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muffy666 "muggs_c" (Frankfurt / M.)

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The Killing Gods (Ltd.Box Inkl.Bonus Track,Meta
The Killing Gods (Ltd.Box Inkl.Bonus Track,Meta
Preis: EUR 23,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fette Deathgrind Scheibe, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kenne den Namen Misery Index seit einiger Zeit, habe mich aber nie näher damit befasst, da v.a. der Typ, der mir die Band empfohlen hat, ein seichter Emo mit Justin Bieber Gedächtnis-Schmalztopfschnitt zu sein schien. Wie auch immer wir den "Typ" nennen wollen - mein Eindruck war falsch. Dank des Hinweises eines bekannten Maganzins habe ich mir den vorab erhältlichen Stream mehrfach angehört und schließlich (immerhin) die MP3 gekauft.

Als Vorab-Teaser habe ich mir die beiden Vorgänger "Heirs To Thievery" und "Traitors" gegönnt. "Heirs" finde ich noch etwas generisch, Traitors richtig gut und diese Platte hier extrem Hammer. Wie auch immer man die Musik bezeichnen mag - ich habe mal Deathgrind gewählt, auch wenn das relativ unpräzise ist - die Jungs verbinden modernen Death Metal, Grindcore und teilweise morbid-melodisches aus dem Metalcore / Black Metal Spektrum, ohne jedoch jemals cheesy oder anbiedernd zu sein.

Theoretisch müssten Malevolent Creation heute so klingen, wenn sie sich nach "In Cold Blood" halbwegs weiterentwickelt hätten. Haben sie aber nicht und daher bekommen Misery Index von mir an dieser Stelle das Prädikat "Besonders Wertvoll" für präziesen Death Metal verziert mit wohldosierten Blasts und Melodien / Leads, die das Album deutlich über das leicht angestaubte Bemühen der Wettbewerber hievt.

Old School Fans aufgepasst: Auch wenn hier keine Zwerge, Monster oder Zombies auf dem Cover sind: die Platte ist 100% frei von Breakdowns, clean Vocals oder tuffigen Sweep-Leads. Legt die Klöten auf den Amboss und ab dafür! :-)
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 3, 2014 3:24 PM MEST


Eyehategod (Special Edition Digi)
Eyehategod (Special Edition Digi)
Preis: EUR 15,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Holy Trinity of New Orleans, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eyehategod (Special Edition Digi) (Audio CD)
Ich denke, dass man Down, Crowbar und EHG ohne weiteres als die Heilige Dreifaltigkeit der New Orleanser Metalszene bezeichnen kann. Klar, es gab/ gibt noch u.a. Exhorder, Soilent Green, Goatwhore oder Acid Bath noch weitere durchaus wichtige Bands, aber die erstgenannten haben mich über die Jahre am meisten beeindruckt und dürften die Metalwelt auch am nachhaltigsten geprägt haben.

Und diese Bands sind es, die innerhalb von nur zwei Wochen ein jeweils in verschiedener Hinsicht beachtliches Album herausbringen. Down IV - Part 2 ist zum einen die schnellste aufeinanderfolgende VÖ der Band und die erste ohne Gründungsmitglied Kirk Windstein. Dieser hat mit Crowbar passend zum 25. Bandjubiläum das 10. Studioalbum "Symmetry In Black" am Start, das darüber hinaus auch seit Equilibrium / Odd Fellows Rest das zweite Album von Crobar ist, bei dem immerhin 3/4 des Lineup des Vorgängers übernommen worden sind!

Bei EHG ist beachtlich, dass die letze VÖ - Confederacy of Ruined Lives - rund 14(!) Jahre zurückliegt und dass nach Abschluss der Aufnahmen der langjährige Drummer Joey LaCaze verstorben ist und dieses Album quasi das Vermächtnis dieses Ausnahmedrummers ist. Ich denke, gerade in der Metalwelt halten sich relativ hartnäckig Fehlvorstellungen, was einen guten Drummer wirklich ausmacht. Häufig schielt man in Richtung eines Derek Roddy, Hellhammer, George Kollias oder Mike Portnoy. Hauptsache schnell und (viel zu) viel spielen. Dabei liegt m.E. wahre Stärke darin, mit relativ wenig beeindruckende Grooves zu spielen und die Band richtig voran zu bringen. Daher würde ich vorgenannten Jungs (mit allem Respekt) jederzeit einen Chris Reifert, Dave Grohl, John Bonham, Joey Castillo oder eben Joey LaCaze vorziehen, da diese keine Click-Track Pensen abarbeiten, sondern musikalisch spielen. Keith Moon nicht zu vergessen.

