wintersale15_70off Hier klicken Jetzt Mitglied werden Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Bauknecht TK EcoStar 8 A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV
Profil für sinfortuna > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von sinfortuna
Top-Rezensenten Rang: 54.214
Hilfreiche Bewertungen: 915

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
sinfortuna (Erkrath bei Düsseldorf)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Stereo Headset Kopfhörer mit Mikrofon für Xbox360 LIVE
Stereo Headset Kopfhörer mit Mikrofon für Xbox360 LIVE
Wird angeboten von sowelltopde
Preis: EUR 9,39

1.0 von 5 Sternen Nach wenigen Monaten aus und vorbei, 31. August 2015
Mein Sohn benutzte dieses Headset etwa 150 Spielstunden, dann war es defekt. Wackelkontakt. Abbrüche erforderten ständiges Ein- und Ausstecken. Auf Dauer nicht mehr auszuhalten. Produkt mangels Langlebigkeit somit mangelhaft.


Replay Herren T-Shirt M6002.000.2660
Replay Herren T-Shirt M6002.000.2660

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Größe doch okay!, 14. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aufgrund des Kommentars in Bezug auf zu schmal geschnittene Shirts habe ich (1.87m, 80 kg) mich dazu verleiten lassen, ein T-Shirt in XXL zu bestellen: ein Fehler. Ich tausche es nun um in Größe XL.

NACHTRAG: T-Shirt in XL passt perfekt! Leicht tailliert und für meine Größe + Figur (s.o.) bestens geschnitten --> Top Preis-Leistungsverhältnis


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gigantisches Preisleistungsverhältnis, 30. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe in den letzten cirka 10 Jahren unzählige Glättungsprodukte (Balsam, Crème, Serum, Gel, Fluid, u.a. von L'Oreal Tec, Schwarzkopf Osis, Got2b, John Frieda, Goldwell, Paul Mitchell) ausprobiert: diejenigen, die mich zufrieden stellten, waren oftmals teuer (200ml für 12 bis 30€) und / oder nach ein paar Monaten nicht mehr erhältlich!

Dieses Produkt hier von Balea hat zumindest einen "Champions-League-Platz" sicher, da es pflegt, glättet und dieser Effekt dann auch erfreulich lange anhält, zumindest bis zum Abend, so ich es denn in Kombination mit einem härteren Gel benutze (z.B. Shockwave Massive Wonder oder L'Oreal Fiber Créme), da es für meine Mähne ansonsten zu weich wäre und dann nicht "in Form" bleiben würde.

Das Auswaschen ist kinderleicht, Rückstände bleiben definitiv nicht, tagsüber gibt es auch kein auftretendes Jucken, alles ist easy;-) --> meines Erachtens kann der Balea Balsam mit den Spitzenprodukten seiner Kategorie mithalten und kostet im direkten Vergleich mit diesen in etwa nur ein Zehntel, alsoooo...

...bin ich mehr als nur zufrieden und vergebe satte 5 Sterne!


Remington NE3350 Hygiene Trimmer DUO (mit zwei austauschbaren Trimmern)
Remington NE3350 Hygiene Trimmer DUO (mit zwei austauschbaren Trimmern)

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Technik top, Verarbeitung flop!, 15. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was bringt es, wenn dieser Trimmer blitzsauber schneidet, ohne Verletzungsgefahr, ohne "Nachwehen" und auch mit annehmbarer Geräuschkulisse, wenn er nach kurzer Zeit nicht mehr funktioniert? Dachte ich beim ersten Gerät, dass ich möglicherweise bei der Handhabung etwas falsch geamcht habe, ist es nun auch beim zweiten Gerät passiert: ich kann drehen, wie ich will, das Gerät geht nicht mehr an. Keine Chance! Beide Geräte gaben nach etwa der 10. Benutzung ihren Geist auf. Aufgrund des fehlerhaften Ein-/Ausschaltmechanismus somit eine glatte 6!


Everybody's Golf
Everybody's Golf
Wird angeboten von toysmania
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Routiniertes Spaß-Golf, 2. Januar 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Everybody's Golf (Videospiel)
Ein wunderbares Videospiel zum reinen Entspannen war bereits auf der alten Playstation 'Everybody's Golf'. Wie unschwer zu erahnen handelt es sich um ein Golfspiel und der Name 'Everybody' verrät, dass nicht nur versierte Genre-Veteranen bzw. Simulationsfreaks eine Runde riskieren sollten. So niedlich es letztlich auch aussieht, so erstaunlich war es doch, dass Anspruch kein Fremdwort war. Natürlich ist die Handhabung stark vereinfacht worden, dennoch haben wir es mit einem fordernden Spielverlauf zu tun, den ich in der Form gar nicht erwartet hatte. Außerdem nervte mich die Vorzeigesimulation 'Tiger Woods' ' bis zum Erscheinen der 08er Version, die endlich wieder die alte Dreiklick-Steuerung anbot ' der maßlos übertriebene Hang zum Realismus, frustrierende Momente waren beileibe keine Seltenheit, nur winzig verzogene Schläge landeten oftmals im Aus oder Wasser. Kurzum: der Einstieg wird uns hier bei Everybody's Golf mit seinem 3-Klick-System (und nicht etwa per Analogschwung) leicht gemacht, die Motivationskurve steigt ' nicht zuletzt aufgrund der gelungenen Karriere - immer mehr an, Frust ist kaum vorhanden und in Sachen Umfang stimmt es auch. Sicher mag man bemängeln, dass bei der vorliegenden PSP-Fassung ganze sechs Kurse nicht das Maß aller Dinge sind, doch vor allem die letzten drei, insbesondere zwei Schauplätze treiben uns ' ohne zu deprimieren die Schweißperlen au die Stirn, so dass wir letztlich leicht und locker 20 bis 25 Stunden Spielzeit (mindestens) einplanen sollten, eher noch deutlich mehr. Der Schwierigkeitsgrad variiert jedenfalls von leicht bis schwer und der Multiplayerspaß ' bis zu acht Gleichgesinnte dürfen hier den Schläger schwingen ' sorgen neben den spannenden Duellen mit den CPU-Kontrahenten nebst Freischaltung jener Charaktere für gehobenen Spielspaß. Im Übrigen ist dieses Genre meiner bescheidenen Ansicht nach genau das Richtige für ein Handheld, ganz im Gegensatz zur hektischen Echtzeitstrategie, Hüpfspiel, Ballerorgie oder auch einem Racer, denn jene möchte ich dann doch lieber vor einem großen Fernseher daddeln.

