumindest auf der PS3 zu wünschen übrig. Das Rumgeflimmere insbesondere von Laub sowie die Unschärfen finde ich frech. Ich wollte ein PRG und keinen Eitler-Kurzsichtiger-verweigert-Brille-Simulator. Aber was den künstlerischen Teil des Designs angeht: wirklich großes Kino!
Andererseits: Selbst in den - im Gegensatz zur verlogen promoteten 60-qkm-Spielwelt - dann doch unverschämt wenigen begehbaren Kartenteilen ist vieles reine Staffage, wie der gesamte Ostteil der Insel mit den Swallows - was rechts neben den Swallows ist, ist lauschig und idyllisch, aber vollkommen sinnfrei. Eine Entdeckungsreise lohnt nicht.

Vieles ging mir sehr auf die Nerven, zum Beispiel diese mühsame Segelei gegen den Wind. Dass so etwas nach dem Testen im Spiel verbleibt, kann ich nur einer gewissen Selbstverliebtheit in die eigene Idee zuschreiben, die offenbar Vorrang hat gegenüber der selbstkritischen Frage, was Spaß macht und was nervt. Das betrifft übrigens auch den Endkampf, von dem kein Entwickler oder Tester ernsthaft annehmen konnte, dass daran wirklich jemand Freude hat.

Ich finde auch verlogen, mangelnde Quantität damit zu begründen, dass Quantität quasi das Gegenteil von Qualität sei und das eine grundsätzlich das andere ausschließe. Einer der wichtigsten Punkte in einem RPG ist für mich die Entdeckungsreise, die mir u.a. das Gefühl gibt, noch sehr viel vor mir zu haben. Insofern spielt Quantität sehr wohl eine Rolle, und die Unterstellung, dies gehe zwangsläufig zu Lasten der Qualität, halte ich für Blödsinn. Ironischerweise versucht der Hersteller, der einerseits so fragwürdig Quanti- und Qualität zu Gegensätzen erklärt, ja dann selber doch, mit Quantität zu protzen, indem er in seiner PR-Arbeit eine gigantisch große Spielwelt vorgaukelt, die de facto nicht besteht und im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen ist.

Unterm Strich ist es vor allem die in vielerlei Hinsicht verlogene Vorab-PR, die mich trotz der Stärken, die das Spiel auch hat (Autoren, Komponist, Sound, Grafiker), dazu bewegt, von Produkten dieses Herstellers künftig eher Abstand zu nehmen. Insbesondere dieses achselzuckende "Wer der PR glaubt, ist selber schuld" ist für mich in Sachen Unternehmenskultur doch eher Laienschauspiel und grenzt an den Zynismus eines Unternehmens, das in Sachen PR-Übertreibung keine Schamgrenzen mehr kennt. Dazu kommt diese Bananentaktik, unreife Produkte auf den Markt zu werfen und beim Kunden reifen zu lassen - nein danke. Mir nützt auch kein Irgendwann-mal-Patch, der Mängel behebt, nachdem ich das Spiel längst durch habe.

Schade finde ich das besonders deshalb, weil RPGs ohne Hack 'n' Slay auf der PS3 doch eher Mangelware sind und viele sich davon viel mehr wünschten, gerne auch mit zusätzlicher Egoperspektive. Umso trauriger, wenn die wenigen Spiele dieser Art dann in den Sand gesetzt werden.
Oder ins Wasser.


Einsamer Hirte und die Schönsten Weihnachtslieder
Einsamer Hirte und die Schönsten Weihnachtslieder
Wird angeboten von SLS-Trading GbR
Preis: EUR 19,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieblos hingefrickelt, 29. November 2010
Hier hat die PR-Maschinerie wieder ganze Arbeit geleistet und alles kaputtgemacht.
Grausam, wie insbesondere die Keyboard-Hintergrundmusik über das Niveau einer Heimorgel nicht hinauskommt, auf der Opa einen festen Rhythmus eingestellt hat und zur Not noch ein paar Akkorde dazukloppt. Von vorne bis hinten ist diese CD eine emotionslose Sauce aus hingedudeltem Nichts.

Übrigens fragt man sich ständig, ob "Hirte" wirklich selber die Mundharmonika spielt, denn wenn man genau hinsieht, wird dies auf dem Booklet eigentlich nirgendwo explizit behauptet. Nicht einmal dort, wo die wenigen Musiker, die übers Einfallslos-Keyboard hinaus gebucht wurden, erwähnt sind, steht M.H. als Interpret der Mundharmonika genannt.
Vielleicht hält nur der Name her, um diese fantasielose CD zu präsentieren?
Kommt die Mundharmonika womöglich auch nur vom Keyboard?