Dieses Album ist ganz klar das am besten produzierte und das zugänglichste Album der Band. Natürlich spielen EHG nach wie vor einen ganz miesen Bastard aus Sabbath, Melvins (Gluey Porch Treatments), altem Hardcore und pervertiertem Blues. Natürlich sind die fiesen Rückkopplungen bei Breaks immer noch da und selbstverständlich inhaliert Mike "IX" Williams vor jedem Gig eine Ladung Schwefelsäure, damit seine Vocals so schneidend und garstig wie eh und je rüberkommen.

Aber. Die Band klingt gereifter, fokussierter, nicht altersmilde aber weniger drogen-wütend, wie vor allem auf Dopesick. Monströse Grooves, säurehaltige Shouts und taumelnde moll-pentatonische Riffs künden nach wie vor von der dunklen Seite der Bourbon Street oder des kitschig verklärten Sumpfes. Heroinabhängigkeit, Gefängnis, Katrina, Drogenentzug, der Verlust von Haus und Hof, all das verarbeitet Mike IX in seinen Texten und das reflektiert die Band auch musikalisch. And it ain't happy, son!

Während Crowbar sich ganz klar in meiner Gunst als Sieger in jeder Hinsicht, aber vor allem bei Atmosphäre und Songwriting herauskristallisiert hat, geht der zweite Platz ganz klar an EHG, die das Widerliche und Gefährliche des NOLA Sounds nach wie vor am glaubwürdigsten transportieren. Dagegen sind Down in Teilen etwas beliebig, zahm und bei der ewigen Ahnenverehrung fast etwas hängengeblieben.

Anspieltipps: der giftige hardcore-lastige Opener "Agitation! Propaganda!" und der jam-lastige Longtrack "Flags and Cities Bound".

9/10


Symmetry in Black
Symmetry in Black
Preis: EUR 14,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erneut erstklassig, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Symmetry in Black (Audio CD)
Während vielen Bands nach einer Weile die Luft ausgeht, werden Crowbar bzw. Mr. Crowbar himself, Kirk Windstein, über die Jahre immer besser. Passend zum 25. Band-Jubiläum legen die New Orleanites das 10. Album vor.

Crowbar waren schon immer eine der Bands, die stets hochklassig abgeliefert haben, auch wenn sich hier und da etwas eine gewisse Gleichförmigkeit eingestellt hat, hat das jeweils nächste Album einen entscheidenen Schritt nach vorne gemacht, so hat etwa Broken Glass als Album Nummer 4 deutlich mehr Melodien und Dommanteile gebracht, Odd Fellows Rest war eine massive Steigerung was die Produktion angeht und enthält zudem den Live-Knaller "When Planets Collide".

Seit Sonic Excess befindet sich Kirk meiner Ansicht nach auf einem ungebremsten Steigflug, was Songwriting, Riffs, Atmosphäre und Produktion angeht. Was mir persönlich besonders gut gefällt, ist dass über die Zeit der Hardcore-Anteil immer weniger geworden und dafür die monströsen Groove-Riffs und die melodischen Doom-Teile immer mehr ausgebaut worden sind.

Symmetry in Black krönt diese Entwicklung mit dem wohl besten Sound, den die Band je hatte. Fette Gitarren und trotz A-Tuning ein präsenter, gar knackiger Bass, der richtig schiebt. Die Drums sind wieder richtig punchy (wie auf Sonic Excess) und nicht mehr ganz so EZDrummer Style pappig wie auf Sever The Wicked Hand.

Der Gesang hat sich nochmal deutlich verbessert. Neben den bekannten Shouts singt Kirk deutlich mehr und das richtig gut. Ich habe den Eindruck, dass die Trennung von Down ihm und den Songs richtig gut getan hat, anders ist die schier überbordende Kreativität auf dieser Platte nicht zu erklären.

Während ich keine Reaktion auf Downs neues Album gelesen habe, die nicht irgendwie verhalten gewesen wäre, sind die Reaktionen auf Symmetry in Black geradezu überwältigend. Es ist fast ein gewisser Hype ausgebrochen, was mich sehr freut, da die Band den Zenith ihres (kommerziellen) Erfolges in den 90ern scheinbar überschritten hatte.

Wer Crowbar schon immer mochte kann hier ohne Reinhören zuschlagen. Wer Crowbar bislang nicht kannte oder nicht mochte, sollte m.E. auf jeden Fall reinhören. Bei den ganzen Hyperspeed-Affen oder durchgestylten Pop-Metallern findet man heute relativ selten richtig ehrliche, "handgemachte" Musik von sympathischen Leuten mit Punch und Tiefgang.

Schaut Euch die Band im Sommer live an, sie spielen ein paar verstreute Shows. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr mit Kirk und Frau am Merch-Stand ein Schwätzchen halten!