Erstaunlich ist es, dass der Karrieremodus ' für den Solisten ganz klar der Kernpunkt dieses Spiels ' nicht langwierig ausfällt, meistens handelt es sich nicht um ellenlange Turniere, sondern schnelle Matches, die ausgetragen werden und uns in der Folgezeit vergleichsweise zügig ' im Erfolgsfall, versteht sich ' die Karriereleiter nach oben klettern lassen. Eine Vielzahl der Auseinandersetzungen erstreckt sich nur über neun und nicht achtzehn Löcher, dies als kleine, wie ich meine nicht ganz unwichtige, Info am Rande. Dazu wird ein Match abgebrochen bzw. vorzeitig bewertet, sollte einer der Kontrahenten drei Löcher vorne liegen (auch wenn noch grundsätzlich einholbar!), ich fand's okay. Etwas zäher gestaltet sich das Freischalten der Bonuskurse, die dann leider doch das Absolvieren sehr vieler, ja eindeutig zu vieler Wettbewerbe erforderlich machen. Aufgrund jener monotoner Phasen aufgrund des sich ewig wiederholenden Prozederes können vermehrte Gähnattacken nicht von der Hand gewiesen werden, schätze ich. Man muss schon ein echter Golf-Narr sein, um wirklich alles komplett freizuschalten, ganz klar. Schnell das (einfache) 3-Klick-System verinnerlicht, saubere Abschläge und zielsicheres Putten auf dem Grün fabriziert (sehr gutes Gitternetz dort übrigens!), die folgerichtig ersten Erfolgserlebnisse am (zugegebenermaßen sehr leichten) Anfang verbucht und dann sich aufgrund der knackigeren Herausforderungen anschließend fest in der Materie verbissen, so oder so ähnlich lief es bei mir ab. Durch die stete Speichermöglichkeit zudem ein perfektes Spiel auch nur für wenige Minuten zwischendurch: ganz gleich, ob Duelle gegen einen CPU-Gegner oder ein Turnier, jederzeit kommen wir bequem raus. Als Motivation dient schließlich nicht nur das Freischalten der Plätze, sondern insbesondere der Erwerb neuer Outfits und der Ausbau der anfangs noch eher bescheidenen Fähigkeiten. Wer dennoch anfangs nicht klar kommen sollte, darf außerdem die Anfängerhilfe zuschalten, die ein Verziehen der Schläge unmöglich macht, doch das solltet Ihr Euch spätestens nach der ersten Spielstunde wieder abgewöhnt haben, ja eigentlich schon wesentlich früher, um ehrlich zu sein. Nett ist es aber natürlich trotzdem, bietet es doch absoluten Greenhorns eine faire 'Überlebenschance'.

Glasklar ist auch, dass die knallbunte Grafik im Animestil inklusive der überdimensionierten Köpfe der auf Niedlichkeit getrimmten Protagonisten polarisiert: liebt es einfach oder wendet Euch besser gleich ab, etwas dazwischen gibt es wahrscheinlich kaum etwas. Saftig sind die Farben, die Texturen im Hintergrund aber ' wenig überraschend ' wenig detailliert. Nette Spezialeffekte bei sehr gelungenen Schlägen in Form von gleißendem Licht, Feuer oder Blitz gehen in Ordnung, doch noch deutlich mehr gefallen hat mir die blitzsaubere und zudem angenehm dynamische Kameraführung: ein mächtiger Pluspunkt dieses Sportspiels, keine Frage. Sehr gute Animationen der Figuren machen das Spiel auf Anhieb sympathisch und die zahlreichen unterschiedlichen Klamotten bringen auch in optischer Hinsicht die gewünschte Abwechslung. Patzer sind mir nirgends aufgefallen, wer auf ein niedliches Anime-Design steht, ist hier goldrichtig, alle Anderen laufen schleunigst weg, suchen in Bruchteilen von Sekunden das Weite, schätze ich. Die Soundkulisse verstärkt das eher gemütliche Flair ohne jedoch zu langweilen, bietet uns das, was wir von einem Golftitel erwarten (dürfen). Objektiv gesehen passt es hier aber einfach, das Ganze wirkt professionell aufbereitet mit unübersehbarer Liebe zu Details.

Abgesehen von den angesprochenen spielerischen Längen zwischendurch und ' wer es bierernst nimmt ' dem nicht gerade übertrieben realistischen Gameplay gibt es quasi nichts, was in negativer Hinsicht aufstoßen könnte. Wer Golfspielen etwas abgewinnen kann, erhält mit 'Everybody's Golf' jedenfalls einen schnörkellosen Titel, der meiner Ansicht nach in jede PSP-Sammlung gehört: ein ideales Game für zwischendurch, gerne im Bus, Zug, am Flughafen, besonders im Urlaub aber auch beim Rumfletzen zuhause auf der Couch. Ob man sich diese PSP-Version jetzt auch noch unbedingt zulegen muss, besitzt man bereits einen Teil für eine "große" Konsole, ist klarer zu beantworten, als ursprünglich gedacht. Der Grund? Ganz einfach, der Spottpreis von mittlerweile maximal 20€, oftmals noch deutlich weniger, macht die Entscheidung leicht. Absolute Golffreaks haben ohnehin längst zugeschlagen und diejenigen, die mit diesem Spiel (erst) Lust auf Handheld-Golf bekommen haben, freuen sich zudem über den mittlerweile erhältlichen zweiten Teil. "Everybodys Golf" für die PSP bietet haargenau das, was ich erwartet hatte und das ist völlig okay. Ich bin absolut zufrieden. Spielspaßwertung: glatte 80%.

Plus: Routinierte (niedliche) Aufmachung ohne Patzer, bewährtes 3-Klick-System, gelungene Kamera, Gitternetz auf dem Grün, motivierende Karriere, anspruchsvoll

Minus: Alles freizuschalten erfordert viel Geduld (spielerische Längen inklusive), Simulationsfreaks nicht ernsthaft genug


World Racing 2
World Racing 2

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Lust auf Frust, 2. Januar 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: World Racing 2 (Videospiel)
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass auch für die X-Box Rennspiele ohne Ende erscheinen und dies bereits seit vielen Jahren. Offensichtlich scheint die Zielgruppe immer noch nicht satt zu sein, anders lassen sich die nicht enden wollenden Neuveröffentlichungen Monat für Monat nicht erklären. 'World Racing 2' erschien knapp zwei Jahre nach dem Erstlingsteil, wobei direkt auffällt, dass wir dieses Mal nicht allein auf Fahrzeuge von Mercedes Benz beschränkt sind, sondern vierzig verschiedene fahrbare Untersätze von sechzehn verschiedenen Herstellern zur Geltung kommen. Prototypen, Rennwagen, Oldtimer und normale Straßenwagen sind mit dabei. Fünf Spielmodi werden angeboten, die sowohl Arcadefans als auch Simulationsfreaks bedienen sollen, Trainingsmodus und Multiplayerrennen inklusive. Über einhundert Rennstrecken in Italien, Ägypten, Miami, auf dem Hockenheimring, einer Testrecke und auf Hawaii sowohl auf Asphalt als auch über Stock und Stein offroad sollen keine Langeweile aufkommen lassen, intelligente CPU-Konkurrenz und vorhandener Gegen- und Seitenverkehr für die entsprechende Adrenalinkicks zwischendurch sorgen. Schließlich runden zahlreiche Tuningmöglichkeiten, Lackierungen und ein detailliertes Schadensmodell das Ganze ab... hört sich doch gut an, oder? Stimmt schon, sieht aufgrund einiger Defizite letztlich dann aber doch nicht so wunderprächtig aus, wie man anfangs meinen könnte.

Keine Frage, das obengenannte Aufgebot an Autos, Strecken, Modi und Tuningoptionen ist sicherlich nicht verkehrt und selbstverständlich ein Plus dieses Spiels. Doch gleich zu Beginn die erste Seltsamkeit: um in der 'freien Fahrt' relativ unbeschwert drauflos fahren zu können, müssen erst entsprechende benötigte Punkte aus dem Karrieremodus erworben worden sein? Merkwürdig. Nun gut, daran soll es natürlich nicht scheitern, also nichts wie hin. Der erste Eindruck auf der Strecke ist gut, zwar mangelt es an beeindruckenden Spezialeffekten aber die sehr gute Weitsicht überzeugt und sorgt auf Anhieb für ein angenehmes Spielgefühl. Nett sind sicher auch noch der aufwirbelnde Staub und die Lackspiegelungen, wenig Begeisterung dann aber im Hinblick auf ein Schadensmodell, das selbst auf deftigere Unfälle kaum reagiert, die etwas zu grelle Farbgebung auf der Strecke, die zuweilen irritiert und vor allem ' der dickste Negativpunkt ' ein völlig überzogener Schwierigkeitsgrad, der durch seine stellenweise klare Unfairness sehr viel kaputt macht.