Wer Melodien mag, die ohne Spiel mit Tempi, Emotionen, Lautstärke oder sonstwas dahinplätschern wie einst die Tanzschulmusik, deren einzige Aufgabe es war, Anfängertänzern einen stupiden Rhythmus anzubieten, der wird mit dieser CD schöne Weihnachten haben.
Musik ist das leider nur bedingt.


Sony DSLR-A230Y SLR-Digitalkamera (10 Megapixel, BIONZ Bildprozessor) inkl. 2 Objektiven SAL-1855 und SAL-55200-2
Sony DSLR-A230Y SLR-Digitalkamera (10 Megapixel, BIONZ Bildprozessor) inkl. 2 Objektiven SAL-1855 und SAL-55200-2

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intuitiv und mit allem, was man braucht, 12. Juni 2010
Eine schicke Kamera, der man gar nicht anmerkt, dass sie - bedingt durch den niedrigen Preis - im Vergleich zu anderen die eine oder andere Einschränkung hat. Denn unterm Strich vermisst man eigentlich nichts. Mehrere vorgefertigte Programme (z.B. für Portrait, Landschaft oder Nachtaufnahme) ermöglichen sehr schön ausbalancierte Fotos mit von der Kamera ausgewählten Werten. Der Automatikmodus, der die Spiegelreflex- quasi zu einer Kompaktkamera macht, bei der man einfach nur noch abdrückt, ist sehr gelungen und macht schicke Bilder.

Wem das nicht genügt (und deshalb kauft man ja eine Spiegelreflex), der findet trotz des niedrigen Preises eigentlich alle Möglichkeiten, seine Aufnahmen zu beeinflussen - in Menüs und auf dem Display lobenswert intuitiv und aufgeräumt dargestellt und auch erklärt. Man benötigt im Grunde nicht einmal das kurze Handbuch, um sich zurechtzufinden.

Selbstverständlich sind alle gängigen Möglichkeiten wie Zeit- und Blendenautomatik, manueller Modus, Langzeitbelichtung, Selbstauslöser, Serienaufnahmen usw. vorhanden.

Schön ist auch der "Kreativmodus", in dem zu Themen wie "Portrait" oder "Landschaft" vorgeschlagene Werte wie Kontrast oder Sättigung ganz einfach per Knopfdruck nach oben oder unten selbst angepasst werden können.

Anfangs habe ich bei dieser Kamera gezögert, weil sie kein Life View hat. Ich dachte, dieser könnte mir insbesondere zur Einstellung der Schärfentiefe nützlich sein. Ich spiele gerne mit Unschärfen, weil sie für meinen Geschmack Bildern viel mehr Dynamik und Tiefe verleihen, da schien mir ein Display mit Life View sinnvoll. Aber da man bei hellem Licht Displays oft eh nicht richtig sehen kann und man auch im Sucher gut erkennen kann, welche Bereiche des Bildes scharf sind und welche nicht, schien mir der Life View entbehrlich. Die Vermutung hat sich bisher bestätigt.
Der Autofokus hat alle wesentlichen Einstellmöglichkeiten: stille oder bewegte Objekte; zentral fokussieren oder über eine Fläche oder nur einen beliebigen einzelnen der AF-Punkte - was will man mehr?

Die Kamera macht Bilder im jpg- oder RAW-Format, auf Wunsch auch beides gleichzeitig. Für die Bearbeitung von RAWs am PC liegt eine ebenfalls intuitiv nutzbare Software bei, mit der Weißabgleich, Kontraste, dynamische Bereichsoptimierung, Farben usw. von Hand vorgenommen werden können.

Mit 10 Megapixeln kommt man weit genug. In der Playstation vergrößerte Ausschnitte machen auch auf meinem großen LCD-Fernseher einen sehr schönen, meist rauschfreien oder -armen Eindruck. Erst bei starken Vergrößerungen insbesondere lichtarmer Bildteile müssen die Ergebnisse ein paar Federn lassen.

Natürlich liegt keine Speicherkarte bei (auch Memorystick ist möglich). Wer nur Jpgs macht, kommt mit einer 2GB-Karte ziemlich weit - wer zusätzlich oder nur RAWs fotografieren will, sollte lieber mehr Speicherplatz kaufen. Bei Standard-Jpgs kriegt man auf eine 2 GB-Karte rund 640 Bilder, bei "fein" sind es 480. Aber nur 123 RAWs. Wenn man beides gleichzeitig speichert, bekommt man rund 100 Fotos auf 2 GB.