10/10


Killer Be Killed
Killer Be Killed
Preis: EUR 14,99

11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Supergroup" - hier in der denkbar schlechtesten Variante., 12. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Killer Be Killed (Audio CD)
Als ob der Markt nicht schon übersättigt genug wäre, als ob v.a. Max Cavalera nicht schon seit langem mit erheblichen Qualitätsproblemen zu kämpfen hätte, haben die Herrschaften (zusätzlich: Troy Sanders (Mastodon), Greg Puciato (Dillinger Escape Plan) und Dave Elitch (u.a. Mars Volta) beschlossen, dass sie unbedingt noch ein kreatives Ventil neben ihren Hauptbands brauchen.

Im Falle von Troy Sanders überrascht es, da die Band doch jüngst am eigenen Output gearbeitet hat. Im Falle von Cavalera überrascht es noch mehr, da er m.E. nach Conquer kein durchgehend überzeugendes Album mehr abgeliefert hat und - wie ich live erleben musste - nicht mehr in der Lage ist, Gitarre zu spielen oder einen halbwegs verständlichen Satz zu sagen.

Wie klingt also die neue Supder-Duper-Group? Stellt Euch vor, Ihr seid auf einer Party, auf der drei verbissene Musiknerds mit Egoproblemem die Hifi-Anlage blockieren und alle gleichzeitig IHRE Musik abspielen möchten. Einer hat eine Compilation von bislang unveröffentlichten Demos von Soulfly dabei, die sogar Max bisher zu peinlich fand, um sie zu veröffentlichen. Das Label hat sich aber durchgesetzt. Der zweite hat die bisher unbekannte CD von Mastodon - "ReRemission - Leviathans Demise" dabei, die irgendwie geleaked ist. Der dritte hat ein Album einer Dillinger Escape Plan Cover-Band dabei, das mit laten abgestandenem College-Radio Indie der 90er verwässert ist.

Es gibt drei CD Player, einen Verstärker und ein Mischpult bei dem die Signale des Players anliegen. Die drei Typen beschimpfen sich und ringen um die Herrschaft über die Fader. Immer wieder gelingt es einem der drei, sich durchzusetzen und seinen Fader am lautesten aufzudrehen. Das geht relativ beliebig immer so weiter und nach einer guten dreviertel Stunde wirft der Gastgeber die Posse raus.

Es gibt geile "Supergroups", z.B. Black Country Communion, Chickenfoot, Velvet Revolver und natürlich Down. Diese Bands sind deswegen überzeugend, weil sie die Einzelleistungen der Beteiligten in tolle Songs überführen, der regelmässig eine Fusion, Mischung, Essenz der Zutaten ist. Bei KBK laufen die Songs nach einem relativ leidenschaftslosen Schema ab: Gröhlstrophe über Schrammelriff (aber nur maximal 1 Finger für 4 Saiten) mit Maxe, zugegebenermassen sehr starke Refrains mit Troy Sanders und dazwischen zum Auflockern die ebenfalls guten Vocals / Teile aus dem Mars Volta / DEP Lager. Das ist aber alles dermassen leidenschaftslos zusammengeklatscht, dass jeglicher Fluss gehemmt und die Begeisterung über den Input von Troy gleich wieder im Keim erstickt wird.

Macht aber nix - bald kommt die neue Mastodon und jedes Album, was ich von der Liste streichen kann, macht Platz für ein anderes Album. :-)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 10, 2014 1:48 PM MEST


Splinters (Special Edition)
Splinters (Special Edition)
Preis: EUR 14,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ultimative Essenz des Abgründigen, 9. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Splinters (Special Edition) (Audio CD)
Ich weiß nicht, wie, wo und warum ihr angefangen habt Metal zu hören. Bei mir war es so, dass ich über das Karnevalswochenende des Jahres 1989 mit einem Freund ein komplettes Anti-Programm gefahren habe und er mich mit diversen Scheiben von AC/DC, Helloween und Iron Maiden beschallt hat. Nach kurzer Schockstarre war ich voll dabei. Die Droge hatte mich im Griff und die Dosis musste stetig erhöht werden: Sodom, Slayer, Paradox, Annihilator, Sepultura, Kreator, Metallica, Death, Entombed. Die Liste könnte lange fortgesetzt werden, soll aber mit einer Band symbolisch enden: Paradise Lost.

Wenn ich das das Gefühl denke, als ich zum ersten mal Shattered und dann Gothic vom gleichnamigen Album gehört habe, a Wahnsinn. Härte, tiefe Melancholie, Power, Aggression und dabei fast fragile Zerbrechlichkeit, ein Hauch Todesromantik.