Dass wir das Handling der unterschiedlichen Fahrzeuge nach einer kurzen Eingewöhnungsphase verinnerlicht haben, lässt unweigerlich den Schluss zu, dass es nicht an uns liegt, können wir die uns gestellten Aufgaben nicht vollends erfüllen. Selbst Fortgeschrittene werden sich an den Anforderungen schon ziemlich früh im Spiel die Zähne ausbeißen, nicht nur mir erging dies so. Es gibt nicht die Möglichkeit, am Schwierigkeitsgrad irgend etwas einzustellen, so dass Frustmomente quasi für fast alle von uns vorprogrammiert sind. Dies war beim Vorgänger noch ganz anders und umso unverständlicher dieser Lapsus hier bei Teil 2. Schade um die großen, auf Wunsch sogar frei befahrbaren eingangs erwähnten sechs Gebiete und auch schade um die hübsch lackierten Boliden und der Möglichkeiten, diese ordentlich aufzumotzen. Wer nicht auf Cheats zurückgreift, ist aller Voraussicht nach ziemlich mit seinem (Fahrer-)Latein am Ende und glaubt es mir: Cheats sind meiner Ansicht nach wirklich die allerletzte Lösung. Hier aber vonnöten, schätze ich. Gebt 'AmEx' als Fahrername ein und Ihr habt genügend Schotter, um Euch früh die dicksten Fahrzeuge zu leisten. Traurig, dass es nicht anders zu gehen scheint: korrigiert mich bitte, falls ich mich irre. Der Hauptgrund für den Frust: die CPU-Fahrer fahren regelmäßig unverhältnismäßig schnell, entwickeln nicht nachvollziehbare Turboschübe und rangeln nicht nur, sondern schubsen uns sehr oft mit Erfolg von der Piste oder zumindest unserer Ideallinie. Na toll. Und als ob das noch nicht genug wäre, nervt dann auch noch der Gegen- und Seitenverkehr, na dann viel Spaß.

In grafischer Hinsicht gefallen die bereits erwähnten Lackspiegelungen, kleine Effekte wie der aufwirbelnde Staub, das grundsätzlich nett gemeinte Schadensmodell und die gelungene Weitsicht sind völlig okay. Auch die sich ändernden Tageszeiten sorgen für eine dichte Atmosphäre, doch nicht unter den Tisch fallen lassen wollen wir, dass es mit hochauflösenden Texturen und bemerkenswerten Details am Streckenrand und im Hintergrund eher mau aussieht. Das bereits geschilderte stellenweise Flimmern und die zu grelle Farbgebung erwähnte ich bereits, bleiben noch zu erwähnen gelegentliche Ruckler, die uns auch nicht gerade glücklich machen, versteht sich. 16:9-Breitbild, 60-Hz-Modus und deutsche Bildschirmtexte sind mit dabei, eine Sprachausgabe jedoch nicht, diese fällt komplett weg. Das Hintergrundgedudel wirkt uninspiriert, der 'Soundtrack' ist wenig abwechslungsreich, was noch wesentlich schlimmer im Hinblick auf die Motorengeräusche ist: diese hören sich blechern an (trotz Dolby Digital Unterstützung) und sind sich erschreckend ähnlich. Grafisch präsentiert sich 'World Racing 2' insgesamt (nur) solide und in Sachen Akustik bin ich erst recht nicht zufrieden.

Wie sieht es letztlich mit dem Multiplayerpart aus, vermag dieser zumindest die Langlebigkeit dieses Titels zumindest etwas zu fördern? Nix da. Schlechter als beim ersten Teil sieht es hier aus. Die Strecken, auf denen via Splitscreen zu zweit gefahren werden darf (mehr ist offline nicht möglich), müssen erst freigeschaltet bzw. mit dem hart verdienten Zaster aus der Karriere erst gekauft werden! Da wir das Geld im Normalfall (ohne Cheat) für andere Dinge dringend benötigen, dürfte dies schätzungsweise sehr lange dauern. Das Verlinken mehrerer Konsolen oder eine Onlineunterstützung finden wir erst gar nicht vor. Ziemlich schlapp für ein Rennspiel, das erst Ende des Jahres 2005 erschien, da durften wir mittlerweile schon wesentlich mehr erwarten. Nein, wirklich nicht, ein großer Umfang, die auf Wunsch frei befahrbaren Landschaften, die zahlreichen Tuningoptionen, hübsche Lackierungen und grundsätzlich interessante Rennstrecken reichen nicht aus, um eine Empfehlung aussprechen zu können. Das mag vielleicht etwas hart klingen, aber ernsthaft: wer von Euch möchte angesichts der Masse an verfügbaren ' und teils herausragend guten ' Rennspiele sich mit einem unfairen Raserspiel rumärgern, welches uns dann noch nicht einmal mit prächtiger Optik und satter Soundkulisse verwöhnen kann? Niemand. Daher hieß es in meinem Fall auf Nimmerwiedersehen: ich habe es wenige Tage später wieder verkauft. Spielspaßwertung: 55%.

Plus: Großer Umfang, grundsätzlich interessante Modi, viele Strecken und (im Gegensatz zum Vorgänger) mit vielen unterschiedlichen Herstellern, Tuning, Schadensmodell, hübsche Lackierungen

Minus: Viel zu unfaire CPU-Konkurrenz: ohne Cheat praktisch unspielbar, zudem nerviger Gegenverkehr und deftige Nebenbedingungen, zu grelle Farben, stellenweise Flimmern und Ruckeln, schlapper Sound, schwacher Multiplayer


Dragon Quest: Die Reise des verwunschenen Königs
Dragon Quest: Die Reise des verwunschenen Königs
Wird angeboten von Buecher-Topshop
Preis: EUR 14,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vier Früchtchen sollt Ihr sein, 2. Januar 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ein Rollenspiel der Superlative, schaut man sich die Bewertungen seinerzeit im Jahr 2006 im Hinblick auf 'Dragon Quest ' Die Reise des verwunschenen Königs' an, scheint dieses Videogame zu sein, fast schon erschrocken war ich über die exorbitant hohen Bewertungen, welche dieses PS2-RPG sich einheimste, als ich mir die doch relativ einfachen Screenshots im Comic-Look anschaute: das soll der Mega-Kracher sein? Okay, der Look ist nicht alles bei einem Fantasy-RPG, spielen doch Identifikation mit Story und Figuren, die Dichte der Atmosphäre, ein Tiefgang, Langzeitmotivation und natürlich auch sehr gerne ein immenser Suchtfaktor sollen es richten, doch gegen einen Leckerbissen in Sachen Grafik und Sound würden wir uns ja auch nicht wehren, schätze ich. Nun denn, ungewöhnlich ist hier manches und erstaunlich simpel auch vieles, doch genau das ist hier der Clou: es wird sich auf das Wesentliche beschränkt, was bei einem Rollenspiel wichtig ist und das dann richtig ausgeweidet. Humor ist hier zweifelsohne Trumpf! Nur in Bezug auf die Optik mag es Geschmackssache sein, doch die übrigen Zutaten dieses Videospiels sind in der Tat bemerkenswert, wie ich letztlich feststellen durfte.

Mittlerweile ist 'Die Reise des verwunschenes Königs' der achte Teil der in Japan weltberühmten und auch erfolgreichsten (noch vor Final Fantasy!) Rollenspiel-Serie, umso trauriger das erst dieser Teil als deutsche Pal-Version erschien. Aber nun gut, freuen wir uns darüber, dass es überhaupt vollbracht wurde. Bierernst geht es hier jedenfalls nicht zu, ganz im Gegenteil, ein Feuerwerk an humorvollen Einlagen wird hier abgefeuert. Im Mittelpunkt steht eine ziemlich ungewöhnliche Truppe, die zunächst eher aus trotteligen Verlierern zu bestehen, als dass sie aus heroischem Holz geschnitzt zu sein scheint. Knallbunt sieht es im Übrigen überall aus, alles scheint einem Comic entsprungen, besonders detailreich ' wie wir es zumindest im Jahr 2006 mittlerweile gewohnt sind ' sieht es nicht aus, dafür aber immer sehr stimmungsvoll. Kräftige helle wie dunkle Farbtöne prägen das Bild, rasante Kamerafahrten sind hier nicht zu konstatieren, wohl aber das stete Wahren der Übersicht, ähnlich wie auch die kinderleichte Benutzerführung steht das Praktische im Vordergrund, sehr schnell geht uns alles aus der Hand. Trotz des simplen Aufbaus offenbart sich uns mit der zeit eine erstaunliche Vielfalt an Möglichkeiten im Kampf und es macht sich ' zumindest bei mir ' ein unglaublich hoher Suchtfaktor breit, den jeder Liebhaber des Genres sich immer so sehr wünscht!