Einziges Manko: Die verschiedentlich kritisierte mangelnde Ergonomie. Tatsächlich hält sich die Kamera nicht besonders gut in der Hand.

In einem großem Elektronikmarkt habe ich das bei Amazon gelistete Paket mit 2 Objektiven allerdings deutlich preiswerter bekommen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 13, 2010 5:41 PM MEST


The Elder Scrolls IV: Oblivion - Game of the Year Edition [Platinum]
The Elder Scrolls IV: Oblivion - Game of the Year Edition [Platinum]
Wird angeboten von gamedealer online - Preise inkl. Mwst - Impressum und AGB finden Sie unter Verkäuferhilfe
Preis: EUR 29,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wann wird es Vergleichbares geben?, 23. April 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Gestern also ist es wieder passiert: Nach Jahren des Umherstreifens durch Cyrodiil bin ich auf eine verlassene Farm gestoßen, die ich in all der Zeit noch nicht gesehen hatte. Und prompt liegt eine rätselhafte Tagebucheintragung auf dem Tisch, die mich in eine Höhle in der Nähe führt ... und schon befinde ich mich wieder in einer kleinen Mission - und dass, obwohl ich dachte, nach all der Zeit gebe es absolut nichts mehr auszukundschaften oder zu erleben.

Die traumhaft schöne Welt von Oblivion hat wirklich sehr viel zu bieten: wundervolle Landschaften mit immer unterschiedlichen Akzenten (je nachdem, wo man gerade ist - und zu welcher Tageszeit)! Eine toll inszenierte Hauptquest! Viele, viele Nebenquests! Eine sehr übersichtliche Steuerung und Verwaltung von Gegenständen und Quests! Eine wählbare Perspektive (und RPGs mit wählbarer Egoperspektive für die PS3 sind wirklich ein Kleinod)!

Selbst nach monate- oder gar jahrelangem Durchstreifen der Welt wird man immer noch irgendwo irgendetwas finden, das einem bisher entgangen ist. Und da einmal geplünderte Dungeons sich auch wieder auffüllen, kann man, wenn man denn Wert aufs Sammeln legt, theoretisch bis in alle Ewigkeit nach Artefakten versunkener Kulturen suchen.
Was mir auch sehr gefällt: Im Gegensatz zu den derzeit offenbar üblichen düsteren Endzeitstimmungs-Szenarien (Fallout, Borderland, Metro, teils Dragon Age ...) darf man bei TES 4 zumindest abseits der höllenartigen Oblivionebenen auch mal sein Auge verwöhnen: mit romantischen Landstrichen, schönen Bäumen, bunten Pflanzen, harmlosen Rehen, Vögeln und Schmetterlingen, Helligkeit, Sonne, Grün ... alles untermalt auch von einer Klangkulisse, die einen wirklich ins Geschehen hineinsaugt. Durch die kesselartige Form der Landkarte hat man von den erhöhten Randzonen aus wirklich atemberaubende Blicke auf die Welt hinunter.

Obwohl nun schon ein paar Jahre alt, hat Oblivion immer noch eine wunderschöne Grafik, auch wenn man heute Figuren detaillierter modellieren würde. Und ich habe kein anderes PS3-Spiel, das ich nach so langer Zeit immer noch regelmäßig aus dem Schrank hole, um mir einen gemütlichen Rotweinabend auf der Couch zu machen.
Hoffentlich wird TES 5 auch ein solches Wunderwerk (und hoffentlich streichen sie nicht die Egoperspektive, wie es derzeit ja üblich zu sein scheint).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 8, 2011 1:41 PM CET


Grand Theft Auto IV [Platinum]
Grand Theft Auto IV [Platinum]
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 17,99

19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht- und Schattenseiten, 23. April 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Grand Theft Auto IV [Platinum] (Videospiel)
Eigentlich ein super Spiel!
Vor allem hab ich eine derart liebevoll detaillierte Umsetzung des Sandbox-Prinzips seit Oblivion nicht mehr erlebt. Man verliert sich eher in den Details als in der erfrischenden Größe der Karte. Toll!
Das bloße Herumfahren macht wirklich Laune, besonders wenn man mal "seine" Automarke gefunden hat - denn die Fahrzeuge steuern sich durchaus unterschiedlich, und vom schwammigen Geländewagen über den stoßempfindlichen Sportwagen bis zur gemütlichen Limousine ist alles im Repertoire.