Paradise Lost haben sich über die Jahre immer wieder verändert, aber die bittersüße, bleierne Leichtigkeit von Gothic blieb für mich (abgesehen von In Requiem) relativ unerreicht.

Lead Gitarrist Greg Macintosh beweist mit Splinters zum zweiten Mal auf voller Albumlänge, wie sehr er die oben genannten Attribute in Musik vertonen kann. Während A Fragile King wirklich tieftraurig und abgründig den Tod von Gregs Vater begleitet hat, ist Splinters deutlich aggressiver, hat aber dennoch sämtliche Stilmittel, die Vallenfyre ausmachen: die leidenden Leads von Greg, seinen überraschend derben Death-Grunt Gesang und das vernichtende Geratter seiner Rhythmusgruppe (Adrian Erlandsson - ex Alles und "Scoot" von Doom). Als kongenialer Partner an der zweiten Klampfe: Solstice und My Dying Bride Gitarrist Hamish Glencross.

Einmal mehr werden frühe Paradise Lost, frühe Entombed / Nihilist, eine große Prise Crust, Doom, Death Doom zu einer Stil verbunden, der auf der einen Seite permanent Deja-Vus hervorruft, dadurch aber auch unglaublich originell ist und aus den ganzen glatten Produktionen deutlich herausragt. Das Tempo variiert von gefühlt 60 bpm Kriech-Doom bis zu herrlich antiquiert klingenden Blasts (v.a. beim Opener Scabs - 100% Left Hand Path Feeling) und räudigem D-Beat.

Auch wenn ich aktiv gegen mein eigenes Schubladendenken angehe, jüngeren Bands bewusst Chancen einräumen möchte: die Alten Säcke können es noch am besten. Gegen dieses - übrigens unfassbar krass produziertes - Album kommt wirklich nichts, jedenfalls nur sehr wenig ran. Da können die affigen Deathcore-Vögel einpacken, toll, Heel-Toe-Technique, Blasts bei 270 bpm, irre. Hastn Problem - geh weiter!

Ich hätte fast Triptykon mit der Höchstnote für Abgrund+Intensität+Härte ausgezeichnet, aber - sorry Tom und das geheimnisvolle Mädel - der Preis geht an VALLENFYRE!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 15, 2014 1:58 PM MEST


Down IV Part 2
Down IV Part 2
Preis: EUR 5,55

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach langem Kampf doch überdurchschnittlich, 9. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Down IV Part 2 (Audio CD)
Ich muss zugeben, wenn es eine Band gibt, bei der ich Fanboy-Verhalten an den Tag lege, dann bei Down. Selbstverständlich gibt es Fans, die der Band auf Tour hinterherreisen und was pubertierende Mädels im Boygroup-Wahn so alles gemacht haben - da bin ich sicher weit von entfernt. Aber, immerhin, habe ich mir eine Festivalkarte gekauft, obwohl ich nur Down sehen wollte. Bin zu einem Gig ins Ausland gefahren (naja, Luxembourg, hehe) und habe einige Alben auf CD UND Vinyl. Und seit heute auch noch auf Kauf-mp3, da die CD heute nicht mit der Post kam und AutoRip noch nicht läuft, habe ich mir aus Neugierde noch die Files gekauft. Crazy, wa? Naja, überhaupt nicht. Aber da ich als Metaller im 25. Berufsjahr lediglich 2 Shirts (natürlich von Down) besitze, ist das für meine Verhältnisse schon recht waghalsig.

Warum die Vorrede? So geil ich diese Band finde, so sehr ich auch beim x-ten Mal hören ihrer Musik Gänsehaut bekomme, muss ich, alleine um meiner Ethik als Kritiker zu entsprechen sagen, dies ist per heute die schwächste Veröffentlichung der Band. Insgesamt.

Viele haben schon über II - A Bustle in your Hedgerow gemeckert, vor allem weil es nicht wie NOLA ist. III - Over The Under hat noch mehr Kritik bekommen, v.a. weil es immer noch nicht wie NOLA ist. Down IV Part 1 - well, guess what.

Ohne näher darauf einzugehen, ich finde jede bisherige VÖ der Band schlicht genial - jede auf ihre Weise. Über die instrumentalen und vor allem atmosphärischen Qualitäten von Phil Anselmo, Pepper Keenan und Jimmy Bower muss ich an dieser Stelle nicht tiefer eingehen. Die Mischung aus Old School (Doom) Metal (Sabbath, Vitus, Pentagram, Witchfinder General, Trouble), Blues und einer geballten Ladung Dreck ist nach wie vor für mich unerreicht und gnadenlos anziehend.