Wir erforschen mehr oder weniger ungeduldig die uns bislang unbekannte Umgebung, halten hier und da ein Schwätzchen, schauen uns in den Läden an, was wir uns noch alles nicht leisten können und lassen es erst einmal gemütlich angehen... hektisch wird es im Übrigen nie. Vorsichtig wagen wir uns hinaus ins Freie, außerhalb der Stadttore, sammeln unsere ersten Erfahrungspunkte im Kampf mit uns feindlich gesinntem Gesocks, trauen uns schließlich in düstere Dungeons oder Burgruinen und überlegen uns stets, ob wir nicht lieber erst einmal den Heimweg antreten sollten, um unsere Beute zu verkaufen und Bares in Gegenstände zu verwandeln, um daraufhin deutlich gestärkt, uns erneut auf den Weg zu machen. Nicht zu vergessen, die Fertigkeiten, die wir beim Levelaufstieg gut überlegt an unsere Helden verteilen, immer den Blick darauf, mit welcher Waffe zum Beispiel die entsprechende Figur am besten umgehen könnte (Schwert, Axt, Peitsche, Pfeil und Bogen, Keule, Bumerang oder Zauberstab). Magie beherrschen übrigens alle vier Hauptfiguren (unser Held, Ex-Bandit Yangus, Templer Angelo und Zauberin Jessica), wobei in erster Linie gerade am Anfang Heilzauber, Herbeirufen von uns unterstützende Monster und nicht zuletzt die Teleportation sehr willkommen sind. Unser Alter Ego heilt und teleportiert sehr gerne, Yangus ruft Monster herbei, Angelo heilt Statusprobleme bei den Kameraden und Jessica kann als Einzige richtig hexen (dafür kann sie nur leichte Waffen tragen) und bedient sich nur allzu gerne der Elementarkräfte. Zahlreiche Spezialmanöver, das Erlangen entsprechender Talente vorausgesetzt, garnieren das Ganze zudem sehr gut und sorgen ' trotz der simplen Basis ' für einen süchtig machenden Spielverlauf.

Letzteres liegt aber auch an den sehr gelungenen Dialogen und herausragenden englischen Sprachausgabe, welche den schrägen Humor wunderbar portiert. Schwer, diesen zu beschreiben, man muss ihn im Spiel einfach gesehen und gehört haben. Die Identifikation mit den Helden gelingt jedenfalls vortrefflich, quasi vom Start weg. Unser Held ist da noch eher zurückhaltend, Yangus ein lustiges und vor allem lautes Kerlchen mit krimineller Energie, Schönling Angelo lässt Frauenherzen höher schlagen und Jessica ist manchmal wirklich eine echte Zicke. Stimmung kommt hier immer schnell auf, sowohl gute als auch schlechte, langweilig wird es mit den vier Früchtchen jedenfalls nie.

Kompliziert ist in Sachen Kämpfen hier nichts, das Wörtchen Komplexität ein absolutes Fremdwort. Rundenweise wird agiert, dabei attackiert, verteidigt, Magie angewendet oder ein Zauberspruch vom Stapel gelassen. Geflüchtet werden kann natürlich auch, aber das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Die Monster sehen eher lustig aus denn furchterregend aus, aber viel schrägere Wesen dürftet Ihr kaum gesehen haben, lasst Euch überraschen. Zufallskämpfe sind leider auch hier an der Tagesordnung, aber dies immerhin erst mal bei Dragon Quest in schickem 3D-Gewand. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu leicht, nicht zu schwer, sollte demnach für niemanden aus der Zielgruppe eine Enttäuschung darstellen.

Bemerkenswert die Soundeffekte, so zum Beispiel das Knistern des Kamins, der pfeifende Wind, die knackenden Zweige, die schlurfenden Schritte oder die knarrende Tür. Die Spielumgebung ist riesig groß, die Schauplätze außerordentlich abwechslungsreich, Geheimnisse gibt es ohne Ende zu entdecken und der Suchtfaktor immens hoch. Durch die hohe Identifikation mit dem schrillen Humor, den liebenswerten Charakteren, den tollen Dialogen, den vielen Überraschungen und der durchweg zwar nicht sonderlich spektakulären aber durchweg fehlerlosen Präsentation entsteht eine extrem dichte Atmosphäre, der sich nur diejenigen entziehen können, welche mit der sehr eigenwilligen Optik nichts anfangen können. Gegen Ende der Playstation 2 Ära gelang Entwickler Level 5 / Hersteller Square Enix noch einmal ein ganz großer Wurf. Der allerdings unter dem Strich dennoch Geschmackssache ist, aber andererseits aufgrund des unkomplizierten und sehr humorvollen Spielverlaufs auch Nicht-Rollenspieler eventuell angelockt haben könnte.

Plus: Schräge Charaktere, sehr schriller Humor, knallbunt, gute Soundkulisse, sehr unkomplizierte Handhabung, riesige Spielwelt, tonnenweise Geheimnisse, sehr gute Dialoge, vorzügliche englische Sprachausgabe, immenser Suchtfaktor, endlich auch in 3D

Minus: Grafikstil ist eigenwillig und schmeckt wahrlich nicht jedem, insgesamt unspektakulär präsentiert, kein komplexes Kampfsystem


The Elder Scrolls IV: Oblivion
The Elder Scrolls IV: Oblivion
Wird angeboten von kingdomMedia
Preis: EUR 38,56

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffnungsträger, 29. Dezember 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls IV: Oblivion (Videospiel)
Ein absolutes Meisterwerk stellt das Rollenspiel 'The Elder Scrolls 4 ' Oblivion' für die X-Box 360 dar. Ich könnte sicherlich mehr als 3.000 Wörter über diesen Meilenstein schreiben, der auf seine Art einzigartig ist, aber ich versuche aus persönlichen Gründen, mich sehr kurz zu fassen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Im Grunde geht man hier 'back to the roots', was das Gameplay angeht, denn genau so ' nur eben optisch bei weitem nicht so brillant ' sahen die Rollenspiele der ersten Stunde aus. Während heutzutage ' speziell in Japan ' kulleräugige kleine Wutze in bonbonfarbener Fantasylandschaft entweder in gemütlichen rundenbasierten Kämpfen oder eben in Echtzeit schnetzelnd aufeinander losgehen, ist es hier bei Elder Scrolls 4 so wie in den RPG der 80er und 90er Jahre: wir schauen aus einer Ego-Perspektive auf das Geschehen, sind mittendrin statt nur dabei. Wir wandern durch düstere Dungeons, lichtdurchflutete Wälder, eisige Gebirgszüge oder nachts am Strand umher und werden womöglich im nächsten Augenblick Opfer eines hinterlistigen Überfalls, oft nicht ahnend dass sich ein Feind ' ganz gleich ob Mensch, Tier oder Monster ' gerade durch das Dickicht schleicht oder sich heimlich, still und leise durch das hohe Gras auf uns zu bewegt. Hier werden keine kitschigen Romanvorlagen geliefert, in denen eine bunt zusammengewürfelte Truppe es mit Heerscharen an Feinden aufnimmt, sondern wir werden gleich zu Beginn des Abenteuers ins kalte Wasser geworfen und müssen nun zusehen, wie wir klarkommen.