Ein paar Schattenseiten trüben allerdings den Spielspaß:
- Die Missionen sind doch sehr austauschbar. Fahr nach X und töte viele Y. Selten bekommt man etwas anderes geboten.
- Man kann nicht speichern, wenn man will. Das hat üble Konsequenzen: Wer mitten in einer langatmigen Mission ins Bett gehen will, muss beim nächsten Mal wohl oder übel von vorne anfangen. Und: Viele Missionen sind schon sehr lang, und wer kurz vor Schluss scheitert, darf all dies x-fach durchmachen: Fahre zu Person X - fahre mit X zu Lkw Y - fahre mit den Lkw zu Ort Z - ballere dich durch die Horden von Gegnern. Und alles wieder von vorne ... und wieder ... und wieder ... man kann nicht mal per Taxi die langen Strecken abkürzen, weil für die Mission ein bestimmtes Fahrzeug benötigt wird.
- Das Steuern von Motorrädern - eine Zumutung. Weder aus der Ego- noch aus der 3rd-person-Perspektive ist das brauchbar zu handhaben. Weswegen man besonders bei Missionen, in denen ein Motorrad vorgeschrieben ist, auch mal fünfmal ran muss.
- Gleichzeitig ein Fahrzeug steuern und mit einer Waffe ein Ziel anvisieren: eigentlich schon neuronal kaum machbar.
- Mir fehlt eine Egoperspektive für den Zufuß-Nico, besonders bei den zahllosen Schießereien. GTA 4 zeigt mir einmal mehr, dass solche Szenen aus der 3. Person eher Makulatur sind. Erst recht auf der Playstation, deren Gamecontroller einen ja förmlich zwingt, Autoaiming einzuschalten, weil man sonst eh nur nach allen Seiten verreißt (außer bei Spielen wie COD, deren Software das super ausgleichen).

Wovon sich viele Spieleschmieden allerdings eine kräftige Scheibe abschneiden können: die vielen Stunden Spielspaß schon im Singleplayermodus. Warum gilt heute als selbstverständlich, dass man ein 60 oder 70 Euro teures Spiel nach zwei Abenden durch hat? Früher hätte das niemand hingenommen. Mit GTA 4 bietet Rockstar einen lobenswert langanhaltenden Spielspaß! Hoffentlich halten sie an diesem Prinzip auch im bald erscheinenden Red Dead Redemption fest!


Die Goten und ihre Geschichte
Die Goten und ihre Geschichte
von Herwig Wolfram
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sperrige Lektüre, 23. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Goten und ihre Geschichte (Taschenbuch)
Ich muss einem meiner Vor"redner" zustimmen: An vielen Stellen kaut man sich sehr mühsam durch geografische und Stammesnamen, die einem nicht unbedingt geläufig sind - da verliert man sehr schnell den Überblick (und somit die Lust). Die eine oder andere Landkarte oder sonstige Grafik wäre da hilfreich.
Es stimmt auch, dass die vordergründig leicht zu erschließende Struktur dieses kleinen Buches sich dann in den einzelnen Kapiteln völlig in wirren Schilderungen verliert, die man nur nachvollziehen kann, wenn man jeden Satz dreimal liest. Ungefähr nach der Hälfte droht man den Anschluss zu verlieren. Zumal es weiter hinten immer mehr nur noch darum geht, der Ordnung halber aufzulisten, was zur Gotengeschichte dazugehört.
Insgesamt hätte man die Geschichte der Goten wesentlich prägnanter und nachvollziehbarer gestalten können. Doch schon nach den ersten Seiten, die zunächst einen erfreudlich kreativen Erzählstil vermuten lassen, wandelt sich die Freude am Lesen eher in eine Herausforderung um.
Das eigentlich ja gar nicht so unkomplizierte Faktenskelett "Woher kamen die Goten - warum teilten sie sich - was wurde aus den West- und was aus den Ostgoten - wer zerfiel wann und warum?" wird leider eher verwirrend mit Fleisch gefüllt. Die einzelnen Bröckchen bilden nur schwer einen Gesamtkörper und sind ein wenig schwer verdaulich.
Dabei ist die Grundidee für diese Beck-Reihe ja eigentlich sehr begrüßenswert: knappe, knackige Darstellung geschichtlicher Ereignisse. Deshalb würde ich, wie auch schon ein anderer Rezensent hier, eher empfehlen, sich dem Wikipediaartikel zuzuwenden.


Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben
Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben
von Elizabeth George
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Banales Geschwafel, 1. April 2010
Dieses Buch macht mir Bauchschmerzen.
Unter anderem, weil seitenlange Zitate aus allen möglichen Romanen drin sind - das hätte man deutlich komprimieren können. Selbstverliebt zitiert die Autorin auch gerne reichlich aus ihren eigenen Romanen, und man hat schnell den Eindruck, sie missbraucht einen Schreib"ratgeber", um endlich einmal darauf hinweisen zu können, welch geniale Gedanken sie selbst sich so beim Schreiben macht. Das führt oft dazu, dass sie Beispiele für irgendetwas nennt, aber nicht, welche Kniffe sich denn nun ganz allgemein anwenden lassen - zum Beispiel auf das Manuskript, an dem man selber gerade sitzt. Dass zum Beispiel Dialoge "natürlich" sein müssen, ist eh irgendwie klar - aber wo sind die ganz konkreten Tipps dafür, wie man dies erreicht? Mehr Dienliches und weniger Selbstverliebtes hätte da der Sache gutgetan.
Immer wieder findet sie ihre eigenen Textauszüge "bemerkenswert" und nutzt das "Sachbuch", um sich klammheimlich (?) selbst zu loben: "Das ist für mich das große Vergnügen beim Schreiben: den Leser allein durch die Kraft und Anmut meiner Prosa zu verführen, die Geschichte zu Ende zu lesen. Wenn das nicht kreatives Schreiben ist, was dann?" Nun ja.
Das Buch ist so dick, weil es erstens endlos lange Beispieltexte enthält, zweitens nicht gründlich strukturiert ist und ziemlich wahllos mal hierhin und mal dorthin springt - und drittens mit Banalitäten reichlich angefüllt ist.
Konkrete Tipps bekommt man nur wenige - außer man empfindet es bereits als Tipp, wenn die Autorin einem ans Herz legt, dass man eine Geschichte interessant gestalten muss, um den Leser neugierig zu machen. Ich empfinde das als Binse. So schwadroniert sie zwar, dass man bei einem Krimi für den Leser sowohl Spuren als auch falsche Fährten legen kann - aber dann beschränkt sie sich darauf, dies als eine messerscharfe Erkenntis ihrerseits zu verkaufen (eigentlich weiß es aber ohnehin jeder) und geht nicht weiter darauf ein, wie genau man denn nun falsche Fährten legen kann. Hier steigt sie wieder genau da aus, wo es eigentlich erst interessant wird.
Das ganze Buch über wird der Leser im Duz-Plural angesprochen: Da müsst ihr ... hier solltet ihr darauf achten, dass ... dabei empfehle ich euch ... Dadurch kommt ein leicht predigthafter Beigeschmack ins Buch.
Außerdem ist die Autorin nicht frei von der Versuchung, den Beruf des Schriftstellers kräftig zu mystifizieren, so wie andere auch, die gerne von ihren angeblichen Schreibritualen etc. reden und davon, welch wundersames Erlebnis sie zum Schreiben gebracht hat.
Das wenige, was man an "Handwerkszeug" zum Romaneschreiben findet, kennt man längst aus unzähligen (aber besseren) anderen Schreibratgebern. Die brauchen dann auch nicht ewig viele Seiten, um dem Leser so etwas Banales wie Erzählperspektiven zu erklären - was der Unterschied zwischen einem Ich-Erzähler und z.B. dem allwissenden Erzähler ist, kann man kurz und knackig viel effektiver vermitteln.

Ich empfehle, die viele Zeit, die man zum Durchackern dieses Buchs braucht, lieber fürs Schreiben des eigenen Manuskripts zu verwenden und zwischendurch zum Beispiel Roentgens "Vier Seiten für ein Halleluja" zu lesen - das ist zwar für einen Schreibratgeber mit bemerkenswert vielen Rechtschreibfehlern angefüllt, aber kurz, knackig - und hilfreicher als "Wort für Wort".

Noch ein letztes: Solche Ratgeber wollen immer suggerieren, dass Handwerk das Gegenteil oder eine Ergänzung von Talent ist, somit jeder das Schreiben lernen kann - und es sich folglich auch für jeden lohnt, den Ratgeber zu kaufen. Eigentlich ist es aber so: Handwerk IST Talent: Wer gut schreiben kann, wird all die "Regeln" ohnehin intuitiv berücksichtigen. Wer es nicht gut kann, wird kaum in der Lage sein, beim Schreiben gleichzeitig zig Regeln im Auge zu behalten. Das geht nur intuitiv - also, wenn man es sowieso beherrscht.
Außerdem liegt die Kunst nicht darin, "Regeln" zu kennen, sondern sie auch richtig aufs eigene Werk anzuwenden. Was das angeht, findet man in diesem Buch hier kaum Hilfreiches.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2012 5:47 PM MEST


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