Mit enormer Leichtigkeit werden hier wuchtige Riffs, bluesige Leads und Phils monströser Stimme verbunden, da kommt einfach niemand ran. So würde ein Zakk Wylde bestimmt auch gerne klingen. ;-)

Die Platte eröffnet mit Steeple, kurz auf der HiHat angezählt steigt die Band unterstüzt von einem Brunftschrei von Phil in das Album ein und liefert gleich ein Riffmonster ab, das auch Live endlich das gut abgehangene Eyes of the South ablösen könnte.

Danach kommt We Knew Him Well, das seit einigen Wochen als Stream zu hören war. Ich war anfangs leicht enttäuscht, habe mir gesagt, warte auf das Album, höre es im Kontext, aber der Song ist bestenfalls ok. Und er ist relativ einprägsam, was ihn leider zu einem der besseren Songs auf dem Album macht.

Bei Hogshead / Dogshead: Fragezeichen. Sorry, leider völlig beliebige Aneinanderreihung von Riffs.

Mit Conjure kommt jedoch der absolute Höhepunkt dieser EP: alleine das Eröffnungsriff mit BlackVitusTrouble Vibes haut mich echt um. Wenn der Gesang über dem Strophenriff einsetzt, denkt man für einige Sekunden, man höre gerade einen verschollenen Track von den Master of Reality Sessions. Wahnsinn.

Sufferer's Years. Punkt. Nothing.

Bacchanalia schließt die EP dann doch wieder relativ versöhnlich ab. Der Song ist relativ lang und komplex aufgebaut und ist meiner Einschätzung ein Titel, der noch richtig wachsen kann. Vor allem das ruhige, teils akustische Ende, das wohl einen Hinweis auf die Ausrichtung des Part 3 geben soll, ist sehr gelungen. Learn From This Mistake trifft auf Zeppelin und Purple. Wenn die dritte EP wirklich in diesem Stil sein sollte, bin ich wirklich sehr positiv gespannt.

Ich kann nachvollziehen, dass das EP Konzept für die Band vorteilhaft ist, da damit längere Schreibprozesse und Studioaufenthalte entfallen und sie das in einer Tourpause mal eben "nebenbei" rausquetschen. Wie gut und professionell die Jungs sind erkennt man daran, dass die Qualität bei dieser Arbeitsweise immer noch sehr gut ist, aber doch bei dieser zweiten EP Schwächen offenbart werden.

Natürlich bin ich froh, das zwischen Part 1 und 2 die kürzeste Zeitspanne liegt, die jemals zwischen zwei Down VÖs lag - nicht einmal 2 Jahre. Auf der anderen Seite muss ich aber leicht kritisch anmerken: vielleicht ist es aber auch gut (besser?) sich einmal für längere Zeit zurückzuziehen und intensiver an den Stücken zu arbeiten.

Den Wechsel an der Gitarre (Bobby Landgraf kam für Kirk Windstein, der sich intensiver mit Crowbar beschäftigen wollte) mache ich übrigens ganz ausdrücklich nicht für diese Entwicklung verantwortlich.

Insgesamt sind die Kritikpunkte auf sehr hohem Niveau, aber ich will es natürlich nicht unerwähnt lassen. Wie immer halte ich es für möglich, dass das Album noch deutlich mehr wächst. An dem Anselmo Solo-Album habe ich mir monatelang die Zähne ausgebissen und finde es mittlerweile ziemlich gelungen. Ein letztes Wort zu Phil: ich weiss nicht was er macht (bzw. doch: saufen, rauchen und ohne Atemtechnik schreien), aber seine Stimme klingt von Album zu Album immer kaputter und fertiger. War es auf Part 1 schon auffällig, so hat die Soloscheibe nebst Touring hörbare Schäden hinterlassen.

EDIT 21.05.2014 - Nach weiteren Runden habe ich mich mit dem Album doch etwas mehr anfreunden können. Steeple und Conjure haben sich klar als die Hits etabliert, We Knew Him Well macht sich als Groover im Gesamtkontext recht gut, Dogshead/Hogshead ist sagen wir tolerierbar aber nicht sonderlich gut. Sufferer'S Years hat die größe positive Entwicklung gemacht. Der Song hat sehr viel klassische Metal / NWOBHM Einflüsse, v.a. Witchfinder General, was mir erst so richtig aufgefallen ist, als ich die beiden Alben neulich gehört habe. Insgesamt ok / gut.