Das Kaiserreich Tamriel droht zu zerfallen, gleich zu Beginn werden wir Augenzeuge des Mordes am König, der Thronerbe ist verschwunden, finstere Tore öffnen sich überall, aus denen Ausgeburten der Hölle strömen und für apokalyptische Zustände sorgen, ein Alptraum wird wahr. Wir schlittern total ungewollt in all das hinein, scheinen der Auserwählte zu sein, auf dem die immense Verantwortung lastet, auf dem all die Hoffnung der Bürger ruht... na denn nichts wie los! Dass es sich um ein sehr erwachsenes Rollenspiel handelt, merken wir unter anderem am nicht zu verachtenden Schwierigkeitsgrad, speziell die ersten Spielstunden sind nichts für schwache Nerven. Oft ist es auch besser, manch einen Feind zu umgehen, beispielsweise in einem Höhlenlabyrinth lieber einen anderen Weg einzuschlagen, als die Konfrontation mit diesem zu suchen, denn lediglich eine zerlöcherte Lederkutte, abgelatschte Sandalen, ein mächtig in die Jahre gekommener Lederholm und eine primitive Holzkeule sind nicht gerade die Mordinstrumente, mit denen wir auf lange Sicht überleben könnten. Genau das fördert ein hohes Maß an Realismus zutage und das Eintauchen in die Atmosphäre ist innerhalb kürzester Zeit passiert, sehr ungerne legt man nach Stunden das Joypad aus der Hand, möchte nur mal eben noch ins nächste Dungeon, eine weitere Quest erfolgreich absolvieren, sich weiteres überlebenswichtiges Kleingeld als Belohnung einsacken, endlich das heiß ersehnte Rüstungsteil käuflich erwerben und bei einem Levelaufstieg die Schwachpunkte unserer Charakterattribute etwas ausmerzen und die Stärken besser zum Vorschein bringen können. Der Suchtfaktor ist gewaltig hoch und die Spielwelt gigantisch groß, ebenso die Anzahl der Quests nahezu unendlich: wer es drauf anlegt, kann mit diesem RPG hier mit dem bloßen Bewältigen des Hauptstranges in etwa 30 Stunden durch sein, aber auch locker 150 bis 200 Stunden verbringen, noch Fragen?

Die Steuerung erlaubt es uns, sowohl in der Third-Person-Perspektive als auch in Egoansicht zu Werke zu gehen, wobei ich mir sicher bin, dass 99% aller Spieler letztlich auf die Ego-Variante zurückgreifen werden. Selbst diejenigen unter uns, die mit Egoshootern nicht so viel am Hut haben, werden die saubere Handhabung schnell verinnerlicht haben. Anfangs wankt man vielleicht noch etwas unbeholfen daher, lässt die sensible (aber gute) Kamera oftmals am Feind vorbeischwenken, doch noch innerhalb der ersten Spielstunde sollte es diesbezüglich überhaupt keine Probleme mehr geben, zumal die Tastenbelegung äußerst sinnvoll angelegt ist und die Steuerung an sich erfreulich präzise ausgefallen ist. Auch die einigen von uns nicht ganz unbekannten 'Schwindelanfälle' beim zu heftigen Justieren bzw. Schwenken der Kamera in der 3D-Umgebung bleiben irgendwie aus, das ist höchst erfreulich und wirkt sich natürlich sehr positiv auf das Spielgeschehen aus. Ganz und gar nicht frustrierend, wenn auch nicht gerade äußerst motivierend sind die Achievements für den Gamerscore angelegt, hier waren die Macher ausnahmsweise nicht mit sonderlichem Einfallsreichtum gesegnet, durch das hauptsächlich brave Abklappern aller Nebenstränge im Hinblick auf die vier Gilden hatte ich schnell 1.000 Gamerscorepunkte erreicht, lediglich der Zusatzinhalt nervt, den ich nur zur Hälfte absolvierte, da er viel zu stupide war, letzten Endes standen bei mir 1.100 von 1.200 machbaren Punkten zu Buche, ohne dass ich mich darauf sonderlich konzentriert hatte. Hier war wirklich mehr drin, eine der wenigen verbesserungswürdigen Punkte bei diesem gigantischen Fantasy-Epos.

Die meiste Zeit über schlagen wir uns mit dem Erfüllen von Quests herum, die aber oft erst durch entsprechend geführte Dialoge freigeschaltet werden müssen. Das Verbessern unserer physischen und magischen Fähigkeiten ' sowohl offensiv als auch defensiv ' sind quasi der rote Faden im gesamten Spiel, denn wer möchte zum Beispiel kein exzellenter Schmied sein, wodurch wir später alle noch so komplizierten Waffen selber wieder reparieren können, das spart letztlich Unmengen an Geld und wir am Anfang vielleicht etwas unterschätzt. Ein guter Dieb zu sein, ist auch nicht verkehrt, sammeln wir durch das stete Einbrechen in Wohnungen nicht nur unsere Fähigkeit, Schlösser zu knacken und zu schleichen, sondern füllen so ganz nebenbei unseren Geldbeutel. Den Zaster haben wir speziell am Anfang auch bitter nötig. Die vier Gilden (Assassine, Dieb, Kämpfer und Magier) haben im Übrigen ihre eigenen Philosophien, an die man sich auch tunlichst halten sollte, um nicht ausgeschlossen zu werden, mit etwas Umsicht schaffte ich es aber, letztlich allen zugehörig zu sein und bei allen bis zum obersten Level aufzusteigen. Sehr interessant ist es hierbei, dass je nach momentan angelegter Kleidung die Einwohner unterschiedlich auf uns reagieren und auch die eigene Sichtweise bezüglich des Alltags mag mitunter divergieren. Der Großteil der Gebäude oder Verliese ist jederzeit wieder betretbar, was vor allem dann von Bedeutung ist, wenn wir anfangs zu schwach waren oder mangels vorhandener Gewichtskapazität einen Teil der Beute zunächst dort zurücklassen mussten. Diese sacken wir uns natürlich wieder schnellstmöglich ein, versteht sich. Das gilt für alle Charakterklassen, egal ob Ihr beispielsweise als Dieb, Assassine, Kampfmagier oder Hexenmeister unterwegs seid.

Wir freuen uns nicht nur über eine ausgeklügelte Steuerung und deren Präzision bei der Ausführung, auch das umfangreiche Menü ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gut verstanden. Schon sehr bald wuseln wir durch zig Seiten bzw. Untermenüs, um in Erfahrung zu bringen, wie gut wir mittlerweile im Umgang mit Nahkampf-, Fernkampfwaffen, Zaubersprüchen basierend auf den Elementarkräften und sonstigen Fertigkeiten wie Handeln und Sprechen, aber auch Schleichen und Schlösser knacken sind. Die Liste der Fähigkeiten und Charakterattribute ist ellenlang und wirkt sich tatsächlich sichtbar auf unseren Alltag aus, die Verbesserungen sind regelmäßig nicht zu übersehen. Es metzelt sich einfach leichter durch Horden an Dämonen, Hexern, Dieben, Kobolden, Trollen, Sauriern, Meuchelmördern und Zombies, wenn der Umgang mit dem Zweihänder oder dem Mega-Heilspruch angenehm stark perfektioniert wurde. Der Schwierigkeitsgrad ist eher im hohen Bereich anzusiedeln, wird aber zum Glück nur extrem selten unfair, sofern man sich klug anstellt und das Ganze nicht zu stürmisch angeht: oft ist es ratsam, mitsamt der Beute die Reise vorzeitig abzubrechen, das Erbeutete in bare Münze einzutauschen, sich auszurüsten, eventuell sich etwas leichtere Gegner als Warm-Up auszusuchen, um dann ein paar Stunden später deutlich gestärkt erneut dem feindlichen Gesocks Auge in Auge gegenüber zu stehen. Macht zudem davon Gebrauch, Euch mindestens zwei Speicherpunkte anzulegen und im Freien vom Speichern auch regelmäßig Gebrauch zu machen, meistens erkennt Ihr an der Art der musikalischen Untermalung, ob Ihr in Sicherheit seid: zögert nach einem längeren Beutezug und erst recht nach jeder Nebenmission nicht und macht Euren Save!

