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Rezensionen verfasst von
Grave Defiler

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Land of the Free II (Limited Edition)
Land of the Free II (Limited Edition)
Preis: EUR 17,42

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gamma Ray 2007 - Wohl dosierte Aggressivität und geile Melodien!, 23. November 2007
Wow, was ist das denn? Die neue Gamma Ray? Blast!
Hört man sich den Vorgänger Majestic an, so kann man gar nicht glauben, dass es sich hierbei um die Rückkehr (waren sie überhaupt jemals weg?) der Power-Metaller Gamma Ray handelt. Denn was Kai Hansen und seine Mannen uns auf diesem Silberling präsentieren ist ein Album, dass vor Spielfreude nur so strotzt, Melodien in das Gehirn hämmert und einen mit gewaltigem Druck in den Sessel presst.

Und dabei braucht es sich vor seinem Namensvetter "Land Of The Free", aus dem Jahr '95, nicht verstecken.
Das stark treibende "Into The Storm" eröffnet den Reigen und gibt gleich einmal die Marschrichtung vor. Kompromisslos und direkt geht der Uptempo-Song gleich ins Ohr. Was sofort auffällt, die Gitarren sind eine Wand und die Drums glasklar und druckvoll. Hansens Stimme ist in Bestform und so singt er hohe und tiefe Passagen einwandrei. Zwei Kanonenschläge beenden den Opener. Weiter geht es mit zwei Speedmetal-Nummern. "From The Ashes" und "To Mother Earth" blasen einem erstmal die Birne frei, wobei vor allem "From The Ashes" eine richtig gute Vorstellung abgibt. Hier wird variiert. Mal schnellere, mal langsamere Passagen und ein gut eingesetzter Chor runden diese Nummer ab. "To Mother Earth" hingegen fällt nach dem Vers ein wenig ab. Der zunächst kitschig klingende Refrain "She was so beautiful..." scheint im ersten Moment gar nicht dazu zu passen. Allerdings, man gewöhnt sich an den Chorus nach einigen Durchläufen. Steil aufwärts geht es mit einem Ohrwurm im Uptempo-Bereich "Rain". Der zunächst düster gehaltene Vers, Kais tiefe Stimme, tiefe Gitarrenläufe und der drückende Bass sorgen dafür, dass man diesen Song zunächst nicht unbedingt für einen Gamma Ray - Song halten würde. Und das ist auch gut so. "Rain" explodiert sozusagen im Chorus. Kai zeigt sich gerade in dieser und auch in der nächsten Nummer "Leaving Hell" - ebenfalls im Stile von "Rain - von seiner besten Seite. Überraschend hingegen der Stampfer "Empress". Als Vergleich kann man hier "Mandrake" von Edguy heranziehen. Einer der besten Tracks auf dieser Scheibe. Zunächst düster, wächst der Song heran. Hansen liefert hier eine Glanzvorstellung ab. Der Refrain ebenfalls recht dunkel gehalten, untermalt von einem mächtigen Chor, sorgt hier nochmal für die richtige Stimmung. Anschließend gehen Gamma Ray in die Finalrunde. Mit "When the World", "Opportunity", "Real World" und "Hear Me Calling" viele Abwechslungsreiche Songs, die alle recht schnell ins Ohr gehen. Vor allem bei "When the World" und "Hear Me Calling" kann man "schnell" wörtlich nehmen. Hier ist die Doublebass wieder aktiv und hämmert sich direkt ins Hirn. Den goldenen Abschluss bildet der 13-minüter "Insurrection", der zunächst ruhig beginnt und dann Geschwindigkeitsmäßig stark anzieht. Dabei wechseln sich schnellere und langsamere Passagen immer wieder ab und sorgen somit für einen runden Abschluss der Scheibe.

Fazit:
Nach "Majestic" geben Kai Hansen und seine Mannen wieder Vollgas. Die neue Scheibe besticht durch großartige Melodien und wohl dosierter Härte. Natürlich ist das Stimmorgan eines Herrn Hansen immer wieder der Knackpunkt, weshalb so manche nichts mit Gamma Ray anfangen können. Den anderen sei aber gesagt, wer nach einem starken Metal-Album sucht, sollte dieses unbedingt Probehören. Dem Bandklassiker "Land Of The Free 1" steht diese Scheibe in nichts nach.


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