EDIT 06.06.2014 - Nachdem ich dem Album erstmal eine Auszeit gegönnt habe und mal stilistisch was komplett anderes gehört hatte (v.a. Death Metal / Deathcore), war eine neuerliche Runde (auf Vinyl) geradezu befreiend, wie nach Hause kommen. Das Album bzw. EP hat sich insgesamt sehr stark entwickelt. Die Hits haben sich auch also solche (ohne größere Abnutzungserscheinungen) etabliert, die Problemkinder wurden gefördert und v.a. das spacige Ende von Bacchanalia ist dermaßen geil, dass ich im 5 Punkte System nicht umehrkomme, die 5 zu geben, aber dennoch - um den Abstand zu etwa II - Bustle oder der EP Part 1 zu wahren 9/10.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2014 6:03 PM MEST


Minor Misdemeanors
Minor Misdemeanors
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen What's the point?, 7. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Minor Misdemeanors (MP3-Download)
Wenn man als Metal-Fan eine CD kritisiert, auf der Metal-Songs in ein anderes Soundgewand überführt werden, kritisiert, gar niedermacht, so wie das gleich hier passierend wird, ist man sozusagen mit Ansage dem Vorwurf ausgesetzt, Konservativ zu sein, Scheuklappen zu tragen oder - mein Fave - der Sache intellektuell nicht gewachsen zu sein.

Metal mal anders - das ist ja im Grunde nichts neues. Schauen wir uns mal die Konkurrenz an: Mambo Kurt. Der Alleinunterhalter spielt Metal Songs auf einer Heimorgel (mit Rhythmusmaschine) nach und singt dazu. Dabei werden die Songs in ein orgel-kompatibles Arrangement überführt und teilweise "verswingt" und "angejazzt" - aber das natürlich nur auf Tanztee im Altersheim-Niveau. Insgesamt eine charmante Idee und gute Leistung als Entertainer und Arrangeur.

Apocalyptica haben "als Gag" auf ihrem ersten Album Metallica Songs auf vier Celli gespielt. Der Rest ist Geschichte. Die Band hat sich bereits auf Album Nummer zwei aus der puren Metallica-Cover Nummer verabschiedet und u.a. Pantera und Faith No More gecovert und sogar ein paar Eigenkompositionen eingestreut. Ab dem dritten Album Cult sind (sehr starke) Eigenkompositionen die Regel, Cover nur noch Bonustracks, wenngleich diese weiterhin stark sind.

Van Canto (ich würde es vorziehen, eine Dose Sürströmming zu essen, als eine CD durchzuhören) übertragen immerhin die Musik in Gesangsarrangements und reproduzieren so mehr oder weniger die Originale ausschließlich mit Stimmen. Soweit so Respekt. Auch wenn es wirklich unerträglich ist.

Tori Amos hat auf Strange Little Girls zwar (auch) Slayer's Raining Blood gecovert - der Ansatz des Albums war es jedoch Songs zu covern, die ursprünglich von Männern performt wurden (u.a. Eminem, Depeche Mode, Neil Young) und diese aus der Perspektive von fiktiven Frauenpersönlichkeiten zu performen. Zusammen mit dem Booklet (Liner Notes von Neil Gaiman) ein Gesamtkunstwerk. Dabei hat sie sich bei der Interpretation mehr oder weniger an die musikalische Vorlage gehalten (etwa I Dont Like Mondays) oder eben gar nicht (Raining Blood). Insoweit gilt dieses Album m.E. nicht als Metal-Cover Album, sondern spielt in einer eigenen Liga.

Kommen wir zu Hellsongs. Wie auf dem Debut, findet auch auf diesem Album keine Auseinandersetzung mit der Musik statt. Sie wird schlichtweg über den Haufen geworfen, nicht arrangiert, umgearbeitet (meine Güte, wenn ich an die vier Finnen im Kleinwagen denke, die Bohemian Rhapsody performen) - gar nichts. Stattdessen werden die Lyrics weiterhin mit seicher Folk- / Akustikinstrumentierung unterlegt und in einschläfernder, nicht relaxter Weise performt. Dagegen ist Lina Persson von den Cardigans ein tollwütiges Wildschwein auf Steroiden.

Mag das alles beim ersten Mal noch halbwegs charmant gewesen sein, so ist hier keine Weiterentwicklung zu sehen. Nichts. Würden sich Hellsongs nicht krampfhaft und schamlos im Metalsektor bedienen und anbiedern - die Musik würde wirklich niemanden auch nur aufhorchen lassen. Insoweit nervt es mich schon, dass die Metal-Szene, die wirklich jahrelang verachtet, ausgelacht, für Dumm und Gewalttätig erklärt worden ist, als letzte Bastion der Tonträgerkäufer und Konzertgeher von allen Seiten angezapft und ausgemolken wird. Aber auch wir, auch die "Heavy-User" (Pun intended!), die wir montatlich für 100e Euros unsere Szene unterstüzten, CDs kaufen, Shirts kaufen, zu Konzerten gehen, Magazine lesen, können und wollen nicht jeden Käse unterstützen. Deswegen die klare Bitte: spielt eure kleine harmlose Folk-Brühe doch gerne in selbstverwalteten Cafes, Kleinkunstbühnen oder auf der Toilette. Nur Federn im Poppes machen noch lange kein Huhn.