In grafischer Hinsicht ist es ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wirken manche Texturen ziemlich matschig, besonders in den Innenbereichen der Dungeons, andererseits sieht die Landschaft 'draußen' größtenteils absolut fantastisch aus. Das Wehen der Gräser im Wind, das Glitzern des Sees bei Nacht, überhaupt die Lichteffekte, die sehr detailreich gezeichneten Waffen und erst recht die 3D-Schauplätze im Freien sind ein Augenschmaus. Die Köpfe der Personen, mit denen wir sprechen, sehen zwar etwas auf den Rumpf aufgesetzt aus, wie ich zumindest fand, dafür begeistert das Mienenspiel. Die deutschen Bildschirmtexte sind allerdings zuweilen äußerst schlampig und erstaunlich oft den ein oder anderen Lacher wert. Unfreiwillig komisch ist es ab und an, was sich uns in Textform erschließt und manchmal weiß man wirklich nicht, was eigentlich gemeint ist. Schade, das passt eigentlich gar nicht zu diesem Rollenspiel, welches gerade durch seine Liebe zum Detail begeistert. Die deutsche Sprachausgabe ist hingegen gelungen und überhaupt ist die Soundkulisse brillant, gerade der Wechsel von ruhigen Phasen und urplötzlich bei Gefahr lauter werdende Musik überzeugt komplett, dazu gesellen sich glasklar klingende Soundeffekte, bei denen man ab und an denkt, als kämen sie direkt aus unserem Wohnzimmer hinter der Couch. Oder so ähnlich zumindest.

Ihr wollt die totale Bewegungsfreiheit? Hier habt Ihr sie! Ihr wünscht Euch eine gigantische Spielwelt mit Unmengen an Quests, einer ellenlangen Liste an verbesserungswürdigen Fähigkeiten, einen fordernden aber nicht unfairen Schwierigkeitsgrad und insgesamt einen immens hohen Suchtfaktor? Bitteschön! Das Spielsystem ist (und ich schreibe das wirklich selten!) genial, die Entwicklung unseres Charakters könnte kaum individueller sein, wir sind das ganze Abenteuer über absolut frei! Hochspannung ist vorprogrammiert, Abwechslung trotz der sich mit der Zeit wiederholenden Quests (geht zu Punkt A, sprecht mit Person B, reist zum Ort C, metzelt die Feinde D-Y nieder und sprecht zu guter letzt mit Person Z, um Eure Belohnung zu erhalten) ist dank der vier Gilden und ständig zu perfektionierenden Talente (nur bei stetem Gebrauch erfolgt ein Aufstieg des jeweiligen Talents!) absolut Trumpf. Wer 'Elder Scrolls 4 ' Oblivion ' nicht kennt, hat echt was verpennt.

PLUS: Gigantisch große Spielwelt, tonnenweise Quests, totale Bewegungsfreiheit, schöne 3D-Schauplätze, hochspannend, fordernd aber so gut wie nie unfair, gelungene Soundkulisse und Sprachausgabe, hervorragende Steuerung und Menüführung, hoher Suchtfaktor

MINUS: Manchmal treten grafische Patzer in Form von Slowdowns oder Pop-Ups auf, deutsche Bildschirmtexte zuweilen mächtig vergurkt, Achievements nicht wahnsinnig motivierend angelegt


Onimusha - Dawn of Dreams
Onimusha - Dawn of Dreams
Wird angeboten von Medien-Versand
Preis: EUR 43,98

4.0 von 5 Sternen Schwertschnetzelmeister, 29. Dezember 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Onimusha - Dawn of Dreams (Videospiel)
Ein abschließendes Urteil über 'Onimusha ' Dawn of Dreams' zu fällen, ist wahrlich nicht leicht. Fakt ist, dass dieser vierte Teil irgendwie anders ist als seine drei Vorgänger, aber nur stellenweise Verbesserungen zu verzeichnen sind, einige Punkte hingegen eher 'verschlimmbessert' wurden. Der Hintergrund blieb hier bei 'Dawn of Dreams' jedoch gleich, erneut schnetzeln wir uns in einem Samurai-Abenteuer durch das fernöstliche Japan und machen reihenweise die unliebsame Bekanntschaft mit Dämonengesocks jeglicher Couleur. Mir jedenfalls gefielen Teil zwei und drei wesentlich besser als dieser vierte und ich denke, dass dies keineswegs nur Geschmackssache ist. Nichtsdestotrotz haben wir es mit einem wirklich sehr ordentlichen und klar überdurchschnittlich guten Actionspiel zu tun, nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen, welches sich erfreulicherweise auch einzelner Rollenspiel-Elemente bedient und dadurch den Spielverlauf zumindest etwas aufpeppt.

Nobunaga ist nun endlich nicht mehr der Oberscherge, diesbezüglich scheint endlich Schicht im Schacht bzw. Ruhe eingekehrt zu sein. Nunmehr ist es allerdings Fürst Hideyoshi, der begierig nach einer Ausweitung seiner macht giert und sich ' wie so oft ' dämonischer Hilfskräfte bei der Durchsetzung seines Verlangens bedient. Die Genma sind es, die uns das Leben in der Folgezeit in Heerscharen erheblich schwer machen und zeitgleich den finsteren Fürsten zu einem gottgleichen Status verhelfen sollen. Diesem Größenwahn muss natürlich unverzüglich Einhalt geboten werden und so sind natürlich wir es und zwar in Gestalt seines Ziehsohnes Hideyasu oder auch abgekürzt Soki gerufen, der sich als begnadeter Schwertkämpfer mutig in den Weg stellt und mit kleiner aber feiner Unterstützung weiterer tapferer Helden - Ninja-Fräulein Jubei, die Waffen-Amazone Ohatsu, Monk Tenkai und der spanische Haudraufwienichts Roberto sind das Heldenquartett, welches unserem Helden Soki zu Hilfe eilt - die Gefolgsleute in Armeenstärke ins Jenseits befördern möchte. Allein für die gute Sache, versteht sich.

Jeder der fünf Helden verfügen über spezielle Kampftechniken und Spezialtalente, was natürlich ordentlich Würze und somit die erhoffte Abwechslung ins Spielgeschehen bringt. Auf Wunsch erteilen wir jedem der Kameraden nunmehr sogar taktische Befehle, die im Extremfall in einem kompromisslosen Angriff oder als Pendant dazu im sturen Verteidigen bzw. Blocken zwecks Regeneration der angeschlagenen Lebensenergie gipfeln. Gerade Letzteres ist sehr sinnvoll, da wir uns die Verwendung wertvoller Heiltränke lieber für extrem knifflige Situationen aufheben sollten. Passt und die Vorgehensweise eines Kameraden irgendwie doch nicht in den Kram, können wir auch die Steuerung jener Figur übernehmen, was in manchen Situationen sogar notwendig ist, um im Zusammenspiel bestimmte Hindernisse zu überwinden: Teamwork unter anderem auch durch Frauenpower ist dann nicht selten Trumpf, wenn Ohatsu Türen sich beispielsweise ohne mit der Wimper zu zucken aufsprengt oder sich elegant per Enterhaken über gähnende Abgründe schwingt oder die zarte Jubei sich durch enge Passagen quetscht oder schmale Stege balancierend überwindet.

Sehr gut und nicht hoch genug gelobt werden kann die Tatsache, dass endlich auch zu zweit zu Werke gegangen werden kann, wobei angeblich das einmalig erfolgreiche Durchspielen des Abenteuers aber Voraussetzung ist. 'Angeblich' deswegen, da Gerüchte kursieren, dass dies auch vorher möglich ist, doch diesbezüglich müsst Ihr Euch dann schon selber schlau machen. Online gibt es hier übrigens nichts zu lachen und auch ein Verlinken mehrerer Konsolen zwecks Multiplayerspaß bleibt hier bei 'Dawn of Dreams' außen vor.

Zum Erkunden gibt es jede Menge, insbesondere die zahlreichen Abkürzungen sind dabei interessant: oft sind diese aber erst später möglich bzw. dadurch, dass sich einer der fünf Figuren erst später uns angeschlossen hat und nur mit jener Spezialfähigkeit das Durchschreiten jener Abzweigung möglich ist. Also nichts wie zurück in eine bereits absolvierte Gegend, was ziemlich bequem vom Basislager aus dann auch in die Tat umgesetzt werden kann. Warum überhaupt die Mühe? Selbstverständlich locken an jenen zunächst nicht begehbaren Schauplätze wichtige Waffen und Gegenstände, versteht sich.

Motivierend ist auf jeden Fall der zusätzliche Einbau des Erwerbs an Erfahrungspunkten, wie wir es aus Rollenspielen (RPGs) ja bestens kennen. Hier bei 'Dawn of Dreams' ist es nicht mit einem oberflächlichen Ausbau von Waffenupgrades und Statuswerten getan, hinzugesellt haben sich in diesem vierten Teil das individuelle Verteilen der Punkte und somit Gewichten auf Angriff, Verteidigung und Kombos. Nach wie vor sammeln wir brav die Seelen frisch erlegter Opfer ein, um mit diesen Waffe und Rüstung aufzumotzen, versteht sich, hier ist alles beim alten geblieben und das ist auch gut so. Zu guter letzt gibt es nun auch die Möglichkeit, die Items nicht nur zu kaufen und verkaufen, sondern auch mehrere von ihnen zu höherwertigen verschmelzen zu lassen, auch das ist natürlich nicht verkehrt.

Das Kampfsystem hingegen wirkt etwas überfrachtet, so zumindest mein persönlicher Eindruck, das war eigentlich nicht nötig. Bis man den Bogen raus hat, vergeht dem ein oder anderen von uns sicher die Lust, hier wäre weniger mehr gewesen, schätze ich. Natürlich wird der Perfektionist alles darauf setzen, sämtliche Waffen und Rüstungen aufzumotzen sowie alle Talente zu erlernen, doch zumindest Einsteiger und Gelegenheitsspieler, was das Actiongenre angeht, fühlen sich überfordert. Ich jedenfalls empfand das zu komplexe Kampfsystem als eher hinderlich, den Spielfluss mehr hemmend denn förderlich. Mag dies eventuell noch unterschiedlich gesehen werden, so kann es sicherlich keine zwei Meinungen darüber geben, dass die frei drehbare Kamera eine sehr gute Sache ist und ein angenehmes Spielgefühl vermittelt. Ebenso klar dürfte aber auch sein, dass Rätselfreunde hier kaum ihren Spaß haben werden, denn bis auf simple Knobeleien bei den Teamworkaufgaben ist mir hier nichts Wesentliches in Erinnerung geblieben. Und wenn wir ganz ehrlich sind, ist der grundsätzlich zu begrüßende größere Spielumfang (bis zu 40 Stunden können es schon werden) erschummelt, denn allein die Bossgegner ähneln sich teilweise frappierend und ein Feuerwerk an Abwechslungsreichtum, was die Schauplätze angeht, wird hier auch nicht veranstaltet, um ehrlich zu sein. Ganz im Gegenteil, das Leveldesign ist einfallslos.

Schließlich hat speziell bei einem Actionspiel die Optik eine besondere Bedeutung und da ist es tatsächlich ein zweischneidiges Schwert: einerseits sehen die Figuren sehr nett animiert aus und auch die gleißenden Lichteffekte wissen zu gefallen, selbst die Schauplätze sind im Regelfall detailreich gezeichnet, doch andererseits enttäuschen die ziemlich schwachen Zwischensequenzen und todlangweilige Textpassagen und reißen uns oftmals böse aus der Spielatmosphäre raus. Eine deutsche Sprachausgabe wurde uns übrigens auch im vierten Onimusha-Abenteuer nach wie vor nicht spendiert. So wird uns quasi nahezu die gesamte Handlung nur in Texteinblendungen erzählt, für ein Actionspiel aus dem Jahr 2006 keine reife Leistung. In dieser Hinsicht, in Sachen Engagement bei der Inszenierung, enttäuscht uns Capcom mehr als nur ein wenig. Dass der Soundtrack und die entsprechenden Effekte zwar in Ordnung gehen, aber insgesamt auch keine Bäume ausreißen, passt da dann eigentlich recht ins Bild. Was bringt es mir, wenn ich mir so viel Mühe gebe mit den fünf Heldenfiguren im Hinblick auf deren Weiterentwicklung, wenn sie in der Handlung so blass inszeniert rüberkommen? Mir war's zu wenig.

Alles in allem bietet dieses Fernost-Geschnetzel sehr ordentliche Unterhaltung, zudem das Hochleveln wirklich motivierend gestaltet ist und die Spezialtalente der einzelnen Protagonisten wirklich Sinn machen. Eine richtig runde Sache ist es aus den genannten Gründen aber nicht geworden, zumindest zu einem Hit hat es nicht gereicht. Genre-Fans und erst recht solche der drei Vorgänger greifen aber zu, obgleich sie sich unter anderem auch auf Neuerungen gefasst machen müssen, die sie nicht allesamt begrüßen werden...

PLUS: Motivierendes Hochleveln, individuelle Spezialtalente der fünf Figuren, schön animierte Charaktere und detailreiche Texturen, phasenweise Teamwork, meistens frei schwenkbare Kamera, auch zu zweit (später) möglich, umfangreich

MINUS: Leblose Inszenierung: Textpassagen als Erzählmittel langweilen arg, schwache Zwischensequenzen: Identifikation mit Story und Helden leidet darunter nicht unerheblich, Bossgegner ähneln sich teils frappierend, einfallsloses Leveldesign


Rogue Trooper
Rogue Trooper
Wird angeboten von Mc-MEDIA-LEMGO Alle Preise inkl. 19% Mehrwertsteuer. Impressum und AGB`s unter Verkäuferinfo.
Preis: EUR 19,95

2.0 von 5 Sternen Kanonenfutter, 29. Dezember 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Rogue Trooper (Videospiel)
Dass man 'Rogue Trooper' für die X-Box als 'Titel von der Stange' bezeichnen muss, liegt an vielen Dingen. Das actionreiche Ballerspiel von Eidos aus dem Jahr 2006 ist weder ein sensationeller Hingucker noch kann es uns in Sachen Spielverlauf außerordentlich fesseln. Darüber hinaus ist die Spielzeit auch noch viel zu kurz, so dass mir im Traum nicht einfällt, wieso man seinerzeit 60 Euro hinblättern sollte, selbst die Hälfte wäre noch zuviel gewesen. Angesichts der überwältigenden Genre-Konkurrenz geht dieser Durchschnittstitel gnadenlos unter, um einen Flop handelt es sich hier aber wiederum auch nicht. Die Story in diesem Science-Fiction-Abenteuer im Comic-Stil mit nicht uninteressanten Charakteren ist nämlich gar nicht einmal so verkehrt und dies in Verbindung mit atmosphärischen Kämpfen bildet eine gute Basis, mehr als nur diese ist aber letztlich leider nicht herausgekommen.