Ach ja, neben o.g. Klischees gilt der Metaller ja natürlich als intolerant. Ich würde aber sagen, dass wir aufgrund unseres speziellen Geschmacks, den wir nicht immer und überall ausleben dürfen, ganz besonders tolerant sind, v.a. was das Anhören und Ertragen von nicht-metallischer Musik ist. Daher ist es besonders befremdlich, wenn in den positiven Rezis vornehmlich Nicht-Rocker davon schwadronieren, dass endlich Guns n Roses in dieser Form für sie hörbar wird oder dass die einzigen guten Songs von Metallica The Unforgiven und Nothing Else Matters sind. Wir wollen Euch hier nicht!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2014 1:33 PM MEST


Neverbloom
Neverbloom
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wahnsinnige Mischung aus Deathcore und Obtained Enslavement, 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Neverbloom (MP3-Download)
Die Überschrift sagt im Prinzip schon alles: die Australier liefern ziemlich brutalen Deathcore / Modern Death Metal in der Schnittmenge von Suffokate, Black Daliah Murder, Aborted und / oder Canifex. Selbstverständlich gehört der Wechsel zwischen Growls und Screams genau so zum Repertoire, wie die unvermeidbaren Breakdowns und Bass-Drops. Soweit so klischeehaft.

Allerdings werten die Jungs die Musike durch den intensiven Einsatz von Keyboards und teilweise female Vocals deutlich auf; seien es Streicherflächen, orchestrale Arrangements oder filmmusikhafte Soundscapes - die Tasten haben einen hohen Anteil am Gesamtsound und heben die Band damit weit aus dem Einheitsbrei der zahllosen Youtube Combos.

Auf den ersten Hör mag das vielleicht sogar iriitieren, wie bei der Black Metal Band Obtained Enslavement, bei der parallel zu derben Blasts auch ein zunächst als störend empfundenes Klavier "geklimpert" hat. M.E. haben Make Them Suffer die Keys zum einen etwas stringenter in den Gesamtsound integriert - zum anderen hört man die musikalischen Eindrücke mit der Zeit als aufregendes und bereicherndes Ganzes.

Etwa, als spielte man Times of Grace von Neurosis und Grace von Tribes of Neurot gleichzeitig ab. Naja, SO gut vielleicht auch nicht. :-)


Kindly Bent To Free Us
Kindly Bent To Free Us
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute CD mit Wachtumspotenzial., 22. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindly Bent To Free Us (Audio CD)
Ich denke, dass es sich mittlerweile herumgesprochen hat bzw. auf den Vorgängern Traced In Air und v.a. auf der Carbon Based Anatomy EP nachzuhören ist, dass man den Begriff "Death" aus der früheren Kategorisierung "Progressive Death Metal" ersatzlos streichen muss.

Wie auch bei Opeth (Heritage) habe ich auch auf Carbon Based Anatomy den konsequenten Verzicht von harten Gitarren und (halbgaren) Death Growls ausdrücklich begrüßt, da der Death Metal Anteil auf Traced In Air hörbar widerwillig und inkonsequent eingesetzt worden ist.

Ich habe den Eindruck, dass sich die Post DM Cynich mit diesem Album erst richtig gefunden haben, bzw. dem Hörer die Transformation von "Focus" zu Kindly Bent mit Zwischenschritten a la Traced / Retraced erleichtern wollen. Ähnlich wie Ulver keine Gitrarren und kein Gekreische brauchen, um den Hörer in eine dunkle, melancholische Welt zu entführen - genausowenig brauchen Cynic Death-Grunts und Gekloppe, um ihre Vision von im besten Sinne "Fusion Metal" zu vertonen.

Wie in Interviews nachzulesen, war Paul Masvidal ohnehin eh nie wirklich ein Metalhead - er hat sozusagen eher zufällig auf Human ausgeholfen und hat mit Focus noch eine eigene Vision von Jazz, Fusion, World Music, Shoegaze und (Death) Metal nachgelegt.

Kindly Bent gefällt durch eine sehr reduzierte Instrumentierung (Drums, Bass, Gitarre) und Pauls weitestgehend unbehandelten Gesang, der sich nochmal deutlich verbessert hat. Musikalisch bleibt es beim Mix aus o.g. Genres - minus Death Metal. Besonders gefällt, wie vielschichtig die Arrangements sind, Paul Masvidal spielt eher Texturen als Riffs, dann der sonore Bass von Sean Malone, der ähnlich dominant und gleichzeitig unabhängig ist wie bei Watchtower (Control & Resistance) und Sean Reinerts achtarmiges Drumming.