Gut ist zumindest, dass der Multiplayerspaß (beide Modi sind Koop-Varianten) ordentlich berücksichtigt wurde, denn offline können sich zwei, per Linkkabel an bis zu vier Konsolen insgesamt acht und online auf X-Box Live ebenso acht Spieler austoben. Leider läuft es dann aber nicht immer rund, auffallend war, dass der ein oder andere Spieler aus nicht nachvollziehbaren Gründen ins Gras beißen musste, was das Mehrspielertreiben nach relativ kurzer Zeit dann sehr unattraktiv machte. Online auf X-Box Live war damals schon schnell die Luft raus und sehr oft überhaupt niemand zugegen. Konzentrieren will ich mich daher auf die Einzelspielerkampagne, die in der Summe zwar wirklich unterhaltsam ist, eine kurzzeitige angenehm dichte Spielatmosphäre aufweist und auch abwechslungsreich daherkommt, aufgrund der gleich genannten Defizite aber einen faden Nachgeschmack hinterlässt.

Unser Held ist ein blauhäutiger GI, der auf den Namen Rogue hört und dieser hat es wahrlich nicht leicht, ist er in diesem Third-Person-Shooter ziemlich früh bereits auf sich allein gestellt. Und das dann auch noch auf einem sehr ungemütlichen, von Chemiewaffen verseuchten Planeten. Die anfangs vier Kameraden des Bodentrupps landen mitten in einer Kriegszone (es herrscht ein erbitterter Krieg zwischen Nort und South, wir gehören zu letzterer Gruppierung), sehr schnell beißen jedenfalls seine drei Teamkollegen ins Gras, Rogue kann diese aber in Form eines Mikrochips (beziehungsweise deren Persönlichkeiten) in seine Kampfausrüstung mit einbauen: Kumpel Bagman wird selbstredend im Rucksack verstaut, verwaltet quasi die Items und kümmert sich um Munitionsvorrat, wichtige Gegenstände und die Upgrades.

Nervig ist dabei auf Dauer, dass wir unentwegt das Altmetall von den frisch verblichenen Feinden einsammeln müssen, um überhaupt erst die Munition und Upgrades herstellen zu können. Der Kamerad namens Helm darf unser Haupt schmücken und dient uns dann (aber auch nur dann, wenn wir ihn aufgesetzt haben) als Radarmelder und Erzeugen Hologramm zwecks Ablenkung der Gegner: setzt ihn einfach an Computern oder Terminals ab und schon funktioniert die Falle. Wir verschanzen uns wenige Meter entfernt und lauern auf die dadurch angelockten Gegner und machen mit diesen selbstverständlich kurzen Prozess. Darüber hinaus nützt uns 'Helm' als Hacker von Terminals und Knacker von Türschlössern, ein alles in allem ein sehr hilfreicher und somit aus meiner Sicht sehr sympathischer Zeitgenosse, wenn Ihr mich fragt.

Überhaupt ist Verschanzen und Auflauern das A und O hier, im Gegensatz zu Ballerorgien auf freiem Feld ist diese Taktik wesentlich erfolgsversprechender. Dies mag ja auch grundsätzlich Sinn machen, doch ist die Diskrepanz hinsichtlich des Erfolges zwischen Nah- und Fernkampf ist einfach viel zu groß. Manchmal ist es extrem schwierig, trotz halbautomatischer Zielerfassung im offenen Kampf zu überleben, hingegen kaum fordernd, lauern wir geduldig auf die Feinde, um sie einen nach dem anderen abzuservieren. Dies verdanken wir vornehmlich dem letzten treuen Kumpanen im Bunde, nämlich Gunnar, der sogar zuweilen auch ganz von alleine das Feuer eröffnet.

Die Soldaten und die ' relativ selten auftauchenden ' Mechs sind nicht besonders auf Zack, agieren offen gesagt ziemlich dämlich und lassen sich zumindest aus größerer Entfernung problemlos eliminieren. Die Mechs irritieren wir durch Störgranaten, die Soldaten sehen sich schlagkräftigen Argumenten in Form von Pistole, Maschinengewehr, Schrotflinte, Strahlenkanone und primär Scharfschützengewehr gegenüber und Kampfhubschrauber zerstören wir, indem wir schnellstmöglich Geschütztürme besetzen und es von dort aus ordentlich krachen lassen, versteht sich. Die Steuerung patzt im Übrigen so gut wie nie, ist weder schwammig, rucklig oder ähnliches, jedoch wirkt sie an manchen Stellen unnötig überfrachtet.

Im Regelfall sieht es dann tatsächlich so aus, dass wir uns ein sicheres Plätzchen suchen, dort geduldig auf unsere Chance warten und nach einer gewissen Zeit fast schon gelangweilt als Elite-Sniper einen Nort-Soldaten nach dem anderen leicht und locker ins Jenseits schicken. Besonders gewaltverherrlichend geht dies im Übrigen nicht von statten, die Altersfreigabe 'bereits' ab 16 Jahren lässt dies bereits unschwer vermuten und so verhältnismäßig 'entspannt' geht es dann auch wirklich zu. Die Monotonie ist aber trotz der grundsätzlich guten Atmosphäre in den dreizehn Missionen zu dominant und so ist es fast schon befeiend, wenn der Abspann nach cirka fünf bis sechs Stunden (auch auf 'schwer'!) erreicht ist. Besondere Gründe zum erneuten Durchspielen haben sich mir nicht erschlossen und auch de Aufmachung an sich ist mir insgesamt zu bieder, zu unspektakulär, als wollte ich die ein oder andere Szene unbedingt noch einmal erleben.

Dass die Sprachausgabe auch auf deutsch anwählbar ist, ist leider nicht zu begrüßen, denn die Qualität der deutschen Synchronsprecher ist wirklich äußerst bescheiden und schadet der Atmosphäre mehr als sie ihr nutzen: wählt die englische! Vom Soundtrack hatte ich mir auch orchestrale Klänge gewünscht, aber Fehlanzeige, hier dümpelt die Akustik mehr vor sich hin als dass sie Mitreißendes vorweisen könnte. Mag der ein oder andere krachende Soundeffekt noch kurzfristig Begeisterung hervorrufen, so missfällt die oftmals vorhandene Stille, in der wirklich nichts, aber auch rein gar nichts zu hören ist. In grafischer Hinsicht gefallen die konstant flüssige Optik, die wirklich nie ins Stottern kommt und die gut animierten Figuren, hingegen ernüchternd wirkt die sehr angestaubt wirkende Landschaftsoptik, welche mit sehr spärlich detaillierten Texturen daherkommt und dies sowohl in Innenbereichen- als auch im freien Gelände, diese leblosen Hintergründe drücken erheblich auf die Stimmung, da muss gerade bei einem Actiontitel viel mehr kommen.

Tja, was halten wir unter dem Strich fest? Eine halbwegs interessante Story, ein schräger Hauptcharakter und eine dichte Atmosphäre reichen letztlich nicht aus, um begeistern zu können. Die zu geringe Spieldauer, das monotone Abschlachten der Feinde aus sicherer Entfernung (wenn man geduldig genug ist) und der kaum vorhandene Wiederspielwert schlagen auf den Magen. Dazu noch eine sich stellenweise sehr vornehm zurückhaltende Soundkulisse, eine schlappe Umgebungsgrafik und ein nicht berauschender Multiplayerteil sorgen in der Summe für ein nur sehr durchschnittliches Spielerlebnis. Heutzutage sollte 'Rogue Trooper' erst recht niemanden mehr sonderlich interessieren, denke ich, wenn auch interessante Ansätze zweifellos vorhanden sind.

PLUS: Dichte Spielatmosphäre, gutes Charakterdesign, anfangs unterhaltsam, läuft flüssig

MINUS: Gameplay nach kurzer Zeit monoton, CPU-Soldaten zu dämlich, Umgebungsgrafik nicht zeitgemäß, stellenweise enttäuschende Soundkulisse, mauer Multiplayer, zu kurz, quasi kein Wiederspielwert


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20