Was mir an der Scheibe (gegenüber vielen anderen Alben im Bereich Prog) besonders gut gefällt, ist wie entspannt aber dennoch fesselnd die Musik ist. Kein sinnloses Gefrickel, aber auch keine gediegene Langeweile, sondern ein warmer Klangkosmos, der sich über die Zeit erst enfaltet und auch nach mehreren Runden Neues offenbart.

Daher 8/10 mit viel Luft nach Oben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2014 11:14 AM MEST


The Triumph of Steel
The Triumph of Steel
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Augenhöhe mit Kings of Metal, 17. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Triumph of Steel (Audio CD)
Es ist locker 20 Jahre her, dass ich dieses Album zum letzten Mal gehört habe. Damals, 1992, als es veröffentlicht wurde, habe ich es trotz meiner damals aktuellen Faves Psychotic Waltz, RATM, Dream Theater, Pantera usw. sehr oft (heimlich!) gehört.

Manowar galten schon immer außerhalb des Metals als spiessig, peinlich, Altherren Musik - und mittlerweile sogar innerhalb der Szene. Zu divenhaft das Verhalten - vor allem wenn musikalisch nichts kommt, das dies rechtfertigt.

Auch wenn ich persönlich als spätberufener (1988) bei Manowar reflexartig eher an Fighting The World und Kings Of Metal denke, sind für viele die ganz frühen Werke der Band das Maß der Dinge.

Dabei wird oft übersehen, dass diese Scheibe wirklich ganz großes Tennis im Bereich klassischen Heavy Metal ist. Wenn jemand fragen sollte, wie kann es eigentlich sein, dass diese Combo jemals so erfolgreich war - dann sollte man der Person diese CD geben und sagen: deswegen.

Natürlich ist die Musik phasenweise pathetisch, vielleicht sogar "cheesy", aber es passt einfach alles, harte Riffs, große Refrains, fetter Sound, opulente Arrangements und ein Eric Adams der einfach superb bei Stimme ist und eine absolute Parade abliefert, was unter einem großen Heavy Metal Frontman zu verstehen ist.

Eröffnet wird die Platte mit dem knapp 30 minütigen Mega-Opus Achilles, Agony and Ecstasy in Eight Parts, das teilweise sehr gelungen ist, teilweise aber auch leider, leider etwas grob zusammengeschustert wirkt. Im Prinzip ist der Ansatz, eine Art Suite mit verschiedenen Sätzen zu einem großen Stück zu verbinden, nicht verkehrt. Leider wurden überflüssigerweise ein Drumsolo und ein Bass-Solo in dem Stück untergebracht, die einfach deplaziert sind und den Fluss hemmen. Das Drumsolo geht noch halbwegs, weil es in das atmosphärische "Hectors Final Hour" mündet. Das Bass-Solo hingegen ist einfach Joey's übliches Gezerre ohne Sinn und Verstand. Abgeschlossen wird die Suite wieder versöhnlich mit dem Kracher "The Glory of Achilles", der im besten Sinne an Blood of The Kings erinnert.

Wow, das war ganz schön viel Input in der ersten halben Stunde. Manowar lassen sich aber nicht lumpen und legen nochmal gut 40 Minuten(!) nach und liefern mit Metal Warriors einen typischen dicke Eier Metal Stampfer. Auch Spirit Horse of the Cherokee, Power of thy Sword und The Demons Whip sind erste Sahne und halten das ingesamt hochklassige Niveau. Lediglich Burning will nach wie vor nicht gefallen. Die Powerballade Master of the Wind schließt das Werk gebührend ab. Erschöpft und glücklich sinkt man nach ca. 1 Stunde 10 Minuten in den Sessel und hat das Bedürfnis, schnell 300 oder Troja zu sehen. Hauptsache Schwerter und Ehre.

Auch wenn ich nur äußerst selten Manowar höre - diese CD ist wirklich der Hammer und sollte in jeder guten Sammlung einen Platz finden. Auch jüngeren Fans dringend zu empfehlen - auch wenn ihr es nicht glaub: da haben "Eure" Suicide Silences und Avengend Sevenfolds auch ihre Ursprünge! Bei der Gelgenheit: checkt Black Sabbath, Pentagram, Saint Vitus, Judas Priest und Tygers of Pan Tang gleich mit an. Es lohnt sich. :-)

9/10
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 30, 2014 10:00 PM MEST


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